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Full text: Berliner Adreßbuch (Public Domain) Issue1883 (Public Domain)

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IV. T. 
geliefert werden. Bei schwererem Gewichte und bei größeren Sum¬ 
men muh bie äußere Verpackung in haltbarem Seinen, in Wachs- 
ieimranb oder Leder belieben, gut umidmütt und veriiädt, sowie die 
Naht hinlänglich oft versiegelt fein. Geldbeutel und Säcke, welche 
nicht in Fässern u, s. w. versandt werden, können in dem Falle 
an« einsamer starker Leinwand bestehen, weitn das Geld darin ge¬ 
hörig eingerollt oder zu Päckchen Bereinigt enthalten ist. Andern¬ 
falls müssen die Beutel an« wenigstens doppelter Leinwand herge¬ 
stellt sein. Die Naht darf nickt auswendig und der Kröpf niri-t zu 
kurz sein. Da, wo der Knoten geschürzt ist, und außerdem über 
beiden Schnürenden muß ba6 Siegel deutlich aufgedrückt lein. Die 
Scdnur, welche den Krocf untgiebt, muß durch den Krovf selbst hin¬ 
durch gezogen werden. Dergleichen Sendungen sollen nicht über 
25 kg schwer sein. @e(tlisten über 25 kg minien gut bereist und 
mit Handhaben versehen sein. (Selbfhffrr müssen gut bevift, die 
Schlußreifen angenagelt und an beiden Böden gut verschnürt und 
versiegelt fein. 
Bei Badeten mit boarem Gelde in größeren Beträgen muß der 
Inhalt gerollt fein. Gelder in Fässern oder Kisten ntüilen zunächst 
in Beuteln oder Backeteu verpackt sein. 
Gegenstände, deren Beförderung mit Gefahr ver¬ 
bunden ist, namentlich alle durch Reibung, Luftzudrong, Druck 
oder sonst leicht entzündliche Sachen, sowie ätzende Fünfigteiten 
dürfen mit der Post nicht versendet werden. 
Flüssigkeiten überhaupt, sowie Sachen, die dem schnellen Ver¬ 
derben und der Fäulniß ausgesetzt sind, unförmlich große Gegen¬ 
stände, ferner lebende Thiere, kennen von den Pcftanftalten zurück¬ 
gewiesen werben. 
Das Padetporto betrögt für Pacfete biß zum Gewicht von 
5 kg: bis 10 geogr. Meilen 25 Pf., auf alle weiteren Entfernungen 
50 Pf. 
Ueber bie Höhe de« Porto für Sendungen über 5 kg geben 
die PostansUltkil Auskunft. 
Für unfranfirte Vackete bis 5 kg wird ein Portozuschlag von 
10 Pf. erhoben. 
Für bie als Sperrgut ?u bebenbetnben Pacfete wirb das Porto 
(nicht der Portozuschlag und die VerslcherungSgebühr) um die Halste 
erhöht. 
Als Sperrgut gelten alle Packe te, welche in irgend einer Aus¬ 
dehnung l1» Meter überschreiten; ober welche in einer Ausdehnung 
1 Meter, in einer anbeten !, Meter überschreiten und dabei weniger 
als 10 kg wiegen; ober welche bei bet Verladung einen »nverhält- 
nißmäßig großen Raum in Anspruch nehmen bz. eine besonders 
sorgsame Behanbluug erfordern, z. B. Körbe mit Pflanzn unb Ge¬ 
sträuchen, Hutschachteln ober Cartons in Holzgestellen, Möbel, Korb- 
geflechte u. bergt. 
Gehören mehrere <Senbungen zu einer Posipacketadreffe, so wird 
für jeder einzelne Stück bie Taxe berechnet. 
Für Sendungen mit Werthangabe wirb erhoben, 
a) Porto und zwar 
1) für Briefe ohne Unterschieb des Gewichts bis 10 geogr. 
Meilen 20 Pf., auf allen weiteren Entfernungen 40 Pf.: 
für unfranfirte Vnese 10 Pf. Portozuschlag; 
2) für Packete baS entfallende Padetporto. 
b) Berftdierungsgebiifir 5 Pf. für je 300 Mark oder einen 
Theil von 300 Mark, mindestens jedoch 10. Pf. 
Die Fahrpostsendnngen imb thunlichst zu fvaiifiten. 
