Path:

Full text: Adressbuch für Berlin und seine Vororte Issue 1902

II. Thnl 
fi—B—i 
Reichspost 
— 192 — 
Reichspost 
Drucksachen. 
A. Nach Orten Deutschlands Oesterreich-UngarnK 
(eiitidtl. Bosnien Herzogowina) Liechtenstein? und 
der deutschen Scbufcflcbictr. 
Gegen die für Dnicksachen seügesetzte ermäs;igte Tare könne» 
befördert werbe»; olle durch Buchdruck. Mttprcrstirfi, Gtcihlitidt, 
Holzschnitt, Lithographie, Metallogtavhie. Photographie, Licht- 
pouicu, Albums mit Photographie, Hektographie. Papmographie. 
sowie Drudisachen. welche durch MmitsdHirflmdmnbcn unter Ver¬ 
wendung eines Stempels oder Typenhalterv berge* i\lt sind, 
(Stgomographie oder eilt ähnlidrcs mcdmiiiidicc’ Verfahren 
uciuicltiilti(itcn Gegenstände, welche in Form und lonsliger 
Beschaffenheit zur Blsordernng mit der Briespon geeignet sind. 
Ausgenonimen sind die mittels des Dnrdidrncko. der Wir 
presse und der Schreibmaschine heraeitrlfcn (sdinh'tiidc. Be^ 
dntckle Papierbogen oder kleinere Papieritüde die als Muster 
oder Probe dienen sollen, müerliegett den Bestintmimgen und 
der Tare für Waarenproben. mögen sie für sich allein oder zu¬ 
sammen mit anderen Druckiacheu versendet werden. 
Das Gewicht einer Drucksache darf 1 kg. nach den Deut¬ 
schen Gchitäflcbiclcit 2 kg nicht übersteigen. Die Sendungen 
müssen offen, und zwar entweder unter Streif, oder Kreuzband, 
oder umschnürt, oder in einen offenen Umschlag gelegt, oder ober 
dergestalt einkadr zusammengefaltet eingeliefert werden, das; ihr 
Inhalt leicht geprüft werden kaun. Drucksachen sind auch in 
Form offener .starte» zulässig, jedoch dürre» joldic .sMucu die 
Bcteidjnmtg ..Postkarte" nicht tragen. Unter Band f'Seritlnummg) 
können auch Bücher, gleichviel obgebunden,gefilmt oder gebettet, vei; 
sandt werden. DicSendungen ntftnen leicht aus ihre» xsnlw t geprüft 
werden können. Dmdsadren in RoUenform.dürfen das »car; von 
75 cm in der Länge und 10 cm tm Ditrdimcticr indil uberiet)reiten. 
Die Sendung kann eine innere, mit der niifjcrcii überein¬ 
stimmende Aufschuit enthalten. 
Mehrere D'uiafndje:». dürfen unter einer Umlinlliniü versendet 
werden; die einzelnen t'iegenitände dürfen aber nicht mit ver¬ 
schiedenen Aufschriften oder besonderen Umschlägen mit tHufidirift 
verleben sein. ' 
Die Werfcnbmtfl von Dnidsiidien gegen die errnäs;igle Tare 
ist unzulässig, wenn dieselben nach ihrer ftertignug durch Drnck 
u. s. w. irgend wcldie Ansätze oder Aendeiungen am Inhalt er¬ 
kalten haven, wobei es teinen Unterschied macht, ob die Ansätze 
oder Aondentngen gesdirieben oder auf andere Weise bewirkt sind, 
z. B. durch Stempel, Drnck. durch Ueberkteben von Wörtern, 
Ziffern oder Zeichen, durch Putuuren, Uiumtmrtien, Durch 
streichen, Wegschaben, Dnrdiftedien, Ab- ober Au&id}neiben ein¬ 
zelner Wörter, Ziffern oder V,eichen u. f. tu. ES ist zulässig: 
1, aufgedruckten SBifucnfarten die Adresse desAb''endcrs, seinen 
Titel, sowie höchstens 6 Worte oder die üblidie» Anfangs¬ 
buchstaben zur Erläuterung des ^wecto der UeMsei'.diing 
der Starte (3. B. „U. W. 3. w/', „p. f." „v>. t."), giue 
Wünsche. OLuckmfmiche, Danksagungen. Beilei^l'ezeigun 
gen oder andere Höflichkeilssormeln lrandschristlidi hinzu¬ 
zufügen. 
