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Full text: Adressbuch für Berlin und seine Vororte Issue 1902

Reich sp oft -- 
195 — 
Reichspost 
21,fit n. 
24 Stunden nach geschehener postamtlicher Bcnachtich 
' ' ' Dieser Vermerk mich, je nach In Wahl bcs 
tgung er« 
RbfendcrS, 
Wenn nicht sofort angenommen, 
»der: Wen» nicht sofort bezogen. 
1 1. i 
I 2. 
I: 
lec nachstehenden Fassung entsprechen: 
1. zurück, 
", »erlaufen. 
> telegraphische Nachricht 
auf meine Kosten. 
4. an X. in X. 
• Dringende Packetsendungcn, z. B. Sendungen mit Fisch¬ 
laich oder Fischbrut, mit lebenden Thieren oder mit frischen 
Blumen und Pflanzen, werden auf besonderes Verlangen mit der 
sich darbietenden schnellsten Postgelegenheit — vorausgesetzt, daß 
der Umfang der Sendungen dieL nicht verhindert — befördert. 
Die bezeichnelen Sendungen müssen bei der Einliesctnng äußer¬ 
lich durch einen farbigen Beitel, welcher in fettem, schwarzem 
Typcndruck oder, bei Bcioubcicii Fällen, in großen Handschrift- 
Iichcii Zügen die Bezeichnung „Dringend" und darunter eine 
kurze Angabe bes Inhalts trägt, hervortretend kenntlich gemacht 
fein. Die zugehörige» Packelabresseii sind mit dem gleichen Ver¬ 
merk zu versehe». 
Dringende Packetsendungen müssen von dem Absender sraukirt 
werden. Außer dein tarifmäßigen Porto sind zu entridilcn 
die Ellbeflellgebühr und eine besondere Gebühr von 1 Mk. 
Die Aufliefen»,a derartiger Sendungen kann in Berlin bei 
sämmtlichen Postanstallen, bei welchen Packele zur Anuabnie 
gelangen, sialtsinde». Gelangen solche Sciidunqcn außerhalb 
der Echalterdieiislstunden zur Sliislicferimg, so wird noch eine 
besondere EiiilieferungSgcbuhr von 20 Ps. erhoben (siehe Seite 
183, Spalte 1). 
Sperrgut, Als solches gelten alle Packele, welche in irgend 
.einer AnSbehnnng Vj2 m überschreite», ferner diejenigen Packele 
die. in einer Ausdehnung 1 in, in einer anderen ‘/8 m über¬ 
schreite» und dabei weniger als 10 kg wiegen, oder eine be¬ 
sondere Sorgfalt bei der Verladung erfordern, wie Jlötfce mit 
Pflanzen, Veloeipeden k. 
Durch (Eilboten zu bestellende Packete müssen mit dem 
eiilfprechendc» Vermerk versehen sein. 
Tarif für Packete «hue angegebciien Werth nach Orten 
Deutschlands und Oesterreich-Ungarns. 
Tarif für Packete mit angeaebeneui Werth nach Orten 
Deutschlands und Oesterreich-Ungarns. 
Außer dem tarifmäßigen Porto die VersicherungSgebühr 
»hne Unterschied der Entfernung, lind zwar: 
Für unfrankirle Packete bis 5 kg einfchl. wird ein Porlo- 
jufchlag von 10 Pf. eihoben. Porlopstichlige Dienstsachen unter¬ 
liegen diesem Zuschlag nicht. 
Für die als Sperrgut zu Behandelnden Packete wird daS 
Porto snicht ober Portozuschlag lind VersichcinugS gebühr) um 
bic Hälfte erhöht. 
Für bic an Soldaten n. f. w. gerichteten Packete ohne 
Wetlhangabe bis ziiiii Bewicht von 3 kg einfchl. Weiben ohne 
Unlerschied der Entfernung 20 Ps. erhoben. Für mifrniitirte 
Soldaleiipackele Eis 3 kg kommt ein ZuschlagSporto nicht zur 
Erhebung. Die Sicglcilndrcsfcu zu Solbatciipatfctcn müssen bcn 
Vermerk tragen: „Soldalenbrief. (Eigene Angelegenheit des 
(Empfängers." 
