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Full text: Adressbuch für Berlin und seine Vororte Issue 1902

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H. Theil Seh cttswiirdistkeiLe». 
— 202 —. 
Sehcnswürdigkeitsstt 
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Baumeisters Seibniz erbaut. Die Innere Einrichtung übertrifft 
au Schönheit alle übrigen Kirche» Berlins. Saufofte» 520000 St. 
einfchlieftlich 170000 R. für den inneren Ausbau. Einweihung 
am 21. Oktober 1895. 
Kaiser Wilhelm-Gcdächtuift-Kirche mif beut Auguste 
Biltoria-Platz, zum Gedächtnift 6cS hodiseligen Kaisers Wilhelm I. 
„ach Plänen des Bauraths Schwechle» in den Jahre» 1891—95 
im romanischen Still mit fünf Thürme» erbaut. Der Haupt- 
Iljurrn, welcher in einer eigenartig schölten, eine mächtige .Kaiser- 
frone tragenden Spiee endigt, ist 113 tu, die libiigen Thürme 
je zwei 54 m und 02 m hoch. Die Glocken sind aus erbeuteten 
ikanonenläusc» der letzten drei Kriege gegossen lind hängen im 
Haupt-Thurm. Feste Sitzplätze sind 1800 vorhanden, welche aber 
durch Stuhle aus 2000 vermehrt werden sönne». Baulosleu etwa 
älOOOOO M. Einweihnna 1. September 1895. 
Klosterkirche, iUofterilr. zwischen 73 it. 74, 1200 im Bau 
vollendet als Theil eines Franziskaner Klosters der grauen Briider. 
Im Innern Grabstätten fürstlicher ‘Personen an« dem 14. Jahr¬ 
hundert. 3111 Jahre 1844 gänzlich reiiovirt tinh, der gothische 
Säulengang an der Strafte nach v. Ctmft'6 Giitiufirfen gebaut. 
fitttljerfirche aus dem Deunewitz Platz! 1894-95 tiom 
Geh. Reg. Rath Pros. Otzeu im gothischen Stil erbaut. Thurm 
89 m hoch. Baukosten 580000 M. 
St. Marienkirche, Marien-Airchhos a. fc. KaiserWilhelutslr. 
TieKirche wird [dioit 12112 ermähnt. Thurm 1790 von Boutuan» 
nach Langhaus Zeichnung in Höhe von 90 in erbaut, 1818 
renoDirt. Nach Entwürfen des Stadtbanrathö Blankenstei» 
1893—94 vollständig renovirt und mit 3 südlichen Anbauten 
versehen. Die Kanzel wurde 1703 nach Schliiter’6 Entwurf in 
Alabaster hergestellt. Links lieben der Kirchenthür ein steinernes 
Kreuz zum Andenken an deu 1355 hier erschlagenen Abi NitolauS 
von Berna». Die grofte» Glocken, die bisher nicht geläutet werde» 
konnten, sind durch Collier in jehleithoif umgehängt tnti) werden 
ttmimclir geläutet. 
St.Markuskirche, Weberstr.54.55.1848—55nachStülerS 
Plänen von Eibkant im Ritubbogeiistil ausgefühiterKuppelbau. 
Der viereckige Glockenthurni ili 00 111 hoch. 
Nazarethkirche, StitUcrilrasic 72, von Baurath Spilta 
erbaut. 
Die Neue und dieFrauzosischc Kirche, beide mif dein 
GenSdartnenmarkte, erstere 1701—8 für die denlfch-reformirtc 
Gemeinde vou friedlich I. nach Grünberg, letztere für die 
französisch-reformirte Gemeinde nach dein Muster der zerstörten 
Kirche tu Chareuiou durch Cayart 1701 —5 erbaut. Der deutsche 
und der französische Dom wurden 1780-85 von Friedrich H. 
nach den Plänen Gontarii’6 den Mirdien angefügt. 1781 stürzte 
der halboollendele deutsche Dom ein, worauf er von Iltiger wieder 
aufgebaut und vollendet wurde. Sie Neue Kirche ist 18^1—82 
nach den Entwürfen des Architekten u. d. Hude umgebaut. 
