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Full text: Veolutions Magazin (Rights reserved) Issue 2019,1 (Rights reserved)

# 1.2019 MAGAZIN ZEITENWENDE Kohleausstieg als Chance. Beispiel BS|ENERGY: der Weg des kommunalen Energieversorgers ins dekarbonisierte Zeitalter. 3 Platz? Da! Der Veolia Industriepark in Heinsberg bietet optimale Voraussetzungen für Ihre Neuansiedlung! Alles da: moderne Energie- und Wasserinfrastruktur, umfassende Industrieservices und Ent­sorgungsdienstleistungen, Glasfaseranschluss, Facility-Management und standortbezogene Logistik. Beste Voraussetzungen für wärme- und wasserinten­sive Produktions­prozesse. Inhalt 4 kurz gesagt 6 Gewerbe/Industrie Der ideale Verpackungskreislauf 360°-Kreislaufwirtschaft ist unser Ziel als Partner von Gewerbe und Industrie 8 In Heinsberg-Oberbruch (NRW) stehen 4 ha Fläche für Ihren neuen Produktionsstandort bereit – zuzüglich weiterer Areale in der Peripherie. Neben der hervorragenden Verkehrs­ anbindung im Großraum Aachen/Köln/Düsseldorf punktet die Region Heinsberg mit Kommunen qualifizierten Arbeitskräften, ihrer regionalen Nähe zu nationalen und internationalen Hochschulen und dem Zugang zum Wirtschaftsraum Benelux/NRW. Gesagt. Getan. Den Veolia Industriepark Heinsberg erreichen Sie unter: +49 (0) 2452 15-0 de.industriepark@veolia.com www.veolia.de/industriepark Der Kohleausstieg ist beschlossene Sache. BS|ENERGY ist Vorreiter bei der Umsetzung Altes Fett für neue Energie Vom Verbraucher zum Erzeuger: die Kläranlage in Schönebeck (Elbe) 16 Industrie Mit Transparenz zur Effizienz Softwarebasiertes Energiemanagement Die Digitalisierung der Abfallwirtschaft Das Veolia Kundenportal bei WAGO Kontakttechnik 18 nachgefragt Effizienz ist machbar Interview mit Carsten Müller, dem Vorstandsvorsitzenden der DENEFF 20 klargemacht 22 weitergedacht HERAUSFORDERUNG KLIMAWANDEL MIT GUTEM BEISPIEL VORAN Mit dem Klimawandel liegt eine große Herausforderung vor uns, bei der wir unsere Maßnahmen zweigleisig ausrichten müssen. Einerseits dürfen wir nichts unversucht lassen, um den Temperaturanstieg zu stoppen. Diesen Weg beschreitet Veolia mit seinen Dienstleistungen: Durch Ressourceneffizienz und Recycling schließen wir Kreisläufe und tragen dazu bei, den CO2-Ausstoß zu senken. Mit dem Kohleausstieg und der neuen Erzeugungsstrategie in Braunschweig, Thema unseres Hauptartikels, hat die Veolia-Gruppe darüber hinaus ein starkes Beispiel für andere Kommunen gesetzt. Der zweite Weg in den Zeiten des Klimawandels ist Anpassung: Beim diesjährigen Press Day von Veolia in Paris hat Veolia-Präsident Antoine Frérot auch Ideen vorgestellt, wie sich Städte an den Klimawandel anpassen können, um die Gesundheit der Menschen zu schützen. Und als Mitinitiator der „Alliance to end Plas­tic Waste“ will Veolia gemeinsam mit anderen großen Unternehmen den Klima- und Umweltschutz weiter vorantreiben. „Ein edles Beispiel macht die schweren Taten leicht“, sagte bereits Johann Wolfgang von Goethe. Darauf setze auch ich als neuer Vorsitzender der Geschäftsführung von Veolia Deutschland. Unser Unternehmen möchte seine Kunden bei ihren Taten bestmöglich unterstützen, so dass diese wiederum ein gutes Beispiel für andere abgeben. 23 vorgemerkt Weiterlesen unter Ressourcen für die Welt veolutions.veolia.de Matthias Harms Vorsitzender der Geschäftsführung von Veolia Deutschland 4 5 kurz gesagt NEUE FÖRDERPROGRAMME FÜR ENERGIEEFFIZIENZ GESTARTET 01.19 TAKTGEBER BEI DER ENERGIEWENDE Veolia setzt auf internationaler Ebene mit neuen Initiativen und bereits bestehenden Praxislösungen starke Signale für den Klimaschutz. Wie vielseitig das Engagement ist, zeigten die Präsenz auf der diesjährigen Weltklimakonferenz COP24 und der Veolia Press Day in Paris. Auf der COP24 in Katowice unterzeichnete der Umweltdienstleister zusammen mit weiteren Konzernen, Großstädten und Verbänden den Aufruf „#stepupnow“. Darin wird die EU aufgefordert, mit Unterstüt- zung der Wirtschaft bis 2050 ein Europa ohne CO2-Emissionen aufzubauen. Auf dem diesjährigen Press Day präsentierte Antoine Frérot, CEO von Veolia, wie das Unternehmen schon heute mit einem konkreten Aktionsprogramm gegen den Klimawandel kämpft: darunter innovative Konzepte für den Kohleausstieg und alternative Energieversorgung, zukunftsfähige Entsorgungs- und Recyclinglösungen sowie Wasserprojekte wie „Water Stress“ für regenarme Regionen. # SMOG FREE PROJECT Ein weiteres Projekt „powered by Veolia“: Der Designer Daan Roosegaarde zeigte auf der COP24 seine Innovationen zur Luftreinigung in Städten. Z. B. den Smog Free Tower, der mit einem patentierten System pro Stunde 30 000 m3 Luft von Staub und CO2 reinigt – bei minimalem Energieverbrauch. Erfahren Sie mehr unter: #smogfreeproject VEOLIA ERHÄLT DEN ZUSCHLAG BEI DER WACKER CHEMIE AG KONZEPT ZUR ABWÄRME­ NUTZUNG ÜBERNOMMEN ENTSORGUNGSUPDATE! ReUseHeat – BALD IN IRLAND Die Wacker Chemie AG in Burg­hausen ist der größte Chemiestandort Bayerns und reduziert mithilfe innovativer Veolia-Konzepte seinen CO2-Aussstoß. Veolia übernimmt seit April 2019 die Entsorgung der Abfälle bei der Wacker Chemie AG in Burghausen – mit einem innovativen Konzept: Ultraschallsen­ soren messen den Füllstand der Con­ tainer. Eine Online-Plattform überwacht alle Füllstände, generiert Fahrten für die Leerung und die bestmögliche Abfuhrroute. Dadurch werden voraussichtlich bis zu 43 Prozent der durchgeführten Touren eingespart und so deutlich CO2-Emissionen reduziert. Über das Veolia Kundenportal hat der Kunde rund um die Uhr Einsicht in alle Dokumente und Nachweise.  