fullscreen : Bericht über die Einigungs-Versuche in Angelegenheiten des Berliner Bierboykotts 1894 (Public Domain)

=» JJ --uns
 die vorhin verlesene Liste der sogenannten gemaßregelten und noch
nicht wieder beschäftigten Arbeiter zur Verfügung zu stellen.
(Geschieht.)
(Der Herr Vorsitzende läßt hierauf auf Wunsch der Herren Direktor
Goldschmidt und Singer eine halbstündige Pause eintreten.)
Vorsitzender: Ich eröffne wieder die Sizung und ertheile Herrn
Direktor Goldschmidt das Wort.
Herr Direktor Goldschmidt: Meine Herren, ich habe folgende
Erklärung abzugeben: Wir wollen die Vorschläge des Herrn Auer soweit
acceptiren, daß wir noch einmal mit unseren Auftraggebern im Verbande
unterhandeln, und zwar soll als Basis dieser Verhandlungen die Erklärung
 des Herrn Roesicke vom Jahre 1890 dienen, auf die Herr Auer
einen so großen Werth legt, mit dem Zusaße des Herrn Auer, daß Fälle
gedacht werden können, in denen von den Arbeitern, die am 16. Mai
ausgestellt worden sind, einzelne nicht, dagegen andere eingestellt werden
können, und ferner, daß nach Möglichkeit diejenigen Personen namhaft
gemacht werden, die sich gegen die Geschäftsleitung vergangen haben und
auf eine Wiedereinstellung nicht rechnen können.
Herr Reichstagsabgeordneter Auer: Wir nehmen von der Erklärung
 des Herrn Direktor Goldschmidt Kenntniß und erklären uns auf
diese Mittheilung bereit, eventuell weiteren Verhandlungen wieder beizuwohnen.
 Diese Erklärung läßt nach meiner Ansicht vorläufig noch die
Möglichkeit offen, bei gegenseitigem guten Willen eine Basis zu finden,
auf der wir uns verständigen können.
Die Zusage, die ich gegeben habe, habe ich ausdrücklich al8 meine
persönliche Ansicht hier deklarirt und ich habe ausdrücklich beigefügt, daß,
was meine Person betrifft, ich meinen Einfluß geltend zu machen versuchen
werde, dieselbe durchzubringen. Die Herren ihrerseits erklären, daß sie
auf den Boden der Vorschläge des Herrn Direktor Roesicke treten wollen,
um den Versuch zu machen, nun mit ihren Kollegen eine neue Basis
zu finden.
Herr Direktor Goldschmidt: Aber allerdings nur mit dem Zusaße,
 den Sie selbst vorhin in Vorschlag gebracht haben, daß für einzelne
Personen eventuell AnSnahmen gemacht werden.
Herr Reichstagsabgeordneter Auer? Und weiter: daß nach
Möglichkeit diese Personen uns namhaft gemacht werden, damit wir ver-
            
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