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Volume 21. Mai 1881, Nr. 34

Full text: Der Bär (Public Domain) Issue7.1881 (Public Domain)

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Schlupfwinkeln aufgescheucht worden waren. 
In diesen Holz- und Strauchhaufen steckten 
nun die Thiere, bis der Tag des Anzündens 
kam. Dann, wenn Qualm und Flamme 
aufschlugen, begann es, bei hellem Tages 
schein, in dem Strauchhaufen lebendig zu 
werden, und nach allen Seiten hin jagten 
nun die geängstigten Thiere: wilde Katzen, 
Iltisse, Marder, Füchse selbst Wölfe über 
das Feld. Ebenso wurde ein Vernichtungs 
krieg gegen Wildprctt und Geflügel geführt, 
und jeder Haushalt hatte Ueberfluß an 
Hirschen, Ziehen, Hasen und Sumpfhühnern 
und wilden Enten. Hasen gab es so viele, 
daß die Knechte, wenn sie gemiethet wurden, 
sich ausmachten, nicht öfter als wöchentlich 
zweimal Hasenbraten zu bekommen. Wer 
denkt dabei nicht an die Mägde in den 
Nordseestädten, die sich gegen den aufge 
tischten Lachs zu Wehre setzten und wirklich 
eine Magistratsverordnung erfochten, der zu 
folge „die Mägde wöchentlich nur zweimal 
gelachst werden durften." 
Kuriosa aus alle» Kriegsöüchern. 
1. Auf der Strasse zu hören, wo am 
nächsten reitende Leute anzutreffen 
sind. Wenn einer bei Tage oder Nacht 
sich im Walde verirret und gern wissen 
möchte, ob Jemand in der Nähe, etwa» eine 
Meile weit vorhanden, der mache ein rund 
Loch mit einem Messer, zwei Spannen tief, 
in die Erden, lege das rechte Ohr recht dar 
über und halte dagegen das linke zu, so 
wird er gewißlich hören- an welchem Ort 
Leute vorhanden. 2. Auf was Art auch 
ein Soldat überaus große Stärke 
erlangen kann. Nehmet guten klaren 
rothen Wein, verwahrt denselben wohl in 
einem Glas und setzet ihn an einem Donnerstag 
in einen Ameisenhaufen; lastet ihn ein gantz 
Jahr darinnen stehn, hernach nehmet es an 
dem darauf kommenden Freitag des vcr- 
flostcnen Jahres wieder heraus und trinket 
denselben Wein, so wird man Riesenstärke 
bekommen. Item: wann der Mensch Löwen 
milch gcniestet, und ihm eines Löwenhcrz 
administriret wird, so wird er sehr stark und 
hertzhast. 3. Eine bewährte Salbe, 
die Pistolen und alles Gewehr 30 
Jahre vor dem Rost zu bewahren. 
Nehmet Baumöl 8 Loth, Klauenfett 8 Loth, 
Binsenstein 6 Loth, Eschenschmalz 1 Loth, 
Magnetstcin, Hammerschlag und Binsenstcin 
zuvor im Mörser klein gestoßen, und durch 
ein Sieb gesiebt, auch mit andern SpeciebuS 
auf dem Feuer zusammengeschmolzen zur 
Salbe, damit hernach die Waffenrüstung 
bestrichen, ist ein gantz perfektes Reme- 
dium. 
(Fortsetzung der Miscellcn Seite 442.) 
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