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Full text: Adressbuch für Berlin und seine Vororte Issue 1902

Reichspost  
fiiien, die Briiüchausiralischen flolonieit fauöfdjt. Neu-Seeland, 
Neu-Süd-WaleS, Oiieeitslmtb mid Liktoria), Canada, die CEctp» 
Kolonie, Gubo, Ernador, Guatemala, Nalal, Orauge-Freistaal, 
Paraguay Peru. 
Sendungen gcflcit Rückschein. 
Nach Orte« Dciitschlandö und der deutschen 
Schutzgebiete. 
Wünscht der Slbseiibcr einer Packetsendung ohne Werthangabe, 
einet Einschreibieiibung ober eint: Sendung mit Werlhaugabe 
eine uon dem Empfänger auszustellende Eiiipsangsbescheinigiing 
fSiüdfrtirin) zu erhallen, so timg ein solches Verlangen durch die 
Bemerluna „iliüdstljrin" in der illtifsdjrift ausgedrückt [ein; auch 
muß der Absender sich namhaft machen oder angeben, an wen 
der Rückschein abzuliesern ist, 
Sendungen gegen Rückschein müssen fronfirt werden, Für 
die Beschassung i>ess‘!)lüiidiein« ist eine Gebühr von 20 Ps. eben¬ 
falls im Soiaiti zu entrichten. DerAbsender kann auch spater 
aw bei dir Ginliefcriiiig der Sendung, gegen die im Voraus 
zn cnlrichlendc Gebühr einen Dlü.tsctjcm veilangrn. 
Nach den übrigen Lander». 
Die Beschaffung eines Rückscheins ist zulässig: 
it) bei eingeschriebenen Briesiendunge», ausgenommen im 
Verkehr mit Slbcifiitien, Afghanistan, Arabien, Seliv 
Ifchiiian. Üiord Rhoöesia, den Sank», CToof-, Gilbe, t-, 
Salomoii--, St. Cruz-, Tonga-Inseln und den 'nciien 
iitnei! .(lebrii’rii, Sabafh (Tibet) und Marokko; 
1)) bei Werihbriesen nnd Werlhkäftchen im ücteintoerkebr, 
c) bei Postpackete», ausgenommen im Verkehr mit Gros!-, 
biilannieit 11116 yiland, den Britischen Eolonien, den bri¬ 
tischen Postaiistalten in ansterenropäischen Ländern, 
Gibraltar, dem Kongoslaat, Malta, Meiiro, Oranje- 
Freiftaat, der Cndafrilanischen »tcpiiblik, den Cool- 1111b 
iT-idji^iifdii, Garoiook, 
d) bei Poslflachlnückcn im Verkehr mit einzelnen Ländern. 
Die Sendungen sind mit dem Senners „gegen Rückschein" 
favis dc r('tt‘l'tion) zu versehen. Rückscheiugebiihr allgemein 
20 Ps. 
Bahnhofsbriefe 
(inu' inuerhalb Deutschlands zulässig). 
Wünscht ein Empfänger die Priese uoit einem bestimmten 
Absender am Bahnhöfe immillelbai’ nach Ankunft der Eisenbahn- 
züge in Empfang zn nehmen, so hat er solches der Postanstall am 
Wohnort mitzutheilen. Die Postanstall stellt bem Einvjänger 
gegen Entrichtung der festgesetzte» Olctolir von 12 SSI. snr den 
Slaleiiierntonat oder bei tiirwmt Fristen sür je eine Wockie oder den 
Theil einer Woche — uon -I M k. sür die lägliehe Abholung je eines mit 
einem bestimmten Eisenbahnzuge bcsöri'eilcitSHriefeS ein AnsweiS- 
schreiden auS, auf toritnb dessen die Abholung am Bahnhof zu 
erfolgen hat. Die Bersiändignng mit dem Absender, das; die 
Briefe stets zu demselben Zuge ausgelieseit werden, liegt dem 
Empfänger ob. 
itioljuhofübriefe müssen Dom Absender srankirt nnd in einen 
Umschlag mit breitem, rothem Runde eingeschlossen werden. 