6t. Niiolaikirche, NieolaiKirchhos an dir Poststr. 1223 
geweiht, die älteste Kirche Berlins. 1878 wurde die Kirche voll¬ 
ständig renovirt und mit einem zweiten Thurm verseilen. Int 
Innern der Kirche Grabdenkmäler des ftrljrn. v. Pufcndorf, des 
Kanzlers Distelnteyer und von Joh. Porst. 
Parochiatkirche, itlofterstrafce, zwischen 117 u. (18, nach 
Neljriitg'S Entwürfen 1095—1703 vou Grünberq «baut. König 
Friedrich Wilhelm I. schmückte den Thurm mit einem holländischen 
Glockenspiel (37 Glocken). 
St. Pelrikirche auf dem Pclri Plan. 18411 -50 nach 
Slratfs Plan im gothische» Stil in Form eines griechischen 
KreuzeS von Dieckhoff erdaut. Backsteinbau mit 97 m Isoliern 
Thurm. Int Innern schöne Orgel. Kanzel aus Sandstein von 
Bildhauer Merkel. 
Samariterkirche in der Mirbachstr., vorn Groftherzogl. 
Mecklenb. Baurath Mrckel. Baukosten 274000 M. 
St. Sitneonskirche, Wasserthorstr. 21 n, int Stile deS 
märkischen BacksteinbaueS mit 80 in hohem Thurm nnd zwei 
Durchfahrten zu beiden Seite» des Schiffes der Kirche. Sitzplätze 
1250. 
Sophienkirche in der Sovhienstr. Erbaut 1713—15. 
St. ThoniaSkirche am Mariannen Platz. Backsteinbau 
von Pros. Adler. 18(14—09 im romanischen SleiKiiffanteftil mit 
Kuppel und zwei abgeslachten Thürme» erbaut. 
Versöhnnugslirche, Bernaneislr. 4, v. Banrath Spitta. 
Banlosten 315000 M. 
Werdersche Kirche am WerdetschenMarkt, 1823-30nach 
Schinkels Entwurs im gothischen Stil mit zwei 43 m hohen, 
Oben abgeslachten Thürmen erbaut. 5m Innern Altarbild, die 
Auferstehung Christi von Siegn»; znr Seite: die 4 Evangelisten 
von Schadow. 
ZionSkirchc auf dem Zionsltrch-Platz, 1860 -73 von 
Drth int ttcurouianiidicn Stil mit durchbrochenem Saumtiers 
eibaut. Thurmhöhe 00,5 m. 
Zlvölf-Apoftel-Kirche an der fiittniriteiiitr., 1871—74 
nach ÄlaitkensteinS Entwürfen erbaut. Thntmhöhe 55 m. 
b) Katholische Kirchen. 
G a r u i s o » k t r ch e. Lehuiuerslr. Der Bau ist ganz 
aus Hausteinen in romanischem Uebcrguugisslil«- nach den 
Plätte» deS Sieg. Baumeisters Menken, unter Leitung des Ban-- 
rathS Heller, von dem Weg. Baumeister Otto Hol», in deu Jahren 
1895—90 ausgeführt. Die Kirche hat 1250 Sitzplätze und ist bei 
1670 qm bebauter Grundfläche die gröftte katholische Kirche Ber¬ 
lins. Der Thnnn hat eine Höhe von 77 in. Die innere Aus¬ 
stattung zeichnet sich durch prächtige Malerei an«. Den Christus 
in der ApsiS hat Maler Klinkn geschaffen, die Altäre sind vorn 
Bildhauer Riegeltuauu, die Remter von Didden & Busch, die 
BeleiichtnngSgegeustände vou Schaffet & Walker. Eine der vier 
grosieii Glocken ist ein Geschenk deS Feldpropstes Bischof Aft- 
manu. Die Orgel erbaute Satter in Frankfurt a. O. Bau¬ 
kosten einschl. der innere» Atioichmückuug 750 000 M. Eiu- 
Ivcihnng ant 8. Mai 1897. 
St. Hedwigskirche am Opernplatz, »adi dein Vorbilde 
In Maria-Rolunda in 31cm, 1747—73 erbaut, 1880 -87 burd) 
Kuppelauffatz (Siaterite und goldenes Kreuz! von Hafack geziert. 
