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Volume II. Verwaltung

Full text: Verwaltungsbericht der Gemeinde Berlin-Friedenau (Public Domain) Issue 1913 (Public Domain)

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und von patriotischer Begeisterung getragene Feier wurde verschönt u. a. durch Gesangsvorträge des 
Mädchenchors unserer Gemeindeschule und des Friedenauer Männer-Gesangvereins, femer durch turnerische 
Vorführungen des Friedenauer Männer-Turnvereins sowie durch Aufführung lebender, historischer Bilder. 
Durch Beschluß der Gemeindevertretung vom 3. April 1913 wurde aus Anlaß des Regierungs 
jubiläums des Kaisers und Königs am 16. Juni 1913 eine Kaiser-Wilhelm-Jubiläumsstiftung in Höhe 
von 25 000 M. für Zwecke der Jugendpflege errichtet und der Betrag aus bereiten Mitteln zur Verfügung 
gestellt. Die Bestimmung über die Verwendung der Zinsen wurde dem Jugendpflegeausschuß übertragen. 
Aus gleichem Anlaß veranstaltete die Gemeinde am 16. Juni 1913, nachmittags 6 Uhr eine 
öffentliche Feier in der Aula der Königin Luiseschule, bei welcher Bürgermeister Walger die Festrede hielt. 
Die Gemeindevertretung bewilligte aus gleicher Veranlassung zur Beschaffung einer Festgabe für 
die Schüler der höheren Schulen 900 M. und für die Schüler der Volksschulen 1035 M. 
Dem Veteranenverein Hierselbst wurde eine Kostenbeihilfe von 100 M. zu einer von ihm ver 
anstalteten patriotischen Feier aus Anlaß der 100jährigen Wiederkehr des Tages der Schlacht bei Leipzig 
bewilligt. 
Aus gleichem Anlaß veranstaltete am 19. Oktober 1913 der Jugendpflegeausschuß ein Jugend 
spielfest auf dein Spielplatz am Maybachplatz, dem auch Mitglieder der Gemeindekörperschasten beiwohnten. 
HI. SemeirMcvoranWag. 
I. Steuern. 
Allgemeines. 
Die Steuerverwaltung der Gemeinde umfaßt: 
a) die Staats- und Gemeinde-Einkommen- und Ergänzungssteuer, 
b) die Gemeinde-Forensalsteuer, 
c) die Gemeindegrundsteuer, 
d) die Umsatzsteuer, 
e) die Wertzuwachssteuer, 
f) die Gewerbesteuer einschl. Filialsteuer, 
g) die Betriebssteuer, 
h) die Hundesteuer, 
i) die Lustbarkeitssteuer, 
k) die Kirchensteuer, 
l) die Wehrsteuer. 
Sämtliche Steuerangelegenheiten werden in einem besonderen Büro, dem Steuerbüro, bearbeitet. 
Dezernent ist der Gemeindevorsteher; Hilfsdezernent der juristische Hilfsarbeiter Assessor Grundmann. 
In der Leitung des Steuerbüros trat im Berichtsjahr ein Wechsel ein; sie wurde am 1. 9. dem 
Gemeindesekretär Neumann, dem bisherigen Leiter des Rechnungsbüros, übertragen. 
Außer dem Leiter waren am Schluffe des Berichtsjahres im Steuerbüro beschäftigt: 
1 Gemeindesekretär, 
1 Verwaltungssekretär, 
7 Assistenten, 
1 Supernumerar, 
9 Hilfsarbeiter, 
zus. 20 Personen. 
Von diesen entfallen auf die Einkomniensteuerabteilung: 
1 VerwaltungSsekretär, 
6 Assistenten, 
1 Supernumerar, 
5 Hilfsarbeiter, 
das übrige Personal auf die anderen Abteilungen. 
Die Zahl der Geschäftszimmer betmg 10. 
Zum Steuerbüro gehören die Registraturen St. l und II. 
Tagebuchnummern bei St. I — 1444, 
St. II — 5871. 
Es werden aber nur die wichtigeren Sachen eingetragen. Bei den übrigen wird die Kontrolle in 
anderer Weise geübt. 
Staats- und Gemeinde-Einkommensteuer. 
Wie in den Vorjahren wurden an Gemeindeeinkommensteuer 100% der Staatseinkommensteuer 
erhoben. Die Steuersätze der Einkommen unter 660 M. werden seit dem 1. 4. 1899 nicht mehr erhoben. 
Für die Veranlagung und Erhebung ist die Gemeinde in 16 Bezirke und die Forensenabteilung 
eingeteilt. Dementsprechend gliedert sich auch die Voreinschätzungskommission in 8 Unterausschüsse, und
	        
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