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Full text: Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam Issue 2011

Landeshauptstadt
Potsdam

17. Beteiligungsbericht der
Landeshauptstadt Potsdam
zum 31. Dezember 2011

17. Beteiligungsbericht
der Landeshauptstadt Potsdam
zum 31. Dezember 2011

Herausgeber:
Verantwortlich:

Landeshauptstadt Potsdam, Der Oberbürgermeister
Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters
Bereich Beteiligungsmanagement
Friedrich-Ebert-Straße 79-81
14469 Potsdam
Tel: (0331) 289 28 04
Fax: (0331) 289 28 07

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Landeshauptstadt Potsdam erfüllt mit der Erstellung des 17. Beteiligungsberichts ihre gesetzliche Verpflichtung, eine Übersicht über die städtischen Unternehmen in Form des Privatrechts und in Form von Eigenbetrieben zu erstellen.
Dieser Bericht ist Informationsgrundlage für die Entscheidungsträger aus Politik,
Wirtschaft und Verwaltung und soll diese bei ihren Steuerungs- und Kontrollaufgaben in den Aufsichtsgremien unter-stützen. Darüber hinaus können Interessierte einen umfassenden Überblick über
die wirtschaftliche Betätigung der Landeshauptstadt Potsdam und die vielfältigen Betätigungsfelder
der städtischen Unternehmen erhalten.
Grundlage des 17. Beteiligungsberichts sind die geprüften Jahresabschlüsse 2011 der stadtbeteiligten
Unternehmen. Der vorliegende Bericht gibt Auskunft über gesellschaftsrechtliche Veränderungen und
veranschaulicht die wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften, Eigengesellschaften
sowie des Eigenbetriebes.
Im Berichtszeitraum konnte ein Bilanzvolumen aller kommunalen Unternehmen in Höhe von 2,3 Mrd.
Euro verzeichnet werden, Umsatzerlöse wurden in Höhe von 590,6 Mio. Euro erzielt. Die 4157 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdeutlichen die zentrale Stellung als wichtiger regionaler Arbeitgeber.
Die kommunalen Unternehmen leisten somit einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Stadt
und tragen wesentlich zur Daseinsvorsorge bei.
Da auch in den kommenden Jahren weiterhin von einem starken Bevölkerungswachstum ausgegangen und somit die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt deutlich über dem Angebot liegen wird, hat die
ProPotsdam GmbH ein Entwicklungskonzept beschlossen. Darin wurde der Neubau von Wohnungen,
die energetische Sanierung des Wohnungsbestandes bis zum Jahr 2025 sowie die Entwicklung flexibler Belegungsbindungen und innovative Vermietungsangebote festgelegt.
Wesentliche Chancen erwartet die Stadtwerke Potsdam GmbH in der weiteren Verzahnung der Unternehmen im Unternehmensverbund. Diese wird konsequent am Stadtwerkeleitbild der nach-haltigen
Entwicklung ausgerichtet. Darin eingebunden sind auch die Konzeptionen der Energie und Wasser
Potsdam GmbH zur klimaschonenden Energieerzeugung, der Stadtentsorgung Potsdam GmbH zum
Ausbau einer umweltschonenden Abfallentsorgung bzw. -verwertung, der Ausbau des ÖPNV sowie
die damit angestrebte Erfüllung der mittel- und langfristigen Klimaschutzziele der Landeshauptstadt
Potsdam. Im Berichtsjahr wurde der Eigenbetrieb Stadtbeleuchtung aufgelöst und die Aufgaben an
die Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH, einem Unternehmen des Stadtwerkeverbundes, übertragen.
Das Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH hat 2011 entscheidende Sanierungs- und
Reorganisationsmaßnahmen abgeschlossen. Zum Jahresende 2011 erfolgte die Fertigstellung und ab
Beginn 2012 die Inbetriebnahme des Zentrums für Prävention und ambulante Reha.
Um mehr Transparenz bei den Entscheidungen in den kommunalen Unternehmen zu gewährleisten,
wurde im Juni 2011 mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung eine Kommission eingesetzt.
Schwerpunkt dieser war es, ein neues Gleichgewicht zwischen den Informations- und Steuerungsbedürfnissen der Politik und der Öffentlichkeit sowie den Interessen der städtischen Beteiligungen
unter Berücksichtigung der gesellschafts-, handels- und kommunalrechtlichen Voraussetzungen, herzustellen.
Auch in diesem Jahr möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der städtischen Unternehmen sowie den Mitgliedern der Aufsichtsgremien für die vertrauens- und verantwortungsvolle
Arbeit herzlich bedanken. Ihr Engagement hat auch im Jahr 2011 wesentlich zur Entwicklung der
Landeshauptstadt Potsdam beigetragen.

Jann Jakobs
Oberbürgermeister
der Landeshauptstadt Potsdam

Potsdam 2013

3

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Inhaltsverzeichnis

Vorwort ...................................................................................................................................... 3
Inhaltsverzeichnis ..................................................................................................................... 4
Beteiligungsportfolio zum 31. Dezember 2011 ...................................................................... 7
Unternehmen und Beteiligungen der Landeshauptstadt Potsdam ..................................... 8
Darstellung ausgewählter Daten und Kennzahlen .............................................................. 10
Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen ................................................................................ 14
ProPotsdam GmbH ............................................................................................................15
GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH ............................................25
POLO Beteiligungsgesellschaft mbH .................................................................................30
Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH.......................................................................35
Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH ..............................................................................42
Sanierungsträger Potsdam GmbH .....................................................................................48
Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L. ........................................................................55
Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt Potsdam mbH ............60
Biosphäre Potsdam GmbH.................................................................................................65
Luftschiffhafen Potsdam GmbH..........................................................................................70
ProPotsdam Facility Management GmbH ..........................................................................75
Grundstückspool Potsdam Center GbR mbH .....................................................................80
Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam ........82
Ver- und Entsorgung sowie Verkehr..................................................................................... 91
Stadtwerke Potsdam GmbH ...............................................................................................92
Bäderlandschaft Potsdam GmbH .....................................................................................100
Stadtentsorgung Potsdam GmbH.....................................................................................106
ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH ...............................................................................113
Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH .................................................................120
Energie und Wasser Potsdam GmbH ..............................................................................125
Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH ...................................................133
local energy GmbH ..........................................................................................................138
Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH ...................................................................................144
Gesellschaft kommunaler E.ON edis Aktionäre mbH .......................................................149
HWG Havelländische Wasser GmbH ...............................................................................155
WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co.KG Potsdam ....................162
VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH ...........................................................169

4

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesundheit und Soziales ..................................................................................................... 178
Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH .......................................................179
Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH...............................................................................187
MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH .............................................................193
Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH ............................................198
Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH .................................204
Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH ...........................................209
Kultur ..................................................................................................................................... 214
Hans Otto Theater GmbH ................................................................................................215
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gemeinnützige GmbH ....................221
Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH ..........................................228
Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH
.........................................................................................................................................235
Wirtschaftsförderung ........................................................................................................... 242
Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH ........................................................243
Golm Innovationszentrum GmbH .....................................................................................249
Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH ..........................................................254
Sonstige Unternehmen ........................................................................................................ 260
Brandenburgische Philharmonie Potsdam GmbH i.L........................................................261
Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH i.L. ......................................................................265
EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH i.L. ............................................................271
Übersicht über die Mitglieder der Aufsichtsräte/ Kuratorien/ Werksausschüsse .......... 277
Gesamtübersicht über die Wirtschaftsprüfer von 2007 bis 2011 ..................................... 283
Begriffserläuterungen .......................................................................................................... 286
Erläuterungen der Kennzahlen............................................................................................ 289
Abkürzungsverzeichnis ....................................................................................................... 292
Alphabetische Beteiligungsübersicht ................................................................................ 295

5

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

6

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Beteiligungsportfolio zum 31. Dezember 2011

Landeshauptstadt Potsdam (LHP)
Stadtentwicklung,
Wohnen und Bauen

ProPotsdam
GmbH
(PP)
100%

Bäderlandschaft
Potsdam
GmbH (BLP)
100%

POLO Beteiligungsgesellschaft mbH
(POLO)
100%

Stadtentsorgung
Potsdam
GmbH (STEP)
51%

Baugesellschaft
Bornstedter Feld mbh
(BGF)
100%
Sanierungsträger
Potsdam GmbH
(STP) 80%
Terraingesellschaft
Neubabelsberg AG i.L.
(TNB)
94,88%
Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in
der Landeshauptstadt
Potsdam mbH (BVG)
100%
Biosphäre Potsdam
GmbH
100%
Luftschiffhafen
Potsdam GmbH
(LSH)
100%
ProPotsdam
Facility Management
GmbH (PPFM)
100%
Grundstückspool
Potsdam Center
GbR mbH
30%
Kommunaler
Immobilien Service
(KIS) Eigenbetrieb der
LHP

Gesundheit und Soziales

Klinikum Ernst von
Bergmann
gemeinnützige
GmbH (KEvB)
100%

Stadtwerke Potsdam
GmbH
(SWP)
100%

GEW OBA W ohnungsverwaltungsgesellschaft
Potsdam mbH (GW VP)
100%

Entwicklungsträger
Bornstedter Feld GmbH
(ETBF)
90,1%

5,12%

Ver- und Entsorgung
sowie Verkehr

Poliklinik Ernst von
Bergmann GmbH (PEvB)
100%

MVZ Medizinisches
Versorgungszentrum
GmbH (MVZ)
100%

ViP Verkehrsbetrieb
Potsdam
GmbH (ViP)
100%

Servicegesellschaft am
Klinikum Ernst von
Bergmann mbH (SG)
100%

Kommunale Fuhrparkservice Potsdam
GmbH (KFP)
100%

Senioreneinrichtungen
Ernst von Bergmann
gemeinnützige GmbH
(SE) 100%

Energie und W asser
Potsdam
GmbH (EW P)
65%

Cateringgesellschaft am
Klinikum Ernst von
Bergmann mbH (CAT)
100%

Energie und W asser
Dienstleistungen
Potsdam GmbH (EW D)
100%
local energy
GmbH
15%

Stadtbeleuchtung
Potsdam GmbH (SBP)
100%
Gesellschaft
kommunaler E.ON
edis Aktionäre mbH
1,75%

WD Gesellschaft für
wasserwirtschaftliche
Dienste mbH & Co. KG
Potsdam (WD)
0,9%

HWG Havelländische
Wasser GmbH
(HWG)
17,54%

28,98%

VBB Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg
GmbH (VBB)
1,85%

7

Kultur

Hans Otto Theater
GmbH (HOT)
100%

Haus der Brandenburgisch-Preußischen
Geschichte gemeinnützige GmbH
(HBPG) 33%

Musikfestspiele
Sanssouci und
Nikolaisaal Potsdam
gGmbH (MFP)
100%

Gesellschaft für Kultur,
Begegnung und soziale
Arbeit in Potsdam
gemeinnützige GmbH
(KUBUS) 51 %

Wirtschaftsförderung

Technologie- und
Gewerbezentren
Potsdam GmbH (TGZP)
100%

Sonstige Unternehmen

Brandenburgische
Philharmonie Potsdam
GmbH i.L. (BPP)
100%

Golm
Innovationszentrum
GmbH (GO-IN)
50%

Kulturhauptstadt
Potsdam
2010 GmbH i.L.
100%

Zentrum für Film- und
Fernsehproduzenten
GmbH (ZFF)
51%

Brandenburgische
Kommunalakademie
Zweckverband

Zweckverband der
Mittelbrandenburgischen
Sparkasse (ZVMBS)
18,16 %

EGF Entwicklungsgesellschaft
Fahrland mbH i.L.
(EGF)
100 %

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Unternehmen und Beteiligungen der Landeshauptstadt Potsdam
(Stand Dezember 2011)

1. Bereich Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen
Unternehmen

Gesellschafter

Anteil LHP***

Stammkapitalanteil LHP (€)

ProPotsdam GmbH

100,00%

LHP

100,00%

GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft
Potsdam mbH

100,00%

PP

100,00%

über PP

383.500

POLO Beteiligungsgesellschaft mbH

100,00%

PP

100,00%

über PP

25.000

90,10%

PP

90,10%

über PP

92.135

ETBF

90,10%

über ETBF

22.525

über PP

40.903

Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH

100,00%

51.130.000

Sanierungsträger Potsdam GmbH

80,00%

PP

80,00%

Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L.*

5,12%
94,88%

LHP
PP

100,00%

Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der
Landeshauptstadt Potsdam mbH

100,00%

PP

100,00%

über PP

25.000

Biosphäre Potsdam GmbH

100,00%

BVG

100,00%

über BVG

26.000

Luftschiffhafen Potsdam GmbH

100,00%

PP

100,00%

über PP

25.000

ProPotsdam Facility Management GmbH

100,00%

PP

100,00%

über PP

25.000

30,00%

LHP

30,00%

Grundstückspool Potsdam Center GbR mbH
Kommunaler Immobilien Service (KIS)
Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam

Sondervermögen LHP

25.565

k.A.

100,00%

100.000

*TNB - Anteil am Grundkapital

2. Bereich Ver- und Entsorgung sowie Verkehr
Unternehmen

Gesellschafter

Anteil LHP***

Stammkapitalanteil LHP (€)

Stadtwerke Potsdam GmbH

100,00%

LHP

100,00%

Bäderlandschaft Potsdam GmbH

100,00%

SWP

100,00%

über SWP

100.000

Stadtentsorgung Potsdam GmbH

51,00%

SWP

51,00%

über SWP

912.900

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH

100,00%

SWP

100,00%

über SWP

25.565

Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH

100,00%

SWP

100,00%

über SWP

50.000

65,00%

SWP

65,00%

über SWP

17.895.231

100,00%

EWP

65,00%

über EWP

65.000

15,00%

EWP

9,75%

über EWP

4.875

100,00%

SWP

100,00%

über SWP

100.000

Energie und Wasser Potsdam GmbH
Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam
GmbH
local energy GmbH
Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH
Gesellschaft kommunaler E.ON edis Aktionäre
mbH

500.000

1,75%

LHP

1,75%

65.677

17,54%
28,98%

LHP
WD

17,80%

46.282

WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche
Dienste mbH & Co.KG Potsdam**

0,90%

LHP

0,90%

460

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH

1,85%

LHP

1,85%

6.000

HWG Havelländische Wasser GmbH

**WD - Anteil am Kommanditkapital

Unternehmen und Beteiligungen der Landeshauptstadt Potsdam
8

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

3. Bereich Gesundheit und Soziales
Unternehmen

Gesellschafter

Anteil LHP***

Stammkapitalanteil LHP (€)

Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige
GmbH

100,00%

LHP

100,00%

Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH

100,00%

KEvB

100,00%

über KEvB

28.600

MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH

100,00%

PEvB

100,00%

über PEvB

25.000

100,00%

KEvB

100,00%

über KEvB

25.000

100,00%

KEvB

100,00%

über KEvB

25.000

100,00%

KEvB

100,00%

über KEvB

25.000

Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von
Bergmann mbH
Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann
gemeinnützige GmbH
Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von
Bergmann mbH

20.000.000

4. Bereich Kultur
Unternehmen
Hans Otto Theater GmbH
Haus der Brandenburgisch-Preußischen
Geschichte gemeinnützige GmbH
Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal
Potsdam gGmbH
Gesellschaft für Kultur, Begegnung und
soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH

Gesellschafter

Anteil LHP***

Stammkapitalanteil LHP (€)

100,00%

LHP

100,00%

26.000

33,00%

LHP

33,00%

8.250

100,00%

LHP

100,00%

27.000

51,00%

LHP

51,00%

13.056,00

5. Bereich Wirtschaftsförderung
Unternehmen
Technologie- und Gewerbezentren Potsdam
GmbH
Golm Innovationszentrum GmbH
Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten
GmbH
Zweckverband der Mittelbrandenburgischen
Sparkasse

Gesellschafter
100,00%

LHP

Anteil LHP***
100,00%

Stammkapitalanteil LHP (€)
26.000

50,00%

TGZP

50,00%

über TGZP

12.500

51,00%

TGZP

51,00%

über TGZP

13.038

LHP ist Verbandsmitglied

18,16%

k.A.

6. Bereich Sonstige Unternehmen
Unternehmen

Gesellschafter

Anteil LHP***

Stammkapitalanteil LHP (€)

Brandenburgische Philharmonie Potsdam
GmbH i.L.

100,00%

LHP

100,00%

25.565

Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH i.L.

100,00%

LHP

100,00%

26.000

Brandenburgische Kommunalakademie
Zweckverband
EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH i.L.

k.A.
100,00%

LHP

100,00%

*** Der Anteil umfasst die mittel- und unmittelbaren Anteile der Landeshauptstadt Potsdam.

Unternehmen und Beteiligungen der Landeshauptstadt Potsdam
9

25.565

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Darstellung ausgewählter Daten und Kennzahlen
1. Übersicht über Personal und Bilanzvolumen 2011
Aufteilung nach Bereichen
Bereiche

Anzahl

Unternehmen

Personal
(Durchschnitt)

Summe

Bilanzvolumen (€)

Stadtentwicklung,

1

PP

115

Wohnen und

2

GWVP

98

3.656.473

Bauen

3

POLO

6

292.435

4

ETBF

0

729.153

5

BGF

0

4.242.572

6

STP

0

2.423.028

7

TNB

0

1.825.564

8

BVG

2

61.292

759.467.330

9

Biosphäre

32

390.840

10

LSH

29

154.750

11

PPFM

14

151.435

12

PC-Pool

k.A.

13

KIS

173

Ver- und

1

SWP

25

Entsorgung

2

BLP

55

sowie Verkehr

3

STEP

195

37.771.205

4

ViP

395

160.179.772

5

KFP

0

6

EWP

437

7

EWD

74

8

local

4

130.391

9

SBP

19

1.427.029

10

GKedis

0

10.874.364

11

HWG

5

6.778.457

12

WD

0

13

VBB

68

Gesundheit und

1

KEvB

1578

215.370.307

Soziales

2

PEvB

143

6.990.237

3

MVZ

4

102.493

4

SG

397

494.344

5

SE

21

6

CAT

34

1

HOT

155

2

HBPG

43

401.921

3

MFP

12

1.140.940

14

Kultur

7

KUBUS

Wirtschafts-

1

TGZP

5

förderung

2

GO-IN

1

3

ZFF

3

Sonstige

1

BPP

0

Unternehmen

2

KH 2010

1

5

EGF

0

Summe

47

k.A.
469

10

461.291.789

1.234.686.662

160.873.170
912.909

1.150.509
400.277.641
1.988.407

33.527
1.277

5.357.839

787.755.219

3.766.500
2.177

898.168

227.622.051

831.105

224

176.015

2.549.981

29.232.320
9.034.242
9

1.801.498

40.068.060

67.445
44.259
1

4.157

Darstellung ausgewählter Daten und Kennzahlen

Summe
(€)

31.445.531

31.557.236

2.324.239.207

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Aufteilung nach Unternehmensformen
Unternehmensform

Anzahl

Unternehmen

Eigengesellschaften

1

PP

100%

2
3

Personal
(Durchschnitt)

Summe

Bilanzvolumen (€)

115

759.467.330

SWP

25

160.873.170

KEvB

1.578

215.370.307

4

HOT

155

831.105

5

MFP

12

1.140.940

6

TGZP

5

29.232.320

7

BPP

0

67.445

8

KH 2010

1

44.259

9

EGF

0

Beteiligungs-

1

GWVP

98

gesellschaften

2

POLO

6

3

ETBF

0

729.153

4

BGF

0

4.242.572

5

STP

0

2.423.028

6

TNB

0

1.825.564

7

BVG

2

8

Biosphäre

32

390.840

Eigenbetriebe

Summe

1.891

31.445.531

292.435

61.292

9

LSH

29

154.750

PPFM

14

151.435

11

PC-Pool

12

BLP

55

912.909

13

STEP

195

37.771.205

14

ViP

395

160.179.772

15

KFP

0

16

EWP

437

400.277.641

17

EWD

74

1.988.407

18

local

4

19

SBP

19

20

GKedis

0

10.874.364

21

HWG

5

6.778.457

22

WD

0

33.527

23

VBB

68

5.357.839

24

PEvB

143

6.990.237

25

MVZ

4

26

SG

397

494.344

27

SE

21

3.766.500

28

CAT

34

898.168

29

KUBUS

14

176.015

30

HBPG

43

31

GO-IN

1

32

ZFF

3

1

KIS

173

k.A.

k.A.

1.150.509

130.391
1.427.029

102.493

401.921
9.034.242
2.093

1.801.498

173

461.291.789

4.157

Darstellung ausgewählter Daten und Kennzahlen
11

1.198.472.407

3.656.473

10

42

Summe
(€)

664.475.011
461.291.789
2.324.239.207

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

2. Darstellung der Entwicklung ausgewählter Daten und Kennzahlen 2009 - 2011
Bilanzvolumen

Anzahl der Unternehmen der LHP
3.000

80

46

43

46

Mio. €

Anzahl

60
40

2.324,3

2.247,3

2.199,7

2011

2010

2009

2.000

1.000

20

0

0
2011

2010

2009

Anlagevermögen

Jahresergebnis

3.000

40
1.939,8

1.905,7

Mio. €

Mio. €

1.985,3
2.000

1.000

0

20

5,3
0

2010

2009

2011

2010

2009

Zuwendungen der LHP

Umsatz
800

80
590,6

571,1

536,0

60

Mio. €

600
400
200

55,6

52,4
39,6

40

20
0

0
2011

2010

2011

2009

2010

2009

Personalaufwand

Beschäftigte
250

6.000
4.157

4.188

200

3.965

4.000

Mio. €

Anzahl

15,8

-20
2011

Mio. €

18,3

2.000

199,4

193,9

182,7

2011

2010

2009

150
100
50

0

0

2011

2010

2009

Darstellung ausgewählter Daten und Kennzahlen
12

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

3. Darstellung ausgewählter Kennzahlen in 2011

Bilanzvolumen nach Unternehmen

Bilanzvolumen nach Bereichen
Wirtschaftsförderung
1,9%
Gesundheit
und Soziales
9,8%

Sonstige
Unternehmen
1,4%

Kultur
0,1%

Stadtentwicklung,
Wohnen und
Bauen
53,3%

ViP
6,9%

SWP
6,9%

Ver- und
Entsorgung
sowie
Verkehr
33,9%

KIS
19,8%

EWP
17,2%

Kultur
0,8%

Wirtschaftsförderung
0,5%

Sonstige
Unternehmen
0,03%

Umsätze nach Unternehmen
Ver- und
Entsorgung
sowie
Verkehr
41,7%

KIS
5,1%

ViP
2,6%

STEP
3,0%

PP
16,6%

Gesundheit
und Soziales
32,8%

Personal nach Bereichen
Stadtentwicklung,
Wohnen und
Bauen
11,0%

PP
32,7%

KEvB
9,3%

Umsätze nach Bereichen
Stadtentwicklung,
Wohnen und
Bauen
25,3%

Sonstige
7,2%

Kultur
5,4%

Wirtschafts- Sonstige
förderung Unter0,3%
nehmen
0,03%

Sonstige
10,3%

EWP
34,1%

KEvB
28,3%

Personal nach Unternehmen

Gesundheit
und Soziales
52,4%

Ver- und
Entsorgung
sowie
Verkehr
30,7%

Sonstige
23,6%

KEvB
38,0%

KIS
4,2%

STEP
4,7%
SG
9,6%

Darstellung ausgewählter Daten und Kennzahlen
13

ViP
9,5%

EWP
10,5%

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen
Landeshauptstadt Potsdam (LHP)
Stadtentwicklung,
Wohnen und Bauen

ProPotsdam
GmbH
(PP)
100%
GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam
mbH (GWVP)
100%

POLO Beteiligungsgesellschaft mbH
(POLO)
100%

Entwicklungsträger
Bornstedter Feld GmbH
(ETBF)
90,1%

Sanierungsträger
Potsdam GmbH
(STP)
80%

Terraingesellschaft
Neubabelsberg AG i.L.
(TNB)
94,88%

Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der
Landeshauptstadt Potsdam
mbH (BVG)
100%

Luftschiffhafen Potsdam
GmbH
(LSH)
100%

Biosphäre Potsdam
GmbH
100%

Baugesellschaft
Bornstedter Feld mbh
(BGF)
100%
5,12%

ProPotsdam
Facility Management
GmbH (PPFM)
100%

Grundstückspool
Potsdam Center
GbR mbH
30%

Kommunaler
Immobilien Service
(KIS)
Eigenbetrieb der LHP

14

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

ProPotsdam GmbH
Adresse

Pappelallee 4
14469 Potsdam

Telefon

(0331) 6206 0

Fax

(0331) 6206 113

Internet

www.ProPotsdam.de

Email

info@ProPotsdam.de

Stammkapital

51.130.000,00 €

Gründungsdatum

12. März 1991

Gesellschafter

100 % Landeshauptstadt Potsdam

Beteiligungen

Mittelbare
Beteiligungen

1. Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der
Landeshauptstadt Potsdam mbH
2. GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH
3. Luftschiffhafen Potsdam GmbH
4. POLO Beteiligungsgesellschaft mbH
5. ProPotsdam Facility Management GmbH
6. Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L.
7. Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
8. Sanierungsträger Potsdam GmbH

100,00 %
100,00 %
100,00 %
100,00 %
100,00 %
94,88 %
90,10 %
80,00 %

1. Biosphäre Potsdam GmbH
2. Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH

100,00 %
90,10 %

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die damalige Gemeinnützige Wohn- und Baugesellschaft Potsdam mbH (GEWOBA) wurde zum
01.07.1990 im Wege der Umwandlung des bisherigen Vermögens des VEB Gebäudewirtschaft Potsdam durch die Stadt Potsdam errichtet. Die Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam erfolgte unter der Nummer HRB 1294. Mit Änderung des Gesellschaftsvertrages vom 02.12.2005
wurde die GEWOBA in die ProPotsdam GmbH (PP) umfirmiert.
Mit Beschluss vom 01.02.2012 änderte die Gesellschafterversammlung den Gesellschaftsvertrag in §
8 (Bildung, Zusammensetzung und Amtszeit des Aufsichtsrates). Die Eintragung der Änderungen in
das Handelsregister erfolgte am 07.02.012.
Im Jahr 2006 erfolgte der Zusammenschluss von insgesamt 8 Unternehmen in einen Verbund. Dazu
wurden zum 01.01.2006 Mehrheitsanteile an der Sanierungsträger Potsdam - Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH, an der Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH sowie an der Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L. erworben. Ziel war es, die in den einzelnen Unternehmen
vorhandenen Kompetenzen hinsichtlich Stadtentwicklung, Stadtsanierung und Wohnungswirtschaft zu
bündeln. Insbesondere sollten Mehrfachtätigkeiten vermieden, Aufgaben als Zentralfunktion an die
Dachgesellschaft abgegeben und Skalen- und Synergieeffekte erkannt und genutzt werden.
Der Unternehmensverbund erbringt für die Landeshauptstadt Potsdam (LHP) Dienstleistungen im
Rahmen der Entwicklung, Bewirtschaftung und Vermarktung seines Immobilienvermögens. Dabei wird
die urbane Entwicklung und Sanierung unter Berücksichtigung einer bedarfsgerechten und sozialen
Wohnungswirtschaft sowie unter Berücksichtigung von Wirtschaftlichkeitsaspekten mit der LHP abgestimmt.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

ProPotsdam GmbH
15

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Halten und das Bewirtschaften von Immobilien
und Beteiligungen an kommunalbeteiligten Unternehmen der LHP, insbesondere von Unternehmen
der Stadtentwicklung, der Stadtsanierung und der Wohnungswirtschaft im Rahmen der kommunalen
Aufgabe gemäß § 3 Abs. 2 der Gemeindeordnung für das Land Brandenburg, die Durchführung sämtlicher Tätigkeiten, die Unternehmensgegenstand der gehaltenen Beteiligungen sind, sowie die Erbringung folgender Dienstleistungen für die LHP:
Finanzierung und Durchführung von baulichen Maßnahmen an im Eigentum der LHP stehenden bzw. von ihr genutzten Einrichtungen,
Betrieb im Eigentum der LHP stehender oder von ihr genutzter oder der Erfüllung öffentlichkommunaler Aufgaben dienender Einrichtungen des Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesens, der Kultur, des Sports, der Erholung sowie von Einrichtungen ähnlicher Art, soweit private Unternehmen zur Übernahme des Betriebs dieser Einrichtungen nicht oder nicht zu für die
LHP angemessenen Bedingungen bereit stehen oder soweit seitens der LHP der Wille besteht, die Gestaltung des Betriebs dieser Einrichtungen dauerhaft und nachhaltig beeinflussen
zu können und dies durch eine Übertragung des Betriebes auf private Unternehmen nicht ausreichend sichergestellt werden kann.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Unternehmensgegenstand unmittelbar gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, solche Unternehmen gründen, erwerben oder pachten und ferner Interessengemeinschaften eingehen, soweit der LHP eine angemessene Einflussnahme ermöglicht wird, der
Unternehmensgegenstand durch einen öffentlichen Zweck gerechtfertigt ist und die Betätigung des
Unternehmens nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit und
dem Bedarf der LHP steht. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten und unterhalten.
Alle gemeindewirtschaftlichen Regelungen finden auch auf die Tochterunternehmen entsprechend
Anwendung.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört unter anderem die Verbesserung der Wohnungen der Einwohner durch den sozialen Wohnungsbau sowie durch eine sozial gerechte Verteilung der Wohnungen zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
oder durch einen von ihm Bevollmächtigten vertreten.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht nach dem Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 01.02.2012 aus Mitgliedern, die von der LHP auszuwählen bzw. zu entsenden sind. Den Vorsitz führt der Oberbürgermeister
der LHP oder ein von ihm entsendetes Mitglied. Drei weitere Mitglieder werden von der LHP gestellt.
Von denen ist je ein Mitglied Volljurist bzw. verfügt über entsprechende Berufserfahrung im Bankwesen bzw. Stadtplanung und Wohnungswirtschaft. Weitere acht Mitglieder, für deren Benennung und
Abberufung kommunalrechtliche Bestimmungen maßgeblich sind, werden von der LHP entsendet. Im
Berichtsjahr bestand der Aufsichtsrat aus 9 Mitgliedern.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

ProPotsdam GmbH
16

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr 2011 aus folgenden Mitgliedern:
Herr Jann Jakobs

(bis 31.12.2011) Vorsitzender, Oberbürgermeister der
Landeshauptstadt Potsdam

Herr Dr. Joachim Erbe

Stellv. Vorsitzender, Rechtsanwalt

Herr Dr. Lothar Schröter

über SVV entsandt

Herr Ingo Korne

über SVV entsandt

Herr Horst Heinzel

über SVV entsandt

Herr Ernst Dienst

Vorstandsmitglied der Mittelbrandenburgischen
Sparkasse Potsdam

Herr Stefan Grzimek

Ehemaliges Vorstandsmitglied einer Wohnungsbaugesellschaft

Herr Harald Kümmel

(bis 23.03.2011) über SVV entsandt

Herr Björn Teuteberg

über SVV entsandt

Geschäftsführung
Herr Horst Müller-Zinsius

Geschäftsführer (Sprecher)

Herr Jörn-Michael Westphal

Geschäftsführer

Herr Bert Nicke

(ab 01.07.2011) Stellv. Geschäftsführer

Beteiligungsverhältnisse
Mit Notarvertrag vom 28.12.2005 erwarb die ProPotsdam GmbH 100 % der Geschäftsanteile an der
PRO POTSDAM Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft mbH (vormals Brilliant 195. GmbH) mit
einem voll eingezahlten Stammkapital von 25,0 T€. Nach Neufassung des Gesellschaftsvertrages ist
der Gegenstand des Unternehmens die Besorgung von Geschäften jeglicher Art für die LHP und deren Beteiligungen, insbesondere der Betrieb der Biosphäre Potsdam sowie das Management von
Veranstaltungen, z.B. im Volkspark und im Lustgarten. Seit 2007 firmiert die Gesellschaft als Betriebsund Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt Potsdam mbH (BVG).
Die ProPotsdam GmbH ist alleinige Gesellschafterin der am 09.02.1993 gegründeten GEWOBA
Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH (GWVP). Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 383,3 T€. Der Geschäftsbetrieb bezieht sich insbesondere auf die Verwaltung des eigenen und
fremden Grundbesitzes, auf die Verwaltung von Eigentumswohnungen sowie auf den Bereich Hausbewirtschaftung. Sie kann darüber hinaus auch Baubetreuungsmaßnahmen durchführen. Die Initiierung von geschlossenen Immobilien-Kapitalanlage-Fonds sowie der Vertrieb der entsprechenden
Anteile und die Verwaltung der Fondsvermögen sind möglich, soweit es dem Gesellschaftszweck der
ProPotsdam GmbH entspricht. Zwischen der ProPotsdam GmbH und der GWVP wurde am
05.11.2008 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Der Vertrag hat eine Gültigkeit bis
31.12.2013.
Die ProPotsdam GmbH hält 100 % der Geschäftsanteile an der Luftschiffhafen Potsdam GmbH (LSH)
mit einem voll eingezahlten Stammkapital von 25,0 T€. Die Gesellschaft wurde am 28.05.2008 gegründet. Mit Wirksamkeit des Geschäftsbesorgungsvertrages vom 18.12.2008 nahm die Gesellschaft
zum 01.01.2009 ihre operative Tätigkeit auf. Das Personal des ehemals städtischen Regiebetriebes
wurde zu diesem Stichtag im Rahmen des Betriebsübergangs nach § 613a BGB auf die LSH GmbH
übergeleitet. Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung genehmigungsfreier immobilienwirtschaftlicher Dienstleistungen aller Art für die Gesellschafterin, für deren Beteiligungsgesellschaften
und für die LHP, insbesondere die Bewirtschaftung und Entwicklung der sportlichen Infrastruktureinrichtung Luftschiffhafen Potsdam.
Mit Gesellschaftsvertrag vom 22.09.2000 gründete die ProPotsdam GmbH die POLO Beteiligungsgesellschaft mbH (POLO). Gegenstand der POLO ist die Erbringung immobilienwirtschaftlicher Dienstleistungen aller Art für die Gesellschafterin, für deren Beteiligungsgesellschaften und für die LHP. Das
Stammkapital beträgt 25,0 T€. Zwischen der ProPotsdam GmbH als Organträger und der POLO als
Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

ProPotsdam GmbH
17

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Organgesellschaft wurde am 15.10.2004 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, welcher fortgeführt wird.
Mit privatrechtlichem Vertrag vom 28.12.2005 wurde von der LHP ein Aktienpaket der Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L. (TNB) mit einem Anteil von 94,88 % erworben. Zweck der TNB sind die
Entwicklung und Verwertung eines am Griebnitzsee gelegenen Grundstücks in Berlin Steglitz/ Zehlendorf sowie die Verwaltung der übrigen Vermögensgegenstände zum Zwecke der Liquidation. Der
Haupttätigkeitsschwerpunkt der Gesellschaft lag im Wirtschaftsjahr 2011 in der Verwaltung der verbliebenen liquiden Mittel der Gesellschaft sowie in der Einforderung und Verwaltung noch offener Kostenerstattungen gegenüber dem ehemaligen Pächter. Mit Datum vom 24.05.2006 wurde zwischen der
TNB und der ProPotsdam GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.
Die ProPotsdam GmbH hält 90,1 % der Geschäftsanteile an der am 23.11.1993 gegründeten Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH (ETBF). Wesentlicher Zweck der ETBF ist die Vorbereitung und
Durchführung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Bornstedter Feld“ für die LHP. Sie hält
ein Stammkapital von 102,3 T€.
Darüber hinaus bestand am 31.12.2005 eine Beteiligung in Höhe von 51,1 % am Sanierungsträger
Potsdam - Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH. Mit Wirkung zum 01.01.2006 hat die
ProPotsdam GmbH von der LHP deren Anteile und inzwischen auch die bisher von der InvestitionsBank des Landes Brandenburg gehaltenen Anteile übernommen, so dass die ProPotsdam GmbH
insgesamt 80 % der Anteile an der Gesellschaft hält. Vorrangiger Zweck des STP ist die Durchführung
von städtebaulichen Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen nach dem Baugesetzbuch. Das Gewinnbezugsrecht ging rückwirkend zum 01.01.2006 auf die ProPotsdam GmbH über. Im Jahr 2008
erfolgte die Umfirmierung in die Sanierungsträger Potsdam GmbH (STP).
Des Weiteren ist die ProPotsdam GmbH seit dem Geschäftsjahr 2009 mit 100 % an der ProPotsdam
Facility Management GmbH (PPFM) beteiligt. Die PPFM wurde mit notariellem Vertrag am 06.04.2009
errichtet. Das Stammkapital beträgt 25,0 T€. Gegenstand der PPFM ist die Erbringung genehmigungsfreier immobilienwirtschaftlicher Dienstleistungen aller Art für die Gesellschafterin, für deren
Beteiligungsgesellschaften und für die LHP. Dazu zählt die Erbringung von genehmigungsfreien, infrastrukturellen Dienstleistungen, soweit diese bis zur Gründung der Gesellschaft von deren Gesellschafterin selbst, oder durch deren Beteiligungsgesellschaften mit eigenem Personal ausgeführt wurden. Es besteht zwischen der PP GmbH und der PPFM GmbH seit 18.11.2011 ein abgeschlossener
Ergebnisabführungsvertrag.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

ProPotsdam GmbH
18

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

92,27%
29,14%
0,00 €

92,60%
28,75%
0,00 €

92,30%
27,33%
0,00 €

81,05%
20,70%
56,58%
25.306,6 T€

83,00%
20,68%
58,49%
20.425,3 T€

84,02%
19,96%
61,51%
13.782,7 T€

3,26%
98.076.135,98 €
4.427.376,61 €

2,91%
92.732.192,81 €
2.751.652,45 €

2,80%
94.287.259,49 €
2.042.010,04 €

6,77%
115
26

6,72%
110
28

6,41%
102
26

20.361
16.979
8
288
3.086
470
444
0
26
186
2,7%
0,5%
9,8%
5,36 €

20.506
17.037
10
306
3.153
506
462
3
41
199
3,4%
1,0%
10,4%
5,27 €

20.563
17.151
11
314
3.087
562
508
7
47
241
3,9%
1,6%
10,4%
5,15 €

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Auszubildende
Leistungskennzahlen
Bestand ProPotsdam
Wohnungen
Gästewohnungen
Gewerbeeinheiten
Sonstige Mieteinheiten
darunter Restitutuionsbestand
an Wohnungen
an Gewerbeeinheiten
an Sonstigen Mieteinheiten
darunter Eigentumswohnungen
Wohnungsleerstand gesamt
vermietbarer Wohnungsleerstand
Fluktuation
Nettokaltmiete je m² Wohnfläche

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

120
92,7

4,4

94,3

Mio. €

Mio. €

100

6

98,1

80

60
40

4
2,8

2,0

2

0

2011

2010

2009

2011

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

2010

2009

ProPotsdam GmbH
19

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Das Kerngeschäft der ProPotsdam GmbH – die Bewirtschaftung des eigenen Wohnungsbestandes –
ist weiterhin gekennzeichnet durch eine ausgezeichnete Vermietbarkeit und geringen Leerstand. Der
vermietbare Leerstand von nur 0,5% und die Erfolgsquote bei der unmittelbaren Anschlussvermietung
von über 48% unterstreichen die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt. Im Rahmen des
von der LHP festgelegten Neubauprogramms von 1.000 Wohnungen bis 2019 wurden im Berichtsjahr
weitere zusätzliche baureife Flächen im Potsdamer Norden erworben. Als flankierende Maßnahme für
dieses ambitionierte Neubauprogramm verzichtet die LHP als Gesellschafterin bis 2019 auf Gewinnabführungen.
In diesem Zusammenhang und in enger Abstimmung mit der LHP entwickelte die Gesellschaft neue
Instrumente zur Gewährung zusätzlicher Belegungsrechte. Desweiteren wurden Bonusprogramme
entwickelt, die insbesondere neuen Mietern mit Kindern aber auch älteren Mietern bei Wohnraumanpassungen zu Gute kommen. Die Gesellschaft leistet damit als Teil der sozialen Wohnungswirtschaft
einen aktiven Beitrag zur Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit günstigem Wohnraum
und zur Vermeidung von Segregationstendenzen.
Neben der Wohnraumversorgung und –bewirtschaftung agiert die ProPotsdam GmbH zunehmend als
universaler Dienstleister und übernimmt im Rahmen der Stadtentwicklung selbst vielfältige Aufgaben
der LHP.
Im Mittelpunkt dieser neuen Aufgaben stand in den letzten beiden Jahren die organisatorische und
bauliche Neuordnung des Sportareals „Am Luftschiffhafen“ deren Umsetzung nach einem Stadtverordnetenbeschluss 2009 auf die ProPotsdam GmbH übertragen wurde. Das gesamte Programm umfasst mehrere Neu- und Ergänzungsbauten. Neben einer Schulsporthalle, dem „Haus der Vereine“,
soll auch ein neues Wohnheim für die Eliteschule des Sports errichtet werden. Die Neuordnung von
großen Teilen der Infrastruktur auf dem Gelände des Olympiastützpunktes, einschließlich der Errichtung eines Parkhauses, rundet das Investitionsprogramm ab.
Innerhalb von knapp 24 Monaten wurde die Mensa der Sportschule saniert und zum 31.12.2011 auch
die Schulsporthalle – jetzt „MBS-Arena“ – fertiggestellt. Das „Haus der Vereine“ war Ende des Berichtsjahres bereits im Rohbau fertig. In knapp 18 Monaten wurden über 25 Mio. € investiert, weitere
12 Mio. € sind für die Fertigstellung der noch ausstehenden Vorhaben in 2012 budgetiert. Neben der
termingerechten Fertigstellung der Schulsporthalle, ist die Neuordnung der Infrastruktur einschließlich
der Neuverlegung von Ver- und Entsorgungsleistungen und Medientechnik eine der aufwendigsten
Arbeiten.
Die Entwicklung des Speicherstadt-Areals wird im Wesentlichen bestimmt durch die eindeutige und
klare Sicherung von Baurechten auf der Grundlage des Masterplans. Parallel zu der zwischenzeitlich
erfolgten Beräumung eines wesentlichen Teils der Flächen konnte in 2011 der erfolgreiche Verkauf
der ersten Baufelder im sogenannten Mittelbereich realisiert werden. Für die restliche Fläche wird ein
Bebauungsplan erarbeitet.
In enger Kooperation mit der LHP wird das Konzept der „Gartenstadt Drewitz“ mit dem Schwerpunkt
der energetischen Sanierung der Wohnungsbestände verfolgt. Das Konzept basiert auf dem im Auftrag der ProPotsdam GmbH ausgearbeiteten Wettbewerbsbeitrag zu „Energetischen Sanierung von
Großwohnsiedlungen“, welcher im Jahr 2009 die Jury des Bundesbauministeriums überzeugte und zu
einer Auszeichnung mit der Silbermedaille und dem Prädikat „zur Umsetzung empfohlen“ führte.
Im Berichtsjahr wurde mit der Wahl der Bürgervertretung Drewitz ein wichtiger Meilenstein gesetzt.
Daran anschließend wurde in einem Werkstattverfahren ein Masterplan erarbeitet, der die Leitlinien
für den Stadtumbau und die soziale Infrastruktur, die Neuordnung der Freiräume und der Grün- und
Verkehrsflächen sowie die Eckpunkte für das Umsetzungskonzept und den Klimaschutz vorgibt. Die
Gesellschaft bereitet derzeit die Sanierung und Modernisierung der ersten 200 Wohneinheiten vor.
Die Maßnahme verteilt sich auf vier Bauabschnitte und beginnt 2012. Die Fertigstellung dieser Pilotmaßnahme ist für 2014 eingeplant. Ebenfalls in 2012 wird mit der Neuordnung der Park- und Stellplatzflächen begonnen. In diesem Zusammenhang ist geplant, dass die ProPotsdam GmbH im Rahmen eines Stellplatzmanagements auch neue PKW-Stellplätze erstellt und die Bewirtschaftung organisiert.
Das Immobilienvermögen der ProPotsdam GmbH setzt sich aus dem rechtssicheren Bestand (Eigenbestand), den Eigentumswohnungen (WEG-Bestand) sowie aus dem mit Restitutionsansprüchen behafteten Bestand (Restitutionsbestand) zusammen.
Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

ProPotsdam GmbH
20

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Der Eigen- und Restitutionsbestand von insgesamt 20.361 Nutzungseinheiten wird seit dem
01.05.2006 im Rahmen einer Geschäftsordnung von der GEWOBA WVP verwaltet. Die Wohnungen
des zum Verkauf stehenden WEG-Bestandes werden seit 01.01.2010 ebenfalls von der GEWOBA
WVP verwaltet.
Der Anteil der grundsätzlich vermietbaren, jedoch leer stehenden Wohnungen lag am 31.12.2011 bei
0,5% (Vorjahr 1,0%). Dabei lag die Quote der länger als sechs Monate leer stehenden Wohnungen
bei 0,0% (Vorjahr 0,2%). Der Wohnungsleerstand über alle Leerstandsarten ausschließlich Restitutionsbestand betrug 2,7%.
Das Geschäftsjahr 2011 schloss mit einem Jahresüberschuss von 4,4 Mio. € (Vorjahr 2,8 Mio. €). Der
Jahresüberschuss ergibt sich aus dem positiven Geschäftsergebnis von 5,2 Mio. €, einem negativen
Zins- und Beteiligungsergebnis von 0,5 Mio. € und einem negativen Steuerergebnis von 0,3 Mio. €.
Der Vermögensaufbau der Gesellschaft ist im Hinblick auf die Fristigkeiten von Vermögens- und Kapitalpositionen nahezu ausgeglichen.
Der Anteil des Eigenkapitals am Bilanzvolumen beträgt 30,5% (Vorjahr 30,2%).

Voraussichtliche Entwicklung
Vor dem Hintergrund der anhaltenden und sich weiter verfestigenden Entwicklung des lokalen Wohnungs- und Immobilienstandortes haben sich die Risiken für die ProPotsdam GmbH in ihrer Gewichtung erkennbar verändert. Während in den vergangenen Jahren die Hauptrisiken im Kerngeschäft der
Bestandsbewirtschaftung angesiedelt waren, haben sich die Akzente mehr und mehr in den Entwicklungsbereich, den Bereich der Dienstleistungen für die LHP, in Neubauvorhaben und in eine – den
energetischen Anforderungen gerechte – Bestandsveränderung verschoben.
Die Risiken bestehen in den stetig steigenden Anforderungen an die Gebäudeeigenschaften durch
den demografischen Wandel und den Vorgaben der Energieeinsparverordnung und den damit einhergehenden finanziellen Belastungen für die Gesellschaft. Um auch mittel- und langfristig niedrige Mieten für Haushalte mit geringem Einkommen abzusichern, ist die Gewährung von Fördermitteln notwendig.
Die in 2010 festgelegten strategischen Zielvorgaben der Gesellschafterin LHP bis 2019, beziehungsweise die mittelfristigen Zielvorgaben des Aufsichtsrats bis zum 31.12.2015, wird die Gesellschaft
erreichen, sofern keine zusätzlichen Anforderungen gestellt bzw. unerwartete Belastungen auftreten.
Auf den Finanz- und Geldmärkten eröffnen sich mit den historisch niedrigen Zinsen vermehrt Handlungsoptionen, den künftigen Finanzmittelbedarf für die geplanten Investitionen durch entsprechende
Zinsvereinbarungen abzusichern. Gleiches gilt auch für die Prolongation von auslaufenden Kreditverträgen. Aufmerksam wird die zunehmende Staatsverschuldung im Euro-Raum und der - bedingt durch
„Basel III“ – merklich höhere Zinsaufschlag der Banken; hier bestehen für die Gesellschaft aufgrund
der branchenüblich hohen Fremdfinanzierungsanteile Risiken durch die zusätzliche Belastung bei
steigenden Kapitalmarktzinsen.
Für die nächsten Jahre wird von einer weiterhin prosperierenden Entwicklung in der brandenburgischen Landeshauptstadt ausgegangen und die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt wird deutlich über
dem Angebot liegen. Die städtebauliche Erweiterung im Neubaugebiet rund um den ehemaligen
BUGA-Park im Bornstedter Feld, die mit einem interessanten Mix von Miet- und Eigentumswohnformen auch die Voraussetzung für eine ausgewogene soziale Mischung bietet, kann den Bedarf an
Wohnungen noch nicht decken. Es wird zu weiteren Erschließungsmaßnahmen in den angrenzenden
nördlichen Bezirken kommen müssen. Die Realisierung des Gartenstadtkonzepts für Drewitz ab 2012
wird dazu beitragen, den Wohnungs- und Immobilienstandort Potsdam weiter aufzuwerten. Allerdings
kann angesichts der notwendigen Investitionen mit ihren Auswirkungen auf die Miethöhen das Angebot an preisgünstigen Wohnungen auf Dauer nur durch öffentlich geförderte Maßnahmen mit entsprechenden Mietpreisbindungen sichergestellt werden.
Die für Potsdam prognostizierte positive Bevölkerungsentwicklung und die damit verbundene quantitative demographische Entwicklung stellt kein Risiko sondern eher eine Chance dar. Allerdings wird sich
die Altersstruktur weiter verändern. Daraus ergeben sich veränderte Aufgaben vor allem im Hinblick
auf Angebote für betreutes und altersgerechtes Wohnen wie auch für generationsübergreifende
Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

ProPotsdam GmbH
21

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Wohnformen. Zudem beeinflusst auch die wachsende Zahl der Single-Haushalte und der Haushalte
mit Alleinerziehenden die Nachfrage nach neuen Wohnformen.
Teil des Stadtentwicklungskonzeptes Wohnen und des Klimaschutzkonzepts der LHP ist die Umsetzung des Gartenstadtkonzeptes Drewitz mit seinen sozialen und energetischen Aspekten. Ein weiterer
Schwerpunkt der Stadtentwicklung und Stadterneuerung bildet die umfassende Neugestaltung der
Speicherstadt und der Potsdamer Mitte, an der die Gesellschaft aktiv beteiligt ist.
Mit der Beauftragung zum Betrieb und Ausbau des Sportareals „Am Luftschiffhafen“ übernahm die
ProPotsdam GmbH zusammen mit einer 100%igen Tochtergesellschaft eine weitere Aufgabe auf den
Gebieten der Planung und Entwicklung, Finanzierung und Bewirtschaftung. Das in einem kurzen Zeitraum umzusetzende Investitionsvolumen von über 35 Mio. € ist mit der Kompetenz der Gesellschaft
in den Bereichen Neubau und Entwicklung zu realisieren.
Der Neubau von 1.000 Wohnungen als wesentliches Element des Stadtentwicklungskonzepts kann
nur mit direkter Unterstützung der Landeshauptstadt geleistet werden. Wenn die langfristige Finanzierbarkeit wie in dem gemeinsam festgelegten Zielkatalog der „Balance Scorecard“ von allen Beteiligten sichergestellt wird und dieses auch mit einer sozialverträglichen Vermietung einhergeht, steht das
Stadtentwicklungskonzept auf einem soliden Fundament. Für die ProPotsdam GmbH ist das Risiko
und Chance zugleich.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen:
551 T€ (POLO, GWVP,PPFM)
Aufwendungen aus Verlustübernahme:
1.258,6 T€ (TNB)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Patronatserklärung gegenüber GWVP:
1,25 Mio. €
Grundschuldbestellung: 439,1 Mio. €

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar bzw.
mittelbar auswirken können

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Aufwendungszuschüsse: 215,8 T€
Durch Kommunalbürgschaft gesicherte Verbindlichkeiten: 13,5 Mio. €

ProPotsdam GmbH
22

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

ProPotsdam GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Ak tiva

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
2. Geleistete Anzahlungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände

II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließliche der Bauten auf f remden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäf tsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

376.606,00

610.865,00

27.740,17
404.346,17

0,00
610.865,00

691.083.837,78
1.757.214,00
1.602.939,00
4.483.311,71
698.927.302,49

681.585.592,81
586.852,00
527.648,00
13.971.579,34
696.671.672,15

1.427.991,23
600,00
1.428.591,23
700.760.239,89

1.427.991,23
600,00
1.428.591,23
698.711.128,38

B. Umlauf vermögen
I. Vorräte
1. unf ertige Erzeugnisse, unf ertige Leistungen
2. f ertige Erzeugnisse und Waren
3. Geleistete Anzahlungen

27.091.295,71
3.081.119,89
2.473.657,25
32.646.072,85

27.508.474,46
4.653.966,37
2.473.657,25
34.636.098,08

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Sonderrücklage gemäß § 27 Abs. 2 DMBilG
IV. Andere Gew innrücklage
V. Gew innvortrag
VI. Jahresüberschuss/ Jahresf ehlbetrag

B. Sonderposten mit Rücklageanteil

III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Sonstige Ausleihungen

Pas s iva

C. Rückstellungen
1. Rückstellungen f ür Pensionen u.ä. Verpf lichtungen
2. Steuerrückstellungen
3. Sonstige Rückstellungen

D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Erhaltene Anzahlungen
3. Verbindlichkeiten aus Lief erungen und Leistungen
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaf ter
6. Sonstige Verbindlichkeiten

E. Rechnungsabgrenzungsposten
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lief erungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Forderungen gegen Gesellschaf ter
4. Sonstige Vermögensgegenstände
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks, Bausparguthaben,
Wertpapiere

C. Rechnungsabgrenzungsposten

D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung
Bilanzsumme

Treuhandguthaben

1.043.199,86
1.443.420,79
31.596,03
2.550.771,68
5.068.988,36

959.962,29
1.666.791,41
27.046,97
2.016.568,97
4.670.369,64

19.518.173,25
57.233.234,46

14.873.582,93
54.180.050,65

1.228.270,92

1.462.317,30

245.584,77

191.950,02

759.467.330,04

754.545.446,35

6.372.761,03

5.923.106,84

Bilanzsumme
Haf tungsverhältnis gegenüber verbundenen Unternehmen
Treuhandverbindlichkeiten

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

51.130.000,00
14.488.886,99
145.790.472,07
700.946,51
4.793.662,49
4.427.376,61
221.331.344,67

51.130.000,00
14.488.886,99
145.790.472,07
700.946,51
2.042.010,04
2.751.652,45
216.903.968,06

0,00

6.006.126,09

1.966.582,84
1.061.585,32
35.411.943,71
38.440.111,87

2.113.281,00
1.202.783,01
34.032.218,69
37.348.282,70

458.802.826,49
29.807.569,42
8.174.815,49
2.475.104,97
1.275,00
361.502,95
499.623.094,32

456.177.606,57
28.966.107,42
5.081.814,68
2.803.556,51
782.344,77
383.723,88
494.195.153,83

72.779,18

91.915,67

759.467.330,04

754.545.446,35

1.250.000,00
6.372.761,03

1.250.000,00
5.923.106,84

ProPotsdam GmbH
23

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

ProPotsdam GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse

2010
in €
98.076.135,98

92.732.192,81

55.913,09

2.478.158,03

604.278,37

344.138,76

17.292.626,62

10.510.609,12

a) Aufw endungen für bezogene Lieferungen
und Leistungen

48.594.458,38

47.191.897,74

Rohergebnis

67.434.495,68

58.873.200,98

2. Bestandsveränderungen
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
4. Sonstige betriebliche Erträge
5. Materialaufw and

6. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

5.457.131,74

5.281.850,37

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

1.183.560,54

947.502,69
6.640.692,28

6.229.353,06

24.959.068,78

20.469.591,30

8.693.214,26

8.129.428,14

27.141.520,36

24.044.828,48

550.567,94

1.011.769,54

0,00

42.907,16

352.909,73

1.055.296,78

0,00

0,00

1.258.569,43

1.646.607,97

20.299.782,05

19.178.937,27

-20.654.873,81

-18.715.571,76

6.486.646,55

5.329.256,72

16. Außerordentliche Erträge

0,00

131.287,71

17. Außerordentliches Ergebnis

0,00

131.287,71

230.827,37

875.526,40

19. Sonstige Steuern

1.828.442,57

1.833.365,58

20. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

4.427.376,61

2.751.652,45

7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
8. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
9. Erträge aus Gew innabführungsverträgen
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere
des Umlaufvermögens
13. Aufw endungen aus Verlustübernahme
14. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

ProPotsdam GmbH
24

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft
Potsdam mbH
Adresse

Pappelallee 4
14469 Potsdam

Telefon

(0331) 6206 0

Fax

(0331) 6206 113

Internet

www.gewoba.com

Email

info@gewoba.com

Stammkapital

383.500,00 €

Gründungsdatum

09. November 1993

Gesellschafter

100 % ProPotsdam GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH (GWVP) wurde mit Abschluss des
Gesellschaftsvertrages vom 09.02.1993 als Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH errichtet und ist im Handelsregister unter der Nummer HRB 6514 beim Amtsgericht Potsdam eingetragen.
Der Gesellschaftsvertrag ist in der Fassung vom 27.02.2004 gültig.
Die GWVP gehört zum Unternehmensverbund ProPotsdam. Mit der Bildung des Unternehmensverbundes wurde das Konzept der Trennung von Eigentümer- und Verwalterfunktion umgesetzt. Die
ProPotsdam GmbH ist weiterhin Eigentümerin des Immobilienbestandes, während die Verwaltung an
die GWVP übergeben wurde.
Mit Datum vom 05.11.2008 wurde zwischen der GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH und der ProPotsdam GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Die Eintragung
des Ergebnisabführungsvertrages in das Handelsregister erfolgte am 17.11.2008 unter der Nummer
HRB 1294. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Datum vom 07.07.2009 geändert und hat eine
Gültigkeit bis zum 31.12.2013.

Gegenstand des Unternehmens
Die Gesellschaft verwaltet eigenen und fremden Grundbesitz sowie Eigentumswohnungen. Die
GEWOBA kann darüber hinaus geschlossenen Immobilien-Kapitalanlage-Fonds in allen Rechtsformen initiieren, deren Anteile vertreiben und deren Vermögen verwalten, soweit es dem Gesellschaftszweck der ProPotsdam GmbH entspricht. Die Gesellschaft kann Baubetreuungsmaßnahmen durchführen und Finanzierungsmittel vermitteln. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle dem Gesellschaftszweck förderlichen oder mit ihm zusammenhängenden Hilfs- und Nebengeschäften durchzuführen
und sie kann persönlich haftende Gesellschafterin in anderen Gesellschaften sein.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört unter anderem die Verbesserung der Wohnungen der Einwohner durch den sozialen Wohnungsbau sowie durch eine sozial gerechte Verteilung der Wohnungen zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH
25

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der ProPotsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die Geschäftsführung der ProPotsdam GmbH.
Geschäftsführung
Herr Jörn-Michael Westphal

Geschäftsführer

Frau Christiane Kleemann

Geschäftsführerin

Herr Bert Nicke

Geschäftsführer

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,64%
45,45%
0,00 €

1,05%
48,02%
0,00 €

2,18%
40,66%
0,00 €

10.041,75%
1,00%
271,34%
396,4 T€

6.225,07%
0,69%
278,96%
1,1 T€

2.704,63%
0,00%
237,39%
228,0 T€

1,94%
7.093.899,15 €
0,00 €
491.595,82 €

1,42%
7.102.314,88 €
0,00 €
569.897,01 €

0,00%
7.257.265,96 €
0,00 €
11.123,47 €

60,53%
98

60,31%
94

62,73%
95

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Umsatzerlöse

Ergebnis vor Gewinnabführung/
Verlustübernahme

10

800

7,1

7,1

7,3
600

6

T€

Mio. €

8

4

400

2

200

0

0

2011

2010

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

2009

569,9
491,6

11,1
2011

2010

2009

GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH
26

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Mit Bildung des Unternehmensverbundes wurde das Konzept der Trennung von Eigentümer- und
Verwalterfunktion umgesetzt. Die ProPotsdam GmbH (PP) als Muttergesellschaft ist Eigentümerin des
Immobilienbestandes, dessen Verwaltung an die Tochtergesellschaft GWVP übertragen wurde. Dazu
gehören die Interessentengewinnung, Vermietung, Instandhaltung, Betriebskostenabrechnung, Mietenbildung und das Sozialmanagement. Zentrale Service- und Dienstleistungsfunktionen werden weiterhin von der Muttergesellschaft wahrgenommen.
Die GWVP verwaltet neben dem Wohn- und Gewerbebestand der Baugesellschaft Bornstedter Feld
mbH auch den Wohnungsbestand, für den der Sanierungsträger Potsdam im Rahmen von Treuhandvermögen für die LHP die Eigentümerfunktion wahrnimmt.
Mit der Implementierung des Systems der elektronischen Mieterakte optimiert die Gesellschaft die
kaufmännische und technische Kundenbetreuung. Die Gesellschaft ist nunmehr in der Lage, zu jeder
Zeit und an jedem Ort einen kompletten Zugriff auf die elektronisch erfassten Daten eines Mieters zu
erhalten.
Im Rahmen einer engen Kooperation mit dem Verein Soziale Stadt Potsdam unterhält die Gesellschaft ein Sozial- und Quartiersmanagement für die Plattenbaugebiete der LHP.
Aufgrund der Trennung von Eigentümer- und Verwalterfunktion beruht die wirtschaftliche Entwicklung
der GWVP im Wesentlichen auf den entsprechenden, langfristig abgeschlossenen Geschäftsbesorgungsverträgen innerhalb des Unternehmensverbundes.
Die GWVP verwaltet im Wesentlichen den Eigen- und Restitutionsbestand der Muttergesellschaft PP
GmbH. Am 31.12.2011 gehörten dazu 20.361 Mieteinheiten, davon 16.987 Wohnungen, 288 Gewerbeeinheiten und 3.086 sonstige Mieteinheiten. Unter diesen Mieteinheiten waren 470 im restitutionsbehafteten Bestand.