Diej'c Umschläge, deren Beichotsnng Sache 6e8' Absender,! ist, 
minien am Jlopf in großen iUiidiftaUen mit „Bahnhossbries" be 
zeichnet fein 11116 auf der Rückseite den Dinmeii be« Absenders ent¬ 
halten. Die Bahuhossbiiese dürfen nicht unter Einschreibung ab¬ 
gesandt werten und müssen nach Gewicht und Form brief- 
iitä&ig seilt. 
8riefe mit Postziistcl(iiiins»rkuiide 
(nur innerhalb Deutschlands zulässig). 
Wünscht der Absinder eines gewöhnlichen BriefeS über die er¬ 
folgte Bestellung eine postamtliche Bescheinigung, so iil dem Briese 
(bet gewöhnlicher Zustellung- eine gehörig ausgefüllte Znstctlnngs 
Urkunde liebst ÜU'sfflrist aus weisiem Papier, inib (bei oereuiHickiler 
Zustellung) ein Formnlar zur ZniielliingSiirlittide auf blauem Papier 
niificvlirf) beizufügen; zugleich niuft in der Anischrijl vermerkt sein: 
„Hierbei ein Formular znr Iiillelliiugsnrtnnde nebst Abschrift", 
beziu. „Hierbei ein Formular jyit .'iusiitluugSnrtiinde." Im 
letzteren Falle tinisl die SBriefaufidjiift iioih mit dem Vermerk 
„$ierc!nfnchle Ruflelliiitg" versehen (ein. Sie Ansschrifl und der 
Kopf der ZiiftelliingSiirkunde siud vorn Absender herzustellen. 
Der Absender tarn die Erfatz-Zustelliing niissschliefira. SieS 
geschieht, indem er aus der Vlusidmilscik deS BrieseS und auf 
dem Formular liiilet den Siimien 2t. des EmpsäugeiS mitteilt 
rother Tinte einen Vermerk in folgender Weise niederschreibt: 
vine Zustellung an Iz. B. die Ghe'tau, den Bermiether N, das 
Sieitflmäbcheu N. :e.j darf nicht stattfinden. 
Bei Bliese» mit >jiistclluiigsiirknnde ist eine Eiuidjreibunji, 
Wcrlhangabe, Nachnahme, ISilbesttilnng oder der Steiners,, post- 
lagernd" nicht zulässig. 
Olebiilireit: 1) das gewöhnliche Briefporto; 2) die Zn- 
stelluugsgebühr von 20 Pf.; ,'l) das Porto von 10 Ps. für die 
Rücksendung der ‘Mtclluiigoiirtiinbe. Das Porto zu 3) wirb 
bei Briefen an Einwohner int Orts- ober Landbeslellbezirk des 
Ausgabe-PostorlS nicht erhoben. Am Rachbarortsveitehr wirb 
für die Rücksendung der .•iiiilrlliiiniSiirfniibc eine Webnftr von 
5 Ps. erhoben. Die Gebühren müsien sämmtlich entweder vorn 
Absender oder baut Empfänger entrichtet werden. 
Formulare können durch die Poslanstalien bezogen werden 
(10 Glück 5 Pf.). 
Durch Eilboten zu bestellende Saiblingen. 
31 ach Orten DeutschlanbS. 
Durch Eilbolen zu bestellende Sendungen müssen alS solche 
durch den Vermerk „durch Eilboten" oder „besonders zu bestellen", 
„sofort zu bestellen", „durch besondern Boten" versehen sein, 
bei Packeten sowohl mif diesen als auch auf der Begleiladiesse. 
Im Falle der ütoraiiebezahlung deS Botenlohns ist noch hinzu¬ 
zufügen : „Bote bezahlt". So» die Sendnng nicht während der 
Nacht bestellt werde,!, so ist dies anzugeben. Im CW- oder 
Landbeslellbeziri des Ausgabe-Postorlcs find nur gewöhnliche 
Sörieffenbuitgen zur Eitbeiiellung zugelassen. Bei Schreiben mit 
ZustcllunaSurtiiudc ist di' Silbestellung nicht statthast. 