Für Eiiischreibpackele wird ciiic besondere Einschreibgebüht 
von 20 Pf., für bringende Packete eine besondere' Gebühr von 
1 M. erhoben. 
Packete nach Orten außerhalb Deutschlands, 
Allgemeine Zollvorschriften. Es ist in allen Fällen Sache 
deß Absenders, sich genau zn erkundigen, ob die zu versendenden 
Gegenstände in die betreffenden Länder eingeführt werden dürfen. 
Die aus mangelhafter oder unrichtiger Abfassung der Zoll- 
JnhallSerklärnng entstehenden Folgen fetten deut Absender zur Last. 
In der Siegel muß jede Send»»« nach dem ZollmiSlanbe 
von g0i[, -- 
bet bcn ( 
ber Sprache, 
Postanslalten Auskunft. 
Die Inhaltserklärungen können sich auch, wen» zollgesehliche 
Bestimmungen dem nicht entgegenstehen, auf mehrere Packele be¬ 
ziehe», sofern letztere z» einer Paikeladicssc gehöre»; jedoch ist 
In derartige» Gefamiut-JnhaltSerllärungen der Inhalt jedes 
Packeis besonders anzugeben. 
Zu den goll-JiiIjaltScrflärungcn sind gednicklc Formulare zu 
verwenden; sämmtliche Spalten des Formulars müneit dem Vor¬ 
druck gemäß durch den Absender ausgefüllt werden. 
Ueber die besonderen Zollvorschriften unb l?iuful)r6tfchmn= 
kungelt einzelner Hänbpr, sowie fi6cr„bcftcs)cnbc Eui- unb Durch¬ 
fuhrverbote, soweit letztere ber Reichr-Poslvertvaltung mitgetheilt 
worden sind, ertheilen die Posmitstaltcn Auskunft. 
*) 1. Zone Bis Z10 geograph. Meilen; 2. Zone bis 20 
8. Zone Bis 50, 4. Zone 618 100, 5. Zone bis 160, 6. Zone 
über ICO geographische Meilen. 
Berfendnngs-Bedingungen. 
Jede Sendung muß von einer Packeiabressc begleitet sein, 
zu welcher baü in bculfajcr unb französischer Sprache abgefaßte, 
aus hellblauem Kartonpapier hergestellte besonberc Patfctabreffcn- 
Formular zu benutzen ist. 
Die Verpackung muß eine In jeder Beziehung feste unb halt¬ 
bare sein. Die Scnbung muß burch Siegellack, Blei siege! ober 
burch anbere Gepräge verschlossen fein. Bei Werlhpackeleii muß 
auch bic Scglcitadrcffc das Siegel tragen. 
Mehr als 3 Packete bfirfen zu einer Beglcilabressc nicht ge¬ 
hören; auch ist es nicht zulässig, Posipackete mit Packelen, welche 
nicht zur Gallnng bet Posipackete gehören, auf Grnnb einer Ve- 
glcitabrcfic zu versenden. Jedes Nachnahmepackct muß von einer 
besondere» Patfctnbrcjfc begleitet fein. 
Der Abschnitt ber Paaelabrcsse darf vorn Absenber zur An¬ 
gabe seines Skamens und seiner Wohnung, zu sonstigen Mit¬ 
theilungen jedoch nur int Lerlchr mit einigen Ländern benutzt 
werden. 
Ausgeschlossen von der Scfötbcniug fmb etplodirende und 
leicht enlzündliche Stosse, sowie alle (scgciistänbc, bereit Be- 
sörberung mit Gefahr verbunden ist. 