Voraussichtliche Entwicklung
Die sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen in der LHP sind im Hinblick auf die relativ niedrige
Arbeitslosenquote und den auch für die Zukunft prognostizierten Bevölkerungszuwachs für die Immobilienwirtschaft als günstig zu beurteilen. Damit verbunden ist eine gute Nachfrage auf dem Mietwohnungsmarkt in allen Preis- und Ausstattungssegmenten, die zu einer guten Vermietbarkeit und geringen Leerstandsquote führt.
Einen Schwerpunkt im Bereich der Entwicklung altersgerechter Wohnungen und Wohnformen bildet
die Teilnahme der Gesellschaft am Verbundprojekt „SmartSenior“ des Bundesministeriums für Bildung
und Forschung. Gegenstand des Projektes ist die Erforschung intelligenter wohnungsnaher Dienste
und Dienstleistungen für Senioren.
Die Risikolage der Gesellschaft kann nicht losgelöst von der Entwicklung der Muttergesellschaft ProPotsdam GmbH beurteilt werden. Im Rahmen der Geschäftsbesorgungsverträge und Aufgabenverflechtungen innerhalb des Unternehmensverbundes ProPotsdam können für die GWVP existenzgefährdende Risiken weitestgehend ausgeschlossen werden.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Aufgrund Ergebnisabführungsverträgen
abgeführte Gewinne: -491.595,82 € (PP)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH
27

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
23.317,00
23.317,00

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundenen Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten

8.878,00
467.534,80
160.287,63
636.700,43

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
36.302,00
III. Gew innrücklagen
36.302,00

B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen
8.296,46
2. Sonstige Rückstellungen
511.272,16
178.318,53
697.887,15

2.931.566,56
3.568.266,99

2.651.229,34
3.349.116,49

C. Rechnungsabgrenzungsposten

13.517,81

14.141,67

D. Aktiver Unterscheidsbetrag aus der Vermögensverrechnung

51.371,67

60.847,70

Bilanzsumme

3.656.473,47

Passiva

C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
4. Sonstige Verbindlichkeiten

3.460.407,86 Bilanzsumme

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

383.500,00
1.268.324,61
9.944,90
1.661.769,51

383.500,00
1.268.324,61
9.944,90
1.661.769,51

679.665,00
412.085,00
1.091.750,00

598.057,00
452.353,46
1.050.410,46

80,60
81.511,39
785.233,18
36.128,79
902.953,96

85,54
89.541,56
621.269,04
37.331,75
748.227,89

3.656.473,47

3.460.407,86

GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH
28

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse

2010
in €
7.093.899,15

7.102.314,88

497.317,93

588.178,11

a) Aufw endungen für bezogene Lieferungen
und Leistungen

1.522.363,39

1.417.386,94

Rohergebnis

6.068.853,69

6.273.106,05

2. Sonstige betriebliche Erträge
3. Materialaufw and

4. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

3.525.719,27

3.521.077,72

768.538,06

762.197,11
4.294.257,33

4.283.274,83

12.985,00

52.218,00

1.317.843,21

1.452.494,10

443.768,15

485.119,12

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

120.385,51

128.037,85

8. Zinsen und ähnliche Aufw endungen

70.947,98

49.103,85

49.437,53

78.934,00

493.205,68

564.053,12

0,00

6.611,63

1.609,86

767,74

491.595,82

569.897,01

0,00

0,00

5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis

Finanzergebnis
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
10. Außerordentliche Erträge
11. Sonstige Steuern
12. Aufgrund Gew innabführungsverträgen abgeführte Gew inne
13. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH
29

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

POLO Beteiligungsgesellschaft mbH
Adresse

Pappelallee 4
14469 Potsdam

Telefon

(0331) 6206 0

Fax

(0331) 6206 113

Internet

www.polo-potsdam.de

Email

vertrieb@ProPotsdam.de

Stammkapital

25.000,00 €

Gründungsdatum

10. Mai 2001

Gesellschafter

100 % ProPotsdam GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die POLO Beteiligungsgesellschaft mbH (POLO) wurde mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages am
22.09.2000 errichtet und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Potsdam unter der Nummer
HRB 14959 P eingetragen. Der Gesellschaftsvertrag ist zuletzt durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 09.06.2008 ab § 3 neu gefasst worden, wobei das Stammkapital unverändert blieb.
Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 17.06.2008.
Seit 2006 gehört die Gesellschaft zum Unternehmensverbund der ProPotsdam GmbH. Ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der ProPotsdam GmbH als Organträger und der POLO als Organgesellschaft wurde am 15.10.2004 geschlossen, und wird weiter fortgeführt.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung immobilienwirtschaftlicher Dienstleistungen aller Art
für die Gesellschafterin, für deren Beteiligungsgesellschaften und für die Landeshauptstadt Potsdam.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört unter anderem die harmonische Gestaltung der Gemeindeentwicklung einschließlich der Standortentscheidungen zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der ProPotsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die Geschäftsführung der ProPotsdam GmbH.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

POLO Beteiligungsgesellschaft mbH
30

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsführung
Herr Bert Nicke

Geschäftsführer

Herr Erich Jesse

Geschäftsführer

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,00%
24,64%
0,00 €

0,48%
7,19%
0,00 €

1,09%
8,16%
0,00 €

0,00%
2,56%
108,39%
-761,0 T€

9.298,20%
1,46%
180,56%
503,1 T€

4.284,11%
0,00%
186,28%
345,4 T€

6,68%
762.880,60 €
0,00 €
43.547,86 €

1,80%
1.230.127,08 €
0,00 €
441.872,53 €

0,00%
1.190.534,08 €
0,00 €
359.149,53 €

54,05%
6

44,41%
9

43,46%
9

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Umsatzerlöse

Ergebnis vor Gewinnabführung/
Verlustübernahme

1.500
1.230,1

600

1.190,5

441,9

1.000

T€

T€

359,1

400

762,9
500

200
43,5

0

0

2011

2010

2009

2011

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

2010

2009

POLO Beteiligungsgesellschaft mbH
31

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Tätigkeitsschwerpunkte erstreckten sich im Wirtschaftsjahr 2011 auf Aufgaben der Projektentwicklung und Vermarktung von Liegenschaften der ProPotsdam GmbH, des Treuhandvermögens „Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Bornstedter Feld“ und des Treuhandvermögens „Städtebauliche
Entwicklungsmaßnahme Block 27“. Schwerpunktbereiche der Projektentwicklungs- und Vermarktungsaktivitäten bildeten dabei die Wohn- und Gewerbeobjektentwicklungen für die Liegenschaften
„Speicherstadt“ und „Pfingstberg“ sowie der Vertrieb von Eigentumswohnungen der ProPotsdam
GmbH in dem Stadtteil „Waldstadt“.
Im Auftrag der Landeshauptstadt Potsdam untersuchte die Gesellschaft die Möglichkeit zur Festlegung eines Entwicklungsgebietes Krampnitz.

Voraussichtliche Entwicklung
Als „One-Stop-Agency“ kann die POLO Beteiligungsgesellschaft mbH nicht nur Messeauftritte und
Werbemaßnahmen der Gesellschaft effizient gestalten, sondern auch Dienstleistungen bündeln.
In 2010 wurden durch die ProPotsdam GmbH verschiedene Varianten zur strategischen Neuausrichtung und Existenzsicherung der Polo Beteiligungsgesellschaft mbH untersucht, da die absehbare Reduzierung des Vertriebsportfolios im Unternehmensverbund direkte Auswirkungen auf das Unternehmen hat. Nach Abschluss der Variantenprüfung beabsichtigte die ProPotsdam GmbH, ihre Geschäftsanteile an der POLO Beteiligungsgesellschaft mbH nach Durchführung eines europaweiten Vergabeverfahrens an den Bestbieter zu veräußern. Da nach Angaben der Gesellschafterin im Ergebnis des
Ausschreibungsverfahrens keine Angebote eingingen, die dem von der Muttergesellschaft ermittelten
Unternehmenswert entsprachen, entschied sich diese, die Ausschreibung aufzuheben und die Veräußerung der Geschäftsanteile nicht weiter zu verfolgen.
Die Geschäftsführung beabsichtigt, die infolge der Reduzierung des Vertriebsportfolios zu erwartenden Einnahmerückgänge durch die Erbringung von Vertriebsleistungen für Grundstückseigentümer
außerhalb des Unternehmensverbundes zu kompensieren. Dies soll durch die Übernahme von Vertriebstätigkeiten für die LHP erfolgen. Daneben wird zu prüfen sein, ob das Inkrafttreten des Gesetzes
zur Stärkung der kommunalen Daseinsvorsorge auch die Akquise von Vertriebsaufträgen privater
Dritter rechtlich zulässt.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Aufgrund Ergebnisabführungsverträgen abgeführte Gewinne: 43.547,86 € (PP)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

POLO Beteiligungsgesellschaft mbH
32

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

POLO Beteiligungsgesellschaft mbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

B. Umlaufvermögen
I. Andere unfertige Leistungen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

C. Rechnungsabgrenzungsposten

D. Aktiver Unterschiedsbetrag
Bilanzsumme

Passiva

31.12.2011

31.12.2010

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

in €

in €

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
4.836,00
II. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
4.836,00

25.000,00
47.041,74
72.041,74

25.000,00
47.041,74
72.041,74

0,00
64.940,02
64.940,02

377.619,00
83.525,45
461.144,45

23,34
94.850,00
56.109,34
4.470,61
155.453,29

20,44
0
455.804,72
12.532,33
468.357,49

292.435,05

1.001.543,68

0,00
0,00

146.854,41
10,07
238.433,71

B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
200.907,28
2. Sonstige Rückstellungen
0,00
200.907,28

460,32
238.894,03

795.560,70
996.467,98

409,90

239,70

53.131,12

0,00

91.569,23

292.435,05

0,00

C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Erhaltene Anzahlungen
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4. Sonstige Verbindlichkeiten

1.001.543,68 Bilanzsumme

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

POLO Beteiligungsgesellschaft mbH
33

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

POLO Beteiligungsgesellschaft mbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Bestandserhöhungen
3. Sonstige betriebliche Erträge
4. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Verkaufsgrundstücke
b) Aufw endungen für bezogene Lieferungen
verbundener Unternehmen
Rohergebnis

2010
in €
762.880,60

1.230.127,08

91.569,23

0,00

9.616,29

43.695,74

0,00

69.505,11

297.341,75

81.555,45

566.724,37

1.122.762,26

5. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

310.708,01

455.356,63

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

101.618,85

90.999,79
412.326,86

546.356,42

2.015,00

4.835,00

95.068,35

118.804,26

57.314,16

452.766,58

6.004,77

6.510,04

19.523,00

18.004,00

-13.518,23

-11.493,96

43.795,93

441.272,62

0,00

734,91

248,07

135,00

43.547,86

441.872,53

0,00

0,00

6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
7. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
11. Außerordentliche Erträge
12. Sonstige Steuern
13. Aufgrund Gew innabführungsverträgen abgeführte Gew inne
14. Jahresergebnis

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

POLO Beteiligungsgesellschaft mbH
34

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
Adresse

Pappelallee 4
14469 Potsdam

Telefon

(0331) 6206 777

Fax

(0331) 6206 737

Internet

www.bornstedter-feld.de

Email

etbf@ProPotsdam.de

Stammkapital

102.258,38 €

Gründungsdatum

06. Januar 1995

Gesellschafter

90,1 % ProPotsdam GmbH
9,9 % Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam

Beteiligungen

Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH

100 %

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH (ETBF) wurde mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages am 23.11.1993 errichtet und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter der Nummer
HRB 7889 eingetragen. Der Gesellschaftsvertrag ist in der Fassung vom 14.10.2008 gültig. Seit 2006
gehört die ETBF zum Unternehmensverbund ProPotsdam.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist insbesondere die Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen des Besonderen Städtebaurechts in von der Stadt Potsdam durch Satzung festgelegten Bereichen sowie die Erbringung von immobilienwirtschaftlichen und sonstigen Dienstleistungen im Rahmen
der kommunalen Aufgaben gemäß § 2 Abs. 2 Kommunalverfassung des Landes Brandenburg.
Zur Erfüllung ihrer Aufgaben im Bereich des besonderen Städtebaurechts wird die Gesellschaft als
treuhänderischer Entwicklungsträger nach § 167 BauGB tätig. Sie übernimmt:
a) Grundlegende Untersuchungen und Planungen zur Bestimmung und Fortentwicklung der Ziele
der Entwicklungsmaßnahme,
b) Die Vorbereitung und Durchführung der Entwicklungsmaßnahme. Dazu gehört die
Koordination aller von der Entwicklungsmaßnahme berührten Institutionen, Verwaltungen,
Eigentümer, Nutzer und sonstigen Interessierten,
c) Die Einwerbung und Bewirtschaftung von Mitteln zur Finanzierung der Maßnahme und
gegebenenfalls deren dingliche Sicherung,
d) Die Beratung der Stadt in allen mit dem Entwicklungsbereich zusammenhängenden Fragen
sowie die Information der Öffentlichkeit zur Gebietsentwicklung.
Die Gesellschaft wird versuchen, im Entwicklungsgebiet Modellprogramme zur städtebaulichen Entwicklung, insbesondere von Konversionsflächen, die beispielhaft für die neuen Bundesländer sein
können, zu initiieren und vorhandene Programme für dieses Gebiet nutzbar zu machen.
Die Gesellschaft wird sich ebenso bemühen, auch außerhalb der Anwendbarkeit des Städtebaurechts
strukturverbessernde Maßnahmen in Verbindung mit dem Entwicklungsbereich Bornstedter Feld zu
fördern, vorzubereiten, zu betreuen, durchzuführen oder die Durchführung solcher Maßnahmen zu
leiten. Sie wird weiterhin auch dafür die möglichen Finanzierungs- und Fördermittel einwerben, bewirtschaften und gegebenenfalls deren dingliche Sicherung veranlassen.
Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
35

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Im Rahmen ihres vorgenannten Tätigkeitsumfangs kann die Gesellschaft Grundstücke im eigenen
Namen erwerben, bewirtschaften und veräußern sowie Baumaßnahmen durchführen lassen und Baubetreuungstätigkeiten im eigenen Namen durchführen oder durchführen lassen. Sie handelt in diesem
Rahmen jeweils treuhänderisch auf Rechnung der Gemeinde oder auf Rechnung eines mit ihr verbundenen Unternehmens oder einer anderen städtischen Gesellschaft beziehungsweise einer anderen öffentlichen Körperschaft, wenn die Gemeinde hierzu ihr Einverständnis erklärt hat.
Die vorgenannten Tätigkeiten können selbst oder durch Dritte vorgenommen werden.
Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar zu fördern. Hierzu gehören auch die Errichtung von Zweigniederlassungen
sowie der Erwerb und die Errichtung von anderen Unternehmen sowie die Beteiligungen an solchen,
soweit diese sich innerhalb des Tätigkeitsumfangs des Gesellschaftsgegenstandes der Muttergesellschaft betätigen, gemeinderechtliche Regelungen nicht entgegenstehen und die Zustimmung der
Stadtverordnetenversammlung zur Ausgründung vorliegt, der Landeshauptstadt Potsdam unter Berücksichtigung des § 7 des Gesellschaftsvertrages eine angemessene Einflussnahme ermöglicht wird,
der Unternehmensgegenstand durch öffentlichen Zweck gerechtfertigt ist und die Betätigung des Unternehmens nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit und zum
Bedarf der Landeshauptstadt steht.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehören die harmonische Gestaltung der Gemeindeentwicklung einschließlich der Standortentscheidungen sowie die Bauleitplanung zu den Selbstverwaltungsaufgaben
der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die ProPotsdam GmbH durch die Geschäftsführung der ProPotsdam GmbH vertreten.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 8 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages aus fünf Mitgliedern. Den Vorsitz führt ein durch den Aufsichtsrat der Hauptgesellschafterin zu benennendes Mitglied. Drei weitere
Mitglieder werden durch den Aufsichtsrat der Hauptgesellschafterin benannt. Ein weiteres Mitglied ist
von der Minderheitsgesellschafterin zu benennen. Sofern ein aus dem Aufsichtsrat der Hauptgesellschafterin entsendetes Mitglied zugleich auch Vertreter des Minderheitsgesellschafters ist, geht dieses
Benennungsrecht auf den Aufsichtsrat der Hauptgesellschafterin über.
Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr 2011 aus folgenden Mitgliedern:
Herr Burkhard Exner

Vorsitzender, Bürgermeister, Beigeordneter für
Zentrale Steuerung und Service der
Landeshauptstadt Potsdam

Herr Horst Heinzel

Stellv. Vorsitzender, über SVV entsandt

Herr Ingo Korne

über SVV entsandt

Herr Ernst Dienst

Mitglied des Vorstandes der Mittelbrandenburgischen Sparkasse

Herr Harald Kümmel

(bis 23.03.2011) über SVV entsandt

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
36

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsführung
Herr Horst Müller-Zinsius

Geschäftsführer

Herr Bert Nicke

(ab 19.12.2011) Geschäftsführer

Kapitalverhältnisse
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 102,25 T€. Die ProPotsdam GmbH ist zu 90,1 % und einem Kapitalanteil von 92,13 T€ an der ETBF beteiligt. Die Mittelbrandenburgische Sparkasse hält
einen Anteil von 9,9 %, dies entspricht einem Kapitalanteil von 10,12 T€.

Beteiligungsverhältnisse
Die Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH ist zu 100 % Gesellschafterin der Baugesellschaft
Bornstedter Feld GmbH. Die Gesellschaft hat am 02.10.2003 mit der Baugesellschaft Bornstedter
Feld mbH eine Vereinbarung über Zusammenarbeit und Personalgestellung abgeschlossen. Die Baugesellschaft soll gezielte Modellvorhaben im Entwicklungsgebiet verwirklichen.

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,00%
15,45%
0,00 €

0,00%
25,11%
0,00 €

0,00%
33,06%
0,00 €

0,00%
118,27%
234,2 T€

0,00%
133,53%
42,5 T€

0,00%
149,39%
-217,7 T€

-0,12%
783.926,29 €
-859,57 €

0,42%
907.804,08 €
1.894,88 €

-1,40%
1.062.615,85 €
-4.738,75 €

0,00%
0

0,00%
0

0,17%
0

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

2.000
5

1,9

1.000

783,9

0

907,8

-0,9

T€

T€

1.062,6

-5
-4,7

0

-10

2011

2010

2009

2011

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

2010

2009

Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
37

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Hauptaufgabe der Gesellschaft ist die zügige Entwicklung des Gebietes „Bornstedter Feld“, darunter
die Schaffung der Voraussetzungen zum Bau von bis zu 7.000 Wohneinheiten und Gewerbeflächen
für bis zu 5.000 Arbeitsplätze, die Einrichtung der dazugehörigen technischen und sozialen Infrastruktur sowie des Volksparks und der Biosphäre Potsdam als Einrichtungen der touristischen Infrastruktur.

Voraussichtliche Entwicklung
Auch im Geschäftsjahr 2012 werden die Aufgabenschwerpunkte der Gesellschaft unverändert in der
planmäßigen und zügigen Erschließung des Entwicklungsgebietes „Bornstedter Feld“ liegen. Dabei
bezieht die Gesellschaft wesentliche Leistungen über Geschäftsbesorgungsverträge aus dem Unternehmensverbund ProPotsdam.
Die Realisierung der gesetzten Ziele sieht die Gesellschaft gesichert durch die Verlängerung der Entwicklungsmaßnahme über den 31.12.2015 hinaus.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
38

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Rangrücktrittsvereinbarung als Treuhänderin
der LHP für Verbindlichkeiten der Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH gegenüber dem
für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme
„Bornstedter Feld“ gebildeten Treuhandvermögen

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €
Umsatzerlöse mit LHP: 772,8 T€ (aus dem
Treuhandvertrag sowie Geschäftsbesorgungsverträgen)

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
39

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten

Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

1,00
1,00

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1,00
II. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
1,00
III. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen
722.117,10
60,00
722.177,10

445.476,69
0,00
445.476,69 C. Verbindlichkeiten

6.975,35
729.152,45

6.636,31
452.113,00

729.153,45

452.114,00 Bilanzsumme

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

1. Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

102.258,38
11.258,28
-859,57
112.657,09

102.258,38
9.363,40
1.894,88
113.516,66

0,00
95.886,75
95.886,75

838,00
80.025,32
80.863,32

9,32
513.349,54
7.250,75
520.609,61

12,63
251.721,39
6.000,00
257.734,02

729.153,45

452.114,00

Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
40

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €

2010
in €

1. Umsatzerlöse

783.926,29

907.804,08

2. Sonstige betriebliche Erträge

332.810,90

355.641,65

a) Aufw endungen für bezogene Lieferungen
und Leistungen

817.733,80

951.339,67

Rohergebnis

299.003,39

312.106,06

299.809,42

315.882,67

-806,03

-3.776,61

1.060,46

298,43

1.060,46

298,43

254,43

-3.478,18

0,00

6.491,06

1.114,00

1.118,00

-859,57

1.894,88

3. Materialaufw and

4. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Finanzergebnis
6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
7. Außerordentliche Erträge
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
9. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH
41

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH
Adresse

Pappelallee 4
14469 Potsdam

Telefon

(0331) 6206 777

Fax

(0331) 6206 737

Internet

www.bornstedter-feld.de

Email

etbf@ProPotsdam.de

Stammkapital

25.000,00 €

Gründungsdatum

20. Juni 2003

Gesellschafter

100 % Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH (BGF) wurde am 06.05.2003 zur Beschleunigung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Bornstedter Feld“ errichtet und ist im Handelsregister des
Amtsgerichts Potsdam unter der Nummer HRB 17561 P eingetragen. Der Gesellschaftsvertrag ist in
der Fassung vom 29.09.2003 gültig. Die BGF ist eine Tochtergesellschaft der Entwicklungsträger
Bornstedter Feld GmbH und gehört somit zum Unternehmensverbund ProPotsdam.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Tätigkeit als Servicegesellschaft. Dies beinhaltet:
a) Die Errichtung von baulichen Anlagen aller Art auf eigenen oder fremden Grundstücken zur
anschließenden Veräußerung oder Vermietung in eigenem oder fremdem Namen,
b) Die gewerbsmäßige Vorbereitung, Planung, Betreuung der Durchführung von Baumaßnahmen
im eigenen Namen im Auftrag privater oder öffentlicher Bauherren,
c) Die Durchführung aller sonstigen Geschäfte, die zur Förderung der Tätigkeit zu den oben genannten Tätigkeiten nützlich oder erforderlich sind.
Im Rahmen ihres vorgenannten Tätigkeitsumfangs kann die Gesellschaft Grundstücke im eigenen
Namen erwerben, bewirtschaften und veräußern sowie die Durchführung von Baumaßnahmen durchführen lassen und Baubetreuungstätigkeiten im eigenen Namen durchführen oder durchführen lassen.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört unter anderem die harmonische Gestaltung der Gemeindeentwicklung zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH
42

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesellschafterversammlung
Vertreter der Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die
Geschäftsführung der Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH.
Geschäftsführung
Herr Martin Hermann

Geschäftsführer

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,02%
0,00%
672.695,21 €

0,03%
0,00%
811.817,92 €

0,04%
0,00%
851.393,92 €

0,00%
0,00%
84,13%
154,2 T€

0,00%
0,00%
81,38%
42,3 T€

0,00%
0,00%
80,77%
82,9 T€

3,28%
147.932,41 €
139.122,71 €

0,91%
145.507,53 €
39.576,00 €

1,40%
140.993,76 €
61.993,49 €

0,00%
0

0,00%
0

0,00%
0

11
8
17
7

11
8
17
7

11
8
17
7

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Leistungskennzahlen
Eigentumswohnungen "Stadthaus am Park"
Anzahl der Kaufverträge per 31.12.
Eigentumswohnungen "Wohnhöfe am Parktor Süd"
Anzahl der Kaufverträge per 31.12.

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

200

200
150

147,9

145,5

141,0

100

T€

T€

150

50

139,1

100

62,0
39,6

50

0

0
2011

2010

2009

2011

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

2010

2009

Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH
43

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben bedient sich die Gesellschaft der Ressourcen des Unternehmensverbundes. Sämtliche Verwaltungsleistungen werden von der Entwicklungsträger Bornstedter Feld
GmbH (ETBF) zur Verfügung gestellt. Sie berechnet dafür eine den Unternehmensaufwand deckende
Vergütung.
Die BGF hat zwei Eigentumswohnanlagen errichtet. Baubeginn der Eigentumswohnanlage „Stadthaus
am Park“ mit elf Eigentumswohnungen war am 27.10.2003. Bis 31.12.2011 konnten für acht Wohnungen notarielle Kaufverträge abgeschlossen werden.
Der Baubeginn für die Eigentumswohnanlage „Wohnhöfe am Parktor-Süd“, bestehend aus den beiden
Gebäuden „Torhaus“ mit neun Wohnungen sowie zwei Gewerbeeinheiten und „Gartenhaus“ mit acht
Wohnungen, war am 02.02.2004. Bis zum 31.12.2011 konnten für sieben Wohnungen notarielle Kaufverträge abgeschlossen werden.
Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt der Gesellschaft lag in 2011 in der Vermietung der Eigentumseinheiten.
Die Baugesellschaft hat mit der GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH Geschäftsbesorgungsverträge zur Mietverwaltung der beiden Objekte „Stadthaus am Park“ und Wohnungen am „Parktor-Süd“ geschlossen.
Der Jahresüberschuss ist im Wesentlichen auf die Erträge aus der Vermietung der noch nicht veräußerten Wohnung sowie der Zahlung auf einen rechtskräftigen Schadenersatzanspruch zurückzuführen. Zum 31.12.2011 weist die Gesellschaft bei einer Bilanzsumme von 4.242,6 T€ einen nicht durch
Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 672,7 T€ aus.
Der Gesellschaft wird ein unverzinslicher Kontokorrentkredit aus dem von der ETBF verwalteten
Treuhandvermögen „Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Bornstedter Feld“ von bis max.
7.669,4 T€ eingeräumt. Bis zum 31.12.2011 wurde die Kontokorrentlinie mit 3.023,8 T€ in Anspruch
genommen.
Um eine Überschuldung der Gesellschaft im Sinne des § 19 Insolvenzordnung (InsO) auszuschließen,
vereinbarte die ETBF GmbH mit der BBF mbH einen Rangrücktritt.
Nach dieser Rangrücktrittsvereinbarung vom 31.08.2004 tritt die Entwicklungsträger Bornstedter Feld
GmbH mit ihren bestehenden und künftigen Forderungen aus dem am 02.10.2003 vereinbarten Gesellschafterdarlehen insoweit hinter sämtliche Forderungen der gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger der Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH zurück, als dies zur Vermeidung einer Überschuldung im Sinne der Insolvenzordnung erforderlich ist.
Die Einhaltung der Zahlungsziele der ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wird zur Sicherung der Liquidität des Unternehmens konsequent überwacht.

Voraussichtliche Entwicklung
Für die Eigentumswohnanlage „Stadthaus am Park“ wurden in 2011 die noch bestehenden Mängel
weitestgehend beseitigt und Schadenersatzansprüche entweder im Verhandlungswege oder klageweise durchgesetzt.
Die endgültige Mängelbeseitigung und somit Fertigstellung der Eigentumswohnanlage „Wohnhöfe am
Parktor“ und die damit einhergehende Abnahmefähigkeit des Gemeinschaftseigentums ist weiterhin
ein zentrales Ziel der Gesellschaft und soll im Geschäftsjahr 2012 abgeschlossen werden.
Weitere Nettomittelzuführungen des Treuhandvermögens sind nicht mehr vorgesehen.
Im Wirtschaftsjahr 2012 wird versucht, die Vertriebsaktivitäten wieder zu aktivieren.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH
44

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH
45

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

B. Umlaufvermögen
I. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke
1. Grundstücke mit fertigen Bauten
2. Andere unfertige Leistungen

II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
III. Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten

C. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
Bilanzsumme

Truhandguthaben

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

791,00
791,00

2.310.765,40
1.140.301,89
3.451.067,29

69.784,22

48.234,34
3.569.085,85

672.695,21
4.242.572,06

17.255,58

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1.385,00
II. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
1.385,00
III. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

2.310.765,40 B. Rückstellungen
1.140.301,89
1. Sonstige Rückstellungen
3.451.067,29

68.977,87 C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
34.026,72
3. Sonstige Verbindlichkeiten
3.554.071,88

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

25.000,00
-836.817,92
139.122,71
672.695,21
0,00

25.000,00
-876.393,92
39.576,00
811.817,92
0,00

26.776,94
26.776,94

28.654,69
28.654,69

1.175.774,21
16.187,17
3.023.833,74
4.215.795,12

1.154.692,98
20.093,39
3.163.833,74
4.338.620,11

4.242.572,06

4.367.274,80

17.255,58

19.047,63

811.817,92
4.367.274,80 Bilanzsumme

19.047,63 Treuhandverbindlichkeiten

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH
46

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Bestandsveränderungen
Umsatzerlöse
2.

2010
in €
147.932,41
0,00

145.507,53
0,00

71.756,46

19.523,07

93.916,42

106.005,83

125.772,45

59.024,77

594,00

594,00

2.906,69

18.854,77

122.271,76

39.576,00

16.850,95

0,00

7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

139.122,71

39.576,00

8. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

139.122,71

39.576,00

2. Sonstige betriebliche Erträge
3. Materialaufw and
a) Aufw endungen für bezogene Leistungen
Rohergebnis
4. Abschreibungen
a) imaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
5. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH
47

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Sanierungsträger Potsdam GmbH
Adresse

Pappelallee 4
14469 Potsdam

Telefon

(0331) 6206 777

Fax

(0331) 6206 753

Internet

www.sanierungstraeger-potsdam.de

Email

sanierungstraeger@ProPotsdam.de

Stammkapital

51.129,19 €

Gründungsdatum

19. November 1992

Gesellschafter

80 % ProPotsdam GmbH
10 % Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam
10 % Kirchenkreis Potsdam der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Sanierungsträger Potsdam GmbH (STP) wurde mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages vom
25.02.1992 als Sanierungsträger Potsdam Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH errichtet und ist im Handelsregister unter der Nummer HRB 4326 P beim Amtsgericht Potsdam eingetragen.
Der Gesellschaftsvertrag ist in der Fassung vom 14.10.2008 gültig. Seit 2006 ist die Gesellschaft in
den Unternehmensverbund ProPotsdam als Mehrheitsbeteiligung eingegliedert.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens und Gesellschaftszweck ist:
a) Die Durchführung von städtebaulichen Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen nach dem
Baugesetzbuch, somit die treuhänderische Tätigkeit als Sanierungsträger sowie die Wahrnehmung sämtlicher weiterer Aufgaben eines Sanierungsbeauftragten. Hierzu gehören unter
anderem alle im Einzelnen in den Bestimmungen der §§ 136 – 171 des Baugesetzbuches genannten Tätigkeiten,
b) Weiterer Gesellschaftszweck sind die Entwicklung und Erforschung, die Planung und Durchführung von Verfahren und Maßnahmen zur Beseitigung baulicher Missstände und Mängel,
insbesondere die Vornahme von jeglichen Instandsetzungs-, Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen im Rahmen öffentlicher Programme und nach den Grundsätzen der behutsamen
Stadterneuerung, und zwar auch in Gebieten und an Objekten, die nicht in einem förmlich
festgelegten Sanierungsgebiet liegen.
Die vorgenannten Tätigkeiten können selbst oder durch Dritte vorgenommen werden.
Im Rahmen ihres vorgenannten Tätigkeitsumfangs kann die Gesellschaft Grundstücke im eigenen
Namen erwerben, bewirtschaften und veräußern sowie Baumaßnahmen durchführen lassen und Baubetreuungstätigkeiten im eigenen Namen durchführen oder durchführen lassen. Sie handelt in diesem
Rahmen jeweils treuhänderisch auf Rechnung der Gemeinde oder auf Rechnung eines mit ihr verbundenen Unternehmens oder einer anderen städtischen Gesellschaft beziehungsweise einer anderen öffentlichen Körperschaft, wenn die Gemeinde hierzu ihr Einverständnis erklärt hat.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Sanierungsträger Potsdam GmbH
48

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar zu fördern. Hierzu gehören auch die Errichtung von Zweigniederlassungen
sowie der Erwerb und die Errichtung von anderen Unternehmen sowie die Beteiligung an solchen,
soweit diese sich innerhalb des Tätigkeitsumfangs des Gesellschaftsgegenstandes der Muttergesellschaft betätigen, gemeinderechtliche Regelungen nicht entgegenstehen und die Zustimmung der
Stadtverordnetenversammlung zur Ausgründung vorliegt, der LHP unter Berücksichtigung des § 7 des
Gesellschaftsvertrages eine angemessene Einflussnahme ermöglicht wird, der Unternehmensgegenstand durch öffentlichen Zweck gerechtfertigt ist und die Betätigung des Unternehmens nach Art und
Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit und zum Bedarf der Landeshauptstadt steht.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die harmonische Gestaltung der Gemeindeentwicklung unter
Beachtung des Denkmalschutzes zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die ProPotsdam GmbH durch die Geschäftsführung der
ProPotsdam GmbH vertreten.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der STP konstituierte sich in seiner Sitzung vom 21.04.2009. Er besteht gemäß
§ 8 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages aus mindestens fünf Mitgliedern. Dem Aufsichtsrat sollen ein
durch den Aufsichtsrat der Hauptgesellschafterin zu benennendes Mitglied, das den Vorsitz führt, drei
durch den Aufsichtsrat der Hauptgesellschafterin zu benennende Mitglieder, und je ein von dem weiteren Gesellschafter zu benennendes Mitglied angehören. Sofern ein aus dem Aufsichtsrat der Hauptgesellschafterin entsendetes Mitglied zugleich auch Vertreter eines weiteren Gesellschafters ist, geht
dessen Benennungsrecht auf den Aufsichtsrat der Hauptgesellschafterin über.
Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr 2011 aus folgenden Mitgliedern:
Herr Burkhard Exner

Vorsitzender, Bürgermeister, Beigeordneter für
Zentrale Steuerung und Service der
Landeshauptstadt Potsdam

Herr Horst Heinzel

Stellv. Vorsitzender, über SVV entsandt

Herr Ingo Korne

über SVV entsandt

Herr Ernst Dienst

Mitglied des Vorstandes der Mittelbrandenburgischen Sparkasse

Herr Peter Leinemann

Bankkaufmann

Herr Harald Kümmel

(bis 23.03.2011) über SVV entsandt

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Sanierungsträger Potsdam GmbH
49

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsführung
Herr Horst Müller-Zinsius

Geschäftsführer

Herr Erich Jesse

(bis 30.06.2011) Geschäftsführer

Herr Bert Nicke

(ab 19.11.2011) Geschäftsführer

Kapitalverhältnisse
Mit Wirkung zum 01.01.2006 hat die ProPotsdam GmbH, die bisher 10 % der Anteile am Stammkapital hielt, den Geschäftsanteil der LHP (51 %) erworben. Darüber hinaus erwarb sie mit Vertrag vom
22.02.2006 die bisher von der InvestitionsBank des Landes Brandenburg gehaltenen Anteile (19 %),
so dass die ProPotsdam GmbH derzeit 80 % des Stammkapitals der Gesellschaft hält. Dies entspricht
einem Anteil in Höhe von 40,9 T€. Die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam und der Kirchenkreis Potsdam der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz halten jeweils 10 % der Anteile am Stammkapital (5,1 T€).

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,01%
1,60%
0,00 €

0,01%
2,18%
0,00 €

0,01%
0,00%
49.377,82 €

0,00%
101,60%
-162,3 T€

0,36%
102,21%
145,6 T€

0,86%
102,44%
142,2 T€

-0,50%
778.459,96 €
-12.055,03 €

4,48%
1.118.527,84 €
100.098,81 €

0,87%
1.158.005,89 €
8.851,19 €

0,00%
0

0,00%
0

0,00%
0

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

1.500

1.118,5

100,1

80

778,5

T€

T€

1.000

120

1.158,0

500

40
8,9
0

0

-40

2011

2010

2009

-12,1

2011

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

2010

2009

Sanierungsträger Potsdam GmbH
50

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Durchführung von städtebaulichen Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen nach dem Baugesetzbuch ist die Hauptaufgabe der STP. Dazu gehören die Sanierungsmaßnahmen Holländisches
Viertel, II. Barocke Stadterweiterung Nord, II. Barocke Stadterweiterung Süd, Potsdamer Mitte, Schiffbauergasse, Am Kanal/Stadtmauer, die Entwicklungsmaßnahme Block 27 sowie darüber hinaus die
Sanierungsmaßnahme Innenstadt in Werder/Havel.
Die Gesellschaft nimmt Aufgaben eines treuhänderischen Sanierungs- bzw. Entwicklungsträgers für
die LHP war.
Die Bilanz zum 31.12.2011 weist einen Bilanzverlust von 12,5 T€ aus. Die Gesellschaft erzielte im
Geschäftsjahr 2011 Umsatzerlöse und Erträge aus Bestandsveränderungen in Höhe von 1.084,5 T€.
Die Umsatzerlöse des Sanierungsträgers resultieren im Wesentlichen aus der Erbringung von Regieleistungen für die Durchführung geförderter Maßnahmen in den Sanierungsgebieten. Aufgrund der
absehbaren Reduzierung von Fördermitteln ist in diesen Bereichen mit Umsatzrückgängen zu rechnen.
Es wird weiterhin erforderlich sein, dass die LHP als Treugeberin und Auftraggeberin ihrerseits Erwartungen, Anforderungen und Kooperationspotenziale unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Gegebenheiten definiert und ausgeschöpft.

Voraussichtliche Entwicklung
Auch im nächsten Geschäftsjahr werden die Aufgabenschwerpunkte der Gesellschaft unverändert in
der planmäßigen und zügigen Bearbeitung beziehungsweise in der Abrechnung der Sanierungs- und
Entwicklungsmaßnahmen liegen. Dabei bezieht die Gesellschaft wesentliche Leistungen über Geschäftsbesorgungsverträge aus dem Unternehmensverbund ProPotsdam.
Es wurden die notwendigen organisatorischen Maßnahmen ergriffen, welche sicherstellen, dass die
Arbeiten in den Sanierungs- und Entwicklungsgebieten erfolgreich abgeschlossen und die Abrechnung der Treuhandvermögen durchgeführt werden können.
Für das kommende Geschäftsjahr wird mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis und einer konstanten Liquidität gerechnet.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Sanierungsträger Potsdam GmbH
51

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €
Umsatzerlöse mit LHP: 607,4 T€ (Regieleistungen aus Sanierungsdurchführung, Projektsteuerung, Baufachliche Prüfungen, Entwicklungsträgertätigkeit)

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Sanierungsträger Potsdam GmbH
52

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Sanierungsträger Potsdam GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Beteiligungen

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Leistungen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

300,00
300,00

2.078.854,48

343.697,26
343.697,26

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
300,00
II. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
300,00
III. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

1.772.856,11 B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen

551.570,98
551.570,98 C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Erhaltene Anzahlungen
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4. Sonstige Verbindlichkeiten

2.422.551,74

2.324.427,09

175,99

113,49

2.423.027,73

2.324.840,58 Bilanzsumme

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

51.129,19
-408,20
12.055,03
38.665,96

51.129,19
-100.507,01
100.098,81
50.720,99

30.662,07
30.662,07

24.437,40
24.437,40

42,31
1.961.922,57
372.091,57
19.643,25
2.353.699,70

43,05
1.788.717,94
459.918,78
1.002,42
2.249.682,19

2.423.027,73

2.324.840,58

Sanierungsträger Potsdam GmbH
53

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Sanierungsträger Potsdam GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €

2010
in €

1. Umsatzerlöse

778.459,96

1.118.527,84

2. Bestandsveränderungen

305.998,37

124.586,59

0,00

123,56

1.079.154,87

1.128.649,99

5.303,46

114.588,00

18.000,29

14.791,67

-12.696,83

99.796,33

641,80

444,21

0,00

4.000,00

641,80

-3.555,79

-12.055,03

96.240,54

0,00

3.858,27

-12.055,03

100.098,81

3. Sonstige betrieblichen Erträge
4. Materialaufw and
a) Aufw endungen für bezogene Leistungen

Rohergebnis
5. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
7. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
9. Außerordentliche Erträge
10. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Sanierungsträger Potsdam GmbH
54

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L.
Adresse

Pappelallee 4
14469 Potsdam

Telefon

(0331) 6206 0

Fax

(0331) 6206 113

Internet

www.ProPotsdam.de

Email

info@ProPotsdam.de

Grundkapital

25.564,59 €

Gründungsdatum

1898

Aktionäre

94,88 % ProPotsdam GmbH
5,12 % Landeshauptstadt Potsdam

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die 1898 gegründete Terraingesellschaft Neubabelsberg AG (TNB) befindet sich seit 1936 in Liquidation. 1979 wurde von der Hauptversammlung die Fortsetzung der Liquidation beschlossen.
Mit Kaufvertrag vom 28.12.2005 erwarb die ProPotsdam GmbH 94,88 % des Aktienpaketes der Terraingesellschaft von der Landeshauptstadt Potsdam. Damit gehört die Gesellschaft zum Unternehmensverbund ProPotsdam. Im Rahmen der Hauptversammlung am 24.05.2006 stimmten die Aktionäre der Gesellschaft dem Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages zwischen der Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L. und der ProPotsdam GmbH zu. Daraufhin erfolgte am 31.08.2006 die
Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Potsdam. Die Satzung ist in der Fassung vom
24.05.2006 gültig.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der Gesellschaft sind gemäß Satzung und Handelsregister der Erwerb und die Verwertung von Grundstücken in der Villenkolonie Neubabelsberg und deren Umgebung sowie die Vermögensverwaltung. Innerhalb dieser Grenzen ist die Gesellschaft zu allen Geschäften und Maßnahmen
berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der öffentliche Zweck gemäß § 2 Abs. 2 BbgKVerf ist nicht mehr gegeben. Planmäßig wird die Gesellschaft unter Berücksichtigung der Fristen des Ergebnisabführungsvertrages von der Hauptaktionärin liquidiert und aufgelöst.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Hauptversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Liquidatoren.
Hauptversammlung
In der Hauptversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister sowie
die ProPotsdam GmbH durch die Geschäftsführung der ProPotsdam GmbH vertreten.
Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L.
55

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung aus drei Mitgliedern. Im Berichtsjahr 2011
waren folgende Personen Mitglieder des Aufsichtsrates:
Herr Horst Müller-Zinsius

Vorsitzender, ProPotsdam GmbH

Herr Sönke Jensen

Stellv. Vorsitzender, Landeshauptstadt Potsdam

Herr Ronald Reif

Steuerberater/Wirtschaftsprüfer

Liquidatoren
Herr Jörn-Michael Westphal

Liquidator

Herr Bert Nicke

Liquidator

Kapitalverhältnisse
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 25,6 T€, davon hält die ProPotsdam GmbH einen Kapitalanteil in Höhe von 24,3 T€ (94,88 %). Mit einem Anteil von 5,12 %, dies entspricht einem Kapitalanteil
von 1,3 T€, ist die LHP an der TNB beteiligt.

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,00%
24,62%
0,00 €

0,00%
21,48%
0,00 €

0,00%
98,37%
0,00 €

0,00%
0,00%
132,67%
162,0 T€

0,00%
0,00%
127,36%
40,1 T€

0,00%
0,00%
6.116,56%
-25,5 T€

7,09%
0,00 €
0,00 €
-1.258.569,43 €

6,91%
0,00 €
0,00 €
-1.646.607,97 €

0,00%
0,00 €
0,00 €
-46.107,17 €

0,00%
0

0,00%
0

0,00%
0

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

*Gesamtrentabilität der Jahre 2011 und 2010 beziehen sich nach Ergebnisabführung.

Ergebnis vor Gewinnabführung/
Verlustübernahme
0
-46,1

T€

-500
-1.000
-1.500

-1.258,6
-1.646,6

-2.000
2011

2010

2009

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L.
56

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Zweck der Gesellschaft ist die Entwicklung und Verwertung des unbebauten Grundstücks Neue Kreisstraße 32-36 in Berlin Steglitz/ Zehlendorf sowie die Verwaltung der übrigen Vermögensgegenstände
zum Zwecke der Liquidation der Gesellschaft.
Die laufenden Tätigkeitsschwerpunkte der Gesellschaft erstreckten sich im Wirtschaftsjahr 2011 auf
die Verwaltung der liquiden Mittel der Gesellschaft sowie in der Einforderung und Verwaltung eigener
Zahlungsansprüche aus Pachtverhältnissen. Im Zuge der Ausweitung der Forderungsmanagementaktivitäten erwarb die Gesellschaft mit Vertrag vom 23.06.2011 titulierte Forderungen aus Schuldenverhältnissen mit vertraglichem Erfüllungsort Potsdam-Babelsberg. Die Gesellschaft führte daraufhin die
Zwangsvollstreckung aus diesen Forderungen im eigenen Namen auf eigener Rechnung durch.
Des Weiteren hatte sich die Gesellschaft mit Ansprüchen der Käufer des Grundstücks Neue Kreisstraße 32 – 36 wegen behaupteter Sachmängel auf dem Verkaufsgrundstück auseinander zu setzen.
Die Ertragslage der Gesellschaft ist im Wirtschaftsjahr 2011 von der Bildung einer Gewerbesteuerrückstellung für das Veranlagungsjahr 2007 (1.363 €) geprägt. Die Höhe der Rückstellung wurde auf
der Grundlage vorliegender neu erlassener Gewerbesteuerbescheide ermittelt. Grund der Rückstellungsbildung ist eine möglicherweise drohende Nachversteuerung eines im Rahmen eines Grundstücksveräußerungsgeschäftes im Jahr 2007 erzielten Buchgewinns in Höhe von 5.807 T€.

Voraussichtliche Entwicklung
Im Wirtschaftsjahr 2012 liegt der wesentliche Aufgabenschwerpunkt der Gesellschaft in der ordnungsgemäßen Verwaltung der Vermögensgegenstände der Gesellschaft sowie der weiteren Ausweitung
der Zwangsvollstreckungsaktivitäten.
Die Gesellschaft erwartet, dass für die wirtschaftliche Entwicklung maßgebliche Entscheidung über
die steuerliche Wirksamkeit des mit der ProPotsdam GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages nicht im Wirtschaftsjahr 2012, sondern erst nach Abschluss eines Finanzgerichtsverfahrens geklärt werden wird.
Die Geschäftsführung erwartet aufgrund der aktuellen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auch für die
Folgejahre eine ausgeglichene Ertrags- und Vermögenslage. Risiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sind aufgrund des handelsrechtlich gültigen Ergebnisabführungsvertrages für
die Zukunft nicht erkennbar.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Erträge aus Verlustübernahme: 1.258.569,43 €
(PP)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L.
57

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L.
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
II.

Guthaben bei Kreditinstituten

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

1.295.385,85
530.177,65
1.825.563,50

Passiva

A. Liquidationskapital
I. Gezeichnetes Kapital
1.724.216,95
II. Gew innrücklagen
III. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust
368.159,02
2.092.375,97
B. Rückstellungen
I. Steuerrückstellungen
II. Sonstige Rückstellungen

C. Verbindlichkeiten
Bilanzsumme

1.825.563,50

2.092.375,97 Bilanzsumme

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

25.564,59
58.798,57
365.158,13
449.521,29

25.564,59
58.798,57
365.158,13
449.521,29

1.362.937,39
11.629,49
1.374.566,88

1.597.567,00
8.729,49
1.606.296,49

1.475,33

36.558,19

1.825.563,50

2.092.375,97

Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L.
58

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L.
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Sonstige betrieblichen Erträge

2010
in €
31.504,42

4.554,58

46.393,46

46.263,80

-14.889,04

-41.709,22

16.490,57

10.263,05

-31.379,61

-51.972,27

4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

75.632,88

1.261,67

5. Zinsen und ähnliche Aufw endungen

129.509,89

144.606,00

-53.877,01

-143.344,33

-85.256,62

-195.316,60

7. Steuern von Einkommen und vom Ertrag

1.173.312,81

1.451.291,37

8. Erträge aus Verlustübernahme

1.258.569,43

1.646.607,97

0,00

0,00

2. Materialaufw and
a) Aufw endungen für bezogene Lieferungen
und Leistungen
Rohergebnis
3. Sonstige betrieblichen Aufw endungen
Betriebsergebnis

Finanzergebnis
6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

9. Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L.
59

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt
Potsdam mbH
Adresse

Pappelallee 4
14469 Potsdam

Telefon

(0331) 6206 0

Fax

(0331) 6206 113

Internet

www.ProPotsdam.de

Email

info@ProPotsdam.de

Stammkapital

25.000,00 €

Gründungsdatum

15. März 2006

Gesellschafter

100 % ProPotsdam GmbH

Beteiligungen

Biosphäre Potsdam GmbH

100 %

Kurzvorstellung des Unternehmens
Mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages am 14.11.2005 wurde die ProPotsdam Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft mbH errichtet. Die Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam erfolgte unter der Nummer HRB 19271 P. Die Gesellschaft gehört zum Unternehmensverbund
ProPotsdam und wird in den Konzernabschluss der ProPotsdam GmbH einbezogen. Mit Beschluss
der Gesellschafterversammlung vom 11.01.2007 wurde die Gesellschaft in Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt Potsdam mbH umfirmiert (BVG).
Die Gesellschaft erwarb mit notariellem Vertrag vom 29.06.2007 die Geschäftsanteile der Biosphäre
Potsdam GmbH. Im Geschäftsjahr 2011 erstreckte sich die wirtschaftliche Tätigkeit der BVG auf Serviceleistungen für die Unternehmen des ProPotsdam-Verbundes sowie für die Biosphäre Potsdam
GmbH. Am 09.06.2008 beschloss die Gesellschaftsversammlung eine neue Satzung, wobei Firma,
Sitz und Stammkapital unverändert blieben. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am
25.06.2008.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung genehmigungsfreier immobilienwirtschaftlicher
Dienstleistungen aller Art für die Gesellschafterin, für deren Beteiligungsgesellschaften und für die
Landeshauptstadt Potsdam.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehören die Entwicklung der Freizeitbedingungen und die Förderung
des kulturellen Lebens zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt Potsdam mbH
60

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesellschafterversammlung
Vertreter der ProPotsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die Geschäftsführung der ProPotsdam GmbH.
Geschäftsführung
Herr Eckhard Schaaf

Geschäftsführer

Beteiligungsverhältnisse
Die Gesellschaft hält die Anteile an der Biosphäre Potsdam GmbH, deren gezeichnetes Kapital
26,0 T€ beträgt, zu 100 %.

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,00%
50,74%
0,00 €

0,00%
49,54%
0,00 €

0,00%
45,58%
0,00 €

0,00%
0,00%
47,4 T€

0,00%
0,00%
-9,4 T€

0,00%
183,75%
-26,6 T€

2,04%
150.030,00 €
1.248,71 €

1,61%
139.980,00 €
967,47 €

0,44%
146.520,00 €
281,97 €

90,39%
2

88,99%
3

87,03%
3

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

Umsatzerlöse
200

1,6
150,0

140,0

1,2

146,5

1,2

120

T€

T€

160

80

1,0

0,8

0,3

0,4

40

0,0
2011

2010

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

2009

2011

2010

2009

Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt Potsdam mbH
61

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Im Geschäftsjahr 2011 bestand die wichtigste Tätigkeit der Gesellschaft in der Geschäftsführung für
die eigene Tochtergesellschaft Biosphäre Potsdam GmbH. Darüber hinaus wurden Dienstleistungen
für die Gesellschaften im Unternehmensverbund erbracht.
Auswirkungen der gegenwärtig herrschenden weltweiten Finanzkrise auf die Gesellschaft sind kaum
zu spüren, da die Tätigkeit der Gesellschaft satzungsgemäß nur innerhalb des Unternehmensverbundes stattfindet.
Die Erträge aus der Geschäftsführung für die Biosphäre Potsdam GmbH sind an die Laufzeit des zwischen der LHP und der Biosphäre Potsdam GmbH geschlossenen Betreibervertrages gebunden. Dieser endete mit Ablauf des 31.12.2008 und wurde zwischenzeitlich mehrmals verlängert.
Im gesamten Berichtszeitraum war die Gesellschaft jederzeit zahlungsfähig und wird dies ausweichlich der vorliegenden Finanzplanung bis Ende 2016 sein. Die Einhaltung der Zahlungsziele wird zur
Sicherung der Liquidität des Unternehmens konsequent überwacht.

Voraussichtliche Entwicklung
Künftige Risiken liegen unverändert in der ungewissen Zukunft der Tochtergesellschaft Biosphäre
Potsdam GmbH. Sollte der Betreibervertrag der Tochtergesellschaft Biosphäre Potsdam GmbH nicht
verlängert werden, ist von entsprechender Ertragsreduzierung auszugehen. Der aktuellen Ertragsund Finanzplanung liegt die Annahme zugrunde, dass der Betreibervertrag zumindest bis Jahresende
2012 weiter besteht.
Ein Risikomanagementsystem ist entwickelt und installiert. Die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft wird regelmäßig anhand von betriebswirtschaftlichen Kennziffern, die jeweils monatlich ermittelt
werden, überwacht. Besonderes Augenmerk liegt auf der ständigen Sicherung ausreichender Liquidität.
Der Ausbau weiterer Leistungen für andere verbundene Unternehmen im Finanz- und Personalbereich ist aufgrund konzerninterner Entscheidungen nicht weiter verfolgt worden.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt Potsdam mbH
62

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshaupstadt Potsdam mbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
II. Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten

Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

1,00
1,00

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1,00
II. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
1,00
III. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen
9.758,00

51.533,42
61.291,42

61.292,42

56.191,80

4.071,03 C. Verbindlichkeiten
60.262,83
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
3. Sonstige Verbindlichkeiten

60.263,83 Bilanzsumme

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

25.000,00
4.851,84
1.248,71
31.100,55

25.000,00
3.884,37
967,47
29.851,84

24.309,50
24.309,50

22.943,10
22.943,10

0,00

205,27

4.447,52
1.434,85
5.882,37

4.435,65
2.827,97
7.468,89

61.292,42

60.263,83

Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt Potsdam mbH
63

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt Potsdam mbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge
Rohergebnis

2010
in €
150.030,00

139.980,00

9.537,93

9.117,78

159.567,93

149.097,78

3. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

4. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
5. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
7. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

117.148,38

108.613,96

18.469,61

15.953,75
135.617,99

124.567,71

22.545,23

23.454,60

1.404,71

1.075,47

1.404,71

1.075,47

156,00

108,00

1.248,71

967,47

Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt Potsdam mbH
64

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Biosphäre Potsdam GmbH
Adresse

Georg-Hermann-Allee 99
14469 Potsdam

Telefon

(0331) 55074 0

Fax

(0331) 55074 20

Internet

www.biosphaere-potsdam.de

Email

info@biosphaere-potsdam.de

Stammkapital

26.000,00 €

Gründungsdatum

03. April 1990

Gesellschafter

100 % Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt
Potsdam mbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Biosphäre Potsdam GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt Potsdam (BVG). Die Eintragung der Gesellschaft beim Amtsgericht
Potsdam erfolgte unter der Register-Nummer HRB 16385 P. Der Gesellschaftsvertrag vom
17.09.2002 ist in der Fassung vom 10.08.2007 gültig.
Mit der Landeshauptstadt Potsdam wurde am 29.06.2007 ein Betreibervertrag abgeschlossen. Die
Landeshauptstadt Potsdam zahlt der Gesellschaft Zuschüsse, die eine kostendeckende Betreibung
der Errichtung sicherstellen sollen. Der Betreibervertrag war zunächst bis 31.12.2008 abgeschlossen
worden. Die Laufzeit des Vertrages wurde mehrfach verlängert.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Biosphäre Potsdam.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehören die Entwicklung der Freizeitbedingungen und die Förderung
des kulturellen Lebens zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt Potsdam mbH von deren Geschäftsführung vertreten.
Geschäftsführung
Herr Eckhard Schaaf

Geschäftsführer

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Biosphäre Potsdam GmbH
65

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)

2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

47,02%
10,52%
0,00 €

41,57%
8,42%
0,00 €

44,33%
9,25%
0,00 €

22,37%
0,00%
54,28%
43,7 T€

20,25%
0,01%
57,19%
67,5 T€

20,86%
0,01%
54,11%
88,1 T€

0,33%
2.721.471,88 €
1.300,00 €

1,03%
2.803.794,98 €
4.550,00 €

0,30%
2.283.252,69 €
989,94 €

33,56%
32

30,47%
32

33,80%
30

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

4.000
3.000

6
2.721,5

2.803,8

4,5
4

T€

T€

2.283,3
2.000

2

1.000

0

1,3

1,0

0
2011

2010

2009

2011

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

2010

2009

Biosphäre Potsdam GmbH
66

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Biosphäre Potsdam GmbH betreibt auf der Grundlage eines mit der LHP abgeschlossenen Betreibervertrages die touristische Basiseinrichtung „Biosphäre Potsdam“. Das im Jahr 2007 von der
LHP angestrengte europaweite Ausschreibungsverfahren für die künftige Betreibung der Einrichtung
ist noch nicht abgeschlossen. Sein Ausgang wird für die Gesellschaft existentiell sein, da die Betreibung dieser Einrichtung einziger Gesellschaftszweck der Biosphäre ist.
Im Berichtszeitraum hat die Gesellschaft die Reattraktivierung der Einrichtung weiter fortgeführt. Bei
der Gestaltung von Sonderausstellungen wurde auf die Nachhaltigkeit insofern Wert gelegt, dass Attraktionen dieser Ausstellungen dauerhaft in der Einrichtung verblieben sind.
Die Besucherzahlen sind im Berichtsjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um 12,4 % gesunken. Der
Umsatz insgesamt verringerte sich um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr.
Unter Einbeziehung der im Betreibervertrag geregelten Zuschüsse war die Gesellschaft im Berichtszeitraum jederzeit zahlungsfähig.

Voraussichtliche Entwicklung
Trotz Rückläufiger Besucherzahl haben sich die Veränderungen in der Ausstellung als richtig erwiesen. Das Konzept, den Besuchern im Rahmen einer hohen Aufenthaltsqualität leicht verständlich wissenswertes aus den verschiedenen Bereichen der Natur zu bieten, wird angenommen. Lediglich die
letztjährige Sommerausstellung „Here comes the sun“ hat die Erwartungen hinsichtlich der Besucheranziehung nicht erfüllt.
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr das Zertifizierungsverfahren für das Gütesiegel „Servicequalität
Brandenburg“ in der Stufe 3 erfolgreich durchlaufen und die Qualitätsstandards stetig ausgebaut. Damit sowie mit der festen Einbettung in verschiedene touristische Netzwerke ist das Unternehmen auf
künftige Herausforderungen vorbereitet.
Neben dem existentiellen Risiko des endenden Betreiberauftrages bestehen weitere Risiken durch die
allgemeine Preisentwicklung. Insbesondere der Energiesektor ist für die Biosphäre bedeutsam, aber
auch der Dienstleistungssektor, in den Tarifabschlüsse sowie Tarifanwendungen nach Allgemeinverbindlichkeitserklärungen durchwirken.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 1.007,1 T€

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Biosphäre Potsdam GmbH
67

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Biosphäre Potsdam GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust
3.041,55

2.776,66

180.713,81
183.755,36

193.866,22
196.642,88

55.460,46

C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
59.871,10
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
4. Sonstige Verbindlichkeiten

38,33
45.943,67
49.951,94
95.933,94

117.267,43
7,67
32.241,30
149.516,40

38.428,10
189.822,50

38.353,60
247.741,10

17.262,49

28.643,19

390.840,35

B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen

473.027,17 Bilanzsumme

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

26.000,00
15.112,59
41.112,59

26.000,00
13.812,59
39.812,59

44.807,01
59.704,40
104.511,41

44.807,01
59.614,72
104.421,73

0,00
193.544,34
11.981,75
39.690,26
245.216,35

632,15
252.684,59
58.409,63
17.066,48
328.792,85

390.840,35

473.027,17

Biosphäre Potsdam GmbH
68

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Biosphäre Potsdam GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse

2010
in €
2.721.471,88

2.803.794,98

2. Bestandsveränderungen

-4.410,64

2.476,78

3. Sonstige betriebliche Erträge

42.142,29

19.154,32

4. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren

310.929,01

315.570,86

b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

371.118,44

347.565,54

Rohergebnis

682.047,45

663.136,40

2.077.156,08

2.162.289,68

5. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

754.335,74

701.993,87

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

158.922,29

152.392,06
913.258,03

854.385,93

56.556,29

51.016,31

1.084.583,74

1.230.157,53

22.758,02

26.729,91

938,66

515,29

1,48

300,00

937,18

215,29

10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

23.695,20

26.945,20

11. Sonstige Steuern

22.395,20

22.395,20

1.300,00

4.550,00

13. Gew innvortrag/ Verlustvortrag

13.812,59

9.262,59

14. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust

15.112,59

13.812,59

6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
7. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
9. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis

12. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Biosphäre Potsdam GmbH
69

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Luftschiffhafen Potsdam GmbH
Adresse

Am Luftschiffhafen 2
14471 Potsdam

Telefon

(0331) 505 710 3

Fax

(0331) 505 710 99

Internet

www.sportpark-luftschiffhafen.de

Email

info@luftschiffhafen-potsdam.de

Stammkapital

25.000,00 €

Gründungsdatum

28. Mai 2008

Gesellschafter

100 % Pro Potsdam GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages wurde die Luftschiffhafen Potsdam GmbH (LSH) am
28.05.2008 errichtet und am selbigen Tag in das Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter der
Nummer HRB 21178 P eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung genehmigungsfreier immobilienwirtschaftlicher
Dienstleistungen aller Art für die Gesellschafterin, für deren Beteiligungsgesellschaften und für die
Landeshauptstadt Potsdam, insbesondere die Bewirtschaftung und Entwicklung der sportlichen Infrastruktureinrichtung Luftschiffhafen Potsdam.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört unter anderem die harmonische Gestaltung der Gemeindeentwicklung zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Ein Aufsichtsrat wurde in 2012 eingerichtet.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der ProPotsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die Geschäftsführung der ProPotsdam GmbH.
Geschäftsführung
Herr Andreas Klemund

Geschäftsführer

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Luftschiffhafen Potsdam GmbH
70

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

13,09%
13,27%
0,00 €

4,03%
33,30%
0,00 €

0,86%
13,23%
0,00 €

101,37%
0,00%
99,98%
66,4 T€

827,23%
0,00%
143,53%
11,8 T€

1.537,02%
0,00%
114,25%
8,4 T€

-2,31%
1.512.033,01 €
-3.585,54 €

2,47%
1.120.905,71 €
1.791,20 €

2,50%
1.082.499,20 €
4.228,28 €

79,45%
29

91,58%
24

88,20%
24

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

2.000

10

1.512,0
1.500

4,2

5

1.082,5

1.000

T€

T€

1.120,9

500

0
-5

0

1,8

-3,6

-10
2011

2010

2009

2011

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

2010

2009

Luftschiffhafen Potsdam GmbH
71

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Mit Geschäftsbesorgungsvertrag vom 18.12.2008 übertrug die LHP sämtliche Aufgaben der Bewirtschaftung und Betreibung des Standortes „Luftschiffhafen“ zum Stichtag 01.01.2009 auf die Gesellschaft. Der endgültige Betreibervertrag wurde am 07.09.2011 unterzeichnet. Mit Abschluss des Betreibervertrages sind die wesentlichen Leistungsbeschreibungen des Konzeptes zur Neuorganisation
des Luftschiffhafens vom 25.06.2009 umgesetzt.
Die Gesellschaft erledigte im Geschäftsjahr 2011 sämtliche, der im Betreibervertrag vertraglich geregelten Aufgaben. Zu den wesentlichen Aufgaben gehörte dabei neben der Bewirtschaftung des Areals
Luftschiffhafen, die Koordination der weiteren Entwicklung des Geländes sowie die Gewährleistung
eines umfassenden betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Controllings aller Geschäftsvorfälle.