2. auf der Drncksache selbst den Ort, das Datum, die Namens 
Unterschrift oder Firma ’Jscidimnt^. sowie den Stand des 
Absenderö handschriftlich odet aur medianiidivm Wege an¬ 
zugeben ober abzuändern; 
ti. den Correcturbogen das Mannfeüpt beizufügen und in 
denselben Aenderungen und Zusätze zu mache», welche die 
Correctur. die ftorlu und den Druck betreuen, solche An¬ 
sätze auch in Ermangelung des Wannte* auf besonderen 
betteln anzubringen; 
4. Drnüfehlcr zu berichtigen; 
• 5. gewisse Stellen des gedruckte» Textes 3« durchstreichen, um 
dieselben unleserlich zu machen; 
0. einzelne Stellen deS Inhalts. aus welche die Anfinerlsant' 
feit gelenkt werden soll, durch Striche kenntlich zu machen; 
7. bei Preisliste». Börsenzetteln nnd Handels - Circn- 
larett oder Prospekten, hallten nebst ^iroucn, die als 
Bestandtheile der Preisbestimmung zu bettaditen sind, so¬ 
wie bei ÄciseAntüttdigungen den Rainen des weifenden, 
den Tag feiltet Durchreise und den N inten des Ortes, 
den er zu besuchen beabsichtigt, handschriftlich oder <wf 
mechanischem Wege einzutragen oder abzuändern; 
8. in den Au^gcu über die Abfahrt von Schissen den lafl 
der Abfahrt handschriftlich anzugeben; 
9. in EinIadnngS- nnd Einberusnngolarte« ^ou ^amen ^9 
Eingeladenen ober Einberufenen |owiv .;,veck. Ort und 
Zeit der }{nfa«imenfitnft zu vermessen. 
10. bei Onittuugskarten über Invatideuversicherungs'^iträge. 
die durch daS Jnvalidenversicherungsgesetz vorn l:jüuli IKiK) 
zugelassenen Eintragungen bnitdjdiiiftlich oder auf tue- 
chanischem Wege vorznnchmen, die Beitrags- und die 
Doppelmarken aufzukleben und die aufgeklebten Marken 
zu cittwcrlhnt ober xu veruichteu; 
11. auf ben Büchern, Mufikalien, Zeitschristen, Landkarten 
und Bildern sowie-aus Weihnachts- und Neujahrskarten 
ritte Widmung handschriftlich einzutragen auch diesen 
Sendungen eine auf den Preis der übersandten ttegcn- 
ftändr^tKV.ngliriie Nechnnng beizufügen und lebtet e mit 
solchen handschriftlichen Zusähen zii-ucnvheii. welche den 
Inhalt der Sendung betreffen und nicht die Eigenschaft einer 
besonderen, mit diesem in keiner Beziehung stehenden 
Mittheilung haben; 
12. bet Bücher, und Substriptionszettetn für biidjhiuiblcritriie 
Werke, Bücher, 'Zeitnngen. ^eilfdjrifteit, Bilder und Mnii- 
fnlieit die bestellten ober angebotenen Werke auf der 
Rückseite handfdiuftlich zu bezeichnen und den Bordrud 
ganz oder thcilweife zu biirdjstreichett ober zu unter¬ 
streichen. Büdierzettel sind and) in ftorm offenerDoppcl- 
karten zulässig; dvd) darf die anhängende zur Benutmng 
durch ben Empfänger bestimmte Martc bei der Hms^ndung 
lediglich daS — nnan^gefüllte — Formular eines Bücher-- 
zettetö bilden. 
13. Modebilder, Landkarten n. \. tu. auszumalen; 
14. bei Drudsadicit, welche von Berufögeuossenschasteu ober 
Bersidieningr-anstalkeu oder von de»en Organen auf Gruud 
der Unsallversichernngsgeseye oder des Invaliden - 
versicheruugsgesetreo abgesandt werden nttd auf ber 
Außenseite mit dem Nomen der Bernfsgenosseiischaft oder 
der Berfichernngsanualt bezeichnet sind, Iahten oder Namen 
handschriftlich oder anf metijanischem Wege cinzulrageu 
oder abzuändern und den Bordruck ganz oder lheilweife 
zu durd,streichen. 
