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Periodical volume 18. Juni 1898, No. 25

Full text: Der Bär Issue 24.1898

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durch Erteilung wichtiger Auskünfte und durch Ueberlaffung seltener und 
kostbarer Bilder seitens der Behörden und Sammlungen ist den, Werke 
jede Förderung zu teil geworden, so daß eS als geschichtliches 
Quellenwerk von größtem Werte ist und gleichzeitig durch seine reiche 
und vornehme künstlerische Ausstattung auf den Namen eines Pracht - 
Werkes ersten Ranges An>pruck hat. 
Das Werk erthält 400 Seiten Text, ca. 400 Illustrationen und 
12 Kunsttafeln, hat Quart-Format und kostet gleichwohl elegant geb. 
nur 5 Mk. 
Auf Wunsch des Ministeriums der geistlichen rc. Ange 
legenheiten ist auch eine Subskiption zur Vorausbestellung 
bis zum 25. Juli d. Js. zum Preise von 4 Mk eröffnet. 
Für Liebhaber erscheint ferner am 1b. Juni in echtem Kalbleder- 
Prachteinband mit ciseliertem Goldschnitt und auf feinstem Kunstdruck 
papier (26 Kunsttaseln) eine „numerierte Liebhaber-Ausgabe", 
deren Preis 50 Mk. beträgt. Ihre Majestäten der Kaiser und die 
Kaiserin haben geruht, sich zur Entgegennahme der beiden ersten Exem 
plare dieser Liebhaber-Ausgabe bereit zu erklären. 
Am Hofe Kaiser Wilhelms II. 80 Lieferungen ä 1 Mark.' Neuer 
Verlag. Bei lm C, Prenzlauerstraße 35. Herausgeber: Arthur 
Bremer. Redakteur: Willy Kraus. 
Die soeben ausgegebenen Heste Nr. 29 und 80 dieses hochinteressanten 
Prachtwcrkes enthalten eine lesenswerte Schilderung glanzvoller Fest 
lichkeiten historischen oder familiären Charakters am deutschen Kaiserhofe: 
sie beichliißen gleichzeitig das genannte umfassende Werk. - 
Blickt man auf die erschienenen 30 Hefte zurück, so muß man 
anerkennen, daß diese große und vielseitige Publikation nicht allein in 
vornehmer Gewandung und höchst opulenter künstlerischer Ausstattung 
in die O'ffentlichkcit getreten ist, sondern auch, daß ihr Inhalt, ungeachtet 
seiner Ausdehnung und der Exklusivität des Stoffes, fast ausnahmslos 
den Lesern eine anziehende und anregende Unterhaltung bietet. Heraus 
geber und Verleger rechneten mit Erfolg auf unsres Volkes patriotisch 
monarchische Sinnesart, eine Seite seines Gemüls, die immer anklingt, 
wenn sie, wie es hier geschehen ist, mit Geschick berührt wird. 
Wir sind überzeugt, daß das mit so großem Aw'wande und mit 
so vielem Geschmack hergestellte, in seiner Art einzige Werk jetzt, da es 
vollendet vorliegt, zu seinen zahlreichen alten Freundm noch zahlreichere 
neue gewinnen wird. 
Das Spitzenklöppeln. Nachgelaffcnes Werk von Frieda Lipperheide. 
Verlagsbuchhandlung von Franz Lipperheide in Berlin. 
6 Lieferungen ä 75 Pf. (vollst. 4,50 M.) 
Wer einmal mit Staunen und Bewunderung zugesehen, wie durch 
dos scheinbare Spiel geschickter Finger mit zierlichen Fadenspulen die 
köstlichsten Spitzen entstehen, hat wohl gefragt, warum eine so edle, so 
geringen Aufwand von Material und Handwlrkszcug erfordernde Hand 
arbeit so wenig von unseren Damen gepflegt wird. Als Antwort erfuhr 
man dann vielleicht, daß jenes scheinbare Spiel mit den Klöppeln nur 
auf Grund sehr komplizierter, weitläufiger Beschreibungm und Angaben 
ausgeführt werden kann, wozu sich in unserer raschlebigen Zeit selten 
die nötige Geduld und Ausdauer findet. 