Durch (Eilboten zn besieQtnßc Sendungen mü>ieu mit 
dem ?u untnftreiebenben Vermerk „durch Eilboten“ verfi-hen fein. 
Den Eilboten werben auch Packete ohn» Werthangabe bis 5 kg, 
sowie Sendungen mit ffiectliangabe bis 40!I Mark und bis 5 kg. 
zur Bestellung mitgegeben. Bei schreiben mit Post-ZufkllnngSnr- 
fimbe ist baS Verlangen ber EilbefteQung unzulässig. 
Der Absender von Eilsendungen kann bie Bestellgebühr voraus» 
bezahlen, oder bie Zahlung bem Empfänger überlasten. 
Für bie Eilbestellung von Poftfenbnngen finb zn entrichten: 
A. Im 3aile der Voransbezablnng durch den Absender: 
a) bei Sendungen an Empfänger im OrtSbeitellbeziik der 
Poftanftaiten, unb zwar: 
1) bei gewöhnlichen und bei eingeschriebenen Briefen, 
Postkarten, Drucksaä'en und Waarenproben, sowie bei 
Nachnahmebriefen, ©riefen mit Werihsngabe bis 400 
Mark einschließli», Ablieferungsscheinen übet Gelbbriefe 
mit höherer Werthangabe und Postanweisungen nebst 
den zugehörigen Beträgen, 
.für jede Sendung 25 Pf.; 
2) bei Packeten ohne und mit Werthangabe: 
iu allen Fällen, in welchen bie Sendungen selbst 
durch Eilboten bestellt werden 40 Pf. für jedes Packet, 
falls dagegen nur die Begleitadresie ic. bestellt wird, 
25 y 
b) bei Sendungm an Empfänger im Landb estell bezirk der 
Beftimmungs-Postanstalt, und zwar: 
1) bei allen unter al genannten Gegenständen für jebe 
Sendung 80 Pf.; 
2) bei, Packeten ebne unb mit Werthangabe: 
in allen Fällen, in welchen bie Sendungen selbst 
durch Eilboten bestellt werden sollen, für jedes Packet 
1 Mark 20 Pf., 
falls dagegen nur die Begleitadresie ic. zu bestellen 
ist, 80 Pf. 
B. Im Falle der Entrichtung des Botenlohnes durch den Em¬ 
pfänger: 
bei allen Sendungen die wirkich erwachsenden Bctenkosten, bei 
Bestellung im Ortsbestellbezirk jedoch mindestens für jeden 
Gang die vorstehend unter A. a. 1 und 2 bezeichneten Sähe. 
Werden durch denselben Boten an denselben Ernvlänger gleich¬ 
zeitig solche Eilvoftfenbungen abgetragen, fiir welche das Eil» 
bestellgeld un Voraus bezahlt ist, und solche, bei welchen dies 
mcht der Fall ist, so ist vorn Enmänger das erwachsende 
Botenlohn abzüglich den im Voraus bezahlten Beträge zu 
erheben. 
Die Bestellgebühr beträgt für bie Bestellung der Poftfenbnngen 
in die Wohnung des Empfängers im Orte der Postanstalt, n.idzwar: 
a) für ein gewötmlid'eS Packet bis 5 k" 5 Pf, über 5 kg 
10 Pf. (bei Postämtern I. ftl. 10 b) 15 Pf., bei ein¬ 
zelnen A«intern in den größten Städten 15 b<. 20 Pf.); 
gehört mehr als ein Packet zn einer Begleitadresie. so wirb für baS 
schwerste Packet die ordnungsmäßig? ÜMtcngebiilir, für jebeü ioeitere 
Packet aber nur eine Gebühr von 5 Pf. erbeben. 
b) für bie llebcrbringung einer Postanweisung bis 400 Mark 
liebst dem Geldb'traae 5 Pf.; 
c) für einen Brief mit Weithangabe bis ls'OO Mark 5 Pf., 
über 1500 bis 300» Mark 10 Pf., über 8000 Mark 
20 Pf., soweit dergleichen Sendungen überhaupt bestellt 
werden; 
d) für Packete mit Werthangabe, sofern bereu Bestellung 
überhaupt erfolgt, werden die Satze nd c, oder bie Satze 
ad a., trenn tiefe höher sind, berechnet. 
