Path:
8. Zur Frühgeschichte des "Buckshagens"

Full text: Bilder aus der Berliner Feldmark / Jahn, Hans (Public Domain)

Gubelers. Aber folgende Ergänzungen sind beachtenswert: „Unweit 
des Dorfes Rie>sdorf läuft der von Bri herüberkommende Graben 
vorbei, und bis zu der Stelle, wo der Sackführerdamm den Graben 
erreicht, ist der Damm ganz deutlich von jedermann durch seine erhöhte 
Lage zu unterscheiden. Jenseits dieses Grabens aber wird der Damm 
unkenntlich; er verliert seine eigentümliche Höhe und ist mit den da- 
selbst belegenen Wiesen gleich eben. Dessenungeachtet kennen die 
Wieseneigentümer den Lauf sowie seine Breite sehr genau, und sie 
benußen ihn.nicht. 
Über den Ursprung des Dammes und über die Wassermühlen an der 
Spree bei Treptow sagte Hoffmann dasselbe wie Gubeler; nur jekte 
er hinzu, daß die Sacführer von der Mühle über Rixdorfnach 
Berlin gefahren seien (Zu dieser Zeit no<! Warum dieser Um- 
weg?)22). „Meine eigenen Eltern“, so fährt Hoffmann fort, „haben mir 
sehr oft erzählt, daß sie gesehen hätten, wie die Sackführer auf diesem 
Damm entlang gefahren wären. Aus meiner Jugend, als ich noch in 
die Schule ging, weiß ich mich zu erinnern, daß dieser Damm vom 
hiesigen Magistrat zugleich mit den früher in Berlin befindlichen Sack- 
fiederstellen [so!] (Sac>fiederhof =- so! =- genannt) verpachtet. Jetzt 
hat ein Büdner aus Rie>sdorf ihn gepachtet.“ Auch Hoffmann hält den 
Damm für ein Eigentum des Magistrats und der Weg ist seiner Ansicht 
nach nicht öffentlich. 
Der Besitztitel des Magistrats am Sakführerdamm als Wiete, vom 
Elsenbusch bis nach Rixdorf, wurde am 2. Juni 1830 im Grundbuch 
vermerkt. 
Aus den mitgeteilten Berichten ist kein klares Bild zu gewinnen, 
wo die Mühle gelegen haben soll. Hat sie an der Verlängerung des 
Sackführerdammes bis zur Spree hin an deren Ufer gelegen, so würde 
sie westlich vom Vorwerk Treptow (Zenner) zu suchen sein. Daß sie 
auch an der Mündung des Flutgrabens in die Spree (siehe oben: 
Murets Meinung) nicht gelegen haben kann, ist schon gezeigt worden. 
Beide Ansichten widersprechen dem genauen Bericht der Stralauer 
Fischer. Vielleicht haben diese recht. 
3. Die Familie Bud. 
Wie der Buckshagen in den Besitz der Stadt Berlin gekommen, ist 
bereits im 17. Jahrhundert nicht mehr bekannt gewesen. Ebensowenig 
war damals bekannt, welche rechtliche Stellung der Bucshagen der 
Stadt gegenüber einnahm. Im Corpus bonorum von Berlin von 
1698 und 1700*) äußert sich die Stadtverwaltung keineswegs bestimmt 
und einwandfrei darüber. Das Corpus sagt: „Ob dieser Boxhagen 
eine Pertinenz zu Lichtenberg sei oder ein Vorwerk zu Berlin gehörig, 
davon findet sich keine eigentliche Nachricht. Sondern es wird davor 
gehalten, daß er zu Berlin gehört, weil in dem Separationsvergleich 
22) Unsinn, schon 1699 und früher ist die Mühle nicht mehr da. 
23) St. A. Berlin: Handschriften 36 und 36 a. 
50
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.