Pfad:
Band 1905/11/01 No. 20. (384-394), 01. November 1905

Volltext: Tages-Ordnungen sowie Vorlagen und Mittheilungen für die Stadtverordneten-Versammlung zu Charlottenburg für das Kalenderjahr ... (Public Domain) Ausgabe 1905 (Public Domain)

625 
Die Verhandlungen über die Weitervermieiung 
der Räume begannen im Oktober 1803. Der Eigen 
tümer fragte am 7. Oktober 1903 an, ob die Stadt 
gemeinde den Vertrag unter denselben Bedingungen 
auf 5 Jahre verlängern wolle. Als ihm der Ma 
gistrat mitteilte, daß zunächst nur beabsichtigt sei. die 
Räume auf lV 2 Jahr weiter zu mieten, stellte er 
die Bedingung, daß die Stadlgemeinde auch die 
bauliche Unterhaltung der Räume nach außen über 
nehmen sollte und zwar sollten nach, der Beendigung 
der Mietszeit die Mauern neu mit Ölfarbe gestrichen 
und das Dach neu hergestellt werden sowie Extra- 
Reparaturen bis zu 1000 M gemacht werden. Der 
Magistrat lehnte es aber ab auf diese Bedingungen 
einzugehen. Hierauf hat sich Weise bereit erklärt, 
die Räume der Stadtgemeinde bis zum 30. Sep 
tember 1905 weiter zu vermieten; wenn der Miets- 
zius um 1000 M jährlich erhöht würde, daun wolle 
er auf eine äußere Instandsetzung des Hauses nach 
dem Ende der Mietszeit verzichten, im übrigen sollten 
die Bedingungen des früheren Vertrages Giltigkeit 
haben. 
Demnächst ist auf Grund des Beschluffes der 
Stadtverordneten-Versammlung vom 10. Februar 1901 
auf die Vorlage Drucksache Nr. 75 vom 28. Januar 
1904 am 22. Februar 1904 folgender Nachtrags 
vertrag geschloffen worden: 
Der vorstehende Vertrag vom 14. Februar 
1899 wird unter Abänderung des Mietspreises 
auf 8166,67 M für das Jahr, im übrigen zu 
den gleichen Bedingungen vom 1. April bis 
30. September 1905 verlängert. 
Druck von Adol' 
Am 19. Juli 1905 ist das Grundstück in das 
Eigentum des Kaufmanns Maltern übergegangen, 
der Mietsvertrag ist nicht über den 30. September 
1905 hinaus verlängert und das Grundstück daher 
am 30. September 1905 geräumt worden. 
Wenn auch der Wortlaut des Vertrages nicht 
unzweifelhaft ist, so dürfte namentlich in Ansehung 
der vorausgegangenen schriftlichen und mündlichen 
Verhandlungen (vergl. Blatt 79, 80, 85 und 87/88 
der Akten) die Stadtgemeinde Charloltenburg doch 
die Verpflichtung haben, im Innern der gemieteten 
Gebäude den Zustand wiederherzustellen, wie er vor 
der Einrichtung der Räume zu Schulzwecken am 
1. April 1899 bestanden hat. 
Nachdem Vergleichsverhandlungen mit dem gegen 
wärtigen Eigentümer gescheitert sind, haben wir uns 
daher zur Vermeidung eines zweifelhaften Prozesses 
für die alsbaldige Ausführung der Arbeiten ent 
schieden. 
Die Kosten werden nach dem Anschlage der Hoch 
bauinspektion II sich bis auf 9000 Jt belaufen. 
Unter den besonderen Verhältnissen ist uns eine 
rechtzeitige Vorlage nicht möglich gewesen; wir bitten 
deshalb um die nachträgliche Bewilligung der er 
forderlichen Mittel. 
Charlottenburg, den 26. Oktober 1905. 
Der Magistrat. 
Matting vr. Renfert, 
u. i. V. 
VII A s . 838. 
ery, Charlottenburg.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.