Für da« Abtragen der iß riefe mit Weithangabe, ber bis 2'A kg 
schw.-ren Packete mit oder ohne Werthangabe, ber Einschreibpackete 
bis zu bemselbeii Gewichte und der Postanweisungen nach dem 
Landbestellbezirke wird ohne Rücksicht auf die Höhe der etwai¬ 
gen Werthangabe bz. des CMfcbetragcs ein Bestellgeld von 10 Pf. er¬ 
hoben. Werden Packete von höherem Gereifte als 2% kg abgetragen, 
|o beträgt das Bestellgeld 30 Pf. iiir da« Stück. 
Die Bestellgebühr kann Vorausbezahlt weiden. 
Das Zeitungsbestellgeld beträgt im OUs- und im Land» 
bestellbezirk für jedes Zeitungsexemplar jährlich bet Zeitungen, welche 
a) wöchentlich einmal oder seltener bestellt 
werben — Matt 60 Pf. 
b) zwei- oder breimal wöchentlich bestellt 
werben 1 „ — „ 
c) mehrmals, aber nicht öfter als einmal 
täglich bestellt werden 1 „ 60 „ 
d) zweimal täglich bestellt werden ... 2 „ — „ 
e) für bie amtlichen Verordnungsblätter . — „ 60 „ 
Postsendungen an Einwohner int OrtS- oder Lanv- 
bestellbezirk der Anfgabc-Postanstatt werben, mit Ausnahme 
ber durch Eilboten zu bestellenden Sendungen, in gleichem Umfange 
wie an Adressaten im Bereiche anderer Postorte angenommen. Diese 
Sendungen (ausschließlich der gewöhnlichen SJtiefe) unterliegen den¬ 
selben Taxen und Bestellgebühren, wie bie mit Ic. Piste > lx-n weiter« 
her eingegangenen Sendungen des inneren Postverkehrs, mit ber 
Maßgabe, baß, soweit bei den Taxen bie Entfernung mit in Betracht 
kommt, ber für die geringste tintfernungsstiife bestimmte Satz an¬ 
gewendet wirb. 
Für die von den Landbriefträgern anfihrenWestellungs- 
güngen eingesammelten portopflichtigen Einschreibsendungen, so¬ 
wie für Pacfete, Postanweisungen und Briefe mit Werthangabe, wenn 
tiefe Gegenstänbe zut Weitersendung durch die PofUnftalt des 
StotionSortS des Landbriesträgers nach einer anbtten Postanstalt 
bestimmt sind, ist eine Nebengebiihr von 5 Pf. voraus zu bezahlen. 
Anleitung für die Anfertigung von Briefaufschriften. 
Die Aufschrist (Adresse) muß den Bestimmungsort imb den 
Empfänger (Adressaten) so bestimmt bezeichnen, daß jeder Ungewi߬ 
heit vorgebeugt wird (Proben 1 bis 3). Bei gewöhnlichen Briesen ic. 
mit bem Bermerke „p.'stlagerud" darf, statt bes Namens beS Em¬ 
pfängers eine Angabe in Buchstaben, Ziffern ic. angewendet fein 
(Probe 4). 
Bei Salbungen nach größeren Orten ist thunlichst die 
Wohnung des Empfängers nach Straße, Hausnummer imb Lage 
— ob eine oder zwei tc. Treppen ic. — unten rechts, unmittelbar 
unter dem Namen des Bestimmungsorts, anzugeben (Probe 1), 
bei Sendungen nach Berlin außerdem ber Postbezirk (0., N, 
8., W. u. k. w.), in welchem die Wohnung belegen ist (Probe 1) 
Ein alphabetisches Berzeichniß der Straßen und Plätze Berlins 
mit Angabe der Lage nach den Himmelsrichtungen hängt am Schalte» 
einer jeden Postanstalt anö. 
Befindet sich an dem Bestimmungsorte keine Post» 
anstatt, so muß zu dessen genauerer Bezeichnung diejenige Postan¬ 
stalt, von welcher aus die Beendigung der Sendung an den 
Empfänger bewirkt wirb, oder mindesten« die nächste Stadt ange¬ 
geben fein (Probe 2). 
Bei gleichnamigen oder ähnlich lautenden Orten 
muß die geographische Lage des Bestimmungsortes durch Angabe
	        
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