Das prächtige Portal auf Kosten des Kardinals (fjurmiii aus¬ 
geführt, ebenso die prächtigen Gruppen am Hochattar aus 
carrar!schein Marmor. Au den Feustem Bildsäulen der 12 
Apostel anS Saiilfleiii. Der neue Orgelprospecl, sowie die Haupt- 
Ihüteii im Innern sind nach (Sntwüifcn und unter Leitung der 
Reg. Bauinslr. Renken ausgeführt. 
St. Michael-Kirche auf beut Michaelkirch-Platz, nach 
GoUers Entwürseu 1853-50 im Ritiidbogenstil erbaut; auf der 
Äfebelfpitze der heilige Michael von Kift. Int Innern: „Die 
fireuzaoiiafiiitc" von BegaS. Die Kirche dient gleichzeitig als 
tetljol. Warni]ontirriie. 
PiuSkircht, Pallifiibenftraüc. 73.74. Bon Hafack 1893 -95 
erbaut. 
St. PauliiSkirche i» der Thuruistrafte. 42—44. Ein mit 
grosser Pracht ausgestatteter Backsteinbau mit zwei je 83 m 
hohen Thürmen. Baukosten 280000 M. 
St. Sebaftioiilirdjc auf betn Garten-Platz. Bon Hafack 
im früligothifcheu Stil nttS Sandstein errichtet. Thurm 85 m 
hoch. Koste» 525000 M. 
c) Synagogen. 
Synagoge, Lindenslr. 48—50. Bon Grcuter u. Wolffcu- 
slcin im nymriidjcu Stil erbaut. 
Neue Synagoge, Oranicuburgerstr. 30. 1859—00 von 
Knoblauch im orientalischen Stil erbaut, 28 m laug. 96 m tief. 
Die Hauptsynagoge 40 m lang, 24,5 m breit, hat 3000 Sitzplätze. 
Üraufcn()äufcr und Hospitäler, 
siehe Gesundheitswesen, Theil H. Seile 143. 
Bethanien ant Mariannen-Platz, von Friedr. Wilh. IV 
gestiftet 1847 mit 14j^jaconissiiiiten. Die für 350 Kranke be¬ 
rechnete Anstalt besitzt etite öffentl. Kirche, großen ©arten mit 
Ärankenzelten u. f. w. 
Kgl. (EI) a r i t <S, Uiiterbaninflr. 7. Gegründet 1710. Die 
gröftte Heilanstalt Berlins, baupisächlich für uiiliemiltelte Kranke, 
ea. 1000 Plätze. Znr Gljaiiti’' gehört eine Irren-Station, eine 
HcOaiitnicn-yehrauflall, Krankeuwm'leschule, ilirdic uud Apotheke. 
Bereinigte lliiiuciiitätS-Kliiiikeii. Ziegelstr. 5-9. 
Backsteiurohbau in hellenischem illeiiniisaitceslil, 1878- 81 nach 
Entwürfen vou Gropius und Schmieden erbaut, ca. 200 Betten. 
Bemerfeitetoertl; der Operationssaal mit aniphitheatralifcher 
Anordnnng der Plätze für die Stiidircnbeu. 
Stadt. Krankenhaus am Friedrichshain vor dem 
Üantobcrger Thor, 1808—7(5 von KropiuS und Schmieden im 
Pavillon-System erbaut. 700 Betten. Baukosten ea. 4520000 R. 
1875,1882,1893 durch Anbauten (LperalionSgebäude, Dylihtherie- 
Pauilloit) erheblich erlueiteit. 
Stadt. Krau feit si aus Moabit, Tliurmflr. 35. 3fi, für 
850 Kranke. Der 1872 durch Hanel begonnene Bau, ursprünglich 
als (mimforiidje Anstalt für Pockentranke geplant, »ntfaftt jetzt 
30 Baracken u. f. w. 
Stadt. Krankenhaus am Ur6(iu imSftbett der Stadt, 
nach Entwürfe» von Blauteufteiit 1887-90 als Ziegelrohbau 
auogeffiliit. Flächeninhalt 28000 qm, davon 10709 bebaut. 
