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Volume Nr. 18, 27. Februar 1968

Full text : Amtsblatt für Berlin (Public Domain) Ausgabe 18.1968,1 (Public Domain)

14.  Jahrgang.

Berlin,  Freitag,  11.  Februar  1881.

Man  obtmtrtrt
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IM.  80Pf.
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bei  allen
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und  in  der
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am  DänhofSpiatz.

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Man  abonnirt
für
IM.  80  Pf.
vierteljährlich
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und  in  der
Erpkil  Ilion,
Kraufenstrahe  II
am  DinhvsSplah.
Einzelnummern

L  23  Pf.

Alluftrirtes  humoristisches  Wochenblatt.

Verantwortlicher  Aedactenr:  Julius  Stettenhei«.  —  Jffustrirt  vo«  K.  Keil.

mm

bemerkt,

Sitzung  des  Abgeordnetenhauses.  Unter
den  Mitgliedern  herrscht  noch  immer  große
Aufregung,  da  der  Abg.  ».  Ludwig  unentwegt ­
  in  seinem  Entschluß,  das  Leben  des
Abg.  v.  Bennigsen  zu  schonen,  verharrt,  und
somit  noch  an  einem  zweiten  und  dritten  Diner
zu  Ehren  des  Letzteren  theilzunehmen  fein  dürfte.
Andererseits  aber  steht  zu  befürchten,  daß  die  Freunde
des  Abg.  v.  Ludwig  sich  veranlaßt  sehen  werden,
zu  Ehren  desselben  ein  Hungern  zu  veranstalten,  an  n  elchem
kann  auch,  wie  bei  jenen  Diners,  die  politischen  Gegner  des
Gefeierten  theilnehmen  müßten.
Die  neuesten  Nachrichten  über  das  Duell  lauten,  beiläufig
dahin,  daß  als  Ort,  wo  dasselbe  zum  Austrag  zu  bringen,
Seitens  des  Abg.  v.  Ludwig  eine  Spalte  der  Deutschen  Landes-Zeitung
gewählt  worden  ist,  indem  er  betont,  daß  man  dort  am  wenigsten  von
Abonnenten  und  Lesern  gestört  zu  werden  pflege.
Am  Ministertisch:  der  Reichskanzler.  Abg.  Richter  ergreift  das
Wort.  Der  Reichskanzler  bleibt.  (Bewegung.)  Hieraus  ist  indeß  nicht
zu  schließen,  daß  der  Reichskanzler  sich  mit  dem  genannten  Abgeordneten
ausgesöhnt  hat.  Er  sucht  demselben  im  Gegentheil  dadurch  eine  Niederlage ­
  zu  bereiten,  daß  er  erklärt,  mit  dem  Vorredner  nach  langer  Zeit
zum  ersten  Mal  einverstanden  zu  fein.  Schon  jetzt  übt  dies  im  4.  Wahlkreis ­
  Berlin  (Rechtes  Spree-Ufer,  obere  Stadt)  eine  üble  Wirkung  auf
die  Wähler  aus.
Es  folgt  die  zweite  Berathung  des  Gesetzentwurfs,  betr.  Bewilligung
von  16  Millionen  Mark  für  die  nothleidenden  Theile  des  Regierungsbezirks ­
  Oppeln.
Abg.  v.  Ludwig.  Meine  Herren,  ich  fordere  —  (Hört!  Hört!)  ich
fordere  Sie  auf,  die  Regierung  zu  veranlassen,  diesen  Betrag  alljährlich
für  uothleidende  Landestheile  disponibel  zu  machen.
Abg.  Holtze.  Meine  Herren,  ich  bin  gegen  diesen  Antrag,  sondern
will,  daß  die  Frage  stets  von  Fall  zu  Fall  entschieden  werde.  Denn,
meine  Herren,  wo  sollen  wir  alljährlich  einen  Nothstand  hernehmenwenn
  keiner  vorhanden  wäre?  (Sehr  richtig!)  Ich  bitte,  den  Antrag  abzulehnen. ­

Abg.  Schröder  (Lippstadt).  Meine  Herren,  ich  erkläre,  daß  der  Derfasser
  eines  Artikels,  welcher  in  der  Vosstschen  Zeitung  den  Bitter'schen
Nothstandsbericht  besprach,  Plattfüße  hat.  Denn  in  diesem  Artikel
wird  gesagt,  daß  die  römische  Propaganda,  das  revolutionäre  Polenthum
die  Obcrschlester  heruntergebracht  habe.  Meine  Herren,  alle  Redakteure
der  fortschrittlichen  Presse  haben  Plattfüße.
Die  Redaktion  der  Vosstschen  Ztg.  erklätt,  der  Verfasser  des  be-Dicke

  Freunde.
(In  der  Sitzung  am  4.)

Allerdings,  jedoch  werden  sich  der  Reichskanzler  und  der  Reichs-Richter
  so  dick  —  kriegen,  daß  eine  Annäherung  unmöglich  bleibt.
tteffenden  Artikels  habe  mindestens  ebenso  schöne  und  christlich  geformte
Füße,  als  Herr  Schröder  (Lippstadt)  selbst,  dieser  habe  nur  größere.
(Ruf  des  anwesenden  Schusters  des  Abg.  Schröder  (Lippstadt):  Sehr  gut!)
Nachdem  noch  von  dem  Abg.  Kantak  verlangt  worden  ist,  daß,  wenn
die  Summe  bewilligt  sei,  die  Regierung  verpflichtet  werden  solle,  dafür  auch
die  deutsche  Sprache  in  Oberschlesien  auszurotten,  wird  das  Gesetz  angenommen. ­


Nächste  Sitzung:  Nr.

7  der  Berliner  Wespen.

Nach  Schluß  unstrfs  Berichts  eiugegange«.
Aus  der  Hleserve.
v.  Ludwig.  Bitte,  stark  zu  klingeln!
            
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