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Volume VIII. Öffentliche Gesundheits- und Wohlfahrtspflege

Full text: Verwaltungsbericht der Gemeinde Berlin-Friedenau (Public Domain) Issue 1913 (Public Domain)

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r. Sanitaistoadjc (Rettungsdienst). 
Reh 
Die im Hause Handjerystratze 75 befindliche Sanitätswache wird von dem Feuerwehrfeldwebel 
mer verwaltet. 
1913 
1912 
a) Auf der Sanitätswache behandelt 
. 229 
215 Verletzte 
b) auf der Unfallstelle behandelt 
. 15 
19 „ 
c) ärztliche Hilfe wurde gewährt in 
. 172 
167 Fällen 
d) Hilfeleistung ohne ärztliche Hilfe durch Sanitäre in . 
. 72 
48 . 
«) während der Behandlung starben 
2 
1 Person. 
Die Unterhaltungskosten beliefen sich im Berichtsjahre aus rund 3500 M. Die Einnahmen auS 
Gebühren betrugen rund 700 M. Die im Jahre 1912 erfolgte finanzielle Neuregelung des öffentlichen 
Rettungsdienstes und Krankentransportwesens hat sich im Jahre 1913 ausgezeichnet bewährt. Im Verkehr 
mit den Ärzten ist eine wesentliche Geschäftsvereinfachung eingetreten, insbesondere sind sämtliche 
Streitigkeiten mit den Krankenkassen beseitigt. Infolge der Herabsetzung der Gebühren fiir Benutzung der 
Einrichtungen haben sich sowohl die Einsprüche als auch die Ausfälle bis auf wenige Ausnahmen vermindert. 
z. Krankenwagen. 
Die Gemeinde ist im Besitz eines heizbaren Krankenwagens, der im Feuerwehrgebäude unter 
gebracht ist und durch Sanitäre bedient wird. 
Im Berichtsjahre wurde der Wagen in 331 (1912: 301) Fällen benutzt. Ausgabe rd. 2900 M., 
Einnahme aus den Gebühren rd. 1800 M. 
Der Wagen ist bei der Polizeiwache zu bestellen, woselbst auch jederzeit Auskunft darüber zu 
erhalten ist, in welchen Krankenhäusern Betten frei sind. 
fürsorgcßcllen. 
a) K inderfürsorgestelle. 
1. Die Gesamtzahl der unter Aufsicht stehenden Kinder im Alter von 0—2 Jahren betrug: 191. 
Von diesen waren: 
a) ehelich: 91 
b) unehelich: 100. 
2. Die Anzahl der Haltekinder betrug: 105. 
Von diesen waren: 
a) ehelich: 5 
b) unehelich: 100. 
Von den Haltekindern waren: 
a) in Pflege bei der Mutter oder bei den Großeltern: 31 
b) „ „ „ Fremden: 74. 
3. Die Anzahl der Kinder armenunterstützter resp. als arm anzusehener Eltern betrug: 86, 
sämtlich ehelich. 
4. Es starben: 
a) eheliche Kinder: 2 
b) uneheliche Kinder: 5. 
Von den Gestorbenen waren: 
a) in Pflege bei der Mutter resp. Großmutter: 1 
b) „ „ „ Fremden: 4 
c) Kinder armenunterstützter Eltern: 2. 
Todesursachen: 
1 mal Tuberkulose, 
2 „ Ernährungsstörung, 
2 „ plötzlicher Todesfall, 
2 „ im Krankenhaus verstorben. 
5. Anzahl der Besuche der Fürsorgekinder in der Fürsorgestelle: 
Im Januar 
97 
Februar 
109 
„ 
März 
91 
„ 
April 
96 
„ 
Mai 
114 
„ 
Juni 
93 
„ 
Juli 
94 
„ 
August 
130 
„ 
September 
112 
Oktober 
133 
November 
108 
„ 
Dezember 
71 
zusammen 
1 248
	        
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