Die Anstalt enthalt 11 Pavillons für ea. 000 Kranke. Ban- 
kosten ea. 3 (XX) 000 M. 
Stöbt. Irrenanstalt zu Dalldorf, 1880 eröffnet. 
Stöbt. Irrenanstalt Hcrjbcrgc bei X!id]tenbctg, 1894 
eröffnet. 
Epileptiker - Anstalt „äijuhlgarten" bei Bieödorf, 
1894 eröffnet. 
Kaiser u. Kaiserin Friedrich KinberkraitkeithaitS, 
Sieinickeuborferitrafte. 32. 
itathol.St.HebmigSatraiikcnljaus, üir.Hambnrger- 
str. 10. 
Kranket,ha»S der jüdisch. Glcmeiitbc, Angui'tslr. 14. 
Paul Vierliard < Stiftung, Diakouiffen- u. Krankeu- 
hauS, Müllerstr. 50. 57. 
Hospitäler: St. Gertra»dt-Hofp11al, Waitcuburg- 
flr. 1—7 für 100 Hospitanten, mit 480 000 M. Kosten eibaut. 
Heilige Geist- ii. St. G eorg-Hospital, (Sreieierstr. 12, 
1882—80 von Milszewsti eibnitt. 
IernsaletnS-Hosptlal, Zenghofslr. 12—15, 
RieolauS - Bürger- Hospi 1 al, Gr. Fianlfiliterstr. 13. 
Miisck», Snijimliiitncii utib AnSstell,tugen. 
AlteS Miifeiilu ant tiiislgciileii, 1824-28 von Schinfel in 
rein griechischem Stil erbaut; 80,7 in lang, 53,4 i» lief, mit zwei 
inneren Höfen von 17,80 ni ztt 10,48 in. Höhe 19,1 in. Die 
28,50 m breite Freitreppe befielst anS 21 Stufen. Auf den 
Tieppenwangen zwei Aronzegrnppen: Amazone von ttifi und 
Löweukäntpfer von Alb. Wotff. Alt den Wänden der von 
18 ionischen Säulen getragenen Vorhalle FreSeomolereieu nach 
Schlnlei’S Giitluiirfen von Cotnelius ausgeführt. Ju der Ireppen- 
vorhalle 8 Marmorstandbilder: illand) (t 1857), Cornelius 
It 1807), v. Knobelsdorff (t 17531, Schintel (]■ 1811), Wittckel- 
mnnit (|- 1708), Schadow It 185(1), Llsried A'htllcr tf 1840), 
Ehodowieckt It 1801). Bor deut Musenm eine 7500 lig schwere 
Granitschaale, aus einem Block, dem Rartgrafenstein in den 
jlaiienidjen Bergen bei Fürstenwalde, herausgearbeitet. Besuchs¬ 
zeit: An den Wochentage», ausgenommen Montags, im Sommer 
(April—September) Bonn. 10 bis Nadint. 4 lllir, it» Winter 
iCelober bis Marz) Bon». 10 bii 'Jlachm. :i lllir. Sonntags 
»nb au den zweite» Feiertagen der hohe» Feste (Ollem, Pfing¬ 
sten Weihnachten) in den Moiiitten April - September von 
12 bis 0 Uhr Nachm., Mälz »Nd Celober von 12 bis 5 llbr 
Februar und November von 12 bis 4 lllir Rachm., December 
und Januar VO» 12 bis 3 Uhr Rachm. t'ieichloiien: A» den 
Montagen, den ersten Feiertage» der hohen Feste, am Nensahrs- 
tage, Charsicitage, HimmelsaIirtSia»e und Buftlage. Der Besuch 
ist gestattet Kindern über 0 Jahren, solchen jedoch bis zu zehn 
Jähret' mir in Begleitung Erwachsener (s. Äliinisl. b.geistl.Üliigelcg.). 
