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Full text: Zum Kloster Lehnin (Public Domain)

Zum Kloster Lehnin. 
Ich hab' hinter öden Mauern verträumt und vergessen die Zeit, 
Nun spür’ ich mit wonn’gen Schauern des Lenzes Herrlichkeit, 
Ich möchte schweifen und wandern weit über die Thäler und Höh’n, 
Da sagt es ein Blttmlein zum andern: Die Welt ist doch gar zu schön! 
7:7 Aus: „Mönch Hermann von Lehnin“ von M. v. Buch. 
bie Kilometersteine kommen wieder zu Ehren. Sie 
haben sich von der geringschätzigen Missachtung 
erholt, in welche sie als Nachfolger der selig 
entschlafenen Meilensteine durch das Dampfross 
und den hinter ihm drein rasselnden Fracht- 
und Personenzug geraten waren. Ja, die schwarzen Zahlen 
angaben auf den weissgetünschten Granitwürfeln erfreuen 
sich fast der gleichen Aufmerksamkeit, wie die verheissungs- 
vollen Inschriften auf den langgestreckten Brettern gewisser, 
dicht an die Wegränder gebauter Häuser. 1 Die vereinsamten 
Landstrassen sind wieder belebt, beinahe schon zu sehr. Und 
von wann datirt dieser Umschwung zum Bessern? Seit sich 
das „Monocycle“ der Zeit zu Gunsten der Kilometersteine 
gedreht hat, seitdem es im lieben Deutschland so viele 
Menschen giebt, welche Baumbach’s wanderfrohe Yerse durch 
das Rad in die That umsetzen: 
„Fröhlich meine weite 
Wanderung trete ich an. 
Sei mir gegrüsst, du breite, 
Lindenumsäumte Bahn!“ 
Das Fahrrad hat die Wegmarkierungen wieder zu Ehren 
gebracht. Und ist dies zu verwundern? Ist die Heimat
	        
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