1V. bei Ausschnitte», auö Zeiln>lgen uub Zeitschriften hand¬ 
schriftlich oder auf mechanischem Wege Titel. Tag. Nummer 
uud Adresse der Neröffenllidntng. welcher ber Artikel ent¬ 
nommen ist, hinzuzufügen. 
Drudsachen müssen fraukirt sein. Gebühren s. Tarif S. 103 
Spalte 2. Für uuzureidreud fraukirte Drudsachen wird der doppelte 
B:trnq des fehlenden PortotheilS in Ansatz gcbrodit; nöthigeu 
Falles nach oben aus eine durch 5 theilbare Hfenuigsumme ab 
geruudet. Drudtacheu. weiche den sonstigen vorstehenocn Bestim¬ 
mungen nicht entsprechen oder imframirt sind, gelangen nicht 
zur Äbfenduug. 
Ausie» gr»vöhnliche Zrituitgöbetlaae». 
?!ach Orten Deutsdilands und der deutfdjen 
Schutzgebiete. 
Als solche siud Dnidt(td)ctt anzusehen: 
welche nach ^orm. Papier, Drnck ober sonstiger Be¬ 
schaffenheit nicht als Bestandtheile derjenigen Leitung oder 
Heitfdjnft erachtet werden können, mit welcher die Ber-- 
feudnng erfolgen soll. 
Mart:u (Postkarten, Bucherzctkct, Poilanweisnugeu) mit 
gedruckter Äu'schrist oder gedrudtem 'Zerte, mit oder ohne 
ftreimnrfen find als Beilagen anznfehen. 
Die Beriendnng mits; vorher bei der Postansialk des Aus. 
gabeorles angemeldet uud das Porto für so viel Emttplare, als 
der betreffe«den ;Ieiiumi beigelegt werden sollen, int Voraus 
eulrid tet werden. Die Beilagen dürfen einzeln nicht über ;tivei 
Bogen stark, midi nicht geheftet, gefall oder gebunden fein, .son¬ 
dern müssen. tvemt sie ans mehreren Blattern beitehett, in der 
Bösttfitform znsaminenhängeu. 
Das Porto für anfzergewötmlime ^'.eitungs Beilagen betrögt 
für jedes einzelne Beilage-Erentplar Vi Pf. «in beim (')efammt- 
betrage nch ergebender Bruciilheil einer Mark wird aus eine durch 
5 theilbare Pfcrntignunme anfwärtv' abgernndet. 
i^ach den übrigen Ländern. 
Das Meislflewicht einer Dnictfariie beträgt 2 kg. Die Sen¬ 
dungen müssen tm Allgemeinen in Bezug auf ihre Beschaffenheit 
den' für den innern deutschen Berfebr invpeidniebemu Bc 
dingungen eitttpiedieu. Sie dürfen au feiner ihrer Seilen eine 
Ausdehnung von mehr als 45, ein hoben; nur bei Drudsachen 
in Mollcitsorm, deren Durchmesser 10 cm nicht übersteigt, ist eine 
Ministe biv 75 cm zulässig. 
Die durch ein merihinifdieS potugraphifmeö Beimhi-'u hei» 
gestellten Sdirifisiiide ntüncit im Bcnebr mit dem An^lande in 
unitbeitetiv 20 gleichlantenden Creutplaren am Schalter mif- 
gelie’ert werden. 
Im A r-lnndsversehrniussen Drudmchett entwedernntet Band, 
auf eine 'Holle, zwischen Puppftiide oder in ein offenem AUticrnl 
oder in offenen Umschlag gelegt oder ober derartig zusammen' 
gefaltet seilt, das; der Inhalt leicht geprüft werden taun. Die 
Anbringung einer leirtit lösbaren Schnur ist gestattet. Drmt- 
frtchm dürfen weder einen Brief norii einen geschriebenen Vermerk 
enthüllen, welcher die Eigenschaft einer eigentlichen nnd persön¬ 
lichen Eorreipondeu', hat. Poitwerlhzeichen und Duift)"ncheu mit 
Wertlmeiupel sind von der erniäsriglen rate an^gesdilosseu. (>>eiien 
die enuin’jtgie Tare weiden ferner nicht besördnt DruflsaiUen, 
deren Tert nach der ^ertigstellnug handsdiriftlid! oder mit -vin> 
eines mechanischen Bet saht enr- geändert oder mit irgend welchen 
p,eid)ei! derart versehen worden ist, das; sie eine verabredete 
.spräche bilde«. 
