Path:
Periodical volume 16. October 1880, Nr. 3

Full text: Der Bär Issue 7.1881

Unter Mitwirkung von: t\ SUfiert, f. Srunold, Prof. Dr. Ocorg Süchmann, Prof. Dr. p. Cassel, Stadtcrrchivar Fidicin, Theodor Fontane, 
Fudovica Hefelnel, Dr. C. Hom, Dr. Hermann Melke, Ferd. Meyer, Dr. Fcrd. pAug, Dr. H. prahle, tt. Schillmann. Direktor 
Wilhelm Schrvartz in Pose», Archidiakonus Schwebet in Cüstrin, Stadtrath Adolf Streckfuß, Heinrich Wagener in Potsdam rc. 
herausgegeben von Ernst Friede! und Emil Dominik. 
ZZcrki», 
den 16. October 
1880. 
VII. Jahrgang. 
Nr. 3. 
Die Zeitschrift erscheint wöchentlich regelmäßig an, Sonnabend, kostet vierteljährlich S Mari, und ist durch alle Buchhandlungen, Zeitungssheditioncn und Postämter, sowie durch 
die Expedition, Berlin YV., Lützowstraf;e 7, zu beziehen. — Literarische Beiträge sind an die Nedaetion des „Bär", Berlin YV., Lützowstraße 7, zu senden. — Inserate, pro 
2 gesp. Petitzeile 40 Pfg., werden von allen Annoneenexpeditionen sowie von der Verlags-Buchhandlung entgegengenommen. 
Lottchcn Lindhstz. 
Eine Berlinische Geschichte aus dem 17. Jahrhundert von Lmkoiiica Lrseßikl. (Fortsetzung.) 
Viertes Kapitel. 
Kcucriverk. 
Nun danket alle Gott! 
JU. Vinckart. 
Am andern Tage ritten die beiden Lindholze wieder dem 
Spandauer Thor zu, Andreas wollte nicht noch einmal im 
Vaterhause einkehren, Heinrich aber wollte ihn noch ein Stück 
begleiten, es 
zog ihn nicht 
so gewaltig 
heimwärts. 
Als sie in 
die Nähe des 
Thors ka 
men, sahen 
sie vier Reiter 
auf sich zu- 
sprcngcn, der 
vorderste war 
ein großer 
starker 
Alaun, mit 
kühn geboge- 
nerÄdlernase 
und mächti 
gen Augen 
unter der 
breitenStirn, 
die der Feder 
hut beschat 
tete. Er war 
im Harnisch 
und schwer 
bewaffnet, 
vom raschen 
Ritt bestaubt wie seine Begleiter, die Locken der Pcrrücke 
wehten im Winde, mit einem Ruck hielt der Rittmeister sein 
Pferd an und bedeutete den Neffen, ein Gleiches zu thun. Wie 
aus Erz gegoffen hielten Beide, als die vier Reiter an ihnen 
vorüber brausten; nur einen Blick warf der vorderste auf die 
beiden kräftigen Gestalten, die Jugend und Mannesälter dar 
zustellen schienen, nur einen, aber der war so tief, so leuchtend, 
so 
Sildrr von der Stadltinhn. 3. Originalzeichnung von D. Bend hei in. 
(Siehe Seite 39.) 
daß sic die 
Häupter 
neigten 
„Fried- 
richWilhelm, 
ineinKurfürst 
und Herr," 
murmelte der 
Rittmeister, 
„hätte ich 
tausend Le 
ben, ich gäb' 
sie dir Alle." 
Heinrich 
sagte nichts, 
aberihmwar, 
als müßte er 
seinem Rosse 
die Sporen 
geben und 
dem Kur 
fürsten nach 
reiten bis ans 
Ende der 
Welt, bis in 
den Hiinmel 
oder in die
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.