DaS ilieiie Mnseitni, erreichbar von, Mit^elgeschol'i deS 
Allen MusenmS ditrch eilten die Strafte überbrüttcndrit Bogen¬ 
gang, oder tntrrf) den unter den Cvio»»aden besindlicheu Haupt- 
eingang gegenüber der Sinlional-Wnlerie, 1843—45 nach Ent¬ 
würfen Friebrich Wilhelms IV. Hitler Stfiler’S Leitung in vor¬ 
wiegend griechischem Stil erbaut. .Das Gebäude ist 105 m 
lang, 40,8 in breit, int Mittelbau !ti,7 m hoch. DaS 38,0 in 
lauge, 15,7 in breite, 20,4 in hohe Treppenhaus ist mit groften 
Kanlbach jche» Wandgemälden geschmückt (ßcr)törmi|) des baby¬ 
lonischen ThitrmeS, vonter und die Okiedjeu, Zerstörung Jem- 
salemS, .(iumieitsd)lad|l, die Krenzsahrer vor Jernsalem, daS 
Zeitalter der Reformalion). ?nt mltllcveit Stockwerk Sammlung 
der OlipSabgüffe; im obere» Stockwerk links Pont lieppinhnufc 
daS Mupscrstidjfabiuel, redn» Mut Treppenhanse das Slutiquariiim, 
Sammlung von antiken Bronzen, Arbeiten in Gold und Silber, 
geschnittenen Steinen und Thoitvasen; im Erd^esdioft Sammlttng 
A) ägyptischer und li) »orderasialischer Allcrlljumer lii 12Ha»pt> 
säten. A) Saal 1. Borhalle; II. Gipsabgüsse; III. Altes Reich 
(2800 —2500 v. Chr.); IV Mittleres !>!eich (2200-1800 v. Chr.); 
V. Neues Reich (1000-1150 v. Chr.); VI. Spät,zeit (noch 700 
l>. Chr.); Vll. Griechisch - römische ;jeit (»ach 3!!2 v. Chr.); 
VIII. Säitlciiliof; IX. DtirchgaiigSrannt. Ii) I. KleinasiatiicheS 
Zimmer; II. Babylonischer Saal; III. Asiyrischer Saal. Besuchs¬ 
zeit: wie beim alle» Museum. 
National-01 itlerie, östlich Pont Neue» Museum att der 
Spree, nach Slüler’8 (Entwurf von Strack it. Erbkat» 1800—70 
im loviiithisdjcii Stil aus Sandstein erbaut. Aus dem Giebel 
eilte Gruppe poii Schweiititz: Malerei, Plastik, Battkiinst dar¬ 
stellend; darunter Relief von Willig: Germania, die Künste 
beschützend. In den Anlagen ist eine Fontainenaruppe, von Mar 
Klein modcllirt, anfgestellt. Eine weibliche Figur lehnt sich 
an eine aus hohem Postament ruhende Schale, aus deren Mitte 
ein Wasserstrahl entporschieftl. Hwc! Löwcitköpfc zu beiden 
Seite» des PoflatneitlS speie» in daS darunter defnidliche 
Fontaitten-Baniu. Enthüllt am 13. Juli 1890. Aus der Höhe 
der Freitreppe' 3leitcrftnnb6ilt> Friedrich Wilhelms IV von 
Calandrelli; i» den Nischen unter der Treppe ThefenS den 
Felsen wälzend von Wolff nnd der Heilige Sebastian von 
I. TüShans; vor den Säulen der Borhalle rechts: der 
itunftgebnnfe von Calandrelli, links die flunftlechnit von Mofer. 
Die i)ialioiial=@alerie enthält nur Werke deutscher Malerei nnd 
Plastik neuerer Meister. Gemälde in der Eingangshalle: Weg- 
führung der Judeu iii die babylonische Gefangenschaft von Lende- 
mann und Huft auf dem Scheiterhaufen von fiesfing. Im 
II. Stock befindet sich der sogen, iiuppclsaal sowie die beiden 
CornelinS-Säle. It» Treppenhanse Gemälde öezw. Cartons von 
Makart, Schnorr v. Carolsfeld, Deutsch „. a. Im IIL Stock 
Sniunilungcit von Handzeichnnngen von Hildebrand, Mettjel, 
fifcuelli u. a., sowie die Memälbe = Smnmluug deS @ra|cn 
illac.vjni'ii. Die Abgüsse der in Olympia 1875 - 81 ausge¬ 
gebenen Alterthümer befinden sich iit dem provisorischen Bau 
hinter ber National Galerie. Sejudjizcit: wie beim allen Museum. 
