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Volume 23. Juni1883, Nr. 39 Beiblatt zur Illustrirten Berliner Wochenschrift Der Bär

Full text: Der Bär (Public Domain) Issue9.1883 (Public Domain)

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IX. Jahrgang. Nr. 39. 
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Berlin W. 35, Lüstowstraßr Nr. 7. 
Berlin, 23. Juni 1883. 
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Lästige ZicrKeßrsstörungcn in IZerkin. Häufiger als in früheren 
Jahren — schreibt Herr Prof. Dietrich in der Baugewerkszeitung — 
werden jetzt, auch bei verhältnißmäßig niedrigen Wasserständen, die Klapp 
brücken im Innern der Stadt geöffnet, um Kähnen die Durchfahrt zu 
ermöglichen. Man wird zugeben müssen, daß der Magistrat, seitdem ihm 
die Brückenbaulast in Berlin zufiel, nicht säumig gewesen ist, vielinehr 
den Neubau hochliegender fester Brücken an Stelle der alten Klappbrücken 
energisch in die Hand genommen hat. Die Zahl der umzubauenden 
Brücken ist aber sehr groß und man sollte daher bemüht sein, die Miß 
stände, welche sich aus dem Oeffnen der Klappen für den städtischen Ver 
kehr ergeben, dadurch nach Möglichkeit zu vermindern, daß man die Zahl 
dieser Verkehrsstörungen auf ein Minimum beschränkt. Dies scheint nicht 
der Fall zu sein, und es sei deshalb daran erinnert, daß die Schiffer 
eine Durchfahrtshöhe von mehr als 10 Fuß — 3,14 m in der Mitte der 
Brücke und 0 Fuß — 2,83 m in 8 Fuß — 2,5 m Abstand von der Brücken- 
mitte überhaupt nicht beanspruchen dürfen, daß ferner früher die Vor 
schrift bestand, den liegenden Mast nicht auf der Mitte der Kähne, sondern 
seitlich zu lagern. Werden diese Vorschriften beachtet, so dürfte eine 
große Zahl der jetzt stattfindenden Brückcnsperrungen sortfallcn und sollte 
jene Vorschrift bezüglich der Lagerung des Blastes wirklich nicht mehr 
bestehen, so möchte es sich sehr empfehlen, dieselbe wieder ins Leben zu 
rufen. - Es wird den Schiffern die geringfügige Unbequemlichkeit im In 
teresse der Regelung des großstädtischen Straßen- und Pferdebahn-Ver 
kehrs unter allen Umständen auferlegt werden müssen. 
Die Zteichstags-Vaulio»,Million hat — nach dem Berl. Tagebl. — 
in ihrer gestrigen Sitzung in Ausführung des bezüglichen Reichstagsbe 
schlusses festgesetzt, daß Architekt Wallot für die Bauausführung des 
Reichstagsgebäudes, die auf neun Jahre berechnet wird, mit 360,000 
Mark einschließlich der Prämie engagirt werden solle. Der Sitzungssaal 
wird, nach dem nunmehr festgestellten Plane, 5Y 2 Meter über dem Straßen 
niveau plazirt, also halb so hoch wie bei dem ursprünglichen Projekt; zu 
diesen: Saal werden von der Straße ab 38 Stufen emporführen, während 
bisher deren etwa 70 vorgesehen waren. Cs fällt ferner die Freitreppe 
und das Vestibül fort, an deren Stelle eine große Halle disponirt ist, in I 
die man über eine Rampe vom Königsplatz aus gelangt. Die Rampe j 
j dient gleichzeitig zur Separatanfahrt für den Kaiser. Die Kuppel wird 
i nach der Seite des Königsplatzes vorgeschoben, die Bibliothek im Maga- 
! zinshstem errichtet, und zwar so, daß nur eine Handbibliothek, das Zimmer 
des Bibliothekars und ein Lesezimmer in der Nähe des Sitzungssaales 
verbleiben, während alle übrigen Bibliotheksräume über einander durch 
das ganze Gebäude vertheilt werden. Die durch diese Disposition frei 
> werdenden Räume werden zu Abtheilungszimmern verwendet. Mit der 
Fundamcntirung wird in nächster Zeit begonnen werde»; die feierliche 
Grundsteinlegung soll dagegen im bevorstehenden Herbst oder Winter, zu 
einer Zeit, in welcher der Reichstag hier wieder vereinigt sein wird, in 
Gegenwart des Kaisers vollzogen werden. 
Das Mttergut tstrah-ch>oktzcndorf ist von seinem bisherigen Be 
sitzer, Legationsrath a. D. Grafen Hermann von Arnim, welcher 
kürzlich die Standesherrschaft Muskau für 6 600 000 M. angekauft hat 
und auch Besitzer des im Kreise belegenen Ritterguts Blumberg ist, an 
den Baron v. Holtzendorf-Jagow verkauft worden. Dadurch ist dasselbe 
wieder in den Besitz derselben Familie gelangt, die es 1625 der Fa 
milie v. Raven verpfändete und 1680 käuflich überließ. Die von Ar- 
nimsche Familie besaß das Gut seit 1795. (Niederbarn. Krbl.) 
2>ei der städtischen Keuersocictät waren die Berliner Grundstücke 
am 30. September 1882 mit zwei Milliarden, zweiundsiebzig 
Millionen, einhunderteinundfünfzig Tausend und 500 Mark 
versichert. 
Inhalt. 
Ein Abenteurer am Hofe König Friedrich Wilhelms l.. Vaterländische 
Erzählung von Th. L. M. (Fortsetzung); Eine Wanderung durch das 
Hohenzollernmuseum (Fortsetzung, Zimmer Friedrich Wilhelms III.) mit 
den Portraits König Friedrich Wilhelms III. und der Königin Louise; 
Die Brandenburger im 30jährigen Kriege oder das Kriegswesen in Bran 
denburg und Preußen in der ersten Hälfte des 17. Jabrbunderts von 
R. Lutter (Fortsetzung, mit der Illustration „taktische Aufstellung einer 
Kompagnie Fußvolk zur Zeit des 30jährigen Krieges"); Britz; Der Äleichs 
tagsbau; Kleist's Denkmal; Eine Reniinisecnz an Ferdinand v. Schill; rc. 
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