Gleichsam als ein Vermächtnis der um die weiblichen Hand- und 
Kunstarbeiten so hochverdienten, im Herbst 1896 verstorbenen Frau 
Frieda Lipperheide tritt soeben ein Werk in die O-ffentlichkeit, in dem 
die Klöppelkunst nach einem bedeutend vereinfachten System gelehrt 
wird; die ermüdenden Beschreibungen sind durch übersichtliche Tabellen 
ersetzt, die fast mechanisches Arbeiten gestatten, sodaß Ungeübte spielend 
mit der Technik vertraut werden. 
Die erste Lieferung enthält die grundlegende Anleitung zum 
Klöppeln und eine Auswahl einfacher, vielfach verwendbarer Spitzen- 
Einsätze. Den mit trefflicher Klarheit geschriebenen Text erläutern 
zahlreiche Illustrationen; die Ausstattung ist mustergültig. In der 
weiteren Folge wird das im ganzen sechs Lieferungen umfassende Werk 
die verschiedenen Arten der Klöppelspitze behandeln und vielfache Vor 
lagen dafür geben; die letzte Lieferung soll von berufener Feder eine 
kurze Geschichte der Klöppclspitze, ferner das Porträt der Verfasserin 
bringen. 
Der Bezug des Werkes kann durch alle Buchhandlungen erfolgen. 
Deutsche Revue. Monatsschrift. Herausgegeben von Richard Fleischer. 
Stuttgart. Deutsche Verlagsanstalt. Preis vierteljährlich 6 Mk. 
Inhalt des Juni-Heftes: Cosas d'Espana von M v. Brandt. 
Kirmes. Ein Stück Leben von Lisa Weise (E. Liß-Blanc). Tage- 
buchskizzcn über Glarstone und sein persönliches Verhallen im Parlament 
von 1886—1894 von Sir Richard Temple. Die Politik Leos XIII. 
und seine Diplomatie von G. M. Fi am in go. George Sand, Alfred 
de Muffet und Or. Pagello. Persönliche Erinnerungen von Or. Cabanös. 
Einige aufklärende Worte zum Falle Dreyfus. Von einem ehemaligen 
Gcncralstabsoffizier. Der spanisch-amerikanische Seekrieg von 
Vize-Admiral a. D Livonius und Vize-Admiral P. H. Colomb. 
Adeline Patti und Jenny Lind von I. Mähly. Aus dem Festleben 
der Hellenen (Schluß) von Pr. Dr. Karl Bötticher. Neue Folge 
ungedruckter Briefe Beethovens (Schluß» von Alfr. Chr. Kalischcr. 
Litterarische Revue von M. zur Megede. Berichte aus allen Wissen 
schaften. Völkerrecht: Amerikanisches Völkerrecht von Profeffor Felix 
Stoerk. Wahlbrief eines Fraktionslosen. Litterarische Berichte. 
Neuigkeiten des Büchennarktes. 
— Die Nummer 2867 der „Illustrierten Zeitung" in Leipzig bringt 
als Leitartikel die Perle der Antillen: „Cuba" aus der Feder von 
Gustav Diercks, dem bekannten Verfasser der „Geschichte Spaniens" und 
des „deutsch-spanischen und svanisch-deutschm Taschenwörterbuchs". Die. 
jetzt heiß umstrittene Insel, sowie überhaupt die Antillen werden durch 
eine Reihe von vortrefflichen Jllusttationcn unserem Interesse näher 
gerückt. Wir nennen die Bilder: .Das Bombardement von San Juan 
de Portorico am 12. Mai"; „Einfahrt in den Hafen von San Juan 
de Portorico"; „die Bucht von Santiago de Cuba" mit allen Einzel 
heiten und, zu dem ganzen Kriegsbild gehörend, eine Ansicht des 
spanischen Reservegeschwabers des Kontteadmirals Camara. Or. Sven 
HedinS Reisen durch Zentralasien und Tibet fesseln durch eine Reihe 
von Bildern (nach photographischen Aufnahmen des genannten Reisenden) 
mit begleitendem Text von Georg Stamper, dem bekannten Journalisten 
in Berlin. Ein großes doppelseitiges Bild (Originalzeichnung von 
F. Guillery) zeigt uns die Kuppelhalle des neuen Justizpalastes in 
München. Die Einstellung des Prinzen Oskar, fünften Sohnes des 
deutschen Kaiserpaares, in das I. Garderegiment z. F. in Potsdam am 
27. Mai wird nach einer Momentphotographie von M. Ziesler in 
Berlin wiedergegeben. Ein großes Bild aus der italienischen National 
ausstellung in Turin: „Die Maschinengalerie" zeigt uns eine ganz 
eigenartige imposante Anlage nach einer Zeichnung von A. Belttame. 
