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Periodical volume 8. Mai 1885, Nr. 32

Full text: Der Bär Issue 11.1885

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aus Rom", „Kirke" und die „Ode an Humboldt". Di« Gewandtheit im 
Umgang und der feine Geschmack, den er bei verschiedenen Festlichkeiten 
seines Regimentes (Kaiser-Alexander-Grenadiere) bewiesen, hatte Friedrich 
Wilhelms IV. Aufmerksamkeit aus ihn gelenkt, so daß er, wie Eingeweihte 
wißen wollen, nach dem Abgänge des Intendanten von Küstner als 
dessen Nachfolger zuerst in Aussicht genommen worden. Der Dichter hat 
zur Zeit seinen Wohnsitz in der Stadt Prenzlau aufgeschlagen. 
Kleine Hhronik. 23. April: Festessen im Englischen Hause und 
Festversammlung des Kriegervereins „König Albert von Sachsen" zu 
Ehren des Geburtstages des Königs Albert von Sachsen; Vortrag des 
Profeßors Jäger aus Stuttgart über Anthropin (im Norddeutschen Hofe). 
— 24. April: Sechszehnte Vereinsversammlung Berliner Gastwirthe in 
Sommers Salon. — 25. April: Versuche mit elektrischer Beleuchtung im 
Prachthofe des Kunstgewerbemuseums in Gegenwart des Kronprinzen; 
der Kaiser ernennt den Erbgrotzherzog Ernst Ludwig von Hessen 
(* 25. November 1868) au8 Anlaß der Confirmation zum Secondelieutenant 
» Ja suite im I. großh. Leib-Garde-Regiment Nr. 115; Eröffnung der 
Menzelausstellung in Paris; Stiftungsfest des Vereins der Oestreich er 
in Berlin (Hütel de Rome). — 26. April: Siebzigjähriges Dienst- 
jubiläum des Oberhofmarschalls Grafen Pückler; Verlobung des Erb- 
großherzogs Friedrich von Baden (* 9. Juli 1857) mit der Prinzessin 
Hilda von Nassau (* 5. November 1864) zu Wien; Generalversammlung 
, der afrikanischen Gesellschaft in Deutschland im Festsaal des Archi 
tektenhauses; zweiter Gautag des Radfahrerbundes, abgehalten zu Potsdam. 
— 27. April: Besuch des Kronprinzen in Eisenach zur Auerhahnjagd; 
100jähriger Gedächtnißtag der Erinnerung an den Prinzen Leopold 
von Braunschweig in Frankfurt a./O. (Prinz Leopold, Chef eines 
Infanterieregiments, ertrank 27. April 1785 bei einem tollkühnen Rettungs 
versuch während des Eisgangs der Oder); Prediger vr. Moritz Julius 
! Hentschel, früher an St. Markus in Berlin, H zu Ochelhermsdorf. — 
28. April: Wiedereröffnung der Dampferfahrten nach Köpenick; Probefahrt 
j mit dem Rowan'schen Dampfspurwagen auf der Strecke Zoologischer 
! Garten—Grunewald. — 29. April: Letztes Auftreten der Königlichen 
Hofopernsängerin Horina (Fatime). — 30. April: Buchhändler Joseph 
Stargardt ch zu Berlin. 
Srief- und Fragekasten. 
Anfrage. Ein Leser schreibt: „Morgenland heißt in mehreren 
kleinen Märkischen Städten ein Außenschlag der Stadtfeldmark, dessen 
einzelne Parzellen auf den Hypothekenfolien der Bürgerstellen nummer 
weise als Pertinenzien eingetragen stehen. Dieselbe Bezeichnung 
kommt bei einigen Altbauerndörfern der Mark bei dem Grundbesitz der 
Koffäthen zur Anwendung, ohne daß der Ausdruck eine genügende Er 
klärung fände." Die nähere Angabe solcher Städte bezw. Ortschaften 
wäre sehr erwünscht, weil sich aus dem Zusammenhange die Bedeutung 
eher ergeben wird, falls dafür nicht eine bestimmte Rechtsdefinition schon 
vorliegt. Sollte es vielleicht mit mortuus oder mortuarinm Zusammen 
hang haben? 
H. M. K—r. hier. Derartige Beiträge mit Namensunterschrift 
sind willkommen; doch ist es wünschenswerth, daß sie etwas bestimmter 
gehalten sind und entweder — zur Verwendung als Miscellen — kürzer, 
