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Periodical volume 18. Juni 1881, Nr. 38

Full text: Der Bär Issue 7.1881

484 
vielgenannter historischer oder kulturhistori 
scher Romane, denen man entweder das 
schwere Rüstzeug der geschichtlichen Einzcl- 
sorschungcn allzu sehr anmerkt oder denen 
durch allerlei philosophische, belletristische, 
sozialpolitische Exkurse der einheitliche, leben 
dige Fluß der Handlung fühlbar gehemmt 
Wird. So geht der künstlerisch durchsichtige 
Aufbau ebensosehr wie der poetische über 
dem Ganzen lagernde Dust verloren. Es 
gereicht der vorliegenden Arbeit zur hohen 
Ehre, daß sie von solchen Fehlern völlig 
frei ist. Die historische Treue steht in dem 
Roman mit der dichterischen Erfindungskraft 
in ansprechendem Gleichgewicht. Die Cha 
raktere sind wahr und lebendig durchgeführt; 
der Naturscenerie fühlt man es ab, daß über 
all eigene Anschauung zu Grunde liegt. Ob 
in frischen Farben die Scenerie uns geschil 
dert tvird, ob ein Naturbild sich vor uns 
entrollt — es ist, als ob wir selber dort 
getvandcrt wären —, oder ob in lauschiger 
Waldeinsamkeit die leisen Hcrzenstöne inni 
ger Liebe erklingen, — alle diese Partien 
sind meisterhaft. Wir sind gewiß, der Ro- 
man wird vielen am häuslichen Heerde die 
abendlichen Mußestunden zu wirklichen Er- 
holungs- und Erquickungsstunden machen. 
Brief- und FragcKasten. 
Unsern Lesern. Wiederholt bitte ich, bei 
Zuschriften auch die Postadresse angeben zu 
wollen. 
3llljrtU. 
Aus einem alte» Berliner Kaufmannshause, 
eine Geschichte vom Anfang unseres Jahrhunderts 
von T. L. M. (Fortsetzung). Schloß und Park 
Babelsberg, von Heinrich Wagener (mit 
zwei Illustrationen). Miscellen: Kurprinz 
Carl Emils Tod in Straßburg; Die elektrische 
Eisenbahn von der Hauptkadettcnanstalt in 
Lichterfelde bis zum Anhalter Bahnhof dort 
(mit Illustration); Die Berliner während der 
ersten Jahre des dreißigjährigen Krieges; Ko- 
latschen; Die erste Torffeuerung; Georg Dipold. 
Brief- und Fragekasten. Inserate. — 
> Wildfetie und Felle , 
aller Art, namentlich: 
> Füchse-, Marder-, Iltis-, Dachs-, < 
Otter-, Hasen-, Kaninchen, Reh- und 
I Hirschi'elle, Ziegen-, Zickel-, Schaf-, ( 
Lamm- und Kalbfelle etc. etc. kauft 
I zum höchsten Preise ( 
i D. Kölner, < 
Fell- und Bauoliwaaren-Handlung, 
> LEIPZIG < 
Brühl Nr. 54—55. 
I Kleinere Zusendungen werden per Post, grössere { 
per Bahn erbeten, wofür der Betrag umgehend franco 
zugesendet wird. Auskünfte werden bereitwilligst 4 
' ertheilt. * 
Kürschnern 
und 
, Pelzwaarenhändlern ( 
halte ich mein gut aasortirtes Lager von RaucliWaaren 
und Pellen aller Art als zuverlässige Bezugsquelle 
I empfohlen. 1 
Solide Bedienung, billige Preise. 
Fra«; Schul; 
Chokoladen-FabritmitDampfbetrieb 
Jüdenstr. 10 6., am neuen Nathhause 
begründet 1636 
empfiehlt: 
G e s u n d h e i t s-C h o c o l a d e, homöopathische, 
attestirt vom königl. Stabs-Arzt Dr. PH. 
Meyer, pr. Pfd. 1 M„ 3 Pfd. 2,70 Mk. 
F. reines entöltes Cacaopulver, unter 
Garantie, ohne alle Beimischung, pro Pfd. 
2,40, bei 3 Pfd.'/- Pfd., bei 5 Pfd. 1 Pfd. 
Rabatt. 
Krümel- Chocolade ä la Vanille, mit Ei, 
pr. Pfd. 1,20 Mk., 3 Pfd. für 3 Mk. 
Gewürz - Block - Chocolade, pr. Pfd. 
80 Pf., bei 5 Pfd. 3 M. 50 Pf. 
Gewürz-Mehl, pr. Pfd. v. 50 Pf. an. 
(Dies in der Fabrik seit 40 Jahren her 
gestellte und als kräftiges und billiges 