Mehr Infos: René Lentz, Projektleiter rene.lentz@veolia.com Ein Pilotprojekt von Veolia und BS|ENERGY erhält internationale Aufmerksamkeit: Veolia-Verantwortliche aus Irland haben Braunschweig besucht, um sich über das Pilotprojekt ReUseHeat zu informieren. Wie berichtet, wird dort die Abwärme eines Rechenzentrums für ein nahes Wohnquartier genutzt. Das bei dem Projekt gesammelte Know-how setzt Veolia Ireland jetzt bei einer Ausschreibung in Dublin ein. Erfahren Sie mehr unter: www.reuseheat.eu Bild: Studio Roosegaarde WELTWEITE STRATEGIEN FÜR DEN KLIMASCHUTZ GENAUER HINSEHEN LOHNT SICH Unternehmen können seit dem 1. Januar 2019 auf noch bessere Fördermöglichkeiten zugreifen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat seine Förderangebote optimiert und bietet nun umfangreiche Zuschüsse bis zu 55 Prozent. Die Förderung bezieht sich auf Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz von Anlagen und Prozessen und ist mit vier Zuschuss-­Modulen und einem Wettbewerb deutlich übersichtlicher geworden. Der richtige Moment also für Unternehmen, die Energieeffizienz ihrer Produktionsanlagen unter die Lupe zu nehmen. ÖKOTEC bietet Unterstützung Die Veolia-Tochter aus Berlin ist führender Experte für Energieeffizienz und Energieeinsparung und unterstützt Kunden dabei, förderfähige Effizienzmaßnahmen zu identifizieren, Einsparkonzepte zu erstellen und Maßnahmen umzusetzen. ÖKOTEC und Veolia Wasser haben gemeinsam für die Wasserversorgung Waldwasser ein Klimaschutzteilkonzept erstellt. Hierbei wurden Einsparpotenziale zur Reduzierung des Strom- und Gasverbrauchs bzw. der CO2-Emissionen von 75 t/a identifiziert. Auch EnEffCo®, die eigens entwickelte Softwarelösung für Energiemanagement, ist nun mit bis zu 40 Prozent förderfähig. EnEffCo® zeichnet sich durch eine intuitive Benutzeroberfläche mit vielfältigen Anwendungsoptionen und einer einfachen Erstellung von individuellen Energieberichten aus. Neben klassischen Funktionen des Verbrauchscontrollings steht bei EnEffCo® die Energieeffizienz im Mittelpunkt. Über das Fördermodul 3 – Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software – können nicht nur die Lizenzgebühren für EnEffCo® gefördert werden, sondern auch der Erwerb, die Installation und Inbetriebnahme von Hardware. Am 1. April gestartet: BMWI-WETTBEWERB ENERGIEEFFIZIENZ (Nachfolgeprogramm von „STEP Up!“) www.wettbewerb-energieeffizienz.de Eine ausführliche Beschreibung der vier neuen Module im Bereich PROZESSE UND ANLAGEN finden Sie unter: www.machts-effizient.de/ ProzesseundAnlagen Effizienz steigern mit ÖKOTEC und EnEffCo®. Individuelle Kundenberatung zu Fördermitteln und Begleitung im Antragsprozess Energieanalyse, Energiekonzept und Umsetzungsbegleitung aus einer Hand Förderfähige Energiemanagement-Software EnEffCo® inklusive Installation und Inbetriebnahme, Einrichtung, Kennzahlen- und Messkonzept sowie Schulung Finden Sie gemeinsam mit unseren Experten heraus, welches Fördermodul für Ihr Vorhaben passend ist und wie Sie bestmöglich Energie und Kosten einsparen können. IHR ANSPRECHPARTNER: Steffen Held Senior Account & Project Manager s.held@oekotec.de 6 7 Gewerbe/ Industrie Kunststoffabfälle bedrohen unsere Umwelt in einem nicht geahnten Ausmaß. Handeln ist geboten. Das Ziel ist eindeutig: 360°Kreislaufwirtschaft. Zu diesem Zweck gibt das neue Verpackungsgesetz ehrgeizige Recyclingquoten vor, die aber ohne Unterstützung sämtlicher Beteiligter nicht zu erreichen sein werden. Die Kette reicht vom Hersteller über Handel und Verbraucher bis zum Entsorger. Alles muss auf den Prüfstand, denn alles lässt sich optimieren. HERSTELLER • Öko-Design: Berücksichtigung der Recyclingfähigkeit schon beim Entwurf von Verpackungen • Verwendung von umweltfreundlichen Rezyklaten und Verpackungsmaterialien • Angebot von Mehrwegverpackungen • Angebot von hochwertigen Rezyklaten für die Herstellung neuer Produkte • Fachgerechte, getrennte Entsorgung von Gewerbeabfällen und Abwicklung gemäß der Gewerbeabfallverordnung • Lizenzierung von Verpackungen und umfassende Dienstleistungen im Dualen System DER IDEALE VERPACKUNGSKREISLAUF Von der Herstellung über die Nutzung bis zum Einsatz von Rezyklaten – Veolia zeigt Lösungen für den idealen Wertstoffkreislauf auf. ENTSORGER • Anpassung an ständig neue Kunststoffe durch kontinuierliche Ertüchtigung der Sortieranlagen • Dialog mit Verpackungsherstellern zur Weiterentwicklung recyclingoptimierter Verpackungen • Aufklärung der Verbraucher zur korrekten Trennung von Verpackungsabfällen • Finanzielles Anreizsystem im Dualen System zur Förderung des recycling­ gerechten Designs von Verpackungen • Modernste Sortier- und Recyclinganlagen zur Herstellung hochwertiger Rezyklate mit der gleichen Qualität wie Primärstoffe • Recycling von PET-, PP- und HDPE-Kunststoffen und LDPE-Folien sowie Herstellung von Rohstoffen für die kunststoffverarbeitende Industrie • Herstellung von Erzeugnissen wie Kabel­ kanälen oder Entwässerungsrinnen aus hochwertigen Rezyklaten Der Druck steigt. Die Sensibilisierung der Verbraucher führt zu wachsendem Bewusst­sein. Die Vermeidung von Verpackungsabfall bzw. eine optimierte Recyclingfähigkeit wird zu einem Qualitäts- und Kaufkriterium. Auf der anderen Seite sind die gesetz­ lichen Vorgaben eindeutig und fordern nahezu eine Verdopplung der Recyclingquote für Kunststoff. Das kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten mitmachen. Hersteller bzw. Inverkehrbringer müssen sämtliche Aspekte prüfen. Vermeidung hat grundsätzlich Vorrang. Das Verpackungsdesign sollte die Recyclingfähigkeit maximal unterstützen. Multilayerverpackungen und schwarze Färbungen von Kunststoffen sollten vermieden werden, der Einsatz von Rezyklaten ist zu bevorzugen, Verpackungen sollten sich sortenrein trennen lassen. Auch der Handel hat erheblichen Einfluss auf eine Optimierung. Die steigende kundenseitige Forderung und Nachfrage nach recyclingfähigen Verpackungen ist ein eindeutiges Vertriebsargument und bietet dem Handel eine Möglichkeit zur positiven Differenzierung im Wettbewerb. Entsorger müssen ihre Aufgabe deutlich umfassender verstehen: als Berater und Partner ihrer Auftraggeber, weniger als Be­seitiger und mehr als Ressourcer. So realisiert Veolia Recyclingverfahren im industriellen Maßstab für das Recycling von Verpackungen aus HDPE, PP und PET am Standort Bernburg in Sachsen-­ Anhalt. Veolia PET Germany in Rostock gewinnt im Bottle-to-Bottle-Recycling hochwertige PET-Rezyklate, die wieder für einen direkten Kontakt zu Lebensmitteln verwendbar sind. Und schließlich kommt auch dem Verbraucher eine wesentliche Rolle zu. Um die Erfüllung der Quoten gewährleisten zu können, ist seinerseits verantwortliches Handeln unverzichtbar. Einerseits bei der physischen, sortenreinen Trennung, andererseits durch Einflussnahme beim Kauf recyclingfähiger und aus Rezyklaten produzierter Produkte/Verpackungen. Die dualen Systeme in Deutschland, darunter Veolia Umweltservice Dual, unterstützen die Schaffung eines entsprechenden Bewusstseins durch Aufklärungsarbeit und Kampagnen. HANDEL • Einflussnahme durch Angebot von recyclingfähig verpackten Produkten • Verwendung von Rezyklaten und geeignetem