Voraussichtliche Entwicklung
Im Wirtschaftsjahr 2012 liegt der wesentliche Aufgabenschwerpunkt der Gesellschaft unverändert in
der ordnungsgemäßen Erbringung der vertraglich verankerten Aufgaben der Gesellschaft.
Die Aufgaben und Zuständigkeiten sind daher in Geschäftsbesorgungs-, Gestellungs- und Mietverträgen zwischen den drei wesentlichen Handlungsbeteiligten Luftschiffhafen Potsdam GmbH, ProPotsdam GmbH und LHP verbindlich festgelegt.
Zur Stärkung der Ertragskraft der Gesellschaft richten sich die Aktivitäten der Gesellschaft verstärkt
auf die Weiter- und Untervermietung der Sportmehrzweckhalle sowie die Vergabe von Namensrechten und Vermietung von Werbeflächen.
Der organisatorische und personelle Aufbau der Gesellschaft sowie die Strukturierung der Leistungserbringungen zwischen der Gesellschaft, dem Unternehmensverbund ProPotsdam und der LHP ist
inzwischen bis auf den Bewirtschaftungsbereich Wohnheim abgeschlossen und bietet für die Entwicklung der Liegenschaft die Chance, Kostenreduzierungen und Effizienzsteigerungen als Folge der optimierten Aufgabenerledigung zu realisieren.
Auf Basis dieser Einschätzung werden für das Jahr 2012 ein leicht positives Jahresergebnis und eine
hinreichende Liquidität erwartet.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €
Umsatzerlöse aus Bewirtschaftung und Betreibung des Areals LSH für LHP: 1.013,2 T€

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Luftschiffhafen Potsdam GmbH
72

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Luftschiffhafen Potsdam GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand

C. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Andere Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

Passiva

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

A. Eigenkapital
757,84

1.171,12

19.502,00
20.259,84

1.745,02
2.916,14

I. Gezeichnetes Kapital
II. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
III. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen
25.950,91
106.041,98
1.979,71
133.972,60

217,79
134.190,39

299,40
154.749,63

17.851,89
50.771,97
678,87
69.302,73 C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
47,97
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
69.350,70
4. Sonstige Verbindlichkeiten

173,61

D. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Andere Rechnungsabgrenzungsposten

72.440,45 Bilanzsumme

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

25.000,00
-876,77
-3.585,54
20.537,69

25.000,00
-2.667,97
1.791,20
24.123,23

30.858,58
30.858,58

30.659,89
30.659,89

40,41
48.559,57
31.594,93
23.068,45
103.263,36

27,96
2.310,32
1.098,20
14.220,85
17.657,33

90,00

0,00

154.749,63

72.440,45

Luftschiffhafen Potsdam GmbH
73

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Luftschiffhafen Potsdam GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
1.512.033,01

1.120.905,71

51.705,73

27.766,18

72.123,07

38.802,64

1.491.615,67

1.109.869,25

3. Materialaufw and
a) Aufw endungen für bezogene Lieferungen
und Leistungen
Rohergebnis
4. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

1.018.115,59

873.496,43

183.184,01

153.026,80
1.201.299,60

1.026.523,23

5.946,36

835,24

289.020,81

81.485,22

-4.651,10

1.025,56

1.110,41

631,10

13,35

0,00

1.097,06

631,10

-3.554,04

1.656,66

0,00

231,98

31,50

0,00

0,00

97,44

-3.585,54

1.791,20

5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
8. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
9. Außerordentliche Erträge
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag
11. Sonstige Steuern
12. Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Luftschiffhafen Potsdam GmbH
74

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

ProPotsdam Facility Management GmbH
Adresse

Pappelallee 4
14469 Potsdam

Telefon

(0331) 6206 0

Fax

(0331) 6206 113

Internet

www.ProPotsdam.de

Email

info@ProPotsdam.de

Stammkapital

25.000,00 €

Gründungsdatum

11. Mai 2009

Gesellschafter

100 % ProPotsdam GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Am 06.04.2009 wurde die ProPotsdam Facility Management GmbH (PPFM) mit notariellem Vertrag
errichtet. Die Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister des Amtsgerichtes Potsdam erfolgte
unter der Nummer HRB 22120 P am 11.05.2009. Der Gesellschaftsvertrag wurde zuletzt geändert am
09.06.2011; die Eintragung in das Handelsregister erfolgte zum 21.06.2011.
Es besteht zwischen der ProPotsdam Facility Management GmbH und der ProPotsdam GmbH ein
Ergebnisabführungsvertrag. Dieser wurde am 18.11.2011 abgeschlossen. Der Vertrag ist mit der Eintragung in das Handelsregister wirksam geworden und gilt rückwirkend für die Zeit ab 01.01.2011. Er
kann erstmals zum 31.12.2015 unter Einhaltung der Kündigungsfrist von einem Jahr gekündigt werden. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 08.12.2011.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung genehmigungsfreier immobilienwirtschaftlicher
Dienstleistungen aller Art für die Gesellschafterin, für die Beteiligungsgesellschaften und für die Landeshauptstadt Potsdam. Dazu zählt die Erbringung von genehmigungsfreien infrastrukturellen Dienstleistungen, soweit diese bis zur Gründung der Gesellschaft von deren Gesellschafterin selbst oder
durch deren Beteiligungsgesellschaften mit eigenem Personal ausgeführt wurden.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört unter anderem die Verbesserung der Wohnungen der Einwohner durch den sozialen Wohnungsbau sowie durch eine sozial gerechte Verteilung der Wohnungen zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der ProPotsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die Geschäftsführung der ProPotsdam GmbH.
Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

ProPotsdam Facility Management GmbH
75

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsführung
Herr Jörn-Michael Westphal

Geschäftsführer

Herr Andreas Hausmann

Geschäftsführer

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

34,75%
18,58%
0,00 €

41,54%
18,86%
0,00 €

33,73%
15,97%
0,00 €

53,48%
0,12%
93,63%
26,0 T€

45,40%
0,03%
95,89%
27,5 T€

47,34%
0,00%
114,86%
52,3 T€

0,74%
910.637,01 €
0,00 €

1,71%
906.212,50 €
2.296,40 €

0,52%
428.492,35 €
845,33 €

53,40%
14

50,61%
12

53,79%
12

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

Umsatzerlöse
1.200

910,6

4

906,2

3

T€

T€

800

428,5
400

2,3

2
0,8

1

0,0
0

0
2011

2010

2009

2011

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

2010

2009

ProPotsdam Facility Management GmbH
76

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die PPFM übernahm von der Muttergesellschaft PP GmbH bzw. der GWVP den Regiebetrieb immobilienwirtschaftlicher Dienstleistungen mit dem Schwerpunkt des Maler- und Sanitärgewerks.
Innerhalb des Unternehmensverbundes werden die Geschäftsprozesse über die gemeinsam genutzte
Informations- und Kommunikationsinfrastruktur sowie über Schnittstellenbeschreibungen und Organisationsfestlegungen abgewickelt. Die PPFM ist in das Risiko-Management-System der Muttergesellschaft PP eingebunden.
Die Einhaltung der Zahlungsziele der ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wird zur Sicherung der Liquidität des Unternehmens konsequent überwacht.
Die Gesellschaft konnte jederzeit ihre Zahlungsverpflichtungen nach Frist und Höhe bedienen. Dies ist
auch, auf Basis der Wirtschaftsplanung, für die Zukunft zu erwarten.

Voraussichtliche Entwicklung
Die Gesellschaft ist in das zentrale Versicherungsmanagement des Unternehmensverbundes PP eingebunden. Damit verfügt die Gesellschaft, als Teil des Unternehmensverbundes, über einen umfassenden und adäquaten Versicherungsschutz, mit dem in den relevanten Risikobereichen eine Risikofolgenabwälzung erreicht wird.
Die zukünftigen Schwerpunkte des Unternehmens liegen im Bereich der Weiterentwicklung servicenaher Immobiliendienstleistungen mit dem Ziel, moderne und qualitativ hochwertige wohnungswirtschaftliche Dienstleistungen für die Mieter des Unternehmensverbundes ProPotsdam bzw. die LHP
anzubieten. Diesbezüglich wurde der Gegenstand des Unternehmens um die Erbringung von Leistungen des Facility Managements für das Wohngebiet „Drewitz“ erweitert.
Auf Grundlage dieser Gesellschaftszweckerweiterung qualifiziert die Gesellschaft im Rahmen des
ESF Bundesprogramms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (BIWAQ) Langzeitarbeitslose zu
Hausbetreuern im Wohngebiet „Drewitz“.
Über einen Projektzeitraum von 3 Jahren sollen insgesamt 30 Personen ausgebildet werden. Die Gesellschaft erhält hierfür eine nicht rückzahlbare Zuwendung von 1.166,4 T€.
Risiken und Chancen gleichermaßen können sich aus der gezielten Anpassung der Geschäftsbesorgungsverträge, hin zu einer ausgeprägten Leistungs- und Effizienzorientierung, ergeben.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen
abgeführte Gewinne: 15.424,26 € (PP)
Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

ProPotsdam Facility Management GmbH
77

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

ProPotsdam Facility Management GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

B. Umlaufvermögen
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
2. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

52.622,36
52.622,36

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
61.992,56
II. Gew innvortrag
61.992,56
III. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen
70.525,76
186,50
70.712,26

27.413,83
98.126,09

686,34
151.434,79

84.820,57
646,31
85.466,88 C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeitengegenüber
aus Lieferungen
Kreditinstituten
und Leistungen
1.087,28
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
86.554,16
4. Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

25.000,00
3.141,73
0,00
28.141,73

25.000,00
845,33
2.296,40
28.141,73

0,00
52.691,95
52.691,95

1.000,00
45.936,83
46.936,83

90,43
16.641,38
49.423,54
4.445,76
70.601,11

86,19
23.088,53
47.942,82
3.025,44
74.142,98

151.434,79

149.221,54

674,82
149.221,54 Bilanzsumme

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

ProPotsdam Facility Management GmbH
78

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

ProPotsdam Facility Management GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse

2010
in €
910.637,01

906.212,50

9.822,86

10406,57

a) Aufw endungen für bezogene Lieferungen
und Leistungen

329.066,47

370.170,17

Rohergebnis

591.393,40

546.448,90

2. Sonstige betriebliche Erträge
3. Materialaufw and

4. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

391.504,44

370.203,37

94.766,33

88.471,13
486.270,77

458.674,50

18.895,13

15.561,91

69.969,85

67.087,12

16.257,65

5.125,37

548,48

250,7

1.114,70

249,26

-566,22

1,44

15.691,43

5.126,81

10. Außerordentliche Erträge

0,00

141,91

11. Außerordentliche Aufw endungen

0,00

911,94

833,83

1050,80

1.101,00

1009,58

15.424,26

0,00

0,00

2.296,40

5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
8. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
13. Sonstige Steuern
14. Aufw endungen aus Gew innabführungsvertrag
15. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

ProPotsdam Facility Management GmbH
79

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Grundstückspool Potsdam Center GbR mbH
Adresse

Caroline-Michaelis-Straße 5 - 11
10115 Berlin

Telefon

(030) 297 57217

Fax

(030) 2975 7225

Internet

www.deutschebahn.com/de/geschaefte/immobilien/Immobilien_im_Konzern/Referenzen/potsdamcente
r.htm

Email

Potsdam-Center@deutschebahn.com

Stammkapital

-

Gründungsdatum 24. März 1997
Gesellschafter

70 % Deutsche Bahn AG
30 % Landeshauptstadt Potsdam

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Grundstückspool Potsdam Center GbR mbH (PC-Pool) ist von den Gesellschaftern DB AG und
Landeshauptstadt Potsdam durch notariell beurkundeten Vertrag vom 25.11.1996 als Gesellschaft
bürgerlichen Rechts, deren Haftung auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt ist, errichtet worden.
Die Auflagen der Kommunalaufsicht des Landes Brandenburg wurden mit notariell beurkundetem
Nachtrag zum Gesellschaftsvertrag vom 24.03.1997 erfüllt, so dass die Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt zivilrechtlich wirksam entstanden ist.
Gemäß § 11 des Gesellschaftsvertrages wird für die Gesellschaft zum Ende des Geschäftsjahres ein
Projektabschluss in Form einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung und deren Gegenüberstellung zum
Wirtschaftsplan erstellt.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der Gesellschaft ist:
-

-

die Erschließung des in der Planskizze (Anlage II zum Gesellschaftsvertrag) dargestellten
Grundstücksgeländes,
die Besorgung, dass auf dem Gelände die öffentlichen Erschließungsanlagen i.S.d. BauGB,
Anlagen der Trinkwasserversorgung, der Schmutz- und Regenwasserentsorgung, Anlagen
der Telekommunikation, Anlagen der öffentlichen Infrastruktur und Grünanlagen entstehen,
die Besorgung, dass etwaige Umweltaltlasten, mit denen die Grundstücke belastet sind, entsprechend den Vereinbarungen der Gesellschafter beseitigt werden,
die Besorgung der bodenrechtlichen Neuordnung,
der Erwerb von Grundstücken zur Vereinigung des dargestellten Geländes und
die Schaffung der Voraussetzungen für die kommerzielle Entwicklung, Verwertung und Vermarktung der Grundstücke, ggf. unter Einbeziehung der öffentlichen Ausbietung sowie
die Promotion des Projektes „Potsdam Center“.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Grundstückspool Potsdam Center GbR mbH
80

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen
Am Gewinn und Verlust sowie an einem Liquidationserlös der Gesellschaft ist allein der Gesellschafter
DB AG und nicht die LHP beteiligt.
Die Gesellschaft hat mit Geschäftsbesorgungsvertrag vom 31.03.1998 die Führung der Geschäftstätigkeit, insbesondere die Finanzbuchhaltung, das Vertragsmanagement sowie die Grundstücksverwaltung, auf die Deutsche Bahn Immobiliengesellschaft mbH (jetzt: DB Services Immobilien GmbH) übertragen.
Im Jahr 2011 hat die Gesellschaft kein eigenes Personal beschäftigt.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die LHP durch den Oberbürgermeister vertreten.
Geschäftsführung
Herr Olaf Schwabe

Geschäftsführer

Voraussichtliche Entwicklung
Mit dem Verkauf der letzten beiden Baugrundstücke hat die Gesellschaft ihren Zweck erfüllt, so dass
im Jahr 2011 mit den Vorbereitungen für deren Auflösung begonnen wurde. Dazu zählen die Erfüllung
der restlichen verbliebenen Verpflichtungen aus dem städtebaulichen Vertrag mit der LHP und die
Klärung mit dem Finanzamt über die Höhe des Vorsteuerabzugs. Die Auflösung der Gesellschaft ist
im Jahr 2013 geplant.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Grundstückspool Potsdam Center GbR mbH
81

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Kommunaler Immobilien Service (KIS)
Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam
Adresse

Hegelallee 6 - 10
14467 Potsdam

Telefon

(0331) 289 1450

Fax

(0331) 289 1472

Internet

www.kis-potsdam.de

Email

KIS@Rathaus.Potsdam.de

Stammkapital

100.000,00 €

Gründungsdatum

01. Januar 2005

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Der Kommunale Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam wurde zum
01.01.2005 durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 01.12.2004 errichtet.
Die Tätigkeit des Eigenbetriebes gründet sich auf der Kommunalverfassung und der Eigenbetriebsverordnung des Landes Brandenburg und wird bestimmt durch die Betriebssatzung. Diese ist in der
Fassung vom 05.01.2006 gültig.
Die für den kommunalen Bedarf langfristig benötigten Immobilien (Liegenschaften mit einem Wert von
rund 319 Mio. €) wurden dem KIS im Januar 2005 bilanziell übergeben. Dazu gehören Schulstandorte, Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, Sportstätten, Kulturobjekte, Feuerwachen und Verwaltungsgebäude.

Gegenstand des Unternehmens
Der Zweck des Eigenbetriebes ist die bedarfsgerechte Versorgung der Organisationseinheiten der
LHP mit Grundstücken und Gebäuden sowie die Wahrnehmung von Dienstleistungen für die Grundstücke und Gebäude, die sich in der Verfügungsbefugnis eines Geschäfts- oder Fachbereiches der
LHP finden, mit Ausnahmen der Straßen, Grün-, Wald- und Landwirtschaftsflächen sowie öffentliche
Spielplätze und Friedhöfen, sofern nicht hierfür eine Zuweisung zugunsten des Eigenbetriebes erfolgt
ist. Unter betriebswirtschaftlich optimierten Bedingungen erfolgt dies in enger Zusammenarbeit mit der
LHP.
Im Rahmen der bedarfsgerechten Versorgung der Organisationseinheiten der LHP mit Grundstücken
und Gebäuden wird der KIS insbesondere in folgenden Bereichen tätig:
Bestandsoptimierung,
Planung, Erstellung, Instandhaltung, Umbau, Ausbau und Modernisierung sowie die laufende
Unterhaltung von Gebäuden und baulichen Anlagen,
Betriebskostenmanagement und
Vermietung und Anmietung von Grundstücken und Gebäuden sowie deren Pflege und Unterhaltung.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der LHP
82

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Darüber hinaus ist der Eigenbetrieb als Dienstleister für die Grundstücke und Gebäude, die sich in der
Verfügungsbefugnis eines Geschäfts- oder Fachbereiches der LHP befinden, mit Ausnahmen der
Straßen, Grün-, Wald- und Landwirtschaftsflächen und Spielplätze, sofern nicht hierfür eine Zuweisung zu Gunsten des Eigenbetriebes erfolgt ist, tätig, insbesondere:
als Verwalter,
als Käufer und Verkäufer,
als Besteller von Erbbaurechten,
als Vertreter der LHP in nachbarrechtlichen Angelegenheiten,
als Vertreter der LHP in Angelegenheiten des Zuordnungs- und des Vermögensrechtes und
als Verwalter dinglicher Rechte der LHP
und als Verwalter für solche Grundstücke und Gebäude, die für städtische Angelegenheiten angemietet oder geleast wurden.
Darüber hinaus ist er zuständig für die Planung, Erstellung und Instandhaltung, den Umbau und Ausbau und die Modernisierung sowie die laufende Unterhaltung von Gebäuden und baulichen Anlagen
der LHP.
Der Betrieb ist auch dazu berechtigt, alle sonstigen die Betriebszwecke fördernden Maßnahmen und
Geschäfte zu tätigen. Er kann sich zur Erfüllung seiner Aufgaben Dritter bedienen.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehören die harmonische Gestaltung der Gemeindeentwicklung, die
Bauleitplanung sowie die Sicherung und Förderung eines breiten Angebotes an Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe des Eigenbetriebes sind:
- die Stadtverordnetenversammlung der LHP,
- der Werksausschuss,
- der Oberbürgermeister der LHP,
- die Werkleitung.
Werksausschuss
Der Werksausschuss besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Betriebssatzung aus zwölf stimmberechtigten
Mitgliedern, davon acht Stadtverordnete, die nach dem für Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung geltenden Verfahren zu benennen sind. Zwei weitere Mitglieder sind sachkundige Einwohner, die auf Vorschlag des Oberbürgermeisters von der Stadtverordnetenversammlung zu bestimmen
sind sowie zwei Vertreter der Beschäftigten des Eigenbetriebes, die von der Stadtverordnetenversammlung nach den Vorschriften über das Verfahren zur Benennung von Beschäftigtenkandidaten für
Werksausschüsse von Eigenbetrieben aus einem Vorschlag der Versammlung der Beschäftigten des
Eigenbetriebes gewählt werden.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der LHP
83

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Der Werksausschuss bestand im Berichtsjahr 2011 aus folgenden Mitgliedern:
Herr Stefan Becker

Vorsitzender, über SVV entsandt

Herr Volker Klamke

Stellv. Vorsitzender, über SVV entsandt

Frau Brigitte Oldenburg

(bis 28.02.2011) über SVV entsandt

Herr Dr. Hans-Jürgen Scharfenberg (ab 01.03.2011) über SVV entsandt
Herr Rolf Kutzmutz

über SVV entsandt

Herr Ralf Jäkel

über SVV entsandt

Frau Anke Michalske-Acioglu

über SVV entsandt

Herr Klaus Rietz

über SVV entsandt

Herr Andres Menzel

über SVV entsandt

Herr Gabor Just

Beschäftigtenvertreter KIS

Frau Petra Hesse

Beschäftigtenvertreterin KIS

Herr RA Felix Müller-Stüler

Sachkundiger Einwohner

Herr RA Dr. Wilfried Ruppert

Sachkundiger Einwohner

Werkleitung
Herr Bernd Richter

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Werkleiter

Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der LHP
84

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

97,04%
25,27%
0,00 €

98,05%
26,93%
0,00 €

95,50%
27,88%
0,00 €

74,00%
14,81%
247,92%
-976 T€

73,34%
14,51%
142,92%
8.371 T€

96,80%
15,49%
101,18%
14.915 T€

1,01%
30.210.533,79 €
170.721,79 €

1,13%
27.606.002,86 €
868.281,28 €

1,01%
26.803.095,49 €
80.589,81 €

24,32%
173

25,10%
168

24,64%
160

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

40

30,2

26,8

868,3

800

600

20

T€

Mio. €

30

1.000

27,6

10

400
200

170,7

80,6

0

0
2011

2010

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

2011

2009

2010

2009

Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der LHP
85

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Neben der Bewirtschaftung der Liegenschaften ist der KIS zuständig für den Neu- und Umbau sowie
für die Sanierung der Immobilien. Die Finanzierung erfolgt aus Förder- und Eigenmitteln der LHP sowie aus Eigen- und Kreditmitteln des KIS.
Durch die Investitionstätigkeit des KIS und die Aufträge für die Bewirtschaftung der Immobilien gibt der
Eigenbetrieb wichtige Impulse für die lokale und regionale mittelständische Wirtschaft. Mehr als drei
Viertel aller Aufträge des KIS werden an lokale und regionale Unternehmen vergeben.
Der Geschäftsverlauf im Jahr 2011 war durch folgende Faktoren geprägt:
Der Wirtschaftsplan sah Investitionen i.H.v. 47,5 Mio. € (VJ 43,1 Mio. €) vor. Davon entfielen
u.a. 26,4 Mio. € auf die Sanierung von Schulgebäuden und 6,8 Mio. € auf Kindertagesstätten.
Zur Sicherung der Investitionen waren planmäßig 27,3 Mio. € Zuschussmittel der LHP, davon
4,3 Mio. € Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II und 9,0 Mio. € sonstige Fördermittel (u.a.
für das Bildungsforum und das Alte Rathaus), sowie 16,2 Mio. € Kreditmittel des KIS und 4,1
Mio. € Eigenmittel des KIS vorgesehen. Durch die Verwendung von Fördermitteln Dritter und
die Eigenfinanzierung des KIS wird ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung des Finanzhaushaltes der LHP geleistet.
Kernstück der Investitionstätigkeit war die Fortsetzung des umfangreichen Programms zur
Verbesserung der Bildungsinfrastruktur der LHP. Mit 33.068 T€ für Schulen, Kitas und Horte
wurden in 2011 vergleichbar viele Mittel wie 2010 bereitgestellt. Auch in den Folgejahren wird
die Investitionstätigkeit des KIS durch Erneuerung und Erweiterung der Bildungsinfrastruktur
wesentlich geprägt sein. Ca. 74% der Investitionsmittel des KIS sind dafür in der investiven
Mittelfristplanung 2011 bis 2014 vorgesehen.
Einer der Schwerpunkte der Investitionstätigkeit war 2011 der Abschluss der Bauprojekte, die
mit Bundes- und Landesmitteln aus dem Konjunkturpaket II in den Jahren 2009 bis 2011 gefördert wurden. Insgesamt betrafen dies 20 Projekte. Größte Einzelprojekte waren Sanierungsarbeiten im Kulturhaus Babelsberg und in der Zeppelin-Grundschule sowie KitaNeubauten in der Haeckelstraße und in der Karl-Liebknecht-Straße. Durch Erweiterungsbauten an der Grundschule Ludwig Renn in Eiche und an der Gesamtschule Peter Joseph Lenne`
in Babelsberg wurde ein besseres Lernumfeld geschaffen.
Die Sanierung und der Umbau der 1974 errichteten Stadt- und Landesbibliothek in der Potsdamer Mitte zum Bildungsforum wurde nach endgültiger Klärung der Finanzierung und Abwägung alternativer Varianten 2010 in Angriff genommen und soll bis 2013 abgeschlossen sein.
Neben der Investitionstätigkeit ist das Gebäudemanagement der zweite wichtige Schwerpunkt
der Tätigkeit des Eigenbetriebs. Der KIS tritt als Generalmieter und Generalvermieter für die
Fach- und Servicebereiche der LHP als unmittelbarer Dienstleister auf. Die Verwaltung und
Bewirtschaftung der Gebäude erfolgt auf der Basis des Mieter-Vermieter-Modells, bei dem mit
den Organisationseinheiten der LHP bzw. mit den Nutzern Vereinbarungen abgeschlossen
werden. Die Refinanzierung der investierten Kredit- und Eigenmitteln des Eigenbetriebs erfolgt
nach Anschluss der Bauarbeiten durch eine Neukalkulation der Nutzungsentgelte. Im Jahr
2011 stiegen die Mieteinnahmen des KIS, vor allem auf Grund der umfangreichen Sanierungsarbeiten und Kapazitätserweiterungen, auf 16,2 Mio. € gegenüber 14,8 Mio. € im Jahr
2010.
Im Jahr 2011 erzielte der KIS 90 % seines Umsatzes direkt mit den Organisationseinheiten der LHP.
Der Großteil der Erlöse mit Dritten wird mit Mietern erzielt, die in hohem Maße von öffentlichen Zuschüssen abhängig sind (Kultur- und Jugendeinrichtungen, freie Schul- und Kitaträger). Der Anteil der
Erlöse mit Mietern, die nicht direkt oder indirekt kommunale Aufgaben erfüllen, ist gering. Langfristig
nicht mehr benötigte Immobilien werden veräußert und die damit verbundenen Veräußerungserlöse
werden für die Verbesserung der Bestandsgebäude eingesetzt.
Der Jahresgewinn 2011 beträgt 171 T€ (VJ 868 T€) gegenüber dem im Wirtschaftsplan geplanten
Jahresgewinn von 103 T€. Die Überschreitung des geplanten Jahresergebnisses beträgt 68 T€ und ist
im hohen Maße auf das gute Finanzergebnis zurückzuführen. Das hohe Ergebnis des Vorjahres war
in erster Linie durch Buchgewinne aus Grundstücksveräußerungen bedingt.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der LHP
86

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Voraussichtliche Entwicklung
Der trotz umfangreicher Sanierungsarbeiten in den letztem Jahren nach wie vor vorhandene Investitionsstau in Verbindung mit wachsenden Anforderungen an die brandschutztechnische Sicherheit und
an die sanitären und energetischen Standards von Gebäuden stellt ein nicht unerhebliches Risiko für
den Eigenbetrieb dar. Auf Grund der hohen Dringlichkeit und Unabweisbarkeit liegt der Fokus beim
Abbau des Sanierungsstaus auf der Bildungsinfrastruktur. Im Bereich der Schulen und Kitas soll der
Sanierungsrückstand der Prioritätsstufe 1 (sicherheitsrelevante Mängel und Aufrechterhaltung der
Nutzungsfähigkeit) bis 2014 beseitigt sein. In zunehmendem Maße rücken jedoch auch die anderen
vom KIS Gebäude, insbesondere die Turnhallen und die Verwaltungsgebäude in den Fokus. In den
nächsten Jahren werden zur Aufrechterhaltung der Nutzung in diesen Gebäuden zusätzliche Investitionsmittel bereitgestellt werden müssen, die zu einer höheren Mietbelastung des städtischen Haushalts führen werden.
In den nächsten Jahren wird sich ein hoher Investitionsbedarf ergeben. Dieser Bedarf ergibt sich vor
allem aus den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) aus der Umsetzung der 2006
beschlossenen UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und dem weiterhin
steigenden Kapazitätsbedarf bei Kitas und Schulen aufgrund der positiven demographischen Entwicklung der LHP. Darüber hinaus bestehen Kostenrisiken auf Grund der noch nicht abgeschlossenen
Untersuchungen zur Beseitigung von Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg. und aus neuen Anforderungen an die Gebäude im Ergebnis
Während in den vergangenen Jahren die LHP dem KIS Investitionszuschüsse im umfangreichen Maße zur Verfügung stellen konnte, wird sich der Umfang dieser Zuschüsse in den kommenden Jahren
deutlich verringern. Dies bedeutet, dass das Investitionsprogramm des KIS in noch höherem Maße als
bisher aus Kreditmitteln des Eigenbetriebes zu finanzieren ist. Dadurch werden die Belastungen des
kommunalen Haushalts in Form von steigenden Mieten in den kommenden Jahren weiter steigen. Mit
Sicht auf die durch die Kreditaufnahmen steigenden Belastungen durch Zinsen und Tilgungen wirken
sich die derzeitig günstigen Kreditkonditionen kostendämpfend aus. Langfristig besteht ein derzeit
quantitativ nicht einzuschätzendes Zinsänderungsrisiko für den Eigenbetrieb. Für die mittelfristig erforderlichen Kreditaufnahmen wird weiterhin von einem günstigen Zinsumfeld ausgegangen.
Zur Sicherung der satzungsgemäßen Aufgaben und Ziele des Eigenbetriebes soll das MieterVermieter-Modell weiter ausgebaut werden. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund sinkender
investiver Schlüsselzuweisungen an die LHP und sinkender Einnahmen aus Immobilienveräußerungen und den dadurch sinkenden Baukostenzuschüssen der LHP an den KIS erforderlich.
Im Rahmen seiner Zielsetzung, der wirtschaftlichen Optimierung der städtischen Immobilienverwaltung, wird der KIS auch in den Folgejahren mit dazu beitragen, dass die Ziele des Haushaltssicherungskonzeptes der LHP erreicht werden.
Das Wirtschaftsjahr 2012 wird mit einem geplanten Ergebnis i.H.v. ca. 52,6 T€ abschließen. Auch in
den Folgejahren werden Überschüsse erwartet.

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der LHP
87

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Allgemeine Rücklage: 50,7 Mio.€
(Übertrag von Grundstücken auf den KIS)

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

k.A.

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 17,3 Mio. €
(Investitionen)

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Erträge mit LHP: 28,1 Mio. € (Miet- & Pachterlöse, Nebenkosten, Serviceleistungen, Kostenerstattungen)

Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der LHP
88

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit
Geschäfts-, Betriebs, u.a. Bauten
2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen LHP
3. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme
Treuhandguthaben

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

80.556,64

139.377,14

406.011.774,06
2.013.575,00
4.868.849,24
34.676.754,03
447.570.952,33
447.651.508,97

377.356.332,99
934.075,00
5.792.536,42
39.292.932,60
423.375.877,01
423.515.254,15

1.285.000,00
1.285.000,00

1.824.000,00
1.824.000,00

214.205,96
1.601.736,22
1.744.486,80
3.560.428,98

491.339,97
651.058,22
1.246.866,41
2.389.264,60

8.716.626,61
13.562.055,59

4.194.684,42
8.407.949,02

78.224,59

29.903,98

461.291.789,15

431.953.107,15

1.804.136,25

55.460,62

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Passiva

A. Eigenkapital
I. Stammkapital
II. Rücklagen
1. Allgemeine Rücklagen/ Gew innrücklagen
III. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
IV. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

B. Sonderposten für Investitionszuw endungen

C. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen

D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Erhaltene Anzahlungen
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4. Verbindlichkeiten gegenüber LHP
5. Sonstige Verbindlichkeiten

E. Rechnungsabgrenzungsposten

Bilanzsumme
Treuhandverbindlichkeiten

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

100.000,00

100.000,00

113.342.546,47
2.957.814,59
170.721,79
116.571.082,85

113.280.174,93
2.089.533,31
868.281,28
116.337.989,52

214.588.289,57

194.184.093,09

5.390.986,12
5.390.986,12

5.647.723,77
5.647.723,77

58.011.637,14
478.427,41
3.845.901,77
62.134.960,14
203.503,34
124.674.429,80

43.234.077,67
511.276,59
5.456.500,42
65.859.512,96
502.232,29
115.563.599,93

67.000,81

219.700,84

461.291.789,15

431.953.107,15

1.804.136,25

55.460,62

Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam
89

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse

2010
in €
30.210.533,79

27.606.002,86

-539.000,00

902.600,00

0,00

146.188,05

5.855.790,38

6.395.402,11

a) Aufw endungen aus der Grundstücksbew irtschaftung

14.421.514,10

14.690.894,09

Rohergebnis

21.105.810,07

20.359.298,93

2. Bestandsveränderungen
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
4. Sonstige betriebliche Erträge
5. Materialaufw and

6. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

6.003.620,55

5.659.347,91

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

1.342.928,75

1.268.769,12
7.346.549,30

6.928.117,03

8.321.569,91

7.702.007,26

861.694,44

882.263,53

4.575.996,42

4.846.911,11

121.457,90

68.792,07

4.475.205,35

4.006.847,66

-4.353.747,45

-3.938.055,59

11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

222.248,97

908.855,52

12. Sonstige Steuern

-51.527,18

-40.574,24

13. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

170.721,79

868.281,28

14. Gew innvortrag

2.957.814,59

2.089.533,31

15. Bilanzgew inn

3.128.536,38

2.957.814,59

7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
8. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
10. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis

Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen

Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der LHP
90

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr
Landeshauptstadt Potsdam (LHP)
Ver- und Entsorgung
sowie Verkehr

Stadtwerke Potsdam
GmbH
(SWP)
100%
Bäderlandschaft
Potsdam
GmbH (BLP)
100%

Stadtentsorgung
Potsdam
GmbH (STEP)
51%

ViP Verkehrsbetrieb
Potsdam
GmbH (ViP)
100%

Gesellschaft
kommunaler E.ON
edis Aktionäre mbH
1,75%

Kommunale Fuhrparkservice Potsdam
GmbH (KFP)
100%

Stadtbeleuchtung
Potsdam GmbH
(SBP)
100%

WD Gesellschaft für
wasserwirtschaftliche Dienste
mbH & Co. KG
Potsdam (WD)
0,9%

Energie und Wasser
Potsdam
GmbH (EWP)
65%

Energie und Wasser
Dienstleistungen
Potsdam GmbH
(EWD) 100%

local energy GmbH
15%

VBB Verkehrsverbund BerlinBrandenburg GmbH
(VBB)
1,85%
28,98%

HWG Havelländische
Wasser GmbH
(HWG)
17,54%

91

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Stadtwerke Potsdam GmbH
Adresse

Steinstraße 101
14480 Potsdam

Telefon

(0331) 661 9100

Fax

(0331) 661 9103

Internet

www.stadtwerke-potsdam.de

Email

info@swp-potsdam.de

Stammkapital

500.000,00 €

Gründungsdatum

08. März 1995

Gesellschafter

100 % Landeshauptstadt Potsdam

Beteiligungen

1.
2.
3.
4.
5.
6.

Mittelbare
Beteiligungen

1. Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH
2. local energy GmbH

Bäderlandschaft Potsdam GmbH
Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH
ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
Energie und Wasser Potsdam GmbH
Stadtentsorgung Potsdam GmbH
Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH

100,00 %
100,00 %
100,00 %
65,00 %
51,00 %
100,00 %
65,00 %
9,75 %

Kurzvorstellung des Unternehmens
Im Oktober 2000 wurde die Stadtwerke Potsdam GmbH (SWP) aus der ehemaligen Gewerbezentren
Potsdam GmbH gebildet. In das Handelsregister der Landeshauptstadt Potsdam erfolgte die Eintragung unter der Nummer HRB 8077 P. Der Gesellschaftsvertrag ist in der Fassung vom 28.11.2012
gültig. In der SWP sind die städtischen Anteile der Ver- und Entsorgungsunternehmen sowie des Verkehrs- und des Bäderunternehmens gebündelt. Hierzu gehören die unmittelbaren Beteiligungen an
der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP), der Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP), der
ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP), der Bäderlandschaft Potsdam GmbH (BLP), der Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH und der Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH (KFP).
Es wurde ein wirtschaftlich starker kommunaler Unternehmensverbund gebildet, der neben den Vorteilen eines steuerlichen Querverbundes auch die Wirtschaftlichkeit der beteiligten Unternehmen
durch Ausnutzung von Synergieeffekten stärkt. Ziel ist es, die beteiligten Unternehmen eng zu vernetzen, Querschnittsfunktionen zu bilden, Leistungsangebote abzustimmen und gemeinsame Optimierungspotentiale zu erschließen. Die SWP erbringt Dienstleistungen für die beteiligten Unternehmen
um betriebswirtschaftliche Synergieeffekte durch Know-how-Transfers, Aufgabenkonzentration und
Zusammenarbeit zu erzielen.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und das Halten von Beteiligungen an kommunalwirtschaftlichen Unternehmen der LHP, insbesondere der Ver- und Entsorgungs-, der Verkehrs- sowie
der Bäderunternehmen einschließlich deren geschäftsleitende Überwachung sowie die Erbringung
von jeglichen Dienstleistungen im Bereich Fuhrparkmanagement und Stadtbeleuchtung für die LHP,
ihre Einrichtungen und Unternehmen, an denen sie beteiligt ist.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Unternehmensgegenstand unmittelbar gefördert werden kann, insbesondere kann sie hierzu auch selbst eigene betriebliche Anlagen erwerben, errichten und betreiben. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben andeVer- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtwerke Potsdam GmbH
92

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

rer Unternehmen bedienen, solche Unternehmen gründen, erwerben oder pachten und ferner Interessengemeinschaften eingehen, soweit der LHP eine angemessene Einflussnahme ermöglicht wird, der
Unternehmensgegenstand durch einen öffentlichen Zweck gerechtfertigt ist und die Betätigung des
Unternehmens nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit und
dem Bedarf der LHP steht.
Die SWP ist berechtigt, Unternehmensverträge, insbesondere Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträge abzuschließen.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehören die Gewährleistung des öffentlichen Verkehrs, die Versorgung mit Energie und Wasser, die schadlose Abwasserableitung und -behandlung sowie die Aufrechterhaltung der öffentlichen Reinlichkeit zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
oder durch einen von ihm Betrauten vertreten.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat bestand gemäß § 9 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages 2011 aus neun Mitgliedern.
Diese werden, soweit sie nicht als Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer nach den Vorschriften des
Betriebsverfassungsgesetzes von 1952 zu wählen sind, von der LHP entsandt. Den Vorsitz führt der
Oberbürgermeister der LHP. Die übrigen Mitglieder des Gesellschafters werden unter Beachtung der
geltenden Vorschriften der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg über die Bestellung von
Vertretern in Unternehmen von der Gesellschafterversammlung gewählt. Seit Ende 2012 besteht der
Aufsichtsrat aus zwölf Mitgliedern.
Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtsjahr 2011 an:
Herr Jann Jakobs

Vorsitzender, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam

Herr Dr. Hans-Jürgen Scharfenberg

Stellv. Vorsitzender, über SVV entsandt

Herr Horst Heinzel

über SVV entsandt

Frau Heike Judacz

über SVV entsandt

Frau Dr. Karin Schröter

über SVV entsandt

Herr Marcel Yon

über SVV entsandt

Herr Michael Hormig

Arbeitnehmervertreter

Herr Uwe Fischer
Herr Robert Schmidt

(seit 11.04.2011) Arbeitnehmervertreter
Arbeitnehmervertreter

Geschäftsführung
Herr Peter Paffhausen

(bis 20.05.2011) Geschäftsführer

Herr Burkhard Exner (20.05.2011 bis 31.12.2011) Geschäftsführer
Herr Wilfried Böhme

(ab 01.01.2012) Geschäftsführer

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtwerke Potsdam GmbH
93

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Beteiligungsverhältnisse
Mit 100 % Geschäftsanteil und 100 T€ Kapitalanteil ist die SWP an der Bäderlandschaft Potsdam
GmbH (BLP) beteiligt, die im Auftrag der SWP den Betrieb der ehemals städtischen Hallen- und Freibäder führt. Zwischen der BLP und der SWP besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag seit 01.01.2005.
Die SWP hält 100 % des Stammkapitals der Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH (KFP). Der
Kapitalanteil beträgt 50 T€. Gegenstand der KFP ist die Erbringung der von jeglichen Dienstleistungen
im Bereich Fuhrparkmanagement für die Landeshauptstadt Potsdam, ihre Einrichtungen und Unternehmen. Die KFP hat im Berichtsjahr ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Zwischen der KFP und
der SWP wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit Wirkung ab 01.01.2009 geschlossen. In 2011 wurden die ersten Umsatzerlöse in Höhe von 40 T € erzielt.
Die SWP hält 100 % des Stammkapitals der ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP) und einem
Kapitalanteil i.H.v. 26 T€. Die ViP erbringt Leistungen im öffentlichen Personennahverkehr. Diese
umfassen Bus-, Straßenbahn- und Fährverkehr sowie in diesem Zusammenhang stehende Beratungsleistungen. Seit 01.01.1998 besteht zwischen ViP und SWP ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Der 2005 geschlossene Verkehrsleistungs- und -finanzierungsvertrag (VLFV) zwischen der ViP, der SWP und der LHP zur langfristigen Sicherung des ÖPNV in der LHP wurde im
Jahr 2009 bis 2019 verlängert und die Finanzierung bis 2014 vereinbart. Am 09.11.2010 wurde die
zweite Änderungsvereinbarung zum VLFV geschlossen. Damit wurde die Finanzierung der zum
01.04.2010 von der HVG übernommenen Buslinien in den VLFV einbezogen.
An der Energie und Wasser Potsdam GmbH (EWP) ist die SWP zu 65 % und einem Kapitalanteil von
17.895 T€ beteiligt. Gegenstand der Gesellschaft ist im Wesentlichen die Planung, die Errichtung, der
Erwerb und der Betrieb von Anlagen, die der Versorgung mit Elektrizität, Gas und Fernwärme sowie
der Wasserver- und Abwasserentsorgung dienen. Als Querverbundunternehmen soll die EWP ihre
Kunden umweltgerecht und insgesamt wirtschaftlich versorgen sowie dabei die Fernwärmeversorgung
erhalten und im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten des Querverbundes fördern. Zwischen
EWP, der SWP und der E.ON edis Aktiengesellschaft (edis) besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
mit Wirkung zum 01.01.2004.
Die SWP ist zu 51 % an der Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP) mit einem Kapitalanteil von
913 T€ beteiligt, die als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb in der Region Berlin / Brandenburg tätig
ist. Zu ihren wesentlichen Tätigkeitsbereichen gehört das Einsammeln von verwertbaren Abfällen und
Restabfall im Stadtgebiet Potsdam, deren Umschlag und deren Transport zu Verwertungs- bzw. Entsorgungsanlagen sowie die Straßenreinigung und der Winterdienst im Stadtgebiet Potsdam. Mit Datum vom 01.01.2005 besteht zwischen der STEP, der SWP und der REMONDIS Kommunale Dienste
Ost GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag.
Mit der Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH (SBP) wurde im Dezember 2009 eine neue Tochtergesellschaft gegründet, an der die SWP 100 % des Stammkapitalanteils hält, der Kapitalanteil beträgt 100
T€. Zum 01.01.2010 nahm die SBP ihre Tätigkeit auf. Aufgabenschwerpunkt ist die Erstellung, Erweiterung, Änderung, Instandsetzung und Bedienung von Straßenbeleuchtungsanlagen, Lichtzeichenanlagen, beleuchteten Verkehrszeichen, Parkscheinautomaten, Verkehrs- und Parkleitsystem im Auftrag
der LHP und darüber hinaus im Auftrag Dritter. Mit Wirkung zum 01.01.2010 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der SBP und der SWP.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtwerke Potsdam GmbH
94

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

82,48%
85,89%
0€

82,26%
82,20%
0€

88,17%
81,08%
0€

104,13%
0,00%
126,29%
-1.736 T€

99,93%
0,00%
99,90%
-819 T€

91,96%
0,00%
62,52%
-260 T€

5,34%
0€
14.081.932 €
7.955.503 €

6,77%
0€
11.364.853 €
10.582.459 €

0,36%
0€
5.182.672 €
265.981 €

12,38%
25
50

14,15%
23
49

25,71%
19
43

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote *
Anzahl der Mitarbeiter
Auszubildende

Die Personalaufwandsquote zeigt bei der SWP das Verhältnis von Personalaufwand zu den Sonstigen betrieblichen Erträgen.

Sonstige betriebliche Erträge

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

20
15

15

14,1

10,6

Mio. €

Mio. €

11,4

10
5,2

10

5

5

0

0

8,0

0,3

2011

2010

2009

2011

2010

2009

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
In der SWP sind die städtischen Anteile der Ver- und Entsorgungsunternehmen sowie des Verkehrsund des Bäderunternehmens gebündelt. Hierzu gehören die unmittelbaren Beteiligungen an der EWP,
der STEP, der ViP, der BLP, der SBP und der KFP.
Ziel dieser Holdingstruktur ist es, die beteiligten Unternehmen eng zu vernetzen,
Querschnittsfunktionen zu bündeln, Leistungsangebote abzustimmen und gemeinsame Optimierungspotentiale zu erschließen, um mit kompetenten Dienstleistungen einen wesentlichen Betrag zur
dauerhaften Erhaltung des hohen Lebenswertes in der Region Potsdam zu leisten.
Die Ertragslage ist im Wesentlichen durch das Ergebnis aus Verlustübernahmen (19,6 Mio. €) und die
diesbezüglichen Erträge aus Ausgleichszuwendungen der Gesellschafterin (10,5 Mio. €) sowie durch
Beteiligungserträge aus den Unternehmen des Stadtwerkeverbundes (17,5 Mio. €) geprägt. Darüber
hinaus spiegelt sich in der Entwicklung der Ertragslage auch die Dienstleistungstätigkeit wider.
Durch die Stabilisierung der wirtschaftlichen und gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen bei
den Beteiligungsgesellschaften konnte die Ertragslage weiter verbessert werden.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtwerke Potsdam GmbH
95

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Voraussichtliche Entwicklung
Die Entwicklung der SWP zu einem noch effektiveren Instrument der Steuerung und Kontrolle der
beteiligten Unternehmen wird insbesondere aufgrund der konjunkturellen Rahmenbedingungen und
des zunehmenden Wettbewerbs weiterhin im Mittelpunkt stehen. Dabei steht die SWP zugleich als
moderner Dienstleister für die Beteiligungsunternehmen zur Verfügung, um somit betriebswirtschaftliche Synergieeffekte durch Know-how-Transfer, Aufgabenkonzentration und Zusammenarbeit im
SWP-Verbund zu erzielen.
Vorrangige Aufgabe des Stadtwerkeverbundes wird die weitere Stärkung der Kundenbindung sein.
Durch eine ausgewogene Preis- und Produktpolitik, eine stetige Weiterentwicklung des Service- und
Dienstleistungsangebots sowie die Konzentration auf die Kerngeschäfte und die Kernregion besteht
eine gute Basis, dass sich die Unternehmen der SWP auch weiterhin erfolgreich im Wettbewerb behaupten können. Die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmensverbundes soll planmäßig weiter
vertieft werden.
Wesentliche Chancen der künftigen Entwicklung werden in der weiteren Verzahnung der Unternehmen und im Ausbau des SWP-Verbundes zum umfassenden Infrastrukturdienstleister für die LHP.
Dieser Ausbau wird konsequent am Stadtwerke-Leitbild der nachhaltigen Entwicklung ausgerichtet.
Durch die Zusammenarbeit mit dem Institut für Nachhaltige Ökonomie im Rahmen der „SWPNachhaltigkeitsstrategie 2050“ werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit dem Know-how
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SWP-Verbundes verknüpft, um innovative zukunftsfähige
Lösungen zu erarbeiten. Darin eingebunden sind auch die Konzeptionen der EWP zur klimaschonenden Energieerzeugung („EWP-Strategie 2020“), der STEP zum Ausbau einer umweltschonenden
Abfallentsorgung bzw. –verwertung („STEP-Strategie 2020“), der Ausbau des ÖPNV und der Elektromobilität sowie die damit angestrebte Erfüllung der mittel- und langfristigen Klimaschutzziele der LHP.
Für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 wird ein deutlich niedriges positives Jahresergebnis erwartet.
Mittelfristig strebt die SWP eine positive Ergebnisentwicklung an.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtwerke Potsdam GmbH
96

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Gewinnabführung an LHP: 2.200.000 €

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen:
17.456.546 € (EWP, EWD, STEP)
Aufwendungen für Verlustübernahme:
19.620.877 € (ViP, BLP, KFP)
Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP aus dem Verkehrsleistungs- und Finanzierungsvertrag zum Zweck
des Verlustausgleichs bei der ViP: 10.450 T€
Betriebskostenzuschuss von LHP zum Schulund Vereinsschwimmen (BLP): 1.469 T€

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtwerke Potsdam GmbH
97

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Stadtwerke Potsdam GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten

II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

0
0

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

Bilanzsumme

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Gew innrücklagen
0
IV. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust
0

B. Sonderposten für Investitionszuschüsse
7.916.785
1.687.492
645.722
148.070
10.398.069

122.290.935
132.689.004

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände

Passiva

6.875.330
1.618.111 C. Rückstellungen
754.781
1. Steuerrückstellungen
973.230
2. Sonstige Rückstellungen
10.221.452

122.290.935 D. Verbindlichkeiten
132.512.387
1. Erhaltene Anzahlungen
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
4. Sonstige Verbindlichkeiten

287.764
22.908.821
4.339.438
27.536.023

96.509
20.785.309
5.895.020
26.776.838

648.143
28.184.166

1.800.003
28.576.841

160.873.170

161.089.228 Bilanzsumme

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

500.000
119.758.957
9.960.446
7.955.503
138.174.906

500.000
119.758.957
1.578.520
10.581.926
132.419.403

382.119

65.691

2.224.638
6.567.616
8.792.254

1.951.200
9.211.128
11.162.328

364.808
199.669
12.364.957
594.457
13.523.891

105.111
61.928
15.432.942
1.841.825
17.441.806

160.873.170

161.089.228

Stadtwerke Potsdam GmbH
98

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Stadtwerke Potsdam GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Sonstige betriebliche Erträge
Rohergebnis

2010
in €
14.081.932

11.364.853

14.081.932

11.364.853

2. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

1.468.807

1.347.421

274.528

261.064
1.743.335

1.608.485

698.811

807.764

9.824.767

7.521.479

1.815.019

1.427.125

17.456.546

15.565.334

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

199.915

111.763

7. Zinsen und ähnliche Aufw endungen

631.530

318.930

17.024.931

15.358.167

18.839.950

16.785.292

0

533

10. Aufw endungen aus Verlustübernahme

19.620.877

14.707.509

11. Erträge aus Zuw endungen für Fehlbetragsausgleich

10.450.000

9.700.000

1.680.627

1.425.437

32.943

35.868

7.955.503

10.316.478

15. Gew innvortrag aus dem Vorjahr

10.581.926

265.981

16. Einstellung in die Gew innrücklage

8.381.926

0

17. Ausschüttung an Anteilseigner

2.200.000

0

16. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust

7.955.503

10.582.459

3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
4. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
5. Erträge aus Gew innabführungsverträgen

Finanzergebnis
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
9. Außerordentliches Ergebnis

12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
13. Sonstige Steuern
14. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtwerke Potsdam GmbH
99

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Bäderlandschaft Potsdam GmbH
Adresse

Steinstraße 101
14480 Potsdam

Telefon

(0331) 661 9800

Fax

(0331) 661 9803

Internet

www.stadtwerke-potsdam.de

Email

info@blp-potsdam.de

Stammkapital

100.000,00 €

Gründungsdatum

02. Februar 2005

Gesellschafter

100 % Stadtwerke Potsdam GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages am 10.12.2004 wurde die Bäderlandschaft Potsdam GmbH
errichtet und im Handelsregister unter der Nummer HRB 18310 P des Amtsgerichts Potsdam eingetragen. Der Gesellschaftsvertrag ist in der Fassung vom 10.12.2004 gültig.
Die Bäderlandschaft Potsdam GmbH (BLP) ist eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Potsdam
GmbH (SWP). Das Unternehmen ist in den Konzernabschluss der SWP einbezogen.
Mit Datum vom 10.12.2004 wurde zwischen der Bäderlandschaft Potsdam GmbH und der Stadtwerke
Potsdam GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag ab dem Jahr 2005 geschlossen.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Freizeit-, Hallen- und Strandbädern. Im Rahmen
dieses Gesellschaftszwecks verwaltet, verpachtet, vermietet und bewirtschaftet die Gesellschaft auch
Grundstücke und Gebäude.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die Sicherung und Förderung eines breiten Angebotes der
Freizeit- und Erholungsbedingungen zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der Stadtwerke Potsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die Geschäftsführung
der Stadtwerke Potsdam GmbH.
Geschäftsführung
Frau Ute Sello

Geschäftsführerin

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Bäderlandschaft Potsdam GmbH
100

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,00%
12,34%
0€

0,00%
14,04%
0€

0,00%
10,73%
0€

0,00%
1,38%
39,10%
245 T€

0,00%
2,20%
80,89%
-301 T€

0,00%
0,02%
113,81%
-439 T€

1,62%
1.070.103 €
0€
-51.018 €

2,50%
908.723 €
0€
-129.619 €

0,02%
806.134 €
0€
-457.076 €

156,17%
55

167,03%
51

183,04%
44

909 T€

789 T€

745 T€

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Leistungskennzahlen
laufende Einnahmen aus Bäderbetrieb

Umsatzerlöse
1.250

Ergebnis vor Gewinnabführung/
Verlustübernahme

1.070,1
908,7

1.000

0

806,1

-51,0
-129,6

T€

T€

750
500

-300

250

-457,1

0

-600
2011

2010

2009

2011

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

2010

2009

Bäderlandschaft Potsdam GmbH
101

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Nach einem guten Start der Hallenbäder ins Geschäftsjahr 2011 verlief die Strandbadsaison für die
BLP verhalten. In den Monaten Mai und Juni mit durchschnittlich gutem Wetter konnten die geplanten
Besucherzahlen leicht übertroffen werden.
Der verregnete und kühle Juli führte jedoch zu den niedrigsten Juli-Besucherzahlen seit 2005. In beiden Strandbäder kamen im Juli 2011 nur 10.756 Besucher. Das sind 19.522 weniger als geplant und
35.982 Besucher weniger als im Juli 2010. Dieses Defizit konnte auch in den Monaten August und
September nicht ausgeglichen werden. Positiv wirkten sich dagegen die Veranstaltungen in den
Strandbädern aus. Insgesamt liegen beide Strandbäder zusammen bei einer Planunterschreitung von
10.525 Besuchern.
Die Besucherzahlen der beiden Schwimmhallen lagen im Jahre 2011 um 13,7 % über denen des Vorjahres. Der hohe Anstieg beruht auf der 6-monatigen außerplanmäßigen Schließung des Kiezbades
Am Stern im Vorjahr. Die Gesamtbesucherzahlen aller 4 Bäder liegen bei 391.578 Besuchern, das
sind 6,2 % mehr als im Vorjahr.

Voraussichtliche Entwicklung
Im Berichtsjahr konnte die Risikosituation der BLP als stabil eingestuft werden.
Die Geschäftsführung der BLP verfolgt weiterhin das Ziel, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens stetig zu verbessern. Dabei werden die Bäder und deren Angebote schrittweise attraktiver gestaltet und gleichzeitig nach Kosteneinsparpotentialen gesucht. Dafür sind bei der SWP für 2012 weitere Investitionen vorgesehen. Weitere Umsatzsteigerungen werden in den Bereichen Sauna, Bistro
und Vermietung sowie bei den Kursen angestrebt.
Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zum Neubau eines Sport- und Freizeitbades im
Volkspark, südlich der Biosphäre vom 27.01.2010 erwies sich als nicht in allen Punkten vollständig
umsetzbar. Zur Einbeziehung der Einwohner der LHP in das Entscheidungsverfahren zur Schwimmbadversorgung in der LHP führt die Verwaltung ein Bürgerbeteiligungsverfahren und eine Bürgerbefragung durch, bevor dann die Stadtverordneten voraussichtlich im Juni 2012 entscheiden, wo ein
neues Schwimmbad und in welcher Größe gebaut werden soll.
Die SWP und die BLP haben den Auftrag, bis zur Neueröffnung dieses Bades den Schwimmbetrieb
im Bad Am Brauhausberg sicher zu stellen. Die derzeit gültige Betriebsgenehmigung gilt bis
30.11.2014. Die Geschäftsführung geht jedoch davon aus, dass eine Verlängerung bis voraussichtlich
2016 erforderlich sein wird und dadurch weitere Kosten anfallen werden. Die Maßnahmen zur Instandhaltung des Bades Am Brauhausberg sind daher auf den befristeten Betrieb bis zur Eröffnung
des neuen Bades ausgerichtet.
Insgesamt wird für die Jahre 2012, 2013 und die Folgejahre eine stabile Geschäftsentwicklung erwartet. Die BLP wird auch in den kommenden Jahren zur Sicherung der Liquidation und zur Deckung der
Betriebskosten auf den Verlustausgleich durch die SWP angewiesen sein.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Bäderlandschaft Potsdam GmbH
102

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Erträge aus Verlustübernahme: 51.018 €
(SWP)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen LHP: 1.475 T€ (über die SWP)
Betriebsführungsentgelt von SWP: 1.600 T€
(inkl. städt. Anteil)

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Bäderlandschaft Potsdam GmbH
103

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Bäderlandschaft Potsdam GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

37.427
206.872
20.502
264.801

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
39.693
II. Gew innrücklagen
458.157
III. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
31.238
529.088
B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen

648.108
648.108

273.362
273.362
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3. Sonstige Verbindlichkeiten

Bilanzsumme

912.909

802.450 Bilanzsumme

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

100.000
12.695
0
112.695

100.000
12.695
0
112.695

492.913
492.913

469.758
469.758

5.825
202.654
98.822
307.301

20.551
170.320
29.126
219.997

912.909

802.450

Bäderlandschaft Potsdam GmbH
104

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Bäderlandschaft Potsdam GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €

2010
in €

1. Umsatzerlöse

1.070.103

908.723

2. Sonstige betriebliche Erträge

1.848.512

1.708.461

3. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren

812.234

675.209

b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

165.299

185.183

Rohergebnis

977.533

860.392

1.941.082

1.756.792

4. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

1.363.262

1.216.107

307.867

301.700
1.671.129

1.517.807

325.534

307.637

-55.581

-68.652

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

19.358

1.364

7. Zinsen und ähnliche Aufw endungen

14.795

20.035

4.563

-18.671

-51.018

-87.323

0

-42.296

51.018

129.619

0

0

5. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis

Finanzergebnis
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
9. Außerordentliches Ergebnis
10. Erträge aus Verlustübernahme
11 Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Bäderlandschaft Potsdam GmbH
105

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Stadtentsorgung Potsdam GmbH
Adresse

Drewitzer Straße 47
14478 Potsdam

Telefon

(0331) 661 7014

Fax

(0331) 661 7099

Internet

www.stadtwerke-potsdam.de

Email

info@step-potsdam.de

Stammkapital

1.790.000,00 €

Gründungsdatum

02. August 1991

Gesellschafter

51 % Stadtwerke Potsdam GmbH
49 % REMONDIS Kommunale Dienste Ost GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Stadtentsorgung Potsdam GmbH (STEP) wurde am 19.04.1991 durch notariell beurkundeten
Gesellschaftsvertrag errichtet und ist unter der Nr. HRB 1895 im Handelsregister beim Amtsgericht
Potsdam eingetragen. Als frühere Gesellschafterin hat die Landeshauptstadt Potsdam ihren Geschäftsanteil im Jahr 1997 an die ehemalige Gewerbezentren Potsdam GmbH abgetreten. Im Jahr
2000 erfolgte die Umfirmierung der Gewerbezentren Potsdam GmbH in die Stadtwerke Potsdam
GmbH (SWP). Der Gesellschaftsvertrag vom 19.04.1991 ist in der Fassung vom 06.07.2006 gültig.
Mit Vertrag vom 01.01.2005 wurde zwischen der Stadtentsorgung Potsdam GmbH, REMONDIS
Kommunale Dienste Ost GmbH und der Stadtwerke Potsdam GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag
geschlossen.
Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der Stadtwerke Potsdam GmbH und wird in deren
Konzernabschluss einbezogen.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Entsorgung von Abfällen, Fäkalien und Wertstoffen, sowie die
Straßenreinigung und die Erbringung von Werkstattdienstleistungen.
Die Stadtentsorgung Potsdam GmbH ist berechtigt alle Geschäfte einzugehen, die geeignet sind, den
Gesellschaftszweck zu fördern. Sie darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, sich an ihnen beteiligen und ihre Geschäfte führen. Weiterhin ist die Gesellschaft zur Errichtung
von Zweigniederlassungen befugt und darf Grundstücke erwerben. Darüber hinaus kann die STEP
eigenen und fremden Grundbesitz verwalten und verwerten.
Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin die gewerbsmäßige Vermittlung von Abfällen gemäß
§ 50 Abs. 1 KrW-/AbfG.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die Aufrechterhaltung der öffentlichen Reinlichkeit zu den
Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtentsorgung Potsdam GmbH
106

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der Stadtwerke Potsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die Geschäftsführung
der Stadtwerke Potsdam GmbH.
Aufsichtsrat
Gemäß § 10 Nr. 1 des Gesellschaftsvertrages besteht der Aufsichtsrat aus neun Mitgliedern, die von
den Gesellschaftern entsandt werden, fünf Mitglieder von der SWP bzw. der LHP und vier Mitglieder
von der REMONDIS.
Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr 2011 aus folgenden Mitgliedern:
Frau Elona Müller-Preinesberger

Vorsitzende, Beigeordnete für Soziales, Jugend,
Gesundheit, Ordnung und Umweltschutz der
Landeshauptstadt Potsdam

Herr Ulrich Haake (bis 17.08.2011)

Stellv. Vorsitzender, Geschäftsführer,
von REMONDIS benannt

Herr Bernd Fleschenberg (ab 17.08.2011)

Stellv. Vorsitzender, Geschäftsführer,
von REMONDIS benannt

Frau Heike Friedrichs

Geschäftsführerin der Märkischen Entsorgungsgesellschaft Brandenburg mbH

Herr Dr. Henning Gehm

Geschäftsführer der Abfallwirtschaftsgesellschaft
Jerichower Land mbH

Herr Ralf Jäkel

über SVV entsandt

Herr Wolfgang Rörig

Geschäftsführer a.D., von REMONDIS benannt

Herr Michael Schröder

über SVV entsandt

Herr Björn Teuteberg

über SVV entsandt

Herr Dr. Hagen Wegewitz

über SVV entsandt

Geschäftsführung
Herr Enrico Munder

Geschäftsführer

Herr Holger Neumann

Geschäftsführer

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtentsorgung Potsdam GmbH
107

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Kapitalverhältnisse
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 1.790 T€. Die Stadtwerke Potsdam GmbH (SWP) ist seit
2005 zu 51 % und einem Kapitalanteil von 912,9 T€ an der STEP beteiligt. Die Remondis-Gruppe hält
49 % der Anteile. Dies entspricht einem Stammkapitalanteil von 877,1 T€.

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

43,23%
16,01%
0€

40,59%
15,58%
0€

38,27%
16,15%
0€

37,04%
2,17%
119,07%
2.922 T€

38,38%
1,66%
70,08%
812 T€

42,21%
0,08%
73,37%
3.105 T€

1,01%
17.564.046 €
0€
621.677 €

0,76%
17.757.732 €
0€
511.300 €

0,03%
15.224.371 €
0€
605.205 €

35,82%
195

43,83%
188

50,27%
191

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Leistungskennzahlen
17.565
12.159
5.045
360

Umsätze nach Geschäftsfeldern
Entsorgung und Recycling
Reinigung und Winterdienst
Sonstige Dienstleistungen

Umsatzerlöse

0,6

15,2

16

T€
T€
T€
T€

15.224
10.511
4.325
388

T€
T€
T€
T€

0,8

17,8

Mio. €

Mio. €

17,6

17.758
11.286
6.133
339

Ergebnis vor Gewinnabführung/
Verlustübernahme

20
18

T€
T€
T€
T€

14

0,6
0,5

0,4

12
10

0,0

2011

2010

2009

2011

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

2010

2009

Stadtentsorgung Potsdam GmbH
108

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die STEP ist als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb in der Region Berlin / Brandenburg tätig. Zu den
wesentlichen Tätigkeitsbereichen der STEP gehörten auch im Geschäftsjahr das Einsammeln von
verwertbaren Abfällen und Restabfall im Stadtgebiet Potsdam, deren Umschlag und deren Transport
zu Verwertungs- beziehungsweise Entsorgungsanlagen sowie die Straßenreinigung und der Winterdienst im Stadtgebiet Potsdam.
Im Bereich der kommunalen Entsorgung konnte im Geschäftsjahr – gegenüber dem Vorjahr – ein
leichter Anstieg der Abfallmengen verzeichnet werden.
Die Leistungsmengen im Bereich der kommunalen Reinigung sind gegenüber dem Vorjahr wieder
gestiegen, was insbesondere auf die milderen Wintermonate zurückzuführen ist. Diesem Anstieg steht
allerdings ein Rückgang der Winterdienstleistungen gegenüber. Die stetige Optimierung der Betriebsabläufe, Tourenoptimierungen, Investitionen in moderne Fahrzeuge und Optimierung der elektrischen
Systeme sind Bestandteile des Maßnahmepaketes der STEP zur CO²-Reduktion. Ziel der LHP ist es,
den CO²-Ausstoß in Potsdam von 205 bis 2020 um 20 % zu reduzieren.
Weiterhin wird die Stillegungsphase der Deponie Fresdorfer Heide planmäßig fortgesetzt.
Die Investitionen in der STEP dienen vorranging der weiteren Optimierung des Betriebsablaufes sowie
dem Ersatz bestehender Anlagen, insbesondere des Fuhrparks. Im Berichtsjahr betrugen die Investitionen insgesamt 2,4 Mio. €.
Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden oder die einen wesentlichen Einfluss auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, bestehen derzeit nicht.

