A:
Aufnahme unzureichend, weil von dem Lichtkegel dann
nur ein kleiner "Teil auf den Kehlkopfspiegel beziehungsweise
in den Kehlkopf fällt, während der von der
Zunge zurückgehaltene Teil des Lichtes auf der letzteren
störende Reflexe hervorruft. Erhöht wird diese Schwierigkeit
durch eine meist gleichzeitig vorhandene Reizbarkeit
des Rachens. Hier kann die laryngoskopische Untersuchung
durch wiederholte kurz dauernde Spiegelungen
wohl zum Ziele führen, für die Photographie aber ist die
Zeit der Sichtbarkeit des aufzunehmenden Bildes zu kurz,
um dasselbe in dem Apparat einstellen zu können. Da
der Kehlkopfspiegel zu diesem Zweck längere Zeit als
bei der gewöhnlichen Untersuchung am Zäpfchen liegen
bleiben muss, so ist eventuell, wie vor einer Operation,
die Kokainisierung des Rachens notwendig.
Die Entwicklung der Kehlkopfphotographie hat ergeben,
dass die einfachste und beste Methode sich möglichst
an die übliche Kehlkopf-Untersuchung anlehnt,
d. h., dass der photographische Apparat zwischen den
Reflektor und das untersuchende Auge eingeschaltet
wird. Der Apparat selbst muss so beschaffen sein, dass
er eine möglichst scharfe Einstellung des aufzunehmenden
Bildes gestattet und dass in Augenblick der besten
Schärfe auch die Aufnahme erfolgen kann. Ich habe
dementsprechend einen Apparat konstruiert, der auf
einem dem Zweck entsprechenden Stativ so montiert ist,
dass er hoch und niedrig gestellt, um seine Querachse
geneigt und nach vorn und rückwärts bewegt werden kann.
Dicht hinter dem Objektiv ist
ein total reflektierendes Prisma so
angebracht, dass der grössere Teil
der durch das Objektiv dringenden
Strahlen in die rechtwinklig nach
oben oder seitwärts gerichtete mit
einem Momentverschluss versehene
Kamera abgelenkt wird (Fig. 1).
Der andere kleinere Teil der
Objektiv - Strahlen gelangt in
einem Fernrohr durch eine
nahe hinter dem Prisma befindliche
zweite Objektivlinse und das Okular direkt in
Jas Auge des Beobachters. Die Einschiebung der