Ver­packungsmaterial und Reduzierung der Materialmenge • Gestaltung eigener Handelsmarken unter Berücksichtigung der Recycling­ fähigkeit • Fachgerechte, getrennte Entsorgung von Gewerbeabfällen und Abwicklung gemäß der Gewerbeabfallverordnung • Lizenzierung von Verpackungen (siehe www.veolia.de/dual) VERBRAUCHER Eine „Allianz der Verantwortung” von Herstellern, Handel, Entsorgern und Verbrauchern kann Großes für eine optimierte Kreislauf­ wirtschaft bewirken. Wir gehen voran. • Sortenreine Trennung nach Vorgabe der dualen Systeme nach Glas, Papier/Pappe und Leichtverpackungen • Physisches Trennen der Materialien vor Erfassung im Gelben Sack/in der Wertstofftonne • Kein Missbrauch der Gelben Säcke mit bspw. Restmüll, Babywindeln oder Textilien • Kaufentscheidung unter Berücksichti­gung von ökologischen Aspekten und Recyclingfähigkeit Weitere Informationen zum Thema finden Sie im VEOLUTIONS Hub: veolutions.veolia.de • Sammlung von Abfällen im Auftrag von privaten Kunden, Kommunen, dualen Systemen und Gewerbe-/Industriekunden • Aufklärung über die Trennung von Haushaltsabfällen (siehe www.veolia.de/ entsorgung-privatkunden) 8 9 Als regionaler Energieversorger setzt BS|ENERGY seit vielen Jahren intensiv auf den Ausbau und die Modernisierung des Fernwärmenetzes als umweltfreundliche Wärmeversorgung. Und das nicht nur in Braunschweig, sondern unterstützend auch in Springe und Görlitz, wo jüngst eine Erweiterung der Netze erfolgt ist. Kommunen In Braunschweig selbst sind rund 50 000 Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen an das gut 250 km lange Leitungsnetz angeschlossen. Strom und Wärme werden mittels effizienter Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Das sie speisende Kraftwerk wird bislang mit Steinkohle betrieben. GESAGT. GETAN. 2022 STATT 2038 – WARUM SICH DAS BRAUNSCHWEIGER MODELL FÜR EINEN BESCHLEUNIGTEN KOHLEAUSSTIEG WIRTSCHAFTLICH LOHNT. Auf der UN-Klimakonferenz in Katowice in Polen haben die teilnehmenden Staaten drei Jahre nach dem Pariser Klimaschutzabkommen die Spielregeln für den Kampf gegen die Klimaerwärmung beschlossen. Den dazu erforderlichen Ausstieg aus der Kohle setzen in Braunschweig BS|ENERGY und Veolia gemeinsam bereits in die Tat um. An der Dekarbonisierung führt für Energieversorgungsunternehmen zukünftig kein Weg mehr vorbei. Lediglich auf die Frage des Zeitpunktes für den Ausstieg fehlt häufig noch die Antwort. Aber: Der Druck steigt. Anfang des Jahres hat sich die von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission auf die Rahmenbedingungen für den Kohleausstieg geeinigt. Bis spätestens Ende 2038 soll die Stromgewinnung aus Kohle in Deutschland Geschichte sein. Derzeit kommt noch rund ein Drittel des Stroms in Deutschland aus Kohlekraftwerken. Die Umstellung auf alternative Ener­giegewinnung innerhalb der nächsten knapp zwanzig Jahre ist eine große Herausforderung. Und wie jede Herausforderung bietet auch diese zugleich enorme Chancen. „DAS GRÖSSTE PROJEKT DER FIRMEN­ GESCHICHTE.“ Braunschweig, Niedersachsen. Am 19.12.2018 bestätigt der Aufsichtsrat von BS|ENERGY unter Vorsitz des Braunschweiger Oberbürgermeisters Ulrich Markurth die Entscheidung für die energiepolitische Wende in der Region. Das Kohleheizkraftwerk in Braunschweig: Mit dem neuen Energieerzeugungskonzept verringern sich die CO2-Emissionen um 59 Prozent. „Wir investieren 220 Millionen Euro für die Umstellung der Kraft-Wärme-Erzeugung von Kohle auf Biomasse und Gas. Das ist eine enorme Summe – das größte Projekt der Firmengeschichte“, erklärt Paul Anfang, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von BS|ENERGY. Damit ist der Weg frei für das Projekt „Erzeugung 2030“ und für eine nachhaltige Versorgung eines der größten Fernwärmenetze in Deutschland. Der Energie­versorger wird damit zum „First Mover“ beim Kohleausstieg in Niedersachsen und zu einem der ersten Unternehmen in Deutschland, die in die Tat umsetzen, was Regierung und Verbände, die Gesellschafter des Unternehmens, deren Kunden und eine große Mehrheit der Bürger fordert. Es ist ein sinnvolles und imageträchtiges Klimaschutz-Projekt, das vor allem aber eines ist: ein entscheidender Schritt hin zu Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Die ehrgeizige Dekarbonisierungsstrategie ist aber nur das jüngste Projekt des Versorgers. BRAUNSCHWEIG ALS REFERENZ FÜR DEN KOHLEAUSSTIEG Perspektivisch stand das Unternehmen vor der Frage der Modernisierung der Anlage oder einer radikalen Neuorientierung. Fast drei Jahre lang sind umfassend Varianten für die zukünftige Energieerzeugung analysiert worden. Zuletzt wurden sämtliche möglichen Kombinationen aus Biomasseheizkraftwerk, Gasturbinenheizkraftwerk und Abwärme aus Industriefertigung geprüft. „Insbesondere über die Nutzung von Industrieabwärme aus dem Stahlwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH haben wir diskutiert, weil sie besonders klima­ freundlich wäre. Aber die Ver­sorgung ist vom Stahlmarkt und vom Energiemanagement des Unternehmens abhängig. Beides können wir nicht beeinflussen“, so Anfang. „Die Entscheidung für Altholz und Erdgas ist aus unserer Sicht der richtige Schritt für Braunschweig.“ Die jetzt gewählte Lösung ist eine hervorragende Referenz für vergleichbare Projekte von Städten und Kommunen in Deutschland und Europa. 10 11 VERSORGUNGSSICHERHEIT, KLIMASCHUTZ, WIRTSCHAFTLICHKEIT Die gleichwertige Berücksichtigung von Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit hat die Entscheidung für die Kombination Biomasse/Erdgas maßgeblich geprägt. Für die Grundlast der Energieerzeugung wird die Altholz-­ anlage sorgen, in Spitzenzeiten ergänzt um ein Gasturbinenheizkraftwerk. Versorgungssicherheit: Die benötigte Menge Altholz beträgt rund 180 000 Tonnen pro Jahr. Weil in einem Umkreis von 250 Kilometern jährlich mehrere Millionen Tonnen verfügbar sind, darf die Versorgung als langfristig gesichert gelten. Klimaschutz: Durch die Dekarbonisierung der Energieerzeugung unterschreiten die Emissionen die Grenzwerte im Vergleich zur Kohleverbrennung erheblich: Bei Kohlendioxid sind es künftig etwa 59 Prozent weniger, bei Stickstoffoxid 75 Prozent, bei Schwefeldioxid 94 Prozent und bei den Staubemissionen 92 Prozent. Es ist ein signifikanter Beitrag zum Klimaschutz, der einen erheblichen politischen und gesellschaftlichen Mehrwert bietet. Dafür wurde BS|ENERGY im Dezember 2018 mit dem