Voraussichtliche Entwicklung
Die mit der LHP bestehenden Vertragsbeziehungen generieren den größten Teil des Gesamtumsatzes der STEP. Bestimmend für die künftige Geschäftsentwicklung sind daher die weitere positive
Entwicklung der LHP und die damit verbundene Ansiedlung von Unternehmen sowie das Wachstum
der Bevölkerung.
Die STEP wird auch künftig weiterhin an der Erschließung von Synergiepotentialen zwischen den
Geschäftsbereichen und Organisationseinheiten arbeiten, um trotz der verschärften Wettbewerbsbedingungen die Ertragslage zu stabilisieren und auch damit zur Gebührenstabilität in Potsdam beizutragen.
Für das Geschäftsjahr 2012 wird ein leicht steigendes Jahresergebnis und darüber hinaus auch mittelfristig eine stabile positive Ertragslage erwartet.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtentsorgung Potsdam GmbH
109

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Aufgrund Gewinnabführungsverträgen
abgeführte Gewinne: 621.677 € (SWP)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtentsorgung Potsdam GmbH
110

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Stadtentsorgung Potsdam GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
2. Geleistete Anzahlungen

II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

31.12.2011
in €

675.495
0
675.495

Passiva

31.12.2010
in €

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
532.463
IV. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
0
532.463
B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen

8.091.026
5.598.862
1.388.430
573.508
15.651.826
16.327.321

8.644.008
5.184.786
1.243.110
155.654 C. Verbindlichkeiten
15.227.558
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
15.760.021
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
4. Sonstige Verbindlichkeiten

190.268

157.051

2.047.310
311.294
177.537
2.536.141

3.671.403
547.167
149.835
4.368.405

18.617.139
21.343.548

18.443.161
22.968.617

100.336

94.909

37.771.205

38.823.547 Bilanzsumme

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

31.12.2011
in €

31.12.2010
in €

1.790.000
3.933.147
325.131
0
6.048.278

1.790.000
3.933.147
325.131
0
6.048.278

29.252.264
29.252.264

29.271.969
29.271.969

0
985.702
1.164.947
320.014
2.470.663

0
2.610.056
795.426
97.818
3.503.300

37.771.205

38.823.547

Stadtentsorgung Potsdam GmbH
111

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Stadtentsorgung Potsdam GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Andere aktivierte Eigenleistungen
3. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
17.564.046

17.757.732

0

0

904.589

749.755

4. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren

2.602.670

2.580.266

b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

3.217.291

4.088.012

Rohergebnis

5.819.961

6.668.278

12.648.674

11.839.209

5. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

6.290.663

6.277.466

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

1.477.866

1.506.475
7.768.529

7.783.941

1.826.170

1.534.808

1.973.330

1.475.252

1.080.645

1.045.208

0

0

247.542

173.256

381.287

294.294

-133.745

-121.038

946.900

924.170

0

155.247

250.400

180.596

74.823

77.027

621.677

511.300

0

0

6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
7. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
10. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
12. Außerordentliche Aufw endungen
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
13. Sonstige Steuern
14. Aufgrund Gew innabführungsverträgen abgeführte Gew inne
15. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtentsorgung Potsdam GmbH
112

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
Adresse

Fritz-Zubeil-Straße 96
14482 Potsdam

Telefon

(0331) 661 4150

Fax

(0331) 661 4159

Internet

www.stadtwerke-potsdam.de

Email

info@vip-potsdam.de

Stammkapital

25.564,59 €

Gründungsdatum

07. Juni 1994

Gesellschafter

100 % Stadtwerke Potsdam GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH wurde zum 01.01.1994 im Wege der Bargründung errichtet.
Die Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Potsdam erfolgte am 07.06.1994 unter der
Nr. HRB 7079 P. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 07.12.2010.
Die ViP ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Potsdam GmbH. Zwischen der ViP und
der Stadtwerke Potsdam GmbH wurde ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 01.01.1998 geschlossen.
Mit Wirkung vom 01.01.2005 besteht zwischen der Landeshauptstadt Potsdam (LHP) und der ViP ein
fünfjähriger Verkehrsleistungs- und -finanzierungsvertrag. Hierin betraut die LHP die ViP mit der
Durchführung des übrigen öffentlichen Personennahverkehrs (üÖPNV) in der Landeshauptstadt Potsdam auf der Grundlage des jeweils gültigen Nahverkehrsplanes der LHP und der bestehenden Linienverkehrsgenehmigungen. Es wurde am 30.10.2009 die erste Änderungsvereinbarung unterzeichnet,
die die bestehende Vertragsbeziehung in modifizierter Form verlängert. Eine weitere Änderungsvereinbarung, die die Finanzierung des Verkehrskonzeptes „Mobil+“ regelt, wurde am 09.11.2010 geschlossen.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 1 Abs. 1 Personenbeförderungsgesetz (PBefG) die Beförderung von Personen in der LHP und im Verkehrsraum der LHP. Er umfasst insbesondere den
Linien- und den Gelegenheitsverkehr (§§ 42, 43 und 48, 49 PBefG) sowie den Verkehr gemäß § 1 der
Verordnung über die Freistellung bestimmter Beförderungsfälle vom PBefG. Der Gegenstand des
Unternehmens für die wirtschaftliche Betätigung muss, gemäß der Kommunalverfassung des Landes
Brandenburg, den öffentlichen Zweck entsprechen.
Die Gesellschaft übernimmt – nach Abschluss entsprechender Verträge mit Gebietskörperschaften
oder anderen Verkehrsunternehmen – die Organisation oder die Koordinierung des überregionalen
Personennahverkehrs, soweit diese Leistungen durch einen öffentlichen Zweck gerechtfertigt sind und
mit dem geltenden kommunalrechtlichen Örtlichkeitsgrundsatz im Einklang stehen.
Sie ist zu allen Maßnahmen berechtigt, die geeignet sind dem Gesellschaftszweck zu dienen. Darüber
hinaus kann sich die Gesellschaft zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, Interessengemeinschaften eingehen und Zweigniederlassungen errichten.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
113

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 BbgKVerf gehört die Gewährleistung des öffentlichen Verkehrs zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde und ist wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der Stadtwerke Potsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die Geschäftsführung
der Stadtwerke Potsdam GmbH.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 7 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages aus sieben Mitgliedern. Sechs
Mitglieder werden vom Gesellschafter, von der SWP bzw. der LHP, entsandt.
Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr 2011 wie folgt zusammen:
Herr Burkhard Exner

Vorsitzender, Bürgermeister, Beigeordneter für
Zentrale Steuerung und Service der Landeshauptstadt Potsdam

Herr Uwe Fischer

(seit 24.02.2011) Stellv. Vorsitzender, Beschäftigungsvertreter

Herr Hans-Wilhelm Dünn

(seit 24.02.2011) über SVV entsandt

Herr Dr. Klaus-Uwe Gunold
Frau Anke Michalske-Acioglu

über SVV entsandt
(seit 24.02.2011) über SVV entsandt

Herr Dieter Scharlock

über SVV entsandt

Herr Dr. Christian Seidel

über SVV entsandt

Herr Wolfgang Cornelius

(bis 24.02.2011) über SVV entsandt

Herr Peter Schüler

(bis 24.02.2011) über SVV entsandt

Geschäftsführung
Herr Martin Griesßner

(ab 19.05.2011)

Geschäftsführer

Herr Martin Weis

(bis 19.05.2011) Geschäftsführer

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
114

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

87,30%
12,70%
0,00 €

91,50%
14,38%
0,00 €

85,44%
14,06%
0,00 €

88,76%
3,65%
73,09%
3.323 T€

89,51%
3,87%
60,85%
3.323 T€

91,98%
3,45%
77,64%
4.234 T€

0,35%
15.368.892,29 €
0,00 €
-19.537.599,64 €

0,41%
14.897.350,70 €
0,00 €
-14.482.017,94 €

0,37%
15.317.701,33 €
0,00 €
-13.869.989,99 €

105,89%
395

104,47%
376

96,60%
342

7
79,6 km
28,9 km
24
324,4 km
1
0,3 km
7.580,1 Tkm
2.486,9 Tkm
5.087,2 Tkm
6,0 Tkm
k. A.

7
79,6 km
28,9 km
20
246,3 km
1
0,3 km
6.934,7 Tkm
2.465,4 Tkm
4.462,7 Tkm
6,6 Tkm
k. A.

7
79,6 km
28,9 km
15
194,5 km
1
0,3 km
5.669,9 Tkm
2.625,9 Tkm
3.036,3 Tkm
7,7 Tkm
26,8 Mio.

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Leistungskennzahlen
Anzahl Straßenbahnlinien
Linienlänge
Streckenlänge
Anzahl Buslinien
Linienlänge
Anzahl Fährlinien
Linienlänge
Verkehrsleistung gesamt
davon Straßenbahn
davon Bus
davon Fähre
beförderte Fahrgäste

Umsatzerlöse

Ergebnis vor Gewinnabführung/
Verlustübernahme

18

15,4

14,9

15,3

Mio. €

Mio. €

16
14

12
10
2011

2010

2009

-10
-12
-14
-16
-18
-20
-22
-24

-14,5

-19,5
2011

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

-13,9

2010

2009

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
115

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Der Tätigkeitsschwerpunkt der ViP im Geschäftsjahr 2011 war die Durchführung des übrigen Personennahverkehrs auf Grundlage der im Verkehrsleistungs- und finanzierungsvertrag (VLFV) fixierte
Leistungen in der vereinbarten betrieblichen Qualität und bei Einhaltung der festgelegten finanziellen
Zuschüsse zu erbringen.
Durch die Übernahme von Buslinien der HVG auf dem Stadtgebiet der LHP wurde die erbrachte Verkehrsleistung im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 9,3 % erhöht. Um den gestiegenen Verkehrsbedürfnissen in den neuen Ortsteilen gerecht zu werden, wurden hierbei in 2011 weitere Angebotssteigerungen umgesetzt, die mit entsprechenden Anschaffungen von Bussen und der Einstellung
von Fahrpersonal verbunden waren.
Das Geschäftsjahr 2011 war durch Investitionen der Fahrzeugflotte geprägt. Sie betrugen 12,6 Mio. €
des Gesamtinvestitionsvolumens von 19,9 Mio. €. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Investitionen in
Gleis- und Fahrleitungsanlagen sowie Unterwerke und Betriebsbauten i.H.v. 4,3 Mio..
Umweltorientiertes Planen und Handeln spielen im Verkehrsunternehmen eine wichtige Rolle. Die
definierten Umweltziele der ViP beziehen sich vor allem auf Trinkwasser, Elektroenergie und Dieselkraftstoff sowie das Abfallaufkommen. Beispielsweise wurden die Gleisunterwerke im Rahmen der
Durchführung der planmäßigen Erneuerung mit neuesten energiesparenden Techniken ausgestattet,
oder im Zuge notwendiger Gleisbetterneuerungen zur Lärmminimierung „Flüsterschienen“ verlegt.
Die Schulungen des Fahrpersonals zur ökonomischen Fahrweise sowie die Umrüstung der Fahrzeuge
helfen, die gesetzten Ziele zur Kraftstoffeinsparung zu erreichen.
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. € gestiegen. Wesentliche Ursache hierfür
ist die zum 01.01.2011 erfolgte Tariferhöhung der Fahrpreise.
Weiterhin konnte durch die Fortsetzung und den Ausbau der in 2006 begonnenen „Abo-HalloKampagne“ die Zahl der Abonnenten um 1.107 gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 auf schließlich
7.140 im Jahr 2011 gesteigert werden.
Das Betriebsergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2011 um 5,1 Mio. € verschlechtert, was insbesondere
auf die weitergehende Ausweitung der Verkehrsleistung sowie deutlich geringere Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen ist.

Voraussichtliche Entwicklung
Mit der Übernahme der städtischen Linien der Havelbus Verkehrsgesellschaft (HVG) mbH und der
Umsetzung des Verkehrskonzeptes „Mobil“ wurde zumindest ein erster Schritt in die Richtung Neugliederung und damit effizientere Gestaltung der Verkehre in Westbrandenburg getan. Zur weiteren
Optimierung des Angebotes und der Wirtschaftlichkeit des Busverkehrs und der LHP wird in Zusammenarbeit mit der städtischen Verwaltung ein neues Busverkehrskonzept erarbeitet.
Die Investitionstätigkeit der ViP im Jahr 2012 wird weiterhin wesentlich durch Investitionen in den
Fahrzeugpark geprägt sein. In 2012 werden zu den bereits in 2011 gelieferten 6 Straßenbahnen des
Typs Variobahn weitere 4 Bahnen dazu kommen.
Die vom Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) des Landes Brandenburg geplante
Änderung des ÖPNV-Gesetzes mit Wirkung zum 01.01.2014 bezüglich der Förderung von Infrastrukturmaßnahmen im Straßenbereich wird die Finanzierung von Neubau- und Sanierungsprojekten erheblich erschweren.
Den Aufgabenträgern mit Straßenbahn-/O-Bus-Systemen wird künftig pauschal ein Gesamtbetrag von
5 Mio. € zur Verfügung gestellt, der über dynamische Schlüssel auf diese verteilt wird. Die bisher vorgelegten Modellrechnungen des MIL zeigen, dass die ViP gegenüber der bisherigen Einzelförderung
für ÖPNV-Infrastrukturprojekte zukünftig weniger Mittel für solche Projekte zur Verfügung haben wird.
Es ergeben sich einige Risiken für die zukünftige Entwicklung der ViP. Besonders hervorzuheben
sind:
angespannte Haushaltslage der LHP
Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bund und im Land Brandenburg
Auswirkungen der Baumaßnahmen der Deutschen Bahn auf der Strecke zwischen Potsdam
und Berlin-Charlottenburg
Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
116

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Kostensteigerungen bei Energie, Dieselkraftstoff und anderen Rohstoffen
die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs in Bezug auf die Finanzierung des ÖPNV
Mit dem Bau des Gleichrichterunterwerkes an der Glienicker Brücke wird das Modernisierungsprogramm abgeschlossen werden können. Hieraus ergibt sich für die ViP die Möglichkeit, im Verlauf des
Jahres 2012 nach erfolgter Umrüstung der Fahrzeuge und Umstellung der Fahrdrahtnennspannung
von 600 auf 750 Volt Einsparungseffekte zu erwirken, um steigenden Energiekosten entgegen zu
wirken. Ebenso soll die in Erprobung befindliche Veränderung der Motorsteuerung der Busse die Einsparungen der neu beschafften Kraftstoff sparenden Technik erzielt wurden.
Eine weitere Maßnahme, steigende Kosten zu kompensieren, wird die vom Aufsichtsrat des VBB genehmigte Tarifanpassung zum 01.08.2012 sein. In diesem Zusammenhang wird beabsichtigt, die
künftige Tarifentwicklung an einen Preisindex zu binden, um Tarifsteigerungen in jährlichen Abständen entsprechend der Preissteigerungen realisieren zu können.
In 2012 soll der elektronische Fahrschein (Projekt INNOS) für alle Abo-Kunden im Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg (VBB) eingeführt werden. Dieses Projekt wird über den VBB durch die Bundesregierung und das Land Brandenburg gefördert. Mit dem elektronischen Fahrschein wird eine weitere
Steigerung bei der Anzahl der Abo-Kunden erwartet, da die Kunden vor Fälschungen sowie vor Verlust des Fahrscheins besser geschützt werden. Weiterhin ist mit einer größeren Anzahl von Gelegenheitsfahrern zu rechnen, die aufgrund des Projektes „Touch & Travel“ verstärkt die Verkehrsmittel
nutzen.
Durch die positive ökonomische Entwicklung und das Bevölkerungswachstum der LHP sind weiterhin
zunehmende Fahrgastzahlen zu erwarten. Zudem erhöht die schrittweise Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes der LHP mit dessen Laufzeit bis 2025, welches eine Stärkung des Umweltverbundes
(ÖPNV, Fahrrad und Fußwege) vorsieht, die Bedeutung des ÖPNV.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Erträge aus Verlustübernahme: 19.537.599,64 €
(SWP)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen für Investitionen von LHP: 7.344 T€

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
117

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2. Geleistete Anzahlungen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

31.12.2011
in €

552.460,00

28.178.113,19
93.914.748,00
2.768.795,00
14.426.156,62
139.287.812,81
139.840.272,81

Passiva

31.12.2010
in €

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
468.174,00
IV. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

28.471.329,19 B. Sonderposten für -Investitionszuschüsse
79.582.961,00
und Zulagen
1.696.959,00
19.159.354,99
128.910.604,18 C. Rückstellungen
129.378.778,18
1. Sonstige Rückstellungen

D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
4. Sonstige Verbindlichkeiten

2.306.353,55
0,00
2.306.353,55

893.238,22
204.110,42
1.097.348,64

1.178.277,67
2.128.894,75
4.901.588,94
8.208.761,36

1.236.639,32
2.849.542,39
741.463,79 E. Rechnungsabgrenzungsposten
4.827.645,50

0,00

0,00

9.778.741,81
20.293.856,72

6.065.472,72
11.990.466,86

45.642,51

21.735,54

160.179.772,04

141.390.980,58 Bilanzsumme

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

31.12.2011
in €

31.12.2010
in €

25.564,59
20.097.306,54
214.442,30
0,00
20.337.313,43

25.564,59
20.097.306,54
214.442,30
0,00
20.337.313,43

94.379.128,22

90.197.595,65

8.596.061,69
8.596.061,69

8.519.871,28
8.519.871,28

18.657.174,79
7.106.482,66
5.150.767,33
4.856.597,69
35.771.022,47

9.113.266,95
2.439.912,64
5.999.207,35
3.646.154,61
21.198.541,55

1.096.246,23

1.137.658,67

160.179.772,04

141.390.980,58

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
118

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Andere aktivierte Eigenleistungen
3. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
15.368.892,29

14.897.350,70

52.783,30

23.598,24

9.327.981,00

12.012.171,53

4. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren

5.277.759,97

4.686.981,14

b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

7.197.873,50

6.326.022,26

Rohergebnis

12.475.633,47

11.013.003,40

12.274.023,12

15.920.117,07

5. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

13.279.916,87

12.688.061,38

2.994.134,69

2.874.558,96
16.274.051,56

15.562.620,34

9.444.096,44

8.838.014,99

5.802.128,31

5.645.860,91

-19.246.253,19

-14.126.379,17

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

317.570,77

277.045,84

9. Zinsen und ähnliche Aufw endungen

561.323,62

576.344,71

-243.752,85

-299.298,87

-19.490.006,04

-14.425.678,04

0,00

8.711,71

47.593,60

47.628,19

19.537.599,64

14.482.017,94

0,00

0,00

6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
7. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis

Finanzergebnis
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
11. Außerordentliche Aufw endungen
12. Sonstige Steuern
13. Erträge aus Verlustübernahme
14. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH
119

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH
Adresse

Steinstraße 101
14480 Potsdam

Telefon

(0331) 661 9600

Fax

(0331) 661 9603

Internet

www.stadtwerke-potsdam.de

Email

info@swp-potsdam.de

Stammkapital

50.000,00 €

Gründungsdatum

09. Februar 2009

Gesellschafter

100 % Stadtwerke Potsdam GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Errichtung der Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH (KFP) erfolgte als Tochterunternehmen der Stadtwerke Potsdam GmbH mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages am 18.12.2008. Beim
Amtsgericht Potsdam ist die Gesellschaft im Handelsregister unter der Nummer HRB 21819 P eingetragen.
Zwischen der Kommunale Fuhrpark Service Potsdam GmbH und der Stadtwerke Potsdam GmbH
wurde mit Wirkung zum 01.01.2009 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der KFP ist die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich des Fuhrparkmanagements
für die Landeshauptstadt Potsdam, ihre Einrichtungen und Unternehmen, an denen sie beteiligt ist,
sowie alle damit üblicherweise im Zusammenhang stehenden Rechtsgeschäfte und Tätigkeiten.
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Unternehmensgegenstand unmittelbar gefördert werden kann, insbesondere kann sie hierzu auch selbst eigene betriebliche Anlagen erwerben, errichten und betreiben. Sie kann zur Erfüllung ihrer Aufgaben Interessengemeinschaften eingehen, soweit der LHP eine angemessene Einflussnahme ermöglicht wird, der
Unternehmensgegenstand durch einen öffentlichen Zweck gerechtfertigt ist und die Betätigung des
Unternehmens nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit und
dem Bedarf der LHP steht.
Der KFP ist berechtigt, Unternehmensverträge, insbesondere Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträge abzuschließen.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Hoheitlicher Aufgabenbezug der durch die Fahrzeugflotte zu erbringenden Leistungen und der Besonderheiten bzw. Spezifikationen im Fahrzeugbestand.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschaftsversammlung,
- die Geschäftsführung.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH
120

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesellschaftsversammlung
Vertreter der Stadtwerke Potsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die Geschäftsführung
der Stadtwerke Potsdam GmbH.
Geschäftsführung
Herr Jürgen Retzlaff

Geschäftsführer

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

70,66%
4,35%
0,00 €

0,00%
76,40%
0,00 €

0,00%
81,94%
0,00 €

6,15%
22,72%
11,36%

0,00%
0,00%
104,98%

0,00%
0,00%
553,84%

0,79%
40.034,00 €
0,00 €
-32.259,00 €

0,01%
0,00 €
0,00 €
-18.278,00 €

0,18%
0,00 €
0,00 €
-3.622,00 €

0,00%
0

0,00%
0

0,00%
0

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Das operative Geschäft wurde im Geschäftsjahr mit der Beschaffung und Vermietung von Fahrzeugen
und Geräten begonnen. Anschaffungen wurden ausschließlich zur Weitervermietung getätigt.
Mit den operativen Geschäftsbeginn, bei einer noch geringen Anzahl an Vermietungen und Serviceleistungen, liegen die Erlöse unter den laufenden Aufwendungen, sodass im Berichtsjahr ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ausgewiesen wird. Nach Verlustausgleich durch die
SWP wird in 2011 ein ausgeglichenes Jahresergebnis ausgewiesen. Durch die Aufnahme des operativen Geschäfts im Berichtsjahr hat sich die Bilanzsumme auf 1.151 T€ (Vorjahr 65 T€) erhöht. Die
bilanzielle Eigenkapitalquote ist durch die deutlich höhere Bilanzsumme auf 4,3 % (Vorjahr 76,4%)
gesunken.
Die Liquidität war durch die Aufnahme von kurzfristigen Krediten, im Rahmen des CashmanagementSystem der Stadtwerke-Gruppe, zur Finanzierung der Investitionen jederzeit gesichert. Mit langfristigen abgeschlossenen Kreditvereinbarungen in Höhe von 1.350 T€, deren Auszahlung Anfang 2012
erfolgte, wurden die kurzfristigen Kredite abgelöst.
Die Ziele der KFP liegen bei der Ausweitung und Festigung der Kundenbeziehungen.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH
121

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Voraussichtliche Entwicklung
Insgesamt ist für 2012 ein Investitionsvolumen von 1.000 T€ geplant, das im Rahmen des Wirtschaftsplans über zusätzliche Kreditaufnahmen finanziert werden soll. Besondere Aufmerksamkeit im
Risikomanagement der KFP wird auf aufwandsdeckende Vertragsabschlüsse und eine optimierte
Finanzierung der Investitionen gelegt.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Erträge aus Verlustübernahme: 32.259 €
(SWP)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH
122

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Technische
TechnischeAnlagen
Anlagenund
undMaschienen
Maschienen
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundenen Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände

II.Guthaben bei Kreditinstituten

Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

703.634
109.327
812.961

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
0
II. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
0
0

B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen
10.061
104.794
0
114.855

222.693

1.150.509

0
18.553
0
18.553 C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
46.892
3. Sonstige Verbindlichkeiten

65.445 Bilanzsumme

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

50.000
0
50.000

50.000
0
50.000

7.856
7.856

7.656
7.656

89.428
1.003.089
136
1.092.653

510
7.279
0
7.789

1.150.509

65.445

Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH
123

15. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31.Dezember 2009

Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €

1. Umsatzerlöse

2010
in €

40.034,00

0

217

0
0

39.817

0

2. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

0
217

Rohergebnis

3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen

30.560

4. Sonstige betriebliche Aufw endungen

32.565

Betriebsergebnis
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

0
63.125

18.450

-23.308

-18.450

144

176

9.095

8

-8.951

168

-32.259

-18.282

0

4

32.259

18.278

0

0

6. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
davon an verbundenen Unternehmen
Finanzergebnis
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
7. Erträge aus Verlustübernahme
8. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH
124

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Energie und Wasser Potsdam GmbH
Adresse

Steinstraße 101
14480 Potsdam

Telefon

(0331) 661 1000

Fax

(0331) 661 1003

Internet

www.stadtwerke-potsdam.de

Email

info@ewp-potsdam.de

Stammkapital

27.531.124,89 €

Gründungsdatum

26. März 1991

Gesellschafter

65 % Stadtwerke Potsdam GmbH
35 % E.ON edis AG

Beteiligungen

1. Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH
2. local energy GmbH

100,00 %
15,00 %

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Energie und Wasser Potsdam GmbH ging ursprünglich aus der WUP Wärmeunion Potsdam
GmbH, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Gemeinnützigen Wohnungs- und Baugesellschaft
Potsdam mbH (GEWOBA) hervor und wurde mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages am
06.09.1990 errichtet. Die Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Potsdam erfolgte unter
der Nummer HRB 1352 P. Der Gesellschaftsvertrag ist in der Fassung vom 10.09.2011 gültig. Die
letzte Änderung des Gesellschaftsvertrages erfolgte in Folge der Anpassung der Zahl der Mitglieder
des Aufsichtsrates und der Änderung der Firmierung des Minderheitsgesellschafters E.ON edis AG.
Am 01.01.1994 erfolgte die Umfirmierung der WUP Wärmeunion Potsdam GmbH in EVP Energieversorgung Potsdam GmbH. Im September 1994 hat die GVP Gasversorgung Potsdam GmbH gemäß
§ 2 UmwG ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten auf die EVP im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme übertragen. Im Jahr 2000 erfolgte die Einbringung der EVP-Anteile der
Landeshauptstadt Potsdam in die neu gegründete Stadtwerke Potsdam GmbH. Im Juni 2002 fusionierte die EVP mit der WBP Wasserbetriebe Potsdam GmbH zur Energie und Wasser Potsdam
GmbH (EWP).
Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der Stadtwerke Potsdam GmbH und wird in deren
Konzernabschluss einbezogen.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, die Errichtung, der Erwerb und der Betrieb von Anlagen, die der Versorgung mit Elektrizität, Gas und Fernwärme, Telekommunikation sowie der Wasserversorgung- und Abwasserentsorgung dienen, sowie die Vornahme aller damit im Zusammenhang
stehender Geschäfte. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen berechtigt, die mittelbar oder unmittelbar diesen Zwecken dienen.
Die Gesellschaft kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, solche Unternehmen gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen und ferner Interessengemeinschaften
eingehen, soweit der LHP oder der SWP GmbH auch eine angemessene Einflussnahme ermöglicht
wird, der Unternehmensgegenstand durch einen öffentlichen Zweck gerechtfertigt ist und die Betätigung des Unternehmens nach Art und Umfang in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit und dem Bedarf ihrer Gesellschafter steht.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Energie und Wasser Potsdam GmbH
125

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Hauptziel der Gesellschaft ist es, als Querverbundunternehmen umweltgerecht und insgesamt wirtschaftlich zu ver- und entsorgen. Weiteres wesentliches Ziel der Gesellschaft ist es, die Fernwärmeversorgung zu erhalten und im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten des Querverbundes zu
fördern.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die Versorgung mit Energie und Wasser zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der Stadtwerke Potsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die Geschäftsführung
der Stadtwerke Potsdam GmbH.
Aufsichtsrat
Gemäß § 9 Nr. 1 des Gesellschaftsvertrages bestand der Aufsichtsrat 2011 aus neun Mitgliedern, die
von den Gesellschaften entsandt wurden. Sechs Mitglieder wurden von der SWP bzw. der LHP bestimmt und drei Mitglieder von der E.ON edis AG. Der Aufsichtsrat hat laut § 10 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden. Aufsichtsratsvorsitzende war der Oberbürgermeister der LHP, der Stellvertreter wurde von der E.ON edis AG bestimmt.
Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr 2011 aus folgenden Mitgliedern:
Herr Jann Jakobs

Vorsitzender, Oberbürgermeister
der Landeshauptstadt Potsdam

Herr Bernd Dubberstein

Stellv. Vorsitzender, Vorstandsvorsitzender der
E.ON edis AG

Frau Hannelore Knoblich

über SVV entsandt

Herr Rolf Kutzmutz

über SVV entsandt

Herr Peter Lehmann

über SVV entsandt

Herr Dr. Hans-Jürgen Scharfenberg

über SVV entsandt

Herr Mike Schubert

über SVV entsandt

Herr Carsten Stäblein

Vorstandsvorsitzender der E.ON Energy from
Waste AG

Herr Manfred Paasch

Vorstand Geschäftsbereich Finanzen der E.ON
edis AG

Seit 2012 besteht der Aufsichtsrat der EWP aus 12 Mitgliedern.
Geschäftsführung
Herr Peter Paffhausen

(bis 20.05.2011) Geschäftsführer

Herr Wilfried Böhme

(ab 20.05.2011) Geschäftsführer

Herr Holger Neumann

(ab 20.05.2011) Geschäftsführer

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Energie und Wasser Potsdam GmbH
126

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Kapitalverhältnisse
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 27.531,1 T€. Die SWP GmbH (SWP) ist zu 65 % und einem Kapitalanteil von 17.895,2 T€ an der EWP beteiligt. Die E.ON edis AG hält 35 % der Anteile. Dies
entspricht einem Stammkapitalanteil von 9.635,9 T€.

Beteiligungsverhältnisse
Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 01.01.2005 die Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam
GmbH (EWD) als alleiniger Gesellschafter gegründet. Zweck des Tochterunternehmens ist die Übernahme von Wartungs- und Instandhaltungsleistungen für die EWP. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH mit Wirkung zum
01.01.2005.
Die EWP hat im Jahr 2001 einen Anteil (15 %) an der local energy GmbH erworben. Das gezeichnete
Kapital beträgt 50 T€. Die local energy GmbH erarbeitet Marktstrategien für kommunale und regionale
Stromerzeuger im deregulierten Strommarkt und bündelt die Marketing- und Vertriebsaktivitäten der
kommunalen und regionalen Energieversorgungsunternehmen (EVU) unter der Marke „local energy“.
Die Beteiligung an der local energy GmbH wurde zum 31.12.2012 zurück gegeben.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Energie und Wasser Potsdam GmbH
127

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

86,54%
21,69%
0€

88,36%
22,74%
0€

92,97%
11,45%
0€

39,19%
2,70%
29,50%
58.669 T€

38,57%
2,49%
24,30%
50.466 T€

49,07%
1,96%
13,11%
39.059 T€

1,36%
201.547.722 €
0€
14.877.666 €

1,27%
195.016.942 €
0€
13.518.020 €

0,97%
180.264.943 €
0€
9.444.465 €

12,71%
437

12,24%
433

12,74%
430

826,5 GWh
545,5 GWh
482,4 GWh
8.124,0 Tm³
8.044,0 Tm³

618,4 GWh
661,4 GWh
562,9 GWh
8.602,0 Tm³
8.262,0 Tm³

521,5 GWh
554,6 GWh
487,8 GWh
8.301,0 Tm³
8.016,0 Tm³

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Leistungskennzahlen
Absatzmenge Strom
Absatzmenge Gas
Absatzmenge Fernwärme
Absatzmenge Wasser
Absatzmenge Abwasser

Umsatzerlöse
220

201,5

20

195,0

180,3

180

16

Mio. €

Mio. €

200

Ergebnis vor Gewinnabführung/
Verlustübernahme

160

140

14,9

13,5

12

9,4

8
4

120

100

0
2011

2010

2009

2011

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

2010

2009

Energie und Wasser Potsdam GmbH
128

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Aktivitäten der EWP haben den Verbund der städtischen Ver- und Entsorgungs- sowie der Verkehrs- und Bäderunternehmen weiter gefestigt. Sie ist mit ihren positiven wirtschaftlichen Ergebnissen
die wichtigste Säule für den Erfolg des Stadtwerkeverbundes, insbesondere auch für die Aufrechterhaltung des gut strukturierten öffentlichen Nahverkehrs im Stadtgebiet.
Die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage ist weiterhin stabil. Die Ertragslage ist durch eine
Erhöhung der Umsatzerlöse und die im Vergleich zum Vorjahr erhöhte EEG-Umlage gekennzeichnet.
Damit wird der witterungsbedingte Rückgang in den Sparten Gas, Fernwärme und Trinkwasser vollständig kompensiert. Des Weiteren sind die Aufwendungen für den Energiebezug, insbesondere in
der Stromsparte infolge des verstärkten Bezugs von Strom aus Wasserkraftproduktion, der gestiegenen EEG-Umlage und erhöhten Strombezug, resultierend aus der planmäßigen Revision angefallene
Instandhaltungsaufwand führte zu einem deutlichen Anstieg des Aufwands für bezogene Leistungen.

Voraussichtliche Entwicklung
Für die wirtschaftliche Entwicklung der EWP wird auch langfristig die Entwicklung der Primärenergiepreise, insbesondere die Öl- und Gaspreisentwicklung maßgeblich sein.
Im Jahr 2010 wurde der Stromnetzbetrieb auch in den neuen Ortsteilen Potsdams übernommen. Die
Übernahme des Gasnetzes der neuen Ortsteile ist zum 01.01.2012 erfolgt. Damit befinden sich die
gesamten öffentlichen Strom- und Gasverteilnetze auf dem Gebiet der Landeshauptstadt im Besitz
der EWP.
Das direkte energiewirtschaftliche Umfeld, in dem sich die EWP bewegt, wird weiterhin durch den
Einsatz behördlicher Regulierungsinstrumente und die Verschärfung des Wettbewerbs bestimmt. Mit
der Anreizregulierung werden seit 2009 Obergrenzen für die Netzentgelte Strom und Gas geschaffen.
Durch die Liberalisierung des Messwesens entsteht für die EWP ein neues Wettbewerbsgebiet.
Eine der wichtigsten Aufgabenfelder der EWP wird die weitere Stärkung der Kundenbindung sein.
Durch eine ausgewogene Preis- und Produktpolitik, eine stetige Weiterentwicklung des Service- und
Dienstleistungsangebots sowie die Konzentration auf die Kerngeschäfte und die Kernregion besteht
eine gute Basis, dass sich die EWP auch weiterhin erfolgreich im Wettbewerb behaupten kann.
Es erfolgt eine laufende Optimierung der wichtigsten Prozessabläufe sowie die konsequente Nutzung
von Synergie- und Einspareffekten im Netzbetrieb. Es sollen die Kosten begrenzt und ein nachhaltiger
Ergebnisbeitrag sichergestellt werden.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Energie und Wasser Potsdam GmbH
129

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Aufgrund Gewinnabführungsverträgen
abgeführte Gewinne: 9.670.462 € (SWP)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen:
154.267 € (EWD)
Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Für bestimmte von der LHP veranlasste Investitionsmaßnahmen im Stadtgebiet hat die EWP
Erstattungen i.H.v. 4.503 T € erhalten.
Konzessionsabgaben LHP: 5.946 T€

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Energie und Wasser Potsdam GmbH
130

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Energie und Wasser Potsdam GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A.Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3.Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
III. Finanzanlagen
1.Anteile an verbunden Unternehmen
2.Beteiligungen

B.Umlaufvermögen
I. Vorräte
1.Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2.Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
4.Sonstige Vermögensgegenstände
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C.Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

1.819.504

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Gew innrücklage
2.565.970
1. andere Gew innrücklagen
IV. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust

49.644.702
269.980.703
5.814.584
18.890.092
344.330.081

48.258.753
262.289.249 B. Sonderposten mit Rücklageanteil
5.651.771
18.445.855
334.645.628 C. Investitionszuschüsse

223.531
7.598
231.129
346.380.714

193.981
7.598 D. Baukostenzuschüsse
201.579
337.413.177
E. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen u.ä. Verpflichtungen
2. Steuerrückstellungen
3. sonstige Rückstellungen
97.357

100.239

9.283.664
10.163.191
5.318.479
509.053
25.274.387
28.330.986
53.705.612

191.315
400.277.641

17.475.771 F. Verbindlichkeiten
11.789.769
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Erhaltene Anzahlungen
1.088.560
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3.230.172
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
33.584.272
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
10.522.411
6. Sonstige Verbindlichkeiten
44.204.040

238.872 G. Rechnungsabgrenzungsposten
381.856.089 Bilanzsumme

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

27.531.125
11.674.154

27.531.125
11.674.154

47.618.512
0
86.823.791

47.618.512
0
86.823.791

0

0

25.080.321

21.328.456

46.725.862

44.013.621

4.173.405
753.703
67.349.374
72.276.482

4.095.086
209.076
68.332.851
72.637.013

18.882.124
12.212.020
14.680.591
17.219.474

10.909.167
7.195.384
13.132.009
15.686.719

10.922.419
40.185.311
114.101.939

5.912.028
39.512.413
92.347.720

55.269.246

64.705.488

400.277.641

381.856.089

Energie und Wasser Potsdam GmbH
131

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Energie und Wasser Potsdam GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Andere aktivierte Eigenleistungen
3. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
201.547.722

195.016.942

781.097

947.589

13.867.451

7.838.380

4. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren

84.057.707

79.161.250

b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

26.432.106

20.729.486

Rohergebnis

110.489.813

99.890.736

105.706.457

103.912.175

5. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

21.719.596

19.665.206

3.901.146

4.210.248
25.620.742

23.875.454

25.305.522

30.497.573

27.699.913

25.307.086

27.080.280

24.232.062

154.267

59.100

1.377.580

518.075

5.441.737

4.852.359

-3.909.890

-4.275.184

23.170.390

19.956.878

0

689.986

8.124.958

5.582.598

167.766

166.274

14. Ausgleichszahlungen an Mitgesellschafter

5.207.204

3.323.187

15. Aufgrund Gew innabführungsverträgen abgeführte Gew inne

9.670.462

10.194.833

0

0

6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
7. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
8. Erträge aus Gew innabführungsverträgen
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
10. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
12. Außerordentliches Ergebnis
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
13. Sonstige Steuern

16. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Energie und Wasser Potsdam GmbH
132

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Energie und Wasser Dienstleistungen
Potsdam GmbH
Adresse

Erich-Weinert-Straße 100
14478 Potsdam

Telefon

(0331) 661 1000

Fax

(0331) 661 1003

Internet

www.stadtwerke-potsdam.de

Email

info@ewp-potsdam.de

Stammkapital

100.000,00 €

Gründungsdatum

04. April 2005

Gesellschafter

100 % Energie und Wasser Potsdam GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Mit notarieller Beurkundung des Gesellschaftsvertrages am 10.12.2004 wurde die Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH (EWD) errichtet und nahm am 01.01.2005 ihren Geschäftsbetrieb auf. Die Gesellschaft ist im Handelsregister unter der Nummer HRB 18443 P beim Amtsgericht
Potsdam eingetragen. Der Gesellschaftsvertrag ist in der Fassung vom 06.07.2006 gültig.
Mit Datum vom 10.12.2004 besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Energie und Wasser Potsdam GmbH mit Wirkung zum 01.01.2005.
Schwerpunktmäßig ist die EWD GmbH für die Energie und Wasser Potsdam GmbH tätig und wird in
den Konzernabschluss der SWP einbezogen.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Instandhaltung und Wartung von Wasser- und Abwasseranlagen, von Energieanlagen und von Anlagen aus dem Umweltbereich, die Erstellung von Hausanschlüssen und sonstigen Anlagen im Wasser-, Abwasser-, Energie- und Umweltbereich, Dienstleistungen im Gebäudemanagement und sonstige Dienstleistungen an Grünanlagen und im Baubereich.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die Versorgung mit Energie und Wasser zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschaftsversammlung
Vertreter der Energie und Wasser Potsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die Geschäftsführung der Energie und Wasser Potsdam GmbH.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH
133

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsführung
Herr Jürgen Retzlaff

Geschäftsführer

Herr Jürgen Brüggemann

Geschäftsführer

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,00%
22,00%
0€

0,00%
24,76%
0€

0,00%
10,31%
0€

0,00%
0,00%
128,21%
387 T€

0,00%
0,00%
132,91%
41 T€

0,00%
0,00%
111,49%
27 T€

0,00%
5.745.727 €
0€
154.267 €

0,00%
5.765.083 €
0€
59.100 €

0,00%
5.640.989 €
0€
58.044 €

51,14%
74

52,41%
79

53,58%
81

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Umsatzerlöse

Ergebnis vor Gewinnabführung/
Verlustübernahme

8

200
5,7

5,8

5,6

154,3
150

4

T€

Mio. €

6

2

100
59,1

58,0

2010

2009

50

0

0
2011

2010

2009

2011

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH
134

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Geschäftsfelder der EWD liegen vorrangig in den Bereichen Trinkwasserver- und den Abwasserentsorgungsdienstleistungen. Grundlage ist der Dienstleistungsvertrag mit der Muttergesellschaft
EWP GmbH. Dieser umfasst sowohl Instandhaltungs- und Wartungsleistungen, als auch Überprüfungen an Trinkwasser- und Abwasseranlagen, EMSR-Anlagen und Anlagen aus dem Umweltbereich.
Daneben werden Hausanschlüsse erstellt und sonstige Arbeiten an Anlagen im Trinkwasser-, Abwasser- und Umweltbereich vorgenommen und Dienstleistungen im Gebäudemanagement und an Grünanlagen durchgeführt.
Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2011 liegt auf dem Vorjahresniveau. Einschließlich der Abrechnung
von aus dem Vorjahr übernommenen Auftragsbeständen konnte die Gesamtleistung leicht gesteigert
werden. Die Auftragslage war in allen Bereichen gut.

Voraussichtliche Entwicklung
Die EWD ist ein sehr wertschöpfungsintensives Unternehmen mit einem hohen Anteil an Personalkosten.
Die Ziele der EWD liegen im Ausbau der Kundenbeziehungen und in der Übernahme von zusätzlichen
Aufgaben zur Erfüllung des Gesellschaftszwecks.
Zusätzliche Aktivitäten werden bei der Wartung von zusätzlichen Hauspumpenwerken und beim Pumpenwechsel im Trinkwasserbereich erwartet. Es werden bereits durch weitere Qualifizierungen der
Mitarbeiter und durch die Planung der benötigten Investitionen die Grundlagen geschaffen.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Erhöhung der Kapitalrücklage: 29.550 €

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Aufgrund Gewinnabführungsverträgen
abgeführte Gewinne: 154.267 € (EWP)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH
135

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

204.042

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
184.535
II. Kapitalrücklage
III. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

52.954
1.269.630
990
1.323.574

75.462
1.283.128 B. Rückstellungen
1.079
1. Sonstige Rückstellungen
1.359.669

460.791
1.988.407

103.264 C. Verbindlichkeiten
1.647.468
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3. Sonstige Verbindlichkeiten

1.988.407

1.647.468 Bilanzsumme

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

100.000
123.531
213.950
437.481

100.000
93.981
213.950
407.931

842.595
842.595

750.373
750.373

155.865
525.518
26.948
708.331

100.373
358.182
30.609
489.164

1.988.407

1.647.468

Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH
136

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse

2010
in €
5.745.727

5.765.083

2. Bestandsveränderungen

19.508

-87.454

3. Sonstige betriebliche Erträge

22.291

19.305

4. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

805.176

802.760

1.309.597

1.300.519

Rohergebnis

2.114.773

2.103.279

3.672.753

3.593.655

5. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

2.404.637

2.458.903

533.749

562.433
2.938.386

3.021.336

549.290

491.830

185.077

80.489

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2.355

3.985

8. Zinsen und ähnliche Aufw endungen

4.265

10.381

-1.910

-6.396

183.167

74.093

0

3.893

28.900

11.100

154.267

59.100

0

0

6. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis

Finanzergebnis
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
9. Außerordentliches Ergebnis
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
10. Aufgrund Gew innabführungsverträgen abgeführte Gew inne
11. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH
137

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

local energy GmbH
Adresse

Försterweg 3
14482 Potsdam

Telefon

(0331) 7042 460

Fax

(0331) 7042 4626

Internet

www.local-energy.de

Email

power@local-energy.com

Stammkapital

50.000,00 €

Gründungsdatum

07. April 2000

Gesellschafter

15 % Energie und Wasser Potsdam GmbH
u.a.

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Bereits im Jahr 1999 schlossen sich 11 Energieversorgungsunternehmen zusammen, um unter gemeinsamen Namen ihre Stromprodukte zu bewerben. Die local energy GmbH als gemeinsames Marketing-Dienstleistungsunternehmen wurde im Jahr 2000 gegründet und beim Amtsgericht Potsdam
unter der Nummer HRB 13502 P eingetragen.
Im Geschäftsjahr 2001 erwarb die Energie und Wasser Potsdam GmbH Anteile an der local energy
GmbH. Nach dem Austritt eines Gesellschafters zum 31.12.2010 waren zum 31.12.2011 noch 15
Stadtwerke aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie ein Regionalversorger aus Brandenburg im local ernergy-Verbund gesellschaftsrechtlich zusammengeschlossen. Es bestanden mit 14
Verbundmitgliedern Lizenzverträge zur Nutzung der Marken „loccal energy“ und „local gas“.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich des Marketings der
kommunalen und regionalen Energieversorgungsunternehmen, insbesondere die Ausarbeitung von
Empfehlungen für erfolgreiche Marketingstrategien kommunalen und regionalen Stromerzeuger im
deregulierten Strommarkt. Dazu gehört insbesondere die Fortführung und die Pflege der rechtlich
geschützten Marke local energy, die Lizenzierung dieser Marke an die kommunalen und regionalen
Energieversorgungsunternehmen, die Durchsetzung dieser Marke und die Überwachung der Lizenzierungsregeln.
Die Übernahme von Marketing- und Vertriebsaufgaben im Auftrag der regionalen Stromerzeuger ist
möglich. Die Gesellschaft berät die Lizenznehmer der Marke local energy bei Maßnahmen des Marketings, der Werbung, der zentralen Durchführung geräumiger Kampagnen, der Öffentlichkeitsarbeit und
der Koordination untereinander. Zur Erreichung des Gesellschaftszwecks kann die Gesellschaft Werbekampagnen planen und umsetzen sowie Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen durchführen.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

local energy GmbH
138

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Energie und Wasser Potsdam GmbH durch die Geschäftsführung der Energie und Wasser Potsdam GmbH vertreten.
Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat gehören gemäß § 11 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages bis zu neun Mitglieder an.
Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr 2011 wie folgt zusammen:
Herr Uwe Müller

(bis 19.09.2011) Vorsitzender, Geschäftsführer der Stadtwerke
Brandenburg an der Havel GmbH

Herr Andre` Dreißen

(ab 07.11.2011) Vorsitzender des Aufsichtsrates, Geschäftsführer
der Stromversorgung Greifswald GmbH

Herr Christian Koos

Stellv. Vorsitzender, Geschäftsführer der SWS
Energie GmbH

Herr Ingo Bonath

Geschäftsführer der Stromversorgung Greifswald
GmbH

Herr Detlef Giese

Geschäftsführer der Stadtwerke Oranienburg
GmbH

Herr Heiner Wilms

Geschäftsführer der Stadtwerke Grevesmühlen
GmbH

Herr Konrad Lanz

Geschäftsführer der Stadtwerke Barth GmbH

Herr Ulrich Floß

Geschäftsführer der EMB Erdgas Mark Brandenburg GmbH

Herr Lutz Kähler

(ab 07.11.2011) Geschäftsführer der Stadtwerke Pritzwalk GmbH

Herr Jörg Thiem

(ab 07.11.2011) Geschäftsführer der Stadtwerke Frankfurt (oder)
GmbH

Geschäftsführung
Herr Markus Dürr

(bis 30.06.2011) Geschäftsführer

Herr Henning Dettmer

(ab 01.07.2011) Geschäftsführer

Kapitalverhältnisse
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 50 T€. Die Energie und Wasser Potsdam GmbH ist mit
15 % und einem Kapitalanteil von 7,5 T€ an der local energy GmbH beteiligt.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

local energy GmbH
139

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

14,64%
74,32%
0,00 €

2,67%
15,19%
0,00 €

5,27%
21,82%
0,00 €

507,78%
0,00%
309,63%

569,38%
0,00%
114,49%

413,97%
0,00%
117,38%

34,03%
551.323,24 €
44.366,60 €

0,76%
691.453,90 €
2.633,86 €

-2,35%
641.348,66 €
-5.921,27 €

42,21%
4

27,82%
3

39,36%
3

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

1.000
60

800

44,4

641,35

40

551,3

T€

T€

600

691,5

400

20

2,6

200

0

0

-20

2011

2010

2009

-5,9
2011

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

2010

2009

local energy GmbH
140

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Der Geschäftsverlauf zeigt, dass es im abgelaufenen Jahr nicht gelungen ist, die strategische Neuausrichtung des Unternehmens von einem Cost-Center zu einer Profitgesellschaft erfolgreich zu realisieren. Die wesentlichen Gründe für diese Entwicklung werden aus einer deutlich zu optimistischen
Erwartung hinsichtlich gemeinschaftlicher Projekte im local enery-Verbund und einer zu starken und
zu kurzfristigen Absenkung der Lizenzgebühren ab dem 01.01.2011 gesehen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war das Unternehmen ausschließlich aufgrund der rückwirkenden Erhöhung der Lizenzgebühren um 350 T€ überlebensfähig.

Voraussichtliche Entwicklung
Trotz des Jahresüberschusses für das Jahr 2011 in Höhe von 44.366,60 € befinden sich die local
energy GmbH in einer sehr ernsten Lage.
Die Geschäftsführung ist beauftragt, ein Umsetzungskonzept zu erarbeiten.
Die EWP hat ihre Beteiligung an der local energy GmbH zum 31.12.2012 zurückgegeben.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

local energy GmbH
141

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

local energy GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

6.637,00

12.448,00
19.085,00

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Gew innrücklagen
1. Rücklage für eigene Anteile
546,00
III. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
IV. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

45.000,00

45.000,00

5.000,00
46.909,23
96.909,23

5.000,00
2.542,63
52.542,63

0,00

0,00

19.255,47
5.785,00
25.040,47

2.403,00
18.810,00
21.213,00

8.441,05
0,00
8.441,05

63.357,10
149.924,34
213.281,44

0,00

58.820,40

130.390,75

345.857,47

8.682,00
9.228,00
B. Sonderposten mit Rücklageanteil

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände
III. Wertpapiere
1. Eigene Anteile
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

15.304,90

C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
19.259,65
2. Sonstige Rückstellungen

44.290,88
18.253,62
62.544,50

73.728,81 D. Verbindlichkeiten
5.889,24
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
79.618,05
2. Sonstige Verbindlichkeiten

0,00

0,00

33.260,35
111.109,75

236.936,74
335.814,44

196,00

815,03

E. Rechnungsabgrenzungsposten

130.390,75

345.857,47 Bilanzsumme

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

local energy GmbH
142

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

local energy GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
551.323,24

691.453,90

4.608,18

9.477,80

3. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

17.053,70

23.173,69

72.451,81

368.425,32

Rohergebnis

89.505,51

391.599,01

466.425,91

309.332,69

4. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

202.101,88

166.587,52

30.638,43

25.777,54
232.740,31

192.365,06

4.845,60

4.264,95

163.280,62

107.554,64

65.559,38

5.148,04

303,83

1.194,01

303,83

1.194,01

8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

65.863,21

6.342,05

9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

21.496,61

3.630,19

0,00

78,00

44.366,60

2.633,86

2.542,63

408,77

0,00

500,00

46.909,23

2.542,63

5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Finanzergebnis

10. Sonstige Steuern
11. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
12. Gew innvortrag aus dem Vorjahr
13. Einstellungen in Gew innrücklagen
14. Bilanzgew inn

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

local energy GmbH
143

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH
Adresse

Steinstraße 101
14480 Potsdam

Telefon

(0331) 661 1000

Fax

(0331) 661 1003

Internet

www.stadtwerke-potsdam.de

Email

info@sbp-potsdam.de

Stammkapital

100.000,00 €

Gründungsdatum

22. Februar 2010

Gesellschafter

100 % Stadtwerke Potsdam GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH (SBP) wurde mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages am
14.12.2009 errichtet und ist im Handelsregister am 22.02.2010 unter der Nummer HRB 22977 P eingetragen. Der Gesellschaftsvertrag ist in der Fassung vom 14.12.2009 gültig. Die Stadtbeleuchtung
Potsdam GmbH (SBP) ist eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Potsdam GmbH (SWP) und in den
Konzernabschluss der SWP einbezogen.
Mit Wirkung zum 01.01.2010 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Stadtbeleuchtung
Potsdam GmbH und der Stadtwerke Potsdam GmbH. Die Aufgaben des Eigenbetriebs Stadtbeleuchtung werden seit dem durch die Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH (SBP) wahrgenommen.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Erstellung, Erweiterung, Änderung, Instandsetzung und Bedienung von Straßenbeleuchtungsanlagen, Lichtzeichenanlagen, beleuchteten Verkehrszeichen, Parkscheinautomaten, Verkehrs- und Parkleitsystemen im Auftrag der LHP und darüber hinaus im Auftrag
Dritter.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehören die Versorgung mit Energie und die Gewährleistung des
öffentlichen Verkehrs zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der Stadtwerke Potsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die Geschäftsführung
der Stadtwerke Potsdam GmbH.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH
144

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsführung
Herr Jürgen Retzlaff

Geschäftsführer

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,00%
7,01%
0,00 €

0,00%
14,85%
0,00 €

0,00%
0,15%
508,83%

0,00%
0,00%
528,01%

0,33%
3.122.350,00 €
0,00 €

0,02%
2.773.310,00 €
0,00 €

32,15%
19

34,80%
20

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Umsatzerlöse
4

3,1
2,8

Mio. €

3
2

1
0
2011

2010

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH
145

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Gemäß dem Stadtverordnetenbeschluss der LHP vom 01.04.2010 zur Überleitung des Eigenbetriebs
„Stadtbeleuchtung Potsdam“ auf die Stadtwerke Potsdam GmbH (SWP), werden die Aufgaben des
Eigenbetriebs seit dem 01.01.2010 durch die Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH (SBP) wahrgenommen.
Die Geschäftsbeziehungen der SBP innerhalb des Stadtwerkeverbundes haben sich im Berichtsjahr
weiter stabilisiert.
Die Hauptaufgaben der SBP liegen bei der Erstellung, Erweiterung, Änderung, Instandsetzung und
Bedienung von Straßenbeleuchtungsanlagen, Lichtzeichenanlagen, beleuchteten Verkehrszeichen,
Parkscheinautomaten, Verkehrs- und Parkleitsystemen im Auftrag der LHP und darüber hinaus im
Auftrag Dritter.

Voraussichtliche Entwicklung
In 2012 ist mit der LHP die Vereinbarung pauschaler Lichtpunktpreise vorgesehen, die auf Grundlage
der gesammelten Erfahrungen und nachgewiesenen Aufwendungen gebildet werden. Diese Pauschalen sind die wesentliche Geschäftsgrundlage der SBP. Mit der Pauschale werden Anreize zur Nutzung
weiterer Optimierungspotentiale geschaffen.
Die Ziele der SBP liegen bei der Festigung der Kundenbeziehungen und in der Übernahme von zusätzlichen Aufgaben zur Erfüllung des Gesellschaftszwecks.
Die Expansion Potsdams führt zu weiteren Investitionen in den Straßenneubau und damit auch zur
Errichtung von neuen Straßenbeleuchtungsanlagen, durch die für das Geschäftsjahr 2011 ein stabiler
Ergebnisbeitrag erwartet wird. Zusätzliche Aktivitäten kommen aus der Ausweitung der Parkraumzonen, in denen zusätzliche Parkscheinautomaten gewartet werden müssen.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH
146

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva
A. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2. Noch nicht abgerechnete Leistungen

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundenen Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Guthaben bei Kreditinstituten

Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

107.034,00
165.634,00
272.668,00

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
136.585,00
II. Jahresergebnis
33.799,00
170.384,00

144.699,00

B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
181.056,00
2. Sonstige Rückstellungen
280.127,00
852,00
462.035,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
40.855,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten

785.864,00

673.274,00 Bilanzsumme

82.040,00
285.012,00
1.445,00
368.497,00

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

100.000,00
0,00
100.000,00

100.000,00
0,00
100.000,00

8.405,00
146.041,00
154.446,00

8.740,00
127.511,00
136.251,00

128.763,00
390.420,00
12.235,00
531.418,00

42.372,00
343.886,00
50.765,00
437.023,00

785.864,00

673.274,00

Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH
147

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH
GuV für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Bestandsveränderungen
3. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
3.122.350,00

2.773.310,00

131.835,00

29.761,00

43.741,00

19.242,00

4. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

1.507.830,00

1.414.607,00

435.777,00

304.678,00

Rohergebnis

1.943.607,00

1.719.285,00

1.354.319,00

1.103.028,00

5. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

803.807,00

765.342,00

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

200.055,00

199.653,00
1.003.862,00

964.995,00

319.725,00

216.045,00

30.732,00

-78.012,00

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

2.653,00

545,00

8. Zinsen und ähnliche Aufw endungen

4.721,00

127,00

-2.068,00

418,00

28.664,00

-77.594,00

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

4.100,00

0,00

11. Sonstige Steuern

2.657,00

0,00

0,00

77.594,00

21.907,00

0,00

0,00

0,00

6. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis

Finanzergebnis
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

12. Erträge aus Verlustübernahme
13. Aufw endungen aus Ergebnisabführung
14. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Gesellschaft kommunaler E.DIS Aktionäre mbH
148

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesellschaft kommunaler E.ON edis Aktionäre mbH

Adresse

Stephensonstraße 4
14482 Potsdam

Telefon

(0331) 7435 10

Fax

(0331) 7435 133

Internet

-

Email

mail@stgb-brandenburg.de

Stammkapital

3.752.950,00 €

Gründungsdatum

30. April 1997

Gesellschafter

1,75 % Landeshauptstadt Potsdam, u.a.

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Gesellschaft kommunaler MEVAG-Aktionäre mbH wurde am 01.04.1996 im Wege einer Bargründung errichtet. Die Gesellschaft wurde am 30.04.1997 in das Handelsregister des Amtsgerichtes
Potsdam unter der Nummer HRB 10223 eingetragen. Von 2004 bis 2010 firmiert die Gesellschaft als
„Gesellschaft kommunaler E.DIS Aktionäre mbH“ (GKedis).
Auf der Gesellschafterversammlung vom 04.12.2009 wurden u.a. die Umfirmierung der Gesellschaft in
„Gesellschaft kommunaler E.ON edis Aktionäre mbH“ beschlossen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 22.10.2010.
Die Geschäfte der Gesellschaft werden durch den Städte- und Gemeindebund Brandenburg über
einen Geschäftsbesorgungsvertrag wahrgenommen. Die Gesellschaft verfügt über kein Personal.
Das Stammkapital der Gesellschaft kommunaler E.ON. edis Aktionäre mbH hat sich durch Beschluss
der Gesellschafterversammlung vom 04.12.2009 um 96.850 € auf 3.752.950 € erhöht. Die Eintragung
ins Handelsregister erfolgte am 22.10.2010.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Wahrnehmung der kommunal- und gesellschaftsrechtlich zulässigen Interessenvertretung insbesondere der Rechte und Pflichten der kommunalen Aktionäre in
der E.ON edis AG. Die Gesellschaft unterstützt ihre Gesellschafterinnen insbesondere bei deren Aufgaben zur Sicherung einer wirtschaftlich und ökologisch sinnvollen Daseinsvorsorge im Rahmen der
Darbietung einer sicheren und preiswerten Energieversorgung.
Hierzu hat die Gesellschaft die Aufgaben:
1. darauf hinzuwirken, dass die von ihr gehaltenen Aktien und die sich daraus ergebenen Stimmrechte in der Hauptversammlung der E.ON edis AG bestmöglich vertreten werden;
2. in Angelegenheiten des gemeinsamen Interesses der Gesellschafter tätig zu werden;
3. die Interessen der Gesellschafter in den Fragen der Energieversorgung ihres Gebietes, wie
auch des angemessenen Einsatzes heimischer Energieträger, zu koordinieren, soweit dies erforderlich ist, und diese gegenüber der E.ON edis AG, staatlichen Stellen, anderen Verbänden
und der Öffentlichkeit zu vertreten;
4. im Rahmen wirtschaftlich sinnvoller und vertretbarer Geschäftsführung weitere Aktien an der
E.ON edis AG zu erwerben und Kapitalerhöhungen mit zu vollziehen.
Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Gesellschaft kommunaler E.DIS Aktionäre mbH
149

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig und nützlich sind. Ausgeschlossen sind Geschäfte und Maßnahmen zur
Gründung, zum Erwerb und zur Pacht von Unternehmen. Beteiligungen an Unternehmen sind erlaubt.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die Versorgung mit Energie zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
der Landeshauptstadt Potsdam oder einen von ihm Betrauten vertreten.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 8 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages aus dem Vorsitzenden, seinem
ersten und zweiten Stellvertreter sowie weiteren vier Mitgliedern. Wählbar sowie befugt, dem Aufsichtsrat anzugehören, sind nur seitens der Gesellschaftergemeinden bestellte Mitglieder der Gesellschafterversammlung.
Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2011 folgende Mitglieder an:
Herr Christian Großmann

Vorsitzender, Amtsdirektor des Amtes Brück

Frau Katrin Lange

Amtsdirektorin des Amtes Meyenburg

Frau Beate Burgschweiger

Bürgermeisterin der Gemeinde Zeuthen

Herr Heiko Müller

Bürgermeister der Stadt Falkensee

Frau Jutta Sachtleben

Kämmerin Gemeinde Blankenfelde/ Mahlow

Frau Kerstin Hoppe

Bürgermeisterin der Gemeinde Schwielowsee

Herr Robert Philipp

Bürgermeister der Stadt Fürstenberg/Havel

Geschäftsführung
Herr Karl-Ludwig Böttcher

Geschäftsführer

Kapitalverhältnisse
Das Stammkapital zum 31.12.2011 beträgt 3.752,9 T€. Die LHP hat als Rechtsnachfolgerin der Gemeinden Fahrland, Neu-Fahrland, Groß Glienicke, Marquardt, Satzkorn und Uetz-Paaren und des
ehemaligen Amtes Fahrland eine Stammeinlage zum Nennwert i.H.v. 65,2 T€ übernommen und zu
diesem Zweck 72.069,20 Stück ihrer Aktien an der E.DIS AG in die Gesellschaft eingebracht. Die von
der Gesellschaft kommunaler E.DIS Aktionäre mbH per 31.12.2011 gehaltenen 11.266.875 E.ON
edis-Aktien entsprechen 6,44 % am Grundkapital der E.ON edis AG.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Gesellschaft kommunaler E.DIS Aktionäre mbH
150

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)

2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

55,33%
98,82%
0,00 €

48,98%
87,05%
0,00 €

42,07%
79,62%
0,00 €

178,62%
0,00%
4.459,70%
3177 T€

177,72%
0,00%
420,17%
166 T€

189,28%
126,55%
284,28%
7.088 T€

21,17%
0,00 €
2.254.072,57 €

15,95%
0,00 €
1.937.412,16 €

13,23%
51.129,10 €
1.785.693,15 €

0,00%
0

0,00%
0

0,00%
0

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
3

Mio. €

2,25
1,94

2

1,79

1
0
2011

2010

2009

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Gesellschaft kommunaler E.DIS Aktionäre mbH
151

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die wesentlichen Geschäftsfelder der Gesellschaft waren im Berichtsjahr 2011 unverändert die Wahrnehmung der kommunal- und gesellschaftsrechtlich zulässigen Interessenvertretung für die kommunalen Gesellschafter und die kommunalen Treugeber sowie die Verwaltung eigener und treuhänderisch gehaltener Aktien an der E.ON edis AG.
Durch den Vertrag mit der Bundesanstalt für vereinigte Sonderaufgaben bzw. deren Rechtsvorgängerin (Treuhandanstalt) sind auf die GkMA mbH – heutige Gesellschaft kommunaler E.ON edis Aktionäre mbH (GkE.ON edis mbH) – zunächst treuhänderisch Aktien übertragen worden. Diese Aktien werden durch die GkE.ON edis mbH verwaltet und als Geschäftsanteile für die Gesellschaftergemeinden
bzw. treuhänderisch für die Treugebergemeinden gehalten, die einen Anspruch Übertragung von Aktien nach § 4 Abs. 2 Satz 2 Kommunalvermögensgesetzt hatten.
Die Gesellschaft kommunaler E.ON edis Aktionäre mbH hält per 31.12.2011 11.266.875 E.ON edis –
Aktien.
Die Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2011 schließt mit einem Jahresüberschuss ab, die
Gesellschaft war zu jeder Zeit liquide.

