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Periodical volume 17. September 1881, Nr. 51

Full text: Der Bär Issue 7.1881

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kleinen Blätter mitgerechnet — Wohl hundert 
andre, die damals der Sammlung angehörten. 
Ob sich diese letztere noch an früherer Stelle 
befindet und zwar in oder neben dem alten 
Hause der Bischöfe von Lebus in der Kloster- 
straße, vermag ich in diesem Augenblicke 
von hier aus nicht festzustellen. 
Wernigerode, den 21. August 1881. 
Th. Fontane. 
Aetreffs Ihrer „Anfrage an den 
Iiifcherei-Merein" erlaube ich mir, obgleich 
nicht zu letzterem gehörig, zu bemerken, daß 
Herr Ghmnasial-Lehrer vr. Müller hicrselbst 
in seiner Schrift „über das Verhältniß des 
Abtes Tritheim zu Joachim I. von Branden 
burg" auf Seite 23 mittheilt, daß Letzterer 
Bi. Opera Historica Th. II. Seite 526, welche • 
Marquard Frehcr im 17. Jahrhundert ver 
öffentlicht hat, dem Abt Tritheim im Jahre 
1507 drei Tonnen Fische, eine mit ein- 
gesalzcncn Hechten und zwei mit einge- 
salzencnHeringen von Berlin als Geschenk nach 
Würzburg zuschickte. A. L. Prenzlau. 
Brief- und Fragekasten. 
A. u. R. fragen an, ob vielleicht ein Ori 
ginaldruck des Ausrufs Friedrich Wilhelms III. 
„An mein Volk" in irgend einer Sammlung 
vorhanden. 
A. F. Kann ich zu meinem Bedauern nicht 
beantworten. 
W. Hertz. Ergebensten Dank. 
Gr. G. R. Man spricht davon, daß Schloß 
Bel levuc für dcnPrinzcnWilhelm bestimmt 
sei, der ivohl bei einem Berliner Infanterie 
regiment zum Herbst nach den Manöverübungcn 
ein Bataillon erhalten dürfte. Das Bellevue- 
Grundstück wurde 1710 von einem Franzosen 
als Maulbeerplantage für Seidenzucht eingerichtet, 
1743 zu einer Meierei umgewandelt, und gab 
später den Platz zu einer Lederfabrik her. Weiter 
hin legte Minister von Horst Obst und Gemüse 
gärten dort au. Von diesem erwarb cs Hofrath 
Bertram, der es an Prinz Louis Ferdinand 
verkaufte und der wieder in den Jahren 1786 
bis 1790 Schloß Bellevue erbaute. Nach 
seinem Tode (er fiel im Gefecht bei Saalfeld, 
de» 10. Oktober 1806) bewohnte Prinz August 
Bellevue und ist demselben von seiner Tochter, 
der Gräfin von Waldenburg, ein von ihr ent 
worfenes und modellirtes Denkmal im Park ge 
setzt. In den letzten Jahren bewohnte Prinzessin 
Alexandrine, verwittwete Herzogin von Mecklen- 
burg-Schwerin, daS Schloß. 
Inhalt. 
Der grüne Domino, Novelle von T. L. M. 
(Fortsetzung). Acht Jahre am Hofe des Prinzen 
Heinrich, aus den Memoire» eines alten Fran 
zosen, von Pastor Brecst (Schluß, mit dem 
Portrait des Memoirenschreibers). Falsche Pietät 
in der Baukunst. Miscellcn: Der Bauplatz 
des Ncichstagsgebäudes (mit dem Plan desselben) 
Neubau des Landtagsgebäudes; Wie Fürst Bis 
marck in Brandenburg sich einmal selber kurirte 
Die Hoheuzollcrn und das Deutsche Vaterland. 
Bries- und Fragekaste». Inserate. — 
Verlag von OTTO SPANIER in Berlin und Leipzig. 
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Bäcker. 5. Zwölf Metzger. 0. Zwölf Barbiere. 
7. Zwölf Goldarbeiter. 8. Zwölf Schmiede. 
9. Zwölf Buchbinder. 10. Zwölf Töpfer. 
11. Zwölf Männer vom Bau. 12. Zwölf Schlosser. 
II. Serie: 1. Zwölf Weber. 2. Zwölf Uhr 
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Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Emil Dominik in Berlin W. — Verlag von Gebrüder Paetel in Berlin W. 
Druck: W. Woeser Hofbuchdruckerei in Berlin 8. — Nachdruck ohne ausführliche Quellenangabe ist untersagt.
        
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