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Periodical volume 17. April 1897, No. 16

Full text: Der Bär Issue 23.1897

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Herrenhauses und des Staatsrates, in seiner Ernennung aunt Ehren 
doktor der Universität Halle und in der Verleihung des Ehrenbürger- 
rechts durch die Städte Stolp, Bremerhaven, Köln u. {. w> Der Kunst 
und Wissenschaft ist von Stephan stets ein eifriger Förderer und 
Gönner gewesen. 
Sehr alt sind auch die Glocken von Tcmpelhof, von Sterncrbeck, Kreis 
Oberbarnim, und von Mörz im Kreise Belzig, welch letztere sogar als aus 
dem Anfang des 12. Jahrhunderts stammend geschätzt wird. Aus dem 
vierzehnten Jahrhundert sind im ganzen überhaupt sechs Glocken der Marl 
bekannt. Daß in Brandenburg nicht mehr alte Glocken existieren, ist darauf 
zurückzuführen, daß vielfach Glocken zuui Geickiützguß verwendet sind. Viele 
Glocken hat man auch umgießen müssen, weil sie aus abergläubischen Vor 
stellungen arg beschädigt waren; so ist bekannt, daß die Armesünder 
glocke in der Berliner Gerichtslaube schließlich auf die Hälfte ihres 
Gewichts reduziert war durch Abzwicken kleiner Stücke, deren Tragen 
Glück bringen sollte. Eine interessante Glocke findet sich auch in 
Machow im Havelland; sie ist von Dietrich, dem Gemahl oder den, 
Sohn der „schönen Gießerin", 1556 gegossen. 
Küch erlisch. 
Die Nr. 2806 der „Illustrierten Zeitung" in Leipzig bringt zu 
nächst das große Bildnis des am 8. April in Wien verstorbenen Com- 
ponisten Johannes Brahms nebst einem Nekrolog über denselben von 
Bernhard Vogel. Daran reiht sich ein großis ganzseitiges Bild: Die 
Einschiffung des österreichisch-ungarischen Truppenkontingents für Kreta 
in Triest am 26. März lOriginalzeichnung von A. Kirchert. Griechisch 
türkische Grenzbilder nach photographischen Aufnahmen fassen alle, die 
den kretischen Wirr>n nach wie vor ein gesteigertes Interesse entgegen 
bringen. Ein großes doppelseitiges Bild eOriginalzeichnung von W. 
Gausee veranschaulicht einen „Empfang im deutschen Botschaftspalais zu 
Wien". Belebrend und interessant für Landwirte und Geflügelzüchter 
ist das ganzseitige Bild nebst Text: „Geflügcltypen von der vierten 
Großen deutsch-nationalen Geflügelausstcllung in Frankfurt (Main', 
nach der Statur gezeichnet von Rudolf Koch." Zur 160. Wiederkehr des 
Todestages des alten Dcssaucrs schreibt A v. Winterüld eine interessante 
Abhandlung, die von den Bildnissen der Fürsten Leopold von Anhalt- 
Dessau und dessen Gemahlin begleitet ist Großes Aufsehen machten im 
vorigen Jahre die Kartons d>s in Dresden lebenden deutsch-russischen 
Malers Sascha Schneider, welche die Illustrierte Zeitung brachte. Jetzt 
bringt sie wieder drei Kartons desselben eigenartigen Künstlers. 
Anstalt: Finis Poloniae. Historischer Roman von 
C. Gründlcr (Fortsetzung). — Schloß Wilhelmsburg. Von 
Friedrich Bücker. (Mit drei Abbildungen.) — Rede zur Gedächtnis 
feier des 100. Geburtstages weiland Kaiser Wilhelms des 
Großen. Von A. von Werner. — Märkische Schlachtfelder. 
Von A. W. Ludwig. (Fortsetzung). — Kleine Mitteilungen: 
Jugendbricfe Kaiser Wilhelms 1. — Kaiser Wilhelm I. als „studiosus 
juris.“ — Kaiser Wilhelm I. in Gastein und der pfeifende Ober- 
österreicher. — Poetische Festgrüße an den Fürsten Bismarck. — Eine 
Unterhaltung mit dem Fürsten Bismarck. — Staatssekretär v. Stephan ch. 
Die ältesten Glocken der Mark. — Büchcrtisch. 
Die verehrten Leser und Freunde des „Bär" werde» 
inständig gebeten, doch in ihren Kreisen aus unsere vaterländische 
Wochenschrift anfinerksani zu machen und sic znm Abonnement 
warm zu empfehlen. Nur dadurch, das; die Freunde vater 
ländischer Geschichte einem Unternehme», wie das nnscrigc ist, 
einmütig die angelegentlichste Unterstützung zu teil werden 
lassen, kann dasselbe seine Aufgabe in befriedigender Weise 
löse». 
Denjenigen Abonnenten, die zu Anfang des neuen 
Quartals eintreten, überlassen wir das erste Bierteljahr für 
1,25 Mk. Abgesehen davon, das; ihnen der Besitz des ganzen 
Jahrgangs erwünscht sein dürfte, wird cs ihnen ans diese 
Weise ermöglicht, den Anfang des fortlaufenden Romans 
„Fiiiis Poloniae“ kennen zu lernen. 
Jhtl'rrali; werden von oer Geschöstrstelle Berlin N., Schönhauser Allee 141, — Fern,prechsteüe III 8460, — sowie von allen Annoncen- 
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