Voraussichtliche Entwicklung
Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung dürften grundsätzlich nicht bestehen. Beachtlich sind
jedoch die rechtlichen Rahmenbedingungen, die von der Europäischen Union sowie der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere im Hinblick auf die Netzregulierung, vorgegeben werden. Darüber
hinaus sind die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Konzernumstrukturierung des privaten
Mehrheitsgesellschafters der E.ON edis AG, der E.ON (Energie) AG, zu verfolgen.
In den Jahren 2011 bis 2013 laufen eine Vielzahl der Konzessionsverträge im Netzgebiet der E.ON
edis AG aus. Die E.ON edis AG hat den Kommunen frühzeitig neue Abschlüsse der Wegenutzungsverträge angeboten. Bis zum 30.04.2012 konnten 94,8 % aller künftigen Wegenutzungsverträge
Strom neu geschlossen werden.
Am 16.04.2012 wurde eine Kapitalherabsetzung auf 3.746.000 € im Handelsregister eingetragen.
Darüber hinaus haben sich nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

39.141,43 € (netto)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Gesellschaft kommunaler E.DIS Aktionäre mbH
152

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesellschaft kommunaler E.ON edis Aktionäre mbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Beteiligungen
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen Gesellschafter
2. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

6.016.324,63

25.564,59
715.046,63
740.611,22

4.117.428,10
4.858.039,32

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
6.016.324,63
II. Kapitalrücklage
III. Gew innrücklagen
IV. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
V. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
170.000,00
2.957.283,68
3.127.283,68
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen
3.139.930,69
6.267.214,37
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
3. Sonstige Verbindlichkeiten

Bilanzsumme
Treuhandguthaben

10.874.363,95
5.270.894,67

12.283.539,00 Bilanzsumme
5.270.894,67 Treuhandverbindlichkeiten

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

3.752.950,00
3.322.701,58
143.483,85
1.273.147,63
2.254.072,57
10.746.355,63

3.752.950,00
3.322.701,58
143.483,85
1.535.735,51
1.937.412,12
10.692.283,06

85.206,00
23.250,00
108.456,00

1.370.061,00
113.942,52
1.484.003,52

476,00
19.076,32
19.552,32

7.604,23
99.648,19
107.252,42

10.874.363,95

12.283.539,00

5.270.894,67

5.270.894,67

Gesellschaft kommunaler E.DIS Aktionäre mbH
153

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesellschaft kommunaler E.ON edis Aktionäre mbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse

2010
in €
0,00

0,00

107.959,05

427.142,38

107.959,05

427.142,38

63.865,36

58.789,12

44.093,69

368.353,26

2.686.641,05

2.092.817,06

5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

101.856,44

93.341,60

6. Zinsen und ähnliche Aufw endungen

47.850,94

21.979,17

2.740.646,55

2.164.179,49

2.784.740,24

2.532.532,75

530.667,67

595.120,59

2.254.072,57

1.937.412,16

2. Sonstige betriebliche Erträge
Rohergebnis
3. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
4. Erträge aus Beteiligungen

Finanzergebnis
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
9. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Gesellschaft kommunaler E.DIS Aktionäre mbH
154

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

HWG Havelländische Wasser GmbH
(Vorher: HWG Havelländische Wasser Beteiligungs-GmbH)

Adresse

Schlaatzweg 1
14473 Potsdam

Telefon

(0331) 277 50

Fax

(0331) 277 5106

Internet

-

Email

info@hwg-potsdam.de

Stammkapital

260.000,00 €

Gründungsdatum

06. April 1994

Gesellschafter

17,54 % Landeshauptstadt Potsdam, u.a.

Beteiligungen

PWU Potsdamer Wasser- und Umweltlabor GmbH & Co. KG,
PWU Potsdamer Wasser- und Umweltlabor Verwaltungs GmbH,
WALANA Gesellschaft für Wasserwirtschaft Landschaftspflege
und Naherholung mbH

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die HWG Havelländische Wasser GmbH (HWG) wurde am 10.11.1993 durch notariellen Gesellschaftsvertrag von der Potsdamer Wasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH (PWA) i.L.
errichtet und in das Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter der Nummer HRB 6874 P eingetragen.
Von 1994 bis 2009 firmierte die Gesellschaft als HWG Havelländische Wasser Beteiligungs-GmbH.
Mit Datum vom 28.01.2010 wurde die Umfirmierung der Gesellschaft in HWG Havelländische Wasser
GmbH ins Handelsregister eingetragen. Der Gesellschaftsvertrag ist in der Fassung vom 18.12.2009
und letzter Änderung vom 25.08.2011 gültig.
Mit Verschmelzungsvertrag vom 19.08.2011 und darauffolgendem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 25.08.2011 wurde beschlossen die HWG Verwaltungs-GmbH auf die HWG
Havelländische Wasser GmbH rückwirkend zum 01.01.2011 zu verschmelzen. Die Eintragung in das
Handelsregister der HWG GmbH erfolgte am 26.10.2011.
Das Stammkapital betrug zum 31.12.2010 500.000,00 DM (255.645,94 €) und ist voll eingezahlt. Mit
Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 25.08.2011 wurde das Stammkapital von DM in EUR
gewandelt und gleichzeitig um 4.354,06 € durch Umwandlung der Kapitalrücklage auf 260.000,00 €
erhöht. Die Kapitalerhöhung wurde am 26.10.2011 in das Handelsregister eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens sind die Planung, der Bau und der Betrieb von Einrichtungen der
Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und -behandlung, die Führung der Geschäfte von Betrieben
und Anlagen der Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und -behandlung, die fachliche Beratung
von Unternehmen der Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und -behandlung sowie alle Werkoder Dienstleistungen für solche Unternehmen. Gegenstand der Gesellschaft ist insbesondere der
Betrieb von Betrieben und Anlagen der Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und -behandlung für
Dritte aufgrund von Betreiberverträgen oder Dienstleistungsverträgen. Die Gesellschaft ist berechtigt,
alle den Gesellschaftszweck fördernde Geschäfte zu tätigen sowie alle Geschäfte, die damit mittelbar
oder unmittelbar im Zusammenhang stehen, insbesondere Rechte und andere Gegenstände zu erVer- und Entsorgung sowie Verkehr

HWG Havelländische Wasser GmbH
155

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

werben, zu nutzen, zu übertragen und zu veräußern sowie Grundeigentum und Rechte an Grundstücken zu erwerben, zu veräußern und daran Grundpfandrechte zu bestellen, Grundstücke, Räume
oder andere Gegenstände oder Rechte zu pachten, zu verpachten, zu mieten, zu vermieten bzw.
Leasingverträge abzuschließen und Handelsvertretungen zu übernehmen.
Die Gesellschaft kann Niederlassungen und Tochterunternehmen gründen, andere Unternehmen
erwerben, pachten oder sich an anderen Unternehmen, insbesondere als Kommanditisten an der
Firma HWG Havelländische Wasser GmbH & Co. KG beteiligen sowie Interessengemeinschaftsverträge oder Zusammenarbeitsverträge abzuschließen.
Die öffentlich-rechtlichen Bestimmungen über die Beteiligungen von Gemeinden und Zweckverbänden
an Gesellschaften des Handelsrechts sind zu beachten, insbesondere die einschlägigen Bestimmungen der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehören die Wasserversorgung- und Abwasserentsorgung zu den
Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Verwaltungsrat als Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
der Landeshauptstadt Potsdam oder einen von ihm Bevollmächtigten vertreten.
Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat besteht gemäß § 8 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages aus sieben Mitgliedern. Die
Gesellschafter, die mindestens 15 % des Stammkapitals der Gesellschaft halten, sind gemäß
§ 8 Abs. 3 berechtigt, ein Mitglied des Aufsichtsrates zu bestimmen. Die WD ist berechtigt, zwei Mitglieder des Aufsichtsrates zu bestimmen.
Dem Verwaltungsrat gehörten im Jahr 2011 folgende Mitglieder an:
Herr Steffen Scheller

Vorsitzender,
Bürgermeister der Stadt Brandenburg a. d. Havel

Herr Dipl.-Ing. Günter Fredrich

Stellv. Vorsitzender, Schriftführer,
Geschäftsführer der OWA Osthavelländischen
Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung
GmbH, Falkensee

Herr Hans-Reiner Aethner

Verbandsvorsteher des Wasserversorgungs- und
Abwasserentsorgungszweckverbandes Region
Ludwigsfelde

Herr Udo Haase

Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld

Herr Dr. Wolf-Peter Albrecht

Verbandsvorsteher Märkischer Abwasser- und
Wasserzweckverband, Königs Wusterhausen

Herr Martin Rahn

Geschäftsführer der Mittelmärkischen Wasserund Abwasser GmbH, Königs Wusterhausen

Herr Glenn Jankowski

Arbeitsgruppenleiter, Untere Wasserbehörde/
Untere Naturschutzbehörde der LHP

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

HWG Havelländische Wasser GmbH
156

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsführung
Frau Kerstin-Heike Jäger

Geschäftsführerin

Kapitalverhältnisse
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 260,0 T€, der prozentuale Anteil der LHP beträgt 17,54 %
und 0,26 %. Dies entspricht einem Kapitalanteil von 45,6 T€ und 0,7 T€.
Nach Erhöhung des Stammkapitals sowie der Rückübertragung der Geschäftsanteile auf die einzelnen Gesellschafter setzt sich das Stammkapital der HWG GmbH zum 31.12.2011 insbesondere wie
folgt zusammen:

Stammeinlage
(€)

Gesellschafter

Geschäftsanteile (%)

Landeshauptstadt Potsdam

46.282,00

17,80

Stadt Brandenburg a.d. Havel

34.684,00

13,34

MAWV Märkischer Wasser- und Abwasserzweckverband

16.328,00

6,28

OWA Osthavelländische Trinkwasserversorgung und
Abwasserbehandlung GmbH

13.312,00

5,12

Zweckverband Rathenow

11.596,00

4,46

Zweckverband "Der Teltow"

8.892,00

3,42

HWG Havelländische Wasser GmbH

8.812,00

3,39

Stadt Luckenwalde

8.372,00

3,22

Stadtwerke Neuruppin GmbH

8.008,00

3,08

Stadt Oranienburg

7.696,00

2,96

Zweckverband Havelland

7.332,00

2,82

WARL Wasser- und Abwasserzweckverband
Region Ludwigsfelde

6.500,00

2,50

Gesamtkapitalanteil

260.000,00

100%

*es sind noch weitere Wasser- und Abwasserzweckverbände des Landes Brandenburg an der HWG Havelländische Wasser
GmbH beteiligt.

Beteiligungsverhältnisse
Die HWG ist an der:
1) PWU Potsdamer Wasser- und Umweltlabor GmbH & Co. KG
2) WALANA Gesellschaft für Wasserwirtschaft, Landschaftspflege und Naherholung mbH
3) PBV Projektplanung Betriebsführung und Verbrauchsabrechnung GmbH & Co. KG i. L.
beteiligt.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

HWG Havelländische Wasser GmbH
157

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

64,38%
92,01%
0,00 €

68,09%
93,78%
0,00 €

95,92%
98,87%
0,00 €

142,92%
2,59%
440,36%
468 T€

137,73%
2,14%
504,87%
171 T€

103,07%
1,19%
359,11%
-130 T€

-0,54%
624.585,70 €
-52.570,45 €

-47,08%
744.945,84 €
-3.173.360,99 €

-8,86%
526.243,62 €
-851.644,82 €

40,15%
5

36,59%
7

0,00%
0

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

1.000

0

744,9

800

-52,6

624,6
526,2

T€

600

T€

-1.000

400

-2.000

200

-3.000

0

-4.000
2011

2010

2009

-851,6

-3.173,4
2011

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

2010

2009

HWG Havelländische Wasser GmbH
158

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Geschäftstätigkeit der HWG beschränkte sich im Geschäftsjahr 2011 auf das Halten und Verwalten der Finanzanlagen (Holdingfunktion) mit den entsprechenden Geschäftsführungstätigkeiten sowie
auf die Vermietung der Objekte in Potsdam, Premnitz, Staaken, Nauen, Neuruppin und Hiddensee
sowie die Erbringung von Dienst- und Geschäftsführungsleistungen.
Die PBV Projektplanung Betriebsführung und Verbrauchsabrechnung GmbH & Co. KG i.L. ist im Berichtsjahr mit Wirkung zum 23.08.2011 der HWG Havelländische Wasser GmbH angewachsen. Mit
Verschmelzungsvertrag vom 19.08.2011 und der Zustimmungsbeschlüsse der Gesellschafterversammlung vom 25.08.2011 wurde die HWG Verwaltungs-GmbH im Geschäftsjahr 2011 auf die HWG
Havelländische Wasser GmbH, Potsdam, verschmolzen. Die entsprechende Handelsregistereintragung erfolgte bei der HWG GmbH am 26.10.2011. Aus der Anwachsung und der Verschmelzung resultiert ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von 31 T€.
Mit Beschluss vom 25.08.2011 ist die WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste VerwaltungsGmbH, Potsdam, aus der WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co.KG, Potsdam,
als Komplementärin ausgeschieden. Das verbleibende Vermögen der WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co. KG, Potsdam ist im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge auf die
HWG Havelländische Wasser GmbH, Potsdam, angewachsen.
Das Geschäftsjahr 2011 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 53 T€ (Vorjahr 3.173 T€) ab. Wie im
Vorjahr ist das jeweilige außerordentliche Ergebnis ursächlich für das Jahresergebnis. Während im
Geschäftsjahr 2010 die außerordentlichen Aufwendungen im Wesentlichen auf die außerplanmäßigen
Abschreibung der Gebäude mit 2.486 T€ und Beteiligungen 600 T€ zurückzuführen sind, resultiert im
Geschäftsjahr 2011 der außerordentliche Ertrag aus der Verschmelzung bzw. Anwachsung von Tochtergesellschaften auf die HWG.

Voraussichtliche Entwicklung
Für das Geschäftsjahr 2012 sind weitere Konsolidierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen betreffend der Unternehmen der HWG- Gruppe vorgesehen, mit dem Ziel der weiteren Vereinfachung der
Strukturen und der Reduzierung der Kosten. Zudem gibt es Anstrengungen, sich von Verlustträgern
nachhaltig zu trennen. Nicht zuletzt dadurch werden positive Auswirkungen auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HWG erwartet.
Für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 werden ausgeglichene Ergebnisse erwartet.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

HWG Havelländische Wasser GmbH
159

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

HWG Havelländische Wasser GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Rechte auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
3. Rückdeckungsanspruch aus Rentenversicherung

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen Gesellschafter
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
4. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten

D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

Passiva

3.039.951,00
3.790,00
55.836,00
3.099.577,00

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Nennbetrag eigener Anteile
3.197.178,29
II. Kapitalrücklage
4.323,10
III. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
72.607,47
IV. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
3.274.108,86

1.255.960,94
8.194,41
0,00
1.264.155,35
4.363.732,35

1.255.961,94 B. Rückstellungen
36.315,46
1. Steuerrückstellungen
0,00
2. Sonstige Rückstellungen
1.292.277,40
4.566.386,26
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3. Sonstige Verbindlichkeiten

8.202,93
0,00
0,00
182.852,95
191.055,88

10.040,47
629,26
185.299,48
215.479,15
411.448,36 D. Rechnungsabgrenzungsposten

2.192.956,72
2.384.012,60

1.696.229,16
2.107.677,52

1.911,42

1.815,66

28.801,00

30.884,00

6.778.457,37

6.706.763,44 Bilanzsumme

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

260.000,00
-8.812,00
11.458.987,90
-5.420.881,86
-52.570,45
6.236.723,59

255.645,94
0
11.454.529,96
-2.247.520,87
-3.173.360,99
6.289.294,04

357,65
254.576,94
254.934,59

0,00
299.808,55
299.808,55

30.850,01
190.672,85
12.230,08
233.752,94

6.539,05
39.237,66
6.841,97
52.618,68

53.046,25

65.042,17

6.778.457,37

6.706.763,44

HWG Havelländische Wasser GmbH
160

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

HWG Havelländische Wasser GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €

2010
in €

1. Umsatzerlöse

624.585,70

744.945,84

2. Sonstige betriebliche Erträge

223.521,85

277.172,74

3. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren

106.615,05

104.160,25

b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

197.080,88

248.654,52

Rohergebnis

303.695,93

352.814,77

544.411,62

669.303,81

4. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) soziale Abgaben und Aufw endungen für

218.957,00

236.009,05

31.797,67
250.754,67

36.539,86
272.548,91

176.196,22

185.261,14

373.275,32

286.173,56

-255.814,59

-74.679,80

104.205,26

93.427,21

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

33.255,45

37.792,46

9. Zinsen und ähnliche Aufw endungen

16.149,98

15.952,57

121.310,73

115.267,10

-134.503,86

40.587,30

87.654,53

0,00

0,00

3.205.044,11

87.654,53

-3.205.044,11

7.374,51

8.215,90

13.095,63

17.120,08

-52.570,45

-3.173.360,99

Altersversorgung und Unterstützung
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
7. Erträge aus Beteiligungen

Finanzergebnis
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
11. Außerordentliche Erträge
11. Außerordentliche Aufw endungen
12. Außerordentliches Ergebnis
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
14. Sonstige Steuern
15. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

HWG Havelländische Wasser GmbH
161

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co.KG
Potsdam
Adresse

Schlaatzweg 1 A
14473 Potsdam

Telefon

(0331) 277 5103

Fax

(0331) 277 5106

Internet

-

Email

info@hwg.potsdam.de

Stamm–/ Kommanditkapital

51.129,19 €

Gründungsdatum

12. Oktober 1995

Gesellschafter/
Komplementär

100 % WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste Verwaltungs-GmbH

Beteiligungen

1. HWG Havelländische Wasser GmbH

28,98 %

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co.KG Potsdam (WD) wurde am
02.12.1994 mit Sitz in der Stadt Potsdam gegründet. Komplementärin ist die WD Gesellschaft für
wasserwirtschaftliche Dienste Verwaltungs- mbH, Potsdam und allein zur Geschäftsführung und Vertretung berechtigt.
Die Kommanditisten sind Gemeinden, Städte und Wasser- und Abwasserzweckverbände, die der
Gesellschaft im Rahmen der Entflechtung der PWA i.L. beigetreten sind.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens sind die Planung, der Bau und der Betrieb von Einrichtungen der
Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und -behandlung, die Führung der Geschäfte von Betrieben
und Anlagen der Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und -behandlung, die fachliche Beratung
von Unternehmen der Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und -behandlung sowie alle Werkoder Dienstleistungen für solche Unternehmen. Gegenstand der Gesellschaft ist insbesondere der
Betrieb von Betrieben und Anlagen der Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und
-behandlung für Dritte aufgrund von Betreiberverträgen oder Dienstleistungsverträgen. Die öffentlich
rechtlichen Vorschriften, insbesondere die wasserrechtlichen und abwasserrechtlichen Bestimmungen, sind zu beachten.
Die Gesellschaft ist berechtigt, alle den Gesellschaftszweck fördernde Geschäfte zu tätigen sowie alle
Geschäfte, die damit mittelbar oder unmittelbar im Zusammenhang stehen, insbesondere sich im eigenen Namen und auf eigene Rechnung oder treuhänderisch an Geschäftsanteilen an der HWG
Havelländische Wasser GmbH mit Sitz in Potsdam zu beteiligen.
Die öffentlich-rechtlichen Bestimmungen über die Beteiligungen von Gemeinden und Zweckverbänden
an Gesellschaften des Handelsrechts sind zu beachten, insbesondere die einschlägigen Bestimmungen der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co.KG
162

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die Versorgung mit Wasser und die schadlose Abwasserableitung und -behandlung zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Verwaltungsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste Verwaltungs-GmbH in der Gesellschafterversammlung ist die Geschäftsführung der WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste
Verwaltungs-GmbH.
Verwaltungsrat
Dem Verwaltungsrat gehörten im Jahr 2011 folgende Mitglieder an:
Herr Dr. Udo Haase

Vorsitzender, Bürgermeister der Gemeinde
Schönefeld

Herr Dipl.-Ing. Günter Fredrich

Stellv. Vorsitzender, Geschäftsführer der
Osthavelländische Wasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH

Herr Steffen Scheller

Bürgermeister der Stadt Brandenburg a. d. Havel

Herr Hans-Reiner Aethner

Verbandsvorsteher des Wasserversorgungs- und
Abwasserentsorgungsverbandes Ludwigsfelde

Frau Monika Nestler

Bürgermeisterin Gemeinde Nuthe-Urstromtal

Geschäftsführung
Frau Dipl.-Chem. Kerstin-Heike Jäger

Geschäftsführerin

Beteiligungsverhältnisse
Die WD KG hält für ihre Kommanditisten treuhänderisch den Anteil an der HWG GmbH (28,98%) und
weist zum besseren Verständnis der Vermögenslage der WD KG das Treuhandvermögen unter der
Bilanz aus. Neben dem Halten und Verwalten der Anteile ist die WD KG nicht operativ tätig.
Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 25.08.2011 haben sämtliche Kommanditisten ihre
Anteile, die in der Vergangenheit treuhänderisch von der WD KG für die einzelnen Kommanditisten
gehalten wurden, auf die HWG übertragen. Die HWG GmbH war damit nach erfolgreicher Übertragung und zum Bilanzstichtag 31.12.2011 alleinige Kommanditistin der WD KG.
Mit weiterem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 25.08.2011 ist die WD Verwaltungs
GmbH als Komplementärin aus der WD KG ausgeschieden, so dass die WD KG im Ergebnis ihrer
einzigen Kommanditisten angewachsen ist und am 16.02.2012 im Handelsregister gelöscht wurde.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co.KG
163

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Zum 31.12.2011 waren folgende Kommanditisten beteiligt:
Kommanditisten
HWG Havelländische Wasser GmbH und Co. KG
Stadt Falkensee
Wasser- und Abwasserverband Wittstock
Zweckverband Komplexsanierung Mittlerer Süden
Wasser- und Abwasserzweckverband "Dosse"
Stadt Hohen Neuendorf
Wasser- und Abwasserzweckverband Mittelgraben
Stadt Zehdenick
Stadt Velten
Wasserversorgungsverband Hoher Fläming
Trink- und Abwasserzweckverband Lindow Gransee
Zweckverband Fließtal
Wasser- und Abwasserzweckverband Blankenfelde-Mahlow
Stadt Beelitz
Stadt Belzig
Gemeinde Schönefeld
Wasser- und Abwasserzweckverband Emster
Stadt Rheinsberg
Wasser- und Abwasserzweckverband "Nieplitztal"
Wasser- und Abwasserzweckverband Hohenseefeld
Gemeinde Glienicke/Nordbahn
Zweckverband Kremmen
ZV Wasser- und Abwasserverband Fürstenberger Seengebiet
Gemeinde Caputh
Zweckverband Havelländisches Luch
Stadt Ziesar
Landeshauptstadt Potsdam
Gemeinde Dallgow-Döberitz
Gemeinde Leegebruch
Gemeinde Geltow
Stadt Mittelwalde
Gemeinde Lehnitz
ZV Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Baruther Urstromtal
Trink- und Abwasserzweckverband Fiener Bruch
Gemeinde Germendorf
Gemeinde Nuthe-Urstromtal
Gemeinde Fichtenwalde/Zeditz
Trink- und Abwasserzweckverband Glien
Gemeinde Rosenau
Gemeinde Gumtow
Gemeinde Marwitz/Oberkrämer
Stadt Pritzerbe/Havelsee
Gemeinde Eichstädt/Oberkrämer
Gemeinde Wusterwitz
Trink- und Abwasserzweckverband Zehdenick-Land
Trink- und Abwasserzweckverband Ziesar
Gemeinde Fohrde/Havelsee
Gemeinde Seeburg/Dallgow-Döberitz
Gemeinde Bärenklau/Oberkrämer
Gemeinde Stolpe-Süd
Trink- und Abwasserzweckverband Freies Havelbruch
Trink- und Abwasserzweckverband Malz
Gemeinde Rottstock/Gräben
Gemeinde Tietzow

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

Kommanditanteil (€)
5.982,11
3.410,32
2.980,83
2.694,51
2.520,67
2.346,83
2.321,27
2.244,57
2.172,99
2.096,30
1.958,25
1.871,33
1.789,52
1.416,28
1.191,31
1.140,18
1.104,39
1.083,94
981,68
925,44
848,74
761,82
726,03
700,47
587,99
490,84
460,16
439,71
429,49
388,58
363,02
260,76
235,19
224,97
189,18
173,84
168,73
148,27
143,16
138,05
127,82
127,82
102,26
97,15
86,92
76,69
71,58
71,58
66,47
66,47
66,47
25,56
15,34
15,34

Anteil
(%)
11,70
6,67
5,83
5,27
4,93
4,59
4,54
4,39
4,25
4,10
3,83
3,66
3,50
2,77
2,33
2,23
2,16
2,12
1,92
1,81
1,66
1,49
1,42
1,37
1,15
0,96
0,90
0,86
0,84
0,76
0,71
0,51
0,46
0,44
0,37
0,34
0,33
0,29
0,28
0,27
0,25
0,25
0,20
0,19
0,17
0,15
0,14
0,14
0,13
0,13
0,13
0,05
0,03
0,03

51.129,19

100,00

WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co.KG
164

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

76,25%
4,38%
0,00 €

75,03%
9,18%
0,00 €

99,48%
92,94%
0,00 €

5,74%
0,00%
157,35%
k. A.

12,24%
0,00%
158,15%
k.A.

93,42%
0,00%
8,45%
-9 T€

-3,72%
0,00 €
-1.660,58 €

1536,36%
0,00 €
517.644,58 €

-20,04%
0,00 €
-563.464,28 €

0,00%
0

0,00%
0

0,00%
0

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
1.000

517,6

T€

500

0
-1,7
-500
-563,5

-1.000
2011

2010

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

2009

WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co.KG
165

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Im Geschäftsjahr 2011 wurden die bisher von der WD KG treuhänderisch gehaltene Anteile an sämtlichen Gesellschafter zurückübertragen. Die Anwachsung der WD KG konnte aber erst im Geschäftsjahr 2012 vollzogen werden, da hierfür die Löschung sämtlicher Gesellschafter aus dem Handelsregister erforderlich gewesen ist (aufschiebende Bedingung). Im Februar 2012 wurde die WD KG aus dem
Handelsregister gelöscht.
Die WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co. KG verfügt zum 31.12.2011 über
liquide Mittel in Höhe von 8 T€, diese reichen aus, um den Verpflichtungen aus den sonstigen Rückstellungen nachkommen zu können.
Die HWG Havelländische Wasser GmbH, Potsdam und die WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche
Dienste mbH & Co. KG, Potsdam, haben mit Datum 31.12.2010 gegenüber der WD Gesellschaft für
wasserwirtschaftliche Dienste Verwaltung- GmbH, Potsdam, eine Patronatserklärung abgegeben, in
der sich beide Gesellschaften verpflichten, die WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste
Verwaltungs-GmbH, Potsdam, mit der erforderlichen Liquidität und dem notwendigen Kapital - befristet bis zum 31.05.2012 – auszustatten.

Voraussichtliche Entwicklung
Mit Beschluss vom 25.08.2011 ist die WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste VerwaltungsGmbH, Potsdam, aus der WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co.KG, Potsdam,
als Komplementärin ausgeschieden. Das verbleibende Vermögen der WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co. KG, Potsdam ist im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge auf die
HWG Havelländische Wasser GmbH, Potsdam, angewachsen. Im Weiteren soll in 2012 beschlossen
werden, dass die WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste Verwaltungs-GmbH, Potsdam, im
Geschäftsjahr 2012 auf die HWG Havelländische Wasser GmbH, Potsdam verschmolzen wird. Die
WD KG wurde am 16.02.2012 in dem Handelsregister gelöscht.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co.KG
166

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co. KG
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Beteiligungen

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
2. Forderungen gegen Gesellschafter
3. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

€

25.564,59
25.564,59

0,00
0,00
62,86
62,86

7.899,22
7.962,08

0,00

33.526,67

Passiva

A. Eigenkapital
I. Kommanditkapital
25.564,59
II. Kapitalrücklage
25.564,59
III. Gew innvortrag/ Verlustvortrag

B. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile
0,00
0,00
54,80 C. Rückstellungen
54,80
1. Sonstige Rückstellungen

8.451,91
8.506,71 D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten

34.071,30 Bilanzsumme

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

31.12.2011

31.12.2010

in €

€

51.129,19
178.676,29
-228.338,15
1.467,33

51.129,19
178.676,29
-226.677,57
3.127,91

25.564,59

25.564,59

5.060,00
5.060,00

5.378,80
5.378,80

1.434,75
0,00
0,00
1.434,75

0,00
0,00
0,00
0,00

33.526,67

34.071,30

WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co.KG
167

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co. KG
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
21.854,10

833,00

21.854,10

833,00

23.131,77

14.418,11

-1.277,67

-13.585,11

3. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

30,57

41,49

4. Zinsen und ähnliche Aufw endungen

413,48

5.811,80

-382,91

-5.770,31

-1.660,58

-19.355,42

6. Außerordentliche Erträge

0,00

537.000,00

7. Außerordentliche Aufw endungen

0,00

0,00

8. Außerordentliches Ergebnis

0,00

537.000,00

-1.660,58

517.644,58

-226.677,57

-675.518,23

0,00

68.803,92

-228.338,15

-226.677,57

Rohergebnis
2. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis

Finanzergebnis
5. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

9. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr
11. Einstellung in die Kapitalrücklage
12. Bilanzverlust

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co.KG
168

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

VBB Verkehrsverbund BerlinBrandenburg GmbH
Adresse

Hardenbergplatz 2
10623 Berlin

Telefon

(030) 2541 40

Fax

(030) 2541 411

Internet

www.vbbonline.de

Email

info@vbbonline.de

Stammkapital

324.000,00 €

Gründungsdatum

06. März 1995

Gesellschafter

1,85 % Landeshauptstadt Potsdam,
u.a.

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Gesellschaft wurde mit Abschluss des notariell beurkundeten Gesellschaftsvertrages am
08.12.1994 unter dem Namen „Gesellschaft zur Vorbereitung des Verkehrsverbundes Berlin/ Brandenburg mbH“ (VVG) errichtet. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte unter der Nummer
HRB 54603 am 06.03.1995 beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg. Im Jahr 1996 erfolgte die Umfirmierung der Gesellschaft in „VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH“ (VBB). Der Gesellschaftsvertrag wurde am 30.12.1996 neu gefasst und ist in der Fassung vom 01.12.2005 gültig.
Ziel der Gesellschaft ist die Koordination, die Weiterentwicklung und die Gestaltung der regionalen
Zusammenarbeit der Länder Berlin und Brandenburg sowie der Kommunen des Landes Brandenburg
im Bereich des ÖPNV.
In Kooperation mit 41 öffentlichen und privaten Verkehrsunternehmen leistet die VBB einen wichtigen
Beitrag zur Mobilität der Bevölkerung in Berlin und Brandenburg. Sie bietet den Bewohnern und Besuchern der Hauptstadtregion ein modernes Nahverkehrsangebot zu einem gemeinsamen Tarif mit abgestimmten Fahrplänen, vielfältigen Verkehrsanbindungen sowie einer umfassenden Fahrgastinformation.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der Gesellschaft ist die Förderung der nachfrage- und bedarfsgerechten Sicherung und
Entwicklung der Leistungsfähigkeit und Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs im Sinne
der ÖPNV-Gesetze der Länder Berlin und Brandenburg sowie des Einigungsvertrages und der
Grundsatzvereinbarungen der Länder Berlin und Brandenburg vom 30.12.1993.
Zur Verwirklichung dieses Zwecks hat die Gesellschaft insbesondere folgende Aufgaben:
a)

b)

Erarbeitung und Abstimmung eines den regionalen Bedingungen angepassten einheitlichen
Bedienungskonzeptes, Erstellung eines daraufhin gerichteten integrierten Fahrplanes sowie
Formulierungen von Qualitäts- und technischen Angebotsstandards,
Konzipierung, Einführung und Fortentwicklung eines einheitlichen Beförderungstarifsystems,
eines einheitlichen Beförderungstarifs für den Verbundverkehr, einheitlicher Tarif- und Beförderungsbedingungen, Fahrgastinformationen, Marketingmaßnahmen und Abfertigungs- und
Zahlungssysteme,

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
169

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

c)

Erarbeitung und Anwendung eines Einnahmeaufteilungsverfahrens für das Verbundgebiet
sowie Durchführung und Kontrolle der Einnahmeaufteilungsrechnungen,
d) Vergabe (einschl. Vertragskontrolle und Abrechnung) der SPNV-Leistungen um Rahmen der
für diese Aufgaben vorgesehenen Budgets im Namen und für Rechnung des betroffenen Aufgabenträger. Dies gilt auch für Leistungen des übrigen ÖPNV, soweit es sich um verbundrelevante Linien des regionalen übrigen ÖPNV handelt. Die Festlegung der verbundrelevanten Linien erfolgt im Einvernehmen der betroffenen Aufgabenträger mit dem Verkehrsverbund. (Die
dem regionalen übrigen ÖPNV zuzurechnenden Linien sind in der Anlage 1 aufgeführt.),
e) Untersuchungen zur Weiterentwicklung und Verbesserung des ÖPNV im Verbundgebiet,
f) Mitwirkung bei der Aufstellung und Fortschreibung der ÖPNV-Bedarfspläne und der Nahverkehrspläne der Aufgabenträger,
g) Mitwirkung bei der Abstimmung und Koordinierung der Nahverkehrspläne benachbarter Aufgabenträger,
h) Mitwirkung bei der Aufstellung und Umsetzung der Investitions- und Finanzierungspläne der
Aufgabenträger für den Verbundverkehr und Ermittlung des Zuschussbedarfs für den Verbundverkehr,
i) Schaffung einer einheitlichen Bedien- und Nutzeroberfläche des ÖPNV im Verbundgebiet,
j) Erarbeitung und Koordinierung verbundkonformer Betriebs- und Servicesysteme,
k) Erarbeitung einheitlicher qualitativer und quantitativer Standards für die Verkehrsbedienung
des Verbundgebietes nach Maßgabe der Nahverkehrsplanungen, Finanzierungs- und sonstigen Vorgaben der Aufgabenträger,
l) Bewirtschaftung der der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Fördermittel,
m) Koordinierung von Fördermaßnahmen der Aufgabenträger,
n) Abschluss von Kooperations-, Verkehrs- und anderen Verträgen mit Leistungserstellern (öffentlich und privaten Verkehrsunternehmen).
Unbeschadet der öffentlich-rechtlichen Zuständigkeiten der Aufgabenträger im Übrigen nimmt die
Gesellschaft als Dienstleister deren Aufgaben wahr; koordiniert die Aufgaben der einzelnen Aufgabenträger und wirkt bei der Schaffung eines einheitlichen ÖPNV-Angebotes im Verbundgebiet mit.
Die Gesellschaft führt die ihr von den Aufgabenträgern übertragenen Aufgaben in engster Abstimmung und Zusammenarbeit mit diesen sowie nach deren Finanzierungsvorhaben und -möglichkeiten
durch.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die Gewährleistung des öffentlichen Verkehrs zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
der Landeshauptstadt Potsdam oder einen von ihm Bevollmächtigten vertreten.
Aufsichtsrat und Beirat
Die Gesellschaft hat gemäß § 52 GmbHG i. V. m. § 10 des Gesellschaftsvertrages einen Aufsichtsrat.
Darüber hinaus bestehen, entsprechend der gesellschaftlichen Grundlagen gemäß § 7 i. V. m. § 14
GmbHG, zwei Beiräte. Die Länder Berlin und Brandenburg entsenden jeweils vier Mitglieder, Zweckverbände höchstens die Zahl, die der Zahl der Verbandsmitglieder entspricht, die übrigen Gesellschafter entsenden je ein Mitglied.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
170

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Im Berichtszeitraum 2011 bestand der Aufsichtsrat aus folgenden Mitgliedern:
Herr Peer Giesecke

Vorsitzender, Landrat Teltow-Fläming

Herr Rainer Bretschneider

1. stellv. Vorsitzender, Staatssekretär

Frau Maria Krautzberger

2. stellv. Vorsitzende, Staatssekretärin

Herr Burkhard Exner

Bürgermeister, Landeshauptstadt Potsdam

Herr Bernd Brandenburg

(ab 11.03.2011) Beigeordneter des Landkreises Uckermark

Herr Carsten Bockhardt

Beigeordneter, Landkreis Barnim

Herr Stephan Loge

Landrat, Landkreis Dahme-Spreewald

Herr Markus Derling

Beigeordneter, Stadt Frankfurt/Oder

Herr Eberhard Stroisch

Dezernent, Landkreis Elbe-Elster

Herr Carsten Billing

Dezernent, Landkreis Spree-Neiße

Herr Dr. Burkhard Schröder

Landrat, Landkreis Havelland

Herr Gernot Schmidt

Landrat, Landkreis Märkisch-Oderland

Herr Karl-Heinz Schröter

Landrat, Landkreis Oberhavel

Frau Grit Klug

Dezernentin, Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Herr Manfred Zalenga

Landrat, Landkreis Oder-Spree

Herr Christian Stein

1. Beigeordneter, Landkreis Potsdam-Mittelmark

Herr Holger Lossin

1. Beigeordneter, Landkreis Prignitz

Herr Ralf Reinhardt

Landrat Ostprignitz-Ruppin

Frau Dr. Heike Richter

Referatsleiterin Ministerium für Umwelt

Herr Dietmar Schulze

Landrat, Landkreis Uckermark

Herr Rudolf Keseberg

Ministerialdirigent

Herr Hans-Werner Michael

Ministerialrat, Ministerium der Finanzen

Herr Joachim Künzel

Senatsrat, Land Berlin

Herr Günter Schulz

Senatsrat, Senatsverwaltung für Finanzen

Herr Dr. Friedemann Kunst

Senatsdirigent, Land Berlin

Herr Steffen Scheller

Bürgermeister, Stadt Brandenburg an der Havel

Herr Frank Szymanski

Oberbürgermeister, Stadt Cottbus

Herr Christian Jaschinski

(ab 01.03.2011) Landrat, Landkreis Elbe-Elster

Geschäftsführung
Herr Hans-Werner Franz

Geschäftsführer

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
171

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Kapitalverhältnisse
Gesellschafter des VBB sind die Bundesländer Berlin und Brandenburg sowie die kommunalen Gebietskörperschaften, die Landkreise und kreisfreien Städte im Land Brandenburg. Die Stammeinlagen
werden vom Land Berlin und vom Land Brandenburg jeweils in Höhe von 108 T€ und von den übrigen
Gesellschaftern jeweils in Höhe von 6 T€ gehalten.

Zum 31.12.2011 waren folgende Gesellschafter beteiligt:
Stammeinlage
(€)

Gesellschafter

Geschäftsanteile (%)

Land Berlin

108.000,00

33,33

Land Brandenburg

108.000,00

33,33

Stadt Brandenburg an der Havel

6.000,00

1,85

Stadt Frankfurt (Oder)

6.000,00

1,85

Stadt Cottbus

6.000,00

1,85

Landeshauptstadt Potsdam

6.000,00

1,85

Landkreis Barnim

6.000,00

1,85

Landkreis Dahme-Spreewald

6.000,00

1,85

Landkreis Elbe-Elster

6.000,00

1,85

Landkreis Havelland

6.000,00

1,85

Landkreis Märkisch-Oderland

6.000,00

1,85

Landkreis Oberhavel

6.000,00

1,85

Landkreis Oberspreewald-Lausitz

6.000,00

1,85

Landkreis Oder-Spree

6.000,00

1,85

Landkreis Ostprignitz-Ruppin

6.000,00

1,85

Landkreis Potsdam-Mittelmark

6.000,00

1,85

Landkreis Prignitz

6.000,00

1,85

Landkreis Spree-Neiße

6.000,00

1,85

Landkreis Teltow-Fläming

6.000,00

1,85

Landkreis Uckermark

6.000,00

1,85

324.000,00

100,00

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
172

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

7,19%
6,05%
0,00 €

7,07%
6,19%
0,00 €

8,10%
7,06%
0,00 €

174,99%
2,49%
105,47%
-14 T€

178,76%
2,78%
105,67%
268 T€

184,68%
0,00%
107,30%
949 T€

0,32%
683.543,34 €
0,00 €

0,47%
1.119.807,89 €
-6.462,50 €

0,00%
985.042,30 €
0,00 €

550,84%
68
5

335,86%
89
8

435,12%
81
7

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Auszubildende und Praktikanten

Umsatzerlöse
1.500
1.119,8

985,0

1.000

T€

683,5
500

0

2011

2010

2009

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Das Geschäftsjahr 2011 der VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH war von intensiver,
erfolgreicher Sacharbeit in einem weiterhin unruhigen Marktumfeld geprägt. Wichtigste Herausforderungen waren die Krise bei der S-Bahn Berlin GmbH, der neue Fahrplan mit besonderer Berücksichtigung sowohl der Grunewald-Sperrung als auch der Anbindung des Flughafens Berlin Brandenburg
Willy-Brandt und verschiedene Ausschreibungen im Schienenpersonennahverkehr.
Strukturell hat sich die VBB GmbH den Arbeitsschwerpunkten entsprechend angepasst und im Center
für Nahverkehrs- und Qualitätsmanagement die bisherige Dreier-Struktur um eine Abteilung themengerecht weiterentwickelt.
Die Tarifanpassung wurde zum 01.01.2011 erfolgreich umgesetzt. Nach umfangreichen Abstimmungen konnte auch die Tarifanpassung der Semestertickets einvernehmlich abgeschlossen werden. Die
Einnahmen im VBB-Tarif stiegen mit Verzögerung an, jedoch mit regionalen Unterschieden.
Das Tarifangebot „10-Euro-Ticket Berlin-Stettin“ und die zugehörige Marketingkampagne haben zu
einer Erhöhung der Fahrgastzahlen geführt.
Die Fahrgastzahlen stiegen 2011 insgesamt auf ein Rekordhoch. Auch die Zahl der Pendler zwischen
Berlin und Brandenburg stieg weiter – in beide Richtungen.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
173

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Mit den Ländern wurde abgestimmt, den Bordpreis im Regionalverkehr zukünftig nicht mehr zu erheben und aus dem VBB-Tarif zu streichen.
Das Thema grenzüberschreitende Verkehre von und nach Polen bleibt für den Verbundverkehr wichtig und wird im Zuge der BER-Eröffnung weiter in seiner Relevanz zunehmen. Die VBB GmbH analysierte die Situation, gab – gestützt durch eine Nutzen-Kosten-Analyse der Universität Stettin – konkrete Handlungsempfehlungen ab und entwickelte eine Zukunftsvision für alle Strecken.
Als Ansprechpartner für Nutzer, Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen wirkt der VBB maßgeblich
an der Fortentwicklung und Verbesserung des ÖPNV im Land Brandenburg mit.

Voraussichtliche Entwicklung
Der ÖPNV-Mobilitätsmarkt entwickelt sich seit Jahren sehr dynamisch. Auch in der Hauptstadtregion
liegt der Wandel im Spannungsfeld zwischen Daseinsvorsorge, Kostendruck und Qualitätsanspruch.
Hinzu kommen weitere Einflüsse, etwa der aus europa- und bundesrechtlichen Gesetzgebungen bzw.
Rechtsprechungen herbeigeführte Zwang zur wettbewerblichen Vergabe im Schienenpersonennahverkehr. Die VBB hat mit den bisher durchgeführten Ausschreibungen und dem Management der Verkehrsverträge gezeigt, dass sie dieser neuen Entwicklung erfolgreich begegnen kann.
Der fortschreitende schrittweise Umstieg auf den Vertrieb elektronischer Fahrscheine und die
dahinterliegenden Soft- und Hardwaresysteme lässt die Verkehrsunternehmen untereinander sowie
mit dem Verbund noch enger miteinander verknüpft zusammenarbeiten. Dies bedeutet angesichts der
zunehmenden Bedeutung von Verkehrsverträgen und Fahrgastinformationen enorme Potentiale.
Die Schienenverkehre über die Grenze nach Polen sind ein weiteres strategisches Thema für die VBB
GmbH. Ziel ist es hier weiterhin, eines Tages attraktive Verbindungen anbieten zu können, bei denen
der Fahrgast nicht merkt, dass er eine internationale Grenze überschreitet. Erfolge wurde in einigen
Bereichen bereits erzielt.
Die Nutzung der bestehenden Potentiale ist hierbei allerdings auch abhängig von Bundesinitiativen
zum Erhalt und dem Ausbau der Schieneninfrastruktur.
Die VBB begleitet und gestaltet weiterhin den Wettbewerb. Die Bedeutung der wettbewerblichen Vergabe von SPNV-Leistungen wird auch in den nächsten Jahren hoch sein. Bis zum Jahr 2014 sollen
alle Linien des Regionalverkehrs wettbewerblich vergeben sein; zu diesem Jahr stehen auch die Neuvergaben der ersten im Wettbewerb vergebenen Linien bzw. Teilnetze an. Für die VBB GmbH bedeutet dies ein festes Aufgabenspektrum von der Vergabe bis zum Controlling dieser Ausschreibungsleistungen.
Eine weitere Chance der VBB GmbH besteht in der Nutzung der sogenannten Sozialen Medien.
Durch die Entwicklung der Technik bei der ortsungebundenen Information wurde in den letzten Jahren
bereits eine Revolution im Sinne der Fahrgäste vollzogen, die mittelfristig alle flächendeckend erreichen wird. Der Fahrscheinvertrieb über mobile netzfähige Medien ist ebenfalls bereits Realität, wird
jedoch – je nach Region – noch einige Zeit bis zur Marktabdeckung brauchen.

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
174

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 64.839,00 € (Gesellschafterbeitrag gem. Art. 3, Abs. 2 Konsortialvertrag)

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
175

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
3. fertige Erzeugnisse und Waren
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2011
in €

31.12.2010
in €

Passiva

31.12.2011
in €

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital

21.011,25

366.191,76
370.022,76

C. Gesellschafterbeiträge zur Finanzierung des
Anlagevermögens

D. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen
4.328,25
811.020,78
21.185,30
836.534,33

324.000,00
324.000,00

324.000,00
324.000,00

25.146,06

22.446,50

349.810,15

337.469,46

1.282.786,76
1.282.786,76

1.536.532,06
1.536.532,06

934.139,24
123.573,07
1.246.307,95
1.072.075,29
3.376.095,55

666.337,66
391.549,84
1.595.482,67
347.774,42
3.001.144,59

0,00

10.806,50

3.831,00
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen

364.051,76
385.063,01

31.12.2010
in €

2.370,96
536.886,20
25.566,67
564.823,83

E. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
4. Sonstige Verbindlichkeiten abzgl. Treuhandgelder

208.791,91
403.444,45
612.236,36

421.031,02
341.538,66
762.569,68

3.465.154,22
4.913.924,91

3.478.992,43
4.806.385,94

58.850,60

55.990,41

Bilanzsumme

5.357.838,52

5.232.399,11

Bilanzsumme

5.357.838,52

5.232.399,11

Treuhandvermögen

3.721.272,14

3.217.576,49

Treuhandverbindlichkeiten

3.721.272,14

3.217.576,49

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks abzgl. Treuhandgelder

C. Rechnungsabgrenzungsposten

F. Rechnungsabgrenzungsposten

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
176

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €

2010
in €

1. Umsatzerlöse

683.543,34

1.119.807,89

2. Bestandsveränderungen

274.134,58

229.913,81

3. Erträge aus Gesellschafterbeiträgen und Zuw endungen

8.234.242,93

8.060.379,87

4. Sonstige betriebliche Erträge

3.271.569,75

2.442.815,02

5. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

7.629,19

4.198,95

523.641,73

766.558,23

Rohergebnis

531.270,92

770.757,18

11.932.219,68

11.082.159,41

6. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

3.765.226,56

3.761.026,65

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

1.017.689,35

1.292.671,73
4.782.915,91

5.053.698,38

143.634,81

196.822,74

7.070.568,27

5.840.244,62

-64.899,31

-8.606,33

82.704,71

34.039,70

16.986,40

31.136,87

65.718,31

2.902,83

11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

819,00

-5.703,50

12. Sonstige Steuern

819,00

759,00

0,00

-6.462,50

7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
8. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
10. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis

13. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Ver- und Entsorgung sowie Verkehr

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
177

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesuziales
Lande shauptstadt Potsdam (LHP)
Gesundheit und Soziales

Klinikum Ernst von
Bergmann
gemeinnützige
GmbH (KEvB)
100%
Poliklinik Ernst von
Bergmann GmbH
(PEvB)
100%

Servicegesellschaft
am Klinikum Ernst von
Bergmann mbH (SG)
100%

Senioreneinrichtungen
Ernst von Bergmann
gemeinnützige GmbH
(SE)
100%

MVZ Medizinisches
Versorgungszentrum
GmbH (MVZ)
100%

178

Cateringgesellschaft
am Klinikum Ernst von
Bergmann mbH (CAT)
100%

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
Adresse

Charlottenstraße 72
14467 Potsdam

Telefon

(0331) 241 0

Fax

(0331) 241 4010

Internet

www.klinikumevb.de

Email

sgrebner@klinikumevb.de

Stammkapital

20.000.000,00 €

Gründungsdatum

01. Oktober 2002

Gesellschafter

100 % Landeshauptstadt Potsdam

Beteiligungen

Mittelbare
Beteiligungen

1. Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
2. Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH
3. Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige
GmbH
4. Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH

100,00 %
100,00 %
100,00 %
100,00 %
100,00 %

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH (KEvB) wurde im August 2002 durch Ausgliederung des gleichnamigen Eigenbetriebes aus der Landeshauptstadt Potsdam errichtet und in das
Handelsregister unter der Nummer HRB 16279 beim Amtsgericht Potsdam eingetragen. Es gilt der
Gesellschaftsvertrag vom 13.08.2002, zuletzt geändert am 12.05.2009.
Die Gesellschaft betreibt das Klinikum Ernst von Bergmann als ein zukunftsorientiertes Krankenhaus
der Schwerpunktversorgung, welches seinen Patienten ein umfassendes Leistungsspektrum auf der
Grundlage interdisziplinärer Zusammenarbeit anbietet.

Gegenstand des Unternehmens
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
Gegenstand des Unternehmens ist die Feststellung, Heilung, Linderung oder Verhütung einer Verschlimmerung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden sowie die Geburtshilfe durch ärztliche
und pflegerische Hilfeleistungen sowie den Betrieb von Einrichtungen zur Betreuung älterer und/oder
pflegebedürftiger Menschen. Neben diesen Aufgaben dient die Gesellschaft der Pflege und Entwicklung der Wissenschaft durch Forschung, Lehre und Studium, der Vorbereitung auf berufliche Tätigkeiten sowie der Aus- und Weiterbildung, vorzugsweise in Berufsfeldern, die der Gesellschaft und ihrer
Tochter- oder mehrheitlichen Beteiligungsgesellschaften zur Erfüllung ihrer Aufgaben dienen.
Der Zweck der Gesellschaft wird insbesondere verwirklicht durch den Betrieb und die Unterhaltung
eines allgemeinen Krankenhauses der Schwerpunktversorgung mit Ausbildungsstätten und Nebeneinrichtungen und Nebenbetrieben sowie ambulanten Einrichtungen insbesondere nach § 311 Abs. 2
bzw. § 95 SGB V sowie durch alle Maßnahmen und Geschäfte, die unmittelbar dieser Aufgabenerfüllung unter Beachtung der Gemeinnützigkeit dienen. Hierfür können gleichartige, ähnliche oder unterstützende Unternehmen gegründet, erworben oder sich an ihnen beteiligt werden. In den Tochter- und
Beteiligungsunternehmen sind die jeweils gültigen Regelungen der Kommunalverfassung des Landes
Gesundheit und Soziales

Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
179

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Brandenburg (BbgKVerf) zur wirtschaftlichen Betätigung entsprechend anzuwenden.
Die Gesellschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die gesundheitliche Betreuung zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
oder durch einen von ihm Bevollmächtigten vertreten.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 8 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages aus zwölf Mitgliedern. Den
Vorsitz führt die für das Gesundheitswesen zuständige Beigeordnete der LHP. Ein Mitglied ist der für
Finanzen zuständige Beigeordnete der LHP. Vier Aufsichtsratsmitglieder, die über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Eignung verfügen, werden von der Stadtverordnetenversammlung der LHP entsprechend den Kommunalrechtlichen Regelungen entsandt. Zwei weitere Mitglieder werden auf Empfehlung des Oberbürgermeisters der LHP entsandt; hierbei soll es sich um Persönlichkeiten handeln, die aufgrund besonderer unternehmerischer, ärztlicher, pflegerischer, therapeutischer oder administrativer Kenntnisse
und Erfahrungen zum Wohle der Gesellschaft an der Entscheidungsfindung mitwirken können. Vier
weitere Mitglieder werden im Rahmen einer freiwilligen Mitbestimmung aus der Mitte der Arbeitnehmer der Gesellschaft unter Beachtung der von der Gesellschafterin beschlossenen Wahlordnung gewählt.
Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr 2011 aus folgenden Mitgliedern:
Frau Elona Müller-Preinesberger

Vorsitzende, Beigeordnete für Soziales, Jugend,
Gesundheit, Ordnung und Umweltschutz der
Landeshauptstadt Potsdam

Herr Burkhard Exner

Stellv. Vorsitzender, Bürgermeister, Beigeordneter
für Zentrale Steuerung und Service der
Landeshauptstadt Potsdam

Frau Klara Geywitz

über SVV entsandt

Frau Jana Schulze

über SVV entsandt

Frau Maike Dencker

über SVV entsandt

Herr Tobias Köhler

über SVV entsandt

Herr Uwe Graupeter

Rechtsanwalt

Herr Torsten K. Bork

Geschäftsvorstand

Herr Dr. Thomas Röding

Arbeitnehmervertreter

Herr Mario Vollert

Arbeitnehmervertreter

Frau Astrid Stolle

Arbeitnehmervertreterin

Frau Gabriele Barthelmes

Arbeitnehmervertreterin

Gesundheit und Soziales

Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
180

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsführung
Herr Steffen Grebner

Geschäftsführer

Beteiligungsverhältnisse
Die Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH (CAT) wurde mit notariellem Vertrag
vom 11.12.2006 als 100%ige Tochtergesellschaft des Klinikums errichtet. Das Stammkapital beträgt
25 T€ und ist voll eingezahlt. Zweck der Gesellschaft ist die Erbringung von Cateringdienstleistungen
und die Produktion von Verpflegungsleistungen für das Klinikum Ernst von Bergmann sowie sonstiger
hiermit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen im Gesundheitswesen jeglicher Art.
Mit notariellem Vertrag vom 13.12.2005 hat die KEvB 100 % der Anteile an der Gesundheitszentrum
Potsdam GmbH von der Landeshauptstadt Potsdam erworben. Das Stammkapital beträgt 28,6 T€ und
ist voll eingezahlt. Die Gesellschaft betreibt ein Gesundheitszentrum für ambulante gesundheitliche
und soziale Betreuung der Bevölkerung in Potsdam. Die Gesellschaft wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 07.03.2008 in Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH (PEvB) umbenannt.
Nach der Inbetriebnahme in 2009 fließt die MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH (MVZ) als
100%iges Tochterunternehmen der PEvB in den Konzern ein. Mit Wirkung zum 01.01.2009 erhielt die
MVZ die Zulassung, am Standort Charlottenstraße 72 mit den Fachdisziplinen Neurochirurgie und
Nuklearmedizin, an der ambulanten Versorgung teilzunehmen.
Mit notariellem Vertrag vom 11.12.2006 hat die KEvB 100 % der Anteile an der Potsdamer Senioreneinrichtungen Geschwister Scholl gemeinnützige GmbH erworben. Das Stammkapital beträgt 25 T€
und ist voll eingezahlt. Zweck der Gesellschaft ist die Betreuung von älteren Bürgern unabhängig von
der Pflegebedürftigkeit durch Zurverfügungstellung von geeignetem Wohnraum und einer ausreichenden, den Bedürfnissen des Einzelnen entsprechenden Pflege. Dieser Zweck wird insbesondere durch
die Betreibung von Senioren- und Pflegeheimen verwirklicht. Mit Beschluss vom 07.03.2008 wurde die
Gesellschaft in Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH (SE) umbenannt.
Die KEvB hat in 2005 eine 100%ige Tochtergesellschaft, die Potsdamer Gesundheit Service GmbH,
gegründet. Das Stammkapital beträgt 25 T€ und ist voll eingezahlt. Zweck der Gesellschaft ist die
Erbringung von Reinigungsleistungen sowie sonstiger Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Die
Gesellschaft hat die Geschäftstätigkeit zum 01.01.2006 aufgenommen. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 07.03.2008 wurde die Gesellschaft in Servicegesellschaft am Klinikum
Ernst von Bergmann mbH (SG) umbenannt.

Gesundheit und Soziales

Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
181

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

66,67%
39,14%
0,00 €

69,29%
39,59%
0,00 €

69,86%
38,30%
0,00 €

111,97%
0,45%
140,36%
2.776.191,1 T€

115,32%
0,30%
127,03%
4.467.596,4 T€

117,39%
0,19%
120,04%
5.304,1 T€

1,81%
166.873.115,80 €
3.149.684,96 €

1,66%
164.067.522,09 €
2.911.268,16 €

1,74%
151.539.576,44 €
3.252.076,00 €

53,36%
1.578
11
150

54,20%
1.663
5
121

54,54%
1.611
6
145

1.020
38.936
315.613
8,5

1.020
39.653
318.885
8,4

1.020
38.032
303.550
8,4

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Auszubildende (Bürokauffrau-/mann)
Schüler im Gesundheitswesen
Leistungskennzahlen
Anzahl der Planbetten
Anzahl Fälle (voll- und teilstationär)
Belegungstage (vollstationär)
durchschnittliche Verweildauer (in Tagen)

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

200
6

166,9

164,1

151,5

160

Mio. €

Mio. €

180

140

4

3,1

2,9

2011

2010

3,3

2

120
0

100
2011

2010

2009

2009

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Das Klinikum Ernst von Bergmann ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 1.020 vollstationären Planbetten und 53 teilstationären Plätzen, die aus der 3. Fortschreibung Landeskrankenhausplanes mit dem Stand vom 01.11.2008 des Landes Brandenburg hervorgehen. Zum 01.09.2011
wurden die teilstationären Plätze in der Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik von 43 auf nunmehr
53 angehoben. Auch die stationären Betten der Psychiatrie wurden um 5 Planbetten angehoben.
Durch die Steigerung der Leistungen in den Punktwerten der Fallpauschalen (Katalogeffekte durch
Katalogwechsel) und des Anstieges der Fallschwere (CMI der Fallpauschale) konnte im Jahr 2011,
wie schon in den letzten Jahren, das Gesamtbudget in den Verhandlungen mit den Kostenträgern
gesteigert werden. Diese Budgetsteigerungen wirkten frühzeitig den Konvergenzrisiken entgegen.
Seit dem 01.01.2009 gelten landesspezifisch einheitliche Basisfallwerte zur Abrechnung der DRGFälle. Der Landesbasisfallwert wurde für das Jahr 2011 in Höhe von 2.900,00 € vereinbart, für 2012
Gesundheit und Soziales

Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
182

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

beträgt der Landesbasisfallwert 2.935,00 €. Für das Jahr 2012 verbleiben dennoch erhebliche wirtschaftliche Risiken. Einmal bedingt durch den Tarifabschluss Marburger Bund für den ärztlichen
Dienst, des Weiteren stehen für die nichtärztlichen Dienstarten Tarifverhandlungen mit ver.di an.
Mit Wirkung vom 11.03.2009 ist die Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH KTQ ®zertifiziert. Im Januar 2012 erfolgte die Rezertifizierung des Klinikums im Rahmen einer vernetzten
Verbundzertifizierung gemeinsam mit den Tochterunternehmen der Poliklinik Ernst von Bergmann
GmbH.
Zum Jahresende 2011 erfolgte die Fertigstellung und ab Beginn 2012 die Inbetriebnahme des Zentrums für Prävention und ambulante Reha (früher: Sport- und Präventionszentrum). Mit Inbetriebnahme des kombinierten Baus wurde das Leistungsspektrum auf dem Gelände des Klinikums erweitert.
Mit der Ansiedlung des Angebotes ambulanter Rehabilitationsmaßnahmen auf dem Campus erwartet
das Klinikum deutliche Synergieeffekte.
Im Berichtsjahr 2010 leistete das Klinikum 315.613 (Vj. 318.885) Berechnungs- und Belegungstage
bzw. 38.936 (Vj. 37.790) vollstationäre und 1.911 (Vj. 1.863) teilstationäre Fälle. Die stationäre Verweildauer betrug durchschnittlich 8,5 Tage (Vj. 8,4).
Das Jahr 2011 war ebenfalls geprägt durch die Reorganisation in der Servicegesellschaft, die auch
auf das Klinikum Ernst von Bergmann Einfluss hatte. Mitarbeiter aus den nicht medizinnahen Bereichen, wie z.B. Schreibservice, Zentrale Sterilgutversorgung, Facility Management wurden vom Klinikum in die Servicegesellschaft übergeleitet.
Es wurden verschiedene Sanierungsmaßnahmen begonnen, fortgesetzt bzw. abgeschlossen. Wesentliche Einzelmaßnahmen sind die laufenden Sanierungen auf den Stationen.
Mit Bescheid vom 20.07.2009 erhielt das Klinikum Ernst von Bergmann Fördermittel für Investitionen
im Rahmen des Zukunftsinvestitionsgesetzes (Konjukturpaket II) zur Sanierung des Klinikums Ernst
von Bergmann in Potsdam. Die Maßnahme wurde 2011 abgeschlossen.
Aufgrund der rückläufigen Entwicklung bewilligter Fördermittel nach dem KHG müssen zunehmend
erforderliche Ersatzinvestitionen aus Eigenmitteln finanziert werden, so dass diese Mittel für geplante
und notwendige (Sanierungs- bzw. Instandhaltungs-) Maßnahmen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Voraussichtliche Entwicklung
Die Medizinische Qualitätssicherung und das Diagnosecontrolling wurden auch in 2011 ausgebaut,
die Auswertung und Analyse der Kodierung von Diagnosen und Therapien zur Verbesserung der
Kodierqualität und Einhaltung der Deutschen Kodierrichtlinien erfolgt ständig.
Im Rahmen der Qualitätssicherung in der Versorgung von Früh- und Neugeborenen wurde durch den
Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eine weitere Verschärfung der Qualitätskriterien umgesetzt.
Im Klinikum Ernst von Bergmann, einem Haus mit der höchsten Versorgungsstufe „Perinatalzentrum
LEVEL 1“, werden auch die neuen Kriterien des G-BA in vollem Umfang erfüllt. Aufgrund der damit
verbundenen weiteren Stärkung des Perinatalzentrums wird mittelfristig eine Zuführung von Frühgeburten aus anderen Krankenhäusern und damit eine Steigerung der Leistungen erwartet.
Zum 01.01.2012 wurden ein neues Patienteninformationssystem eingeführt und ein neues Abrechnungssystem für die stationären Leistungen. Im Vorfeld der Einführung wurden die organisatorischen
Abläufe überprüft und erste Maßnahmen zur Ablaufkorrektur eingeleitet. Die Prüfung der internen
Prozesse und die Ableitung sowie Einführung von Prozessoptimierungen stehen im Fokus des Jahres
2012. Im Ergebnis der erwarteten Erschließung von Einsparpotentialen und der Optimierung von betrieblichen Abläufen wird im Jahr 2012 ein positives Jahresergebnis erwartet.

