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wertvolle Inventar und ließ dann das nackte Gut für
315 000 Mark an einen andern Kommissionär auf, einen
Strohmann, der nicht einen Heller nachweisbares Vermögen
besaß, der das Gut sofort zur Subhastation kommen ließ,
und bei dem der Fiskus wegen der Kosten ebenso das Nachsehen
hatte, wie bei Dickhoff.
Des letzteren ganz besondere Spezialität bestand ferner
darin, daß er sich an alte, alleinstehende, hilflose Personen,
vorzugsweise Frauen herandrängte und deren Geschäfte zu
vermitteln suchte, und wie gewandt hierbei sein Benehmen
war, wie leicht es ihm wurde, Vertrauen zu erwecken, geht
daraus hervor, daß ihn gerade vermögende und besonders
mißtrauische Frauen zu sich heranzogen und ihm die Leitung
ihrer gesamten Geschäfte wie einem Generalbevollmächtigten
übertrugen, eine Stellung, die Dickhoff dann selbstverständlich
dazu benutzte, sie in jeder nur denkbaren Weise
zu übervorteilen und zu hintergehen.
Und diesen Lebenswandel hat der Mann — eine Stunde
von Berlin entfernt in Rixdorf wohnend — in Berlin
selbst wohl an die zwanzig Jahre lang geführt, ohne daß
es auch nur ein einziges Mal gelungen wäre, ihn zur
Verantwortung zu ziehen. Nicht allein, daß er nicht bestraft
worden ist, nein, es ist in der ganzen Zeit auch nicht
eine einzige Untersuchung, nicht ein einziges Ermittelungsverfahren
gegen ihn eingeleitet worden.
Man wird vielleicht geneigt sein, die Schuld hieran nicht
in letzter Linie der Kriminalpolizei in die Schuhe zu schieben,
und diese Neigung könnte sich noch steigern, wenn man
bedenkt, daß mit Vorstehendem das Sündenregister des
Übelthäters noch keineswegs abgeschlossen ist. Indessen