Eriftenz und Leßten Endes die eigene Haut zu Marfkte trägt. Das ift
das Wunderbare an ihm, daß neben feiner wiffenfhaftlihen Begabung,
ie ihn der Natur ihre Seheimniffe in der Stile des Laboratoriums
abringen läßt, ein fo großer lebendiger Mut in feiner Seele wohnt,
der ihn au vor dem Kampfe nicht --ükfhreen läßt, vor dem
Kampfe mit Menfchen und Verhältnif = gilt, feine 16
teugung zu Verfechten oder ein geftec
Im perfönlihen Umgange war
Jeutfelig, dabei hatte er ein warund
menfchlide Bedrängnis, ur
nad) feinem eigenen Eingeftän“
mit Bitten fi ibm nabhten:
war er oft froh, wenn der
abzuweifen und zu verfag:
Sein gefunder Körp
frengungen leicht und mübelos
vielfachen NMeifen ausgefeßt war als won,
Segenden Rußlands oder als Schiffbrüchiger ı
infel im Roten Meere; und diefe Sefundheit in Be,
erftaunlihen Seiftesfrifche blieb ihm erhalten bis zuleı
örtliche Erkrankung feinem Schaffen und Streben ein Ziel fer
der Zod ihn ung entführte an jenem 6. Dezember des Yabhres 1892
bleibenden Menfchheitswerten hat folgen laffen, das uns hineingeführt
har in die geiftige Werkftärte des Mannes, deffen Seift uns hier in
dicfem Haufe umfchwebt, und deffen Name zu allen Zeiten genannt
werden wird alg der eines der fruchtbarften Erfinder und Neuerer auf
dem Sebiete menfehlidher Kulturbeftrebungen und wiffenfchaftlicher
SForfhung, und von dem gewiß das Schillerfche Wort mit Recht
gefagt werden darf:
„Ber den Beften feiner Zeit genug geran, der har gelebt für
alle Zeiten,‘
(S* Srüg Weltgefchehen, ja Weltgefcdhickte it an unferem geiftigen
Auge vorbeigezogen, aber nicht eines von denen, die die
Hiftorifer uns fehildern und die erzählen von Kanonendonner und
Schladtgetümmel, von Völkerneid und VBölkerhaß, von Zerftören und
Bernichten, nein! Ein Srüg menfehlicher Kulturentwidlung if’s,
das wir gefehen, und das ung dem Werden und Entteben von