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man möge mit diesem Urteil zurückhaltend sein; was noch
ferner über die Thätigkeit Dickhoffs zu berichten ist, dürfte
vielen die Überzeugung verschaffen, daß einem so klug berechnenden
raffinierten Verbrecher gegenüber leider die
beste Polizei mehr oder weniger hilflos sein muß.
Dem Komissionär Dickhoff genügte der Verdienst, den
er aus Schwindeleien der vorbezeichneten Art erzielte, noch
bei weitem nicht. Er ging weiter. Ihm war auch der
Kreis der Komissionäre mit ihren Schwindeleien zu beschränkt.
Er suchte noch lohnendere Quellen auf. Wir
finden ihn wieder mitten in dem Abschaum der allergefährlichsten
Verbrecher von ganz Berlin.
Dickhoff hatte eine etwas absonderliche, aber streng regelmäßige
Zeiteinteilung. Vormittags verließ er in Rixdorf
seine Frau — die sich dort als Wäscherin kärglich, aber
redlich ernährte, und die von seinem verbrecherischen Treiben
wohl eine dunkle Ahnung hatte, dasselbe aber keineswegs
billigte und des näheren in seine schurkigen Pläne ganz
gewiß nicht eingeweiht war — und begab sich nach Berlin.
Hier besuchte er die Mittagsbörse der Komissionäre vor
dem Rathaus und im Ratskeller und die Nachmittagsbörse
um 5 Uhr in der Passage der Kaisergalerie. Abends spät,
auch wohl in der Nacht kehrte er nach Rixdorf zurück.
In den Zwischenzeiten pflegten die Kommissionäre ihren
Geschäften nachzugehen. Er that ein Gleiches, nur auf
seine Art. Denn kaum hatte er sich von seinen Kollegen
getrennt, so begann für ihn ein andres geheimnisvolles
Leben, er begab sich in eine andre Welt, die Umgebungen
wechselten, es traten andre als handelnde Personen auf,
und was das Charakteristischste war, keine dieser beiden