Dutstsadieii nach überseeische» Ländern sind mit breiten, gut 
befestigten Bändern aus festem Papier zu versehen, iiöthigcnmil* 
muh vt schnitten: em^fetileur-weUh Nennung des Xantens nicht 
nur auf dem -Ueuzband, sondern anch auf der eingeschlossenen 
Drndsache. 
:'ldres:katteu. sowie Drucksachen in ftorm und ^-enigteit 
einer nicht gefalteten Morte, sönne» ohne Sueisbaud, llmidiUtg 
odet Berichuittung oder ungefaltet verfaudt werden. Die Bot der« 
feite ist den Armtkintitnviitmleu, den poüdiensllidien Angaben und 
der lUdreisc des Empfängers vorbehalten. Der Absender in be¬ 
fugt. feinen Namen, 'Stand und seine Sidresse mittels eines 
Stempels oder jedes anderen AnfdrndverfaHrens darauf an 
znae'.'en. Bücherzetlel können mtneidm die qedrndteAngabe 
„Biidier^itcl" oder „Büdierbeslellzetlel" trage». Die .Harten, 
welche die Bezeichnung ..Postkarte" tragen, werden zutu Drtitf- 
sadientnrif nicht zugelassen (auch dann' nicht, wenn der Bor* 
brüst „Postkarte" gestrichen ist), sondern sind atv Postkarten zu 
behandeln. 
Dmcksadicnsendnngeu, welche den für die Beförderung gegen 
ermäs;igteö Porto zu erfüllenden uorbezeidjneten Bedingungen 
nicht cntfpvertien ober deren (Gewicht 2 kg übersteigt, oder welche 
die zulässigen Aiic-bchttmmcii iiberfdireiten, oder weldie uidjt 
mindestens theilweise frantirt sind, find von der Beförderung 
ausgeschlossen. 
Gebühren s. Tarif S. 19:$, Spalte 2. 
Waarenproben. 
Nach Orten Deutschlands und der denlselien 
S di n v g e b i e t p. 
.Cnich't (Gewicht .‘1,7) g. 
^tir Beförderung atv L'aarenproben f,nd zugelassen (>'»egen 
stände, die feinen eigenen Handelswerth haben, ferner imtnr 
geidiidittiche (Gegenstände, grtroductc oder tonservirte Thiere und 
Pflanzen, geologische Muster n. Sie müssen nach ihrer 
Be'dianeubeit. J>oun tmb Berpacinng zur Beförderung 
mit der Briefpost geeignet fein. Die Auödetiituug darf 
:iü ein in der Länge, 20 cm in der Breite uno 10 cm in 
der Hohe nicht überschreiten. Wollen dürfen teilte größere 'Aus¬ 
dehnung haben, als :tt) cm in der Länge und 15 ein im Durch« 
nteffer. Berpactung derartig, das; der Inhalt als in Waaren- 
proben bestehend teidjt erkannt werden taun; sie kaun unter Baud, 
iu offenen Umschlägen oder in Mstchcu oder Säckchen, audi in 
Nollensot m rrtolgeu. Die Umhüllung muß io feit sein, das; weder 
diese noch der Inhalt durch Abstempelnug beschädigt wird. 
(Gegenstände anv ('Ha§ werden nur zugelassen, wenn die 
Berpackung aus einer festen Umhüllung von Ketall, Holz. Leder 
oder Pappe besteht. 
Flüssigkeiten hülfen mir iu ftliischchen von durchsichtigem, 
aber genügend widerstandsfähigem Matetial (starkem Wiaje) ver¬ 
sandt werden, toeldjc in 'Kästd)en von Holz oder starker Pappe 
verpackt sind. Die ^wischcnräum'e zwischen ^-lä|chck)eu und 
.Uastcheu müssen in ausreicheuder Meuge mit Sägewänen oder 
anderen Stoffen aufgefüllt jciii, welche (iceignct sind. im Falle 
des Zerbtccheus des ^läschcheuS die Flfniigfvit vollständig auf 
ztisaugeu. Die Kästchen wtederutu siud in eine Hülse von 
Metall, Leder oder slatkem Holz einzufchlief;en. • 
Sdjwer schmelzende Fettstoffe, wie Salben, weiche Seife, 
Harze, müsse» zunächst in eine erste Hülle Mäslchett, Säckd-eu 
von Leinwand oder Pergament) eingesd-lossen, dann l» ein 
zweites Kästchen von Holz, Metall oder starkem uud dickem 
Leder verpackt sein. - Trockene abfärbende ober nicht ab¬ 
färbende-Pulver müssen in Papptäslchen verpadt und diese 
selbst wieder in Söckchen von Leinwand oder Pergament ein» 
geschlossen sein. — Lebende Bienen müssen in ctaftchen ver¬ 
land! werden, welche so beschaffen siud. daß sie jedv Gefahr 
ousschlietzen und eine Prüfung des Itthalls gestatten. 
