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Schlesien

Full text: 1918-19 / Reinhard, Wilhelm (Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG))

endet. Meine Freiwilligen hatten sich in allen ihren Ab 
teilungen dem Oberstleutnant von Bock unterstellt, der 
bestens für ihren Zusammenhang sorgte und sie als treuer 
Berater vor unbedachten Schritten in jener Zeit bewahrte. 
Ihr vaterländischer Geist hat lange Jahre hindurch gehal 
ten und wirkt noch heute im Gau I Reinhard des Stahl 
helms im Landesverband Groß-Berlin. Sie waren alles 
andere als Bandm, und auch die Regierung wurde schnel 
ler gezwungen, dies anzuerkennen, als sie es selbst ahnte. 
Der Zwang, der kam von außm. 
Korfanty brach in Vberschlesien ein, die Feindbundstaa 
ten sperrten das unglückliche Land durch drei Polizeikor 
dons von Deutschland ab. 
Reichswehr durfte nicht eingesetzt werden, Oberschlesien 
durfte sich nur selbst durch Freiwillige verteidigen. So 
wurde ich denn eines Tages auf Veranlassung der Regie 
rung durch Oberstleutnant von Bock gebeten, sofort Trup 
pen, wie man sie nunmehr nannte, und zwar 4 Kompa 
nien, nach Oberschlesien zu entsenden. Sie fuhren schon am 
nächsten Abmd in die Gegend von Turawa und haben sich 
dort nach bestem Können für die Erhaltung deutschen Hei 
matbodens geschlagen. Ehre dem Andenken der dort gegen 
die polen gebliebenen tapferen Kämpfer! Als ich mich, den 
Freiwilligen folgend, nach Brieg begab, um beim Reichs 
kommissar, einem Oberstleutnant von Schwartzkoppen, 
meine Einreise nach Oberschlesien und Verwendung als 
Truppenführer durchzusetzen, wurde mir dies im Auftrage 
der Regierung unter allm möglichen Androhungen für 
Nichtbelieferung der Truppen mit Munition von Schwartz 
koppen untersagt. 
Ich durfte nicht einmal einen Besuch bei meinen Leuten 
abstatten. 
wer meine Freunde bei der Regierung waren, weiß ich 
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