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Novembersturm

Full text: 1918-19 / Reinhard, Wilhelm (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

Das Regiment befand sich so am Abend des io. Novem 
bers in vollem Besitz seines Gefechtsstreifens und hatte 
darüber hinaus mit der Rompagnie Gschlößl den Ost 
hang der Höhe 249 bis zu ihrem Gipfel (Signal de 
l'Lpine) in der Hand, die jetzt der einfache Obelisk der 
8ranzosen zur Erinnerung an ihre letzten Toten aus dem 
Weltkrieg ziert. 
Das 4. Garde-Regiment hatte nur einen Verlust von 
so Toten und Verwundeten gehabt. 
Die geschilderten Rümpfe sollten nicht die letzten sein. 
Der Angriff des rechten Regimentsflügels, der das fran 
zösische Regiment 4)5 zum Rückzug von Höhe 249 zwang, 
verursachte an der Eisenbahn vrigne-Nouvion das Ein 
nisten französischer Maschinengewehre. Sonst hielten sich 
die Franzosen wohl nur am Maasufer nördlich Dom-le- 
Mesnil; aber die klebengebliebenen Maschinengewehre feuer 
ten gelegentlich, flankierend auf vrigne, und mußten be 
seitigt werden. Zunächst gebe ich wieder Oberstleutnant 
Grasset das Wort. Er sagt über die Nacht zum JJ. No 
vember: 
„Die Deutschen waren still. Das Schlachtfeld hüllt sich 
in vollständige Unbeweglichkeit, über die der Abend und 
dann die Nacht sinken . . . Line eisige Nacht, in der die 
Äugeln nicht einen Augenblick aufhören zu pfeifen und 
die Granaten in Heuerüberfällen niederprasseln. Unsere 
Artilleristen haben geantwortet, die Schluchten abgesucht 
und die Rreuzungspunkte unter Heuer genommen, wäh 
rend unsere Soldaten den versuch machten, in ihren sehr 
engen Löchern zu schlafen; einige hatten ihre Zeltbahn 
bequem über den Ropf gezogen. Als sie halberstarrt, die 
Hüße im Wasser, die Lage ändern wollten, war die Zelt 
bahn infolge des Frostes steif geworden und mit Eis bedeckt, 
so daß sie hart und schwer war wie ein Schieferdach ..." 
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