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Periodical volume 13. Juni 1885, Nr. 37

Full text: Der Bär Issue 11.1885

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O. Zander-Berlin, die „Müggel" des Herrn Th. Bernhard-Berlin, (unter 
8 Booten) endlich das Boot „Schlei" des Professors Johannes Otzen- 
Berlin. 
Pas neue Sländckaus für AerNn. Nach dem Programm der 
Konkurrenz für das Ständehaus lassen wir den früheren Mittheilungen noch 
Einiges folgen: Die Aufgabe bot durch die Verschiedenartigkeit der verlangten 
Lokalitäten die Möglichkeit sehr abweichender Lösungen, wie auch in Hin 
sicht der architektonischen Behandlung den Bewerbern alle Freiheit gelassen 
war. In das Ständehaus gehören zunächst die Räume für den Provin 
ziallandtag, der einen Sitzungssaal für 100 Abgeordnete, nebst Foyer, 
Erfrischungsraum, Lesezimmer, Garderobe und anderem Zubehör erfordert. 
Für den Provinzialausschub und die Provinzialverwaltung sind noth 
wendig: ein Sitzungssaal für mindestens 18 Personen, ein Zimmer für 
den Vorsitzenden des Landesausschusses, desgleichen für den Landesdirektor 
und den Syndikus, für die Landesräthe, das Centralbüreau, die Bau 
verwaltung u. s. w., im Ganzen etwa 25 Räume mit Einschluß derjenigen 
für den Generaldirektor der Landfeuersozietät und für den Direktor der 
Stadtfeuerfozietät. Außerdem soll das Gebäude die Wohnung des 
Landesdirektvrs enthalten, in welcher Salon, Empfangszimmer, Speise 
zimmer, Boudoir, in bequemer Anordnung vorzusehen waren. Neben 
Jnnehaltung einer bestimmten Bausumme (von rund 600 000 Mark) 
wurde Werth darauf gelegt, daß ein Theil der Terrains für spätere 
Erweiterungen reservirt bleibt; vorläufig aber als Garten angelegt werden 
kann. Ueber die Entwürfe der genannten Architekten, deren "Namen 
sämmtlich für das Gelingen der Arbeit bürgen, hören wir, daß das 
Projekt von Ende durch gelungene Architektur, dasjenige von Schmieden 
durch große schöne Grundgedanken und das von Fr. Schwechten durch 
die gute Disposition innerhalb der einzelnen Abtheilungen sich aus 
zeichnete. 
Kleine Chronik. 28. Mai. Feier der 25 jährigen Thätigkeit des 
Werkmeisters H. Frad el in der Fabrik des Königlichen Hofinstrumenten 
machers C. W. Moritz. — 29. Mai. Alfred Meißner P zu Bregenz. 
Feier des 200 jährigen Bestehens der Drechslerinnung; Festessen auf 
Tivoli; Verleihung des Kronenordens an die Obermeister A. Meyer und 
Brandes. — 30. Mai. Eröffnung der neuen Rheinbrücke bei Mainz. 
Graf Maximilian von Seinsheim, früher Mitglied des Deutschen 
Reichstags -f. — 31. Mai. Segelregatta auf dem Wannsee. 150. Vor 
stellung der „Sulfurina" im Viktoriatbeater. — 1. Juni. Enthüllung 
der Beethoventafel in Heiligenstadt (Wien), Pfarrplatz 2. Truppenübungen 
auf dem Bornstedter Felde zu Potsdam in Gegenwart des Kronprinzen. 
50 jähriges Jubiläum des Odergärtners W. Krüger (Justizministerium). — 
2. Juni. 25 jähriges Jubiläum des Grafen Moltke als Mitglied der 
Akademie der Wissenschaften. Der ehemalige preußische Ministerpräsident 
Fürst Karl Anton von Hohenzollern P zu Sigmaringen. Fürst Maximilian 
von Thum und Taxis f. — 3. Juni. Landgerichtsdirektor Saling f (zu 
Schönebeck). Ehrenposten von Mannschaften der Kreuzerkorvette „Olga" 
vor dem Palais des Kaisers. — 4. Juni. 25 jähriges Jubiläum des 
Kronprinzen als Chef des 1. ostpreutzischen Infanterie-Regiments; Festfeier 
zu Königsberg in Gegenwart des Kronprinzen und des Prinzen Wilhelm. 
50 jähriges Dienstjubiläum des Fürsten Otto von Bismarck; 140. Gedenk 
tag der Schlacht bei Hohenfriedberg; Festzug der Bäckergesellen zu Ehren 
des deutschen Bäckercongresses zu Berlm. 
Srief- und Fragckastrn. 
Fräulein C. N. — Senden Sie uns etwa vorhandene Artikel oder 
aber zur Bearbeitung in Aussicht genommene Themata gef. ein; schriftlich 
erledigt sich das jedenfalls einfacher. Herr D. hat bisher nichts erwähnt. 
Herrn B. von B. — Rhg. Betreffs der „Chronik" bemerken wir. 
daß im Allgemeinen nur Vorgänge von lokalerer Bedeutung Aufnahme 
finde» sollen; in Hinsicht der Zukunft aber werden gelegentlich auch Vor 
kommnisse von weiterem Jnteresie gerne aufgenommen. Bei der Zu 