An Porttäts bringt die Nummer: Friedrich Geselschap, dessen rauriges 
Ende in Rom am 1. Juni allgemein mitempfunden wird, und Eduard 
v. Gebhardt, der am 13. Juni in Düsieldorf seinen 60 Geburtstag 
feiert. Das Hans Makart-Denkmal im Wiener Stadtpark (modelliert 
von Viktor Tilgner) ziert die Vorderseite der Nummer. 
— Im Verlage von Eduard Avenarius in Leipzig erscheint eine 
neue Zeitschrift: „Deutsche Biihneukunst", Monatsschrift für dramatische 
Kunst und Litteratur, offizielles Organ der „Deutschen Bühnengesell 
schaft". In Gemeinschaft mit Or. Adalbert von Haustein und 
Viktor Laverrenz herausgegeben von Prof Or. Hermann Schreyer. 
Das erste Heft, das eine Reihe sehr beachtenswerter Aufsätze enthält, 
macht einen vortrefflichen Eindruck, so daß alle Freunde der dramatischen 
Kunst auf die „Deutsche Bühnenkunst" aufmerksam gemacht w rden 
müssen. Ueber Sudermanns „Johannes" schreibt Veit Valentin; 
Hermann Schreyer erörtert das Verhältnis zwischen Realismus 
und Idealismus in der Kunst. Eugen Wolf beantwortet die Frager 
Was hat der Dramaturg am Theater zu schaffen? Hans Marshall 
würdigt in einem längeren Aussatze Julius Grosse als Dramatiker. 
Adolf Bartels, der als Dichter wie feinfühliger Aesthctikcr rasch 
seinen Ruf begründet hat, liefert als Beitrag einen Aufsatz: Die 
Herrschaft des Dramatikers, sowie den Anfang seines Schauspiels: 
Der Sacco, Historie in 5 Akten, 1. Akt: Renaissance. (Die Fortsetzung 
erscheint im nächsten Hefte.) Den Schluß des reichhaltigen Heftes 
bilden Bücherbesprechungen. Zeitschriften- und Bücherschau, Theater 
berichte von Adalbert von Hanstein, Veit Valentin und Theodor Mauch 
sowie eine umfassende Bühnenrundschau von Viktor Laverrenz. — Der 
Preis der Zeitschrift beträgt pro Jahrgang nur M. 10. — Probe 
nummern versendet die Verlagsbuchhandlung von Eduard Ave 
narius in Leipzig, Sternwartenstraße 22, gratis und franko. — 
Abonnements nimmt jede Buchhandlung entgegen. 
Inhalt: Zum 15. Juni 1898. Von Paul Warncke. — 
Nec soli cedit oder Der Vertriebenen Zuflucht. Historischer 
Roman aus der Zeit des großen Kurfürsten. Von M. Frey. — 
Friedrich der Große und Joseph II. Von A. Winterfeld. — 
Ernst Moritz Arndt und Charlotte Quistorp. Von Heinrich 
Meisner. (Schluß.) — Brandenburgisch-preußische Erinne. 
rungstafel. — Kleine Mitteilungen: Schloß Uroille. (Mit Ab 
bildung. Zehn Friedensjahre unter Kaiser Wilhelm II. Zur Erinnerung 
an Kaiser Friedrich. Zur Vorgeschichte des deutsch-französischen Krieges 
1870. Ein Brief Kaiser Wilhems II. an Professor Oncken. Von dem 
Ehrengeschenk der Königin Luise an die Danziger Drechslerinnung. 
Ex libvis! Ein guter Ausweg. — Büchertisch. 
Verantwortlicher Redakteur uns Verleger: Fr. Zillejsen in Berlin X. 58., Schönhauser Allee KI. 
Druck der Buchdruckerei Gutenber«, Berlin X.. Schönhauser Allee 141a. — Abdruck obne eingeholte Erlaubnis ist untersagt.
        
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