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Die Ideen und die Entwicklung des Sozialismus Das Rätesystem in Deutschland

Full text: Die Befreiung der Menschheit / Ježower, Ignaz (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

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Das Dätesystem in Deutschland 
verhindern und 
will mittels eines 
kleinen Kraftauf 
wandes die höchste 
Produktivität ent 
falten. Die Fest 
stellung des Be 
darfs geschieht 
durch die Organi 
sation des Kon 
sums. In dieser 
Organisation wir 
ken alle Kräfte der 
werktätigen Be 
völkerung, kon 
zentriert in den 
kommunalen Ar 
beiterräten. 
Die Produktion 
selbst wird getragen 
durch die Organi 
sation der Be 
triebsräte. Die Ar 
beiter und Ange 
stellten wählen aus 
ihrer Mitte die Be 
triebsräte, denen 
die Kontrolle der 
Produktion obliegt. 
Aus den Betriebs 
räten werden die 
Kontrollorgane für 
das Produktions 
gebiet gewählt, die 
ihreSpitzein einem 
Reichswirtschafts 
rat finden. Im 
Reichswirtschafts 
rat vereinigt sich 
die Organisation 
des Konsums mit 
der Organisation 
der Produktion. 
Die Leitung der 
Betriebe liegt in 
Händen der Betriebs 
räte. Diese wird ein 
gesetzt durch den Be 
zirksgruppenrat, der sich 
aus Vertretern der Be 
triebsräte des Produk 
tionszweiges des Wirt 
schaftsgebietes zusam 
mensetzt. In den Be 
triebsleitungen, wie auch 
in dem Kontrollorgan 
der Produktion (Bezirks 
gruppenräte, Reichs 
gruppenrat, Reichswirt- 
schaftsrat) wirken die 
Männer der Wissenschaft 
aktiv mit. 
Die planmäßige Or 
ganisation der Produk 
tion erfordert den Auf- 
Allen Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden sowie verlrehrsinstitutionen 
Grost-Berlins zur Kenntnis, daß vom 2g. Dezember 1318 ab für die Mitglieder des 
„Boiizugsrats Grost - Berlin" und deren Vertrauenspersonen und Kuriere neue 
Ausweiskarten ausgestellt stnd. 
Die neuen Karten sind nach untenstehender Abbildung angefertigt und tragen 
die Unterschriften: R. Müller. Molkenbuhr 
sowie die beiden Stempel: 
Kommandantur Berlin 
Deutsche Sozialistische Republik 
Bolizugsrat des A.- u. E.-Rats 
Grost-Beriin 
DEUTSCHE SOZIALISTISCHE REPUBLIK 
AuswklStartk 
für da» Mnqiisd br» Dotlzuqsrakrs Groß Berlin 
Benosse» 
Berlin Mn jx Oeiembci mi& 
owInbsidaXtse« Ouewifrfl lever ?cie en» SMi. iinnSalft Ses«-»,eLnn aDfron« flntMtaw. 
linsn vorzunehmen «De Behirhen lind nerdflichiei. »d> gimunschle Unietsiuoimg ,u u-mohieu 
«»mlllche vrrledrvmlllrl Bosi, lelesrvod. Sikenhnvn. «uio. Um,eirund, und Sleihendudn.» 
liehen dem Inhibe» diel»« kille« ledeezeii mienigelili» Ul, Veelllqins 
vollzugsrar 
»es Ardeiker- und Eoldatenrais 
Grotz- Berlin 
Ausweis 
Der Kuner. 
des vollzugsraks hak 3ufr 
und DienMeUen 
iämtlichen Behörden 
Vorzeiger ist berechtigt, die Stratzendahn. 
Untergrund-. Stadt-. Ring, und Vorortbahn 
lowie di, Omnibusse unentgeltlich ,u benutzen 
Ausweiskarlen für äie Mitglieäer äes „Dollzugsrats Groß-Berlin 
unä äeren Dertrauenspersonen unä Kuriere 
den 
ivEUPEGUE SOZIALISTISCHE REPUBLIK 
Ausweiskarte Rr.! 
für das Mitglied des Vollzugsrates Groß-Berlin 
Eeuossea 
Berlin, den 28. Oejember 1918. 
3.0. 
Bet Inhaber dies-« autfarfsrt Hai jeder Zeie da« Recht, Innerhalb Deo«,Berlin« dUerocl« AstShanb» 
s Umgeu vorzunehmen. Sille B-Htrten sind «erpllichiet, i-d- gemsinschre Unterstühuns zu gemühten. 
SLmiliche Derkehrsmittei, P-si, Teiegraph, Eisenbahn, Amo, Hache, Urtergennd» und Sleaß-ndahnen 
! si-hen dem Inhaiir dlesi« Paffe« jederzeit nueurgeitiich zur LerfUgnu» 
Ausweiskarte 
Dollzugsrats Groß-Berlin mit Stempel 
unä Bntcrfchristen 
bau einer wirt- 
schaftlichenRäteor- 
ganisation. Durch 
sie soll die Selbst 
verwaltung aller 
Berufsarten, In 
dustrie-, Gewerbe-, 
Handels- und Ver 
kehrszweige ge 
währleistetwerden. 
Die Grundlage die 
ser Organisation 
sind die Betriebs 
stätten, die klein 
sten gesellschaftlich 
produktiven Ein 
heiten des Wirt 
schaftslebens. Aus 
denBetriebenwer- 
den die Vertrau 
ensleute des 
werktätigen Volkes 
gewählt. Diese 
Räteorganisation 
ersaßt alle arbei 
tenden Kräfte des 
Volkes. Sie i st 
organisch aus 
zubauen zu 
einer das ganze 
Volks- und 
Wirtschafts 
leben zusam 
menfassenden 
Zentralorga 
nisation. 
Die deutsche Re 
publik bildet eine 
Wirtschaftseinheit, 
die zentral ver 
waltet wird. Sie 
wird in Wirt 
schaftsbezirke ein 
geteilt, in denen 
die produktiv Tätigen 
in Bezirksorga 
nisationen zusam 
mengefaßt werden. Die 
gesamte Produktion glie 
dert sich nach Industrie-, 
Handels- und Verkehrs 
zweigen und selbstän 
digen Berussgruppen. 
Diese Gliederung er 
gibt folgende Gruppen: 
1. Landwirtschaft, 
Gärtnerei, Tierzucht, 
Forstwirtschaft und 
Fischerei. 
2. Bergbau, Hütten- 
und Salinenwesen, 
Torfgräberei. 
3. Industrie derSteine 
undErden,Baugewerbe. 
4. Metallindustrie.
	        
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