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Periodical volume 20. August 1881, Nr. 47

Full text: Der Bär Issue 7.1881

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diesen selbst, bald von dem zum Einsalzen der 
Fische bestimmten Salze, das steuerfrei war. 
Jedenfalls steht fest, daß hier in Berlin Fische 
in großer Anzahl cingxsalzen und verschickt 
wurden. 
Weil heut die Sardelle, davon sonst das 
Pfund zu 8—10 Gr. zu haben war, fast 
unbezahlbar wird und von der bürgerlichen 
Tafel mehr und mehr verschwindet, ist mir 
die Frage näher getreten: Was haben denn 
die alten Berliner für Fische eingesalzt, oder 
„gesulzen" wie es heißt? Große Fische wie 
Welse, Hechte, Bleie re. können es doch nicht 
gewesen sein. Aber auch von Barsen und 
Kaulbarsen, — bei diesen der herben Flossen 
wegen — von Ghstern und Plötzen, ihrer 
Dicke wegen, ist abzusehen. Es bliebe also 
nur der jetzt so mißachtete Uekelei, der sonst 
in zahlloser Menge, aber auch jetzt noch 
vielfach die Spree und Havel belebt und in 
Netzen leicht zu fangen ist, übrig. Sollte er 
nicht mit seinem zarten Fleisch, bei gleicher 
Behandlung wie an den Seeorten die Sar 
delle, diese zu ersetzen vermögen. Schon seine 
äußere Gestalt ist derselben sehr ähnlich. 
Vielleicht tritt der Fischerei-Verein dieser 
Frage näher, und Herr Stadtrath Friede!, 
in allen Gebieten zu Haus, macht wohl gar 
mit liebenswürdiger unterrichteter Assistenz 
die Versuche hierzu. L. A. 
Schilker's Werke, illustrirt von ersten 
deutschen Künstlern, erscheint soeben in neuer 
glänzend ausgestatteter Prachtausgabe in 
dem rcnommirten Verlage von Eduard Hall 
berger in Stuttgart. Die Werke dieses 
Lieblingsdichters der deutschen Nation sind 
in so reich illustrirter, des Dichterfürsten 
würdiger Ausstattung und bei alledem zu 
so vcrhältnißmäßig wohlfeilem Preise noch 
nicht vorhanden gewesen. Das Buch ist eine 
wirkliche Zierde jeder Haus- und Familien- 
bibliothck, ein Schatz ftir die Alten und 
Jnngen. Die Textrevision besorgte der be 
währte Schillerkenner I. G. Fischer. Das 
Werk erscheint in 65 Lieferungen zum Preise 
von 50 Pfennig und kann durch jede Buch 
handlung bezogen werden. 
Bisher sind fünf Lieferungen erschienen. 
Wir werden unsern Lesern gelegentlich einige 
Probeillustrationen mittheilen können. 
Elektrische Dahn non ßharlottcn- 
vnrg nach dem Spandauer Mock. Ueber 
diese Bahn erfährt das Centralblatt der 
Bauvcrwaltung folgende Einzelheiten: Ge 
genwärtig wird diese Strecke, welche auf 
eine Länge von 600 m die stärkste wohl 
überhaupt bei Pferdebahnen vorkommende 
Steigung, etwa 1:30 hat, von kleineren 
Wagen ohne Verdecksitze befahren, die auf 
der steilen Rampe mit Hilfe von Vorspann 
befördert werden müssen. Die Firma Sie 
mens und Halske hat nun ein Projekt 
bearbeitet, nach welchem die Wagen mittels 
elektrischer Kraft bewegt werden sollen. Die 
Empfehlenswerte Berliner Etablissements. 
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