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Full text: Der Sieg der Arbeiter und Matrosen im Dezember 1918 in Berlin / Wrobel, Kurt (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

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Genosse Max Sassen Genosse Ernst Brossat 
Der Genosse Max Sassen, der damals als ehemaliger Seeflieger zur 
dritten Abteilung der Volksmarinedivision (Landesausstellung) ge- 
hörte, erzählt: 
„Nachdem die ersten Granaten auf das Eosandersche Portal des 
Schlosses abgeschossen waren, kam zu uns, zur dritten Abteilung, 
ein Bote. Er brachte den Auftrag, daß von uns ein Unter den Lin- 
den stehendes Geschütz ausgeschaltet werden solle. Ich hatte dazu 
15 Mann und ein leichtes Maschinengewehr. Von der Charlotten- 
straße Ecke Unter den Linden erkannten wir die Haubitze. Sie 
stand schräg gegenüber in der Universitätsstraße. Sie stand auf 
Bohlen und wurde jeweils zum Schießen von zwei Pferden vor- 
gezogen. Die Geschützbedienung war zwischen Bibliothek und Uni- 
versität sehr gut gedeckt. Vom Schloß aus war sie praktisch unan- 
greifbar. Auch wir konnten sie nur schwer aufs Korn nehmen. 
Näher heran konnten wir nicht, denn die Universität lag voller 
Lequis-Truppen. Wir warteten den günstigsten Augenblick ab. Als 
die Burschen gerade wieder zwei Schuß abgegeben hatten, gelang 
es uns, sie alle mit unserem Maschinengewehr zu erledigen. ...“ 
An dem gesprengten Tor an der Nordseite gelang es schließlich doch 
einem Teil der Lequis-Truppen, in das Schloß einzudringen und 
einige Matrosen gefangenzunehmen. Zu diesen Matrosen gehörte 
der Genosse Gustav Block. Er berichtete:
	        
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