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Periodical volume 23. Oktober 1897, No. 43

Full text: Der Bär Issue 23.1897

>. 508 ' c . 
hin. ..daß die Reiter des H:rrn Generals von Thungen diesen 
Brief nicht ebenfalls aufgefangen haben, wie den des Herrn 
Barbesieux. Das Bekanntwerden seines Inhalts würde sowohl 
meinem gnädigsten Herrn, als auch noch vielmehr Höchstdero 
Hofrat und vertrautem Diener außerordentlich fatal geworden. 
Noch acht Tage Hinhalten und Zaudern verlangt der Adjutant 
des Grafen Tallard. gelingt es mir, das zu ermöglichen, 
woran ich nicht zweifle, so ist mir ein reicher Lohn gewiß!" 
(Fortsetzung folgt.) 
LiieSrichs te Großen Verordnung wider das 
verbotene Feuer-Annmchen und Tabak-Hauchen. 
Unter dem Titel „Erneuerung und Schärfung der 
Edicte wieder das verbotene Feuer-Anmachen und 
Toback-Rauchen" er 
ließ Friedrich der Große 
am 8. Juli 1744 fol 
gende für das ganze 
Reich gellende Verord 
nung: 
Wir Friedlich, von 
Gottes Gnaden, König 
von Preussen, Marggraf 
zu Brandenburg, des 
Heiligen Römischen 
Reichs Ertz - Cämmerer 
und Churfürst, Souve- 
rainer und Oberster 
Heitzog von Schlesien, 
Souverainer Printz von 
Oranten, Neufchatel 
und Vallengin, wie 
auch der Grafschaft Glatz, 
in Geldern, zu Magde 
burg, Cleve, Jülich, 
Berge, Stettin, Pommern, 
der Cassuben und Wenden, 
zu Mecklenburg und 
Croflen Hntzog, Burg 
graf zu Nürnberg, Fürst 
zu Halberstadt, Minden, 
Camin, Wenden, Schwe 
rin, Lingen, Bühren und 
Lehrdam. Herr zu Ra 
venstein, der Lande 
Rostock, Slargard, Lauen 
burg. Bülow, Arlay und 
Breda, re. rc. Entbieten allen und jeden Unsern Prälat?», 
Grafen, Freyherren, denen von der Ritterschaft, Magi 
straten in den Städten, wie auch Unseren sämtlichen Be 
amten, Forst- und Heide-Bedienten, Land- und Ausreutern, 
Lehen- und Gerichis-Schultzen und insgemein allen Unseren 
Unterthanen diß- und jenseit der Ooer und Elbe Unseren 
Gnade und Gruß, und fügen ihnen hiermit zu wissen: Was- 
massen verschiedene Vorfälle, da nemlich durch hochstrafbare 
Unachtsahmkcit und Verwahrlosung mit Feuer und Licht, ab 
sonderlich aber durch das unbehutsame Toback-Rauchen in den 
Heiden bey trockenen Jahres-Zeiten, auch in Städten und 
Dörfern an Orten, wo Feuerfangende Sachen vorhanden, 
grosse Brand-Schaden verursachet, auch so gar von ruchlosen 
und boshaften Menschen die in und an den Heiden zu dem 
Ende aufgerichteten Warnungs-Tafeln umgehauen und zer 
nichtet worden, Uns bewogen haben, die wieder dergleichen 
Frevelthaten und Unbedachtsamkeiten unterm 28. Aprilis 1723. 
und 22. Junii 1726, emanirten Edicta nebst der sub dato 
den 20. Octobr. 1742. publicirfen Declaration des obigen 
EdictS vom 28. Aprilis 
1723. zu renoviren und 
zu schärfen, dergestalt; 
daß gleichwie von Un 
serer Churmärckischen 
Krieges- u. Domainen- 
Cammer, und wie Wir 
nicht zweifeln, auch von 
Seiten der Geistlichen 
Stiffter, Vasallen und 
Städte, welche grosse 
Heiden und Holtzungen 
haben, besonders wann 
selbige mit den Un- 
srigen grentzen und zu 
sammen stoffen, wegen 
Setzung und Unterhal 
tung gewisser Warnungs- 
Tafeln, auf welchen die 
Straffe der Contra- 
venienten gemahlet und 
exprimiret ist, albereit 
se>t einigen Jahren das 
nöthige veranstaltet 
worden: 
Also setzen und ordnen 
Wir hiermit auf das 
ernstlichste, daß hinführo 
niemand, er sei wer er 
wolle, einiges Feuer 
weder in den Feldern, 
wo Holtzungen anstossen, 
anzumachen, noch weniger 
sich an den vor und in den Heiden befindlichen Warnungs- 
Tafeln. wie bishero an verschiedenen Orten geschehen, zu 
vergreifen, oder des so offl verbotenen Nacht-Fischens und 
Krebsens bey Feuer in den Holtzungen, ingleichen des Toback- 
Schmauchens so wenig bey Sommerszeiten in den Heiden und 
Holtzungen, noch auch in der Ernte bey Auflad- und Ein- 
führung des Getreides und Heues, bey dem Dreschen, Hechsel 
schneiden und Vieh futtern in Scheunen und Ställen, oder 
neben solchen Gebäuden, absonderlich wo Stroh-Dächer vor 
handen, und überhaupt an Orten, wo Flachs, Hanf, oder 
andere Feuerfangende Sachen liegen, es sey in Städten, Flecken 
oder Dörfern, bey Vermeidung Zehen jähriger Festungs-Arbeit, 
auch nach Befinden härterer Leibes- und Lebens-Strafe zu ge 
brauchen fich unterstehen soll. 
Die neue evangelische Gsrnisonfiirche im Süden WerlinF.
        
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