Für unzureichend frankirte Waarenprobeil witd der doppelte 
Betrag des fehlenden Portotheils berechnet. Abrundung von 
Bntdilheileu nach oben auf durch G theilbaren Betrag. 
Den Aestitumnngcu nicht entsprechende oder unsrantirte 
Aaarenproben, sowie solche, welche einen Handelswerth haben, 
oder deren Beförderung mit Nackttheil oder Gefahr verbunden 
sein würde, gelangen uicht zur Slbseudung. ElichLtz und Holz- 
schnittstöcke werden zur Beförderung als Waarenproben nicht att- 
genommen. 
Nach den übrigen Ländern. 
Im Weltpostverkehr bestehen dieselben Vorschriften über die 
Waarenproben wie im inneren Berlehr. 
Wc-bftbmt s. Tarif S. l!Kt, Spalte 2. 
stkkschästöpapiere. 
Nad) Orten DentsdUands und der deutsd-cu Schntz' 
gebiete. . 
Höchst-ttewicht einer Sendung mit ftrsdutHcpapierctt im 
inneren deutsche« Berkehr 1 kg, int Berkehr mit den deutschen 
Schutzgebieten 2 kg. Die Form uud iiufiere Beschaffenheit miif; 
derjeuigeu derDntcksachen cntiprrdicn. 
Gebühren f. Tabelle. 
Als Geschäftspapiere werden angesehen: alle Schmtsiiitfe 
und Urkunden, ganz oder theilweise mit der Hand geschrieben 
oder gezeichnet, welche nicht die Eigertsdraft einer eigentlichen oder 
persönlichen Correspondenz haben, 0I6 von öfientttchen Beamten 
herrührende amtliche Urkunden, Prozvf;<tcten, Frachtbriefe oder 
Ladescheine, Nechnnngen,' djc versdiiedenetl Dienstpäpicre der 
Betsidiernngs.Gesellschastcn, Abschristeu oder Auszüge mtfier» 
gerichtlicher Berträge sauch anf Stempclpapierl, geschriebene 
Partituren ober Notenblätter, die besonders abgesandten Mann- 
scripte-von Werken oder ;}cilungett, korrigierte Sdiiilemrbciten 
mit Ansschtnü jeglichen Urili ils über die Arbeit, Mililärpanc, 
Lohn-, Dienst, oder Arbeitsbücher u. s. tv. 
Sendungen mit Geschäftspapieren, welche den für die Be¬ 
förderung gegen mmtf;igh't Porto ,pi ersullenben Bedingungen 
nicht nttiPi'eche» oder welche uidit mindestens theilweise fraiifirt 
find, gelangen niärt >',iir Abfendnng. Für unzureichend srankirte 
Wcidnift^papieic wird dem Empf.ntger das Doppelte des Jyeljl 
bettages augesetzt, nöthigen ftaile* unter Abrundung ans eine 
durch 5 theilbare PfenuigMimme auswärts. 
Nach den üh1 ige» Ländern. 
vnt Berkehr mit Oesterreich Ungarn (einsdil. Boönien- 
Hcru>p.civiitn) und Vichtenfteiit sind Geschäftspapicre gegen er 
umfii?Vi' Tare nicht zulässig, sondern als Brief ober Packei zu 
versenden. 
Nach den übrigen Ländern darf das Gewicht der Gestirnt!ö- 
vapierc 2 leg, die AnSdehnnng an keiner Seite ir> cm, wenn 
sie tRollcnfimn hat 7ö cui in der Länge nnd 10 ein im Durrth 
Messer, ttidil stbcridireitctt. ^m Uebrigeit gelten für Geschäfts- 
vapiere dieselben Borschristen wie tm inneren Berkehr. 