Museum für Bergbau und Hüttenwesen, Jnva- 
liiicitiir. 44. Geöffnet tügl. mit Auruahme des Sonnabends von 
12—2. Sonntag: December, Januar von 12—3, November, 
Februar von 12—4, Oetober tt. Mär; von 12-5, April bis 
September von 12-0 (s. Minist. I. Handel ». Gewerbe.). 
Mnsenin für Naturkunde, Jnunlibenftr. 43. Umfaßt die 
(leologifch-pnläontologi'die, die »tineralogisch-petrographifche und 
die zoologische Saimnliiiig. BejiidjSzcii: Usjocheutäglid) tftl. 
Dienstag und Freitag 11-3, Sonntags und an den zweiten 
Feiertagen der hoben Feile wie bei», Alten Museni», fürSdiilcr 
aller Uehiaujinlleit in jirgleliuug von je I Lehrer fürOOSdjitlec 
alt jedem Ceffnungslagc während ber Befndjszeit, zu anderen 
Zeilen nach vorausgegangener rechtzeitiger Anmeldung. Ge¬ 
schloffen : Dienstags und Freitags, an den erstell Feieilogen der 
hohe» christliche» Feste, »t» NenjalirSlage, Cliarfreiiage, Himmel- 
fafjrtolage und Buftliigc (i. Minist, der steif11. Angelegenheiten). 
Museum der landwirthfchafllichen .Hod)fdiule, 
Jnvalidemtr. 42. Geöffnet täglich ö. 10—3 lind jeden 3. 601111= 
lag int Monat v. 11-5, mit Ausnahme des Mittwochs, der 
übrige» Sonnlage nnd der Feiertage. 
Kj|l. tonnitgcmerbr-Mufcum, Priuz-Albrechtslr. 7, Iit 
griechilcher Reuaissanee, 1877*-81 von GropiiiS tt. 6d)iitiebeit 
erbaut. Bor deut Portal Sanbiteiiififliiren von Hans Halbem 
nnd Peter Bücher. Im Innern bedeutende Sammlungen an 
Möbel- und Holvirl'eilcit, Stickereien, Metallarbeitern Gläsern, 
Gipsabgüssen. Ferner dient das Gebäude als lliitcrrichtsanstalt 
120 Classen). Direetor: Pros. Dr. ISmalb. Besuchszeit: wie beim 
alten Museum. 
M' 11 fe 11111 für Böllers 11 niie, .<löiii]igrätzeis:t. 120, durch 
Ende 11. Kluthinaitn 1881- 8*1 «»« Sntibsteiit erbaut, enthält 
im Prdgejchofi die voigeiditdillichett und die Schlieiitn»n’fchcii 
Saminluiigeit, in den oberen sie ethnographischen ü-anitnluiigen: 
int 1. die ttirir«ui;che» und ameritatiifdien, im 2. die indischen 
und chinesische», im 3. die anthropologischen. BesiichSzeit: wie 
beim alle» Museum. 
M »s e»111 für deutsche Volkstrachten. Kloslerstr. 30, 
enthält in 7 Zimmer» Bekleidung»- »nb Schiitiidgcgciiständc 11118 
allen Theilen Deutschlands. Täglich 11-2 miftcr Millwod). 
15» Pi.) ©ciellsrt)n|leii nad) vorheriger Anmeldung fi 25 Ps. 
pro Person. 
Märkisdies Provinzial-Mtisenm, Simiitcrslr. 90.91, 
enthält historische, kultitr- und uamrgcschiditliche Sammlungen 
aus Berlin nnd der lllinrt Bmut>enl)iir<i. (geöffnet iiueiitgelllid) 
SountagS von II 1 '/3 Uhr, Montags und Donnerstags von 
11 - 2','a Uhr. Wisseiischaftliche Foischer haben auch sonst auf 
Meldung beim CnstoS Ziiltitl. 
