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Volume 7. Juli 1883, Nr. 41 Beiblatt zur Illustrirten Berliner Wochenschrift Der Bär

Full text: Der Bär (Public Domain) Issue9.1883 (Public Domain)

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angenommen. 
IX. Jahrgang. Nr. 41. 
Redacteur! Verlag! 
Lmil Dominik. Sebrüder paetel. 
»erlin W. 35, Lügowstraßk Ar. 7. 
Derlin, 7. Juli I88Z. 
Pie Aniformirung unserer Schuhmannschast, welche in Wien und 
Italien jetzt als Muster dienen soll, bestand nach Errichtung des Instituts 
durch den Polizeipräsidenten von Minutoli im Jahre 1848 in dunkel 
blauein Rock mit Stehkragen von demselben Stoss mit schwarzen über- 
sponnenen Knebclknöpsen, runden, schwarzen Filzhüten, an denen sich die 
Nummer der Beamten befand, und Säbel; Vorbild waren die Londoner 
Konstabler gewesen. Aehnlich gekleidet waren die ersten, in dcniselben 
Jahre eingestellten berittenen Schutzmänner; sie trugen einen Hut von 
schwarzem Filz, die rechte Krempe hochgeschlagen, blauen Rock mit schwarzen, 
»versponnenen Knebelknöpfen, dunkelblaue Reithose mit Lederbesatz, kurze 
Stiefel mit stählernen Anschlagsporen, schwarzlackirtes Bandelier mit ge 
ritztem Neusilberbeschlag. Im Jahre 1880 erhielten sie schwarz lackirtc 
Helirlk, im Jahre darauf hohe Kanonenstiefel und 1856 die jetzigen 
Helme. V. Z. 
Pie Gräber der Äskanier. Die in Wittenberg geschehenen Aus 
grabungen in der Füsilier-Kaserne, an deren Stelle früher die Kirche der 
Franziskaner gestanden, sind beendet und haben im Ganzen 14 Särge, 
darunter einen zerbrochenen Marmorsarg und mehrere Kindersärge zu 
Tage gefördert. -Die Holzsärge sind so verwittert, daß nur noch bei 
einem die Holzart festgestellt werden konnte. Die Kindersärge standen vor 
dem Altarraum. Waffen sind nur wenige in der Gruft gefunden und 
von dem Regierungsrath von Hirschseld, der die Ausgrabungen leitete, 
in Verwahrung genommen. Ein Zweifel an der Identität der gefundenen 
Reste mit den gesuchten der Askanier kann nicht auflommen, da die Ori 
ginal-Grabsteine, deren Inschrift Melanchthon, als die Kirche im Jahre 
1544 zu einem Kornmagazin eingerichtet wurde, abgeschrieben hat, noch 
auf den Grabstätten liegen. (Magdeb. Ztg.) 
Breite des Hofes richten wird. (Höhe der Seitenflügel-Breite des Hofes 
-+- 7 Mir.) Mehr als 5 bewohnte Stockwerke über einander dürfe» nicht 
errichtet werden. Die größte Höhe der Gebäude mit Ausnahme der Ecken 
darf 24 Meter nicht übersteigen, während jetzt 7 bis 8 Etagen bis zu 
27 Metern Höhe vorkommen. Auch in Bezug auf die feuersicheren Treppen 
wird gegen die jetzige Bestimmung, wonach jede Wohnung wenigstens 
durch eine feuersichere Treppe zugänglich sein muß, Verschärfung eintreten. 
Die hochgelegenen Wohnungen sollen nämlich künftig zwei feuersichere 
Treppen bekomnien. Wohnkeller dürfen nur >/, unter der Erde, müssen 
aber */j oberhalb der Erde angelegt werden. Tischlerwerkstätten rc. werden 
künftig kaum anders als in gesonderten Gebäuden Platz finden. 
Die neue Bauordnung für Berlin soll gegen Weihnachten ver 
öffentlicht werden und dann ein Vierteljahr später in Kraft treten. Die 
selbe ist zwischen Polizeipräsidium und Magistrat bereits vereinbart und 
liegt im Ministeriuni zur Bestätigung. Die Grundprincipien derselben 
sind folgende: l) Luft und Licht, d. h. große Höfe und 2) Feuersicherheit. 
Minimalhof 60 Q.-Mtr. bei mindestens 5 Mtr. Breite. Ausnahmen bei 
Eckbaustellen. Wenn zwei Nachbaren sich vereinigen und die betreffenden 
Eintragungen in die Grundbücher bewirken, wird für beide Grundstücke 
ein Minimalhof genügen. Schmale Grundstücke werden künftig nicht voll 
ständig ausnutzbar sein, weil die Höhe der Seitenflügel sich nach der 
Berichtigung. Herr A. D., Berlin, theilt der Redaktion mit — 
und wir sprechen hierfür unsern besten Dank aus — daß in dem Aufsatze 
über „Fürst Anton Radziwill" sich einige Irrthümer cingeschlichen haben. 
Zunächst sei der General ü la suite Sr. Majestät nicht ein Neffe, 
sondern ein Enkel des Faustkomponisten, und zu zweit sei der genaue 
Wortlaut des bekannten, geflügelten Wortes: 
Als Fürst, als Held, als Mensch gleich schofel, 
Bewundrungswürdig nur als Mephistosel. 
Brief- und Fragekasten. 
v. SB., Neu-Ruppin. Besten Dank. Werde gelegentlich verwerthen. 
Den Herren Correspondenten zur Notiz, daß der Red. d. Bl. für 
mehrere Wochen nach Süddeutschland gereist ist. 
Inhalt. 
Ein Abenteurer am Hofe König Friedrich Wilhelms I., vaterländische 
Erzählung von Th. L. M. (Fortsetzung), mit dem Portrait König Friedrich 
Wilhelms I.; Jakob Paul Freiherr von Gnndling, der zu Bornstädt in 
eineni Weinfass« begrabene Oberceremonienmcister und Präsident der Aka- 
demie der Wissenschaften von D. (mit Portrait); Die Ghibcllinenstadt in 
der Mark von Oskar Schwebe! (mit den Illustrationen: Rathhaus und 
Marienkirche zu Frankfurt a. O.); Berlin im Jahre 1835 von F. H.; 
Deutsch-Oesterreichischc Ausstellung für 1885 in Berlin; Eduard Daege; 
Schloßapotheke; Uniformirung der Schutzmannschaft. Brief- und 
Fragekasten. Inserate. — 
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