sammensetzung eines so großen Leserkreises wird es nicht möglich sein, 
alle Thatsachen nach einem einzigen Gesichtspunkte auszuwählen; nur 
durch Verschiedenartigkeit ist es ziemlich wahrscheinlich, daß für Jeden 
etwas in der Chronik enthalten sei. — Das Feuilleton zur größeren Be 
quemlichkeit der Abonnenten auf der vierten und fünften Seite zu bringen, 
ist wegen des Arrangements der Illustrationen leider nicht durchzuführen. 
Herm P. E. — hier. Zur zuverlässigen Ableitung eines Familien 
namens bedarf es zuerst der möglichst weit zurückgehenden Angabe der 
Vorfahren. Sind dieselben von einiger Bedeutung, so findet man das 
Nöthige in einem älteren Adels- oder Gelehrtenlexikon. Wenden Sie sich 
gef. unter näherer Bezeichnung der Voreltern an den Verein Herold 
zu Berlin, der eine besondere genealogische Abtheilung gebildet hat. 
Auskunft erhalten Sie am schnellsten durch Professor Ad. M. Hildebrandt, 
Schriftführer des Vereins Herold und Redakteur des „Deutschen Herold" 
W. Genthinerstr. 37 III. Die sehr umfangreiche genealogische Bibliothek 
des genannten Vereins befändet sich Friedrich-Wilhelmstr. 4 und ist auf 
Einführung und Empfehlung durch ein Mitglied ebenfalls zugänglich. 
Herr B. Kl. in W. Wir stimmen Ihnen darin vollkommen bei. 
Ein Schriftsteller mag aus verschiedenen Gründen vorziehen, bestimmte 
Arbeiten nicht unter seinem eigenen Namen in die Oeffentlichkeit gehen 
zu lasten; Niemand wird dagegen eifem, wenn er alsdann sich eines 
Pseudonyms bedient, gegen welches nach Zweck und Sachlage nichts ein 
zuwenden ist. Ungehörig dagegen ist es, wenn Literaten selbst in der 
Correspondenz mit den Redaktionen sich Adels- und Doktor-Titel beilegen, 
dadurch ihre persönlichen Verhältnisse verbergen, ja in vielen Fällen eine 
ateäTt- 
Besorgung »."Verwerthung 
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Preislisten stehen ant Wunsch franco an Diensten. 
Täuschung hervorrufen. Die Redaktion muß im Interesse des Publikums 
wisten, womit sie zu thun hat; ein Verhalten, wie das von Ihnen 
uns mitgetheilte, sollte öffentlich blosgestellt werden. Derartige Vor 
gänge tragen schließlich die Schuld, wenn die Redaktionen allen Ma- 
nuscripten gegenüber sich mißtrauischer verhalten, als den meisten Schrift 
stellern lieb sein kann. Die licentia pöetica sollte doch auch ihre Grenzen 
haben! Vielleicht interessiren Sie Kürschners „Schriftstellerzeitung" 
(Stuttgart) dafür. 
Herrn Fr—y hier. Ein Manuskript von Ihnen liegt nicht vor. 
Herrn A. H. Hannover. Die Expedition der genannten Zeitung ist 
Lindenstraße 66. Von dem Vortrage des Baurath Kyllmann sind auch 
Sonderabzüge erschienen, worüber Sie dort vielleicht Näheres erfahren. 
Herrn Zahlm. Schm. 2p. Besten Dank für das Manuscript, soll 
benutzt werden. Material über den alten Kirchhof angenehm. 
Herrn W. A. W. in E. Ihre Ansicht hat Manches für sich, wir 
werden erst weitere Zuschriften abwarten. 
Anfrage: Kann Jemand angeben, ob 1714 eine regelmäßige Post 
verbindung zwischen Petersburg und Berlin bestand, wie viel Zeit Briefe 
von P. nach B. bedurften und welche Zeit andernfalls die Couriere zu 
gebrauchen pflegten. Es ist dies wegen einiger russisch-deutscher Corre 
spondenzen aus jener Zeit sehr wichtig. 
Inhalt: Gedenktage; Ideale, Novelle von K. Rinhart (Schluß). — 
Die Generalprivilegien der Berliner Drechslerinnunq. — Lamoral 
von Taxis, Reichsgeneralpostmeister (Portrait).— Der Küster von der 
Wilsnack von O. S. — Berliner Briefe von 1731, mitgetheilt von 
L. Alfieri (Forts.). — Ein Buch von der Weltpost (mit Abb.). — Mis- 
cellen: Das alte Leipzigerthor zu Berlin (mit Abb.); Ein Beileidsbrief 
Friedrich Wilhelms IV. als Kronprinz; Die weiße Frau im Jahre 1799 
(mit Abb.); Berliner Segelsport auf dem Wannsee; Das neue Stände 
haus für Berlin. — Kleine Chronik. Brief- und Fragekasten..— 
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Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Peter Walls in Berlin 81V. — Verlag von Gebrüder Partei in Berlin IV. — 
Druck: W. Mörser Hofbuchdruckerei in Berlin 8. — Nachdruck ohne eingeholte Erlaubniß ist untersagt.
        
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