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Volume 24. August 1889 Nr, 47

Full text: Der Bär (Public Domain) Issue15.1889 (Public Domain)

■■€ 575 A-- 
mtr als Reise-, Fuhr- und Meistergeld im Beirage von 
190 Thlr. 20 Sgr. erhoben. Den bedeutendsten, wenn auch 
in alter Zeit nicht den einträglichsten Besitz der Stadt bildere 
die Forst der Alt- und Neustadt, welche eine Flächenaus 
dehnung von 4491 Hektar hat. Die altstädtische Forst, welche 
2048 Hektar groß ist, wird zuerst in einem 1807 von der 
Stadt mit dem Domkapitel geschlossenen Vergleiche envähnr. 
Beide Forsten 
litten in alter 
Zeit an überaus 
schlechter Be 
wirtschaftung, 
und ihre Er 
träge wurden 
durch die großeit 
Viengen von 
Deputatholz, 
welche sie zu 
liefern hatten, 
beeinträchtigt. 
Aus der alt- 
städtischen Heide 
empfingen die 
Magistratsmil- 
glieder zu An 
sang dieses 
Jahrhunderts 
59KlasterElsen- 
57 Klafter Bir 
kenholz, die neu 
städtische Heide 
batte att Magi- 
stratsmitglieder, 
Unterbediente 
und andere An 
gestellte der 
Stadt, an die 
Vorwerks 
pächter, Garn- 
fischer und die 
Bürgerschaft 
nicht weniger 
als 332 Klafter 
Elsen und 
Birken, 308 
zum Verkauf nur für 177 Thlr. 20 Sgr. Erst spät wurden 
die Forsten reittabel, und die Entnahme belief sich 1833 auf 
5237 Thlr., 1843 auf 14 716 Thlr., 1853 auf 22 044 Thlr., 
'863 auf 30 573 Thlr., 1873 auf 19 903 Thlr., 1883 auf 
'7 436 Thlr. Die erste forstwirtschaftliche Taxation und Fest 
setzung eines Unitriebsplanes geschah 1855. 
(Fortsetzung folgt.) 
Hans Ulrich Schaffgotfch. 
(Fortsetzung.) 
Bald darauf drängten in Böhmen die Dinge zur Ent 
scheidung. Die schlesischen Herzogtümer standen unter böhmischer 
Oberlehnshoheit. Der Adel beider Lande übernahm hochsinnig 
die Verteidigung des Evangeliums. Elisabeth Stuart bewog 
ihren Gemahl, 
ben Kurfürsten 
Friedrich von 
der Pfalz, die 
Krone des hei 
ligen Wcnzlaw 
anzunehmen. 
Am 23. Februar 
1620 erfolgte 
zu Breslau die 
Huldigung der 
schlesischen 
Fürsten ttnd 
Stände an 
König Friedrich 
von Böhmen. 
Auch Schaff- 
gotsch halle sich 
zu derselben eiu- 
gesunden; es 
begleiteten ihn 
„zwei Edel 
knaben , „aus 
Kosackisch geklei 
det, mit Rantze- 
bogen und Tar- 
larischen Pflitz- 
pseilen; neun 
Glieder zu drei 
Personen vom 
Adel, mit roten 
Binden, vier 
Glieder reisige 
Kitechte zu drei 
in einem Gliede, 
iit Summa 43 
Roß." — 
Die Thomas- 
sche Monogra 
phie über Hans 
Ulrich Schaff- 
gotsch berichtet 
uns weiter, wie 
der Freiherr sich 
dann sein Heim geschaffen. Am 18. Oktober 1620 vermählte 
er sich mit der Prinzessin Barbara Agnes von Liegnitz. Die Ehe 
gestaltete sich sehr glücklich; es entsproßten derselben fünf Söhne 
und eitie Tochter. Die Wirren der Zeit verstatteten es dem Frei 
herrn indessen nicht, sich seines Glückes daheim in Frieden zu 
erfreuen; sie rissen auch ihn von der heimatlichen Scholle los 
und triebeti ihn in das Gewühl des Kampfes hinein. Von 
den schlesischen Ständen erging an ihn der Ruf, die Landes- 
Klafter Eichen 
und 676 Klafter 
Kienen als De- 
Kcriser MiUxolrrr in Milftonrsftnnrn: 
Der Kaiser und der kommandierende Admiral Freiherr von der Goltz auf der Kommandobrücke. 
Nach einer Momentaufnahme von M. Ziest er in Berlin. 
putat herzu 
geben. Zum 
Verkauf kam aus 
der altstädtischeu Heide nichts und die neustädtische Heide stellte
	        
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