Gesundheit und Soziales

Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
183

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen:
249.141,36 T€ (PEvB, SG, CAT)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Gesundheit und Soziales

Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
184

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
4. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

31.12.2011
in €

1.273.446,61

116.383.967,71
733.216,82
16.359.190,41
6.153.264,91
139.629.639,85

2.690.000,00
143.593.086,46

Passiva

31.12.2010
in €

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Gew innrücklagen
1.726.827,33
1. gemäß § 58 Nr. 7a AO
2. Andere Gew innrücklagen
IV. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust
106.686.277,72
940.058,34
19.822.348,55 B. Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens
10.124.573,24
1. Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG
137.573.257,85
2. Sonderposten aus Zuw eisungen und Zuschüssen
der öffentlichen Hand
3. Sonderposten aus Zuw endungen Dritter
2.690.000,00
141.990.085,18
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen

3.219.074,88
3.879.841,56
7.098.916,44

2.735.533,02
2.472.341,95
5.207.874,97

27.347.106,23
5.688.780,94
1.357.181,53
1.097.793,28
35.490.861,98

23.023.835,70
3.206.497,13
1.124.385,00
1.828.537,28
29.183.255,11

5.333.510,29
47.923.288,71

5.239.750,64
39.630.880,72

D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht
4. Verbindlichkeiten aus sonstigen Zuw endungen
zur Finanzierung des Anlagevermögens
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
6. Sonstige Verbindlichkeiten

E. Rechnungsabgrenzungsposten
C. Ausgleichsposten nach dem KHG
Ausgleichsposten für Eigenmittelförderung
Bilanzsumme

31.12.2011
in €

23.853.931,76
215.370.306,93

31.12.2010
in €

20.000.000,00
36.871.843,37

20.000.000,00
36.871.843,37

1.886.371,15
25.528.713,92
0,00
84.286.928,44

1.571.402,65
22.693.997,46
0,00
81.137.243,48

74.053.946,90

79.900.699,36

1.131.808,36
126.472,71
75.312.227,97

1.444.577,09
79.344,54
81.424.620,99

60.522,00
11.516.092,08
11.576.614,08

67.270,00
8.586.588,58
8.653.858,58

20.852.017,26
7.875.174,83

13.305.348,00
4.911.423,11

9.554.092,97

8.392.235,00

0,00
1.379.542,39
4.507.634,19
44.168.461,64

2.835,28
1.840.116,34
5.262.866,96
33.714.824,69

26.074,80

4.061,65

215.370.306,93

204.934.609,39

23.313.643,49
204.934.609,39 Bilanzsumme

Gesundheit und Soziales

Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
185

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Erlöse aus Krankenhausleistungen

2010
in €
151.476.230,02

2. Erlöse aus Wahlleistungen

149.800.010,26

816.701,04

789.579,45

11.136.701,30

10.814.325,51

4. Nutzungsentgelte der Ärzte

3.443.483,44

2.663.606,87

5. Bestandsveränderungen

1.407.499,61

-579.946,87

3. Erlöse aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses

6. Zuw eisungen und Zuschüsse der öffentl. Hand sow eit nicht
Erträge aus Zuw endungen zur Finanzierung von Investitionen
7. Sonstige betriebliche Erträge

0,00

17.804,84

15.188.669,14

8.652.643,45

8. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren

42.625.080,91

b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

41.533.840,02

4.274.019,72

Rohergebnis

3.764.903,74
46.899.100,63

45.298.743,76

136.570.183,92

126.859.279,75

9. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

75.357.871,87

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

13.693.208,70

74.188.815,19
14.741.258,87
89.051.080,57

88.930.074,06

2.087.588,46

2.170.931,44

540.288,27

545.568,70

12. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/
Verbindlichkeiten nach dem KHG und aufgrund sonstiger
Zuw endungen zur Finanzierung des Anlagevermögens

8.389.076,14

10.679.681,35

13. Aufw endungen aus der Zuführung zu Sonderposten/
Verbindlichkeiten nach dem KHG und aufgrund sonstiger
Zuw endungen zur Finanzierung des Anlagevermögens

2.124.967,66

2.476.015,36

11.259.092,45

13.162.029,37

41.486.248,98

32.597.818,72

3.665.747,13

3.089.523,73

249.141,36

218.008,42

10. Erträge aus Zuw endungen zur Finanzierung von Investitionen
11. Erträge aus der Einstellung von Ausgleichsposten für
Eigenmittelförderung

14. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
15. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
16. Erträge aus Gew innabführungsverträgen
17. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
18. Aufw endungen aus Verlustübernahme
19. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
20. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
21. Außerordentliche Erträge
22. Außerordentliche Aufw endungen

69.121,79

41.389,22

0,00

154.231,80

742.596,05

485.479,79

-424.332,90

-380.313,95

3.241.414,23

2.709.209,78

4.564,29

461.400,00

0,00

83.748,94

4.564,29

377.651,06

24. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

84.381,45

157.590,76

23. Sonstige Steuern

11.912,11

18.001,92

3.149.684,96

2.911.268,16

25. Entnahme aus Gew innrücklagen

8.137.574,80

11.094.716,64

26. Einstellung in Gew innrücklagen

11.287.259,76

14.005.984,80

27. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust

0,00

0,00

23. Außerordentliches Ergebnis

24. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Gesundheit und Soziales

Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
186

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH
Adresse

Hebbelstraße 1
14467 Potsdam

Telefon

(0331) 232 8401

Fax

(0331) 232 8444

Internet

www.poliklinikevb.de

Email

info@poliklinikevb.de

Stammkapital

28.600,00 €

Gründungsdatum

15. Januar 1993

Gesellschafter

100 % Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH

Beteiligungen

MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH

100 %

Kurzvorstellung des Unternehmens
Mit notariellem Vertrag vom 13.12.2005 erwarb die Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige
GmbH 100 % der Anteile an der Gesundheitszentrum Potsdam GmbH (GZP) von der Landeshauptstadt Potsdam. Die Eintragung der GZP im Handelsregister erfolgte unter der Nummer HRB 4447
beim Amtsgericht Potsdam. Damit wurde die KEvB mit Wirkung zum 01.01.2006 alleinige Anteilseignerin der Gesellschaft. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 07.03.2008 firmiert die
Gesellschaft nunmehr als Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH (PEvB). Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der am 13.03.2008 zuletzt geänderten Fassung.
Die Gesellschaft errichtete am 21.12.2007 die MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH (MVZ),
welche die Fachdisziplinen Neurochirurgie, Nuklearmedizin und Schlafmedizin abdeckt und erhielt die
Zulassung, mit Wirkung zum 01.01.2009 am Standort Charlottenstraße 72, an der ambulanten Versorgung teilzunehmen. Die Poliklinik Ernst von Bergmann ist die größte ambulante Versorgungseinrichtung in Potsdam.
Am 01.07.2009 wurde mit der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH (KEvB) ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen, ebenso mit dem Tochterunternehmen MVZ
Medizinisches Versorgungszentrum GmbH (MVZ).

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Übernahme, der Betrieb und die Fortentwicklung der Poliklinik
Potsdam zu einem Zentrum für die ambulante gesundheitliche Versorgung und soziale Betreuung der
Bevölkerung.
Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmensverträge, insbesondere Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträge abzuschließen.
Ferner ist die Gesellschaft berechtigt, medizinische Versorgungszentren im Sinne des § 95 SGB V zu
gründen und sich an medizinischen Versorgungszentren in eigener Rechtspersönlichkeit zu beteiligen.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die gesundheitliche Betreuung zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Gesundheit und Soziales

Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH
187

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH in der Gesellschafterversammlung
ist der Geschäftsführer der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH.
Geschäftsführung
Herr Steffen Grebner

Geschäftsführer

Beteiligungsverhältnisse
Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH, deren
gezeichnetes Kapital 25 T€ beträgt.

Gesundheit und Soziales

Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH
188

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

68,82%
18,03%
0,00 €

75,01%
19,41%
0,00 €

72,04%
18,47%
0,00 €

65,91%
1,39%
74,24%
-276,5 T€

61,17%
1,18%
63,31%
-75,7 T€

64,10%
0,82%
80,42%
519,2 T€

1,90%
9.552.872,86 €
44.949,17 €

1,52%
8.338.235,14 €
30.207,46 €

1,03%
8.086.875,62 €
16.318,96 €

60,24%
143
5

65,29%
163
7

64,15%
141
10

68.652
4.617
2.519
1.065

66.149
4.907
2.218
1.956

66.262
5.685
965
1.595

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Auszubildende
Leistungskennzahlen
ambulante Patienten
(ohne Stomatologie & Physiotherapie)
Privatpatienten
stomatologische Patienten
physiotherapeutische Patienten

Umsatzerlöse

Ergebnis vor Gewinnabführung/
Verlustübernahme

12

60

9,6
8,3

44,9

8,1

8

40

6

30,2

T€

Mio. €

10

4

16,3

20

2
0

0

2011

2010

2009

2011

2010

2009

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Klinikum Ernst von
Bergmann gemeinnützige GmbH mit dem Zweck der ambulanten medizinischen Betreuung und sozialen Versorgung der Bevölkerung. Durch die enge Kooperation zwischen den verschiedenen Fachrichtungen der Einrichtung sowie die enge Anbindung an das Klinikum kommt es zu einer Verbesserung
der Qualität der medizinischen Versorgung.
Alleiniger Geschäftsführer ist Herr Steffen Grebner. Die Gesamtprokura haben Herr Tim Steckel und
Herr Thomas Pfeiffer. Mit Wirkung zum 01.06.2011 wurde die Prokura von Frau Ina Brau widerrufen.
Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft steht in stetiger Abhängigkeit zu den gesetzlichen Entwicklungen in der ambulanten Versorgung und den Entscheidungen der Kassenärztlichen Vereinigung
Brandenburg (KVBB) über den Honorarverteilungsmaßstab.
Gesundheit und Soziales

Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH
189

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

In 2011 hatte insbesondere die Ablösung des Strukturzuschlages in Höhe von 40% durch den Kooperationszuschlag in Höhe von 25% ab dem 3. Quartal 2011 negative Auswirkungen auf die Erlöse der
Poliklinik.
Auch im Jahr 2011 wurde die Strategie verfolgt, das Unternehmen noch enger mit dem Klinikum Ernst
von Bergmann gemeinnützige GmbH zu vernetzen und das Wachstum der vergangenen Jahre, wenn
nicht durch die KV beschränkt, fortzusetzen. Im Interesse einer stärkeren Zusammenarbeit mit dem
Klinikum wurden in weiteren Bereichen Fachärzte der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige
GmbH mit Arbeitszeitanteilen in der Poliklinik angestellt und über die KV zugelassen. Es ist geplant,
weitere Ärzte in solch einer Konstellation anzustellen.
Die Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH überwacht vorhandene Risiken durch das interne Berichtswesen. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Voraussichtliche Entwicklung
Die Integration des erworbenen Labors Stettnisch ist ein wesentlicher Bestandteil in der Konsolidierungsphase der Poliklinik. Die Konsolidierung wurde im Jahre 2011 und wird im Jahre 2012 erfolgreich
fortgesetzt. Eng damit verbunden sind die Etablierung einer einheitlichen ärztlichen Leitung des Zentrallabors und ambulanten Labors sowie die Einstellung eines Mikrobiologen, welche für 2012 geplant
ist.
Die Ertragslage des Unternehmens ist durch die Budgetierungsregelungen der KV auf einem verbesserten, gemessen an den Erträgen gleicher Praxen im Bundesdurchschnitt, aber nach wie vor auf
einem unbefriedigenden Niveau. Die Rahmenbedingungen für so genannte § 311-er SGB V Einrichtungen sind nach wie vor erschwert.
Die Ertragssituation soll aber weiterhin auch durch Erlöse aus nichtvertragsärztlicher Tätigkeit (Privatärztliche Liquidationen und individuelle Gesundheitsleistungen) bzw. auch durch Teilnahme an medizinischen Studien verbessert werden. Bessere Möglichkeiten entstehen dabei durch die immer stärkere Verzahnung zwischen Klinikum und Poliklinik.
Bereits in 2009 sind erste Anstrengungen unternommen worden, ein Hand- bzw. Gelenkzentrum in
der Poliklinik zu etablieren. In 2010 wurde dieser Bereich nun auch baulich neu gestaltet und bietet
eine umfassende Versorgung von Handpatienten unter einem Dach. Dies wurde in 2011 für weitere
Gelenkbereiche ausbebaut. Ein Orthopäde und ein Unfallchirurg mit jeweils besonderen Fähigkeiten
für diese Aufgabe wurden noch Ende 2010 und in 2011 gewonnen.
Das Schlaflabor, welches in Kooperation mit dem Klinikum betrieben wird, zieht Anfang 2012 in eigene Räumlichkeiten im neugebauten Reha- und Präventionszentrum. Damit ist gleichzeitig eine Erweiterung von 2 auf 8 Betten verbunden. Trotz der auch hier geltenden Abstaffelung der freien Leistungen durch die KVBB (bis 2010 ohne Budgetbeschränkungen) werden hier erhebliche Mehrerlöse erwartet.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Aufgrund Gewinnabführungsverträgen
abgeführte Gewinne: 404.949,17 € (KEvB)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen:
67.760,27 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Gesundheit und Soziales

Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH
190

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
2. Geschäfts- oder Firmenw ert

II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen Gesellschafter
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
4. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

167.368,27
924.952,03
1.092.320,30

172.068,29
1.002.031,37
1.174.099,66

3.300.470,35
256.365,69
136.833,64
0,00
3.693.669,68

3.236.182,86
308.032,10
127.265,48
0,00
3.671.480,44

25.000,00
4.810.989,98

25.000,00
4.870.580,10

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Gew innrücklagen
IV. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
V. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

B. Sonderposten mit Rücklageanteil

0,00

15.210,85

1.597.789,88
438.839,90
16.788,88
41.332,45
2.094.751,11

1.397.343,72
17.326,22
66.104,59
37.721,04
1.518.495,57

75.083,89
2.169.835,00

77.987,83
1.611.694,25

9.412,17

11.221,83

6.990.237,15

6.493.496,18

C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen u.ä. Verpflichtungen
2. Steuerrückstellungen
3. Sonstige Rückstellungen

D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
5. Sonstige Verbindlichkeiten

E. Rechnungsabgrenzungsposten

Bilanzsumme

Gesundheit und Soziales

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

28.600,00
75.512,70
266.578,98
889.587,84
0,00
1.260.279,52

28.600,00
75.512,70
266.578,98
889.587,84
0,00
1.260.279,52

0,00

0,00

777.664,00
0,00
1.488.765,55
2.266.429,55

645.835,47
0,00
881.500,09
1.527.335,56

2.396.495,38
172.134,71
734.061,75
97.020,29
63.154,31
3.462.866,44

2.763.908,49
346.112,00
536.052,61
449,61
59.358,39
3.705.881,10

661,64

0,00

6.990.237,15

6.493.496,18

Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH
191

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
9.552.872,86

8.338.235,14

833.657,17

238.616,14

3. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren

729.120,13

904.346,80

b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

176.594,31

117.404,26

Rohergebnis

905.714,44

1.021.751,06

9.480.815,59

7.555.100,22

4. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

4.935.027,07

4.686.133,54

819.757,93

758.101,86
5.754.785,00

5.444.235,40

268.838,12

251.470,17

3.199.070,01

1.790.210,37

258.122,46

69.184,28

67.760,27

66.104,59

7.891,57

1.587,82

132.543,05

98.635,16

-56.891,21

-30.942,75

201.231,25

38.241,53

-146.950,53

341,53

9.331,55

8.375,60

44.949,17

30.207,46

0,00

0,00

5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
7. Erträge aus Gew innabführungsverträgen
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
9. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
11. Außerordentliche Erträge
11. Sonstige Steuern
12. Aufgrund Gew innabführungsverträgen abgeführte Gew inne
13. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Gesundheit und Soziales

Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH
192

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH
Adresse

Charlottenstraße 72
14467 Potsdam

Telefon

(0331) 232 8401

Fax

(0331) 232 8444

Internet

www.poliklinikevb.de

Email

info@poliklinikevb.de

Stammkapital

25.000,00 €

Gründungsdatum

19. Juni 2008

Gesellschafter

100 % Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH (MVZ) wurde mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages am 21.12.2007 als Tochterunternehmen der Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH errichtet.
Eintragung der MVZ im Handelsregister erfolgte am 19.06.2008 unter der Nummer HRB 21244 P
beim Amtsgericht Potsdam. Es gilt der Gesellschaftsvertrag vom 21.12.2007.
Mit Wirkung zum 01.01.2009 erhielt die MVZ die Zulassung, am Standort Charlottenstraße 72 mit den
Fachdisziplinen Neurochirurgie und Nuklearmedizin an der ambulanten Versorgung teilzunehmen.
Am 01.07.2009 wurde mit der Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb eines Medizinischen Versorgungszentrums gemäß
§ 95 SGB V. Die Gesellschaft kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen,
solche Unternehmen gründen, erwerben oder pachten, soweit der Landeshauptstadt Potsdam eine
angemessene Einflussnahme ermöglicht wird, der Unternehmensgegenstand durch einen öffentlichen
Zweck gerechtfertigt ist und die Betätigung nach Art und Umfang des Unternehmens in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit und dem Bedarf der LHP steht. Die Gesellschaft kann
Zweigniederlassungen errichten und unterhalten.
Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmensverträge, insbesondere Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträge abzuschließen.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die gesundheitliche Betreuung zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschaftsversammlung
Gesundheit und Soziales

MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH
193

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Vertreter der Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH in der Gesellschafterversammlung ist der Geschäftsführer der Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH.
Geschäftsführung
Herr Steffen Grebner

Geschäftsführer

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)

2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

11,08%
24,39%
0,00 €

5,53%
14,04%
0,00 €

16,58%
34,19%
0,00 €

220,04%
0,00%
117,60%
99,5 T€

253,67%
0,00%
109,89%
30,2 T€

206,16%
0,00%
126,75%
16,0 T€

0,00%
374.809,72 €
0,00 €
67.760,27 €

0,00%
293.755,68 €
0,00 €
66.104,59 €

2,41%
188.276,33 €
1.765,01 €
2.390,65 €

22,75%
4

0,00%
3

62,39%
6

4.405
100

3.658
110

2.823
49

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Leistungskennzahlen
gesetzlich versicherte Patienten
Privatpatienten

Umsatzerlöse

Ergebnis vor Gewinnabführung/
Verlustübernahme

500
80

293,8

300

T€

100

374,8

200

67,8

66,1

60

188,3

T€

400

40
20

100

2,4

0

0

-20

2011

2010

2009

2011

Gesundheit und Soziales

2010

2009

MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH
194

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 01.01.2009 die Zulassung für ein Medizinisches Versorgungszentrum auf Grundlage des § 95 SGB V erhalten und bietet eine fachübergreifende ambulante Versorgung von Kassen- und Privatpatienten in den Bereichen Nuklearmedizin, Neurochirurgie sowie den
Bereich Schlafmedizin aus einer Hand und unter einem Dach an. Durch die Anbindung an die Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH ist eine stationäre Versorgung gewährleistet.
Durch die Zusammenarbeit von Ärzten mit unterschiedlicher Facharzt- und Schwerpunktbezeichnung
soll eine besonders umfassende und sektorenübergreifende Versorgung angeboten werden.
Nach Zulassung zum 01.01.2009 entwickelten sich die Erlöse im MVZ in 2009 und 2010 trotz ungünstiger Regelungen über die Budgetzuteilung in Neu- und Jungpraxen kontinuierlich nach oben. Diese
Entwicklung fand im ersten Halbjahr 2011 ihre Fortsetzung. Nach dem Ausscheiden eines Arztes der
Neurochirurgie zum 30.06.2011 ist es gelungen, zum 01.01.2011 einen Nachfolger zu finden. Dennoch kam es zu Umsatzeinbrüchen im 3.Quartal.
Die MVZ GmbH überwacht vorhandene Risiken durch das interne Berichtswesen. Derzeit sind keine
Bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

Voraussichtliche Entwicklung
Die Vergütung in der ambulanten Versorgung ist weiterhin geprägt durch ständige Anpassungen der
Honorarverteilung durch die KV Brandenburg. Damit sind die grundsätzlichen Möglichkeiten der kassenärztlichen Vereinigung durch Leistungssteuerungsparameter in den jeweiligen Honorarverträgen,
die ärztlichen Leistungen entsprechend des zur Verfügung stehenden Honorarvolumens zu budgetieren, weiterhin ein Problem der ambulanten Versorgung.
Zum 01.01.2012 konnte in der Neurochirurgie ein weiterer Arzt mit 0,5 VK Vertragsarztsitz gewonnen
werden. Eine Ärztin mit 0,25 VK Vertragsarztsitz befindet sich im Genehmigungsverfahren bei der KV.
Somit verfügt das MVZ voraussichtlich ab dem 3.Quartal 2012 über 2,5 VK Vertragsarztsitze.
Die Nuklearmedizin wird sich weiterhin positiv mit moderatem Wachstum entwickeln.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Aufgrund Gewinnabführungsverträgen
abgeführte Gewinne: 67.760,27 € (PEvB)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Gesundheit und Soziales

MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH
195

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen Gesellschafter
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
4. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

Bilanzsumme

Passiva

31.12.2011

31.12.2010

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

in €

in €

3.743,68
7.617,64
11.361,32

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
4.447,76
II. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
5.407,60
III. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
9.855,36

25.000,00
0,00
0,00
25.000,00

25.000,00
0,00
0,00
25.000,00

44.000,00
44.000,00

12.000,00
12.000,00

840,75
16.788,88

1.064,65
66.104,59

14.356,34
1.507,35
33.493,32

70.557,23
3.398,39
141.124,86

102.493,32

178.124,86

B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen
68.865,70
204,29
10,23
0,00
69.080,22

22.051,78
91.132,00
102.493,32

119.162,74
50,21
200,00 C. Verbindlichkeiten
0,00
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
119.412,95
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
48.856,55
4. Sonstige Verbindlichkeiten
168.269,50
178.124,86 Bilanzsumme

Gesundheit und Soziales

MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH
196

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
374.809,72

293.755,68

6.367,74

540,00

1.733,02

4.417,81

379.444,44

289.877,87

3. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
Rohergebnis
4. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

76.690,79

52.802,00

8.582,23

4.889,89
85.273,02

57.691,89

3.611,59

2.588,10

223.381,06

163.683,73

67.178,77

65.914,15

67.178,77

65.914,15

8. Sonstige Zinsen uns ähnliche Erträge

774,61

190,44

9. Sonstige Steuern

193,11

0,00

67.760,27

66.104,59

0,00

0,00

5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

10. Aufgrund Gew innabführungsverträgen abgeführte Gew inne
11. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Gesundheit und Soziales

MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH
197

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Servicegesellschaft am Klinikum Ernst
von Bergmann mbH
Adresse

Charlottenstraße 72
14467 Potsdam

Telefon

(0331) 241 4101

Fax

(0331) 241 4100

Internet

www.klinikumevb.de

Email

-

Stammkapital

25.000,00 €

Gründungsdatum

30. Dezember 2005

Gesellschafter

100 % Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die ehemals Potsdamer Gesundheit Service GmbH (PGS) wurde mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages am 13.12.2005 als 100%ige Tochtergesellschaft der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH errichtet. Die Eintragung in das Handelsregister der Landeshauptstadt Potsdam erfolgte
am 30.12.2005 unter der Nummer HRB 19101 P. Mit Wirkung zum 01.01.2006 nahm die Gesellschaft
ihre Geschäftstätigkeit auf.
Es gilt der Gesellschaftsvertrag vom 13.12.2005, zuletzt geändert am 13.03.2008. Die Änderung betraf den Namen der Gesellschaft. Die Potsdamer Gesundheit Service GmbH firmiert seit dem unter
Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH (SG). Mit der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH (KEvB) besteht auf Grund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 11.12.2006 ab dem 01.01.2007 eine körperschafts-, gewerbe- und umsatzsteuerliche
Organschaft. Die Servicegesellschaft am KEvB mbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der KEvB.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Reinigungstätigkeiten sowie sonstiger Dienstleistungen jeglicher Art im Gesundheitswesen.
Die Gesellschaft kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, solche Unternehmen gründen, erwerben oder pachten, soweit der Landeshauptstadt Potsdam eine angemessene Einflussnahme ermöglicht wird, der Unternehmensgegenstand durch einen öffentlichen Zweck
gerechtfertigt ist und die Betätigung nach Art und Umfang des Unternehmens in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit und dem Bedarf der Landeshauptstadt Potsdam steht. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten und unterhalten. Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmensverträge, insbesondere Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträge abzuschließen.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Bei der Erbringung von Dienstleistungen wird für die KEvB durch die Tochtergesellschaft eine wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Erledigung unter Einflussnahme der KEvB auf die Leistungserbringung gesichert.

Gesundheit und Soziales

Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
198

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH in der Gesellschafterversammlung
ist der Geschäftsführer der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH.
Geschäftsführung
Herr Steffen Grebner

Geschäftsführer

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,78%
5,06%
0,00 €

0,16%
2,10%
0,00 €

0,55%
4,35%
0,00 €

647,25%
0,00%
104,50%
-127,8 T€

1.317,38%
0,00%
101,99%
-91,2 T€

786,97%
0,00%
103,97%
80,8 T€

0,01%
12.432.344,39 €
0,00 €
45.002,60 €

0,00%
8.974.276,13 €
0,00 €
-154.231,80 €

0,00%
7.512.002,21 €
0,00 €
10.951,29 €

95,51%
397
0

97,33%
340
0

96,50%
294
0

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Auszubildende

Umsatzerlöse
14

Ergebnis vor Gewinnabführung/
Verlustübernahme

12,4

50

12
9,0

0
7,5

8

-50

11,0

0,0

T€

Mio. €

10
6

-100

4

2

-150

0

-200
2011

2010

2009

-154,2
2011

Gesundheit und Soziales

2010

2009

Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
199

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Im Rahmen der im Jahr 2011 abgeschlossenen Reorganisation der Servicegesellschaft erhielt diese
ein neues, ausgeweitetes Dienstleistungsprofil. Dies umfasst insbesondere folgende Leistungen:
-

Leistungen des Einkaufs und der Lagerwirtschaft

-

Logistikservice-Leistungen

-

Betreibung der zentralen Sterilgutversorgung (ZSVA)

-

Facility Management Leistungen

-

Hotelservice Leistungen

-

Schreibservice Leistungen

-

Reinigungsserviceleistungen

Seit Mai 2011 erfolgt zusätzlich die Personalbetreuung für nicht medizinische Tochterunternehmen
der KEvB gGmbH durch die Servicegesellschaft.
Ein Schwerpunkt für alle Bereiche der Servicegesellschaft war im Jahr 2011 die Definition und Erfassung von Leistungsindikatoren und der Abschluss von neuen Dienstleistungsverträgen für die jeweiligen Dienstleistungen.
Umsätze mit Dritten werden in den Bereichen FM und Reinigung erbracht, haben jedoch mit 70 T€
einen untergeordneten Anteil am Grundumsatz.
Zur Steuerung des an Umfang gestiegen Leistungsprogramms der Service GmbH wurde im Jahr 2011
das Leistungscontrolling weiter ausgebaut. Im Bereich Facility Management wurden die Stelle einer
zentralen Auftragsdisposition geschaffen und die FM-Prozesse optimiert.
Entsprechend dem gewachsenen Koordinierungsbedarf wurden die Funktionen Controlling und Personalmanagement ausgebaut.

Voraussichtliche Entwicklung
Die Servicegesellschaft erbringt ihre Leistungen überwiegend an die Klinikum Ernst von Bergmann
gemeinnützige GmbH und ihre Tochtergesellschaften. Daher besteht eine Abhängigkeit der Geschäftsentwicklung von der Entwicklung der Konzerngesellschaften des Klinikums Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH.
Die Servicegesellschaft am KEvB mbH überwacht vorhandene Risiken durch das interne Berichtswesen. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar.
Um die Prozesse der Servicegesellschaft zu optimieren wird im Geschäftsjahr 2012 bis 2014 die Optimierung der Beschaffungs- und Versorgungsprozesse im Fokus stehen. Dazu werden Projektgruppen gebildet, die in den einzelnen Bereichen die Prozesskosten analysieren und Maßnahmen einleiten um diese zu optimieren.

Gesundheit und Soziales

Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
200

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Aufgrund Ergebnisabführungsverträgen
abgeführte Verluste: 0,00 € (KEvB)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Gesundheit und Soziales

Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
201

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

3.862,47
3.862,47

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1.897,70
II. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
1.897,70
III. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

25.000,00
0,00
0,00
25.000,00

25.000,00
0,00
0,00
25.000,00

265.770,48
265.770,48

741.556,84
741.556,84

40.757,62
91.163,60

24.908,91
34.359,57

429,90
71.222,85
203.573,97

210,30
362.462,28
421.941,06

494.344,45

1.188.497,90

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen Gesellschafter
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
4. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

Bilanzsumme

B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen
8.603,73
328.012,48
103.665,00
1.830,27
442.111,48

48.370,50
490.481,98

9.870,53
1.142.105,18
7.477,50
1.344,61 C. Verbindlichkeiten
1.160.797,82
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
25.802,38
Unternehmen
1.186.600,20
4. Sonstige Verbindlichkeiten

494.344,45

1.188.497,90 Bilanzsumme

Gesundheit und Soziales

Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
202

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
12.432.344,39

8.974.276,13

187.805,32

17.317,27

3. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

141.068,73

110.671,43

60.239,00

58.336,64

Rohergebnis

201.307,73

169.008,07

12.418.841,98

8.822.585,33

4. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

9.765.169,12

7.223.693,87

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

2.109.186,11

1.511.037,72
11.874.355,23

8.734.731,59

1.910,85

1.279,03

497.685,92

242.255,84

44.889,98

-155.681,13

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

166,79

233,64

8. Zinsen und ähnliche Aufw endungen

54,17

0,00

112,62

233,64

45.002,60

-155.447,49

10. Außerordentliche Erträge

0,00

1.215,69

11. Erträge aus Verlustübernahme

0,00

154.231,80

45.002,60

0,00

0,00

0,00

5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis

Finanzergebnis
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

12. Aufgrund Gew innabführungsverträgen abgeführte Gew inne
13. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Gesundheit und Soziales

Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
203

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann
gemeinnützige GmbH
Adresse

Geschwister Scholl Straße 60
14471 Potsdam

Telefon

(0331) 951 4610

Fax

(0331) 951 4620

Internet

www.senioreneinrichtungenevb.de

Email

info@senioreneinrichtungenevb.de

Stammkapital

25.000,00 €

Gründungsdatum

01. Dezember 2006

Gesellschafter

100 % Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Potsdamer Senioreneinrichtungen Geschwister Scholl gGmbH wurde 2006 als 100%ige Tochtergesellschaft der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH (SE) gegründet. Der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb wurde durch den Erwerb des Eigenbetriebes Seniorenwohnheim „Geschwister
Scholl“ der Landeshauptstadt Potsdam (LHP) mit Wirkung zum 01.01.2007 aufgenommen.
Die Gesellschaft ist im Handelsregister von Potsdam unter der Nummer HRB 19956 P eingetragen.
Es gilt der Gesellschaftsvertrag vom 28.11.2006, zuletzt geändert am 21.04.2008. Seit dem firmiert
die Gesellschaft als Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH.

Gegenstand des Unternehmens
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Die Senioreneinrichtungen Ernst von
Bergmann gemeinnützige GmbH ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Zweck der Gesellschaft ist die Betreuung von älteren Bürgern durch Bereitstellung von geeignetem
Wohnraum bei gleichzeitiger Erbringung von Pflege- und Betreuungsleistungen. Um ihrem Zweck zu
entsprechen, kann die Gesellschaft Zweigniederlassungen errichten und unterhalten. Dieser Zweck
wird insbesondere durch die Betreibung von Senioren- und Pflegeheimen verwirklicht.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die gesundheitliche und soziale Betreuung zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.

Gesundheit und Soziales

Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
204

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesellschafterversammlung
Vertreter der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH in der Gesellschafterversammlung
ist der Geschäftsführer der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH.
Geschäftsführung
Herr Steffen Grebner

Geschäftsführer

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

97,93%
5,19%
0,00 €

98,08%
5,80%
0,00 €

98,63%
9,15%
0,00 €

88,56%
1,45%
21,72%
8,4 T€

89,79%
1,48%
22,72%
3,4 T€

93,71%
1,30%
17,96%
-55,7 T€

-0,42%
1.032.035,19 €
-30.903,72 €

-3,28%
950.380,37 €
-141.997,29 €

-4,13%
965.306,33 €
-179.027,57 €

69,64%
21

15,54%
22

82,12%
21

95,4%

94,8%

96,3%

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Leistungskennzahlen
Belegung (stationäre Pflege)

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

1.600

0
1.032,0

950,4

965,3
-100

800

-30,9

T€

T€

1.200

-142,0

-200

400
0

-179,0

-300
2011

Gesundheit und Soziales

2010

2009

2011

2010

2009

Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
205

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH betreut ältere Bürgerinnen und
Bürger durch Bereitstellung von geeignetem Wohnraum und gleichzeitiger Erbringung von Pflege- und
Betreuungsleistungen. Die Einrichtung umfasst 40 Pflegeheimplätze und 20 Plätze für Betreutes
Wohnen.
Die Belegung der Einrichtung im Bereich der stationären Pflege betrug im Berichtsjahr durchschnittlich
95,4 % (Vorjahr 94,8 %).
Die Leistungen der stationären Grund- und medizinischen Behandlungspflege im Seniorenwohnheim
werden durch die gesetzliche Pflegeversicherung finanziert. Die Leistungen der Pflegeversicherung
werden nach Pflegestufen vergütet, die den Pflegebedarf definieren und sich in drei Stufen gliedern.
Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt in der stationären Pflegeklasse die Kosten der Grund- und
medizinischen Behandlungspflege ab. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sind durch die
Heimbewohner selbst zu tragen (Eigenanteil). Die Kostensätze für Unterkunft und Verpflegung sind
mit dem Verband der Pflegekassen zu verhandeln und bedürfen dessen Zustimmung.
Durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen und durch die Aufsicht für unterstützende Wohnformen erfolgte im Februar 2011 eine Überprüfung der Einrichtung mit sehr gutem Ergebnis.
Zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Senioreneinrichtung wurde in der Sitzung des Aufsichtsrates der KEvB gGmbH am 03.12.2010 und in der Sitzung der Gesellschafterversammlung der KEvB
gGmbH am 16.12.2010 beschlossen, einen potentiellen Partner zu suchen, der seine Erfahrungen
und sein Know-how in der Führung von Pflegeeinrichtungen einbringt.

Voraussichtliche Entwicklung
Aufgrund einer engen Zusammenarbeit zwischen Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gGmbH
und der KEvB können vorhandene Potenziale genutzt und damit Kosteneinsparungen ermöglicht werden.
Die Führung des Heimes mit nur 40 Plätzen in der vollstationären Pflege erweist sich aufgrund der
noch nicht voll ausfinanzierten Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie für die tarifgebundenen
Gehälter (TvÖD 100%) derzeit als nicht wirtschaftlich.
Die Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH überwacht vorhandene Risiken
durch das interne Berichtswesen. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2011 auf Grund des
Darlehensvertrages durch den Gesellschafter jederzeit gegeben.
Mit Wirkung vom 01.03.2012 treten lt. Vereinbarung mit den Pflegekassen neue Pflegesätze in Kraft.
Dies bedeutet eine Steigerung der Erlöse aus Pflegeleistungen um ca. 2%.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Gesundheit und Soziales

Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
206

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Senioreneinrichtungen am Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Einrichtungen
Andere Anlagen,
und BetriebsAusstattungen
und Geschäftsausstattung
ohne Fahrzeuge

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

3.614.953,68
73.683,93
3.688.637,61

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
3.736.620,79
III. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
93.197,31
IV. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
3.829.818,10

B. Sonderposten aus Zuschüssen und Zuw eisungen zur
Finanzierung des Sachanlagevermögens
0,00
23.994,35
23.994,35

23.878,40
0,00
23.878,40

29.990,12
77.862,87

0,00

0,00
23.321,47
23.321,47 C. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen

22.018,07
7,07 D. Verbindlichkeiten
22.025,14
1. Erhaltene Anzahlungen
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
29.783,38
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
75.129,99
5. Sonstige Verbindlichkeiten
6. Verw ahrgeldkonto

3.766.500,48

31.12.2010

in €

in €

25.000,00
897.000,00
-695.510,28
-30.903,72
195.586,00

25.000,00
897.000,00
-553.512,99
-141.997,29
226.489,72

2.721.206,94

2.862.277,28

37.597,96
37.597,96

69.651,34
69.651,34

23.580,00
36.951,66
687.768,68
34.859,40
17.978,33
3.096,41
804.234,48

22.531,80
31.130,42
595.035,90
74.404,02
14.877,95
2.050,79
740.030,88

7.875,10

6.498,87

3.766.500,48

3.904.948,09

0,00
E. Rechnungsabgrenzungsposten

Bilanzsumme

31.12.2011

3.904.948,09 Bilanzsumme

Gesundheit und Soziales

Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
207

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Senioreneinrichtungen am Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €

2010
in €

1. Erträge aus allgemeinen Pflegeleistungen

796.974,87

717.741,64

2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung

235.010,67

232.588,91

49.645,54

49.819,50

672,88

0,00

5. Sonstige betriebliche Erträge

127.548,68

131.812,69

6. Materialaufw and

261.189,51

270.412,74

Rohergebnis

948.663,13

861.550,00

3. Erträge aus gesonderter Berechnung von Investitionskosten
4. Bestandsveränderungen

7. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

596.082,99

665.111,02

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

122.585,35

127.475,64

8. Abschreibungen

718.668,34

a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
b) Abschreibungen auf Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände

9. Steuern, Abgaben und Versicherungen
10. Mieten, Pacht, Leasing
11. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten
12. Aufw endungen für Instandhaltung und Instandsetzung
13. Sonstige ordentliche und außerordentliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
14. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
15. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
17. Außerordentliche Erträge
18. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Gesundheit und Soziales

792.586,66

149.390,71

147.684,23

166,68

0,00
149.557,39

147.684,23

19.614,02

20.866,15

3.431,98

3.431,98

141.070,34

141.070,34

49.897,81

58.714,55

164.467,65

107.362,94

-15.903,72

-128.026,17

0,00

0,00

15.000,00

14.025,00

-15.000,00

-14.025,00

-30.903,72

-142.051,17

0,00

53,88

-30.903,72

-141.997,29

Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH
208

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Cateringgesellschaft am Klinikum
Ernst von Bergmann mbH
Adresse

Charlottenstraße 72
14467 Potsdam

Telefon

(0331) 241 4661

Fax

(0331) 241 4660

Internet

www.klinikumevb.de

Email

-

Stammkapital

25.000,00 €

Gründungsdatum

21. Dezember 2006

Gesellschafter

100 % Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
In der Gesellschafterversammlung am 07.12.2006 der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige
GmbH (KEvB) wurde die Gründung einer Catering GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft der KEvB
beschlossen.
Die Eintragung in das Handelsregister der Landeshauptstadt Potsdam erfolgte am 21.12.2006 unter
der Nummer HRB 19944 P.
Es gilt der Gesellschaftsvertrag vom 11.12.2006. Zum 01.01.2007 hat die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit, die Versorgung der Patienten mit Speisen und Getränken für die KEvB sowie den Betrieb der
Kantine aufgenommen. Mit Datum vom 11.12.2006 wurde zwischen dem Organträger, der KEvB und
der CAT ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Der Vertrag wurde wirksam
zum 01.01.2007 und konnte erstmalig zum Ablauf des 31.12.2011 gekündigt werden.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Cateringdienstleistungen und die Produktion
von Verpflegungsleistungen für das Klinikum Ernst von Bergmann und andere sowie sonstige hiermit
im Zusammenhang stehende Dienstleistungen im Gesundheitswesen jeglicher Art.
Die Gesellschaft kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, solche Unternehmen gründen, erwerben oder pachten, soweit der Landeshauptstadt Potsdam eine angemessene Einflussnahme ermöglicht wird, der Unternehmensgegenstand durch einen öffentlichen Zweck
gerechtfertigt ist und die Betätigung nach Art und Umfang des Unternehmens in einem angemessenen Verhältnis zur Leistungsfähigkeit und dem Bedarf der Landeshauptstadt Potsdam steht. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten und unterhalten.
Die Gesellschaft ist berechtigt, Unternehmensverträge, insbesondere Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträge abzuschließen.

Gesundheit und Soziales

Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
209

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Bei der Erbringung von Dienstleistungen für das Klinikum Ernst von Bergmann wird durch die Tochtergesellschaft eine wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Erledigung unter Einflussnahme des
Klinikums auf die Leistungserbringung gesichert.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH in der Gesellschafterversammlung
ist der Geschäftsführer der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH.
Geschäftsführung
Herr Steffen Grebner

Geschäftsführer

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

18,53%
36,18%
0,00 €

13,00%
33,61%
0,00 €

10,62%
29,47%
0,00 €

195,29%
0,01%
127,67%
229,7 T€

258,66%
0,00%
131,06%
255,8 T€

277,39%
0,00%
126,72%
28,7 T€

0,03%
3.736.610,97 €
0,00 €
159.189,59 €

0,00%
3.775.912,76 €
0,00 €
187.800,96 €

0,00%
3.532.062,64 €
0,00 €
174.934,34 €

30,49%
34

30,75%
35

32,00%
33

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Umsatzerlöse

Ergebnis vor Gewinnabführung/
Verlustübernahme

5

3,7

3,8

250

3,5
200

3

187,8
159,2

174,9

150

T€

Mio. €

4

2
1

100
50

0

0

2011

Gesundheit und Soziales

2010

2009

2011

2010

2009

Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
210

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Zwischen der Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH und der Cateringgesellschaft am
Klinikum Ernst von Bergmann mbH wurde ein Dienstleistungsvertrag über die Versorgung der Patienten mit Speisen und Getränken und den Betrieb einer Kantine zur Versorgung der Beschäftigten und
der Besucher der KEvB mit ihren Tochtergesellschaften sowie Einrichtungen, die das Klinikum betreibt
oder mit denen das Klinikum in Kooperation steht, abgeschlossen. Die zur Erfüllung dieses Zwecks
erforderlichen Räumlichkeiten, Einrichtungen und Ausstattungen werden der Cateringgesellschaft im
Wesentlichen durch die KEvB gemeinnützige GmbH im Rahmen eines Nutzungsvertrages zur Verfügung gestellt.
Die Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH orientiert sich im Rahmen ihrer jährlichen Wirtschaftsplanung an den Patientenzahlen der KEvB. Des Weiteren bilden der Kantinenumsatz
und die Erträge aus der Versorgung der Mitarbeiter und Gäste der KEvB einen wichtigen Anteil der
Erträge der Cateringgesellschaft. Darüber hinaus versorgt die Cateringgesellschaft die Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH sowie die Kindertagesstätte „Bergmännchen“
(Betriebskindergarten) mit Speisen. Seit 16.12.2011 wird als weiteres Aufgabengebiet das Cafe „Kaffeepause“ am Haupteingang betrieben. Im Rahmen des Betriebsübergangs wurden zwei Mitarbeiterinnen vom bisherigen Betreiber übernommen. Weiterhin erfolgte die Übernahme des betriebsnotwendigen Inventars des bisherigen Betreibers.

Voraussichtliche Entwicklung
Wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis der Cateringgesellschaft hat die Höhe des vom Klinikum Ernst
von Bergmann entrichteten Entgeltes für die Patientenversorgung. Dieser Planbare Umsatz bietet eine
gute Basis für die Deckung der fixen Aufwandspositionen. Wichtige Faktoren für die Entwicklung des
Umsatzes sind dabei die Entwicklung der Patientenzahlen im Mutterunternehmen und die Höhe der
Verpflegungssätze. Die Verpflegungssätze können nur auf dem bestehenden Niveau verbleiben,
wenn die Cateringgesellschaft auch zukünftig sehr günstige Einkaufskonditionen mit den Lieferanten
vereinbaren kann. Auch vor dem Hintergrund der überproportional steigenden Preise für Lebensmittel
auf dem Weltmarkt setzt die Cateringgesellschaft weiterhin auf direkte Vertragsbeziehungen zu lokalen Lebensmittellieferanten.
Seit 31.01.2011 erfolgt die Versorgung der Patienten und Mitarbeiter der RZP Rehazentrum Potsdam
GmbH mit Mittagessen. Des Weiteren wurde mit dem Einzug der Blutspende des Deutschen Roten
Kreuzes in das Ärztehaus auf dem Gelände des Gesundheitsparks KEvB ab April 2011 durch die Cateringgesellschaft die Lieferung von Speisen und Getränken übernommen. Im Dezember 2011 wurde
das Cafe „Kaffeepause“ am Haupteingang eröffnet.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €
Aufgrund Gewinnabführungsverträgen
abgeführte Gewinne: 159.189,59 € (KEvB)

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Gesundheit und Soziales

Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
211

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen Gesellschafter
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
4. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

166.417,56
166.417,56

12.179,72

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
125.646,78
II. Gew innrücklagen
125.646,78
III. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust

9.621,82

B. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen

10.553,55
612.679,78
28.446,30
10.243,62
661.923,25

2.380,48
680.484,94 C. Verbindlichkeiten
67.621,62
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2.330,33
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
752.817,37
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
4. Sonstige Verbindlichkeiten

57.647,79
731.750,76

78.790,48
841.229,67

0,00

0,00

898.168,32

966.876,45 Bilanzsumme

Gesundheit und Soziales

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

25.000,00
300.000,00
0,00
325.000,00

25.000,00
300.000,00
0,00
325.000,00

186.808,52
186.808,52

263.309,65
263.309,65

149.853,60
226.837,14
0,00
9.669,06
386.359,80

78.597,53
290.029,36
0,00
9.939,91
378.566,80

898.168,32

966.876,45

Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
212

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
3.736.610,97

3.775.912,76

107.921,06

79.949,89

3. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

1.857.804,58

1.918.573,25

25.708,57

24.000,00

Rohergebnis

1.883.513,15

1.942.573,25

1.961.018,88

1.913.289,40

4. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

935.291,23

948.439,39

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

203.932,69

212.492,07
1.139.223,92

1.160.931,46

22.341,56

16.970,71

640.390,48

549.919,46

159.062,92

185.467,77

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

488,53

431,21

8. Zinsen und ähnliche Aufw endungen

240,86

0,00

247,67

431,21

159.310,59

185.898,98

0,00

2.022,98

121,00

121,00

159.189,59

187.800,96

11. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

0,00

0,00

12. Gew innvortrag/ Verlustvortrag

0,00

0,00

13. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust

0,00

2.022,98

5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis

Finanzergebnis
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
9. Außerordentliche Erträge
9. Sonstige Steuern
10. Aufgrund Gew innabführungsverträgen abgeführte Gew inne

Gesundheit und Soziales

Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH
213

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Kultur
Landeshauptstadt Potsdam (LHP)
Kultur

Hans Otto Theater
GmbH (HOT)
100%

Haus der Brandenburgisch-Preußischen
Geschichte
gemeinnützige GmbH
(HBPG) 33%

Musikfestspiele
Sanssouci und
Nikolaisaal Potsdam
gGmbH (MFP)
100%

Gesellschaft für Kultur,
Begegnung und soziale
Arbeit in Potsdam
gemeinnützige GmbH
(KUBUS) 51 %

Kultur

214

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Hans Otto Theater GmbH
Adresse

Schiffbauergasse 11
14467 Potsdam

Telefon

(0331) 981 10

Fax

(0331) 981 1280

Internet

www.hansottotheater.de

Email

info@hansottotheater.de

Stammkapital

26.000,00 €

Gründungsdatum

29. November 1994

Gesellschafter

100 % Landeshauptstadt Potsdam

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages am 10.09.1993 wurde die Hans Otto Theater GmbH (HOT)
errichtet und im Handelsregister unter der Nummer HRB 7741 P im Amtsgericht Potsdam eingetragen. Es gilt der Gesellschaftsvertrag vom 17.12.2004, zuletzt geändert am 19.03.2010. Seit September 2006 spielt das Ensemble des Theaters u.a. in dem neuen Potsdamer Theaterhaus in der Schiffbauergasse am Ufer des Tiefen Sees.
Ein Theaterverbundvertrag zwischen dem Land Brandenburg und den Theatern und Orchestern der
Städte Brandenburg an der Havel, Frankfurt/Oder und der Landeshauptstadt Potsdam sichert die Finanzierung der beteiligten Theater und kulturellen Einrichtungen. Die Förderung ist an der Realisierung des vereinbarten Austausches von Theater- und Konzertangeboten vor allen am Verbund beteiligten Partnern gebunden.

Gegenstand des Unternehmens
Die Hans Otto Theater GmbH verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne
des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. In erster Linie verfolgt die Gesellschaft eigenwirtschaftliche Zwecke und ist daher selbstlos tätig. Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, insbesondere von darstellender Kunst in der Landeshauptstadt Potsdam und dem Land Brandenburg.
Der Satzungszweck wird insbesondere durch folgenden Gegenstand verwirklicht:
Bespielung der Spielstätte in der Schiffbauergasse sowie anderer Spielstätten mit Schauspiel,
Musiktheater sowie Kinder- und Jugendtheater,
Teilnahme am bestehenden Theater- und Konzertverbund des Landes Brandenburg,
Theaterpädagogische Betreuung von Kinder- und Jugendeinrichtungen, Schulen, Universitäten und Fachhochschulen,
Beratung von Lehrern zur Ausgestaltung von künstlerischen Unterrichtsfächern und Erstellung
von Unterrichtsmaterialien über Kinder- und Jugendstücke im Bereich Schauspiel, Musik- sowie Kinder- und Jugendtheater,
Kooperation mit Institutionen des Landes Brandenburg auf dem Gebiet der pädagogischen
Fortbildung.

Kultur

Hans Otto Theater GmbH
215

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die Entwicklung der Freizeitbedingungen und des kulturellen
Lebens zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Geschäftsführung,
- das Kuratorium (als Aufsichtsrat),
- die Gesellschafterversammlung
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
oder durch einen von ihm Bevollmächtigten vertreten.
Kuratorium (als Aufsichtsrat)
Gemäß § 8 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages ist die Vorsitzende des Kuratoriums die Beigeordnete
für Bildung, Kultur und Sport der LHP. Sieben Mitglieder werden von der LHP (Entsendung durch die
Stadtverordnetenversammlung), unter Berücksichtigung des § 97 Abs. 1 i.V.m. § 43 Abs. 2 und 3
BbgKVerf, entsandt. Ein Mitglied, welches für Kultur zuständig ist, wird vom Ministerium des Landes
Brandenburg entsandt. Ein weiteres Mitglied ist ein Vertreter des Betriebsrates.
Das Kuratorium bestand im Berichtsjahr 2011 aus folgenden Mitgliedern:
Frau Dr. Iris Jana Magdowski

Vorsitzende, Beigeordnete für Bildung, Kultur und
Sport der Landeshauptstadt Potsdam

Frau Birgit Morgenroth

Stellv. Vorsitzende, über SVV entsandt

Frau Ingeborg Praechtel

Stellvertretende Referatsleiterin Theater und Musik im MWFK des Landes Brandenburg

Herr Peter Schüler

(ab 28.02.2011) über SVV entsandt

Herr Dr. Christian Seidel

über SVV entsandt

Frau Manuela Gerlach

Betriebsratsvorsitzende

Frau Dr. Karin Schröter

über SVV entsandt

Frau Juliane Nitsche

über SVV entsandt

Frau Marie Luise von Halem

(bis 28.02.2011) über SVV entsandt

Frau Franziska Schneider

(ab 28.02.2011) über SVV entsandt

Herr Brian Utting

(bis 28.02.2011) über SVV entsandt

Geschäftsführung
Herr Volkmar Raback

Geschäftsführender Direktor

Herr Tobias Wellemeyer

Intendant

Kultur

Hans Otto Theater GmbH
216

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

3,59%
16,58%
0,00 €

5,03%
16,58%
0,00 €

2,65%
23,78%
0,00 €

475,38%
0,00%
73,87%
-39,4 T€

339,52%
0,00%
99,94%
26,8 T€

913,99%
0,00%
118,96%
-363,1 T€

0,55%
1.284.248,63 €
4.786,30 €

-8,61%
932.951,46 €
-74.686,21 €

-27,77%
1.131.709,98 €
-255.234,18 €

558,58%
155
6

767,84%
153
4

623,71%
154
4

577
158.911
116.946
116.946
73,60%

572
153.693
101.617
93.264
66,10%

532
150.966
108.344
98.886
71,80%

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Auszubildende
Leistungskennzahlen
Vorstellungen (ohne Gastspiele)
Platzangebot
Besucherzahl gesamt (inkl. Gastspiele)
Besucherzahl HOT
Auslastung des Theaters

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

2

100
0

1,1
0,9

1

T€

Mio. €

1,3

-100

4,8

-74,7

-200
-300

0

-255,2

-400
2011

2010

2009

2011

Kultur

2010

2009

Hans Otto Theater GmbH
217

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Das Jahr 2011 war durch eine etwas verbesserte Ertragssituation im Vergleich zum Vorjahr 2010 gekennzeichnet. Die finanzielle Gesamtsituation war auch im Jahr 2011 angespannt.
Die Zuwendungen lt. Wirtschaftsplan betrugen insgesamt 9.768 T€, davon 4.688 T€ von der Landeshauptstadt Potsdam sowie 2.500 T€ vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur und
2.580 T€ FAG-Mittel. Die Zuwendungen 2011 der LHP und des Landes Brandenburg entsprechen
dem Theaterverbundvertrag.
Die Anzahl der Theaterbesucher stieg 2011 auf 116.946, nachdem sie in den Vorjahren stark gesunken waren (2010 auf 101.617, 2009 auf 108.344 im Vergleich zu 2008 mit 119.417). Im Jahr 2011
wurden insgesamt 57 Gastspielvorstellungen (Vorjahr 56) von der Hans Otto Theater GmbH realisiert,
davon in den Theaterverbundstädten 49 Vorstellungen (Vorjahr 47) und 8 Gastspielvorstellungen
(Vorjahr 9) in anderen Städten.
Die Vermögens- und Finanzlage der HOT GmbH ist geordnet. Das langfristige Vermögen, das 3,7%
der Bilanzsumme ausmacht, ist vollständig langfristig finanziert. Die flüssigen Mittel in Höhe von 618
T€ reichen aus, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu begleichen. Die gesamten betrieblichen Erträge (ohne Zuwendungen) sind um 429 T€ gestiegen. Die Zuwendungen (inklusive der Pachtzuschüsse) erhöhten sich um 225 T€ gegenüber dem Jahr 2010.
Mit 577 Vorstellungen, konnten Umsatzerlöse von 1.284 T€ erzielt werden.

Voraussichtliche Entwicklung
Für das Jahr 2012 wurde ein Wirtschaftsplan (Fassung 21.11.2011) auf der Ausgangsbasis des Jahres 2011 unter Beachtung der Tariferhöhungen und des Theaterverbundvertrages, der erwarteten
Mietkosten für die Reithallen A, B und das Orchesterprobenhaus sowie der zu erwartenden Mietkosten für den Betriebs- und Mietkosten für den Theaterneubau erarbeitet. Er wurde am 21.12.2011 mit
Beschluss des Gesellschafters als Arbeitsgrundlage genehmigt. Die Zuwendungen wurden entsprechend abgerufen.
Für den Theaterneubau ist mit dem Pachtvertrag ab 2009 eine jährliche Pacht von 463.500 € vereinbart worden und für die Reithalle A begann das Pachtverhältnis am 01.01.2008 mit einer jährlichen
Pacht in Höhe von 36.230 €.
Für die Gesellschaft besteht ein dokumentiertes Risikofrüherkennungssystem, welches Bestandteil
der Führungstätigkeit der Geschäftsleitung ist.
Da die Höhe der Tarifabschlüsse für das Jahr 2012 noch nicht vollständig bekannt sind, vom Land
Brandenburg noch kein Jahres-Zuwendungsbescheid für das Jahr 2012 erteilt wurde und der Zuwendungsbescheid über die Mittel des Brandenburgischen Finanzausgleichsgesetzes bisher nur für das
1.Quartal 2012 vorliegt, kann die Geschäftsführung die finanzielle Gesamtsituation schwer einschätzen. Es kann notwendig werden, dass in den laufenden Theaterbetrieb eingegriffen werden muss.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Einlage Kapitalrücklage (LHP): 0,0 T€

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 4.688,0 T€
Zuwendungen FAG-Mittel (über LHP): 2.500 T€

Kultur

Hans Otto Theater GmbH
218

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Hans Otto Theater GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Forderungen gegen Gesellschafter
4. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

1,02
1,02
31.147,46
0,00
31.148,48
31.149,50

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust
1,02
1. Verlustvortrag
2. Jahresfehlbetrag/ Jahresüberschuss
1,02
3. Entnahme aus Kapitalrücklage
43.611,91
0,00
43.612,93
43.613,95 B.
Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen

C.
55.070,11
12.000,00
0,00
14.471,10
81.541,21

617.659,80
699.201,01

C. Rechnungsabgrenzungsposten

100.754,03

Bilanzsumme

831.104,54

60.877,73
10.000,00
0,00
10.641,30
81.519,03

656.568,28 D.
738.087,31

Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
4. Sonstige Verbindlichkeiten

Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

26.000,00
447.798,12

26.000,00
447.798,12

329.920,39
4.786,30
0,00
148.664,03

255.234,18
74.686,21
0,00
143.877,73

0,00
154.077,36
154.077,36

2.317,33
174.767,35
177.084,68

93.337,35
37.639,91
9.498,31
119.095,63
259.571,20

73.317,71
59.318,23
15.037,35
362.076,38
509.749,67

268.791,95

36.965,51

831.104,54

867.677,59

85.976,33
867.677,59 Bilanzsumme

Kultur

Hans Otto Theater GmbH
219

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Hans Otto Theater GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €

2010
in €

1. Umsatzerlöse

1.284.248,63

932.951,46

2. Erträge aus Zuw endungen

9.799.812,72

9.574.396,08

251.582,27

173.696,65

3. Sonstige betriebliche Erträge
4. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

330.719,69

307.902,67

1.537.200,93

1.143.711,31

Rohergebnis

1.867.920,62

1.451.613,98

9.467.723,00

9.229.430,21

5. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

5.865.286,03

5.858.275,04

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

1.308.302,12

1.305.319,03
7.173.588,15

7.163.594,07

99.310,61

160.665,87

2.186.119,70

1.967.119,07

8.704,54

-61.948,80

8.293,27

4.042,38

8.293,27

4.042,38

16.997,81

-57.906,42

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

6.967,40

13.293,54

11. Sonstige Steuern

5.244,11

3.486,25

12. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

4.786,30

-74.686,21

-329.920,39

-255.234,18

0,00

0,00

-325.134,09

-329.920,39

6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
7. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Finanzergebnis
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

13. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
14. Entnahme aus der Kapitalrücklage
15. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust

Kultur

Hans Otto Theater GmbH
220

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Haus der Brandenburgisch-Preußischen
Geschichte gemeinnützige GmbH
Adresse

Schloßstraße 12
14467 Potsdam

Telefon

(0331) 620 8550

Fax

(0331) 620 8559

Internet

www.hbpg.de

Email

info@hbpg.de

Stammkapital

25.000,00 €

Gründungsdatum

06. Mai 2003

Gesellschafter

67 % Land Brandenburg
33 % Landeshauptstadt Potsdam

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Stadtverordneten beschlossen am 10.04.2002, mit der Drucksache Nummer: 02/SVV/0165, dass
die Landeshauptstadt Potsdam mit dem Land Brandenburg eine gemeinsame Einrichtung zur Betreibung des Kutschstalls am Neuen Markt als multifunktionales Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude unter dem Namen Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gemeinnützige GmbH
(HBPG) gründet.
Mit notarieller Beurkundung wurde die Gesellschaft am 14.03.2003 errichtet. Der Eintrag im Handelsregister erfolgte am 06.05.2003 unter der Nummer HRB 16809 P. Der Gesellschaftsvertrag findet in
der Fassung vom 14.03.2003 Anwendung.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb des Kutschstalls, Am Neuen Markt 9 in 14467 Potsdam, als multifunktionales Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude sowie die Erforschung und Erschließung des historischen Erbes, insbesondere durch:
Planung und Durchführung von Veranstaltungen kultureller und wissenschaftlicher Art sowie von Ausstellungen, vornehmlich zur Geschichte Brandenburgs, Preußens und Potsdams,
Kooperation mit den Forschungs-, Bildungs- und Kultureinrichtungen in der Landeshauptstadt Potsdam und der Region,
Übernahme von Trägerschaften für Projekte, die sich der Erforschung und Erschließung
des historischen Erbes widmen,
Entwicklung von Strategien und Konzepten zur Erforschung und Erschließung des historischen Erbes,
Verbreitung von Forschungsergebnissen zum historischen Erbe.
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Sie ist selbstlos tätig, da sie nicht in erster
Linie eigenwirtschaftliche Zwecke verfolgt.

Kultur

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gemeinnützige GmbH
221

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehört die Entwicklung der Freizeitbedingungen und des kulturellen
Lebens zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- der wissenschaftlicher Beirat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
oder durch einen von ihm bevollmächtigten Bediensteten der Landeshauptstadt Potsdam vertreten.
Das Land Brandenburg wird in der Gesellschafterversammlung durch das Ministerium der Finanzen
vertreten.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 10 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages aus sieben Mitgliedern. Den
Vorsitzenden und ein weiteres Mitglied entsendet das Land Brandenburg. Den stellvertretenden Vorsitzenden sowie ein weiteres Mitglied werden von der LHP entsandt. Drei Mitglieder werden von der
Gesellschafterversammlung gewählt; davon zwei auf Vorschlag des Landes Brandenburg.

Der Aufsichtsrat bestand im Berichtszeitraum 2011 aus folgenden Mitgliedern:
Frau Prof. Dr.- Ing. Dr. Sabine Kunst

Vorsitzende, Ministerin für Wissenschaft,
Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Frau Dr. Martina Münch

Vorsitzende, Ministerin für Wissenschaft,
Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Herr Dr. Klaus Arlt

Stellv. Vorsitzender, über SVV entsandt

Herr Hans Jochen Knöll

Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg

Frau Dr. Iris Jana Magdowski

Beigeordnete für Bildung, Kultur und Sport der
Landeshauptstadt Potsdam

Frau Dr. Karin Schröter

über SVV entsandt

Herr Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh

Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser
und Gärten Berlin-Brandenburg

Herr Norbert Zimmermann

Vizepräsident der Stiftung Preußischer
Kulturbesitz

Kultur

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gemeinnützige GmbH
222

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Wissenschaftlicher Beirat
Der Aufsichtsrat beruft einen Wissenschaftlichen Beirat. Darüber hinaus bestimmt er die Anzahl der
Mitglieder des Beirates, bestellt diese und beruft sie ab. Der Beirat berät in allen wissenschaftlichen
Fragen, die zum Unternehmensgegenstand im Sinne § 2 des Gesellschaftsvertrages zählen. Der wissenschaftliche Beirat hat einen Vorsitzenden sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden, die aus seiner Mitte gewählt werden.
Geschäftsführung
Herr Dr. Kurt Winkler

Geschäftsführender Direktor

Kapitalverhältnisse
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25,0 T€. Die Landeshauptstadt Potsdam hält einen prozentualen Anteil von 33 %, dies entspricht 8,3 T€, am Stammkapital. Den restlichen Anteil von 67 %
und somit einem Stammkapitalanteil von 16,8 T€ hält das Land Brandenburg.

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

28,24%
16,11%
0,00 €

39,05%
18,66%
0,00 €

45,50%
21,47%
0,00 €

155,50%
0,00%
126,74%
-7 T€

146,21%
0,00%
140,90%
53 T€

145,31%
0,00%
158,38%
-41 T€

0,22%
1.973.611,26 €
893,33 €

-0,44%
1.608.320,78 €
-1.522,26 €

2,49%
1.466.011,36 €
7.575,56 €

32,16%
43

39,46%
38

35,56%
31

86 T€
k.A.

82 T€
10 T€

62 T€
4 T€

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse inkl. Zuwendungen
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Leistungskennzahlen
Erlöse aus Eintrittskarten
Erlöse aus dem Museumsshop

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

Umsatzerlöse inkl. Zuwendungen
12

1,97
1,47

7,6

8

T€

Mio. €

1,61

4

0,9

0
-1,5

-4

2011

Kultur

2010

2009

2011

2010

2009

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gemeinnützige GmbH
223

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Das HBPG liegt in „Potsdams Historischer Mitte“, dem neben den Schlössern und Gärten und der
Schiffbauergasse dritten großen Kulturstandort in der Landeshauptstadt Potsdam. Die Tätigkeit des
HBPG in den Kernbereichen Ausstellungen, kulturelle Bildung und Veranstaltungen wurden planmäßig und erfolgreich weitergeführt. Insgesamt konnte an die gute Tendenz des Vorjahres angeknüpft
werden. Gegenüber dem Jahr 2010 erhöhte sich die Gesamtbesucherzahl erneut von 47.200 auf
52.550.
Die Ausstellung „Aufbruch in die Moderne“, Architektur in Brandenburg 1919 bis 1933 in Kooperation
mit der Brandenburgischen Architektenkammer endete am 07.04. 2011. Sie wurde beim Publikum und
in der Fachwelt sehr gut angenommen und erreichte knapp 4.000 Besucher (einschl. Sonderveranstaltungen). Besonders erfreulich war, dass sich der zur Ausstellung erschienene Architekturführer mit
ca. 450 verkauften Exemplaren als „Renner“ erwies.
Vom 24.06. Bis 07.08.2011 zeigte das HBPG die Ausstellung BUNT – Der Sturm – Die Aktion. Polnische und deutsche Expressionisten, eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Museum der Anfänge
des polnischen Staates Gniezno, Polen. Die Ausstellung zog 1.500 Besucher an.
Die wichtigste Ausstellung im Berichtszeitraum war die Präsentation „Märkische Kunst – Bilderwelten
des Mittelaters“, die am 09.09.2011 eröffnet wurde. Sie endete am 08.01.2012 und erreichte (einschließlich der Zahlen aus 2012) an die 6.000 Besucher.
Weitere Ausstellungen waren:
-

die ständige Ausstellung „Land und Leute. Geschichten aus Brandenburg-Preußen

-

erheblicher Aufwand floss in die vorbereitenden Arbeiten der kommenden Ausstellungen „Synagogen in Brandenburg, König & Kartoffel“ im Jahr 2012

-

im Mai 2012 wurde im tschechischen Kuttenberg das Projekt „Europa Jagellonica“ eröffnet.