begehrten CSR-Label für gesellschaftliche Verantwortung vom Europäischen Verband der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen (CEEP) ausgezeichnet. Wirtschaftlichkeit: Entscheidend für die Zustimmung sämtlicher Stakeholder im Prozess der Umstellung waren schließlich auch wirtschaftliche Aspekte. Der Primär­energieträger Altholz ist zum einen kostengünstig. Zum anderen lässt sich durch die flexible Kombination der neuen Biomasse- und Gasturbinenkessel, die Einspeisung oder Eigennutzung des erzeugten Stroms und die marktorientierte Nutzung kostengünstigen Wind- und Solarstroms im Elektrokessel flexibel Strom einkaufen oder selbst erzeugen. „Diese Flexibilität ist heute Voraussetzung, um auf dem agilen Energiemarkt zu bestehen. Erfahren Sie mehr unter: www.bs-energy.de/ privatkunden/unternehmen/erzeugung-der-zukunft/ 1 5 4 2 3 Die neuen Anlagenteile: 1 Gasturbinenheizkraftwerk 2 Altholzaufbereitung und -lagerung 3 Förderanlage 4 Steuerungsgebäude 5 Kesselhaus Biomasseheizkraftwerk mit Abgasreinigung So aufgestellt können wir unseren Kunden auch zukünftig attraktive Produkte anbieten“, sagt Julien Mounier, Vorstandsvorsitzender von BS|ENERGY und Geschäftsführer bei der Veolia Energie Deutschland GmbH. Das Unternehmen investiert in den Ausbau von Zukunftsfeldern wie klimaneutraler Strom- und Wärmeversorgung, Nachhaltigkeit urbaner Infrastrukturen, Digitalisierung und Energieeffizienz am Standort Braunschweig rund 335 Millionen Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre. Geschätzte kumulierte Umsatzerlöse im Zeitraum von 20 Jahren: drei Milliarden Euro – Klimaschutz als intelligente Investition. „Die zukunftsfähigere Aufstellung der Energieversorgung wird in den nächsten Jahren zentrales Thema mit deutlicher Präferenz in allen Regionen Deutsch-­ lands und Europas werden“, so Mounier. „Wir sind bereit.“ DIE CHANCEN DER DIGITALISIERUNG Dr. Volker Lang verstärkt seit Januar 2019 das Vorstandsgremium von BS|ENERGY. Vom neuen Anteilseigner Thüga als Geschäftsführer für Digitalisierung benannt, setzt der ausgewiesene Energiespezialist alles daran, im Zuge des digitalen Wandels auch die Energiewende voranzutreiben – aus persönlicher Überzeugung und mit ehrgeizigen Zielen, wie er VEOLUTIONS im Gespräch erzählt. Wie wird die Digitalisierung die Energiewirtschaft verändern und wie trägt sie zur Energiewende bei? Dr. Volker Lang: Die Digitalisierung wird das Energiegeschäft fundamental verändern, dabei sehe ich vor allem drei Stoßrichtungen. Erstens: Die Kundenansprache verändert sich. Durch digitale Angebote erreichen wir wichtige Zielgruppen besser. Zweitens: Der digitale Wandel beschleunigt auch interne Geschäftsprozesse, durch genaue Datenanalysen können wir Unternehmensentscheidungen besser treffen, zum Beispiel bei Ausfällen in technischen Prozessen oder Energieverbrauchsprognosen. Drittens: Ohne Digitalisierung wird die Energiewende nicht funktionieren – weder die sinnvolle Steuerung dezentraler Erzeugungsanlagen wie PV, BHKW oder Wind noch Energieeinsparung oder Sektorkopplung. Gerade im städtischen Umfeld, z. B. im Rahmen von Quartierslösungen und Elektromobilität, brauchen wir intelligente Systeme. Welches neue Geschäftspotenzial bietet sich durch die Digitalisierung und wie kann dies den Geschäftsbereich Energie bei BS|ENERGY stärken? Dr. Volker Lang: Wir werden in unserem Kerngeschäft für Strom, Wärme und Wasser noch besser, indem wir Kunden zielgenauer ansprechen, schneller agieren und unsere Angebotspalette sinnvoll ausweiten, z. B. über Telekommunikationsprodukte. Wir nutzen dafür technische Möglichkeiten, die vor einiger Zeit noch gar nicht denkbar waren. Außerdem erschließen wir mit unserer Digitalisierungsagentur neue Geschäftsfelder, etwa bei kostengünstigen Funknetzen wie LoRaWAN- und Glasfaser­ netzen. Die genaue Ortskenntnis eines regionalen Versorgers und die Verbindung zu unseren Geschäftsaktivitäten im Vertrieb, aber auch im Bereich der Netzinfrastruktur sehe ich als große Chance. Was sind Ihre Ziele 2019 und was sind erste konkrete Schritte? Dr. Volker Lang: Gerade bauen wir die Digitalisierungsagentur auf. Als wichtige Partner sehen wir die Stadt Braunschweig und die Thüga, von deren Erfahrungen in anderen deutschen Städten wir profitieren. Unsere Fokusthemen sind definiert, die Schwerpunkte werden sich in der konkreten Arbeit herausstellen. Bis Ende 2019 stehen einerseits die Stärkung der digitalen Infrastruktur in Braunschweig, der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität im öffentlichen und halb­öffentlichen Bereich, der Ausbau des öffentlichen WLANs und der Glasfaserausbau im Fokus. Zum anderen wollen wir auf Basis dieser Infrastruktur Geschäftsmodelle entwickeln, die unseren Kunden klare Vorteile bringen. 2019 entwickeln und pilotieren wir erste Ideen. 12 13 KOMMUNALER MEHRWERT Innerhalb der Veolia-Gruppe ist der geplante beschleunigte Kohleausstieg in Braunschweig eine der bedeutendsten Maßnahmen im kommunalen Bereich. Flankiert wird sie von weiteren zukunftsweisenden Projekten, die die Vielfalt der Tätigkeits­felder im Rahmen der Energiewende aufzeigen. „UNSERE INVESTITIONEN IN DIE ENERGIE­ WENDE WERDEN SICH AM ENDE AUSZAHLEN.“ E-MOBILITÄT UND SHARED ECONOMY INFRASTRUKTUR FÜR DIE DIGITALISIERUNG Klimaschutz und Energiewende erfordern Umdenken auch in Bezug auf die Mobilität. Was im Großen funktionieren soll, das muss im Kleinen anfangen, vor Ort, zum Beispiel in Görlitz. Shared Economy und E-Mobilität sind hier keine abstrakten Begriffe, sondern greifbare Realität. Ohne Vernetzung keine „Smart City“. Und ohne moderne Infrastruktur keine Vernetzung. Für eine lückenlose Abdeckung treibt BS|ENERGY deshalb in Braunschweig den Ausbau des drahtlosen LoRaWAN-Netzwerkes (Long Range Wide Area Network) aktiv voran, ein drahtloses Niedrigenergie-Netzwerk, beispielsweise für das Monitoring externer Zähl- und Steuerungsgeräte wie Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmezähler, Elektro-Ladesäulen, für die Überwachung des Verkehrsflusses und für intelligentes Parkraummanagement. Über das in Braunschweig bereits weiträumig ausgebaute Glasfasernetz werden die erfassten Daten von den jeweiligen Gateways in Echtzeit weitergeleitet, ausgewertet und ermöglichen so unter anderem eine intelligente Steuerung. Seit geraumer Zeit „teilen“ die Stadt­werke Görlitz (SWG) ihre E-Fahrzeugflotte mit der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien und der EGZ Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH. Dadurch müssen die Partner keine eigenen Poolfahrzeuge vorhalten und die Stadtwerke können die eigenen E-Fahrzeuge besser auslasten. Über ein geschlossenes Portal ordert ein Nutzer ein Fahrzeug, holt sich im nahegelegenen Kundenbüro Schlüssel und Papiere und startet. E-Mobiiltät nutzen und zugleich wirtschaftlich profitieren – zur Nachahmung eindeutig empfohlen. Erfahren Sie mehr unter www.stadtwerke-goerlitz.de „Wir sichern nicht nur Strom- und Wärmeversorgung, sondern tragen mit dem Kohleausstieg vor allem zu einer deutlichen Reduzierung von Treibhausgasen und Luftschadstoffen bei. Damit machen wir unsere Produkte für Kunden attraktiver.