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Periodical volume 13. Juni 1885, Nr. 37

Full text: Der Bär Issue 11.1885

Line Chronik für's Haus. 
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Erscheint wöchentlich am Sonnabend und ist durch alle Buchhandlungen, Seitung-speditionen und Postanstalten für 2 Mark 50 Pf. 
XI. Jahrgang. vierteljährlich zu beziehen. — Im Postzeitungs-Natalog eingetragen unter Nr. 24ZZ. 13. Juni 
Nr. 37. Verlag von Gebrüder Pactel in Berlin W. 1SS5. 
13. Juni 1747. 
13. Juni 1775. 
13. Juni 1816. 
13. Juni 1846. 
14. Juni 1817. 
14. Juni 1873. 
15. Juni 1702. 
15. Juni 1860. 
Gedenktage. 
Grundsteinlegung der Hedwigskirche zu Berlin. 
Componist Fürst Anton Heinrich Radziwill *. 
Stiftung der Artillerie- und Ingenieurschule Berlin. 
Generalpostmeister von Nagler f. 
Kriegsminister von Kamele *. 
Georg Friedrich Ludwig von Raumer -s. 
Einnahme der Veste Kaiserswerth. 
Zusaininenkunft Napoleons 111. mit dem Prinz-Regenten 
Wilhelm von Preußen zu Baden-Baden. 
16. Juni 1746. 
16. Juni 1815. 
16. Juni 1871. 
17. Juni 1810. 
18. Juni 1815. 
18. Juni 1815. 
18. Juni 1650. 
Nachdruck verboten. 
Gesetz v. 11. VI. 70. 
Eröffnung des Finowkanals. 
Historienmaler Julius Schräder * zu Berlin. 
Einzug der Truppen in Berlin; Enthüllung des Denk 
mals Friedrich Wilhelms lll. ini Lustgarten. 
Ferdinand Freiligrath * zu Detmold (f 1876). 
Schlacht bei Belle-Alliance. 
General von der Tann (Rathsamhausen) * zu Darm- 
stadt (f 1881). 
Mathäus Meria», Kupferstecher und Zeichner -s. 
11. „Ja, ich war sehr krank," 
entgegnete er langsam, „sehr krank 
und sehr lebenssatt. Doch statt 
des Todes, den ich ersehnte und 
stündlich erwartete, traten Sie an 
mein Bette. Was trieb Sie zu 
dem Verschmähten, Editha?" 
Sie hatte, von glühendem 
Roth übergosien, die Stirn ge 
senkt, nun hob sie dieselbe wieder 
und sagte erregt: „Wollen Sie 
mich demüthigen? — Sie konnten 
in einer Stunde, von der Sie 
selbst glaubten, daß es Ihre letzte 
sei, mich von sich stoßen, hinaus 
stoßen in das lange Leben, ohne 
ein Wort der Versöhnung — was 
wollen Sie jetzt von mir? —" 
Auch ihm war das Blut 
heiß in die Stirn gestiegen. „Ich 
war ein todtkranker Mann, als 
die Leidenschaft mich fortriß, da 
man sich nicht an die Regeln 
iLNquette," entgegnete er bitter. 
„Mir scheint, es steht Ihnen übel 
an, mit mir zu rechten! Haben 
Sie denn vergessen, was Sie mir 
gethan? — Oder wissen Sie es 
gar nicht? — Wissen Sie nicht. 
Ideale. Novelle von K. Rinhart. (Schluß.) 
y^amoral von Taxis, 
feit lölSAcidis-ßcttjtral ÜaJtTtcetstcr, f162A. 
(Aus: „Das Buch von der Weltpost". Vgl, S. 542.) 
daß Sie mein Leben zur Wüste 
gemacht?" Er hatte in steigender 
Erregung gesprochen, jetzt brach 
er in voller Leidenschaft aus: 
„Mädchen, Mädchen, ich habe Dich 
zu sehr geliebt! Du warst für 
mich die Verkörperung alles dessen, 
was groß uild gut und herrlich 
ist auf Erden. Ganz, ganz gab 
ich niich Dir zu eigen. Und nun 
kamst Du, und warfst mich bei 
Seite, wie ein abgenutztes Spiel 
zeug! Weißt Du, was Du da 
thatest? Du mordetest mir Lebens 
muth und Kraft und Schaffens 
drang und Selbstvertrauen." 
„Sie sind hart!" stöhnte Edi 
th« auf, doch unaufhaltsam, dem 
Bcrgstroin gleich, der aus enger 
Felsenklause hervorbricht, tönte sein 
Wort: „O, der Jammer, Dich so 
klein zu finden! Aber ich kannte 
Dich besser, als Du selbst Dich 
kennst. Ich wußte, daß Du den 
heiligen Geist in Dir nicht auf 
lange Zeit verleugnen würdest. 
Ich konnte nicht glauben, daß für 
Dein freies großes Herz der Schein 
mehr gelte, als das Wesen. Du
        
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