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Full text: Adressbuch für Berlin und seine Vororte Issue 1902

IT. tfnir Neichspost 
— 196 — 
Teleqraphie 
Postamts in Empfang zu ncfjnicu. Gewöhnliche Packele lind hie 
zugehörigen ticgleitalrcfien Dürfen mit leint Packetpostamie ab¬ 
geholt werden. 
Schließfächer. Die Gebühr lürBeniitzung beträgt jährlich 
12 M. bei gewöhnlicher Otröf;c und 18 M. bei grösserer 91b- 
mtpng. Der Betrag ist vierteljährlich im SoraiiS zu entrichten. 
Die fiunMgung muß schriftlich 3 Monate vor ‘Ablauf der Ber- 
IrngSbauer angezeigt werden und ist mit jum Schliifl des 
italen&ervicrtclialjrS zulässig. 
Postlancriidc Saiblingen. OjvmöfjiiV.dje Briefe, Postkarten, 
Drucksachen und Waarenproben, welche mit „postlagernd" be¬ 
zeichnet f'mb, sönnen bei jedem Postainle in Berlin — mit Aus¬ 
nahme des Hospostaints und des PacketposlamlS —, postlagenide 
Postanweisnngen, Eiiischreibsendnngen und Geldbriese mit einem 
Werthbetrage bis zu 6000 M. bei den Postämtern 2 (Bries- 
Pofiami), 4-10,12-31,3:1-37, M, 40, 42,4.1,46-48,60, 52-60, 
01,02, 04—08 und 87 in EniVsaiig genominen werden, wenn diese 
Sendungen dorthin gerichtet sind. Alle übrigen mit „postlagernd" 
bezeichneten Sendungen (auSschl. der s>ewöh»lichen Packele), sowie 
die mit dem einfachen Bernierk „pojtlcincriih Berlin" versehenen 
Briefe n. s. tu. gelangen beim Briespostamt, die post- 
lagernden aewöhuliche» Packetc allgemein beim Packetpostmn! 
zur Ausgabe, 
Postlagernde Sendungen mit lebenden Thieren müssen 
2X24 Stunden nach dem Eintreffen, Nachnahmcscudnngen binnen 
7 Tagen, sonstige Sendungen innerhalb eines MonalS abgeholt 
■ werden, Briese mit Werthangabe und Packele «um Anslande 
binnen 2 Monate». 
Bezug vo» Zcitniigc» imb Zeitschriften. 
Bestellungen aus iii= »nd ausländische Zeitungen und Zeit- 
schriften, cinschliestlich der in Berlin selbst erscheinenden Blatter, 
werden unser den in der ZeilungS-Preiölific angegebenen 
Bedingungen bei allen Postan^llen Berlins und der Bororte 
(mit AnSschluf, des Hof-Postamts, PacketpostamtS und der auf 
Seite23 als Zweigstelle» bezeichnete») angenommen. Die ZeilitngL- 
PreiSliite kann bei den Postämtern eingesehen werde». 
Die bestellten Zeitungen und Zeitschriften sönne» entweder 
bei den Betreffenden Poftanstnlten abgeholt, oder den Bezieher» 
aus deren Antrag durch die Briefträger bei den regelmässigen 
Briefbeslellnngen, gegen Vorausbezahlung des larismabigen Be¬ 
stellgeldes (siehe luile») überbracht werden. 
Für die Nachlieferung der schon erschienenen Nummern ver¬ 
spätet bestellter Zeitschüflen ist eine Gebühr von 10 Pf. zu 
entrichten. 
Bei Verzug deS Slboiinctilcn nach einem anderen Ort oder 
sonstige llcbemiciiung der Zeitung an eine andere Posianstalt 
wird für die jedesmalige Ueberweifung eine Gebühr von 60 Pf. 
erhoben. Wird die Zeitung wieder nach dem Orte überwiesen, 
au welchem der Sie^ug ursprünglich stattgefunden hat, so ist für 
die Ueberweifung eine nochmalige Gebühr.nicht zu erheben. 