Siriefjenbiiiigeii (auch eingeschriebene), Postanlvkisiiiigcu 
liebst den Geldbeträgeu, Packele ohne Weithaugabe bis 6 ku und 
Sendungen mit Wcithangabc bis KOO iVif. und 5 Ick weiden sofort 
turch Eilboten bestellt, soweit nicht etwa zollamtliche Borschri|teu 
cnlgcflciistrhcii. 
Die SelNTgebühr betiägl: 
») Im Falle der Borausbezahliiiig d»rch den Absender: 
1 bci gewöhnlichen Itub eingefchriebenen, bei Nachnahme¬ 
briefe» , bei Briefen mit Werlhaugabe, Äblie|erung6= 
scheinen, Packetabresseu, Postanweisniigeu: 
für jebe Sendung W Pf., nach Orten im Laudbeftell- 
bejirf 00 Pf.; 
— 193 — 
2. bei Packete» ohne und mit Werlhaugabe: 
in allen Fällen, in denen- die Sendungen selbst biirch 
Eilboten bestellt werden, 40 Pf., im Landbeslellbezirk 
00 Ps. für jedes Packet; 
b) Im Falle der Entrichtung deS BoienlohnS durch den 
Empfänger: 
bei allen Sendungen die wirklich erwachsenden Boieii- 
kosten, mindestens'sür Briese 25 Pf., sür Packele 40 Pf. 
An Berlin werden in der Zeit uon 5 Uhr früh bis 11 Uhr 
AbendS Sendungen bis zum Belrage von [WO Mk. durch den 
Eilboten überbracht. Für dke Eilbeftellung gewöhnlicher Brief- 
scnduugen an Empfänger im OrtS- oder Landbeslellbezirk des 
Ausgabe PostorlS sind die wirklich enistaiibeneii Bolenkosten, 
mindestens aber 25 Pf. zu entrichten. 
Nach Orten außerhalb Deutschlands. 
Inwieweit die Eilbestelluug bei Sendungen nach dem AuS- 
lande zulässig ist, ist bei den Postanstatten zn erfahren. 
Eilbeitcllgcld für sebe Sendung 2."iPf. nebst dem Porto 
im Boraiiö zu bezahlen. Bci liilieiibiing nach Orten ohne Post- 
anstalt (soweit zulässtg) werden die üblichen Eilbesiellgebühren, 
unter Anrechnung der vorausbezahlten 25 Ps., vorn Empfänger 
erhoben. 
Sofdateiibriefe »nd Briefe für die Befahl»,g bvr.flrirgflfriiiffc. 
An Soldaten beS ftesjenbeit Landheeres und der Marine bis 
zu», Feldwebel (Wachtmeister) feuchtete Briefe, Poflkaitcn. Post- 
auiveiiungeii und Packele mit der Aufschrift „Solbalenbrief. 
Eigene Angelegenheit des Empsängeis" genießen folgende Ver¬ 
günstigung: 
Für gewöhnliche Bliese bis zu GO r Gewicht und für 
PostkaUeu kommt Porto nicht iii Ansah; 
für Postanweisungen biS 15 Mk. weiden 10 Pf., für ge¬ 
wöhnliche Packete bis :i kg Gewicht, olme II»tcrfch,ed 
der Entfernung, 20 Pf. Porto erhoben 
für unsmnkirtc Soldnlenpoitrle ohne Werthangabe wird 
lein ;ju chlagporlo (10 Pf.) elhoben. 
Gendinigen an beurlaubte MititaiiS, aii EiufShiig Fieiwilligc, 
a« Soldalen 11. f. w. im Orts- oder Landbeslellbezirk deS Auf- 
gabe-Postorts, sowie Sendungen iu lein gewerblichen Angelegen¬ 
heiten des AlisendeiS oder des Empfängers haben auf Poilo- 
uergüiiftiiiniig feinen Aufpiuch. 