“ Julien Mounier, Vorstandsvorsitzender von BS|ENERGY Von links nach rechts: Matthias Block (Vorstands­ vorsitzender der SWG AG) mit den Carsharing-­ Partnern, vertreten durch Enrico Kretschmar (Bereichsleiter Marktbereich Görlitz der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien) und Andrea Friederike Behr (GF Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH) INTELLIGENT LADEN Die Veolia-Tochter ÖKOTEC hat im Rahmen des Energiewende-Projekts WINDNODE ein Flexibilitätsmanagement für E-Fahrzeuge auf Basis ihrer Energieeffizienzsoftware EnEffCo® entwickelt. Fahrzeuge werden damit hauptsächlich zu Zeiten niedriger Börsenstrompreise geladen und ein Spitzenlastmanagement realisiert. Erprobt wird es derzeit gemeinsam mit der Berliner Stadtreinigung. Das Projekt hilft nicht nur bei der Senkung von Ladekosten, sondern nutzt E-Fahrzeuge als flexible Last im Energieversorgungssystem – ein weiterer Baustein der Energiewende. Mehr Infos: Dr. Alexander Weber a.weber@oekotec.de MANAGEMENT SUMMARY DAS PROJEKT „ERZEUGUNG 2030“ AUF EINEN BLICK: ARBEITSSCHWERPUNKTE: • Recherche und Analyse alternativer Erzeugungsmethoden für die Wärme- und Stromversorgung unter Berücksichtigung lokaler Ge­gebenheiten und zukünftiger Anforderungen • Sicherstellung der Wärme- und Stromversorgung mit klimaneutralem Energieträger • Umstellung des Kraftwerks Mitte von Kohleverbrennung auf Bio­ masse- und Gasverbrennung • Modernisierung weiterer bestehender Anlagenteile • Ausschöpfen von Fördermitteln im Rahmen des KWK-Gesetzes und entsprechende Zeitplanung BESONDERHEIT: • Kalkulation der Versorgungssicherheit mit einem klimaneutralen Brennstoff inklusive flexibler Nutzung von Gas und Strom • Umbau bei laufendem Betrieb -59 % EMISSIONSBILANZ* (VORAUSS.): CO2 -75 % STICKSTOFFOXIDE -94 % SCHWEFELDIOXID -92 % STAUBEMISSIONEN *Werte auf Basis genehmigter Grenzwerte und Betriebs­ zeiten. Reale Emissionen liegen im Ist für die meisten Stoffe deutlich darunter und werden auch in Zukunft die Grenzwerte zumeist deutlich unterschreiten. IHR ANSPRECHPARTNER:  Anke-Kathrin Bartkiewicz Unternehmenskommunikation anke-kathrin.bartkiewicz @bs-energy.de www.bs-energy.de 14 15 NEBENBEI ÖKOSTROM­ PRODUZENT Kommunen ALTES FETT FÜR NEUE ENERGIE DIE KLÄRANLAGE SCHÖNEBECK (ELBE), EINST EINER DER GRÖSSTEN ENERGIEVERBRAUCHER IN DER STADT, LÄUFT HEUTE DANK DER VON VEOLIA GEZIELT EINGESETZTEN CO-VERGÄRUNG MIT ALTFETTEN STROMAUTARK UND ERZEUGT SOGAR EINEN ENERGIEÜBERSCHUSS. Die Nutzung von Klärschlamm für die alternative Energieerzeugung und die Verwendung von Klärgas als Baustein der Dekarbonisierung sind wertvolle Beiträge zum Klimaschutz. Dabei können auch organische Abfälle als Energieträger genutzt werden. So hält es Veolia, seit vielen Jahren verlässlicher Partner der Stadt Schönebeck (Elbe) in der Abwasserentsorgung, jetzt auch mit dem Fett, das in den Küchen von Gaststätten, Hotelrestaurants oder produzierenden Betrieben in der Stadt und dem Umland anfällt. „Dieses Fett hat so viel Energie, dass es die pure Verschwendung wäre, es gedankenlos zu entsorgen und daraus 25 m3 Fassungsvermögen: Ein neuer großer Speicher im Keller des Betriebsgebäudes stellt die ausreichende Zufuhr des Co-Substrates sicher. Auf der Kläranlage wurde eine separate Annahmestelle für die sogenannten Co-Substrate eingerichtet. „Unser Ziel bestand von Anfang an darin, damit eine noch bessere Energieausbeute bei der Faulung des Klärschlamms zu erzielen“, schildert Bereichsleiter Marco Feldheim. Und: „Wir hatten uns vorgenommen, die Zahlen Jahr für Jahr zu verbessern.“ Was eindrucksvoll gelungen ist. Indem die Menge der angenommenen Co-Substrate steigt, wächst auch der Anteil umweltfreundlich erzeugter Energie. 2016 sind rund 4 300 Kubikmeter Fett auf der Kläranlage angeliefert worden. 2017 waren es schon rund 6 000 Kubikmeter, 2018 sogar 7 430 Kubikmeter Co-Substrate. keinen Nutzen zu ziehen“, erklärt Sebastian Lösch, Niederlassungsleiter der Veolia Wasser Deutschland GmbH mit Zuständigkeit für den Standort im Norden Sachsen-Anhalts. Für die Schönebecker Kläranlage, die über eine Kapazität von 90 000 Einwohnerwerten verfügt, entwickelte Veolia ein innovatives Konzept, um die energiereichen Abfälle systematisch verwerten zu können. Keine einfache Aufgabe. Der bakterielle Abbau von organischen Stoffen findet im Faulturm in einem anaeroben Milieu statt. Um die Zugabe von weiterem Futter für die Bakterien bestmöglich zu dosieren, ist Fingerspitzengefühl erforderlich. Seit der erfolgreichen Testphase in den Jahren 2012 und 2013 nutzen immer mehr Unternehmen in der Region die Möglichkeit, ihr Fett abholen zu lassen. Doch auf die größeren Mengen angelieferter Co-Substrate musste man sich auf der Anlage auch logistisch erst einstellen. „Als wir mit dem Projekt Co-Vergärung angefangen haben, hatten wir zwei kleine Tanks von je viereinhalb Kubikmetern, wo wir die Co-Substrate zwischenlagern konnten. Mittlerweile haben wir investiert und können bis zu 25 Kubikmeter auf­b ewahren“, betont Marco Feldheim. Das ist wichtig für den betrieblichen Ablauf. Im Faulturm darf nicht beliebig viel Co-Substrat verwertet werden. Das Verhältnis zu der Menge des Klärschlamms sollte stets bei circa 1 zu 3 liegen. Auf diese Weise ließen sich die Mengen flexibler handhaben, ergänzt Abwassermeister Mike Dragon. „Mal wird weniger Fett geliefert, mal ist es mehr. Damit können wir jetzt auf die betrieblichen Abläufe besser reagieren.