Diese wird nach einer weiteren Station in Warschau (Oktober 2012) im HBPG (März 2013) zu sehen
sein.
Im Bereich der kulturellen Bildung und der Veranstaltungen führte das HBPG die bewährten Aktivitäten weiter:
-

das von der OSS geförderte Programm „Ein Tag in Potsdam“

-

im Oktober 2011 lief die zweijährige Förderphase des Projektes „Tag im Oderland“ (aus ESFMitteln) aus

-

das umfangreiche Veranstaltungsprogramm im HBPG mit Vorträgen, Lesungen und Tagungen ebenso weitergeführt wie die gut eingeführten Formate „Tag der Orts- und Landesgeschichte“, „Jugendgeschichtstag“ und „Sternenmarkt“.

Insgesamt hat sich die stabile Entwicklung der Gesellschaft im Berichtszeitraum fortgesetzt. Die Gesellschaft kann eine ausgeglichene Gewinn- und Verlustrechnung vorlegen und einen Gewinn in Höhe
von 893,33 € ausweisen.

Voraussichtliche Entwicklung
Das wichtigste Instrumentarium des HBPG zur Erfüllung seiner Aufgaben ist die Durchführung von
Ausstellungen und Veranstaltungen zur brandenburgisch-preußischen Geschichte. Die Zuwendungen
der institutionellen Förderung decken im Wesentlichen nur die Sockelfinanzierung des Hauses ab,
d.h., Ausstellungen müssen auch weiterhin zu mindestens vier Fünfteln über Drittmittel finanziert werden.
Die strategische Ausrichtung des Unternehmens, Themen innerhalb von Marketingkampagnen wie
etwa „Kulturland Brandenburg“ aufzugreifen, hat sich grundsätzlich bewährt.
Aus Sicht der Geschäftsführung sind für eine nachhaltige qualitative Verbesserung der kulturellen und
kulturwirtschaftlichen Gesamtpositionen des HBPG eine Reihe von Maßnahmen nötig, die mit dem
Ziel der Erhöhung der Sockelfinanzierung in die Haushaltsverhandlungen mit dem Land Brandenburg
und der Landeshauptstadt bereits für das Jahr 2011 und erneut für das Jahr 2012 eingebracht wurKultur

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gemeinnützige GmbH
224

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

den.
Eine strategische Weichenstellung für das HBPG ist mit den Planungen verbunden, eine Fusion mit
Kulturland Brandenburg e.V. herbeizuführen. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
hat erklärt, eine solche Fusion anzustreben, sofern damit nachweisbare Effizienzsteigerungen verbunden werden können.
Den Risiken stehen insgesamt Rahmenbedingungen gegenüber, die auch weiterhin einen erfolgreichen Betrieb innerhalb des bisherigen Rahmens gesichert erscheinen lassen. Das HBPG konnte im
Berichtsjahr 2011 seine Arbeit verstetigen und genießt in der Öffentlichkeit und bei Partnern einen
guten Ruf. Die insgesamt positive Entwicklung der historischen Mitte (Landtagsbau, Bau einer Synagoge in der Schlossstraße, Sanierung von Nikolaikirche und Altem Rathaus) wird nach temporären
Belastungen durch die Bauarbeiten (voraussichtlich bis 2012) auch dem Standort des HBPG langfristig zugutekommen.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 375 T€

Kultur

(einschließlich Personalgestellung 12 Mitarbeiter)

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gemeinnützige GmbH
225

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Haus der Brandenburgisch- Preußischen Geschichte gemeinnützige GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

1.036,00

112.480,21
113.516,21

12.037,32

88.406,97
10.309,46
98.716,43

0,00

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Gew innrücklagen
III. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
2.784,00
IV. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

130.867,41
133.651,41 B. Sonderposten für Fördermittel zum Anlagevermögen

C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
9.195,87
2. Sonstige Rückstellungen

7.532,22 D. Verbindlichkeiten
7.898,24
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
15.430,46
2. Sonstige Verbindlichkeiten

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Bilanzsumme

174.921,59
285.675,34

182.227,47
206.853,80

2.729,72

1.710,74

401.921,27

31.12.2010

in €

in €

25.000,00
19.204,66
19.641,28
893,33
64.739,27

25.000,00
20.704,66
19.663,43
-1.522,15
63.845,94

111.773,21

131.560,41

0,00
27.550,00
27.550,00

0,00
26.100,00
26.100,00

78.332,62
8.511,36
86.843,98

46.587,18
7.556,08
54.143,26

111.014,81

66.566,34

401.921,27

342.215,95

0,00
E. Rechnungsabgrenzungsposten

IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

31.12.2011

342.215,95 Bilanzsumme

Kultur

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gemeinnützige GmbH
226

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gemeinnützige GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse inkl. Zuw endungen
2. Bestandsveränderungen
3. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
1.973.611,26

1.608.320,78

2.841,45

1.434,68

122.699,13

117.065,75

4. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

23.993,40

12.230,95

843.308,76

608.590,78

Rohergebnis

867.302,16

620.821,73

1.231.849,68

1.105.999,48

5. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

590.284,81

517.946,46

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

131.731,17

116.709,46
722.015,98

634.655,92

46.434,57

44.486,49

469.960,13

430.334,67

-6.561,00

-3.477,60

2.340,90

2.875,06

0,00

0,00

10,41

0,00

2.330,49

2.875,06

11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

-4.230,51

-602,54

12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

-5.123,84

919,72

0,00

0,00

893,33

-1.522,26

6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
7. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere
des Umlaufvermögens
10. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis

13. Sonstige Steuern
14. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Kultur

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gemeinnützige GmbH
227

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Musikfestspiele Sanssouci und
Nikolaisaal Potsdam gGmbH
Adresse

Wilhelm-Staab-Straße 10/11
14467 Potsdam

Telefon

(0331) 2888 80

Fax

(0331) 2888 829

Internet

www.musikfestspiele-potsdam.de
www.nikolaisaal.de

Email

service@musikfestspiele-potsdam.de
info@nikolaisaal.de

Stammkapital

27.000,00 €

Gründungsdatum

27. Januar 1993

Gesellschafter

100 % Landeshauptstadt Potsdam

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages am 28.11.1991 wurde die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci GmbH errichtet und unter der Nummer HRB 4731 am 27.01.1993 beim Amtsgericht Potsdam im
Handelsregister eingetragen. Im Jahr 1999 wurde die Gesellschaft mit der Betreibung des Nikolaisaales betraut. Der Spielbetrieb im Nikolaisaal wurde im Jahr 2000 aufgenommen. Seit 2005 firmiert die
Gesellschaft als Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH (MFP). Der Gesellschaftsvertrag ist in der Fassung vom 25.01.2005 gültig.

Gegenstand des Unternehmens
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Sie ist selbstlos tätig, da nicht in erster
Linie eigenwirtschaftliche Zwecke verfolgt werden. Zweck der Gesellschaft ist die Förderung von
Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung und Wissenschaft, insbesondere der Betrieb des Nikolaisaals als Konzert- und Veranstaltungshaus der Landeshauptstadt Potsdam.
Der Satzungszweck wird insbesondere durch folgenden Gegenstand verwirklicht:
Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung öffentlicher Konzerte, von Kinder- und Jugend- sowie
weiteren Veranstaltungen, von Workshops und wissenschaftlichen Symposien
im Konzert- und Veranstaltungshaus Nikolaisaal Potsdam,
im Rahmen der wiederkehrenden Musikfestspiele Potsdam Sanssouci in den Schlössern und
Gärten von Potsdam Sanssouci,
in Kirchen sowie anderen ausgewählten Orten der Landeshauptstadt Potsdam und ihrer näheren Umgebung.
Darüber hinaus kann die MFP GmbH weitere Konzert- und Kulturveranstaltungen durchführen. Die
Veranstaltungen der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci sind einem hohen künstlerischen, kulturellen, musikalischen und wissenschaftlichen Anspruch sowie Bildungs- und Erziehungsanspruch verpflichtet. Die Festspielprogramme folgen jeweils thematischen Schwerpunkten und sollen gewährleisten, dass das aufgeführte Repertoire und die ausführenden Klangkörper internationalen Qualitätsansprüchen genügen. Besonderes Augenmerk gilt auch der Förderung junger Komponisten und Musiker.
Kultur

Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH
228

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Die Entwicklung der Freizeitbedingungen und des kulturellen Lebens gehört laut § 2 Abs. 2 der
BbgKVerf zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Landeshauptstadt Potsdam.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- das Kuratorium (als Aufsichtsrat),
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
oder durch einen von ihm Bevollmächtigten vertreten.
Kuratorium (als Aufsichtsrat)
Das Kuratorium besteht gemäß § 8 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages aus vier Mitgliedern von der
Landeshauptstadt Potsdam, unter Berücksichtigung des § 97 Abs. 1 i.V.m. § 43 Abs. 2 und 3
BbgKVerf, ein Mitglied vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und ein Mitglied von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.
Das Kuratorium bestand im Berichtsjahr 2011 aus folgenden Mitgliedern:
Frau Dr. Iris Jana Magdowski

Vorsitzende, Beigeordnete für Bildung, Kultur und
Sport der Landeshauptstadt Potsdam

Frau Dr. Karin Schröter

Stellv. Vorsitzende, über SVV entsandt

Herr Till Meyer

über SVV entsandt

Herr Eberhard Kapuste

über SVV entsandt

Frau Silke Hollender

Vertreterin der Stiftung Preußische Schlösser und
Gärten Berlin-Brandenburg

Herr Reiner Walleser

Vertreter des Landes Brandenburg (MWFK)

Geschäftsführung
Frau Dr. Andrea Palent

Geschäftsführerin

Kultur

Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH
229

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

10,81%
16,89%
0,00 €

11,41%
18,12%
0,00 €

13,65%
17,90%
0,00 €

256,19%
0,00%
15,82%
93 T€

258,77%
0,00%
14,38%
84 T€

231,12%
0,00%
13,32%
-122 T€

-0,11%
1.216.140,22 €
-1.280,00 €

1,48%
1.207.117,34 €
15.809,74 €

-17,12%
1.099.622,55 €
-170.411,91 €

59,92%
12
27

57,88%
12
31

63,83%
11
38

231
101.736
82
13.074

237
110.388
85
15.427

244
100.302
75
14.804

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Aushilfen
Leistungskennzahlen
Veranstaltungen im Nikolaisaal
Besucher im Nikolaisaal
Veranstaltungen zu den Musikfestspielen
Besucher zu den Musikfestspielen

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

2

100
1,21

1,10

0

1

T€

Mio. €

1,22

15,8
-1,3

-100

-200

0

-300

2011

Kultur

-170,4

2010

2009

2011

2010

2009

Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH
230

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Musikfestspiele Potsdam Sanssourci fanden im Zeitraum 11.-26.06.2011 statt. Insgesamt wurden
80 Konzerte, Musiktheateraufführungen, Führungen, Opern- und Konzerteinführungen unter dem Motto „Dresden – Sachsens Glanz trifft Preußens Gloria“ dargeboten. Das Motto widmete sich der über
500-jährigen Musikgeschichte der Elbmetropole und den preußisch-sächsischen Verbindungslinien.
Weltweit renommierte Stars der Alten Musik, Trendsetter und Newcomer, insgesamt rund 470 Künstler aus 21 Ländern, gestalteten an 41 Spielorten das Programm der Musikfestspiele 2011.
Insgesamt besuchten 13.076 Gäste aus nah und fern die Musikfestspiele, was einer Gesamtauslastung von 92 % entspricht. Mit dieser Auslastung bewegen sich die Musikfestspiele in der Spitzenklasse der deutschen Musikfestspiele. Nach wie vor ist ein Rückgang bei den Auslastungszahlen des Abschluss-Open-Air im Neuen Palais zu verzeichnen, obwohl ein Weltklasse-Orchester mit der Staatskapelle Dresden künstlerisch verpflichtet wurde.
Insgesamt besuchten im Geschäftsjahr 2011 101.736 Gäste das Konzert- und Veranstaltungshaus
Nikolaisaal Potsdam; das sind 8.652 Besucher weniger als im Vorjahr, aber annähernd die gleiche
Anzahl wie 2009. Die deutliche Erhöhung im Jahr 2010 resultierte aus 12 weiteren Fremdveranstaltungen. Im Berichtsjahr 2011 fanden 64 Eigenveranstaltungen im Nikolaisaal statt (2010 waren es 73).
Trotz der Reduktion der Eigenveranstaltungen um 9 konnten 30.710 Besucher gewonnen werden.
Dies verdeutlicht die auch in 2011 vorhandene sehr gute Auslastung der Eigenveranstaltungen.
Die Vielfältigkeit des Konzertangebotes der Eigenveranstaltungen der gGmbH im Nikolaisaal in der
Verbindung mit der damit erzielten breiten Publikumsstruktur wird durch die Angebote der kulturellen
Mieter ergänzt. Dabei blieb die Gesellschaft auch in 2011 nicht von Konkursen bei den Fremdveranstaltungen verschont.
Die sehr gute Auslastung und das erfolgreiche Vermietungsgeschäft – nicht nur die Räume, sondern
auch der Technik und „Manpower“ – führte im Vergleich zur Planung zu Mehreinnahmen in Höhe von
insgesamt 189.131 €. Darin enthalten sind Mehreinnahmen aus Kartenerlösen der Eigenveranstaltungen in Höhe von 79.900 €, die durch die außerordentlich hohe Auslastung der Eigenveranstaltungen
und durch zusätzliche außerplanmäßige Konzerte z.B. mit den „Flying Steps“ erzielt wurden.
Im Jahr 2011 sind im Vergleich zur Planung Mehrausgaben von rund 102.995 € durch die drastisch
gestiegenen Künstlerproduktionskosten zu verzeichnen. Dabei handelte es sich um einen deutlichen
Anstieg der Honorar- und Nebenkosten der Künstler sowie des technischen und künstlerischen Nebenpersonals infolge allgemeiner Tarifsteigerungen der letzten Jahre, dabei besonders die insgesamt
stetig steigenden Reisekosten sowie höhere Transferkosten infolge gestiegener Benzinkosten. Diese
konnten durch Mehrerlöse im Kartenverkauf (+ 15% im Vergleich zur Planung) sowie durch die wesentliche Erhöhung von Drittmitteln (Verdreifachung im Vergleich zur Planung) ausgeglichen werden.

Voraussichtliche Entwicklung
Die Finanzsituation ist ausgehend von den Betriebsergebnissen der Gesellschaft in den letzten Jahren
positiv zu bewerten. Die Erhöhung der Mittel durch das Land Brandenburg, um die in 2010 beschlossenen erneuten Tarifverhandlungen aufzufangen, wurde für 2011 bewilligt. Zum Jahreswechsel
2011/2012 wurden einige neue Tarifverhandlungen beschlossen, die die Kosten der Beschäftigten
Fremdfirmen um 4-5% erhöhen. Im Sommer 2012 werden die Verhandlungen über die Rahmenvereinbarung mit der Landeshauptstadt Potsdam für die Geschäftsjahre 2013-2015 aufgenommen, bei
denen diese Steigerungen Berücksichtigung finden müssen.
Die Gesellschaft ist mit tendenziell rückläufigen Besucherzahlen bei den OpenAirs der Musikfestspiele
Potsdam Sanssouci konfrontiert, die sie zum Teil durch neue Formate wie z.B. dem Fahrradkonzert
wieder auffangen konnte. Jedoch ist eine weitere Steigerung der Erlöse durch Karteneinnahmen im
Kontext dieser Entwicklung kaum realisierbar, da die Kartenpreise gerade erst zur Steigerung der
Einnahmen angehoben wurden.
Eine Chance für zusätzliche Einnahmen liegt in der Einwerbung von Drittmitteln über Stiftungen und
Sponsoren. Hierfür ist die Qualität der Marke entscheidend sowie ihre überregionale Ausstrahlung.
Mehr Sponsoren bedeuten langfristig aber auch höhere Marketingkosten. Die Etats müssen sich den
zukünftigen Anforderungen anpassen und angehoben werden.
Kultur

Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH
231

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Auch in Zukunft werden die Musikfestspiele, insbesondere die Veranstaltungen in den historischen
Räumen mit ihrer geringen Sitzplatzkapazität, nur durch die gemeinsame Förderung von Stadt, Land
und mit Mitteln aus dem FAG sowie durch Kooperation mit anderen kulturellen Einrichtungen realisiert
werden können.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP (institutionell): 1.182
T€
Zuwendungen von LHP (Miete Nikolaisaal/
abzügl. Vorsteuer): 362 T€
Zuwendung von LHP für Bespielung 50 T€
Zuwendungen von LHP (Hauptstadtvertragsmittel für Musikfestspiele): 100 T€
Zuwendungen FAG-Mittel (über LHP):
265 T€

Kultur

Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH
232

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

7.954,00

115.433,00
123.387,00

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Gew innrücklagen
10.618,00
IV. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust

111.577,00
122.195,00 B. Sonderposten aus Zuw endungen zur Finanzierung
des Anlagevermögens

C. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen
53.962,50
0,00
6.615,76
60.578,26

956.950,38
1.017.528,64

24,20
1.140.939,84

56.545,76
0,00
9.611,48
66.157,24 D. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
865.755,25
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
931.912,49
4. Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen
5. Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

27.000,00
4.143,66
162.860,41
-1.280,00
192.724,07

27.000,00
4.143,66
147.050,67
15.809,74
194.004,07

123.387,00

122.195,00

190.842,83
190.842,83

138.882,72
138.882,72

458.583,72
41.899,08
29.239,70
22.308,11
81.955,33
633.985,94

328.836,19
161.233,02
45.814,71
20.698,90
58.919,90
615.502,72

1.140.939,84

1.070.584,51

16.477,02
1.070.584,51 Bilanzsumme

Kultur

Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH
233

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €

2010
in €

1. Umsatzerlöse

1.216.140,22

1.207.117,34

2. Erträge aus Zuw endungen

2.230.065,89

2.186.147,81

52.101,39

61.038,30

a) Aufw endungen für bezogene Leistungen

1.998.026,37

1.971.092,87

Rohergebnis

1.500.281,13

1.483.210,58

3. Sonstige betriebliche Erträge
4. Materialaufw and

5. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

622.068,12

592.499,85

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

106.641,83

106.120,57
728.709,95

698.620,42

38.163,12

40.592,21

739.307,94

730.368,27

-5.899,88

13.629,68

4.619,88

2.180,06

4.619,88

2.180,06

-1.280,00

15.809,74

0,00

0,00

-1.280,00

15.809,74

12. Gew innvortrag/ Verlustvortrag

0,00

0,00

13. Entnahme aus Gew innrücklagen

0,00

0,00

14. Einstellung in Gew innrücklagen

0,00

0,00

15. Bilanzgew inn/ Bilanzverlust

-1.280,00

15.809,74

6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
7. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Finanzergebnis
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
11. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Kultur

Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH
234

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale
Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH
Adresse

Schilfhof 28
14478 Potsdam

Telefon

(0331) 817 190

Fax

(0331) 817 1911

Internet

www.buergerhaus-schlaatz.de

Email

info@buergerhaus-schlaatz.de

Stammkapital

25.600 €

Gründungsdatum

03. Februar 1997

Gesellschafter

51 % Landeshauptstadt Potsdam
49 % Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e.V.

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Mit Abschluss eines Gesellschaftsvertrages wurde am 02.11.1995 die Bürgerhaus am Schlaatz
gGmbH (BH) errichtet.
Es folgte am 03.02.1997 die Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Potsdam unter der
Nummer HRB 9980. Zunächst galt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 25.10.2003.
In der Gesellschafterversammlung vom 15.10.2010 wurde der Gesellschaftsvertrag neu gefasst. U.a.
wurde die Umfirmierung der Gesellschaft in „Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in
Potsdam gemeinnützige GmbH“ beschlossen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am
13.01.2011 unter der Nummer HRB 9980 P.
Die Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH (KUBUS)
ist Begegnungsstätte und sozial-kulturelles Zentrum im Potsdamer Süden. In der KUBUS werden
zahlreiche Freizeit-, Kultur- und Bildungsangebote für alle Generationen ermöglicht bzw. durchgeführt
und organisiert. Die Gesellschaft ist in den Tätigkeitsbereichen offene Jugendarbeit (Jugendclub Alpha), Veranstaltungsort und Stadtteilkulturarbeit aktiv. Seit dem 01.01.2011 ist die KUBUS gGmbH
Träger des Treffpunkt Freizeit. Durch die Übernahme der Trägerschaft ist die „Gesellschaft für Kultur,
Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gGmbH“ Träger des Bürgerhauses am Schlaatz, des Treffpunkt Freizeit, des Jugendclubs Alpha und des Kindermusiktheaters Buntspecht.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der Gesellschaft ist die Förderung der Kinder- und Jugendhilfe, des Sports, der Kunst
und Kultur – vornehmlich der Stadtteilkultur und der Kulturellen Bildung - sowie des bürgerschaftlichen
Engagements in der Landeshauptstadt.
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Die KUBUS ist selbstlos tätig; sie verfolgt
nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehören die Sicherung eines breiten Angebots an Bildungseinrichtungen und die Entwicklung der Freizeit- und Erholungsbedingungen zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde. Sie fördert u.a. das kulturelle Leben in der Gemeinde.
Kultur

Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH
235

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
oder durch einen von ihm Bevollmächtigten vertreten.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat hat sich am 25.5.2011 konstituiert. Vorsitzender ist als Vertreter der Landeshauptstadt Potsdam gemäß § 8 Abs.1 des Gesellschaftsvertrages der Leiter des Jugendamtes.
Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr 2011 aus folgenden Mitgliedern:
Herr Norbert Schweers

Vorsitzender, Landeshauptstadt Potsdam

Frau Sigrid Müller

Stellv. Vorsitzende, über SVV

Frau Evelin Groth

Hausversammlung

Herr Till Meyer

über SVV

Herr Wolf-Dieter Tuchel

Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e. V.

Geschäftsführung
Frau Barbara Rehbehn

Geschäftsführerin (ruht seit 30.06.2011)

Herr Steffen Heise

2. Geschäftsführer (seit 01.07.2011)

Hausversammlung
In der Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH soll
eine Hausversammlung an der Gestaltung der Angebote, der fachlichen und pädagogischen Betreuung und der Kommunikation unter den Nutzern, den Angestellten und den Gesellschaftern demokratisch mitwirken und insbesondere die ehrenamtliche Arbeit im Haus unterstützen und gestalten.

Kapitalverhältnisse
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25,6 T€. Die LHP ist zu 51 % und einem Kapitalanteil von
13,1 T€ an der Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige
GmbH beteiligt. Der Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e.V. hält 49 % der Anteile. Dies entspricht einem Stammkapitalanteil von 12,5 T€.

Kultur

Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH
236

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

11,76%
34,67%
0,00 €

12,75%
44,96%
0,00 €

11,64%
30,15%
0,00 €

294,77%
0,00%
155,20%

352,64%
0,00%
147,25%
11 T€

276,16%
0,00%
130,23%
20 T€

14,85%
147.904,08 €
26.130,80 €

-1,38%
64.700,94 €
-1.069,15 €

2,31%
24.075,67 €
2.751,07 €

391,00%
14

461,36%
6

1.038,53%
5

3.800
88.730
30.000

3.819
94.148
32.500

3.662
78.380
23.546

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Leistungskennzahlen
Veranstaltungen
Teilnehmerzahl
davon Kinder und Jugendliche

Umsatzerlöse
180

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

147,9

40

150

30

90

64,7

T€

T€

120

60
24,1

30

20
10

2,8

0
-1,1

-10

0
2011

Kultur

26,1

2010

2009

2011

2010

2009

Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH
237

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die neufirmierte Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gGmbH ist Trägerin von Einrichtungen, Angeboten und Projekten im Wohngebiet am Schlaatz und in der Stadt Potsdam. Im Jahr 2011 übernahm sie den „Treffpunkt Freizeit“ (TPF) und betreibt den Jugendclub alpha,
den Veranstaltungsort „Bürgerhaus am Schlaatz“, organisiert Angebote der Stadtteilkulturarbeit
(Nachbarschaftskultur) und des Kindermusiktheaters Buntspecht.
Die wirtschaftliche Lage der KUBUS ist stabil. Der Ertrag besteht unverändert überwiegend aus kommunalen Zuschüssen, die durch den FB Jugendamt und den Geschäftsbereich Bildung und Kultur
vergeben werden. Für den täglichen Betrieb des Bürgerhauses wurde im Jahr 2011 ein Container als
Lagermöglichkeit angeschafft und die Polstermöbel im Foyerbereich neu bezogen. Im TFP Bereich
wurden Investitionen im Technikbereich und bei der Spielplatzerrichtung vorgenommen.
Die Qualität der Arbeit ist hoch. Der Jugendclub alpha wird gut besucht. Durchschnittlich nutzen etwa
18-20 Jugendliche täglich die unterschiedlichen Angebote zur Kommunikation, Integration, Information
und zum gemeinsamen Spielen. Der leichte Rückgang der täglichen Besucherzahlen ist aufgrund des
zweifachen Personalwechsels in kürzester Zeit und den geburtenschwachen Jahrgängen zu erklären.
Das Bürgerhaus am Schlaatz wird als Veranstaltungsort intensiv genutzt. Vereine, Verbände, Verwaltung und andere Organisationen nutzen das Haus für Fachtagungen und Versammlungen. Regelmäßig treffen sich viele Gruppen und Vereine, um kreativen, sportlichen und gemeinschaftsfördernden
Aktivitäten nachzugehen. Im Bereich der Stadtkulturarbeit fanden erneut große, publikumswirksame
Veranstaltungen wie Feste und Märkte und die Ferienaktion „Stadt der Kinder“ statt. Diese werden in
der Regel in Kooperation mit den weiteren Organisationen und Vereinen durchgeführt. Konzerte und
Ausstellungseröffnungen sind gut besucht und werden regelmäßig in der lokalen Presse besprochen.
Insgesamt fanden im Berichtsjahr 2011 rund 3.800 (Vj. 3.819) Veranstaltungen statt und haben knapp
89.000 (Vj. 94.148) Teilnehmer/innen, davon 30.000 (Vj. 32.500) Kinder und Jugendliche mit einem
Anteil von ca. 38%, Veranstaltungen und Angebote im Bürgerhaus genutzt.
Seit der Trägerübernahme durch die KUBUS gGmbH, in Kooperation mit der Potsdamer Betreuungshilfe e.V. und den Potsdamer Kunstgenossen e.V. kann die Einrichtung Treffpunkt Freizeit auf ein
erfolgreiches Jahr zurückblicken. Es konnten umfangreich Projektmittel für Stadtteilkulturarbeit (Stadt
der Kinder, Ferienpass Potsdam und „Nachbarschaftskultur“) und die Arbeit im Jugendclub eingeworben werden. Überwiegend handelt es sich bei den Erträgen um kommunale Zuwendungen und um
Spenden.
Im Treffpunkt Freizeit konnten die Erlöse vor allem durch die gestiegenen Besucherzahlen im Bereich
Vermietungen, Teilnehmergebühren und Eintritte erzielt werden.

Voraussichtliche Entwicklung
Die inhaltliche und konzeptionelle Entwicklung der Gesellschaft wird auf der vorhandenen guten
Grundlage weitergeführt und es konnten in 2011 neue Aufgaben erschlossen werden. Durch die neu
gestaltete Stelle der Kulturarbeiterin konnten neue Impulse und Innovationen gesetzt werden. So wurde im Dezember 2011 die vielbeachtete und erfolgreiche Benefizveranstaltung „Schlaatz für Somalia“
organisiert, neue Konzepte und Ideen wurden entwickelt und Projekte wie z.B. „Stadt der Kinder“ und
„Nachbarschaftskultur“ wurden erfolgreich durchgeführt.
Im „Treffpunkt Freizeit“ wurden neue Konzepte entwickelt und die Besucherzahlen durch neue Angebote und Projekte erhöht. Auch im Außenbereich des Treffpunkts Freizeit wurden neue Ideen, z.B.
Spielplatz umgesetzt.
Mit der Umfirmierung und den vier Teilbereichen der KUBUS gGmbH, sowohl mit der teilweisen Neustrukturierung und der Schaffung neuer Arbeitsstellen, hat und wird die KUBUS gGmbH neue Tätigkeitsbereiche erschließen und alte Aufgaben weitreichender erfüllen.
Ziel ist es auch im Jahre 2012 attraktiv und dynamisch zu bleiben und sowohl als Kooperationspartner, als auch als Veranstaltungshäuser attraktiv zu sein.
Aufgrund der bewilligten und bereits ausgezahlten Zuwendungsbescheide wird, basierend auf dem
Wirtschaftsplan, wird ein ausgeglichenes Jahresergebnis erwartet.

Kultur

Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH
238

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführungen an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen (Zuschüsse) zur institutionellen
Förderung: 928 T€

Kultur

Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH
239

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2011

31.12.2010

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

in €

in €

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
0,50
II. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
9.893,50
III. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
0,00
9.894,00

2.503,50
14.389,50
3.808,00
20.701,00

25.600,00
9.290,52
26.130,80
61.021,32

25.600,00
10.359,67
-1.069,15
34.890,52

15.841,00

0,00

64.920,81
64.920,81

37.801,80
37.801,80

0,00
33.121,63
1.110,00
34.231,63

70,00
4.391,98
445,45
4.907,43

0,00

0,00

176.014,76

77.599,75

Passiva

B. Noch nicht verbrauchte Spendenmittel

1.949,00
25.634,62
27.583,62

126.303,96
153.887,58

1.426,28

1.078,10 C. Rückstellungen
2.968,62
1. Sonstige Rückstellungen
4.046,72

58.841,16 D. Verbindlichkeiten
62.887,88
1. Erhaltene Anzahlungen
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3. Sonstige Verbindlichkeiten
4.817,87

E. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

176.014,86

77.599,75 Bilanzsumme

Kultur

Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH
240

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
147.904,08

64.700,94

1.171.469,70

494.396,32

3. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

1.819,14

1.645,06

0,00

0,00

Rohergebnis

1.819,14

1.645,06

1.317.554,64

557.452,20

4. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

474.357,59

247.720,81

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

103.940,80

50.785,49
578.298,39

298.506,30

11.890,96

4.364,99

419.502,23

257.273,74

307.863,06

-2.692,83

1.700,24

1.630,06

1.700,24

1.630,06

26.203,52

-1.062,77

72,72

6,38

26.130,80

-1.069,15

5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Finanzergebnis
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
10. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Kultur

Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH
241

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Wirtschaftsförderung
Landeshauptstadt Potsdam (LHP)
Wirtschaftsförderung

Zweckverband der
Mittelbrandenburgischen
Sparkasse (ZVMBS)
18,16 %

Technologie- und
Gewerbezentren
Potsdam GmbH
(TGZP)
100%

Golm
Innovationszentrum
GmbH (GO-IN)
50%

Zentrum für Film- und
Fernsehproduzenten
GmbH (ZFF)
51%

242

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Technologie- und Gewerbezentren
Potsdam GmbH
Adresse

Dennis-Gabor-Straße 2
14469 Potsdam

Telefon

(0331) 6200 200

Fax

(0331) 6200 202

Internet

www.pct-potsdam.de

Email

info@pct-potsdam.de

Stammkapital

26.000,00 €

Gründungsdatum

09. Mai 2000

Gesellschafter

100 % Landeshauptstadt Potsdam

Beteiligungen

Mittelbare
Beteiligungen

1. Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH
2. Golm Innovationszentrum GmbH
ZFF Facility Management GmbH (bis 01.12.2011)

51,00 %
50,00 %
51,00 %

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH (TGZP), mit Firmensitz in Potsdam, wurde im
Dezember 1999 als Nachfolger der Gewerbezentren Potsdam GmbH gegründet. Der Gesellschaftsvertrag wurde am 29.12.1999 notariell beglaubigt und die Eintragung der TGZP ins Handelsregister
des Amtsgerichts Potsdam erfolgte unter der Nummer HRB 13606 P. Es gilt der Gesellschaftsvertrag
in der Fassung vom 27.05.2009.
Im Januar 2000 erfolgte die Abspaltung des Betriebsteils „potsdamer centrum für technologie (pct)“
aus der Gewerbezentren Potsdam GmbH in die Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH.
Mit der Abspaltung hat die TGZP auch die 51% Anteile an der Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH (ZFF) von der Gewerbezentren Potsdam GmbH (jetzt Stadtwerke Potsdam GmbH)
übernommen. Weiterhin ermöglicht die Gesellschaft, durch grundstücksbezogene Maßnahmen, die
Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben. Die Vermietung von Büroflächen erfolgt vorrangig
an Industrie- und Gewerbetreibende, Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Existenzgründer.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist es, im öffentlichen Interesse für die Erhaltung und Stärkung der
wirtschaftlichen Leistungskraft der Landeshauptstadt Potsdam, insbesondere auf den Gebieten:
-

-

-

Förderung von Innovation und Technologietransfer,
Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Potsdam, insbesondere der Branchenkompetenzfelder
Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien, Biotechnologie, Geoinformationswirtschaft und Automotive sowie der Wissenschaft,
Schaffung von Rahmenbedingungen/ Existenzgrundlagen für die Ansiedlung von Unternehmen, die Gründung von neuen sowie Sicherung/ Erhaltung von ortsansässigen bestehenden,
insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft,
Entwicklung von technischen Infrastrukturmaßnahmen
Durchführung von grundstücksbezogenen Maßnahmen für die Ansiedlung von Industrie- und
Gewerbebetrieben

Wirtschaftsförderung

Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH
243

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

folgende Aufgaben durchzuführen:
a)
b)
c)
d)
e)

Erwerb, Freimachung, Bodenordnung und Erschließung von Grundstücken sowie deren Wiederveräußerung für o.g. Zwecke,
Beratung und Betreuung von ansiedlungswilligen und ortsansässigen Unternehmen und Gewerbetreibenden sowie von Existenzgründern,
Modernisierung, Errichtung (ohne eigene Bautätigkeit), Verwaltung und Vermietung von Gewerbebauten,
Einräumung von Erbbaurechten auf Grundstücken der Gesellschaft,
Initiierung, Koordinierung und Beteiligung an Netzwerken, Veranstaltungen, Marketingmaßnahmen und sonstigen Projekten.

Weiterhin ist die TGZP berechtigt, grundstücksbezogene Maßnahmen für die Ansiedlung von Industrie- und Gewerbebetrieben durchzuführen und Unternehmensverträge, insbesondere Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträge, abzuschließen.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde gehören, gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf, die Förderung von Wirtschaft, Gewerbe und Gemeindeentwicklung.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
oder durch einen von ihm Bevollmächtigten vertreten.
Aufsichtsrat
Gemäß § 8 Abs. 1 des am 27.05.2009 neugefassten Gesellschaftsvertrages besteht der Aufsichtsrat
aus sechs Mitgliedern. Bis zur Änderung des Gesellschaftsvertrages vom 29.12.1999 bestand der
Aufsichtsrat, gemäß § 11 Abs. 1, aus fünf Mitgliedern. Den Vorsitz führt der Oberbürgermeister der
Landeshauptstadt Potsdam oder ein von ihm zu entsendendes Mitglied. Vier weitere Mitglieder, für
deren Benennung und Abberufung die kommunalrechtlichen Bestimmungen maßgeblich sind, werden
von der Landeshauptstadt Potsdam entsendet. Ein weiteres Mitglied, bei dem es sich um einen kompetenten Vertreter der Wirtschaft bzw. ihrer Interessenvertretung oder einen Unternehmensberater
bzw. Rechtsanwalt handelt, wird von der LHP benannt. Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr 2011
aus folgenden Mitgliedern:
Herr Stefan Frerichs

Vorsitzender, Landeshauptstadt Potsdam

Herr Elmer Staudt

Stellv. Vorsitzender, Berliner Volksbank eG

Herr Horst Heinzel

über SVV entsandt

Herr Volker Klamke

über SVV entsandt

Herr Dr. Alexander Steinicke

über SVV entsandt

Herr Brian Utting

über SVV entsandt

Geschäftsführung
Herr Steffen Schramm

Geschäftsführer

Wirtschaftsförderung

Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH
244

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Beteiligungsverhältnisse
Die Gesellschaft hält 51 % der Anteile am Stammkapital (13,0 T€) der Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH (ZFF). Weitere Gesellschafterin ist die Studio Babelsberg AG mit 49 % der Anteile
und einer Stammeinlage i.H.v. 12,5 T€. Die ZFF betreibt, das in der Medienstadt Babelsberg selbst
errichtete, öffentlich geförderte Film- und Fernsehzentrum.
Die TGZP hat mit notariellem Vertrag vom 16.06.2005 eine Beteiligung i.H.v. 50 % an der Golm Innovationszentrum GmbH (GO-IN) erworben. Das Innovationszentrum Golm stellt Büro- und Laborflächen
für Existenzgründer sowie für kleine und mittelständische Unternehmen zur Verfügung.

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

96,86%
14,07%
0,00 €

97,44%
13,84%
0,00 €

99,20%
13,92%
0,00 €

83,45%
30,77%
57,98%
245 T€

98,17%
32,63%
44,01%
218 T€

95,46%
62,15%
27,29%
-1.679 T€

1,35%
903.189,54 €
117.721,54 €

0,65%
903.189,54 €
-100.128,26 €

0,03%
540.701,34 €
-328.267,37 €

27,46%
5
0

26,10%
5
0

41,88%
5
1

2.496 m²
95%
5.500 m²
68%
2.687 m²
76%

2.496 m²
95%
5.500 m²
68%
2.687 m²
76%

2.496 m²
91%
5.500 m²
29%
2.687 m²
45%

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Auszubildende
Leistungskennzahlen
vermietbare Fläche pct 4
Auslastung Jahresdurchschnitt pct 4
vermietbare Fläche pct 1-3
Auslastung Jahresdurchschnitt pct 1-3
vermietbare Fläche Guido-Seeber-Haus
Auslastung Jahresdurchschnitt Guido-Seeber-Haus

Umsatzerlöse
1.000

903,2

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

903,2

800

150

540,7

0

T€

T€

600

117,7

400

-150

200

-300

0

-450

-100,1
-328,3

2011

2010

2009

2011

Wirtschaftsförderung

2010

2009

Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH
245

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Durch die kleinteilige Vermietung im Potsdamer Centrum für Technologie, ist die Gesellschaft nur
einem eingeschränkten Wettbewerb ausgesetzt. Ähnliche Mietobjekte mit vergleichbarem Standard
sind im Potsdamer Immobilienmarkt kaum vorhanden. Dazu kommen noch diverse Serviceleistungen,
die den Mietern im Rahmen ihres Mietverhältnisses zur Verfügung gestellt werden. Durch die Beteiligungen in Potsdam-Golm und Potsdam-Babelsberg ist die Gesellschaft in der Lage, außer Büroflächen, auch andere Mietflächen wie biophysikalische Labore oder Medien- und Studioflächen anzubieten. Hierdurch entsteht innerhalb der Unternehmensgruppe keine Konkurrenzsituation sondern eine
Bereicherung der Service- und Angebotspalette.
Im Rahmen der Fertigstellung des Neubaus des Potsdamer Centrums für Technologie im Jahre 2008,
erfolgte eine neue Festlegung der Gebäudebezeichnungen. Der Neubau erhielt für seine 3 Gebäuderiegel die Bezeichnungen PCT 1, PCT 2, PCT 3 und das Bestandsgebäude bekam die Bezeichnung
PCT 4.
Die Nachfrage an Mietflächen hat sich bis zum Jahresende 2011 grundsätzlich in allen Objekten gesteigert.
Obwohl die allgemeine wirtschaftliche Lage eher bremsend wirkte, hatte sich die Nachfrage an Mietflächen bis zum Jahresende 2010 gebessert. Das Medienkommunikationszentrum, Guido-SeeberHaus-Babelsberg hatte weiterhin eine, von der wirtschaftlichen Situation unabhängige, kontinuierliche
Nachfrage an Büroräumen. Nach Fertigstellung im Jahre 2009 ist die Auslastung des Guido-SeeberHauses zum Jahresende auf 76% angestiegen.
Im März 2007 erhielt die Gesellschaft den Förderbescheid für den Lotsendienst in der Stadt Potsdam,
der auf 2 Jahre bis Februar 2009 befristet war. Der Lotsendienst wurde im März 2009 um ein Jahr, bis
28.02.2010, verlängert. Nach erfolgreicher Bewerbung der TGZP wurde der Zuschlag für weitere zwei
Jahre, bis 2012, erteilt.

Voraussichtliche Entwicklung
In 2011 lag die Auslastung im PCT 4 (Bestandsgebäude) des Potsdamer Centrum für Technologie im
Jahresdurchschnitt über 90%. Im PCT 1-3 des Potsdamer Centrum für Technologie erhöhte sich die
Auslastung 2011 bis auf 88% und lag damit 3% über dem Plan. Das Guido-Seeber-Haus-Babelsberg
hatte weiter eine, von der wirtschaftlichen Situation unabhängige, kontinuierlich hohe Nachfrage an
Büroräumen.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 T€

Wirtschaftsförderung

Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH
246

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundenen Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

28.122.340,77
76.170,00
30.028,00
87.031,60
28.315.570,37

13.037,94
352.900,00
365.937,94

306.230,00

32.781,60
38.974,92
26.399,13
98.155,65

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
28.813.330,77
III. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
89.719,00
IV. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
46.082,00
0,00
28.949.131,77
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse
13.037,94
352.900,00
365.937,94 C. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen

252.014,30 D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Erhaltene Anzahlungen
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
22.415,51
4. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen
30.815,94
5. Sonstige Verbindlichkeiten
15.471,72
68.703,17
E. Rechnungsabgrenzungsposten

144.505,44
548.891,09

72.118,59
392.836,06

1.920,42

1.247,61

29.232.319,82

Passiva

29.709.153,38 Bilanzsumme

Wirtschaftsförderung

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

26.000,00
4.731.995,63
0,00
-527.976,84
4.230.018,79

26.000,00
4.731.995,63
0,00
-645.698,38
4.112.297,25

18.688.088,27

19.190.086,98

54.289,23
54.289,23

27.613,18
27.613,18

5.793.025,55
292.618,99
38.118,10
156,20
118.336,69
6.242.255,53

5.944.618,21
252.014,30
78.269,98
0,00
66.903,94
6.341.806,43

17.668,00

37.349,54

29.232.319,82

29.709.153,38

Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH
247

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Bestandsveränderungen
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
4. Sonstige betriebliche Erträge

2010
in €
1.157.969,93

903.189,54

54.215,70

112.928,49

0,00

0,00

805.249,48

711.319,56

389.583,10

369.713,82

1.627.852,01

1.357.723,77

5. Materialaufw and
a) Aufw endungen für bezogene Leistungen
Rohergebnis
6. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

206.910,93

197.360,67

41.073,08

38.354,26
247.984,01

235.714,93

725.799,95

726.948,88

229.077,91

210.804,25

424.990,14

184.255,71

10,58

10.330,07

277.883,78

294.714,94

-277.873,20

-284.384,87

147.116,94

-100.129,16

3.938,28

0,00

33.333,68

-0,90

117.721,54

-100.128,26

7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
8. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
10. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
12. Steuern vom Einkommen und vomErtrag
13. Sonstige Steuern
14. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Wirtschaftsförderung

Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH
248

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Golm Innovationszentrum GmbH
Adresse

Am Mühlenberg 11
14476 Potsdam

Telefon

(0331) 2373 510

Fax

(0331) 2373 51202

Internet

www.goin-potsdam.de

Email

info@goin-potsdam.de

Stammkapital

25.000,00 €

Gründungsdatum

21. September 2004

Gesellschafter

50 % Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH
50 % Technologiezentrum Teltow GmbH

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Golm Innovationszentrum GmbH (GO-IN) mit Firmensitz in Potsdam-Golm wurde, mit notariell
beglaubigtem Gesellschaftsvertrag, am 25.06.2004 errichtet. Sie wurde im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter der Nummer HRB 17956 P eingetragen. Das Innovationszentrum stellt Existenzgründern sowie kleinen und mittleren technologieorientierten Unternehmen etwa 4.000 m² Büround Laborflächen zu günstigen Konditionen zur Verfügung.
Die Gesellschaft begann im November 2006 mit dem Vermietungsgeschäft. Das Zentrum will, als
Starthelfer und Dienstleister für Unternehmensgründungen, innovative und marktfähige Ideen vor allem im Bereich von Technik und Technologie, unterstützen.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand der Gesellschaft ist die Errichtung und der Betrieb eines Technologie-, Innovations- und
Gründerzentrums mit dem Ziel, vor allem für junge innovative und technologieorientierte Unternehmen, Unterstützung für die Unternehmensgründung und die Ansiedlung zu bieten. Mit diesem Vorhaben soll die Entwicklung der regionalen Wirtschaftsstruktur durch die Ansiedlung von technologieorientierten Unternehmen und Unterstützung bestehender Betriebe, gefördert werden.
Die Gesellschaft wird, in diesem Sinne auch als Mittler zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, tätig
und trägt, durch Information, Beratung und Vermittlung von Kontakten, zur Förderung des Technologietransfers bei.
Zu den wesentlichen Aufgaben der Gesellschaft zählen die Vermietung und Verpachtung von Geschäfts- und Gewerberäumen, Büro- und Betriebseinrichtungen und anderes Anlagevermögen in dem
Technologiezentrum an neu gegründete oder bereits bestehende Unternehmen. Darüber hinaus erbringt die GO-IN Dienst-, Beratungs- und Bildungsleistungen.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehören die Förderung von Wirtschaft und Gewerbe zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Wirtschaftsförderung

Golm Innovationszentrum GmbH
249

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter der Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung
ist die Geschäftsführung der Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH.
Geschäftsführung
Herr Steffen Schramm

Geschäftsführer

Herr Dr. Ulrich Dietzsch

Geschäftsführer

Kapitalverhältnisse
Das Stammkapital der Golm Innovationszentrum GmbH beträgt 25,0 T€. An der Gesellschaft ist, mit
einem Kapitalanteil von jeweils 12,5 T€, die Technologiezentrum Teltow GmbH und die Technologieund Gewerbezentren Potsdam GmbH mit je 50 % beteiligt.

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

98,01%
0,00%
269.082,35 €

95,12%
0,00%
225.321,40 €

95,26%
0,00%
126.522,38 €

101,97%
-26,03%
85,43%
48 T€

104,97%
30,31%
157,93%
17 T €

102,52%
45,71%
173,70%
102 T €

-1,89%
487.916,46 €
-43.760,95 €

0,33%
428.769,98 €
-98.657,90 €

1,23%
290.371,60 €
-13.483,39 €

-1,29%
1

1,49%
1

2,19%
1

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

Umsatzerlöse
600
487,9

0
428,8

-13,5

400

-50

T€

T€

290,4
200

-43,8

-100
-98,7
-150

0
2011

2010

2011

2009

Wirtschaftsförderung

2010

2009

Golm Innovationszentrum GmbH
250

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Vermietung hat planmäßig im November 2006 begonnen. Bis März 2012 wurden 27 Mietverträge
abgeschlossen, davon sind derzeit noch 20 Mietparteien eingemietet, mit 2 weiteren Interessenten wird
gegenwärtig über eine Ansiedlung gesprochen. Damit wäre das Gebäude fast vollständig ausgelastet.
Das Mietniveau 2011 lag bei Neuvermietungen bei etwa 8,20 € qm für Büroflächen und etwa 12,95 € pro
qm für Laborflächen. Insgesamt haben sich die Rahmenbedingungen für Existenzgründer im Jahr 2011
etwas verbessert, was sich auch in dem Interesse an dem Flächenangebot niederschlug.
Das Geschäftsjahr 2011 war das vierte Geschäftsjahr mit durchgängiger Vermietung. Die Inbetriebnahme der technischen Einrichtungen wurde weitgehend, durch den hohen Vermietungsstand, abgeschlossen. Die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse des Jahres 2011 entsprachen den Erwartungen, wenn
auch das Verhältnis zwischen Ertrag und Aufwand zugunsten eines positiven Ergebnisses verbessert
werden muss. Die zur Verfügung stehenden liquiden Mittel sind ausreichend, wenn auch auf niedrigem
Niveau.
Der Vermietungsstand betrug zum 31.12.2010 80 % und hat sich bis zum 31.12.2011 auf 85% erhöht.
Insgesamt verringerte sich der Jahresfehlbetrag gegenüber 2010 von 99 T€ um 55 T€ auf 44 T€. Insbesondere wegen der, zum einen in der Anlaufphase noch nicht ausreichenden Vermietung, zum anderen
wegen der hohen Leerstandskosten durch den Betrieb der Infrastruktur in den leer stehenden Laboren,
wird der kostendeckende Betrieb wahrscheinlich erst bei einer entsprechend hohen Auslastung in 2012
erreicht.

Voraussichtliche Entwicklung
Ende 2008 wurde die Bauzwischenfinanzierung langfristig umgeschuldet. Bei der Umschuldung konnte
das Problem der Gleichverteilung der Risiken auf die beiden GO:IN-Gesellschafter noch nicht abschließend geklärt werden.
Die positive Vermietungsentwicklung konnte das Problem der Gleichverteilung der Risiken auf die beiden GO:IN-Gesellschafter noch nicht abschließend geklärt werden. Die positive Vermietungsentwicklung
bei der GO:IN lässt allerdings erwarten, dass die im Verlauf des Jahres 2011 erreichte Auslastung von
85% im Jahr 2012 weiter stabilisiert wird und damit der mit der ILB vereinbarte Verzicht auf die Mithaftung der Technologie und Gründerzentrum Teltow GmbH umgesetzt werden kann, so dass damit die
Gleichstellung der beiden GO:IN-Gesellschafter erreicht wird. Die ILB hat mit Schreiben vom 21.03.2012
dazu ihre Bereitschaft erklärt.
Die Stadt Potsdam plant die weitere Entwicklung des Wissenschaftsparks Potsdam-Golm, auch unter
dem Gesichtspunkt, dass in absehbarer Zeit die ersten Mieter ihre Verweildauer im Zentrum erreicht
haben und dann in der näheren Umgebung Ersatzmietflächen benötigen. Dazu werden Möglichkeiten für
den Neubau von Ergänzungsflächen ohne den Einsatz von Fördermitteln geprüft.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Wirtschaftsförderung

Golm Innovationszentrum GmbH
251

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Golm Innovationszentrum GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Grundstücke,
Grundstücke,grundstücksgleiche
grundstücksgleicheRechte
Rechteund
undBauten
Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten

D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
Bilanzsumme
Treuhandvermögen

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

0,00

8.121.787,75
394.811,00
9.907,26
8.526.506,01

101.610,00

57.126,87
17.109,12
74.235,99

62.807,76
238.653,75

0,00

269.082,35
9.034.242,11
5.032,75

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
33,00
IV. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

8.398.808,75
455.527,00 B. Sonderposten mit Rücklageanteil
0,00
8.854.368,75
C. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

25.000,00
680.800,00
-974.882,35
0,00
269.082,35
0,00

25.000,00
680.800,00
-931.121,40
0,00
225.321,40
0,00

6.584.866,74

6.844.788,67

5.600,00
5.600,00

14.874,62
14.874,62

2.222.532,91
86.637,60
51.448,05
83.156,81
2.443.775,37

2.276.356,99
76.911,10
22.785,80
73.360,58
2.449.414,47

0,00

0,00

9.034.242,11

9.309.077,76

5.032,75

5.014,25

107.000,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Erhaltene Anzahlungen
17.783,45
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
14.477,32
4. Sonstige Verbindlichkeiten
32.260,77

89.947,77
229.208,54

179,07 E. Rechnungsabgrenzungsposten

225.321,40
9.309.077,76 Bilanzsumme
5.014,25 Treuhandverbindlichkeiten

Wirtschaftsförderung

Golm Innovationszentrum GmbH
252

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Golm Innovationszentrum GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Bestandsveränderungen
3. Sonstige betrieblichen Erträge

2010
in €
487.916,46

428.769,98

-5.390,00

-26.473,17

268.271,52

266.416,26

4. Materialaufw and
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
b) Aufw endungen für bezogene Leistungen

-105,93

0,00

-178.465,26

171.092,97

Rohergebnis

-178.571,19

171.092,97

929.369,17

497.620,10

5. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter

-4.800,00

4.800,00

b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

-1.475,52

1.576,84
-6.275,52

6.376,84

-346.340,41

347.919,90

-137.178,33

113.118,80

1.419.163,43

30.204,56

820,03

1.091,78

-127.009,32

129.954,24

-126.189,29

-128.862,46

-43.756,76

-98.657,90

-4,19

0,00

0,00

0,00

-43.760,95

-98.657,90

6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
7. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
9. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
12. Sonstige Steuern
13. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Wirtschaftsförderung

Golm Innovationszentrum GmbH
253

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH
Adresse

August-Bebel-Straße 26 - 53
14482 Potsdam

Telefon

(0331) 7215 200

Fax

(0331) 7215 203

Internet

www.zff.de

Email

info@zff.de

Stammkapital

25.564,59 €

Gründungsdatum

18. Januar 1995

Gesellschafter

51 % Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH
49 % Studio Babelsberg AG

Beteiligungen

ZFF Facility Management GmbH

100 %

Kurzvorstellung des Unternehmens
Am 13.07.1994 wurde mit notariell beglaubigtem Gesellschaftsvertrag die Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH (ZFF) mit Firmensitz in Potsdam errichtet. Die Eintragung ins Handelsregister
des Amtsgerichts Potsdam erfolgte unter der Nummer HRB 7915 P. Der Gesellschaftsvertrag ist in
der Fassung vom 12.02.2002 gültig.
Die Gesellschaft betreibt am Medienstandort Babelsberg ein Gewerbezentrum für Medienunternehmen. Die ZFF besteht aus den Bereichen Fernsehzentrum Babelsberg, Medienhaus und den Synchron-Studios.
Im Frühjahr 2002 gründete die Film- und Fernsehproduzenten GmbH eine Tochtergesellschaft, die
ZFF Facility Management GmbH (ZFF FM). Seit dem 01.06.2002 wird mit dieser Gesellschaft über
einen Betreibervertrag mit dem Eigentümer Europäisches Filmzentrum Babelsberg e.V. der Büroteil
des FX.Center Babelsberg bewirtschaftet.

Gegenstand des Unternehmens
Die Zentrum für Film- und Fernsehproduzentren GmbH (ZFF) betreibt am Medienstandort Babelsberg
ein Gewerbezentrum für Medienunternehmen. Sie besteht aus den drei Bereichen Fernsehzentrum
Babelsberg, MedienHaus und Synchron-Studios.
Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung, Verwaltung, Vermietung, Verpachtung oder sonstige Nutzung eines Gewerbezentrums für Film- und Fernsehproduzenten auf langfristig gepachtetem
Grundbesitz in Potsdam-Babelsberg.
Die ZFF kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu
dienen geeignet sind. Darüber hinaus kann die Gesellschaft Zweigniederlassungen errichten und
gleichartige oder ähnliche Unternehmen gründen, erwerben, eingliedern und sich an solchen beteiligen. Weiterhin kann sie auch andere Gebäude/Objekte als die vorgenannten errichten, verwalten,
vermieten und verpachten.

Wirtschaftsförderung

Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH
254

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Gemäß § 2 Abs. 2 der BbgKVerf gehören die Förderung von Wirtschaft, Gewerbe und die Gemeindeentwicklung zu den Selbstverwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Geschäftsführung.
Gesellschafterversammlung
Vertreter Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH in der Gesellschafterversammlung der
ZFF ist die Geschäftsführung der Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH. Vertreter der
Studio Babelsberg AG in der Gesellschafterversammlung der ZFF ist der Vorstand der Studio Babelsberg AG.
Geschäftsführung
Herr Steffen Schramm
Herr Christoph Fisser

Geschäftsführer
(bis 08.02.2012) Geschäftsführer

Kapitalverhältnisse
Das Stammkapital der ZFF ist voll eingezahlt und beträgt 25,5 T€. Die Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH ist im Geschäftsjahr 2011 mit 51 %, und so mit einem Kapitalanteil von 13,0 T€,
und die Studio Babelsberg AG ist mit 49 % und einem Kapitalanteil in Höhe von 12,5 T€ an der Gesellschaft beteiligt.
Nach § 12 des Gesellschaftsvertrages bewirkt eine Kündigung des Pachtvertrages zwischen der Studio Babelsberg AG und dem ZFF eine Kündigung des Gesellschaftanteils. Der Pachtvertrag wurde
zum 31.12.2011 durch die Studio Babelsberg AG gekündigt. Die Kündigung führt gem. § 12 des Gesellschaftsvertrages zum Ausscheiden des kündigenden Gesellschafters. Mit dem Einziehungsbeschluss vom 08.02.2012 ist alleiniger Gesellschafter des ZFF die TGZP.
Die Gesellschaftsanteile an der ZFF Facility Management GmbH wurden im Geschäftsjahr 2011 an
die Studio Babelsberg AG veräußert.

Beteiligungsverhältnisse
Die Zentrum für Film- und Fernsehproduzentren GmbH ist unverändert mit 100 % an der ZFF Facility
Management GmbH beteiligt und hat einen Kapitalanteil in Höhe von 25 T€.

Wirtschaftsförderung

Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH
255

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,25%
73,54%
0,00 €

80,35%
65,97%
0,00 €

69,97%
50,29%
0,00 €

29.256,73%
1,34%
418,94%
174 T€

82,11%
2,14%
130,47%
166 T€

85,89%
3,43%
217,21%
277,00 €

7,54%
1.084.202,14 €
121.285,75 €

6,75%
1.098.977,42 €
99.758,73 €

6,43%
1.134.294,16 €
102.161,40 €

14,81%
3

13,16%
3

13,28%
3

100%
91%
100%
76%

100%
90%
100%
78%

100%
89%
100%
82%

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Leistungskennzahlen
Auslastung Fernsehzentrum
Auslastung Medienhaus
Auslastung Synchron-Studios
Auslastung Tiefgarage

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

1,5

1,10

150

1,13

1,0

121,3
99,8

102,2

2010

2009

100

T€

Mio. €

1,08

0,5

50

0,0

0
2011

2010

2009

2011

Wirtschaftsförderung

Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH
256

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Im Geschäftsjahr 2011 entsprach die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft den Planungen und
Erwartungen der Geschäftsleitung.
Der Medienstandort entwickelt sich weiterhin positiv. In unmittelbarer Nachbarschaft des von der Gesellschaft betriebenen Zentrums befinden sich mit dem 2. Bauabschnitt des Fernsehzentrums und
dem 1999 fertig gestellten FX.Center weitere attraktive Produktionsgebäude. Ein weiteres attraktives
Produktionsgebäude in der unmittelbaren Nähe des Zentrums ist seit dem Frühjahr 2009 das GuidoSeeber-Haus.
Das Fernsehzentrum als größter Mietbereich innerhalb des Hauses besteht aus Studios, Büros, Masken-, Technik- und Lagerräumen für die Produktion täglicher Fernsehserien. Dieser Bereich wird seit
1995 langfristig vermietet.
Ein weiterer Teilbereich des Zentrums ist das MedienHaus. Hierbei handelt es sich um eine abgeschlossene Gebäudeeinheit mit ca. 1.200 m² Bürofläche, in welcher 62 Büroräume einzeln oder in
kleinen Gruppen an kleine und mittelständische Medienunternehmen vermietet werden. Im 4. Quartal
2011 lag die Auslastung bei 91 % (Vj. 90 %).
Die Synchron-Studios, eine Etage mit einer Fläche von ca. 1000 m², sind vollständig an eine mittelständische Synchronproduktionsfirma langfristig vermietet.
Die Tiefgaragenplätze werden von den Mietern des Zentrums (ZFF) nicht komplett angemietet. Nach
Fertigstellung des Parkhauses auf dem Gelände im Oktober 2000, wurden die Stellplätze in der Tiefgarage nicht wie erhofft nachgefragt. Die durchschnittliche Auslastung der hausinternen Stellplätze lag
leicht unter der Vorjahresauslastung bei 61 % (Vj. 62 %), die der extern angemieteten Stellplätze blieb
konstant bei 15 % (Vj. 16 %). Damit lag die Gesamtauslastung zum Jahresende leicht unter dem Niveau des Vorjahres bei 76 % (Vj. 78%).

Voraussichtliche Entwicklung
Die Gesellschafterversammlung hat am 08.02.2012 die Einziehung der Geschäftsanteile der SBAG
beschlossen, so dass die TGZP seit diesem Tag Alleingesellschafterin ist. Die Gesellschaft wird hiernach mit dem Entschädigungsanspruch gegen die Abfindungsforderung der SBAG aufrechnen können.
Die LHP hat am 29.03.2012 die Option ausgeübt, den Gebäudeanteil Medienhaus zu übernehmen
und den entsprechenden Grundstücksanteil von SBAG kostenlos zu erhalten. Diese Option hat die
Stadt zugunsten der TGZP ausgeübt. Als wesentliche Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Jahr
2012 ist somit die Verwaltung und Bewirtschaftung des Medienhauses, die Abwicklung der Entschädigungs- und Abfindungsansprüche gegenüber SBAG, deren rechtliche Durchsetzung und die Umsetzung der Übertragung des Medienhauses an TGZP zu erwarten. Aus diesen Gründen kann eine
Prognose der Umsatzerlöse und des Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2012 derzeit nicht gegeben
werden.
Nach dem Bilanzstichtag haben sich im Übrigen keine weiteren wesentlichen Vorgänge ergeben, die
Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Wirtschaftsförderung

Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH
257

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen

B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
3. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks

C. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

0,00
4.528,50
4.528,50
0,00
4.528,50

49.700,00

65.839,71
1.332.359,26
21.045,67
1.419.244,64

327.814,48
1.796.759,12

210,00
1.801.497,62

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
1.420.571,00
III. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
20.243,00
1.440.814,00
25.000,00 B. Rückstellungen
1.465.814,00
1. Steuerrückstellungen
2. Sonstige Rückstellungen

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

25.564,59
1.178.040,80
121.285,75
1.324.891,14

25.564,59
1.078.282,07
99.758,73
1.203.605,39

0,00
26.885,71
26.885,71

0,00
31.553,94
31.553,94

0,00
41.886,93
31.573,05
2.108,39
374.152,40
449.720,77

0,00
42.927,07
43.359,58
73,30
499.755,30
586.115,25

0,00

3.123,77

1.801.497,62

1.824.398,35

43.013,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Erhaltene Anzahlungen
58.167,83
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1.041,81
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
31.269,28
5. Sonstige Verbindlichkeiten
90.478,92

224.782,43 D. Rechnungsabgrenzungsposten
358.274,35

310,00
1.824.398,35 Bilanzsumme

Wirtschaftsförderung

Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH
258

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse

2010
in €
1.084.202,14

1.098.977,42

6.687,00

1.042,20

15.167,70

20.377,98

a) Aufw endungen für bezogene Leistungen

278.203,22

345.040,36

Rohergebnis

827.853,62

775.357,24

2. Bestandsveränderungen
3. Sonstige betrieblichen Erträge
4. Materialaufw and

5. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

133.100,00

117.893,23

27.419,41

26.678,91
160.519,41

144.572,14

100.093,38

95.675,87

449.817,50

407.898,71

117.423,33

127.210,52

757,49

1.269,35

14.475,36

23.464,89

-13.717,87

-22.195,54

103.705,46

105.014,98

11. Außerordentliche Erträge

9.191.300,00

0,00

12. Außerordentliche Aufw endungen

9.152.812,00

0,00

38.488,00

0,00

-14.363,47

-1.287,99

-6.544,24

6.544,24

121.285,75

99.758,73

6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
7. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
9. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

13. Außerordentliches Ergebnis
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
15. Sonstige Steuern
16. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Wirtschaftsförderung

Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH
259

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Sonstige Unternehmen
Landeshauptstadt Potsdam (LHP)
Sonstige Unternehmen

Brandenburgische
Philharmonie Potsdam
GmbH i.L. (BPP)
100%

EGF Entwicklungsgesellschaft
Fahrland mbH i.L.
(EGF)
100 %

Brandenburgische
Kommunalakademie
Zweckverband

Kulturhauptstadt
Potsdam
2010 GmbH i.L.
100%

260

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Brandenburgische Philharmonie Potsdam GmbH i.L.
Adresse

Hegelallee 6 - 10, Haus 9
14467 Potsdam

Telefon

(0331) 2010 103

Fax

(0331) 2010 111

Internet

-

Email

-

Stammkapital

25.564,59 €

Gründungsdatum

09. Februar 1994

Gesellschafter

100 % Landeshauptstadt Potsdam

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die Brandenburgische Philharmonie Potsdam GmbH (BPP) wurde gemäß notarieller Urkunde am
10.09.1993 errichtet und unter der Nummer HRB 7784 beim Amtsgericht Potsdam im Handelsregister
eingetragen. Am 18.06.1999 beschloss die LHP als Alleingesellschafterin, die BPP zum 31.07.2000
stillzulegen und aufzulösen. Grundlage hierfür war ein Antrag im Rahmen der Haushaltskonsolidierung an die Stadtverordnetenversammlung, welcher auf der Stadtverordnetenversammlung am
05.05.1999 mehrheitlich angenommen wurde.
Im Zusammenhang mit der Kündigung der Arbeitsverhältnisse wurde ein Sozialplan für die Mitarbeiter/innen realisiert sowie mehrere Vergleiche über kapitalisierte Abfindungsabgeltungen für Musiker
abgeschlossen. Infolge des Gesellschafterbeschlusses wurde am 01.08.2000 die Liquidation eröffnet
und eine Liquidationseröffnungsbilanz erstellt.
In der Gesellschafterversammlung am 01.12.2005 wurde Frau Adelheid Tuta als Liquidatorin der Gesellschaft bestellt. Der Eintrag in das Handelsregister erfolgte am 27.12.2005.