Nahrungsmittel beliebte, früher benannte 
Chocoladenpulver erhält sich nach 
wie vor die Zufriedenheit meiner zahl 
reichen Consumenten.) 
Mexicain-Chocolade, in u. '/, Pfd.- 
Tafeln, pr. Pfd. 2,50, 3 Mk. u. 4 Mk., 
bei 3 Pfd. ‘/ 2 Pfd. u. bei 5 Pfd. 1 Pfd. 
Rabatt. 
F. Banille-Chocolade, in V* u.'/, Pfd.- 
Tafeln, No. 1. 2 Mk., No. 2. 1,50, No. 3. 
1,20, bei 8 Pfd. V- u. bei 5 Pfd. 1 Pfd. 
Rabatt. 
Chocolade» zum Preise unter 1,50 Mk. 
haben einen kleinen Zusatz von feinem 
Weizenpuder oder Mehl, alle übrigen^ 
Sorten Garantie für reinen Cacao und jf 
Zucker. - 
Aufträge nach außerhalb werden prompt 
effectuirt. 
*- 
-re 
Man lasse sich vor BesteUung von 
Oberhemden, Kragen, Nachthemden etc. 
das soeben erschienene Preis-Verzeichniss über 
Herren -W äsche, 
welches mit vielen photogr. 
Abbildungen, Stoff - Proben 
der verschiedenen Artikel, 
Maass-Angaben versehen ist 
kostenfrei zusenden. 
Herrmann Schöbe/, 
BERXilST, 20. Ross-Strasse 29. 
[153] (Etablirt 1863.) 
Knaben- 
Anzüge, 
Mädchen- 
Kleider 
in Wollen- und Waschstoff für das 
Alter bis zu 16 Jahren 
4 bis 35 Mark. 
Auswalilsendungen nach ausser 
halb bereitwilligst und es genügt 
für dieselben die Angabe des Alters. 
Louis Levin 
Leipziger Strasse 47, 
neben dem Concerthause. 
J 
BILLARD-BALLE 
(imitirt Elfenbein) in Farbe, Klang, 
Elasticität, den echten fast gleich 
kommend, versendet unter Nachnahme 
oder vorherige Einsendung des Betrages 
ä 30, 33, 36 Mark (pro Satz — 3 Stück) 
je nach Grösse; Garantie: 1 Jahr. Bei 
etwa vorkommendem Umtausch während 
des Garantiejahres 2 Mark Nachzahlung 
pro Ball. 
J. Neuhusen’s Billardfabrik. 
Berlin S.W., Beuthstrasse 3. 
Adressirungen genau wie Torstehend. 
BERLIN, r> I I r, n I J "T-.i BERLIN, 
Leipzigerstr. 42. Das schmerzhafte Bohren der Zahne Leipzigerstr. 42. 
mit der Bohrmaschine vor dem Plombiren und Einsetzen künstlicher Zähne, das schmerzhafte Graben mit Instrumenten ist ganz unnöthig nach 
meinem System, wovon ich der Erfinder und alleiniger Besitzer bin. [158] 
Warnung bei Zahnweh gegen das Aethern, das Uervtödten und Ausziehen der Zähne. 
Alle diese blittel sind nur die Gesundheit zerstörend und Schmerzen vermehrend; die Gase und Gifte richten schrecklichen Schaden 
im Körper des Kranken an. Das Heilen aller Zahn-, Mund- oder Kopfleiden, das Einsetzen, das Plombiren und Reinigen der Zähne muss nur 
schmerzlos geschehen. — Zähne und Gebisse werden von mir nur in Gold speciell nach amerikanischem und englischem System gefasst und 
nur schmerzlos eingesetzt. Zähne in Kautschuk mache ich nicht, da dieselben nicht festsitzen, nicht genug halten, übelriechend und dei Ge 
sundheit sehr schädlich sind und durch viel zu breite Platten den Mund beengen und den Geschmack benehmen, den Gaumen wund reizen, 
den Hals entzünden und einen immerwährenden Durst erzeugen. Die mir vom Publikum wegen gänzlicher Unbrauchbarkeit überlassenen Zähne 
in Kautschuk liegen zur Ansicht bereit. Sprechstunden: 10— 3 Uhr. 
Leipzigerstr. 42. Dr. med. Reseck, „üaCÄfiith, jetzt: Leipzigerstr. 42. 
Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Emil Dominik in Berlin W. — Verlag von Gebrüder Paetel in Berlin W. — 
Druck: W. Moeser Hofbuchdruckerei in Berlin 8. — Nachdruck ohne ausführliche Quellenangabe ist untersagt.
        
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