“ Das Ergebnis dieser umweltfreundlichen Erzeugung von Energie kann sich sehen lassen: „Wir kommen zwar nicht umhin, Strom zuzukaufen, da der Bedarf auf der Kläranlage je nach Abwasseranfall schwankt. Aber in der Gesamtbilanz“, freut sich Marco Feldheim, „sind wir dank umweltfreundlicher Energieerzeugung stromautark, da wir oft mehr Strom als für den Anlagenbetrieb nötig produzieren." MANAGEMENT SUMMARY AUSBAU DER CO-VERGÄRUNGSANLAGE ZUR SIGNIFIKANTEN STEIGERUNG DER ENERGIEAUSBEUTE IM ABWASSERREINIGUNGSPROZESS. ARBEITSSCHWERPUNKTE: • Den betrieblichen Abläufen entsprechende, bedarfsgesteuerte Zufuhr von Co-Substraten zum Klärschlamm im Faulungsprozess MASSNAHMEN: • Ausbau der Lagerkapazität für die Co-Substrate • Schaffung einer separaten Annahmestelle für die Anlieferung von Alt­fetten und Ölen • Anpassung der Zufuhr- und Regeltechnik BESONDERHEIT: Die notwendige Entsorgung von Fetten aus Gaststätten, Hotelrestaurants und Großküchen und der Bedarf auf Kläranlagenseite ergänzen sich zu einer funktionierenden und profitablen Verwertungskette. Durch kürzere Transportwege des Altfettes wird der CO2-Ausstoß zusätzlich verringert. STROMBILANZ DER ANLAGE FÜR 2018 Strombedarf: 1,53 GWh/a „Grünes Kraftwerk“: Zwei Blockheiz­ kraft­werke erzeugen Strom zur Versorgung der Anlage oder speisen diesen bei überschüssigem Angebot auch ins öffentliche Netz ein. Auch wenn es nach wie vor hauptsächlich um die Abwasserreinigung geht: Auf der Kläranlage in Schönebeck entwickelt man sich durch das Knowhow von Veolia vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger – und das ist ein Gewinn für die Stadt. Stromerzeugung: 1,65 GWh/a 107 % Saldo Stromversorgung: IHR ANSPRECHPARTNER:  r. Markus Biegel D Technischer Leiter Veolia Geschäftsbereich Wasser markus.biegel@veolia.com www.veolia.de/wasser 16 17 KPI Industrie KPI KPI ! VEOLIA KUNDENPORTAL BEI WAGO KONTAKTTECHNIK DIE DIGITALISIERUNG DER ABFALLWIRTSCHAFT KPI ZENTRALES ABFALLMANAGEMENT ÜBER DAS VEOLIA KUNDENPORTAL – FÜR UNTERNEHMEN EINE ÜBERPROPORTIONALE ENTLASTUNG. Blick über den Veolia Industriepark Heinsberg von Nordwesten. ENEFFCO® IN DEN INDUSTRIEPARKS DÜREN UND HEINSBERG MIT TRANSPARENZ ZU EFFIZIENZ SOFTWARESYSTEMBASIERTES ENERGIEMANAGEMENT WIRD ZUM ERFOLGSFAKTOR. Effizienz ist für jedes Unternehmen ein zentrales Thema. Abseits des Kerngeschäftes fehlt es jedoch häufig an Know-how und Zeit für die Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. In den Industrieparks Düren und Heinsberg bietet Veolia deshalb für die ansässigen Unternehmen umfassendes Energieeffizienzmanagement an. Mit der Energieeffizienzsoftware EnEffCo® der Veolia Tochter ÖKOTEC Energiemanagement werden vor Ort mehr als 700 definierte Messpunkte, die nicht nur Strom, Gas oder Energiemedien umfassen, sondern auch Wasserförderung und Abwasserreinigung einbeziehen, überwacht. Durch konsequentes Monitoring, Aus­ wertung, Analyse und optimierte Regelung konnten in Teilbereichen innerhalb kürzester Zeit substanzielle Einsparungen realisiert werden. Veolia bietet außerdem einen zusätzlichen Service an: Kunden erhalten einen monatlichen, individualisierten Report. Auf diese Weise werden die Betriebe fortlaufend über den Verbrauch an Strom, Gas, Wasser und anderen Medien in der gewünschten Detaillierung informiert. Auf Wunsch können zusätzliche Messpunkte aufgenommen und in die Auswertung einbezogen werden. Besondere abweichende Verbräuche lassen sich so leicht identifizieren und optimieren – durch verbesserte Transparenz zu mehr Effizienz. Denn die günstigste Energie ist eben immer noch die, die gar nicht erst gebraucht wird. Zusätzlich zur Komplettversorgung mit Prozess- und Kühlwasser, mit Abwasser­ entsorgung, Facility-Management und standortbezogener Logistik, mit Dampf, Druckluft und mit der Lieferung von Strom und Gas ist softwarebasiertes Energiemanagement mit EnEffCo® für Veolia und die Unternehmen im Industriepark zu einem echten Erfolgsfaktor geworden. Mehr Infos: Dirk Tichy Energiemanagementbeauftragter dirk.tichy@veolia.com War das Angebot eines digitalen Kunden­ portals für Sie ausschlaggebend, Veolia als Entsorgungspartner zu gewinnen? Bianka Engelmann: Wir haben jahrelang mit unterschiedlichen Entsorgungsunternehmen zusammengearbeitet, jedes davon spezialisiert auf einzelne Abfall­ positionen. Als expansives Unternehmen – und damit meine ich auch die flächenmäßige Ausdehnung – haben wir ein sehr verzweigtes Werksgelände mit vielen Abfallstellen sowie einen weiteren Produktionsstandort ganz in der Nähe. Die sich bietenden Synergien durch das Zusammenfassen von Entsorgungsaufträgen wollten wir nutzen. Zugleich wollten wir eine verbesserte Transparenz und verwaltungsseitige Entlastung. Und genau das haben wir gemeinsam mit Veolia und dem digitalen Kundenportal umgesetzt. Welche Prozesse wickeln Sie über das Portal ab? Bianka Engelmann: Über das digitale Kundenportal wickeln wir sämtliche Prozesse der Beauftragung ab, unsere komplette Abfallwirtschaft. Der entscheidende Vorteil: dezentrale, zeitunabhängige Beauftragungsmöglichkeit und zugleich zentralisierte Übersicht zum Beispiel über Abholtermine. Wie haben sich Ihre Abläufe damit verändert bzw. vereinfacht? Bianka Engelmann: Die gesamte Entsorgung ist deutlich transparenter. Informationen standen bei vorherigen Dienstleistern nur unregelmäßig zur Verfügung und mussten auf unterschiedlichen Wegen kommuniziert werden. Darüber hinaus ist es jetzt auch für das Abfallmanagement deutlich einfacher, unterjährig Abfallbilanzen zu erhalten, die aktuellen Efb-Zertifikate einzusehen und auszuwerten, wann und welcher Behälter wie oft abgeholt wurde. Welche zusätzlichen Funktionen könnten Sie sich künftig noch vorstellen? Bianka Engelmann: Neben den turnusmäßigen Abholungen, die bedarfsgerecht optimiert sind, haben für uns insbesondere die außerplanmäßigen Abholungen eine besondere Relevanz. Über das Kundenportal wollen wir zukünftig auch hier deutliche Synergien durch das Zusammenfassen von Aufträgen erzielen. Daran arbeiten wir gemeinsam mit Veolia. Mehr Infos: Klaus Wollner Key Account Manager klaus.wollner@veolia.com Oben: Bianka Engelmann ist die für Entsorgungslogistik und Abfallwirtschaft verantwortliche Mitarbeiterin bei WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden. Links: klare Struktur, übersichtlich und weitestgehend selbsterklärend: das Veolia Kundenportal für das WAGO Entsorgungsmanagement. 