}|ur Beförderung durch das Mariiie-Poftbiirean in Berlin 
an Personen im Deutschen Maiinelazarclh in flololjuina sowie 
all SchissSbesavnngen der ausserhalb deS Deutschen Reickis be¬ 
findlichen Deutschen KiiegSschisie sind zugetanen: gewöhnliche 
Briefe bis 250 k. Postkarten, Drucksachen, Gcichöstspapiere zu- 
samiuengepackte Drucksachen u. Geschaftspapiere bis 2 kff. und 
Postniiiuciimifieii. 
Die Griibunnm müssen den Namen deS Schiffes und die 
Charge des Adressaten enthalten. 
Bei der (Sntlicfctuiig ist stets im Voraus zu entrichten: 
1. Bei Sendungen an Oflfeiere und die im DfffcierSrangc 
stehenden Mnrinebcamten für Sniitsachcn und Gesckiäfis- 
papiere, sowie für znsamniengepacktc Druckfailien nnd 
GeschaftSpapiere von mehr als 1 -2 kg U) Pf., für 
eine Postanweisung die für inländische Postanweisungen 
festgesetzte Gebühr. 
2. Bei Sendungen an Mannschaften (vorn Deckossie. ab¬ 
wärts): für i!)riefe von mehr als 20—(U) g 10 Pf., für 
schwerere Briefe sowie für Poitfarteii, 0>eichä>'töpapiere, 
Drucksachen oder zusammengepackte Druck achen und 
Gesckiäslspapiere Porto wie zu 1. 
für e‘ue Postanweisung biS 15 M. 10 Ps.. für Post- 
anwelinngen auf höhere Beträge die gewöhnliche Gebühr 
für inland. Poslanweisnngen. 
Postanweisungen — mit Ansnahine der in Dienst Angelegen¬ 
heiten versandten — dürfen nnf;er der Aufschrift und der Angabe 
deS Namens und Wohnorts bz. der Wohnung des AbseuderS 
anderweile Mittheilungen iiictil enthalten. 
Andere als bic vorbezeichneten Sendinigen werden durch 
da« Marine Postbnreau nicht desbrdeii. Für die au Offieiere 
nnb Mannschasten der Dftafioiiichen Belahungsbrigade, sowie 
der Besauing von Äiantschon gerichteten Bries>cndnngcu gellen 
die gleichen Bestimmung«,. 
Z»ri!ikzieh»»ft von Postfendnnne» mtb Abänderung uon 
Aufschriften durch beu Absender. 
Der Absender kann eine Postsendung zurüdnehnten oder ihre 
Aufschrift abändern lassen, so lauge sie dem Empfänger noch nicht 
ausgehändigt ist. Der Zurückfordernde musi sich durch Handschrift- 
duplieat bzw. Vorzeigung der Eiiiliesernn^sbefcheinignng als 
Absender ausweisen. Wegen telegraphischer iliucksoideiung ertheilen 
die Postanftallen ÄnSknnft. 
Tarif für gewöhnliche und eingeschriebene Bricfscndiingcu. 
a) Iu uerhalb Deutschlands und im verkehr mit 
den deutschen Schutzgebicteii nnd mit Cesten-eich- 
Ungani (eiuschl. Bosnien und Herzegowina*) und 
Liechtenstein). 
Briefe"), fronfirt, bis 20 g 10 Pf, über 20 g bis 250 g 20 Pf., 
uufiantiii, bis 20 g 20 Pf., über 20 g bis 250 g tiO Pf. 
Postkarte» 5 Pf., mit Anlwoil 10 Pf. 
Drucksachen bis 50 gPf., über 50—100 g 5 Ps., über 100 bis 
2u0 g 10 Pf., filier 2M-5M g 20 Pf., «Her 600-1000 g 
ao Ps., Schuhgebictc, 1—2 kg. 00 Ps. 
Waarenproben bis 250 g 10 Pf., 250-1») g 20 Pf. -- 
GeickiäftSpapicrc bis 250 g 10 Pf. 
250-DOO g . . . - . -2», „ 
500-1000 g ... 30 „ 
Deutsche «chuhgebiele 1—2 kg 00 Ps. 
(iiiischrcibgebiiljr lieben dem Porto 20 Pf. »lückscheingebiihr 
20 Pf. 
Eilbcsteltgebühr stehe Spalte 1 u. 2. 