oder aber als selbstständige Artikel etwas länger werden. 
R. W. in G. Der Name der Braut war in mehreren Blättern 
übereinstimmend so angegeben, indeß haben Sie Recht; es ist wirklich 
ein Frl. von W. 
Herrn B. vo» Wr. in Oesf. Ein Feuilleton im Sinne desjenigen der 
politischen Blätter ist nicht beabsichtigt einzusühren. Die Novellen und 
die historischen Romane müssen im „Bär" dessen Stelle vertreten. Das 
Feuilleton soll also nicht sogenannte „Plaudereien" bringen, sondern vor 
wiegend der auf die Mark Bezug habenden Literatur und interessanten 
dazu in Beziehungen stehenden Mittheilungen reservirt bleiben. Aus 
nahmen sind freilich vorbehalten, wenn einmal ein ganz besonderer Stoss 
sich findet. 
H.—Gh— und E. M. hier. Alle Anfragen an die Redaktion bitten 
wir mit Namensunterschrift zu versehen. Die meisten Anfragen werden ja 
derart sein, daß man sie unter Umständen direkt erledigen kann. Es ist 
das bei dringenden Fragen angenehm; ebenso giebt es sehr oft wunder 
liche Fragesteller, deren Ideen besser hier nicht zur Behandlung kommen. 
Die Namen der Fragesteller bleiben nach außen geheim! 
Inhalt: Gedenktage; Ideale, Novelle von K. Rinhart; Der 
Berlinische Relationspostilion vom Jahre 1711, beleuchtet von Ferd. 
Meyer; Altes Jnnungsrecht in Berlin, nach den Mittheilungen des Stadt 
archivars vr. Claus Witz; Die Stammbäume der französischen Colonie 
zu Berlin; Eine Gedächtnißprozesston für Friedrich dm Großen in Neu 
ruppin, von C. Lücke; Das Geburtshaus von C. E. Svarez in Schweidnitz 
(Abb.). — Miscellen: Das Hauptpostamt in der Königstraße (mit 
Abb.); Friedrich von Raumer (mit Porträt); Der Hoftheatersriseur Warnick; 
Lutherfestspiele zu Jena; Reitende Kellner in Berlin; Der Name „Maikäfer"; 
Berliner Schneiderkunst; Das Ausstellungsterrain für 1888; Bernhard von 
Lepel (mit Porträt). — Kleine Chronik. — Brief- und Fragekasten. 
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Austage diejeei Romanes, der sich weit über das Niveau der gewöhnlichen dellestristischen No 
vitäten erhebt, ist wohl der beste Beweis für die Gediegenheit desselben, die ihm auch ein 
dauerndes Behaupten aus dem literarischen Markte gewährleistet. 
Das Wer! erregte bei seinem ersten Erscheinen vor zwei Jahren beim Publikum sowohl 
wie in der literarischen Welt das lebhafteste Aussehen Utld tiefgehendste Interesse: so urtheilten 
z.B. die „Wiener illnftr. Zeitung-': Wir haben es hier mit einem bedeutenden Werk z» 
thun . ; die „Wiener Allgemeine Zeitung": Es ist ein Poetisch empfundenes, 
wahrhaft lescnswcrthcs Werk . . . . ; dis „Posener Zeitung": Der deutschen Literatnr 
ist ein neues, kräftig aufstrebendes Talent erstanden, welches in eigenen Buhnen 
Ivandeit die „Blätter für litcrar. Unterhaltung": Der Verfasser schildert mit 
Mciftcrichaf» i. w. ES ist demnach zu hoffen, daß der Ausspruch der „Bokffschcn 
Zeitung": „„Man wird die „Schleier der Maja" nicht blos lese», sondern auch 
wieder lese»"" in Erfüllung geht, und daß der Roman in seiner zweiten Auflaqe den gleich 
großen «eisall findet. 
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Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Peter Walls in Berlin SW. — Verlag von Gebrüder Partei in Berlin W. — 
Druck: W. Moeser Hosbuchdruckerei in Berlin 8. — Nachdruck ohne eingeholte Erlaubniß ist untersagt.
        
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