18 19 nachgefragt EFFIZIENZ IST MACHBAR. WENN DEN WORTEN TATEN FOLGEN. ENERGIE- UND RESSOURCENEFFIZIENZ NEHMEN BEI VEOLIA EINEN HOHEN STELLENWERT EIN. DESHALB IST DAS UNTERNEHMEN AUCH TEIL DES DENEFF NETZWERKS. DIE VEOLUTIONS IM GESPRÄCH MIT DENEFF-VORSTANDSCHEF CARSTEN MÜLLER. Wo haben wir in Deutschland bezüglich der Energiewende in den vergangenen Jahren gute Fortschritte gemacht, wo hapert es noch? Carsten Müller: Deutschland war lange Vorreiter im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz. Energieeffizienzlösungen „made in Germany“ sind auch heute noch weltweit Spitze. Die EU-Energieeffizienzrichtlinie und der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) weckten viel Hoffnung in der Branche und waren ein richtiger und wichtiger Schritt. In den letzten Jahren ist die Effizienzpolitik aber ins Stocken geraten. Das Bekenntnis zum Grundsatz „Efficiency First“ im Koalitionsvertrag war ein wichtiges Signal, doch der Slogan muss endlich zum Handlungsprinzip werden. Denn trotz aller Bekundungen wird immer noch viel zu oft einseitig von der Erzeugung her gedacht, ohne gleichzeitig bestehende Effizienz- „DAS BEKENNTNIS ZUM GRUNDSATZ „EFFICIENCY FIRST“ IM KOALITIONSVERTRAG WAR EIN WICHTIGES SIGNAL“ potenziale zu heben. Das ist der falsche Weg: Die aktuelle Folgenabschätzung des Bundesumweltministeriums bestätigt, dass eine nationale Klimaschutzstrategie, die ihren Schwerpunkt auf Energieeffizienz legt, die wirtschaftlich beste ist. Auch die Internationale Energie Agentur (IEA) betont in ihrem Report „Efficiency 2018“, wie wichtig und wirksam Energieeffizienzpolitik ist – aber auch, dass die Regierungen noch deutlich mehr tun müssen. Das sollten wir uns zu Herzen nehmen, dann klappt es auch mit der Energiewende. „INSBESONDERE IN DER DIGITALISIERUNG STECKT NOCH ENORMES POTENZIAL …“ Wie könnte die Bundesregierung die Rahmenbedingungen noch weiter verbessern? Carsten Müller: Ziele sind formuliert und der Grundsatz „Efficiency First“ ausgerufen, doch auf diese Ziele einwirkende Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz werden weiter auf die lange Bank geschoben. Bestes Beispiel ist die Steuer­ förderung für die energetische Gebäude­ sanierung, die es vom Koalitionsvertrag leider nicht in den Haushalt geschafft hat – und das zum wiederholten Mal. Bei den Parlamentsberatungen des Haushalts 2020 im Herbst sollte hier dringend nachgesteuert werden. Die Branche erhofft sich zudem viel von der im Koalitionsvertrag angekündigten sektorübergreifenden Energieeffizienzstrategie. Hier sollten unbedingt bestehende Hürden für Energiedienstleistungen beseitigt werden, um das Prinzip „Efficiency First“ auch in der Praxis zu verankern. Hierfür wäre ein Diskriminierungsverbot nötig, das Schluss macht mit der Schlechterstellung von Energiedienstleistungen, zum Beispiel im EEG, im Mietrecht und an vielen anderen Stellen. in einen Workshop-Raum, um mit agilen Arbeitsmethoden neue Marktentwicklungen gemeinsam voranzutreiben. Dabei vernetzen wir die Branche in Projekten wie dem „Finanzforum Energieeffizienz“ oder „Asset Class Energieeffizienz“ auch mit wichtigen Akteuren aus der Finanz- oder der Immobilienwirtschaft. Außerdem sind wir im engen Austausch mit verschiedenen Anwender-Branchen, um gemeinsam herauszufinden, was noch möglich ist und wo noch Potenziale zur Effizienzsteigerung schlummern. Auch der regelmäßige Austausch von Best Practices ist hiervon ein wichtiger Bestandteil. Von welchen Innovationen und Ansätzen im Bereich Energieeffizienz versprechen Sie sich für die kommenden Jahre am meisten? Carsten Müller: Insbesondere in der Digitalisierung steckt noch enormes Potenzial, Energiesparen und Energieeffizienzdienstleistungen noch intelligenter, einfacher und am Ende auch günstiger zu machen. Nahezu täglich entstehen in Deutschland Start-ups, die in diesem Bereich aktiv sind. Die DENEFF hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese jungen, agilen Unternehmen auf ihrem Weg zu unterstützen. Beim DENEFF Start-up-Tinder vernetzen wir sie erfolgreich mit etablierten Effizienz­ unternehmen, wovon beide Seiten enorm profitieren können. Um die Energiewende zum Erfolg zu führen, müssen etablierte, starke Unternehmen mit jungen und disruptiven Start-ups zusammenarbeiten. Immer relevanter wird auch die Begegnung des Fachkräftemangels, unter dem die Branche mehr und mehr leidet. Beim EnergyEfficiencyHack, der 2019 zum dritten Mal stattfand, nutzen wir dafür ein innovatives Format. An zwei Tagen kamen Anfang April über 160 Studierende und junge Absolventen aus mehr als 15 Ländern zusammen, um gemeinsam vier von DENEFF-Mitgliedern gestellte Challenges zu lösen, indem sie digitale Lösungen für konkrete Herausforderungen im Bereich Energieeffizienz entwickelten. Die DENEFF versteht sich als „starke Stimme der Energieeffizienz“. Wie genau möchten Sie das Thema voranbringen? Carsten Müller: Die DENEFF ist vor knapp neun Jahren als „starke Stimme der Energieeffizienz“ mit zehn Gründungsunternehmen angetreten, weil es damals keine Lobby für die eingesparte Kilowattstunde gab. Heute sind wir ein branchenübergreifendes Netzwerk von über 170 Vorreiterunternehmen, die Energieeffizienzlösungen anbieten. Wir formulieren gemeinsam politische Vorschläge, bringen aber auch erstmals die sehr heterogene „Energieeffizienzbranche“ an einen Tisch oder konkreter gesagt, Erfahren Sie mehr unter: www.deneff.org Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) wurde 2010 als erstes unabhängiges, branchenübergreifendes Netzwerk von Vorreiterunternehmen gegründet. Als starke Stimme der Energieeffizienz vertritt sie mittlerweile rund 170 Unternehmen. In der Mitgliederstruktur spiegelt sich die gesamte Bandbreite der Branche wider: von Start-ups über KMUs bis hin zu internationalen Großkonzernen. Carsten Müller MdB und Vorstands­ vorsitzender der DENEFF 20 21 25+ Bernhard Teiser Geschäftsführer Abwasserverband Braunschweig anlässlich des Symposiums RE-WATER Braunschweig +3,11 REKORDSOMMER 2018 Mio. INVESTITIONEN IN DEN NÄCHSTEN 5 JAHREN LITER TRINKWASSER Veolia bringt Know-how in den Bereichen Abwasser-, Entsorgungsmanagement und Kunststoffrecycling in die Allianz ein und ist als weltweit vernetztes Unternehmen eines der einflussreichsten Mitglieder. Erfahren Sie mehr unter: www.endplasticwaste.org 10,34 JOBBOOM ARBEITSPLÄTZE WURDEN DANK ERNEUERBARER ENERGIEN BIS 2017 WELTWEIT GESCHAFFEN. 