Gegenstand des Unternehmens
Zweck der Gesellschaft war die Förderung der Musik in der Landeshauptstadt Potsdam und dem Land
Brandenburg. Gegenstand der Gesellschaft war die Förderung des Gesellschaftszwecks durch den
Betrieb des symphonischen Orchesters „Brandenburgische Philharmonie Potsdam“. Gleichzeitig war
es Aufgabe der Gesellschaft, die Tradition des DEFA-Sinfonieorchesters zu bewahren und fortzuführen.
Das Geschäftsziel ist nunmehr die ordnungsgemäße Liquidation des Unternehmens.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der öffentliche Zweck gemäß § 2 Abs. 2 BbgKVerf ist nicht mehr gegeben folglich wird die Gesellschaft liquidiert.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- die Liquidatorin.

Sonstige Unternehmen

Brandenburgische Philharmonie Potsdam GmbH i.L.
261

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
oder durch einen von ihm Bevollmächtigten vertreten.
Liquidatorin
Frau Adelheid Tuta

Liquidatorin

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

0,00%
0,00%
13.142,97 €

0,00%
0,00%
31.390,77 €

0,00%
0,00%
57.871,70 €

0,00%
0,00%
80,51%

0,00%
0,00%
77,61%

0,00%
0,00%
77,22%

27,06%
0,00 €
39.462,77 €
18.247,80 €

18,89%
0,00 €
39.462,77 €
26.480,93 €

13,37%
40,00 €
46.727,58 €
33.959,02 €

0,00%
0

0,00%
0

15.450,08%
0

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Sonstige betriebliche Erträge

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

80

40
35
30
25
20
15
10
5
0

T€

60
39,5

39,5

2011

2010

46,7

T€

40
20
0
2009

34,0
26,5

18,2

2011

2010

2009

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP:
für Abfindungen: 53,1 T€
für Liquidation: 12,3 T€

Sonstige Unternehmen

Brandenburgische Philharmonie Potsdam GmbH i.L.
262

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Brandenburgische Philharmonie Potsdam GmbH i.L.
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Sonstige Vermögensgegenstände
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben,
Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

B. Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

Passiva

53.145,22

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1.008,96
II. Kapitalrücklage
III. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
IV. Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag Jahresfehlbetrag
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
107.678,21

148,06
54.302,24

122,55 B. Rückstellungen
108.809,72
1. Sonstige Rückstellungen

1.008,96

0,00

13.142,97

31.390,77

D. Rechnungsabgrenzungsposten
Bilanzsumme

67.445,21

31.12.2010

in €

in €

25.564,59
288.389,09
-345.344,45
18.247,80
13.142,97
0,00

25.564,59
288.389,09
-371.825,38
26.480,93
31.390,77
0,00

67.445,21
67.445,21

140.200,49
140.200,49

0,00
0,00

0,00
0,00

0,00

0,00

67.445,21

140.200,49

0,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

C. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

31.12.2011

140.200,49 Bilanzsumme

Die Gesellschaft weist weiterhin einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus und ist somit buchmäßig überschuldet. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Abzinsung (Barwertveränderung) der Forderungen gegenüber der Gesellschafterin. Der aus der Abzinsung resultierende Fehlbetrag wird durch ertragswirksame Barwertveränderungen wieder ausgeglichen, so
dass tatsächlich keine Überschuldung vorliegt.

Sonstige Unternehmen

Brandenburgische Philharmonie Potsdam GmbH i.L.
263

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Brandenburgische Philharmonie Potsdam GmbH i.L.
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge
Rohergebnis

2010
in €
0,00

0,00

30.667,01

39.462,77

30.667,01

39.462,77

3. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

6.000,00

6.000,00

945,64

999,36
6.945,64

6.999,36

5.513,37

6.011,60

18.208,00

26.451,81

39,80

29,12

39,80

29,12

6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

18.247,80

26.480,93

7. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

18.247,80

26.480,93

4. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Finanzergebnis

Sonstige Unternehmen

Brandenburgische Philharmonie Potsdam GmbH i.L.
264

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH i.L.
Adresse

Hegelallee 6 - 10
14467 Potsdam

Telefon

(0331) 2010 100

Fax

(0331) 2010 111

Internet

KH 2010 hat keinen eigenen Internetauftritt mehr.

Email

a.tuta@potsdam2010.com

Stammkapital

26.000,00 €

Gründungsdatum

18. März 1998

Gesellschafter

100 % Landeshauptstadt Potsdam

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Mit der Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam am
10.12.2003 wurde die Bundesgartenschau Potsdam 2001 GmbH mit der Aufgabe betraut, die Bewerbung Potsdams als europäische Kulturhauptstadt 2010 vorzubereiten. Mit notariellem Vertrag vom
22.01.2004 wurde der Name der Gesellschaft in Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH (KH 2010)
geändert. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Potsdam im Handelsregister unter der Nummer
HRB 11223 P eingetragen. Der Gesellschaftsvertrag wurde am 22.01.2004 vollständig neu gefasst
und ist in der zuletzt am 29.07.2004 geänderten Fassung gültig.
Im März 2005 schied die Landeshauptstadt Potsdam aus der Bewerberrunde um den Titel der Kulturhauptstadt Europas aus.
Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am 31.08.2005 die Gesellschaft mit Wirkung zum
01.01.2006 aufzulösen. Daraufhin wurde in der Gesellschafterversammlung am 23.09.2005 die Liquidation der Gesellschaft beschlossen. Als Liquidatorin wurde Frau Adelheid Tuta bestellt. Die Liquidation wurde am 15.03.2006 im Handelsregister des Amtsgerichtes Potsdam eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens
Zweck der Gesellschaft war die Förderung von Kunst und Kultur, Bildung und Kunsterziehung, Sport,
Naturschutz, Umwelt- und Landschaftsschutz sowie Völkerverständigung.
Der Zweck des gemeinnützigen Unternehmens bestand des Weiteren darin, sich im vorgenannten
Rahmen um die Durchführung des Projektes „Europäische Kulturhauptstadt 2010“ zu bewerben und
deren Vorbereitung, Durchführung und abschließende Betreuung zu realisieren. Ferner war durch die
Gesellschaft die Abwicklung der Bundesgartenschau 2001 in Potsdam vorzunehmen und die im Rahmen der Bundesgartenschau 2001 gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse der Öffentlichkeit zu
vermitteln.
Die Gesellschaft verfolgte ausschließliche und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der öffentliche Zweck gemäß § 2 Abs. 2 BbgKVerf ist nicht mehr gegeben. Die Gesellschaft wird liquidiert.

Sonstige Unternehmen

Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH i.L.
265

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat (bis 03.04.2009),
- die Liquidatorin.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
oder durch einen von ihm Bevollmächtigten vertreten.
Aufsichtsrat
Die Amtszeit des Aufsichtsrates endete am 03.04.2009. Ein neuer Aufsichtsrat wurde nicht bestellt,
die ihm obliegenden Aufgaben werden gemäß § 7 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages von der Gesellschafterversammlung wahrgenommen.
Liquidatorin
Frau Adelheid Tuta

Liquidatorin

Sonstige Unternehmen

Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH i.L.
266

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2011

2010

2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,01%
24,53%
0,00 €

0,03%
2,60%
0,00 €

0,14%
0,57%
0,00 €

271.444,75%
0,00%
132,49%
-75 T€

7.660,39%
0,62%
102,64%
-75 T€

404,92%
0,00%
100,43%
-94 T€

17,35%
13.992,56 €
7.678,73 €

1,71%
5.702,51 €
2.056,37 €

-38,25%
6.951,33 €
-75.600,55 €

365,74%
1
0

882,48%
1
0

869,51%
1
0

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter
Aushilfen

Umsatzerlöse

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag

20

30
14,0

7,7

2,1

2011

2010

10
5,7

T€

T€

0
7,0

-30
-60

0

-75,6

-90
2011

2010

2009

Sonstige Unternehmen

2009

Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH i.L.
267

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam bewarb sich um den Titel „Kulturhauptstadt Europas“ im Jahr 2010. Der Titel wird jährlich von der Europäischen Kommission ausgelobt und soll insbesondere die kulturelle Vielfalt in der Region und aus der Europäischen Union präsentieren und Kooperationen fördern. Die Bewerbungsaktivitäten konzentrierten sich neben der Erstellung einer Bewerbungskonzeption auf Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen, Lobbyarbeit, Sponsorenakquise,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Projektmanagement.
10 Städte aus der gesamten Bundesrepublik bemühten sich um den Titel, der im Sommer 2006 durch
die EU verliehen wurde. Bereits im März 2005 schied die LHP aus der Bewerberrunde um den Kulturhauptstadttitel 2010 aus. Die Stadt Essen setzte sich gegen die gemeinsame Bewerbung von Görlitz
und Zgorzelec an der deutsch-polnischen Grenze durch und wurde Europäische Kulturhauptstadt
2010.
Durch den Wegfall des hauptsächlichen Gesellschaftszwecks hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung
am 14.06.2005 die Empfehlung für den Gesellschafter abgegeben, die Gesellschaft Kulturhauptstadt
Potsdam 2010 zum 01.01.2006 zu liquidieren und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zum
30.09.2005 einzustellen.
Die Gesellschafterversammlung hat in ihrer Sitzung am 23.09.2005 beschlossen, die Kulturhauptstadt
Potsdam 2010 ab dem 01.01.2006 zu liquidieren. Als Liquidatorin wurde die Geschäftsführerin Frau
Tuta bestellt. Die laufenden Geschäfte sind durch die Liquidatorin zu beenden, die Schulden zu tilgen,
die Forderungen einzuziehen und das Vermögen in Geld umzusetzen und zu verteilen (§§ 70 ff
GmbHG).
Für alle erkennbaren Risiken aus der Abwicklung der Gesellschaft wurden Rückstellungen gebildet.
Entsprechend dem beschlossenen Wirtschaftsplan für das Jahr 2011 erfolgt die Finanzierung der
Geschäftstätigkeit aus den liquiden Mitteln der Gesellschaft.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Keine

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Sonstige Unternehmen

Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH i.L.
268

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH i.L.
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gew erbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Sonstige Vermögensgegenstände
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben,
Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Bilanzsumme

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

0,00

4,00
4,00

24.712,75
0,00
24.712,75

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklage
III. Jahresfehlbetrag
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
0,00
IV. Verlustvortag
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
41,5 B. Rückstellungen
41,50
1. Sonstige Rückstellungen

C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
17.837,71
2. Sonstige Verbindlichkeiten
19.487,81
37.325,52

19.542,66
44.255,41

84.869,13
122.194,65

44.259,41

122.236,15 Bilanzsumme

Sonstige Unternehmen

31.12.2011

31.12.2010

in €

in €

26.000,00
2.056,37
7.678,73
24.877,31
0,00
10.857,79

26.000,00
0,00
2.056,37
24.877,31
0,00
3.179,06

31.865,23
31.865,23

117.786,87
117.786,87

242,59
1.293,80
1.536,39

435,60
834,62
1.270,22

44.259,41

122.236,15

Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH i.L.
269

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH i.L.
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2011 bis 31.12.2011
2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Bestandsveränderung
3. Sonstige betriebliche Erträge
Rohergebnis

2010
in €
13.992,56

5.702,51

0,00

0,00

86.686,32

64.919,48

100.678,88

70.621,99

4. Personalaufw and
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufw endungen für Altersversorgung und für Unterstützung

44.150,04

44.150,04

7.026,85

6.173,33
51.176,89

50.323,37

37,50

233,00

42.452,29

19.887,19

7.012,20

178,43

733,09

2.108,37

0,06

35,43

733,03

2.072,94

7.745,23

2.251,37

66,50

0,00

0,00

195,00

7.678,73

2.056,37

5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
8. Zinsen und ähnliche Aufw endungen
Finanzergebnis
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag
10. Sonstige Steuern
11. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Sonstige Unternehmen

Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH i.L.
270

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH i.L.
Adresse

Geschäftsführung und Geschäftsbesorgung:
c/o asenticon AG
Jägerallee 22, 14469 Potsdam

Telefon

(0331) 6010 90

Fax

(0331) 6010 919

Internet

www.asenticon.de

Email

mail@asenticon.com

Stammkapital

25.564,59 €

Gründungsdatum

26. Juni 1992

Gesellschafter

100 % Landeshauptstadt Potsdam

Beteiligungen

Keine

Kurzvorstellung des Unternehmens
Die EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH (EGF) wurde mit Abschluss des Gesellschaftsvertrages am 26.07.1991 durch die Gemeinde Fahrland errichtet. Die Gesellschaft ist im Handelsregister
des Amtsgerichts Potsdam unter der Nummer HRB 3304 eingetragen. Es gilt der Gesellschaftsvertrag
in der Fassung vom 04.11.2003, zuletzt geändert am 24.05.2006.
Mit Beschluss 07/SVV/0937 vom 06.02.2008 wurde durch die Stadtverordnetenversammlung die Liquidation der Gesellschaft zum 01.04.2008 beschlossen. Die EGF hatte demzufolge ein Rumpfgeschäftsjahr für die Zeit vom 01.01.2008 bis zum 31.03.2008 eingelegt. Danach hat die Gesellschaft ein
abweichendes Wirtschaftsjahr als Geschäftsjahr.
Die Gesellschaft befindet sich seit dem 01.04.2008 in Liquidation und betreibt seitdem kein neues
Geschäft.

Gegenstand des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens war der Erwerb, die Entwicklung und die Veräußerung von Grundstücken in den Baugebieten „Am Königsweg“, „Eisbergstücke“ und „Am Upstallgraben“.

Erfüllung des öffentlichen Zwecks
Der öffentliche Zweck gemäß § 2 Abs. 2 BbgKVerf ist nicht mehr gegeben. Die Gesellschaft wird liquidiert.

Organe und ihre Vertreter
Die Organe der Gesellschaft sind:
- die Gesellschafterversammlung,
- der Aufsichtsrat,
- die Liquidatoren.
Gesellschafterversammlung
In der Gesellschafterversammlung wird die Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister
oder durch einen von ihm Bevollmächtigten vertreten.
Sonstige Unternehmen

EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH i.L.
271

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 7a Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages aus drei Mitgliedern, die von
der Gesellschafterversammlung gewählt werden. Ein Mitglied wird auf Vorschlag der InvestitionsBank
des Landes Brandenburg, ein Mitglied wird auf Vorschlag des Innenministeriums des Landes Brandenburg und ein Mitglied wird auf Vorschlag der LHP von der Gesellschafterversammlung gewählt.
Der Aufsichtsrat bestand im Berichtsjahr 2010/2011 aus folgenden Mitgliedern*:
Herr Tillmann Stenger

(bis 09.05.2011) Vorsitzender, Bankdirektor

Herr Norbert John

(bis 09.06.2011) Stellv. Vorsitzender, technischer Geschäftsführer
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen

Herr Glenn Jankowski

(bis 09.06.2011) Landeshauptstadt Potsdam, Arbeitsgruppenleiter

*Aufgrund der bevorstehenden Beendigung der Liquidation und Auflösung der Gesellschaft legten die
Aufsichtsratsmitglieder ihre Mandate nieder. Alle diesbezüglichen Fragen wurden direkt mit der Gesellschafterin LHP geklärt.
Liquidatoren
Herr Rainer Eschrich

Liquidator

Herr Heinz Peter Willfurth

Liquidator

Kapitalverhältnisse
Im Zuge der Brandenburgischen Gemeindegebietsreform am 26.10.2003 hat die LHP die gesetzliche
Rechtsnachfolge der beiden Körperschaften Gemeinde Fahrland und Amt Fahrland angetreten und ist
nunmehr alleinige Gesellschafterin der EGF.
Das auf 50.000,00 DM lautende Stammkapital entspricht 25.564,59 € und ist voll eingezahlt. Den Anteil im Nennwert von 35.000,00 DM (17.895,21 €) hält die LHP. Der andere Geschäftsanteil von
15.000,00 DM (7.669,38 €) wurde mit Beschluss der außerordentlichen Gesellschafterversammlung
vom 25.07.1995 von der IFE Immoconsult Finanzberatung für Infrastruktur und Erschließung GmbH,
Berlin, eingezogen. Mit der Einziehung wurde dieser Geschäftsanteil vernichtet, das Stammkapital
bleibt in unveränderter Höhe bestehen.
Besonderheiten:
Die bilanzielle Überschuldung durch Ausweis eines nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages
i.H.v. 31,2 Mio. € per 31.03.2011 führt durch den von der Gesellschafterin erklärten Rangrücktritt nicht
zu einer tatsächlichen Überschuldung. Der Jahresfehlbetrag i.H.v. 104,8 T€ ist vor allem auf die laufenden Kosten der Gesellschaft sowie auf die Kosten der Durchführung der Altlastenuntersuchung
zurückzuführen.

Sonstige Unternehmen

EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH i.L.
272

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Analysedaten (§ 61 Nr. 2 KomHKV)
2010/2011

2009/2010

2008/2009

Vermögens- und Kapitalstruktur (§ 61 Nr. 2 lit. a)
Anlagenintensität
Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

0,00%
0,00%
31.188.347,94 €

0,00%
0,00%
31.083.521,68 €

0,00%
0,00%
31.035.393,51 €

0,00%
0,00%
0,80%
k.A

0,00%
0,00%
1,14%
k.A

0,00%
0,00%
1,36%
70 T€

-0,33%
0,00 €
-104.826,26 €

-0,15%
-33.689,28 €
-48.128,17 €

0,27%
170.869,11 €
85.414,85 €

0,00%
0

0,00%
0

0,00%
0

Finanzierung und Liquidität (§ 61 Nr. 2 lit. b)
Anlagendeckungsgrad II
Zinsaufwandsquote
Liquidität 3. Grades
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Rentabilität und Geschäftserfolg (§ 61 Nr. 2 lit. c)
Gesamtkapitalrentabilität
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Personalbestand (§ 61 Nr. 2 lit. d)
Personalaufwandsquote
Anzahl der Mitarbeiter

Umsatzerlöse
200

Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag
170,9

150

150

50

50

T€

T€

100

0

85,4

100

0,0

0
-50

-50

-33,7

-100

-48,1

-100
-150

2010/2011 2009/2010 2008/2009

-104,8
2010/2011 2009/2010 2008/2009

Sonstige Unternehmen

EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH i.L.
273

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Seit dem 01.04.2008 befindet sich die Gesellschaft durch Beschluss der Alleingesellschafterin in Liquidation. Die verbleibende Tätigkeit der Gesellschaft im dritten Liquidationsgeschäftsjahr beschränkte sich auf die Einziehung von offenen Forderungen sowie die Vorbereitung und Durchführung der
Verwertung des Vermögens.
Zum Abschlussstichtag befindet sich nach erfolgter Vermögenszuordnung noch eine größere Brachfläche auf dem Gelände der von russischen Truppen genutzten ehemaligen Kaserne Krampnitz im
Eigentum der Gesellschaft. Deren Verwertung scheiterte bislang an fehlendem Planungsrecht sowie
vorhandenen Altlasten durch die vormalige militärische Nutzung.

Voraussichtliche Entwicklung
Die verbleibende Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich auf die Verwaltung und Verwertung des
zuletzt noch aus einer Teilfläche der ehemaligen Kaserne Krampnitz bestehenden Immobilienvermögens sowie die Erfüllung noch bestehender Verpflichtungen.
Wirtschaftliche Risiken aus der in Vorjahren erfolgten Entwicklung der Wohnungsbauflächen in den
Gebieten „Am Upstallgraben“, „Am Königsweg“ und „Eisbergstücke“ sind nicht mehr zu erwarten.
Die tatsächliche Überschuldung der EGF liegt zurzeit aufgrund der von der Gesellschafterin erklärten
Rangrücktrittserklärung nicht vor. Sofern sich aus der künftigen Tätigkeit der Gesellschaft weitere
Verluste ergeben, die diesen Rangrücktritt übersteigen, was derzeit allerdings nicht erkennbar ist,
wäre auch die tatsächliche Überschuldung gegeben. Nennenswerte Tilgungen des Gesellschafterdarlehns über den bereits geleisteten Anteil hinaus werden voraussichtlich nicht möglich sein, während
alle anderen erkennbaren Verpflichtungen durch die EGF erfüllt werden können.
Durch die vorgenommenen Altlastuntersuchungen auf dem Grundstück in Krampnitz hat sich das
Erfordernis von Maßnahmen zur Gefahrenabwehr ergeben. Sofern diese Maßnahmen einen größeren
Umfang als momentan absehbar erfordern, könnten die bei der Gesellschaft noch vorhandenen liquiden Mittel ggf. nicht ausreichen.
Es ist vorgesehen, die Liquidation der Gesellschaft Ende des 1.Quartals 2012 zum Abschluss zu bringen. Die Gesellschaft wurde 2012 aufgelöst.

Leistungs- und Finanzbeziehungen
Kapitalzuführungen und -entnahmen

Keine

Gewinnentnahmen/ Verlustausgleiche

Gewinnabführung an LHP: 0,00 €

Gewährte Sicherheiten und Gewährleistungen

Rangrücktrittserklärung der LHP für Verbindlichkeiten i.H.v. 31.429 T€

Sonstige Finanzbeziehungen, die sich auf die
Haushaltswirtschaft der Gemeinde unmittelbar
bzw. mittelbar auswirken können

Zuwendungen von LHP: 0,00 €

Sonstige Unternehmen

EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH i.L.
274

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH i.L.
Bilanz zum 31.03.2011
Aktiva

A. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Grundstücke und Erschließungsleistungen

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. sonstige Vermögensgegenstände

III. Kassenbestand und Guthaben
bei Kreditinstituten

B. Rechnungsabgrenzungsposten

31.03.2011

31.03.2010

in €

in €

1,00
1,00

4.624,31
4.625,31

246.279,60
250.904,91

6.278,20

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1,00
II. Kapitalrücklage
1,00
III. Gew innvortrag/ Verlustvortrag
IV. Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag Jahresfehlbetrag
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

31.03.2011

31.03.2010

in €

in €

25.564,59
2.834.105,80
-33.943.192,07
-104.826,26
31.188.347,94
0,00

25.564,59
2.834.105,80
-33.895.063,90
-48.128,17
31.083.521,68
0,00

2.200,00
9.390,90
11.590,90

6.300,00
9.360,00
15.660,00

4.462,50
31.429.477,65
31.433.940,15

4.462,50
31.429.477,65
31.433.940,15

31.445.531,05

31.449.600,15

9.416,27
9.417,27
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
350.383,00
2. Sonstige Rückstellungen
359.800,27

C. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

31.188.347,94

6.278,20 C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
31.083.521,68

Bilanzsumme

31.445.531,05

31.449.600,15 Bilanzsumme

Sonstige Unternehmen

EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH i.L.
275

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH i.L.
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.04.2010 bis 31.03.2011
2010/2011
in €
1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge

2009/2010
in €
0,00

-33.689,28

2.247,68

57.808,67

3. Materialaufw and
a) Aufw endungen für bezogene Leistungen

36.845,22

Rohergebnis
4. Sonstige betriebliche Aufw endungen
Betriebsergebnis
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Finanzergebnis
6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
8. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag

Sonstige Unternehmen

2.458,88
36.845,22

2.458,88

-34.597,54

21.660,51

73.106,64

74.929,79

-107.704,18

-53.269,28

2.877,92

5.139,88

2.877,92

5.139,88

-104.826,26

-48.129,40

0,00

-1,23

-104.826,26

-48.128,17

EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH i.L.
276

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Übersicht über die Mitglieder der Aufsichtsräte/ Kuratorien/ Werksausschüsse
Aufs ichts räte / Kuratorie n/
We rk s aus s chüs s e zum
31.12.2011

Aethner, Hans -Reiner
Albrecht, Dr. Wolf-Peter
Arlt, Dr. Klaus
Barthelm es , Gabriele
Becker, Stefan
Billing, Cars ten
Bockhardt, Cars ten
Bonath, Ingo
Bork, Tors ten K.
Brandenburg, Bernd
Brets chneider, Rainer
Burks chweiger, Beate
Cornelius , Wolfgang
Dencker, Maike
Derling, Markus
Dubbers tein, Bernd
Diens t, Erns t
Dorgerloh, Prof. Dr. Hartm ut
Dreißen, Andre`
Dünn, Hans -Wilhelm
Erbe, Dr. Joachim
Exner, Burkhard
Fis cher, Uwe
Fles chenberg, Bernd
Floß, Ulrich
Fredrich, Dipl. Ing. Günter
Frerichs , Stefan
Friedrichs , Heike
Frohne, Holm
Gehm , Dr. Henning
Gerlach, Manuela
Geywitz, Klara
Gies e, Detlef
Gies ecke, Peer
Graupeter, Uwe
Groth, Evelin
Großm ann, Chris tian
Grzim ek, Stefan
Gunold, Dr. Klaus -Uwe
Haake, Ulrich
Haas e, Dr. Udo
Heinzel, Hors t

Stadte ntw ick lung Wohne n und Baue n
PP

ETBF

STP

TNB

Ve r- und Ents orgung s ow ie Ve rk e hr
KIS

SWP

STEP

ViP

EWP

local
e ne rgy

GKe dis

x

x

x
x

x
x

x

x
x
x

x
x

x

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Übersicht über die Mitglieder der Aufsichtsräte/ Kuratorien/ Werksausschüsse
277

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Aufs ichts räte / Kuratorie n/
We rk s aus s chüs s e zum
31.12.2011

Aethner, Hans -Reiner
Albrecht, Dr. Wolf-Peter
Arlt, Dr. Klaus
Barthelm es , Gabriele
Becker, Stefan
Billing, Cars ten
Bockhardt, Cars ten
Bonath, Ingo
Bork, Tors ten K.
Brandenburg, Bernd
Brets chneider, Rainer
Burks chweiger, Beate
Cornelius , Wolfgang
Dencker, Maike
Derling, Markus
Dubbers tein, Bernd
Diens t, Erns t
Dorgerloh, Prof. Dr. Hartm ut
Dreißen, Andre`
Dünn, Hans -Wilhelm
Erbe, Dr. Joachim
Exner, Burkhard
Fis cher, Uwe
Fles chenberg, Bernd
Floß, Ulrich
Fredrich, Dipl. Ing. Günter
Frerichs , Stefan
Friedrichs , Heike
Frohne, Holm
Gehm , Dr. Henning
Gerlach, Manuela
Geywitz, Klara
Gies e, Detlef
Gies ecke, Peer
Graupeter, Uwe
Groth, Evelin
Großm ann, Chris tian
Grzim ek, Stefan
Gunold, Dr. Klaus -Uwe
Haake, Ulrich
Haas e, Dr. Udo
Heinzel, Hors t

Ve r- und Ents orgung
s ow ie Ve rk e hr
HWG

WD

x
x

x

VBB

Ge s undhe it
& Soziale s
KEvB

Kultur
HOT

HBPG

MFP

KUBUS

Wirts chafts förde rung

Sons tige
UN

TGZP

EGF

x
x
x
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Übersicht über die Mitglieder der Aufsichtsräte/ Kuratorien/ Werksausschüsse
278

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Aufs ichts r äte / Kur ator ie n/
We r k s aus s chüs s e zum
31.12.2011

Hes s e, Petra
Hollender, Silke
Hoppe, Kers tin
Horm ig, Michael
Jakobs , Jann
Jäkel, Ralf
Jankows ki, Glenn
Jas chins ki, Chris tian
Jens en, Sönke
John, Norbert
Judacz, Heike
Jus t, Gabor
Kapus te, Eberhard
Kähler, Lutz
Kes eberg, Rudolf
Klam ke, Volker
Klug, Grit
Knoblich, Hannelore
Knöll, Hans Jochen
Krautzberger, Maria
Köhler, Tobias
Koos , Chris tian
Korne, Ingo
Kutzm utz, Rolf
Küm m el, Harald
Kuns t, Friedem ann
Kuns t, Prof. Dr. - Ing. Dr. Sabine
Künzel, Joachim
Lange, Katrin
Lanz, Konrad
Lehm ann, Peter
Leinem ann, Peter
Ling, Gerhard
Loge, Stephan
Los s in, Holger
Magdows ki, Dr. Iris Jana
Menzel, Andres
Meyer, Till
Michael, Hans -Werner
Michals ke-Acioglu, Anke
Morgenroth, Birgit
Müller-Preines berger, Elona
Müller, Uwe
Müller- Stüler, Felix
Müller-Zins ius , Hors t
Müller, Sigrid
Müller, Heiko
Münch, Martina
Nes tler, Monika
Nits che, Juliane
Oldenburg, Brigitte
Paas ch, Manfred

Stadte ntw ick lung Wohne n und Baue n
PP

ETBF

STP

TNB

Ve r - und Ents or gung s ow ie Ve r k e hr
KIS

SWP

STEP

ViP

EWP

local
e ne r gy

GKe dis

x
x
x
x

x
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x
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Übersicht über die Mitglieder der Aufsichtsräte/ Kuratorien/ Werksausschüsse
279

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Aufs ichts r äte / Kur ator ie n/
We r k s aus s chüs s e zum
31.12.2011

Hes s e, Petra
Hollender, Silke
Hoppe, Kers tin
Horm ig, Michael
Jakobs , Jann
Jäkel, Ralf
Jankows ki, Glenn
Jas chins ki, Chris tian
Jens en, Sönke
John, Norbert
Judacz, Heike
Jus t, Gabor
Kapus te, Eberhard
Kähler, Lutz
Kes eberg, Rudolf
Klam ke, Volker
Klug, Grit
Knoblich, Hannelore
Knöll, Hans Jochen
Krautzberger, Maria
Köhler, Tobias
Koos , Chris tian
Korne, Ingo
Kutzm utz, Rolf
Küm m el, Harald
Kuns t, Friedem ann
Kuns t, Prof. Dr. - Ing. Dr. Sabine
Künzel, Joachim
Lange, Katrin
Lanz, Konrad
Lehm ann, Peter
Leinem ann, Peter
Ling, Gerhard
Loge, Stephan
Los s in, Holger
Magdows ki, Dr. Iris Jana
Menzel, Andres
Meyer, Till
Michael, Hans -Werner
Michals ke-Acioglu, Anke
Morgenroth, Birgit
Müller-Preines berger, Elona
Müller, Uwe
Müller- Stüler, Felix
Müller-Zins ius , Hors t
Müller, Sigrid
Müller, Heiko
Münch, Martina
Nes tler, Monika
Nits che, Juliane
Oldenburg, Brigitte
Paas ch, Manfred

Ve r - und Ents or gung
s ow ie Ve r k e hr

HWG

WD

VBB

Ge s undhe it
& Soziale s

KEvB

Kultur

HOT

HBPG

MFP

KUBUS

Wir ts chafts för de r ung

Sons tige
UN

TGZP

EGF

x

x

x
x
x

x
x
x
x
x
x
x

x

x
x

x

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Übersicht über die Mitglieder der Aufsichtsräte/ Kuratorien/ Werksausschüsse
280

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Aufs ichts räte / Kuratorie n/
We rk s aus s chüs s e zum
31.12.2011

Philipp, Robert
Praechtel, Ingeborg
Rahn, Martin
Richter, Dr. Heike
Reif, Ronald
Reinhardt, Ralf
Rietz, Klaus
Röding, Dr. Thom as
Rörig, Wolfgang
Ruppert, Dr. Wilfried
Sachtleben, Jutta
Scharfenberg, Dr. Hans -Jürgen
Scharlock, Dieter
Scheller, Steffen
Schm idt, Gernot
Schm idt, Robert
Schneider, Franzis ka
Schröder, Dr. Burkhard
Schröder, Michael
Schröter, Dr. Karin
Schröter, Dr. Lothar
Schröter, Karl-Heinz
Schubert, Mike
Schulz, Günter
Schulze, Dietm ar
Schulze, Jana
Schüler, Peter
Schweers , Norbert
Seidel, Dr. Chris tian
Staudt, Elm er
Stäblein, Cars ten
Stein, Chris tian
Steinicke, Dr. Alexander
Stenger, Tillm ann
Stolle, As trid
Strois ch, Eberhard
Szym ans ki, Frank
Teuteberg, Björn
Thiem , Jörg
Tuchel, Wolf-Dieter
Utting, Brian
Vollert, Mario
von Halem , Marie Luis e
Walles er, Reiner
Wegewitz, Dr. Hagen
Wilm s , Heiner
Yon, Marcel
Zalenga, Manfred
Zim m erm ann, Norbert

Stadte ntw ick lung Wohne n und Baue n
PP

ETBF

STP

TNB

Ve r- und Ents orgung s ow ie Ve rk e hr
KIS

SWP

STEP

ViP

EWP

local
e ne rgy

GKe dis

x

x
x
x
x
x
x

x

x
x

x

x
x
x
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x
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x

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x

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Übersicht über die Mitglieder der Aufsichtsräte/ Kuratorien/ Werksausschüsse
281

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Aufs ichts r äte / Kur ator ie n/
We r k s aus s chüs s e zum
31.12.2011

Philipp, Robert
Praechtel, Ingeborg
Rahn, Martin
Richter, Dr. Heike
Reif, Ronald
Reinhardt, Ralf
Rietz, Klaus
Röding, Dr. Thom as
Rörig, Wolfgang
Ruppert, Dr. Wilfried
Sachtleben, Jutta
Scharfenberg, Dr. Hans -Jürgen
Scharlock, Dieter
Scheller, Steffen
Schm idt, Gernot
Schm idt, Robert
Schneider, Franzis ka
Schröder, Dr. Burkhard
Schröder, Michael
Schröter, Dr. Karin
Schröter, Dr. Lothar
Schröter, Karl-Heinz
Schubert, Mike
Schulz, Günter
Schulze, Dietm ar
Schulze, Jana
Schüler, Peter
Schweers , Norbert
Seidel, Dr. Chris tian
Staudt, Elm er
Stäblein, Cars ten
Stein, Chris tian
Steinicke, Dr. Alexander
Stenger, Tillm ann
Stolle, As trid
Strois ch, Eberhard
Szym ans ki, Frank
Teuteberg, Björn
Thiem , Jörg
Tuchel, Wolf-Dieter
Utting, Brian
Vollert, Mario
von Halem , Marie Luis e
Walles er, Reiner
Wegewitz, Dr. Hagen
Wilm s , Heiner
Yon, Marcel
Zalenga, Manfred
Zim m erm ann, Norbert

Ve r - und Ents or gung
s ow ie Ve r k e hr
HWG

WD

VBB

Ge s undhe it
& Soziale s
KEvB

Kultur
HOT

HBPG

M FP

x

x

KUBUS

Wir ts chafts för de r ung

Sons tige
UN

TGZP

EGF

x
x
x
x
x

x

x

x
x
x
x
x
x
x
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x
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Übersicht über die Mitglieder der Aufsichtsräte/ Kuratorien/ Werksausschüsse
282

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesamtübersicht über die Wirtschaftsprüfer von 2007 bis 2011

Unternehmen
Stadtentwicklung, Wohnen und Bauen
ProPotsdam GmbH

2007

2008

2009

2010

2011

DOMUS AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH
POLO Beteiligungsgesellschaft mbH

DOMUS AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

DOMUS AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

Entwicklungsträger Bornstedter Feld
GmbH
Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH

DOMUS AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

DOMUS AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

Sanierungsträger Potsdam GmbH

DOMUS AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L.

DOMUS AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

Betriebs- u. Veranstaltungsgesellschaft in
der LHP mbH
Biosphäre Potsdam GmbH

DOMUS AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

DOMUS AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

Luftschiffhafen Potsdam GmbH

/

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

ProPotsdam Facility Management GmbH

/

/

GdW Revision AG

GdW Revision AG

GdW Revision AG

Grundstückspool Potsdam
Center GbR mbH
Kommunaler Immobilien Service (KIS)
Eigenbetrieb der LHP

/

/

/

BDO

BDO

BDO

PriceWaterhouse
Coopers AG
BDO

PriceWaterhouse
Coopers AG
PriceWaterhouse
Coopers AG

Übersicht über die Wirtschaftsprüfer
283

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Unternehmen
Ver- und Entsorgung sowie Verkehr
Stadtwerke Potsdam GmbH

2007

2008

2009

2010

2011

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

Bäderlanschaft Potsdam GmbH

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

Stadtentsorgung Potsdam GmbH

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

Kommunale Fuhrparkservice Potsdam
GmbH
Energie und Wasser Potsdam GmbH

/

/

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

PriceWaterhouse
Coopers AG
Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil
k.A.

WIBERA

WIBERA

WIBERA

WIBERA

Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil
k.A.

WIBERA

WIBERA

WIBERA

Gesellschaft kommunaler E.ON edis
Aktionäre mbH
HWG Havelländische Wasser GmbH

WIKOM AG

k.A.

Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil
WIKOM AG

Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil
k.A.

Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil
WIKOM AG

WIKOM AG

WIKOM AG

WIKOM AG

Goldstein

Goldstein

WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche
Dienste mbH & Co. KG Potsdam

WIKOM AG

WIKOM AG

WIKOM AG

Goldstein

Goldstein

MDS MÖHRLE
GmbH

MDS MÖHRLE
GmbH

MDS MÖHRLE
GmbH

MDS MÖHRLE
GmbH

WIKOM AG

Energie und Wasser Dienstleistungen
Potsdam GmbH
Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH
local energy GmbH

VBB Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg GmbH

Übersicht über die Wirtschaftsprüfer
284

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Unternehmen
Gesundheit und Soziales
Klinikum Ernst von Bergmann
gemeinnützige GmbH
Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH
MVZ Medizinisches Versorgungszentrum
GmbH
Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von
Bergmann mbH
Senioreneinrichtungen Ernst von
Bergmann gemeinnützige GmbH
Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst
von Bergmann mbH
Kultur
Hans Otto Theater GmbH
Haus der Brandenburgisch- Preußischen
Geschichte gemeinnützige GmbH
Musikfestspiele Sanssouci und
Nikolaisaal Potsdam gGmbH
Gesellschaft für Kultur, Begegnung und
soziale Arbeit in Potsdam gGmbH
Wirtschaftsförderung
Technologie- und Gewerbezentren
Potsdam GmbH
Golm Innovationszentrum GmbH
Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten
GmbH
ZFF Facility Management GmbH
Sonstige Unternehmen
Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH
i.L.
EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland
mbH i.L.

2007

2008

2009

2010

2011

Ernst & Young AG

DOMUS AG

DOMUS AG

DOMUS AG

DOMUS AG

Ernst & Young AG

DOMUS AG

DOMUS AG

DOMUS AG

DOMUS AG

/

/

DOMUS AG

DOMUS AG

DOMUS AG

Ernst & Young AG

DOMUS AG

DOMUS AG

DOMUS AG

DOMUS AG

Ernst & Young AG

DOMUS AG

DOMUS AG

DOMUS AG

DOMUS AG

Ernst & Young AG

DOMUS AG

DOMUS AG

DOMUS AG

DOMUS AG

PriceWaterhouse
Coopers AG
Göken, Pollak &
Partner

PriceWaterhouse
Coopers AG
Göken, Pollak &
Partner

DOMUS AG

DOMUS AG

DOMUS AG

WIBERA

WIBERA

DEUTRAG
Treuhand-RevisionAktiengesellschaft
WIBERA

DEUTRAG
Treuhand-RevisionAktiengesellschaft
WIBERA

DEUTRAG
Treuhand-RevisionAktiengesellschaft
WIBERA

Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil

Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil

Dipl.-Kaufmann
Uwe Schilling

Dipl.-Kaufmann
Uwe Schilling

Dipl.-Kaufmann
Uwe Schilling

Göken, Pollack &
Partner
Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil
Göken, Pollack &
Partner
Göken, Pollack &
Partner

Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil
Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil
Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil
Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil

Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil
Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil
Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil
Dipl.-Kaufmann
Eckhardt Beil

Dipl.-Kaufmann
Uwe Schilling
Dipl.-Kaufmann
Uwe Schilling
Dipl.-Kaufmann
Uwe Schilling
Dipl.-Kaufmann
Uwe Schilling

Dipl.-Kaufmann
Uwe Schilling
Dipl.-Kaufmann
Uwe Schilling
Dipl.-Kaufmann
Uwe Schilling
/

Göken, Pollack &
Partner
BDO

Göken, Pollack &
Partner
BDO

Göken, Pollack &
Partner
BDO

Göken, Pollack &
Partner
BDO

Göken, Pollack &
Partner
BDO

Übersicht über die Wirtschaftsprüfer
285

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Begriffserläuterungen
Abschreibungen
Abschreibungen erfassen die Wertminderungen der Anlagegüter. Unterschieden wird nach planmäßigen Abschreibungen (erwartete Wertminderung, wird im Voraus auf Rechnungsperioden verteilt) und
außerplanmäßigen Abschreibungen (unerwartete Wertminderung, wird zum Zeitpunkt ihres Eintritts
gebucht).
Aktiengesellschaft (AG)
Die AG ist eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Gesellschafter (Aktionäre) mit
ihren Einlagen an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt sind und nur mit ihrer Kapitaleinlage
haften. Insbesondere die Struktur der AG und die herausragende Stellung des Vorstandes als Gesellschaftsorgan lassen einer Kommune nur wenige Möglichkeiten, bestimmenden Einfluss auszuüben.
Das ist ein wesentlicher Grund, warum die Landeshauptstadt Potsdam nur an einem Unternehmen
dieser Rechtsform beteiligt ist.
Aktiva
Auf der Aktivseite (Mittelverwendungsseite) wird das Anlage- und Umlaufvermögen erfasst. Sie zeigt,
wohin die finanziellen Mittel geflossen sind.
Anlagevermögen
Anlagevermögen ist der Teil des Vermögens, der für längere Zeit im Unternehmen verbleibt. Es umfasst Sachanlagen (Immobilien, Maschinen usw.), Finanzanlagen (z. B. Beteiligungen) und immaterielle Vermögensgegenstände (Lizenzen, Patente).
Aufwendungen
Unter Aufwendungen wird der gesamte Werteverzehr an Gütern, Diensten und Abgaben während
einer Abrechnungsperiode verstanden.
Beteiligungsgesellschaft
Beteiligungsgesellschaften sind Gesellschaften, an denen die Gesellschafter - z.B. die Landeshauptstadt Potsdam - mit unterschiedlichen Geschäftsanteilen, jedoch unter 100 % beteiligt sind. Man unterscheidet hier Mehrheitsbeteiligungen (über 50 %) und Minderheitsbeteiligungen (unter 50 %). Die
Höhe des Anteils bedingt maßgeblich den Einfluss des Gesellschafters.
Bilanz
Die Bilanz ist die Gegenüberstellung des Vermögens und des Kapitals eines Unternehmens zu einem
bestimmten Stichtag. Sie ist Bestandteil des Jahresabschlusses.
Bilanzsumme
Die Bilanzsumme ist die Summe aller Aktiva, die gleich der Summe aller Passiva ist.

Begriffserläuterungen
286

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Eigenbetrieb
Ein Eigenbetrieb ist ein rechtlich unselbstständiges, wirtschaftlich gesehen jedoch selbstständiges
Unternehmen, das organisatorisch von der kommunalen Verwaltung teilweise abgegrenzt ist. Als Leitungsorgan fungiert die Werkleitung, der Werksausschuss stellt das Kontrollorgan dar. Das Betriebsvermögen des Eigenbetriebes wird als Sondervermögen im Haushalt der Stadt ausgewiesen. Das
Rechnungswesen erfolgt unabhängig vom städtischen Haushalt nach kaufmännischen Grundsätzen.
Die eigene Planung des Eigenbetriebes erfolgt im Wirtschaftsplan, der eine Pflichtanlage zum städtischen Haushaltsplan bildet.
Eigengesellschaft
Eigengesellschaften sind Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren sämtliche Anteile
einem Gesellschafter - hier der Landeshauptstadt Potsdam - gehören.
Eigenkapital
Eigenkapital sind jene Mittel, die von den Eigentümern eines Unternehmens zu dessen Finanzierung
aufgebracht oder als erwirtschafteter Gewinn im Unternehmen belassen wurden. Es wird auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen.
Erträge
Unter Erträgen wird der gesamte Wertezufluss in ein Unternehmen innerhalb einer Abrechnungsperiode verstanden.
Fremdkapital
Fremdkapital ist die Bezeichnung für die in der Bilanz ausgewiesenen Schulden (Verbindlichkeiten)
des Unternehmens gegenüber Dritten, die rechtlich entstanden oder wirtschaftlich verursacht sind.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
Die GmbH ist ein rechtlich und wirtschaftlich selbstständiges Unternehmen, kennzeichnend ist ein
kaufmännisches Rechnungswesen. Der Kommune stehen in wirtschaftlichen Unternehmen, bei denen
die gesellschaftsvertraglichen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden und an denen sie allein oder mehrheitlich beteiligt ist, relativ umfassende Einwirkungsmöglichkeiten zu. Das Recht, bindende Weisungen zu erteilen, ist darin eingeschlossen. Die Stadt nutzt die Organe der GmbH - die Gesellschafterversammlung und den Aufsichtsrat - zur Einflussnahme auf die Erfüllung des öffentlichen Zwecks
durch die städtischen Unternehmen oder Beteiligungen.
Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Durch die Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen wird in der GuV der Erfolg des Unternehmens in einer Abrechnungsperiode (Wirtschaftsjahr) ermittelt. Ist die Summe der Erträge höher als
die der Aufwendungen, erwirtschaftet das Unternehmen einen Jahresüberschuss (Gewinn), der das
Eigenkapital steigert. Übersteigt die Summe der Aufwendungen die der Erträge, entsteht ein Jahresfehlbetrag (Verlust), der das Eigenkapital mindert. Die GuV ist neben der Bilanz der wichtigste Teil des
Jahresabschlusses.
Gezeichnetes Kapital
Bei der GmbH wird es als Stammkapital bezeichnet (mindestens 25 T€). Es ist das im Handelsregister
eingetragene Kapital, auf das die Haftung der Gesellschafter beschränkt ist.

Begriffserläuterungen
287

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gründungsdatum
Mit Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister des jeweiligen Amtsgerichtes wird der Gründungsvorgang einer GmbH abgeschlossen. Eine GmbH entsteht als juristische Person durch die Handelsregistereintragung (konstitutive Wirkung).
Kapitalrücklage
In die Kapitalrücklage werden Beträge eingestellt, die bei einer Kapitaleinlage oder Einzahlung den
Betrag des „Gezeichneten Kapitals“ übersteigen.
Liquidität
Liquidität ist die Fähigkeit des Unternehmens, jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen
zu können.
Passiva
Auf der Passivseite (Mittelherkunftsseite) werden das Eigen- und Fremdkapital ausgewiesen. Sie gibt
Auskunft über die Herkunft der finanziellen Mittel.
Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet für Aufwendungen, die noch das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, deren genaue Höhe und/oder Fälligkeit der Zahlung zum Bilanzstichtag aber noch unbekannt
sind. Rückstellungen haben Schuldcharakter.
Umlaufvermögen
Umlaufvermögen ist der Teil des Vermögens, der nur kurze Zeit im Unternehmen verbleibt. Es umfasst Vorräte, Wertpapiere, Forderungen und liquide Mittel.
Zweckverband
Zweckverbände sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, die der gemeinsamen Wahrnehmung
einzelner bestimmter kommunaler Aufgaben dienen. Gemeinden, Städte und Kreise können sich zur
Erfüllung entsprechender Aufgaben zu Zweckverbänden zusammen schließen. Sie sind die häufigste
Konstruktion kommunaler Zusammenarbeit zur Lösung von Grundversorgungsproblemen. Zur Finanzierung solcher Verbände wird eine Umlage erhoben, falls die Erträge aus dem Geschäftsbetrieb die
Aufwendungen nicht decken. Die Organe des Zweckverbandes sind der Verbandsvorsteher und die
Verbandsversammlung. Je nach Bedarf und Größe wird auch noch ein Verwaltungsrat eingerichtet.

Begriffserläuterungen
288

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Erläuterungen der Kennzahlen
Nachfolgende Kennzahlen wurden soweit sachgerecht für die Beteiligungsunternehmen und Eigenbetriebe der Landeshauptstadt Potsdam in Anlehnung an das „Rundschreiben zur Anwendung der Bestimmungen über die Erstellung und den Aufbau des Beteiligungsberichtes“ des Ministeriums des
Innern des Landes Brandenburg vom 22.12.2009 berechnet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei
der Berechnung der Kennzahlen allgemeine Formeln verwendet wurden. Diese können von den in
den Unternehmen verwendeten Kennzahlendefinitionen abweichen.

Anlagenintensität
Anlagenintensität =

Anlagevermögen
Gesamtvermögen

* 100

Gibt an, wie hoch der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen (= Bilanzsumme des Unternehmens zum Ende des Berichtsjahres) ist und gibt Hinweise auf die finanzielle Anpassungsfähigkeit
und Flexibilität einer Gesellschaft. Eine hohe Anlagenintensität hat in der Regel hohe Fixkosten in
Form von Abschreibungen zur Folge. Eine zu geringe Anlagenintensität könnte auf überwiegend alte,
bereits im hohen Maße abgeschriebene Anlagen hinweisen.

Eigenkapitalquote (ohne SoPo)
Eigenkapital
Eigenkapitalquote =

* 100
Gesamtkapital

Die Eigenkapitalquote zeigt an, in welchem Umfang das Vermögen der Gesellschaft durch Eigenkapital finanziert ist. Als Eigenkapital wurde hier das unter dem Posten der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital verwendet, welches sich aus dem gezeichneten Kapital, den Rücklagen, dem Gewinn- bzw. Verlustvortrag sowie dem Jahresüberschuss/-fehlbetrag zusammensetzt. Grundsätzlich gilt, je höher die
Eigenkapitalquote, desto unabhängiger ist die Gesellschaft von externen Kapitalgebern.

Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
Das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft wurde durch im abgelaufenen Geschäftsjahr oder vorangegangenen Jahren angesammelte Verluste aufgebraucht. Daraus ergibt sich ein Überschuss der
Passiva über die Aktiva der Bilanz. Zum Ausgleich der Bilanz ist auf der Aktivseite ein „Nicht durch
Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“ auszuweisen. In diesem Fall liegt eine bilanzielle Überschuldung
vor, was die Pflicht zur Prüfung einer tatsächlichen Überschuldung sowie eventuell die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens nach sich zieht.

Erläuterungen der Kennzahlen
289

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Anlagendeckungsgrad II
Eigenkapital + Sonderposten + Langfristiges Fremdkapital
Anlagendeckungsgrad II =

* 100

Anlagevermögen

Die Kennzahl zeigt an, welcher Anteil des langfristigen Vermögens (Anlagevermögen) durch langfristiges Kapital (Eigenkapital, Sonderposten sowie langfristiges Fremdkapital) finanziert wird. Das langfristige Fremdkapital setzt sich aus den Rückstellungen für Pensionen u.ä. Verpflichtungen sowie den
Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren zusammen. Grundsätzlich gilt, dass das
langfristig dem Unternehmen zur Verfügung stehende Vermögen durch das langfristige Kapital gedeckt werden soll. Der Anlagendeckungsgrad II ist ein Maß für die finanzielle Stabilität eines Unternehmens.

Zinsaufwandsquote
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwandsquote =

* 100

Umsatzerlöse

Die Zinsaufwandsquote gibt die Relation der Zinsaufwendungen zu den erzielten Umsatzerlösen an.
Eine hohe Zinsaufwandsquote weist auf eine hohe Liquiditätsbindung eines Unternehmens hin. Umso
höher der Grad der Fremdfinanzierung, desto stärker ist die Zinsabhängigkeit, insbesondere von
Zinserhöhungen.

Liquidität 3. Grades
Umlaufvermögen
Liquidität 3. Grades =

Kurzfristiges Fremdkapital

* 100

Die Liquidität 3. Grades gibt an, in welchem Umfang das kurzfristige Fremdkapital durch das Umlaufvermögen gedeckt wird. Das kurzfristige Fremdkapital setzt sich aus den Verbindlichkeiten mit einer
Laufzeit unter einem Jahr, den Steuerrückstellungen, den sonstigen Rückstellungen sowie den passiven Rechnungsabgrenzungsposten zusammen. Ist die Kennzahl kleiner als 100 %, wird ein Teil des
Anlagevermögens kurzfristig finanziert. Dies würde gegen die „Goldene Bilanzregel“ verstoßen.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Cashflow allgemein definiert sich als Zahlungsmittelüberschuss einer Periode. Er bezieht sich dabei
auf Aufwendungen und Erträge, die nicht nur erfolgswirksam, sondern auch zahlungswirksam geworden sind.
Der im Beteiligungsbericht abgebildete Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) entspricht dem aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Unternehmens erzielten Zahlungsmittelüberschuss. Die Kennzahl wurde den Berichten über die Prüfung des Jahresabschlusses der jeweiligen Unternehmen entnommen.

Erläuterungen der Kennzahlen
290

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Gesamtkapitalrentabilität
Jahresergebnis + Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Gesamtkapitalrentabilität =

* 100

Gesamtkapital

Die Gesamtkapitalrentabilität gibt die Verzinsung des gesamten Kapitaleinsatzes im Unternehmen an.

Umsatzerlöse
Der Begriff Umsatzerlöse ist im § 277 Abs. 1 HGB definiert und umfasst alle Erlöse aus dem Verkauf
und der Vermietung/ Verpachtung von Erzeugnissen und Waren sowie Dienstleistungen, die die gewöhnliche Geschäftstätigkeit eines Unternehmens betreffen. Dieser Betrag kann der Gewinn- und
Verlustrechnung direkt entnommen werden.

Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag
Der Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag ist das positive bzw. negative Ergebnis eines Unternehmens
unter Berücksichtigung aller Aufwendungen und Erträge innerhalb eines Geschäftsjahres.

Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme
Das Ergebnis vor Gewinnabführung/ Verlustübernahme stellt das Jahresergebnis eines Unternehmens vor Berücksichtigung der Erträge aus Verlustübernahme, der Aufwendungen aus abgeführten
Gewinnen sowie der Ausgleichszahlungen an Mitgesellschafter dar.

Personalaufwandsquote
Personalaufwendungen
Personalaufwandsquote =

* 100
Umsatz

Die Personalaufwandsquote stellt ein grobes Maß der Erfolgsabhängigkeit von der Entwicklung der
Personalkosten dar. Mit jedem Euro Umsatz sind durchschnittlich X-Euro Personalaufwand verbunden.

Anzahl der Mitarbeiter
Die Anzahl der Mitarbeiter gibt den Durchschnitt der im Geschäftsjahr angestellten Beschäftigten an.
Die Kennzahl beinhaltet nicht die Geschäftsführung und die Werkleitung.

Erläuterungen der Kennzahlen
291

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Abkürzungsverzeichnis
AbfG

Abfallgesetz

Abs.

Absatz

AG

Aktiengesellschaft

BauGB

Baugesetzbuch

BbgKVerf

Kommunalverfassung des Landes Brandenburg

BgA

Betrieb gewerblicher Art

BGF

Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH

BH

Bürgerhaus am Schlaatz gGmbH

BLP

Bäderlandschaft Potsdam GmbH

BM

Bürgermeister

BPP

Brandenburgische Philharmonie Potsdam GmbH i.L.

BVG

Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt
Potsdam mbH

CAT

Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH

EFB e.V.

Europäisches Filmzentrum Babelsberg e.V.

EGF

EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH i.L.

EMB

Erdgas Mark Brandenburg GmbH

ETBF

Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH

EVP

Energieversorgung Potsdam GmbH

EVU

Energieversorgungsunternehmen

EW

Einwohner

EWD

Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH

EWP

Energie und Wasser Potsdam GmbH

FAG

Finanzausgleichsgesetz

GEWOBA

Gemeinnützige Wohn- und Baugesellschaft Potsdam mbH (jetzt: PP)

GO-IN

Golm Innovationszentrum GmbH

GWVP

GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH

gGmbH

Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung

GJ

Geschäftsjahr

GKedis

Gesellschaft kommunaler E.ON edis Aktionäre mbH

GmbH

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

GuV

Gewinn- und Verlustrechnung

GVP

Gasversorgung Potsdam GmbH

GWh

Energieverbrauchseinheit Gigawattstunde

GZP

Gesundheitszentrum Potsdam GmbH (jetzt: PEvB)

HBPG

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
gemeinnützige GmbH

HGB

Handelsgesetzbuch

HOT

Hans Otto Theater GmbH

HWG

HWG Havelländische Wasser GmbH

i.H.v.

in Höhe von

i.L.

in Liquidation

Abkürzungsverzeichnis
292

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

InsO

Insolvenzordnung

i.V.m.

in Verbindung mit

k.A.

keine Angaben

KEvB

Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH

KFP

Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH

KH 2010

Kulturhauptstadt 2010 GmbH i.L.

KIS

Kommunaler Immobilien Service (KIS)
Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam

KMU

Klein- und Mittelständische Unternehmen

KomHKV

Kommunale Haushalts- und Kassenverordnung

KUBUS

Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam
gemeinnützige GmbH

LHP

Landeshauptstadt Potsdam

LSH

Luftschiffhafen Potsdam GmbH

MAWV

Märkischer Wasser- und Abwasserzweckverband

MBS

Mittelbrandenburgische Sparkasse

MFP

Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH

Mio. €

Millionen Euro

Mrd. €

Milliarden

MVZ

MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH

MWFK

Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kultur

OWA

Osthavelländische Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung
GmbH

ÖPNV

Öffentlicher Personennahverkehr

PBefG

Personenbeförderungsgesetz

PC-Pool

Grundstückspool Potsdam Center GbR mbH

pct

potsdamer centrum für technologie

PEvB

Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH

PGS

Potsdam Gesundheit Service GmbH (jetzt: SG)

POLO

POLO Beteiligungsgesellschaft mbH

PP

ProPotsdam GmbH

PPFM

ProPotsdam Facility Management GmbH

PT

PT Potsdam Tourismus GmbH – in Insolvenz –

PTM

Potsdam Touristik und Marketing GmbH i.L.

PWA

Potsdamer Wasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH i.L.

RA

Rechtsanwalt

SBP

Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH

SE

Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH

SG

Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH

SGB

Sozialgesetzbuch

STEP

Stadtentsorgung Potsdam GmbH

STP

Sanierungsträger Potsdam GmbH

SVV

Stadtverordnetenversammlung

SWP

Stadtwerke Potsdam GmbH

Abkürzungsverzeichnis
293

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

TDM

Tausend Deutsche Mark

TNB

Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L.

T€

Tausend Euro

TGZP

Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH

UmwG

Umweltgesetz

VBB

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH

ViP

ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH

Vj.

Vorjahr

VNG

Verbundnetz Gas AG

WARL

Wasserver- und Abwasserentsorgungszweckverband,
Region Ludwigsfelde

WBP

Wasserbetrieb Potsdam GmbH

WD

WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co. KG
Potsdam

z.B.

zum Beispiel

ZFF

Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH

ZFF FM

ZFF Facility Management GmbH

ZÖLS

Zweckverband ÖPNV Lausitz-Spreewald

ZV

Zweckverband

Abkürzungsverzeichnis
294

17. Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Potsdam zum 31. Dezember 2011

Alphabetische Beteiligungsübersicht
Bäderlandschaft Potsdam GmbH .......................................................................................100
Baugesellschaft Bornstedter Feld mbH ................................................................................42
Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft in der Landeshauptstadt Potsdam mbH...............60
Biosphäre Potsdam GmbH ...................................................................................................65
Brandenburgische Philharmonie Potsdam GmbH i.L. .........................................................261
Cateringgesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH .............................................209
EGF Entwicklungsgesellschaft Fahrland mbH i.L. ..............................................................271
Energie und Wasser Dienstleistungen Potsdam GmbH ......................................................133
Energie und Wasser Potsdam GmbH .................................................................................125
Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH .........................................................................35
Gesellschaft für Kultur, Begegnung und soziale Arbeit in Potsdam gemeinnützige GmbH .235
Gesellschaft kommunaler E.ON edis Aktionäre mbH ..........................................................149
GEWOBA Wohnungsverwaltungsgesellschaft Potsdam mbH ..............................................25
Golm Innovationszentrum GmbH .......................................................................................249
Grundstückspool Potsdam Center GbR mbH .......................................................................80
Hans Otto Theater GmbH ...................................................................................................215
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gemeinnützige GmbH ......................221
HWG Havelländische Wasser GmbH .................................................................................155
Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH .........................................................179
Kommunale Fuhrparkservice Potsdam GmbH ....................................................................120
Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Potsdam ..........82
Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH i.L..........................................................................265
local energy GmbH.............................................................................................................138
Luftschiffhafen Potsdam GmbH ............................................................................................70
Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH.............................................228
MVZ Medizinisches Versorgungszentrum GmbH ...............................................................193
Poliklinik Ernst von Bergmann GmbH .................................................................................187
POLO Beteiligungsgesellschaft mbH ....................................................................................30
ProPotsdam Facility Management GmbH .............................................................................75
ProPotsdam GmbH ..............................................................................................................15
Sanierungsträger Potsdam GmbH ........................................................................................48
Senioreneinrichtungen Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH ...................................204
Servicegesellschaft am Klinikum Ernst von Bergmann mbH ...............................................198
Stadtbeleuchtung Potsdam GmbH .....................................................................................144
Stadtentsorgung Potsdam GmbH .......................................................................................106
Stadtwerke Potsdam GmbH .................................................................................................92
Technologie- und Gewerbezentren Potsdam GmbH ..........................................................243
Terraingesellschaft Neubabelsberg AG i.L. ..........................................................................55
VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH .............................................................169
ViP Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH .................................................................................113
WD Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Dienste mbH & Co.KG Potsdam ......................162
Zentrum für Film- und Fernsehproduzenten GmbH ............................................................254

Alphabetische Beteiligungsübersicht
295

Herausgeber:
Landeshauptstadt Potsdam
Der Oberbürgermeister
Verantwortlich:
Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters
Bereich Beteiligungsmanagement
Friedrich-Ebert-Straße 79-81
14469 Potsdam
Tel.: (0331) 289 28 04
Fax: (0331) 289 28 07
Foto: Landeshauptstadt Potsdam (M. Lüder)
        
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