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Volume 2. Juni1883, Nr. 36

Full text: Der Bär (Public Domain) Issue9.1883 (Public Domain)

»MM zur Mußiirtm Aeilmer B[ochrnfchrift 
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angenommen. 
IX. Jahrgang. Nr. 20. 
Redacteur: Verlag: 
Lmil Dominik. Gebrüder paetel. 
Berlin W. 55, Lützowstrahe Ar. 7. 
VerllN, 10. Februar 1883. 
dieser Stadt seines hervorragenden künstlerischen Wirkens, ein selbststän 
diges Denkmal zu besitzen. 
Freilich — schreibt Walle, dessen Artikel im Wochenbl. f. Arch. 
wir diese Zeilen entnehmen — setzen dem sich merkwürdige Hindernisse 
entgegen: Schlüters Gestalt und Erscheinung sind nicht aus uns über 
kommen — er ist vergessen worden, und nur unbeglaubigte Portraits 
haben dem bildenden Künstler — Hundrieser — als Anhalt dienen 
können. Es muß also weiter geforscht werden, ob nicht doch noch irgendivo 
sichere Spuren zu finden sind; denn ebenso, wie erst vor Kurzem Architekt 
Gur litt in der Lage war, über Schlüter's Aufenthalt in Warschau 
bisher ganz unbekannte Daten mitzutheilen, ebenso darf es nicht als aus 
geschlossen gelten, daß ein wirkliches Portrait Schlüter's*) entdeckt 
werden kann. Das aber würde doch erforderlich sein, um in einem 
größeren Denkmale aus einem öffentlichen Platze vor allein Volke ihin 
diejenige Gerechtigkeit widerfahren zulassen, die ihm so lange versagt 
geblieben ist. 
Ein anderes Denkmal soll dem großen Bildhauer und Baumeister, 
dem Berlin vor allem das schöne Denkmal auf der Kurfürstenbrücke, das 
hervorragendste Bildwerk Berlins überhaupt verdankt, von seiner Vater- 
stadtHamburg gesetzt werden. Und ein drittes Marmor-Denkmal soll 
ihm in der Säulenhalle unseres Museums errichtet werden, daran 
Professor August Wredow schon seit mehreren Jahren arbeitet. — 
Wie berechnet man am reichtesten Zinsen? Eine sehr einfache zu 
verlässige Methode von Max Schildberger, nennt sich eine soeben er 
schienene Zinsenberechnungstasel, »velche allen denen, die sich in der Lage 
befinden, Zinsen zu empfangen oder zu zahlen, hiermit bestens empfohlen 
sein soll. Die Tafel kostet 75 Pf. — 
*) Ein solches soll sich bckanntllich im Atelier tes Hosbildhauers Tassaert, 
des Lehrmeisters Schadow's befunden haben. Möchte dasselbe nicht in den Besitz Scha- 
d o w' s gelangt fein und sich in dessen Nachlaß vorfinden ? 
Arocktjaus' Lonverlatioiiskerilioil, 13. Auflage. (Hierzu die 
Illustration Seite 249.) Die reich illustrirte neue Auflage dieses 
besten Nachschlagewerks ist bis Band III (Buchstaben Bi—Car) gekommen. 
Wir theilen auch von diesem Bande eine Jllustrationsprobe mit und 
empfehlen wiederholt die Anschaffung dieses besten Konversations-Lexikons. 
Von hervorragenden Artikeln des Bandes nennen wir: Bier und Bierbrauerei, 
Bildnerei (mit 7 zweiseitigen vortrefflichen Bildertafeln), Bisniarck, Böhmen, 
Prov. Brandenburg (mit guter Karte), Brasilien (mit Karte), Brotbäckerei 
(mit einer Tafel Abbildungen, welche u. A. Brotknetmaschincn, Teigtheil 
maschinen rc. enthält), Brücken (mit zwei Tafeln Abbildungen), Buchbin 
derei, Buchdruckerkunst rc. rc. 
Schicksale eines Kamikiennamens. Vor langen Zeiten lebte in 
einer norddeutschen Stadt ein Gelehrter Namens Blei. Damals herrschte 
unter^ den Gelehrten die Sitte, den Namen zu latinisiren. So nannte sich 
ein Schulz Prätorius, ein Neumann Neander. Unser Blei übersetzte sich 
auch ins Lateinische und hieß nun Plumbum. Seine Nachkommen zogen 
aufs Land, verbauerten und sprachen ihren Namen plattdeutsch Pluum- 
boom aus. Später aber siedelte ein Abkömmling der Familie wieder 
nach der Stadt über, und da man dort hochdeutsch sprach so nannte er 
sich hinfort Pflaumenbaum. W. P. 
Inhalt. 
Was wird sie thun? Novelle von K. Rin hart (Fortsetzung): Die 
Ueberschwemmungen in Deutschland; Das Königl. Stadtschloß in Potsdam, 
von seiner Entstehung bis auf die neueste Zeit (Schluß); Der Reliquien - 
Handel aus der Garderobe Friedrich des Großen, von August von Müller; 
Ueber die Anlage weiterer Stadtbahnen; Die Ueberschwemmung (mit 
Illustration); Ein Paar Berichtigungen; Das neue Schlüterstandbild in 
Berlin (mit Illustration); Brockhaus' Konversationslexikon, 13. Auflage 
(mit Illustration); Schicksale eines Familiennamens. Inserate. — 
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