Path:
Periodical volume 13. November 1880, Nr. 7

Full text: Der Bär Issue 7.1881

1 häZjM 
1§1 
vir. Jahrgang. 
Nr. 7. 
Unter Mitwirkung von: £. Alfieri, £. Srunold, Prof. Dr. Georg öüchmann, Prof. Dr. p. Cassel, Stadtarchivar Fidicin, Theodor Fontane, 
tudovica HeseKiel, Dr. G. Horn, Dr. Hermann Melke, Ferd. Keyer, Dr. Ferd. Pflug, Dr. H. pröhle, R. Schillmann, Direktor 
Wilhelm Schwartz in Posen, Archidiakonus Schwebet in Cüstrin, Stadtrath Adolf Streckfuß, Heinrich Wagener in Potsdam rc. 
herausgegeben von Ernst Friede! und Emil Dominik. 
Merlin, 
den 13. November 
$ 1880. 
!< • 
Die Zeitschrift erscheint wöchentlich regelmäßig am Sonnabend, kostet vierteljährlich 2 Mark, und ist durch alle Buchhandlungen, Zeitungsspeditionen und Postämter, sowie durch 
die Expedition, Berlin W., Lützowftraße 7, zu beziehen. — Literarische Beiträge sind an die Redaction des „Bär", Berlin \V., Lützowstraße 7, zu senden. — Inserate, pro 
2 gesp. Petitzeile 40 Pfg., werden von allen Annoncenexpeditionen sowie von der Verlags-Buchhandlung entgegengenommen. 
Lottchen Lindholz. 
Eine Berlinische Geschichte aus dein 17. Jahrhundert von Sinfonien lirsefiiet. (Fortsetzung.) 
„Sieh Levin," rief Lottchen dem Junker zu, ineine Traminer 
schlagen kräftig aus, auch die Groß-Fränkischen und die El- 
binger, es sind doch allemal die, so hierzulande am Besten 
lohnen; Weinmeister," unterbrach sie sich, „ich glaub, wir 
können bald die erste Hackung vornehmen." 
„Wenns Wetter nicht ändert, Frau," ciltgcgnete der Wein 
meister, „April ist ein böser Gesell." 
Lottchen 
beugte sich über ihre Pflanzen, mit Mandelkernern muß man 
behutsam umgehen, sonst stoßen die jungen Blättlein ab." 
„Zwei Fingerglied tief, Frau," wies sie der Weinmcister 
an, „und oben mit Sand bedeckt, daß ihnen das Wetter nicht 
schadet." 
Während Lottchen also pflanzte, schäkerte der Junker mit 
Jda und fragte sie, ob sie auch wohl wisse, was ein märkisch 
Kind ain 
kniete jetzt auf 
dem Erdbo 
den und hob 
vorsichtigeine 
Reihe junger 
Pflänzlein 
aus den irde 
nen Töpfen, 
die ihr der 
Weinmeister 
brachte. 
„Sollich 
helfen, Lott 
chen," ftagte 
Jda heran 
springend. 
Sie behan- 
deltedieFrau 
immer wie 
eine etwas 
ältere Spiel 
gefährtin. 
„Nein, 
nein, Du 
Tollhans," 
wehrte Lott 
chen ab und 
Reliefditd aus dem Jagdschlösse Grunrwald. Origmalzeichnung. (Siehe Seite 81.) 
Ostertage zu 
thun habe. 
„Wie wißt 
Ihr denn, ob 
ich ein inär- 
kisch Kind 
bin," lachte 
sie, „meine 
Mutter hat 
eine fremde 
Sprache ge 
sprochen." 
„Meine 
Mutter auch 
und ich bin 
doch ein mär 
kisch Kind," 
entgegneteer. 
„Schau Dich 
um, was 
siehst Du?" 
Erführt? 
sie auf die 
höchste Spitze 
des Wein 
bergs ; in der 
Ferne gerade 
■M
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.