Für die Ucbenucisimg vou Zeitungen innerhalb Berlins 
oder innerhalb CharlollenburgS wird eine Gebühr nicht erhoben. 
— llcbcmeisung von oder nach Oesterreich-Ungar», Lurembiirg 
nnd Dänemark 1 Mk. 
DaS in Voraus mit dem SlbonneincntiBeimge gleichzeitig 
au bezahlende ZeiluugSbcslellgeld beträgt für Zeitungen, welche 
bestellt werde»! n) seltener als möcheullich einmal, 2 Pf. n) wöchent- 
lich einmal, 4 Pf. c) zweimal, (1 Pf. <1) dreimal, 8 Pf., c) vier¬ 
mal, 10 Pf. f) fiiuimal, 12 Pf. g) sechs- u. licbciimal, 14 Pf. 
li) achtmal, 10 Pf. i) nennmal, 18 Pf. k) jehmual, 20 Pf. 
\\ rfsurrts. f>> 'Jif llimlfi sitÄ tiTi>rii»fiiTmnf OJ <11 r »1 ffmfiiifmmfif 
orbimiiflsüläUci', 2 Pf. 
Das Ztiliiiifli'bcstcllgelb wird für die Dauer der Bezugs- 
zeit iin. Boranö erheben, 11116 zwar 00111 1. deS Monas ob, in 
dem die Abtragung beginnt. Sie Bestellung erfolgt so off, wie 
Gelegenheit dazu vorhanden ist. 
Nohrpoftseiidmlgcii. 
Im Berkehr innerhalb des RohrpostbezirkS, z» dem außer 
Berlin auch Chnrlotteus'urg_ (m. Weilend), Friedcnau, Nlxdorf. 
Schoneberg und Wilmersdorf (in. Halcnscc) gehören, werde» die 
Rohrpostseiidungen auf pneiimatischei» Wege befördert und so¬ 
gleich nach der Ankunft den Empfängern durch besondere Boten 
zugestellt. 
Mittel? der Rohrpost werden Briefe, Postkarten und Post¬ 
karten mit bezahlter Antwort befördert. Rohrpostsciidnngen 
müitcn fransitt werden. Die Gebühr betrügt für Briefe 
30 Pf., für Postkarten 25 Pf., für Postkarten mit 
Antwort 50 Pf. 
Die Rohrposlbriefe dürfe» Geldstücke oder sonstige steife oder 
zerbrechliche (Einlagen nicht enthalten, das Gewicht von 20 g, 
sowie das .Oiaafi von 12% cm in einer Richtung nicht überschreiten 
11116 nicht mit Siegellack verschlossen sein. 
Zur Korrespondenz durch die Rohrpost können sowohl die 
amtlich hergestellte», an den Schaltern lüuflicheu, Nohipost-Vricf- 
Umschläge und Starten als auch andere Briefumschläge und ge¬ 
wöhnliche Postkarte» benutzt werden, wenn sie den obigen Be¬ 
stimmungen entsprechen. In letzteren, Falle müssen die Sendungen 
auf der Portiers eile oben links mit der zu unterstreichende» Be¬ 
zeichnung „Rohrpost" versehen und bis znr vollen Höhe des 
Gebührensatzes durch Postwerlhzeichen frauliit sein. ltnfrmikirtc 
oder zur Beförderung mit der Rohrpost nicht geeignete Sendungen 
werden als gewöhnliche Briesseuduugeu befördert nud bestellt. 
Rvüipostfendiiiigen können^in Berlin, CTiarlotteuburg, Nix- 
dorf und Schöuederg bei allen Post- und Telegrapheii-Aemtern 
eingeliefert, auch in jeiicii Postbriefkasten gelegt lucideu. Ist an 
einer beschleunigten Beförderung gelegen, so empfiehlt sich die 
Cinllcfeniiifl bei einer Rohrpostbelriebsstelle (siehe Seite 21). 
