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III

Full text: Heimliches Berlin / Hessel, Franz (Public Domain)

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Als sie dann in das große Modehaus kamen, mußte sie 
Sißner aufs neue bewundern. Wie er sich rasch umblickend 
orientierte, wie er Bescheid wußte, wie alles ihm zu Dien⸗ 
sten war. Lie stellte sich die gleiche Lituation mit ihrem 
Clemens vor, sah seine schũchtern verdrossene Miene vor 
Derkäuferinnen und Direktricen und mußte lächeln. 
Während nun Sißner VReisemäntel und Nachmit-— 
tagskleider vorführen ließ, fiel Karolas Blick auf ein 
Regal, in dem Kindermäntel aufgereiht waren. Serade 
an der Scke hing einer aus weißem Leder. Auf den 
ging sie wie gebannt zu. 
Zie nimmt die glatte Kinderhülle vom Bügel, strei⸗ 
chelt an der dreieckigen Kapuze im Nacken, tastet den 
kleinen Rũcken entlang, findet innen ein schottisch ka— 
riertes Muster, das an Kleidchen der eigenen Kindheit 
erinnert; und als sie dann den Ärmel anfaßt, glaubt 
sie ihres Erwins Fäustchen aus den etwas zu langen 
Behälter hervordringen zu fühlen. 
Sißner und die Verkäuferin sind ihr, erstaunt über 
die Abschweifung, nachgekommen. 
„Würde dieser Mantel einem Knaben von sechs 
Jahren passen oder sich leicht ändern lassen?“
	        
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