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Periodical volume 24. März 1883, Nr. 26 Abbildung: Wilhelm I. Deutscher Kaiser und König von Preußen

Full text: Der Bär Issue 9.1883

welche früher in Brunschwig 
auf dein alten Friedhofe stand, 
aufgeschlagen. Von diesem 
Punkte aus konnte er die Ope 
rationen der Stürmenden sehen. 
Als die erste Sturmkolonne, 
wie bereits erzählt, mit Hinter- 
laffung zahlreicher Verwundeten 
und Todten zurückgewichen 
war, befahl er, daß die zweite 
Kolonne zurückbleiben sollte. 
Ehe jedoch der Befehl den Füh 
rer erreichte, bogen die ersten 
Rotten um die Ecke der Brun- 
schwiger Straße, in welcher 
sie sich formirt hatteit. Ein 
Kugelregen begrüßte die Krie 
ger. Von den Rotten, die in 
der Schußlinie der Belagerten 
erschienen waren, stürzten die 
Vordersten verwundet und todt 
nieder. Steinbach, an deren 
Spitze, machte noch einige 
Schritte, dann wankte er und 
stürzte zu Boden. Zwei Kugeln 
hatten ihn getroffen. Eine war 
durch deit Arm in der Nähe 
der linken Schulter, die andere 
durch das linke Bein in der 
Nähe des Knies gegangen. Dies 
war unter den Augen des Ge 
nerals geschehen. Es wurde 
zum Rückzug geblasen. Die 
Kolonne zog sich wieder hinter 
die schützenden Gebäude von 
Brunschwig zurück. Der Platz 
vor dem Thore war mit Todten 
und Verwundeten bedeckt. Eilt 
Parlainentair mit einer weißen 
Fahne und einem Trompeter 
tvurde zum Thore gesandt- 
Ein schtvedischer Offizier erschien 
auf dem Walle und frug 
nach dem Begehr. Der Parla- 
mcntair bat, weil man die 
Verwundeten und Todten auf 
heben wollte, um Einstellung 
des Feriers. Es wurde bewilligt, 
und mit den anderen wurde 
auch der Lieutenant Steinbach 
aufgehoben und in das nächste 
Haus getragen. Der General 
beorderte sogleich einen Fcld- 
scheerer zu ihm, der ihn unter 
suchen, verbinden und genauen 
Rapport abstatten mußte. Er 
ließ ihm sagen, daß die Cott- 
bltser Bürger ihm solches ent 
gelten sollten. Er würde ihn
        
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