. Der Rohrpoftbctrikb beginnt täglich — auch an Sonn- und 
Festtagen — 7 Uhr (im Winterhalbjahr 8 Uhr) Morgens und 
endet 10 Uhr Abends. 
aiufchlnf! au eilt Rmifprcrfiueli; Äebiihre». 9(n- 
mcldmmcn znr Betheiligung a» einer Stadt-Fernipiecheinrichluug 
sowie Anträge wegen Berändernng in den bestehenden Sprech- 
stellcu sind schriftlich und srankirt oder auch mündlich 
in Berlin an daS betreffende Stadt - Fernsprechanit (siehe 
Seite 24), 
in den Bororten an das zunächst belegene Postamt mit 
Fernsprech - Bermiltelungöanstalt (siehe Seite 21) z» 
richten. 
(Ein Druckcrcmplar der Bestimmungen für die Benutzung der 
Fernsprechanschlüsse wird jedem Sheiliiehmcr nnenlgeltlich ge¬ 
liefert, ebenso Formulare au Gcni'fjiuigmigöcrflämiigeu des 
HauseigenthümerS zur Ausstellung von Gestängen 11. f. w. 
Die Bergütitng für die Ileberlassnnn einer Fernsprech. 
stelle nebst zugehöriger Leitung ist wie folgt festgesetzt: 
Für jeden Slnjchluft an die Fernsprechnetze in AdlerShos, 
Berlin einschl. Schoneberg »nd Slrnla», lEhnrtottenbiirg tinschl. 
Weitend, Friedenan, Friedrichsberg, Mctt-Ütiti&cuice, Wieder- 
Schöneweide, Pantow, üleinickendorf, Rirdors, Rnmmelöburg, 
Tempelhof nud Wilmersdorf, welcher nicht weiter als 5 lern von 
der betreffenden Haupt-VermitteliingSstelle entfernt ist, betrügt 
A. Die Vanschgebühr 
1. für AdlerShof SO älit. 
2. „ Berlin 180 „ 
3. „ Eharlolteubnrg (einschl. Weslend) . . Ißl) „ 
4. „ Friedenan   120 „ 
5. „ Friedrichsberg 120 „ 
6. „ Gr. liichlerfe de ........ 140 „ 
7. „ Hovpegarle» (Mark) ...... 80 „ 
8. „ Neu-Weisseiifee 120 „ 
9. „ Siieder-Schönciveitie 120 „ 
10. „ Panlow 120 „ 
11. „ SIeinickendorf (Ost) 120 „ 
12. „ Rirdorf : 14t) „ 
13. „ NiiinmelSbiirg 100 „ 
14. „ Sleglitz   . 120 „ 
15. „ Hegel 100 „ 
16. „ Tempelhof 120 „ nnd 
17. „ Wilmersdorf 150 „ 
B. Wenn an Stelle der Banfchgebühr die Kriindgebühr und 
Gesprächsgebühren gezahlt werden, so betrögt 
1. die Grundgebühr 
n) für Berlin 100 Mk. 
1)) „ Eharlottcnburg einschl. Weitend ... 75 „ 
c) „ die übrigen Bermiltelnngsanstallen, aus- 
fchl. Adleishof ti. Hoppegarlen (Mari- . . 00 „ 
2. die Gesprächsgebühr 
für jede innerhalb des eigenen FeinfviechnetzeS ucilnugle 
Verbindung ü Pfg., mindestens 20 Mk. jalulich. 
2u Adlershof und Hvpvcgartiii (Mark) findet der Anfchliifi 
mir ae<>en eine Lanfchgebühr vou 80 Mk. jährlich statt. 
Bei Ferusprechauschlüffeu, welche in der Luftlinie weiter 
als u km von der (Haupt-)Bern,ittclungSanstaIt entfernt find, 
wird eine jährliche Ziifdjlaggcbfihr ertiobcii, welche bei einfache» 
Leitungen II Mk., bei Doppelleitungen 5 Mk. für jede äuge- 
fnngeneu 100 Meter der üverfchief,enden LeilnnySlängc betrögt. 
Diese ist nach dem nächsten ohne Aufwendung besonderer Kosten 
für die Herstellung der Leitung benutzbaren Wege zn messen, 
auch wenn die Leitung thatsächlich auf einem Umwege geiührt wird. 
