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Periodical volume 31. Mai 1884, Nr. 36 Abbildungen: Das Preußische Kriegswesen

Full text: Der Bär Issue 10.1884

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Voltz, an betn ©arten vorüber. „Gott zum 
Gruß, lieben Freunde!" sprach er, in seiner 
Arbeit innehaltend. Da leuchtete es wie sonnige 
Freude in den Gesichtern der Beiden aus- „Ja, 
Gott zum Gruß!" sprach Michael Hentzke. „Nichts 
kann unser Herz so sehr erfreuen, als daß Ihr 
die Trübsal überwunden habt, mein lieber, armer 
Herr!" 
„Es war böse Zeit, Michael!" 
„Es wird besser werden, Herr! — Muth 
und Gottvertrauen! Ruht auch alles jetzt, — 
nun, so lasset uns denken, wir hätten einmal an 
schwerer Krankheit gelitten! 'S ist ja noch kein 
Jahr, daß die Sache spielte mit dem Fräulein 
Marina; — ein Jahr verloren, Herr, heißt noch 
nicht, das Leben verloren haben! Gott stärke 
und Gott tröste Euch; — wir gehen zur Kirche!" 
„'S ist heute Sonntag?" 
„Ja, Herr! — Und zu morgen, — nicht 
wahr, — darf ich Eure alten Arbeiter wieder 
zusammenrufen? — Die Arbeit ist doch das beste 
Labsal für die tiefbetrübten Herzen, die sich mit 
Schwermuth quälen!" 
„So thtit es denn! Gehet aber hinauf, 
Hentzke, uitd rufet meine Kiitder und saget Eurer 
Frau, daß sie den Imbiß rüste! Ihr habet Recht: 
ein neues Leben — neue Thätigkeit! Ich mache 
alles für Euch fertig, daß wir morgen die alte 
Zeit, da die Frau 
Anna hier ge 
waltet hat, von 
Neuent vor uns 
sehen! Dann 
sagt dem Knecht 
Johann, daß er 
den Wagen rüste 
und zu Mittag 
sich bereit halte. 
Er soll uns hin 
aus fahren in 
den Wald oder 
an Sees Rand, 
wo nur frische 
Luft tmb blauer 
Himmel ist!" 
„Me hab' ich 
freud'ger Euren 
Willen je er 
füllt!" sprach der 
wackere Faktor 
Michael und 
ging, den Be 
fehl auszu 
richten. — 
„Das Leben 
ist doch eine 
süße Gewohn 
heit! — So 
lange die Sonne 
Armbrustschützen 
2as preußische Kriegswesen. (Nach dem im
        
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