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Periodical volume 29. August 1885, Nr. 48 Abbildung: Verlegung eines unterirdischen Kabels. Aus dem "[Buch] für Alle". Verlag von Schneider in Stuttgart

Full text: Der Bär Issue 11.1885

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einlenkend. „Wird eine 
Ueberraschung für sie sein, 
wenn sie ins Winter 
quartier hierher zurück 
kehren." 
„Ins Winterquar 
tier?" rief der Markgraf, 
ihn mit argwöhnischem 
Blicke musternd: „Denkt 
wohl zum Winter giebt's 
Waffenstillstand in jeder 
Kampagne? He?" 
„Das Jagdschloß zu 
Monplaisir ist zu einer 
Winter-Residenz nicht an 
gethan ... Wüßten un 
sere gnädigste Frau von 
Euer Hoheit Unwohlsein, 
so wären sie wohl jetzt 
schon zu Pflege hergeeilt." 
„Meint Er? So?" 
Die kalten, hellen Augen 
des Markgrafen bohrten 
sich förmlich in das Ant 
litz des Junkers ein. 
„Kommunizirt wohl mit 
der Kontrepartei? He? 
Spricht gar im Auftrage 
der Markgräsiu?" 
„Nein, Hoheit! Ich 
rede nur, wie ich denke." 
„Ah, versteh'! Ist 
ärgerlich wegen der spa 
nischen Fliege, die Er sich 
mir zur Gesellschaft hat 
auf den Oberschenkel le-' 
gen lasten, weil's der 
Doktor so für mich or- 
donnirt? Hahaha! Hat 
Vergnügen genug durch 
mich, — kann zur Ge 
sellschaft auch 'mal ein 
bischen Unbequemlichkeit 
mit mir theilen." 
„Bin ein Narr ge 
wesen, mich derartig ty- 
rannisiren zu lasten. Was 
Ihre Hoheit, die Frau 
Markgräfin betrifft .. ." 
„So macht Er Sich 
lieber zu deren Postillon 
d'Amour! Nun, so reite 
er hin, und melde Ec 
der kleinen Hexe, der 
Grumkowska, daß ich 
Patient bin. Sie soll 
kommen und mich ge 
sund pflegen. Ja so .. . 
Zum Teufel! Allein
        
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