0) Die jährliche Znschtaggebühr für die Anbringling und Jn- 
standhalliing eines zweiten oder mehrerer Wecker aus demselben 
Grundstücke wie die Sprechstelle beträgt für jeden Weiter 8 Mk. 
Fernsprechverkehr. 
Für die Ssubringung und Jnslandhaltnng elucS zweiien 
Mikrophons werden jähilich 5 Ml. erhoben. 
li) Bei der Bcrlegnng von Fernsprechstellen weiden erhoben 
für Verlegungen innerhalb desselben RanmeS bei einfachen 
Leitungen 4 Mk., bei Doppelleitniigen 0 Mk., für Berlegnngen 
iimerfinlb desselben Grundstücks bei einfachen Leitungen ti Mk., 
bei Doppelleitungen 10 Mk., für Beilegung »ach anderen 
Grundstücken bei einfachen Leitungen 15 Mk., bei Doppelleitungen 
25 Mk. 
Nachbarortsverkehr. Die Ferusprech-Theilnehnter solcher 
benachbarten Orte, welche eine gemeinsame OitStarc für Briefe 
haben bürfen, sofern sie die Bnuichiiebühr bezahlen, mit de» 
Netzen der anderen benachbarten Cnc ohne Zuschlag sprechen: sie 
sie müssen dann aber, falls die Bauschgebühr in einem dieser 
Nachbarorte höher ist, als die in ihrem eigenen Netze, an Stelle 
der letzteren jene höhere Banschgcbiihr zahlen. Die an das 
Fernsprechnetz in Berlin angeschlossene» Theilnehmer, welche die 
Vanschgebühr von 180 M. jähilich zahlen, dürfen daher die 
Theilnehmer an den Fernsprechnetzen in Charlottenburg, Frie¬ 
denan, Friedrichsberg b. Berlin, Neu-Weifoeitsee, Pantow, iltei- 
»ickendoif (Ost), Rixdorf, MumnielSburg b. Berlin, Tempelhof 
11. Wilniersdolf b. Berti» ohne jjuschlag anrufen. Desgleichen 
dürfen die Tlieilueljmcr an den letzterwähnten Fernsprechnetzen 
sowohl imteteinondri: als auch mit den Thcilnchmem in Berlin 
ohne Zuschlag Berbindnngen verlange», sofern sie die Vansch- 
gebühr von 1K0 M. jährlich zahlen. 
Die Gesprächsgebühr für eine gebührenpflichtige Bcrbinbnng 
vo» nicht mehr als 3 Minute» Ta»er beträgt im Nachbarorts- 
verkehr 20 Pf. 
Der Vorortsverkehr umfaßt den Verkehr zwischen de» 
Fernfprechne»en i» 
Adlershof, Berlin, Charlotienbiirg einschl. Westcnd. Copeuick. 
Friedenan, FriedrichSberg, FriedrichShageii. Gr. Lichterseide 
Wriiiiau (Karl), Ne» Weihensee, Nieder - Schöneweide, 
Siowawes-Sixuendors, Craiiieiiburg, Panfolv, PotSbam, 
Sieinickeiidorf tßft), Rirdorf, RmiimelSbnrg, Spandan, 
Sleglitz, Tegel, Tempelhof, Wamifee, WilmerSdoif »iid 
Zehlendorf (Smiivecbal)»). 
Senittiimii der Fcnifprcchriiirichtmig. Die Fernsprech- 
rinrichtiingeii tonne» in Berlin und de» Bor- und Nachbar¬ 
orten von 7 Uhr Morgens bis 10 Uhr ilbenbo für den all¬ 
gemeine» Berlehr benutzt werde». 