Hoheit,ottent-Mtiseu»1 im Schlofi Moubisou, 1B>8 
begründet. Beiouders inteieliaut die Säle König Friedrichs s„ 
deS „alten Füll", der Königin Luise, Friedrich Wilhelms IV, 
Kaiser Wilhelms 1. und Friedrichs III. Direetor Dr. Scibel. 
Besuchszeit wochenläglich mit 'Ausnahme des Sommbeiibs 
10—3 llbr, Sonntags ii’.b a» de» zweiten Feiertage» der hohen 
Feitel I';» bis-2llbr. Geschloffen: Sonnabends, an den ersten Feier¬ 
tagen ber hohen Reite, am'.iieuinlirsHnnr,l£barfrrltngc, HiinmelfnhrlS« 
tage ntid Biiftiage und am Gebmtsiage Sr. Majestät des Kaisers uud 
König«. 
!)leichS = Postum seit m, Seipzigerftr. und Manerslr. Ecke. 
interessante Saiumlniig für die (Ueichidjle und Enllvidelnng bei 
BerlehrSwesenS allei Böller 111 aller Zeilen. Ausgestellt sind 
n. A. zahlreiche Modelle von Postbüiiser», Postwagen, werthvolle 
Telegnipheu Apparate 11116 eine überaus vollständige und werth¬ 
volle Poilmnrleii - Sammlung. Besichtigung Sonnlag, sowie a» 
den 2. Feiertagen des Öfter-, Ptingit- 11. Weihnachtsfelles von 
12-2. An den Wochentagen Montag, Dienstag, Donnerstag ir 
Fieilag von 10-2. DaS Muiem» ist geschlossen: jeden Mitt¬ 
woch >1. Sommbeitb, ferner ait den ersten Feiertagen deS Öfter-, 
Pfingst- 11. WeihitachlSsesteS, ant VleiijahtSlage, am Charsreitage 
». am Hiininetsahrtslage. 
Raitch-Mttsetii» im sogen. Lagerhaus, Kloslerstr. 70. Im 
früheren Atelier Rauch'» find die Gipsmodelle der meisten Werke 
deS MeifteiS ausgestellt, namentlich die zitnt Denkmal Friedrichs 
deS Groften. Vorsteher: Pros. Siemeriiig. Täglich 10-4 atiftec 
Sonn- und Feiertage. 
Hygiene-Muse um, Kloslerstr. 32—35, enthaltend «ine 
reiche Sammlung über das gefammlc Gebiet des RettungSwefenS 
und der Öfientlidjen Oiesnnddeilspflege. Besuchszeit an So»»« 
tagen: Pont 1. Slpril bis 1. Bit. 1-u, Monat Del. 1—5,' Nop. 
1—4, Dee. it. Jan. 1—3, Febr. 1—4, März 1—5. Geschlossen 
ist daS Museum an de» 1. Feiertagen, .HimmelfaljrlStag it. Bnft- 
tng. Dienstag tt. Freitag P. 10—2. Für iüerciitc 11. Institute: 
Mittwochs it. Sonnabends nach vorheriger Meldung^ im Bureau, 
Kloslerstr. 38. 
Architeetiir-Muscuin der Kgl. Technischen Hoch¬ 
schule I» Charloltenbiirg. Sammluiia ardjilcet. Entwürfe 
ii. Modelle poit Bauwerken, tUjailolleuburg, icchuijdic Hochschule, 
Hauptgebäude2. Stock. Borsteher: Geh.Reg.Dlatl)Prof.Nafchdorff. 
Besuchszeit: Montag ». Freitag v. 10-3, Dienstag 11. Donnerstag 
v. 12—3, Mittwoch P. 10—12. 
Beulh-Schinkel-Mnfeui», (Sharlotlciiburg, Kgl. lochn. 
Hochschule, lUcriincrftr. 151. Borst.: (Sei). Reg. Rath Pros. Slafdjborff. 
Geöffnet Montag >1. Freitag v. 10—3, Dienstag u. Donnerstag 
v. 12-3, Mittwoch v. 10—12, für Stuölciijluccfc Dienstag u. 
Donnerstag e. 10—12.
        
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