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Periodical volume 19. September 1891, No. 51

Full text: Der Bär Issue 17.1891

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■eiten erstrebt; gerade durch diesen letzteren 
; ut grellem Gegensatz zu dem von unserm 
TOe ;eiftet Lenbaa- beliebten Sichgehenlasseu. Als unser jetzt 
M ^'Zigjähriger Geigerkönig Joachim als Jüngling nach Eng 
gen in und dort durch die Macht seiner Musik alle Welt 
je eine and Kn G. F. Watts und nannte jenes Bildnis 
Muschelbe^ .sic“; jetzt sandte er uns das interessante 
ft- - , iOer That, dieser Jüuglingskopf, welcher immer 
Die Landschaften von Moore, Hunter und Au monier 
verraten edles, schön entwickeltes Naturgefühl, und als ein 
künstlerisch vollendetes Duett sind Abbeys und Parsons' 
reizende Arbeiten aufzufassen; selten ist wohl bei einem Werk 
wo die eine Hand die Landschaft, die andere die Figuren schuf, 
solche Harmonie erzielt worden. Künstliche, treuherzige 
Naivetät atmet Waterlows „Waise"; der alte Hirt, welcher 
inmitten einer hügeligen Landschaft, auf deren Rasen seine 
Treppe r" r - 
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Siegrvavt frtcbmrm«. 
noch Porträtähnlichkeit zeigt, rechtfertigt mit dem nach innen 
gerichteten Blick noch jetzt jenen Titel. 
Der Londoner Präsident Leighton ist in seiner großen 
„Idylle" und „Sibylle" der hochbegabte Eklektiker, als den 
wir ihn immer bewunderten. Für die sonderbare Anlehnung 
an die italienische Früh-Reuaissauce, welche Richmoud in 
„Venus und Auchises" bethätigt, werden sich jedoch wenige 
deutsche Kunstfreunde begeistern. 
Herde weidet, sorgfältig die Milchflasche auswickelt, mit deren 
Inhalt er ein kleines, ihn erwartungsvoll anblickendes, einsames 
Lämmchen tränken will, ist eine Figur aus dem Leben ge 
griffen. und das ganze gehört zu den wenigen zart-humoristi 
schen Genrebildern der Ausstellung. Die englischen Radierungen 
und Zeichnungen bilden mit den Holzschnitten der Nordamerikaner 
die hervorragendste Vertretung, welche die graphischen Künste, 
außer in Deutschlands Abteilung, aufzuweisen haben.
        
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