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III. 11. Johannes Goßner und Gustav Knak

Full text: Festbüchlein der böhmisch-lutherischen Gemeinde der Bethlehems-Kirche / Knak, Johannes

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von 1850—1878, bereit Namen und Wirken in der evangelischen 
Christenheit in gleicher Weise bekannt geworden sind, war eine 
Erhörnng der gläubigen Gebete, die ans tiefster Noth heran» 
von Jaenickes Beterschaar vor den Herrn der Kirche gebracht 
worden war. Denn wie nach Jaenickes Heimgang durch den 
ränkevollen Schwiegersohn desselben, den Magister Rnckert, die 
Gemeinde in größter Gefahr war, auseinanderzufallen, drohte 
ihr nach Goßners Emeritirnng im Jahre 1846 durch den nur 
zwei Jahre hier amtirendeu, der Sekte der Jrvingianer sich er 
gebenden, Pastor Koeppen nicht minder große Gefahr. 
Aus beiden Gefahren hat der Herr sie wunderbar errettet 
und da der größere Theil der Gemeindeglieder fortfuhr, das 
ihnen gepredigte Wort mit Sanftmut!) anzunehmen, so hat er 
seinen heiligen Geist immer mächtiger wehen und das Wort vom 
Kreuze immer gewaltiger verkündigen lassen und in der Bethlehems- 
Kirche sich eine große Menge zur Bente geholt und auch Starke 
znm Raube genommen und einen reiehen Lohn seiner Schmerzen 
eingesammelt.*) 
Als am 27. Juli 1878 ihr vielgeschmähter aber auch viel 
geliebter Pastor Gustav Knak eingehen durfte zu seines Herrn 
Freude, da hatte die Genieinde noch immer, ivie zu Jaenickes 
Zeit, das Gepräge einer Bet- und Missionsgemeinde, die fest 
im Glauben und Bekenntnis; zum Herrn JEsn Christo, dem 
Sohne Gottes, seinen Namen anrufen und verbreiten zu dürfen, 
für lauter Gnade und Ehre ansieht. Damit ihr dieser Charakter 
durch alle noch kommenden Jahrhunderte in Wort und Werk er 
halten werde, tvolle der Erzhirte und Bischof ihrer Seelen es ihr 
ans Gnade verleihen, daß der Geist der ersten Zeugen bei ihr 
bleibe bis zu seiner herrlichen Wiederkunft. llnd nun zum 
Schluß noch einen Blick ans 
\2. Die Jubelbraut, 
die Bethlehemskirche, ivelche von innen und außen schön 
geschmückt dasteht zur Freude der feiernden Gemeinde. Im Laufe 
*) Im Bezug auf die Einzelheiten müssen wir auch hier auf die 
ausführlichen Biographien beider Zeugen verweisen.
	        
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