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Periodical volume 15. December 1883, Nr. 12

Full text: Der Bär Issue 10.1884

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mühlenberge in Thätigkeit, welches das Rohrnetz speisen sollte, wenn das 
Wasserwerk am Stralauer Thor still stand. Schon im Jahre 1866 wurde 
eine Vergrößerung dieses Wasserwerkes nothwendig, welcher im Jahre 1868 
eine zweite folgte. In der Mitte der siebziger Jahre genügten auch diese 
Anlagen nicht mehr, und da die Stalauer Thor-Werke füglich nicht mehr 
erweitert werden konnten, wurde die Tegeler Brunnenanlage in Verbindung 
mit der Zivischenstation Charlottenburg (Westend) und dem besonderen 
Wasierwerk« für die Hochstadt auf dem Windmühlenberge projektirt und 
in Angriff genommen. Am 2. Februar 1877 wurde das letztere Wasser 
werk (auf dem Windmühlenberge), am 24. September desselben Jahres die 
kombinirte Anlage Tegel-Charlottenburg in Betrieb gesetzt. B. Tgbl. 
Gricf- und FragcKastcn. 
L. A. Man sagt jetzt in Berlin: „Was ist das beliebteste Kompot?" 
Antwort: „Ein-gemachter Mann." 
A. Th. In den ältesten Zeiten brauchte der Mensch zuerst Waffen, 
dann Werkzeuge. Die einfachste Waffe war ein Stein, der als Schlag 
waffe oder als Wurfgeschoß dienen konnte. Bald ward man inne, daß 
beim Klopfen gewisser Steine scharfe Splitter abspringen, die zum Schneiden 
des Holzes dienen mögen und sich zu Stich- und Wurfwaffen verwenden 
lassen. Durch Schleifen an rauhen Flächen wurden diese schneidenden 
Ränder oder Spitzen zum Gebrauch noch dienlicher. Endlich fand man 
wohl einmal einen Stein, der sich nicht in Splitter spalten ließ, wohl 
aber beim Hämmern eine beliebige Form annahm. Das war gediegenes 
Kupfer und aus Kupfer bestanden wahrscheinlich die ältesten Metall-Waffen 
und Werkzeuge. Viele der in Nordamerika gefundenen ältesten indianischen 
Waffen bestehen aus kalt gehämmertem Kupfer. Bei einer anderen Ge 
legenheit machte man die Entdeckung, daß sich manche Steine, die beim 
Aufbauen der Herdstellen benutzt wurden, durch die Hitze rötheten und 
glühend wurden und in diesem Zustande sich leicht in jede beliebige Form 
hämmern ließen. Damit war die Eisenindustrie eröffnet In verschie 
denen Ländern waren es verschiedene Metalle, die zuerst in Gebrauch 
kamen. Endlich kam auch die letzte wichtige Entdeckung. Man fand, daß 
Steine auch geschmolzen werden können, und daß zwei flüssige Steinarten 
(Kupfer und Zinn) eine noch flüssigere dritte (Bronze) liefern. Diese 
letztere Entdeckung gehörte freilich erst einer weit späteren Zeit an. 
Inhalt. 
Der Günstling des Prinzen, historischer Roman von E. H. v. Deden- 
roth (Fortsetzung); Max von Schenkendorf, eine preußische Säkularer 
innerung zum 11. Dezember 1883 von Dr. Draheim (Schluß>; Die 
Berliner Oper von heute von Franz Gilleis (dritter Artikel) mit den 
Portraits von Lilli Lehmann und Franz Betz; Zwei Jugendfreunde 
Friedrichs des Großen aus der Rheinsberger Zeit (mit den Portraits von 
Friedr. von Suhm und Karl Stephan Jordan); Das Berliner Zeughaus 
(mit drei Ansichten); Tobak, Tobak! — Vom Weihnachtsbüchcrtisch; Aus 
bau der Stadtbahn ; Recherchen für den Berliner Wohnungsanz-siger; Lessing 
und sein Pferd. Inserate. — 
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Soeben erschien und ist in allen Buchhandlungen Berlins und der Mark vorräthig: 
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BERLIN W. 64. Unter den Linden No. 24. 
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Preislisten stehen auf Wunsch franco *u Diensten. 