Znsammcugcpackte Gcncnstände. 
fZnidfodieit, Waarenproben, Geschäftspapiere.) 
Nach Orten Deutschlands nnd der deu 1 scheu Sdiutz■ 
gebiete. 
Die Bereinigung von Drndsndien, Gesd)äftSpapieren mtb 
Waaronptoben zu emer Sendung ist unter der Bedingung ge¬ 
stattet, das;: 
1. jeder Gegenstand für sich genommen, die auf ihn an¬ 
wendbaren Grenzen des Gewichts tmb der Ausdehnung 
uicht überschreitet; 
2. das Gesammlgeivichl einer Sendung I kg (im Berkehr 
mit den deutschen Schutzgebieten 2 kg) nicht überschreitet. 
Uufrankirte Sendungen gelangen nicht zur Abseudnug. 
Für tmzureid,enb fraukirte Sendungen wird dem Empfänger 
das Doppelte des Fehlbetrages angelegt, nöthigen Falle* unter 
Vlbrntibting auf eine durch R theilbare Pfcmthiuitmtc aufwärts. 
Nach den iibrifirit Lünbcrn (auöschl. Ccsterrcirii-Ungarn 
mit Bosnien Herzogewina imb Liechtenstein, 
Die Bereinigung von Drudsachen, Waarenproben uud Ge- 
fdmftspapieren zu einer Senbimg ist unter dem Vorbehalt 
gestattet: 
1. das; jeder Gegenstand für sich genommen, die auf ihn 
anwendbaren Grenzen bezüglich des Gewidt.s nnd der 
Ausdehnung uidit überschreitet; 
2. bas; das Gesammtgewid)t einer Sendung 2 kg nicht 
übersteigt; 
das; das Porto zum Mindesten 20 Pf. beträgt, wenn die 
Sendung Geschäftspapiere enthält, und 10 Pf., sofern sie 
tun aus Drudiachcu nnd Waarenproben beitci)t. 
Wenn einer Leitung, einer Preisliste jt. eine oder mehrere 
Stoffproben (Stüffobsrimitte beigefügt sind. so mutz die Tare 
für Waarenproben entrichtet werden. 
Itn Berkehr mit Oesterreich - Ungaru (eiiischl. BoSnien- 
Her;,ügciüimt) nnd Liechtenüein dürfen Drucksachen mtb Waaren- 
probeu bis zum Gesarnrntgewicht von :sr*ü g vereinigt werden. 
(Htifchrcibscnbimneii, 
Nach Orte» Deutschlands mtb der deutschen 
Schutz gebiet e. 
Briefsendungen und Packele können unter Einschreibung mit 
der Bezeichnung „Einschreiben" (bei Parteien auch anf der B§- 
gleitadre^ie) befördert werden. 
Für eilte Einschreibsendung ist aitsjer dem Porto eilte Eilt- 
fchreibgebühr von 20 Pf.. ohne Nüdüd)t auf Entfernung und 
(9en)id)t, ztt entrichten. 
Bei Einschreibsendungen ist weder eine Werthangabe, noch 
die Beifügung von ^nslellnttgsinlnnden zulässig. 
Nach den übrigen Ländern. 
Int Weltpostverkehr können Briessendungen aller Arl als eiuge^ 
schrieben behandelt werden. Eendunben, deren Aufschrift auS 
Anfangsbuchstaben besteht oder mit Stist hergestellt ist, sind jedoch 
von der Einsdn'eibung ausgeschlossen. Einschreibiendnngen itittec» 
liegen allgentein dem FranlirungSzwauge. Einschreibsendungen 
gegen Rückschein unterliegen allgemein dem FrankiruugSzivange. 
Dem Porto tritt überall gleichmässig die Eiitfchreibgebiihr mit 
20 Pf. hinzu. 
J,u Berkehr mit Oesterreich^Nngam, Liechtenstein und den 
Vereinigten Staaten von Nordamerika sind mich Ein,chreib- . 
Packele zulässig. 
Eilte Ersavpslicht für Emschreibsenduugeu überuehmeu z. »).' 
noch nidit die Bereinigten Staaten von Amerika (cinschl. Insel. 
Gnam. 'Hatvai, Philippinen, Porto Nico), Argenliuien. Brg->
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.