Path:
Volume 4. Juli 1885, Nr. 40

Full text: Der Bär (Public Domain) Issue11.1885 (Public Domain)

Line Chronik- für's Haus. 
"MM Isis« 
1 
Erscheint wöchentlich am Sonnabend und ist durch alle Buchhandlungen, Seitungsspeditionen und Postanstalten für 2 Mark 30 Pf. 
XI. Jahrgang. vierteljährlich zu beziehen. — Jm Postzeitungs-Üatalog eingetragen unter Nr. 2455. & en 4. Juli 
Nr. 40. Verlag von Gebrüder Pactel in Berlin W. 1885. 
4. Juli 1715. 
4. Juli 186«. 
5. Juli 1809. 
5. Juli 1879. 
6. Juli 1646. 
6. Juli 1808. 
6. Juli 1854. 
7. Juli 1807. 
Gedenktage. 
Christian Fürchtegott Geliert * zu Hainichen. 
Gefecht bei Dermbach a. d. Rhön. 
Schlacht bei Wagram. 
Verordnung, betr. d. Vertheil, d. Amtsgerichte in Preußen. 
Gottfried Wilhelm Leibniz * zu Leipzig. 
Johann Gustav Dropsen * zu Treptow a. d. Rega. 
Friedrich August Borsig -s. 
Friede zu Tilsit. 
8. Juli 1411. 
8. Juli 1866. 
9. Juli 1683. 
9. Juli 1870. 
10. Juli 1694. 
10. Juli 1815. 
10. Juli 1866. 
Nachdruck verboten. 
Gesetz v. 11. VI. 70. 
Friedrich VI. von Nürnberg, Verweser der Mark. 
Besetzung von Prag durch General von Rosenberg. 
Die Türken vor Wien. 
Benedetti wird in Ems von König Wilhelm abgewiesen. 
Brandenburgische Leibdragoner schlagen die französische 
Kavallerie nahe bei Lüttich. 
Einzug der Verbündeten in Paris. 
Gefechte bei Kisiingen und Hammelburg. 
Der fürstliche Vetter in Schwedt. Historische Novelle von W. Wcycrgang. 
Hirt horchte bei der seltsamen Anrede verwundert 
: Gleichnißrrden waren ihm aus der Zeit, da er die 
. ire besucht, so fremd nicht, und so vernahm er sie, 
da sie alte, frohe Erinnerungen weckten, von Neuem gern; 
war ihm doch überhaupt 
in seiner Einsainkeit jegliche 
Unterhaltung lieb. Ruhig 
hörte er zu, wie der Fremde 
sich weiter in seltsamen, mit 
Bibelsprüchen reich unter 
mischten Reden erging, und 
als dieser sich endlich zum 
Aufbruch rüstete, mußte er 
auf des Schäfers Drängen 
versprechen, gelegentlich 
wiederzukehren. 
Auch der Page sprang 
auf. Schon zu lange hatte 
er gerastet; Schmied und 
Stellmacher mußten das 
zerbrochene Rad längst 
durch ein anderes ersetzt 
haben. Indem er sich an 
schickte, das Pferd, das er. 
an eine» Baum gebunden, 
wieder zu besteigen, trat 
der Fremde heran, ihm die Zügel zu reichen. 
Noch einmal musterte der Jüngling den sonderbaren Ge 
sellen. 
„Wer seid Ihr, Mann?" fragte er. 
Air Kirche von Nikolskoö. 
(Mit dem Eingang zur Fürstengruft.) 
Demüthig senkte der Andere den Blick vor des Jünglings 
blitzendem Auge. 
„Meinen Namen, Herr, begehrt Ihr zu wissen? Die 
Menschen nennen mich Rosenfeld und kennen mich kaum; die 
Gläubigen aber, die mich 
kennen, werden mich bald 
anders heißen. Es wird 
eine goldene Rose kommen, 
sagt der Prophet Micha, 
das Königreich der Tochter 
Jerusalem." 
„Mann, laßt das Ge 
schwätz!" erwiderte lachend 
der Junker- „Ihr schaut 
wahrlich nicht aus wie eine 
Rose, — eher wie ein 
struppiger wilder Dornen 
strauch. Nach der Weise, 
wie Ihr Eure Worte zu 
setzen wißt, sollte man 
glauben, Ihr hättet eine 
gute Schule gehabt und 
wäret dem Pastor aus der 
Lehre gelaufen; nach Eurem 
Kittel aber seid Ihr im 
Waidwerk zu Hause- Was 
treibt Euch, hier müßig umherzustreichen und den Leuten 
Räthsel aufzugeben?" 
Der Fremde hob stolz den gesenkten Kopf: „Die Vögel 
unter dem Himmel haben ihre Nester, die Thiere des Feldes
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.