Path:
Die Ideen und die Entwicklung des Sozialismus Das Rätesystem in Deutschland

Full text: Die Befreiung der Menschheit / Ježower, Ignaz (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

176 
Das Aätesystem in Deutschland 
der Gruppe. Er hat nach dem allgemeinen Wirtschafts 
plan des Reichswirtschaftsrats Art und Um 
fang der Produktion, Beschaffung und Verteilung der 
Rohmaterialien, den Absatz der Produkte sowie alle die 
Gruppe betreffenden Fragen zu regeln. Er kann zur 
Erledigung aller ihm obliegenden Fragen besondere 
Kommissionen bilden, die durch Sachverständige ergänzt 
werden können. 
Die Reichsgruppenräte der aufgeführten 
Industrie-, Gewerbe-, Handelszweige usw. wählen aus 
ihrer Mitte Vertreter in den Reichswirtschafts 
rat. 
Die Vertretung der Reichsgruppenräte im Reichs 
wirtschaftsrat regelt sich nach dem Verhältnis der Ge 
samtzahlen der in den einzelnen Gruppen Beschäftigten. 
Der Reichswirtschaftsrat fetzt sich zu gleichen Teilen 
zusammen aus den Vertretern der angeführten 14 Wirt 
schaftsgruppen und aus den Vertretern der Organisation 
des Konsums. Die Leitung des Reichswirtschaftsrates 
führen die dazu Beauftragten des Zentralrates. 
* * 
* 
Der Wille zur Sozialisierung, zur Umgestaltung des 
kapitalistischen Staatswesens wurzelt tief im Herzen des 
werktätigen Volkes. Mit elementarer Gewalt brach 
dieser Wille im November 1918 hervor, überall wählten 
die Arbeiter, Angestellten und Beamten, Arbeiterräte und 
Betriebsräte, die das große Werk beginnen und vollenden 
sollten. Das gewaltige Problem, das damals aufgerollt 
wurde, konnte bis zum heutigen Tage noch nicht gelöst 
werden. Die Arbeiterklasse trat ohne jede Vorbereitung 
an dieses Problem heran; sie zerfleischte sich selbst im 
Ringen um ihre Befreiung. Die Gegenwehr der bürger 
lichen Gesellschaft setzte ein, und damit begann die soziale 
Revolution, deren Verlauf Karl Marx mit wunder 
barem Scharfblick in seinem 18. Brumaire vorausgesagt 
hat: 
. . .„Proletarische Revolutionen, wie die des neun 
zehnten Jahrhunderts, kritisieren beständig sich selbst, 
unterbrechen sich fortwährend in ihrem eigenen Laus, 
kommen auf das scheinbar Vollbrachte zurück, um es 
wieder von neuem anzufangen, verhöhnen grausam 
gründlich die Halbheiten, Schwächen und Erbärmlich 
keiten ihrer ersten Versuche, scheinen ihren Gegner nur 
niederzuwerfen, damit er neue Kräfte aus der Erde 
sauge und sich riesenhafter ihnen gegenüber wieder auf 
richte, schrecken stets von neuem zurück vor der unbe 
stimmten Ungeheuerlichkeit ihrer eigenen Zwecke, bis 
die Situation geschaffen ist, die jede Umkehr unmöglich 
macht und die Verhältnisse selbst rufen: 
Hic Rhodus, hic salta!“ 
Die Revolution 
Nach einem Riakar von Theophile Zreinlen
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.