Briefe oder beu Eharaller der Eorresponden; tragende Mil- 
theilnngen bürfen in Packele nicht aufgenommen werbe» (eigent¬ 
liche Sicchnungcit fmb zulässig); auch ist verboten, in Postpacketen 
ohne Werthangabe gemünztes Gelb, Kolb- ober Silberwaaren 
und andere kostbare (9cgcn|tänbc nach solchen Landern zn ver¬ 
senden, welche eine Werllmiigabe zulassen. 
Die Zollgebühren können int Verkeilt mit einigen Ländern 
vorn Absender entrichtet werde». Das bezügliche Verlangen ist 
aus bem Packele unb ber SBegleitahefse durch den in bic Augen 
sollenden Vermerk,,i\ remettre frmtc rto üroits“ (gebührenstei 
zuzustellen) auüubrütkcn; auch muß sich ber Absender schriftlich 
verpflichten, biefc Gebühren seiner Zeit zu berichtigen. Auskunft 
hierüber ertheilen bic Postanslalten. 
Posipackete müssen, ausgenommen nach Luxemburg und Oester- 
reich-Ilugaru, frantirt werden. 
Für sperrige Packete wird ein Saiaufchlag, in der Regel 
60 Proccitt bcS Portos, erhoben. Bei Pntfctcn mit Werthaugabe 
tritt bem Potio eilte VersicheningSgebühr hinzu. 
Für bic Erküllung bet Zollformalitäten unb für die Be¬ 
stellung hat ber Empfänger für jcbcS Packet eine besonberc Ge¬ 
bühr von höchstens 25 Genlimcs (HO Ps.) zu entrichten. 
Für bic Eilbestellung, soweit solche zulässig, ist eine Gebühr 
von 40 Pf. im Voraus zu entrichten (nach Luxemburg Bis 2Ö0 g 
Gewicht 25 Pf.) 
Im Verkehr mit bcn Ländern, welche sperrige Packele nicht 
zulassen, ist das Höchslinaaß bet Ausbehnuug der Posipackete iit 
itactib einet iHiajlung auf 00 cm Beschränkt. Nach einzelnen 
iwerseeischen Ländern ist außerdem die Natimgrößc ber Post- 
packete bis auf 20 Subitbccimeler beschränkt. 
Ueber bic wichtigere» SBcItiinimmgcit bei Verfeitbitng von 
Packelcn sowie bic zur Erhebung gelangenden. Gebühren nach 
den einzelnen Ländern ertheilen die Poflanstallen Auskunft. 
Allgemeine Bestimmungen in Bezug auf die 
Bestellung ». s. w. 
Die Bestellung «folgt an den (Empfänger selbst oder alt 
dessen Bevollmächtigten. Postsendungen, an verstorbene Personen 
gelichtet, werben bc» Erben auSgchandigt, wenn bicsclbeii sich 
als solche burch Vorlegung beS Testaments, der gerichtlichen 
Erbbcschcinigung )t. ausgewiesen haben; so lange dieser Nachweis 
nicht erbracht ist, kommen für die Sliisljändiguug gewöhnticher 
Bricffcnbimgcn die Bestimmungen des nachfolgenden 4. Absatzes 
in Anwendung. Ist ein 2c|lamenl6uolIftrcckcr ober Siachlaß- 
psieget ernannt, so sind bic Sendungen au bicfeit auszuhändigen. 
Poftienbimgcii an Gesellschaften ober Vereine ober an Direilioneu, 
Ausschüsse, Bureaus, Gfpcbilionc» unb ähnliche Firmen, in deren 
Aufschrift ber Empfänger nicht itmnenllid) bezeichnet ist. sinb an 
diejenige Person auszuhändigen, die der Poslanslalt als Di¬ 
rektor, Vorsteher, Inhaber des Vereins, Ausschusses oder Bit- 
reaus ic. bekannt ist. 