Ziehung unwiderruflich am 18., 19., 20. u. 21. Februar 1884. 
der zweiten Ulmer Munsterbau-Lotterie 
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Hauptgewinn 75000 Mk. 
Gesammtbetrag der Gewinne 400000 Mark. 
Loose a 3 Mark sind bei allen Loos-Lese harten zu haben. 
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Octav-Format. 
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Geb. Dl. 4,50, in grüne Leinwand geb. M. 5,50, in Liebhaber-Einb. M. 6,50. 
Inhalt: 
Nördlich von Kerlin. Schönhausen. Buch. Bernau. Hohenfinow. Am Werbellin. 
Joachimsthal. Schloß Grimnitz. Am Liepnitz-See. Eine märkische Postfahrt anno domiiii 1883. 
An der Gberspree. Schloß.stövenick. Die Müggelsberge. Schmöckwitz. Ein Spazier 
gang durch das Schenkenländchen: i. Königs-Wusterhausen und Mittenwalde, 2. Teupitz. 
KaveUandschatterr. Jagdschloß Grunewald. Im Lande der weißen Rüben. Zwischen 
Wannsee u. Lrchwielow. Kloster Lehnin. Am Tegeler See. Auf d. Schlachtfelde von Groß-Glienicke. 
tz)uer über den Fläming. Belzig und Burg Eisenbart. Das Tressen bei Hagelberg. 
Schloß Wiefenburg. Burg Rabenstein. Der hohe Golm. 
Wir empfehlen diese lebendigen, frischen Schilderungen jedem Freunde märkischer Landschaft 
und brandenburgischer Geschichte, den Turn - Vereinen, sowie allen wanderfreudigen Männern 
und der heranwachsenden männlichen Jugend Berlins und der Mark. Für Ausflüge und 
Sommerfrischen in der näheren und weiteren Umgebung Berlins bietet das Buch sowohl will 
kommene Anregung wie später eine angenehme Erinnerung. 
Vorlag von Schmidt & Sternaux in Berlin W., Matthäikirch-Str. 18. 
Lmpfehlensrverthes Weihnachtsgeschenk. 
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von Pros. Dr. (T. Ulrrntdtf. Fortgesetzt von Pros. 1)r William JJifrfou. 
Sechste vermehrte und verbesserte Austage. 
6 Bände. gr. 8. XUV und 3923 Seiten. 
Preis geheftet SS Mark, eleg. in 6 Halbfranzbände geb. 48 Dlark. 
I. Die Geschichte des Alterthums. XIII und 728 Seiten. Geh. M. 7.—; 
in eleg. Halbfranzbande M. 9.—. 
II. Die Geschichte dcS Mittelalters. VIII und 8ii Seiten. Geh. M. 8.—; 
in eleg. Halbfranzbande M. 10.—. 
III. IV. Die Geschichte der Neuzeit. 2 Abtheilungen. XVI und 1134 Seiten. 
Geb. M. io.—; in eleg. Halbfranzbande M. 14.—. 
V. VI. Die Geschichte der neuesten Zeit. 2 Abtheilungen. XII u. 1250 Seiten. 
Geh. M. 11.—; in eleg. Halbfranzbande M. 15.—. 
Jede Abtheilung ist einzeln käuflich. 
Verlag von Gebrüder paetel in Kerlin. 
Im Verlage von Paul Bette, Berlin 
siud erschienen: 
Anita ScMliter's Masken 
sterbender Krieger 
im Lichthofe des Kgl. Zeughauses 
xvl Berlin. 
24 Blatt Lichtdrucke in Mappe. 
Zweite, wohlfeile Ausgabe. 
Preis 16 Mark. 
Von der ersten Auflage, mit Text vom 
Dr. U. Dohme sind nur noch wenige 
Exemplare vorhanden. 
Berichtigung. 
In der Annonce des Herrn I. H orrw i y 
hier, betreffend „Reißmann's Harmonie- und 
Formenlehre" (vergl. Bär Ro. 10) wolle man 
lesen: I-crd. Gumbert statt Z-riedr. Gumbert. 
^öesongurig u!Yerwerthung 
J.BRANDT Civil-Jngenleur 
>J(öniggrQtzerStr.131. BERLIN. VK 
Vom 15. bis 17. Januar 1884 
unwiderruflich Ziehung 
der letzten 19. kölner Oomdau-Lotterie. 
Hanptgewin»: 
VSOOOJHark. 
Original - Loos«! a Mark 3. 50 Pf. 'avii gegen Coupons oder 
Briefmarken) empfiehll und versendet die mit dem «erlauf der Loose 
beauftragte Kauptcoileetio» von 
Varl Heintze, gllllKgeMft. Berlin W., 
Unter den Linden No. 3. 
Zweiggeschäfte in Hamburg und ln Bremen. 
Die Ziehung dieser Lotterie wurde bisher noch niemals verlegt.
        
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