Bei den F-cririprcch-BermitielnngSaiislallcii in Betli» wird 
für den Stadtverkehr in der Zeit von 10 Uhr Abends bis 
7 Uhr Morgens Nachtdienst abgehalten. Die Mebühr für eine 
Berbindnng znr Nachtzeit beträgt 20 Vs. Aus den NachbarortS- 
nud den Borortsverkehr erst, eckt sich der Nachdieuit vorläufig 
nicht; eS werden jedoch vorher augemeldele Berbindnnge» für 
die ganze Nacht hergestellt. Die Einzelgebühr für eine solche 
Nach tierbi»b»»g innerhalb desselben Fernsprechnetzes betrügt 
20 P'., die Bauschgebühr für Nachtverbindnugen zwischen den- 
felben^Iheilnehmeni beträgt monatlich 1 Mt., vierteljährlich 
Ferngefpiächc können während der Nacht vou den an die 
Fernst)rech - Bermillelüugsanstalten i» Berlin a»gcschlossc»e» 
Tliciliteljmeru nach Budapest, Gölit (Rhein), Fraullnil (3iai»), 
Homburg, Ä'opciihagc» »ud PariS geführt werden. 
Die einfache Dauer eines Gesprächs ist auf 3 Minuten 
festgesetzt. ToppelMpiäche von 0 Minute» Dauer sind zu¬ 
gelassen. Demgemäss ist auch die Ausdehnung einer als drei 
Minutengespräch angemeldete« Unterhaltung über diese Zeit 
hinaus bis znr Dauer von (i Minute» In allen Fälle» gestaltet. 
Sie iiuimterfu’Ocheuc Ausdehnung eines Gesprächs über sechs 
Mumien hinaus ist mir dann zugelassen, wem, andeie Ge< 
Iprachsanmeldungen nicht vorliegen. Für jede Zeiteinheit von 
3 Minuten oder einen Theil derselben sind in diesem Falle die 
vorstehend festgesetzten Einzelgebnhren z» eutrichleii. 
. F»r dringende Gespräche, welche mit Borrang vor den ge¬ 
wöhnlichen Gespräche» ausgeführt werde», ist die dreifache Ge- 
bnhr eines gewöhnlichen Gespräches von gleicher Zeitdauer zu 
erlegen. 
. Bei», Telegraphenamt Sir. 2 (Börse) bestehen Fer»sprcch< 
eiiirichtnnge» für Gespräche vo» nnd mit Borienbesiichern auv 
Borieuzeit. 
Dringende Gespräche sind im Fernverkehre, BororiSverkehre, 
NachbarorlSverlehr und bei Benimuiig östenllicher Ferusprech- 
nelleu auch im ürtsvcrkehrc zugelassen. Die dreifache »lefprächS- 
gcbnhr wird auch dann erhobtu, wenn der Tljcilnetimer für 
de» Nachbarorts- mit) de» Borortsverkehr Baiifchgebühre» ent¬ 
richtet. 
Die Gebühr für Sie Aufnahme von Nachrichten durch die 
Bennitielniigsanstatt zum Zwecke der Weiterbeförderung Beträgt 
1 Pf. für das Wort, mindestens 20 Pf. Ucbcrschicf,ende Beträge 
stnd mir tue nächste Höhere durch 10 lheilbare Summe abzurunden. 
Kür die iWeilcrbcföibctung durch bie Post. durch Eilboten oder 
Telegraph werden nuiterdem die taiifmäsiigen Gebühre» erhoben: 
StimdiiiigSgcbiiljrrit komme« nicht zum Slnfotze. 
Die Gebühr für daS Zusprechei, eines nunefommnieu Tele¬ 
gramms mi den Theilnehmer beträgt ohne Rücksicht an die Wort- 
zahl 10 Pf. 
Für jede Be»>,tzuiig einer öffentliche» Sprechstelle bis znr 
Dauer von drei Minute» ist zu entrichten: 
-y im OrtSverke»! 10 Pf., im Bor- oder Nachbaiortörcrkehr 
eine Gebühr vou 20 Pf., 
>1) S»i Fernvertehr weiden für die Benntziina der Berbiu- 
dungsaiilageii zwischen verschiedenen Netze» oder Orten mit 
öffentlichen Ferm'prechstelle» Gesprächsgebühren erhoben. Sie 
betrage» im Berkehr innerhalb deS NeichS-Telegraphengebietü 
sowie im Verkehre mit Datiern unb BärttemOerg für eine Ber- 
bi»dii»g von nicht mehr als 3 Minuten Dauer 
bei einer (Eiitfcrmiiig 
bis z» 25 km einichliefjlidj 20 Pf. 