Der Empfänger, welcher einen Drillen zur Empfanguahme 
der an ihn zu bestellende» Gegenstände bevollmächtigen will, ntufi 
bic Vollmacht schriftlich ausfltllcit unb in dieser die Gattungen 
der Sendungen genau bezeichnen, zu deren Empfaiigiiahmc der 
Bevollmächtigte befugt sein sott. Die Unterschrist dc6 Ausstellers 
unter der Vollmacht, die in Berlin b. Hospostarnt, Spaudauet 
slr. 23 H. I., iit Gljailottenbutji b. Postamt 2, Gocthcilr. 3, 
uicdcgelcgt werden muß, ist von einem Veainten, der zur Führung 
eines amtlichen SicgclS berechtigt ist, unter Veidtücknug des¬ 
selben, zu beglaubigen. Formulare itt Postvollmachteu an beit 
Postschaltern unentgeltlich. Vollniachtsflempel von 1 Mk. 60 Ps. 
Bei abzuholenden Postsendungen übernimmt bic Postbehördc 
für bic richtige Bestellung keine Garantie, ebensowenig ist bic 
Post »»pflichtet, bic Berechtigung bcs Abholeiibcii zn prüfen, 
falls nicht zwischen Empfänger unb Postbeliörde ein daliiit- 
gehendeS Abkommen besteht. Auf fchrisllichen Antrag der ab¬ 
holenden Empfänger übernehmen die Postanstallen. die Empfangs- 
bcred)ligung der abholenden Personen jedcS Mal zn prüfen. 
DaS deshalb mit der Postansialt zn licffendc schriftliche Ab¬ 
komme» unterliegt in Preußen einem Stempel li. 1. M. Abzn- 
jjoleiibc Packete werde» an bic, die Vegleitobtcfic vorzeigenbc 
Person ansgehänbigt. 
Abzuholende eingeschriebene Senbungcii unb Sendungen mil 
Wetlhangabe; ferner bei Postanweisungen bie Gelbbeträge, wer¬ 
be» an bcttjciiigeit ansgehanoigt, welcher ber Poslanslalt den mit 
dem Namen des Euipsangsbercchtiglen unlcr|chric6eiicii Ablicse- 
ruugSschein, die quiltirlc Begleitadresse oder die nnlerschriebene 
Postanweisung überbringt und aushändigt. Eine Untersuchung 
Übet die Echtheit der Unterschrift und des etwa liingiigefiipent 
Bestellung der. Postsendungen in Berlin uud 
Umgegend. 
I In Berlin. 
Die Briesbestellung (gcinöhnlichc uub eingeschriebene Brief« 
feiibitngen) erfolgt au den Wochentages 9 mal in ber Zeit von 
7‘h Uhr Morgens bis 8*/i Uhr AbeubS in folgender Weife: 
I. Seftellnng VI,-8^ B.. II. 8-%-10>/, B„ UT. lOVa—12 
IV. 12-1 Va N.. V. l»/n-3 iK„ VI. 3-4'/- N.. yil. 4>/j-Ö N., 
VIII. 0—1'k N., IX. 7'/i-8‘/j 91. Beim Postamt N\V. 8? 
(Beussclstr.) werden nur ä unb beim Postamt N. 20 (Slcttinerilr.) 
nur 7 BcflcQuitgen ausgeführt. I» bcn äußere» Poslbestcll- 
Bezirken erfolgt eine Sctntiubcruiig ber Bestelluugcu. 
An Sonit- unb Feiertagen, sowie am Geburtslage Er. Ma¬ 
jestät bcs Kaisers findet eine lmnlige Bestellung stall. 
