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Periodical volume 27. Januar 1883, Nr. 18 Beiblatt zur Illustrirten Berliner Wochenschrift Der Bär

Full text: Der Bär Issue 9.1883

eidliltt zur 
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Redacteur: 
Verlag: 
s. 
IX. Jahrgang. Ur. 18. 
Lmil Dominik. 
Gebrüder paetel. 
Berlin. 27. Januar 1883. 
verlin W. 35, LLßowstratz« Nr. 7. 
¥ 
(Fortsetzung der Misrellen aus dem Hauptblatt.) 
Ieür die bevorstehende Grundsteinlegung des Meidistagsgebäudes 
regt man bei uns den Gedanken an, ein über das gewöhnliche Maaß 
officiellerUr künden h in ausgehend esMaterial des mannigfachsten 
Inhalts dabei zu deponiren, um so de» Nachkommen der Residenz und 
des Reiches für eine der denkwürdigsten Epochen aller Zeiten möglichst 
umfassendes Material zu einem kulturhistorischen Bilde zu überliefern. 
Ich frage zunächst, welche Behörde hat hierüber zu bestimme»? 
Das Reichsamt des Innern? Und dann bitte ich aus unserm Leser 
kreise um Vorschläge, in welch bester Weise der obige Vorschlag zur 
Ausführung gelangen möchte. 
Könnte nicht in die Fundamente des „deutschen Rathhauses" 
von allen Landestheilen und größeren Städten Deutschlands 
wichtiges Material in besonderen Kapseln niedergelegt werden, welche 
ganz nach dein freien Ermessen der Länder und Städte Urkundenmaterial 
enthalten? Einen größeren Raum für die Aufbewahrung auszusparen, 
dürfte keine besonderen Schwierigkeiten machen. D. 
Saure Gurken. Bereits seit Jahren leidet Lübbenau, die Stadt 
der sauere n Gurken, an einer schweren Kalamität. Während sonst die 
Gurke ein so üppiges Gedeihen hatte, daß durch das dortige Gewächs 
fast sämmtlicher Bedarf Hierselbst für den Handel gedeckt werden konnte, 
müssen schon seit Jahren Liegnitz und Calbe an der Saale, die in 
Folge des Mangels in diesem Artikel erst emporblühen konnten, aus 
helfen. Auch in diesem Jahre mutzten, um die Remisen zu füllen und 
der Nachfrage genügen zu können, die Lübbenauer Großhändler mehr als die 
Hälfte dieser Waare aus den genannten Städten beziehen. Hs sind in 
dem vergangenen Sommer daselbst 162 Eisenbahnwaggons mit Gurken 
aus Liegnitz und Calbe eingetroffen. Jeder Wagen enthielt 1000 bis 
1200 Schock. Im Ganzen sind also ungefähr 178 000 Schock oder 
10 692 000 Gurken angelangt. Daß durch den Transport und durch 
die Mehrarbeit die Preise sich höher stellen müssen, ist klar. Auch ist die 
fremde Gurke, die an einer härteren Schale leidet, nicht so gut, wie die des 
Spreewaldes. Viele der dortigen Großhändler, die bedeutende Niederlagen 
in Berlin, auch in den Seestädten haben, lassen die grüne Waare gleich nach 
diesen Orten senden, wo sie als Lübbenauer Gurke eingelegt und in denHandel 
gebracht wird. Es ist wohl nicht zu hoch gerechnet, wenn man annimmt, 
daß jährlich 20—25 Millionen Gurken als Lübbenauer „Saure" verspeist 
werden. (V. Z.) 
Kestnummer der Ilkustrirten Araucn-Aeitung zur Silbernen 
Hochzeit Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten des 
Kronprinzen und der Kronprinzessin des Deutche» Reiches 
und von Preußen, am 25. Januar 1883. (Preis Mark 1,50.) 
Diese Festnummer bringt auf 36 Groß-Folio-Seiten nicht etwa, wie auch 
schon ihr frühzeitiges Erscheinen zeigt, eine Beschreibung der bevorstehenden 
Feier, sondern sie besitzt einen höheren Werth, als er den Schilderungen 
noch so glänzender Festtage innewohnen kann. In großen, markanten 
Zügen giebt Dr. Ludwig Ziemssen ein Bild von dem ereignißreichen 
Lebeir des hohen Paares. Zweifelsohne wird diese Festnummer, die iu 
so künstlerischer Form den bedeutsamen Festtag des Hohenzollernhauses 
feiert, in vielen Familien als werthvolle Erinnerungsschrift geschätzt werden. 
Brief- und Kagckasten. 
O. P. 1 und 2 kann ich nicht beantworten. 3 hieß ursprünglich 
„Gasse an der K. - Straßenmauer" woher sich der Name leicht erklärt. 
G. H. Berlins Bevölkerung betrug zu Ende 1882 nach den Ro- 
tirungen des statistischen Büreaus 1,189,734 Seelen. 
Inhalt. 
„Was wird sie thun?" Novelle von A. Rinhart (Fortsetzung); 
Frühere Vermählungs- und Einzugsfeierlichkeiten am Preußischen.Fürsten- 
hofe von W. Weyergang; Zur silbernen Hochzeitsfeier unseres .Kron 
prinzenpaares (mit den Portraits); Das krönprinzliche Palais in Berlin 
(mit Illustration); Die französische Colonie in der Mark Brandenburg; 
Ein Vergleich zwifchen Wien und Berlin; Ein spekulativer Fischhändler; 
Für die bevorstehende Grundsteinlegung des Reichstagsgebäudes re. re. 
Brief- und Fragekasten. Inserate. — 
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