>. „ 50 „ ,. 25 , 
„ 100 „ .. 60 „ 
,, ., 5«) „ „ 1 Mk. 
„ „1000 „ „ 1 „ 50 „ 
von mehr als 1000 km 2 „ 
Sie Gebühren für den Verkehr mit dem Auslande »nd be¬ 
sonders festgesetzt. Zwischen welche» Orten der Feumertelir zu¬ 
gelassen iit 11116 welche Gebühren im einzelne» erhoben werde» 
ist aus der liebern* fibir den SmWereich bei Feriifprech- 
ueue, das dem L'erzeichiilst der Theiliiehmer an den Fernsprech¬ 
netzen in Berlin freigegeben wird, zn etiehen. 
Sennliuug der Rcriifprcch-Sliitumatcn. Die Fcrnsprech- 
jlitlonmieu werden zu Berlin in den Schaltcrrnumeu von 
Po,ia»,ialten, 111 Gastwirihschasle» »nd Lade» zum Gebrauch für 
daS Publikum bereitgestellt. Die Sliifilcllniigoorlc find durch 
enmillirte Fahnenfchilder mit der Sluffchrift „Feiuipredj Automat" 
i» Ichwarzer Schrift auf loeifjei» Untergründe, util rothe» 91 iu 
faiigsbiichitabcii, gekeinijeichiiet. 
Sie Gebühr ,ür ein OjespeMj vo» 3 Minulen Sauer beträgt 
mt «ladlverlehr 10 Pfg., im Berlehr mit den «ororlen 20 Psg 
See Anruf geschieht durch Abheben deS Fernhörers. Die Zah¬ 
lung erfolgt durch Einwerfen eines oder zweier ZelMpfcnniiiftiicke. 
sobald da» Ber,»ittel»ugsa»it auSdrii(stich dazu auffordert. Nach 
Beendigung deS Gesprächs ist der Fernerer wieder anzuhängen 
Die Aufgabe vo» Xclcoramutcii kann bei jeder für de» 
allgemeine» Berkehr geössneic» Telearaphen-Ai,stall, bei de» 
dazu besonders ermächtigten Reichs-Postanilallei, offne 
Telegrapheiibclricb oder mittels jedes beliebige» Brieskaste»S 
(auch bei den Äahitposten) erfolgen. 
In den am Schalterfenster einzuliefernden Telegramme» 
tonnen gewöhnliche Telegrammformulare oder Postkarte» mit 
entsprechender Aenderung und Bezeichnung benutzt meiden. Die 
Telegraphie. 
i» Briefkasten gesteckte Telegramme könne» einfach ziisamme»- 
gesaliet in einen Umschlag gelegt oder auch auf Postkarten ge- 
Ichneben fein. Diese Telegramme müssen auf der Außen feite in 
auffallender Weise als Telegramm bezeichnet nnd mit Post- 
Freimarken vollständig frnnlirl sein. Eine besondere Zuschlagi- 
gebühr wird nicht erhobeii. 
Die Boten der Reichs-Telegrapheuäiuter imb die auf ihren 
Sieuftgöiigcn Reich» Telegiaphenanstalten berührende» La„d- 
briesiiaaer |,»b zur Ucberimhuie von Telegramme» behufs 9(6» 
lieferung an das Telegraphenamt gegen Eihebnug einer Zit- 
schlagSgcbühr vou 10 Pf. befugt. 
Die Aufschrift — Adresse — mnf; iu der Sprache bei 
Landes, wohin das Telegramm gesendet wird, oder In fran¬ 
zösischer Sprache erfolge». \ 
Die Anwendung einer abgekürzten Auffchrifi ist zulässig, 
wen» dieselbe vorher seitens des Empfängers mit der Seit«
        
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