Börseubriefe. ES besteht die Einritfiluiig, daß alle wäh¬ 
rend dir Börsenzcll — von 12 616 2 Uht — in Berlin eingehen¬ 
den Briefe, wenn sie iu der Aufschrift die Bezeichnung „Börse" 
tragen, vont Briespostainl durch besondere Boten unentgeltlich 
den Empfängen! alt der Börse behändigt werden. Bedingung 
hierfür ist, baß bcratligc Briese stall mit ber Wohnung beS 
Entpsängori deutlich mit dem SBeriueik „Börse" beschrieben fmb.1 
Werthbriefe über 6000 Mk., sowie Packele mit Werlh- 
aiigabe über 6000 Mk. ober mit zollpflichtigem Jnlnill und Wcrlh- 
ougabe über 1000 Mk. imben nicht bestellt, sondern iiifiisen auf 
Grund der von den Briefträgern Bestellten Abliefen,ngSscheinc 
ober SBcgleilabrciien von ber Post abgeholt werden, 
Die Bestellung der Wcrtlibriefc Bis OOOO Mk., bet Weid- 
SlblicfentngSirficine, bet Sinchuahmebriefc, sowie der Postanwei¬ 
sungen mit den BaarBelragcn crrolgt an beit Wochenlageii 3 mal 
täglich unb zwar: I. Bestellung 8—10% B.. IL 11 1!.—31/« 91., 
UL 4—8 lllachmillagS. Wcrlhbricfe und SSertliparfele von 
3000—6000 Mk. werden nur 2 mal (bei der I. uub IL Be- 
slellniig) abgetragen. 
An Sonn- und iycicitagcn, sowie am Geburtstage Sr. Ma- 
jeftät des Kaisers findet allgemein nur eine Bestellung flatt. 
Die Bestellung der gewöhnlichen Packete erfolgt an den 
Wochentagen 2 mal unb beginnt um 8 und 4 Uht. 
An Sonn- liiid Festtage», sowie am Geburtstage Sr. Ma¬ 
jestät des Kaisers erfolgt mir eine Fahrt. 
Die Bestellung der Elnfchreibvacketc und der Werth¬ 
packele bis zum Betrage von UOOO SKI. erfolgt all den Wochen¬ 
tagen täglich 3 mal und zwar um 8, 10'/, B. und 4 31. (nach 
bcn äußeren Eladllheileu 8 W. und 4 9!.). Werthpackete im 
Betrage von 3000—UOOO Mk. werden jedoch nur 8—101/. V. 
bestellt. An Sonn- und Feiertagen, sowie am Geburtslage 
Sr. Majestät dcS flaifets cr|olgt nur eine Scstelliing. 
Die bcilcllcniien Bolen sind verbunden, die Pacfeiciett biS 
in die Wohnung des Empfängers zu tragen; bei umfangreichen 
und schweren Sendungen können sie jedoch Hülseleisluug seitens 
dcS Empfängers beanspruchen. 
JL In CliarlottciiOurg. 
ilrlcfbcfteltuun au Wochentagen 9 mal, au Sonntage» 
ii. f. in. 1 mal (in bett Aiißcnbczulc» Cmat bezw. 1 mal). 
Packete. ©elbbciefc bis 3000 Mk., GeldaBliefcrungsscheine. 
Rachinihntebricse, Poslanweisnnge» mit den Geldbeträgen an 
Wochentagen 3 mal, ait Sonntagen u. s. w. lnml. 
nr. In den übrigen Postorten des AezirkS Berlin 
und Im Landbestellbezirk. 
Anzahl unb Beginn der Bestellungen sind aus den in bc» 
Schalleruonäuntcir bet Postanstallen aiishängcitbeii Poslberichlen 
zu ei sehen. 
Bestellgebuhrcu. 
1. für Postanweisuiigen nebst bcn Geldbeträgen. 5 Pf. 
2. für Briefe mit Werthangabe 
biS zuin Betrage von 1500 Mk.  5 Pf. 
über 1500 biS 8000 Mk  10 „ 
über 3000 biS ÜOOO Mk.  20 „ 
3. für Paikete 
a) in Berlin und Eljarlottciiburg: 
für gewöhnliche Packele bis 5 kg  15 Pf. 
für ichwercre Paclele  20 „ 
für ilsetll)- uub ©nfchicifipackcic   20 „ 
b) itt ffir. Lichterfelde, Ftiedcimu, Slcn-Weißensce, Nixbors, 
Schönedetg und Stcglitz: 
für Packete bis 5 kg 10 Pf., für fchwcietc 
Packele  16 Pf. 
c) in deji übtigen Postotteu des BezitkS Berlin: 
für Packele bis 5 kg 6 Ps., für jchiuctctc 
Packele, sowie für Wcrtljpnctclc mit nicht 
qlS.1600.Mk.  Acrihangabe  10 Pf. 