5,6 9 Mio. „… Die Beseitigung von Kunststoffabfällen in der Umwelt und die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft aus Kunststoffen erfordern die Beteiligung aller entlang der gesamten Wertschöpfungskette und das langfristige Engagement von Unternehmen, Regierungen und Gemeinden …“, sagt Antoine Frérot, CEO von Veolia und stellvertretender Vorsitzender der AEPW. Erfahren Sie mehr unter: www.machts-effzient.de/einsparzaehler www.ewus.berlin/leistungen/einsparzaehlerprogramm +45 % Die „Allianz gegen Plastikmüll in der Umwelt“, der bereits 25 globale Unternehmen entlang der KunststoffWertschöpfungskette und Veolia angehören, will Lösungen zur Minimierung und zum Management von Plastik­ abfällen im industriellen Maßstab voranbringen, die die Entsorgung von Plastikmüll in die Umwelt, insbesondere in die Weltmeere, verringern und vermeiden. Der vom BMWi geförderte Energiewende-Pilot nutzt die von ÖKOTEC entwickelte Software EnEffCo® und nimmt die Effizienz von Kesseln in den Fokus. Das digitale Messsystem kontrolliert den Erdgas-, Wärme und Stromverbrauch und deckt automatisch Anoma­lien von Anlagen auf. Mio. wurden im Jahr 2018 von Veolia ausgegeben. Das ist ein Plus von 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden in Deutschland 52 762 165 m3 Trinkwasser von Veolia verteilt. 8% BIS ZU WENIGER ENERGIEVERBRAUCH DURCH DEN SMARTEN „EINSPAR-­ ZÄHLER“: TEILNEHMENDE, GLOBAL TÄTIGE UNTERNEHMEN 1,3 Mrd. Euro ENERGIESPAREN MIT EINSPARZÄHLERN 20 17 20 12 Quelle: Internationale Organisation für erneuerbare Energien IRENA klargemacht „BESONDERS IN DEN TROCKENEN ZONEN DER ERDE IST ES NOTWENDIG, DAS VORHANDENE WASSER MEHRFACH ZU NUTZEN, SO WIE ES IN BRAUNSCHWEIG MIT DER ABWASSERVERREGNUNG SCHON SEIT MEHR ALS 100 JAHREN GETAN WIRD.“ 22 23 weitergedacht vorgemerkt Kommen Sie mit uns ins Gespräch über 360°-Lösungen rund um Wasser, Entsorgung und Energie. Besuchen Sie uns auf diesen Fachveranstaltungen! IMMER WENN EINE ZWEITE MEINUNG GEFRAGT IST: DAS EXPERTENAUGE SIEHT MIT. Juni September Oktober 19.06.2019 DWA LANDES­ VERBANDSTAGUNG CCL Leipzig 10. – 13.09.2019 HUSUM WIND 2019 Messegelände Husum 16. – 23.10.2019 K-MESSE 2019 Messe Düsseldorf Die nationale Leitmesse der Windbranche feiert 30-jähriges Jubiläum. Leitmesse der Kunststoffund Kautschukindustrie. Visionäre Entwicklungen und weg­ weisende Innovationen der Branche. Thema: Wasser – Das Prinzip aller Dinge Veolia-Vortrag auf der begleitenden Industrieausstellung: „Lokale Strategien für Kläranlagen zur Phosphorrückgewinnung und Klärschlammverbrennung“ von Céline Bouchereau. ↗ www.dwa-st.de/de/lvt.html AMA XpertEye: EINE INTELLIGENTE DATENBRILLE ZUR FERNASSISTENZ – BEI VEOLIA IM EINSATZ. Veolia kooperiert mit AMA XpertEye, einem französisches Start-up. Das 2015 gegründete Unternehmen hat ein audiovisuelles Kommunikations-Tool entwickelt, das auf intelligenten Datenbrillen basiert, mit denen etwa die Fernwartung von Anlagen leicht und schnell durchgeführt werden kann. Auch das Abspielen von Tutorials als Schritt-für-Schritt-Anleitungen ist damit möglich. Die Funktionsweise: Ein Mitarbeiter trägt die Datenbrille, wodurch sein Sehfeld, seine Stimme und seine Aktionen live und in Echtzeit zu einem Experten übertragen werden. Dieser kann den Datenbrillenträger durch die Aufgaben führen. Insgesamt bleibt damit der Workflow schlank und die Experten sparen sich aufwändige Anfahrten. Bei Veolia ist das XpertEye-System bereits im Industriepark Düren erfolgreich zur Dokumentation kritischer Arbeitsprozesse im Einsatz. Auch der Energieversorger BS|ENERGY führt einen umfassenden Test beim Live-Support von Wartungs- und Umrüstungsarbeiten von Gasanlagen durch. Hintergrund ist die Umstellung von L- auf H-Gas, bei der bis 2021 Geräte in 52 000 Haushalten und Gewerbebetrieben angepasst werden müssen. Die Einsatzmöglichkeiten der innovativen Technik reichen vom Stand-by-Support über Inbetriebnahmen und Begehung, Training und Ausbildung, Wartung und Instandhaltung bis hin zum komplexen Remote-Projektmanagement – für Veolia ein weiterer Schritt bei der Optimierung seiner Dienstleistungen. 24. – 25.06.2019 18. WASSERWIRTSCHAFTLICHE JAHRESTAGUNG DES BDEW Mercure Hotel MOA Berlin ↗ www.husumwind.com 17. – 18.09.2019: 5. WASSERDIALOG Kloster Nimbschen/ Grimma Traditionelles Branchentreffen der Wasser- und Abwasserwirtschaft. Unter dem Motto „Kommunale Zukunft gemeinsam gestalten“ diskutiert Veolia mit Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Themen: Die 4. Reinigungsstufe, Potenziale und Lösungen der Digitalisierung für Prozesse und Anlagen, Hintergründe und Neuigkeiten zur Vergabe von Wasserkonzessionen. ↗ www.bdew.de ↗ www.veolia.de/wasserdialog KONTAKT UND IMPRESSUM de.veolutions@veolia.com Veolia Deutschland Unter den Linden 21 10117 Berlin deutschland@veolia.com +49 (0) 30 20 62 956-0 de.wasser@veolia.com +49 (0) 30 20 62 956-10 de.entsorgung@veolia.com +49 (0) 30 20 62 956-20 de.energie@veolia.com +49 (0) 30 20 62 956-90 WIDERRUF WWW.AMAXPERTEYE.DE Sie möchten zukünftig die VEOLUTIONS nicht mehr erhalten? Dann senden Sie uns einfach eine schriftliche Mitteilung oder eine E-Mail an de.veolutions@veolia.com und wir löschen Ihre Kontaktdaten aus unserem Verteiler. ↗ www.k-online.de HUB 360°-ÜBERBLICK, ALLE THEMEN, ALLES ONLINE. veolutions.veolia.de REDAKTION: Martina Rauch (verantwortlich für den Inhalt), Sabine Kraus, Andreas Jensvold, Tina Stroisch, Astrid Ibenthal, Franziska Thüring, Laura Drexler KONZEPT, REALISATION, POST-PRODUCTION UND LITHO: Gingco.Net Werbeagentur GmbH & Co. KG Karrenführerstraße 1–3 38100 Braunschweig www.gingco.net DRUCK: Druckhaus Becker GmbH www.druckhaus-becker.com PRODUKTIONSLEITUNG: Cross Marketing Produktion GmbH www.cmp-gmbh.de BILDNACHWEISE: AMA XpertEye GmbH, BS|ENERGY, Getty Images, iStockphoto, Jan Kopetzky, Studio Roosegaarde, SWG AG, Veolia, Veolia International, Veolia Wasser Deutschland GmbH, Wacker Chemie AG, WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG © 2019 Alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion. Gedruckt auf 100 Prozent Altpapier Circleoffset Premium White Carb. DeCarb. LowCarb. NoCarb! Gesicht zeigen beim Kohleausstieg. Wir steigen früher aus der Kohle aus. Wir halbieren die CO2-Emissionen. Wir investieren 220 Millionen Euro für die zukunftsfähige, klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung von Braunschweig. Wir gehen neue Wege mit Energie. www.bs-energy.de
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