>1) 311t Verkehr mit allen übrigen Ländern. 
Briefk, srankirt, 20 Pf., itnfmnfitl, 40 Ps., für je 15 g (ohne 
Meistgewlch». . . 
Postkarten (einfache) 10 Ps., mtfmilüt 20 Pf. — Postkarten 
mit Antwort 20 Pf. 
Drucksachen, Geschästspapiere, Waarenproben 5 Pf. für je 
00 g, mindestens jedoch für GeschäslSpapicre 20 Ps., sitc 
*) Sendungen nach dem Saudfchak Novibazar unterliegen 
den Gebühren des Weltpostvereins. 
**) Wegen der Gebühre» für Briefe 011 Soldaten 11. s. w. 
siehe 3. Iti3, Spalte 2, wegen dei OrtSbriefe stehe S. 191, Spalte 2. 
 Reichspost Theil II. 
Waarenproben 10 Pf. Meistgewicht der Drucksachen und 
GeichastSvapiere 2 kg, der Waarenproben 350 g. 
Mnschreibgebiihr 20 Pf. nebelt dem Porto, Ritckscheingebühr 
Eilbestellgeld nach dem OrtS- u. Landbeslellbezirk des Ausgabe- 
Postoris 25 Pf. (nur Brieffciibungcn), »ach anderen Orten 
Deutschlands im Crtsbeilcübez. 25 Pf. bez. 40 Pf. im 
Landbeflellbez. 0V bez. 1)0 Pf- nach dem AnSlande (im voraus 
zu bezahlen) 25 P(. 
Schiffsbriefe. Sollen Briefe 11. [. w. auf Wunsch deS Absenderö 
mit SchinSgelegenheilen, welche zur regelmäßigen Postbeförde- 
ruug nicht dienen, befördert werden, so hat der Absender aus 
der Aufschrift den Vermeik: „Schiffsbrief" (bei Berfeudung 
über biitifche Häfen „Private Ship") niederziischreiben, sowie 
den Abgangshafen und eiforderlichenfalls das betreffende 
Schiff zn bezeichnen. Mir die Leitung der Schiffsbriefc bleiben 
die Angaben des AbseuderS allein massgebend. Die Schiffs 
bliese müssen fronfirt sein und unterliegen derselben 2are, 
wie bei der Beförderung mit regelmäßigen Posldainpserii. " 
Die über Bieinen oder Hamburg mittels der ReichS-Poftdanipfer 
11 befördernden EchiffStmefe können unter Einschreibung ver- 
auM werden (Einfchreibgebühr 20 Pf.). 
Postnachuahinkseiidungr». 
Nach Orten Deutschlands. 
Postnachnahnien (mit dem Vermerk „Nachnahme von 
   fflif. ... . Pf. in Zahle,, und Buchstaben und 
Namensnennung des AbsendeiS) sind bis 800 Mk. einschließlich bei 
Miietienbiingen nnd Packele» zulässig. 
Eine 'Jlnchnal)mc|cnDuiij| dars nur gegen Berichtigung deS 
NachuahmebetiageS ausgehändigt werden, doch kaun der Ab¬ 
sender die Nachnahme streichen oder abändern laiien. Der 
IS-mp aiiger lamt eilte Einlosnntissrisl von 7 lagen beanspruchen, 
wählend cö dem Absender frei fleljl, nach crfolgfer erstmaliger 
Borzeigung sofortige Rücksendung zn verlangen. In diesem 
falle ist oiij der Sendung — bei Pasteten auch aus der Begleit 
adiesic — ein dahingehender Vermerk niederziischreiben. 
Eingelöste Nachnahinebelräge werden den Absendern mittels 
Postanweisung nach Abzug der PoslanweisungSgebühr zugesandt. 
Täte: Für Nachnahmesendungen kommen an Porto und Ge¬ 
bühren zur Erhebung: 
1. DaS Porto für gleichartige Sendungen ohne Nachnahme. 
Falls eine Werlhaugabe oder Einschreibung stattgefunden 
hat, tritt dem Porto die VersicheningSgebuhr oder Ein- 
schreibgebühr hinzu. 