Gehört mehr als ein Packet zu einer Begleiladresse, so wild 
für bai schwetstc- Packet die-otdiiungSinäsiigc Bestellgebühr, für 
icdcs weitere Pocket- ntc» nur eine Gebühr von 5 Pf. erhoben, 
für Packete mit Wetlhangabe werden inindestens dieselben Sätze 
wie für Briese mit üAerthangabc -erhoben. 
Bei auf bem Post»'loll-9lmt austragSweise geöffneten Packete» 
ist eine VerzollnngSgcbnhr vo» 20 Pf. für jedes Packet zn ent¬ 
richten. Bei Packelen bis zum Gewicht von 5 kg ist in der Der- 
zollnngkgebühr uon 20PI. daS etwaige ffleftellgclb miteinbegriffen; 
bei schwereren Packelcn dagegen trete» im Falle der Bestellung 
die gewöhnliche» Aestellgeldsatze ber Verzollinigsqebühr hinzu. 
Im Landbeslcllbezirlc werben für baS Slbliagen der Briefe 
mit Wetlhangabe. ber 616 2>/3 kg schweren Packele mit und 
ohne Wetlhangabe bet Eluschreib-Packele BiS 2]]n kg nnb der 
Poftaniucifungeii durchweg 10 Pf. für boS Stuck «hoben: für 
Packele von höhetem Gewicht als kg beträgt baä Bestell¬ 
geld 20 Ps. für daS Stück. 
Ausgabe der Postsendungen in Berlin. 
Geldbriefe, Geld- und Werthpackete mit aicliägen über 
(iOOO Mk. muiicii in Berlin von bem Hof-Postamte abgeholt 
werden. 
Zollpflichtige Packereien von, AnSIaiibe sind von den Post- 
ZollabserligiingS,teilen nbjuliolcu, sosein Bei Senbungcii ohne 
Werthangabe oder mit Werthangabe bis 1000 Mk. der Empfänger 
nicht ausdrücklich die Verzollung durch Vermittelung der Post« 
ceimalliiiiR verlangt Hai. Die Bestellung erfolgt iit diesem Falle 
durch die Palkctbcstcller. (Iu (Sljorloticnburg unb Wcficub sind 
zollpflichtige Packele von, Slcueramtc söcrlinerftntfie 92 abzu¬ 
holen, in Slijburf vont Steucranilc Hcrmaunslraßc 1.) 
Abholung tioti Postsache». 
Wer die übrigen Sciibimgcit nicht durch bie Post zugestellt 
haben, sondern von der Post abholen will, mit« solches dem¬ 
jenigen Poftamle, in dessen Bestellbeziik seine a'Minnug Bezw. 
GcfchäflSrniimc Belegen sind, schriftlich erkläre», wozu Formulare 
tineitlgelllick) nBgegebe» werde». Die llittcrlchrifl iintti amtlich 
beglaubigt werden unter Stempel von 1 Mk. 50 Pf. Die Post¬ 
sendungen (eiitstfil. der Weldbiiefc Bis zuin Wenhbetrage von 
(IOOO M. und ber «bliefetungssdieiuc zu Gelbbricfen mit höheren 
Scrtljbelrägeu, sowie zu Werth' nnb Einschreibpacketen) können 
beim zuständigen BestclI Postamt abgeholt werden, «elbbiicic mit 
einem Wenhbetrage übet (iOOO M., sowie die Werth- und Ei,,- 
schreibpackelc selbst sind bagcgeit bei der Ecldanugade bet- Hos-
        
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