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Periodical volume 10. August 1889 Nr, 45

Full text: Der Bär Issue 15.1889

schönerung dieses Orts viel beitragen. Nach dem Tode des 
Feld-Herrn Wrangel ist dieser Rittersitz dem Fräulein Witten 
borg in Erbschaft anheimgefallen, und har der Major Peters 
wald dies sowohl wie das hierzu gehörige Ackerwerk Krebsow 
in 5 Jahre für 1200 Thl bereits gehabt. Ihre übrigen Güter 
aber hat er nur unter sein Disposition, deren Einkünfte zu 
berechnen, in der Art hat er auch vorher drei Jahre alle Ihre 
und des Fräulein Wrangels Güter unter fein Aussicht gehabt. 
Hierzu Wrangelsburg sind ein Theil der folgenden Dörfer 
belegen, Brüssow, Boltenhagen und Lodmanhagen, welche mit 
dem Rittersitz jährlich aus 600 Thaler Pension stehen. Außer 
dem Schloß welches abgesondert bei dem See liegr, ist das 
Zahl soll Wrangelsburg zu 5 Husen und 5 81. culttvirtes 
Land angeschlagen stehen, wovon 3 Husen 5 81. Ritter-Husen, 
die übrigen 2 Hufen aber steuerbar Land sein sollen. 
Von dem Wüsten Acker. 
Der uubewachsene wüste Acker, der allein unter diesen 
Namen in der Ausrechnung aufgeführet ist, bestehe! aus Land 
und Heideboden. Sonst ist auch in vorigen Zeiten auch etliche 
Stellen oben in Holz Acker gewesen, wonach Zeichen noch zu 
sehen sind, der auch aus Sanderde bestehet, und wird wohl 
mit der Zeit von dem alten wüsten Acker etwas aufgenommen 
werden, weil er zum Rockensaal dienen kaun. 
ödjtus? Mvangolst>urg (neu) 
Gm ziemlich groß und hat verschiedene Einnahmen welche 
hier folgen und nach der Ordnung ihrer Wohnplätze aufge 
zeichnet sind. 
Die Hufenzahl. 
1. Was für Art Leute hier in Wrangelsburg in ur- ! 
allen Zeiten gewohnt haben und wieviel Hufen dazumal hierzu 
belegen gewesen sind, davon konnte ich keine gewisse Nachricht 
ehalten, sondern man kann von dem Meß-Korn schließen, 
welches hier zum 20. Scheffel jährlich abgegeben wird, daß 
Haken Hufen sind berechnet worden, weil sie ein Scheffel 
vou jeder Hufe geben. 
2. Nach des Majors Aufsatz aber, und der neuen Hufe- 
Von den Monumenten. 
1. Auf der südlichen Seite am großen Radewisch, oben 
in dem Eicheu-Wald beim Acker ftndei man eine schöne Duelle 
von kalten Springwasser, woraus in alten Zeiten eine Wasser- 
Kunst nach dem Schloß geleitet worden, nun ist aber alles 
verfallen, doch ist bei deren Ausgang ein Zeichen zu sehen. 
Man sagt auch, daß auf dieser Seite auf dem Schloßdach ein 
Wasser-Behälter von Kupfer gewesen ist. 
2. Oben aus dem Berge nordöstlich bei der Mühle ist 
ein tief gemauerter Eis-Keller zu sehen, der in vorigen Zeiten 
Eis über Sommer zu conseroiren gebraucht worden ist, und
        
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