2. Eine ilorzeigegebühr von 10 Ps. 
3. Die Postaiiweisuiigsgebühr für llcbcrmitleliiiig des ein 
gezogenen 'Betrages an den Absender wird erst nach Ein- 
lölung deS NachnahniebctrageS durch Abzug von dem 
mittelst Postanweisung zu übersendende» Betrages erhoben. 
Die Vorzeigegebühr wird zugleich mit dem Porto erhoben 
und ist auch dann zu entrichten, wenn die Sendung nicht ein 
getost tvird. 
Nach Orten ausserhalb Deutschlands. 
Nachnahmen sind zulässig: 
a) auf eingeschriebene Brieffendungei, „ach: 
Belgien biS zuui Höchstbetiage von 1000 Franken. 
BoSuieii-Herzegowina . " . bis 1000 Kronen. 
Chile (nur nach bestimmten Orten) bis 100 PcsoB (Gold). 
China: 1. Haulaii, Peking, 
Shaughai, Xicntfin, 
Tongkn, Tschifu . . bis 800 Mark. 
(Deutsche Postanstallen). 
2. 2lniol), Haughow. 
Sliaihr.Gooiiiimi. . bis 400 gen. 
(japanische Postaiistalten). 
Deutsch-Ost- und Südwestasrita, 
Togo, Kiautschon, Kamerun, 
Nen-Guinea bis 400 Mark. 
Dänemark, den Dänischen Antillen 
und den Faroer bis 300 Kronen. 
Frank,eich mit Monak» und Al¬ 
gerien n. TuitiS bis 1000 Franken. 
Italien in. Erhtbrea n. SanMarino bis 1000 Franken. 
Japan (auSschl. Forinosa) ... bis 400 V)en. 
Jloren Ijapanische Postanstall). . bis 400 v)en. 
tiuieinbiirg . . . .... bis 800 Mark. 
Maroeco (Casablinica, Fez, 
Larachc, Marakesch, Mazagan, 
Magador, Rabat, Gassi, Tfuger 
(bei,Ische Postanstall) . ... bis 800 Mark. 
Niederlanb bis 500 Olulben 
Norwegen bis 720 Slroiien. 
Oeiierrcich mit Liechtenstein . . bis 1000 .Uroucit. 
(nach Ungarn    bis 500 Kronen). 
Portugal  400 Mark. 
Rumänien (mit nach bestimmten 
Orten) ......... bis 500 Franken. 
Schweden bis 720 Kronen. 
Schweiz bis 1000 Franken. 
Tripolis (nach Beitgasi 11. Tripolis 
italienische Postaiistalten) . . bis 1000 Fronten 
Türkei: 1. Gonftoulinopcl Siutirim bis 800 Mark. 
1 (Deutsches Postamt.) 
2. Beirut, Jaffa, 
Jerusalem . . . bis 1000 Franke». 
(Deutsche Poftaiifialtcn). 
3. Salouichi . . . bis 10IX) Franken. 
(Dcftcrr. Post). . 
4. Canca bis 1000 Franke». 
(Italien. Post). 
Znuio bis 1000 Franken. 
Berechnet wird bas gewöhnliche Porto für die be- 
treffenden Sendungen 11116 .ISiischreibgebfiht vo» 20 Pf. 
Der eingezogene Betrag wird nach Abzug der tarisinäßigen 
Post - Auweisuiiasgebühr und der EinziehnugSgebühr von 
10 Pf. bem Absender ausgezählt. 
b) auf Bliesen und Kästchen mit 'Serfljaug»ie, 
c) aus Postpacketen und Postfrachtttückei,. 
Die Postaiistalten ertheilen AnSkiinst, nach welchen 
Ländern die siib L uud c angeführten Nachnahmen zu¬ 
lässig sind. 
Briefe mit Werlhaugabe. 
"Nach Orten Deutschlands 1111b Oesterreich-»ngarns 
mit Liechtenstein. 
Zulässiges Meistgewicht 250 ff. 
II. 13.
        
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